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Das Zeitalter alltagsverfügbarer KI - was wird sich ändern?


Shubashi

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vor 6 Minuten schrieb Soulman:

Welche Mitarbeiter? 

Bspw. der Mensch, der die Reisepaßbeantragungsformalitäten der Familie @OneAndOnlySonerledigt. Womit verdient der in 2/4/7 Jahren, wenn er überflüssig ist, sein Geld?

 

Dabei stellt sich die Frage: Muß ich mich in meiner Freizeit durch den Antragsformulardschungel kämpfen und dafür das notwendige Technikequipment zu Hause vorhalten? Was macht der, der das nicht kann oder nicht will? Schon jetzt bin ich maßlos genervt von der Arbeitsweitergabe von Behörden/Ämtern/Firmen an Privatpersonen! Siehe Grundstücksteuererfassungformulare. Wenn ich alles machen würde, was Politik/Medien/Gesellschaft/Digitalisierungsfanatiker so einfällt, könnte ich nicht mehr acht Stunden arbeiten gehen. Alleine was ich dauernd vergleichen und kündigen "soll" ... KK, Stromanbieter, KFZ-Versicherung, Internettarif, usw. usf.

Zurück zum Bürgerbüro: Oder empfängt mich dann ein entsprechender Roboter auf dem Amt? Was ist, wenn ich - worum auch immer - nicht mit dem klar komme?

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Marcellinus
vor 6 Minuten schrieb UHU:

Zurück zum Bürgerbüro: Oder empfängt mich dann ein entsprechender Roboter auf dem Amt? Was ist, wenn ich - worum auch immer - nicht mit dem klar komme?

 

Du gehst gar nicht erst hin! Du klappst deinen Laptop auf, und erledigst die Sache online.

 

Um die Behördenmitarbeiter mußt du dir übrigens keine Gedanken machen. Die werden sicherlich einen Tarifvertrag aushandeln, bei dem sie bei vollem Gehalt freigestellt werden. Stellt sich nur noch die Frage, was die den ganzen Tag tun sollen. Nun, auch dafür wird die KI wohl eine Lösung haben. 

Edited by Marcellinus
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vor 30 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Du gehst gar nicht erst hin! Du klappst deinen Laptop auf, und erledigst die Sache online.

Genau das befürchte ich nämlich => Arbeit auf Privatpersonen weiterschieben und ob die damit klar kommen, das können und die Technik haben, interessiert nicht. Es wird von oben angeordnet und das Fußvolk hat begeistert zu sein.

Btw: Ich habe noch sinnerfüllende Hobbies, denen ich gerne nach meiner Vollzeitstelle in der Freizeit nachgehe. Ich bin kein Sklave des Staates, dessen (Teil-)Aufgaben ich unbezahlt erfüllen muß. Oder brauche ich dann nur noch 70 % bei vollem Lohn arbeiten, um alles zu schaffen? Oder muß ich dann weniger Steuern zahlen, weil ich die Kraft im Bürgerbüro nicht mehr (mit)finanzieren muß?

 

Ja, ich kenne einen Haufen Leute, die kein Internet haben, es auch nicht wollen, weil es schlicht nicht ihre Welt ist. Bis diese Leute ausgestorben sind, gehen gerne noch 30 Jahre ins Land.

Dann gibt es einen Haufen Leute, denen dieser gesamte Papierformularkram viel zu hoch ist. Sie verstehen schlicht nicht, was an manchen Stellen abgefragt wird.

 

Bitte nicht falsch verstehen: Als Alternative, als zweite Schiene bin ich sehr dafür - aber nicht als alleine seligmachend aufoktroyierend.

Edited by UHU
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Marcellinus
vor 13 Minuten schrieb UHU:

Ja, ich kenne einen Haufen Leute, die kein Internet haben, es auch nicht wollen, weil es schlicht nicht ihre Welt ist. Bis diese Leute ausgestorben sind, gehen gerne noch 30 Jahre ins Land.

 

Nur geht es eben nicht darum, was du oder ich wollen, sondern was passieren wird. Ich denke, wir haben spätestens in den letzten drei Jahren gelernt, wie schnell liebgewordene Gewohnheiten Makulatur sind, wenn wirkliche oder vermeintliche Zwänge dagegenstehen. Ebenso gut ist es natürlich möglich, daß Menschen weiterhin eingesetzt werden, gewissermaßen als Interface zwischen KI und Kundschaft. 

 

Die viel entscheidendere Frage aber scheint mir, wie wir Menschen insgesamt mit dieser technischen Entwicklung umgehen wollen. Ich lese immer wieder die Warnung vor einem "Transhumanismus", davor, Menschen mit Maschinen zu verbinden. Nur, wenn man das nicht will, dann heißt das, daß sich die Maschinen ohne uns weiterentwickeln werden. So oder so, unsere Welt wird sich verändern, und wir uns mit ihr. Und eins ist auch klar, viele Menschen werden in dieser Welt nur schwer einen Platz finden. 

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vor 10 Minuten schrieb Marcellinus:

... Und eins ist auch klar, viele Menschen werden in dieser Welt nur schwer einen Platz finden. 

und was machen wir mit denen?

Verhungern lassen? quasi als natürliche künstliche Auslese?

Gesellschaftlich ausgrenzen? (Keine Ahnung, ob Corona 2.0 sich noch mal so umsetzen lassen wird.)

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vor 12 Minuten schrieb Marcellinus:

Und eins ist auch klar, viele Menschen werden in dieser Welt nur schwer einen Platz finden. 

Das "viele" kannst Du streichen.

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OneAndOnlySon
vor 25 Minuten schrieb UHU:

Dann gibt es einen Haufen Leute, denen dieser gesamte Papierformularkram viel zu hoch ist. Sie verstehen schlicht nicht, was an manchen Stellen abgefragt wird.

Aber genau diesen Leuten kann durch eine KI doch tatsächlich geholfen werden. Beim Finanzamt nimmt sich nämlich kein menschlicher Mitarbeiter 2-6 Stunden Zeit und macht mit diesen Leuten zusammen die Steuererklärung. Eine KI kann das ohne mit der Wimper zu Zucken (sie hat ja auch keine). Und sie ist eben nicht auf exakte Formulareingaben angewiesen, sondern kann alles schriftlich, verbal oder wenn es sein muss auch als Bilder-Quiz erfragen. Wenn man das will, kann sie sich relevante Belege auch aus dem Berg gesammelter Briefpost der letzten 12 Monate selbst zusammensuchen. 

 

Dein vorheriges Argument, du möchtest nicht der Sklave der IT sein, sehe ich genau umgekehrt: Im Moment bin ich als Bürger auf sehr eingeschränkte Öffnungszeiten der Ämter beschränkt und muss manche Termine mehr als 3 Monate im Voraus planen. Wenn ich also heute feststelle, dass mein Perso noch vor dem Pfingsturlaub abläuft, stehe ich vor handfesten Problemen. Ich bekomme weder rechtzeitig einen Termin, noch findet dieser außerhalb meiner eigenen Arbeitszeit statt. Und wenn ich dann nicht alle erforderlichen Unterlagen beisammen habe, geht das ganze Theater noch mal von vorne los, denn der Sachbearbeiter wartet nicht 2 Stunden, bis ich meine Geburtsurkunde von zu Hause geholt habe.

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OneAndOnlySon
vor 2 Minuten schrieb UHU:

und was machen wir mit denen?

Verhungern lassen? quasi als natürliche künstliche Auslese?

Gesellschaftlich ausgrenzen? (Keine Ahnung, ob Corona 2.0 sich noch mal so umsetzen lassen wird.)

Das gleiche, was wir mit den Menschen machen, die Geld als Ersatz des Tauschhandels nicht klar kommen: Wir können als Staat und Gesellschaft in einem gewissen Rahmen unterstützen aber trotzdem lässt sich der Heizungsmonteur nicht mit selbstgestrickten Socken bezahlen.

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Außerdem geht das durch alle Instanzen. Mein Steuerberater heißt Buhl und wird auch immer besser. Die 2022er Software hat schon automatisch die Krankenkassenbeiträge meines Jüngsten (in Ausbildung bei einem Haustechnik Mittelständler) auf unser Einkommen angerechnet. Chapeau.

Edited by Soulman
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OneAndOnlySon
vor 30 Minuten schrieb Marcellinus:

Die viel entscheidendere Frage aber scheint mir, wie wir Menschen insgesamt mit dieser technischen Entwicklung umgehen wollen. Ich lese immer wieder die Warnung vor einem "Transhumanismus", davor, Menschen mit Maschinen zu verbinden. Nur, wenn man das nicht will, dann heißt das, daß sich die Maschinen ohne uns weiterentwickeln werden.

Vielleicht sollte man auch nicht alles maximal dramatisch formulieren. Fakt ist doch, dass wir seit über 150 Jahren "Menschen mit Maschinen verbinden". Begonnen hat es mit der Mechanik, wenn also maschinelle Kraft diejenige des Menschen ersetzt oder ergänzt hat. Dann ging es daran, z.B. die menschliche Rechenleistung durch Maschinen zu übertreffen. Das hat trotzdem eher noch geringqualifizierte Berufsgruppen betroffen. Jetzt geht es zum ersten Mal an die Bewältigung von komplexen geistigen Aufgaben. Also einen Bereich, bei dem sich viele Leute mit Hochschulstudium vor der Rationalisierung sicher sahen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass z.B. ein Prostatakrebs-Impfstoff statt von einem Menschen von einer KI entwickelt werden wird. Vielleicht wird das die erste KI, die den Nobelpreis erhält. 

 

Aber ich sehe keine Gefahr, dass sich Maschinen ohne Menschen weiterentwickeln. Ganz einfach, weil das so eine Gamechanger-Technologie ist, dass es immer irgendwo auf der Welt Menschen geben wird, die diese Technologie weiterentwickeln werden. Wir können uns als einzelne, als Deutschland oder die EU nur entscheiden, ob wir die Entwicklung aktiv mitgestalten wollen oder von außen zusehen, wie sich die Welt weiterdreht. Eine vollständige Verweigerung wird ebenso wenig funktionieren wie nach der Erfindung des elektrischen Lichts, der Druckerpresse oder des Rundfunks. 

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Marcellinus
vor 9 Minuten schrieb OneAndOnlySon:

Aber ich sehe keine Gefahr, dass sich Maschinen ohne Menschen weiterentwickeln. Ganz einfach, weil das so eine Gamechanger-Technologie ist, dass es immer irgendwo auf der Welt Menschen geben wird, die diese Technologie weiterentwickeln werden. Wir können uns als einzelne, als Deutschland oder die EU nur entscheiden, ob wir die Entwicklung aktiv mitgestalten wollen oder von außen zusehen, wie sich die Welt weiterdreht. Eine vollständige Verweigerung wird ebenso wenig funktionieren wie nach der Erfindung des elektrischen Lichts, der Druckerpresse oder des Rundfunks. 

 

Keine Frage, aber es ist eben auch eine Technologie, die einer relativ geringen Anzahl von Menschen ziemlich große Möglichkeiten verschaffen kann. In China kann man heute schon sehen, welchen Machtchancen einer Staatsführung zur Verfügung stehen, die das konsequent umsetzt. Es ermöglich autoritäre Regimes, wie wir sie uns bisher nicht vorstellen konnten, und gegen die "1984" ein Stück aus der romantischen Mottenkiste ist. 

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OneAndOnlySon
vor 7 Minuten schrieb Marcellinus:

Keine Frage, aber es ist eben auch eine Technologie, die einer relativ geringen Anzahl von Menschen ziemlich große Möglichkeiten verschaffen kann.

Das ist eine Eigenschaft, die KI mit den bisherigen technologischen Revolutionen gemein hat. Auch den Bau und die Anschaffung von Dampfmaschinen konnten nur wenige Menschen leisten. Durch die Bereitstellung von elektrischem Strom hat der Staat eine nie zuvor dagewesene Abhängigkeit der gesamten Wirtschaft und sämtlicher Privathaushalte erreicht.

 

Natürlich ist es kritisch, dass mit einer KI-basierten Daten-Auswertung praktisch vollständige Profile der gesamten Bevölkerung möglich sind. Das kann und wird missbraucht werden. Wir werden uns in Deutschland überlegen müssen, wo wir die Grenzen dessen ziehen, was der Staat von diesen Profilen nutzen darf und zu welchem Zweck. Auch ohne KI ergibt sich diese Frage bereits, z.B. bei der Auswertung von Bewegungsprofilen der Handy-Ortung. 

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Marcellinus
vor 15 Minuten schrieb OneAndOnlySon:

Natürlich ist es kritisch, dass mit einer KI-basierten Daten-Auswertung praktisch vollständige Profile der gesamten Bevölkerung möglich sind. Das kann und wird missbraucht werden. Wir werden uns in Deutschland überlegen müssen, wo wir die Grenzen dessen ziehen, was der Staat von diesen Profilen nutzen darf und zu welchem Zweck. Auch ohne KI ergibt sich diese Frage bereits, z.B. bei der Auswertung von Bewegungsprofilen der Handy-Ortung. 

 

Aber es ist eben ein Unterschied, ob man zur Auswertung der Überwachung der Bevölkerung noch Menschen braucht, oder ob er das schon Maschinen übernehmen können.

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vor 15 Stunden schrieb OneAndOnlySon:

trotzdem lässt sich der Heizungsmonteur nicht mit selbstgestrickten Socken bezahlen.

... die wurden dann ja auch schon getragen!

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Meine Stadtwerke hier haben mich gerade per Mail aufgefordert meine Zählerstände in einem Onlineformular auf deren Server einzutragen.

 

Jetzt sparen die sich den Ableser, aber ich zahl immer noch die Preise...

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vor 47 Minuten schrieb Flo77:

Jetzt sparen die sich den Ableser, aber ich zahl immer noch die Preise...

War keiner da als die zum Ablesen gekommen sind?

 

Ich habe einen (vergleichsweise günstigen) Vertrag, bei dem ich selbst ablesen muß.

Neulich habe ich den Ableser reingelassen, der die anderen Zähler im Zählerschrank abgelesen hat. Meinen auch noch abzulesen hätte keine zehn Sekunden gedauert...

 

... aber in Zukunft soll das ja automatisch über's Netz gehen - dann muß der Ableser nur noch kommen, um Wasser und Gas abzulesen! (Ersparnis: Vernachlässigbar!)

Edited by Moriz
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19 hours ago, OneAndOnlySon said:

Ich war mit den Kindern vor 3 Wochen beim Bürgerbüro um neue Reisepässe zu beantragen. Nichts, was der dortige Mitarbeiter veranstaltet hat, rechtfertigt langfristig den Einsatz eines Menschen. Besonders, weil die Anzahl der Mitarbeiter aktuell der Faktor ist, weshalb man Termine Ausweisangelegenheiten Monate im Voraus reservieren muss. Gleiches gilt für KFZ-Anmeldungen und viele andere Amtsgänge. 

 

Sehe ich ähnlich. Ich musste meinen Führerschein umtauschen, was etwa drei Monate dauerte. Dann sollte ich einen Termin zur Abholung beantragen, was wiederum einen guten Monat dauern sollte. Die Führerscheinstelle liegt direkt neben meiner Wache, ich hätte dann also, falls in der halben Stunde für den Termin einen Einsatz gewesen wäre, einen weiteren Monat Wartezeit gehabt.

Bin also in Dienstklamotten rübergelatscht und einfach gefragt, ob ein armer Sani, der seinen Führerschein braucht, nicht ausnahmsweise....?

Es hat ca. drei Minuten gedauert, mir die Karte auszuhändigen und den alten zu zerschnispeln. Es saß kein einziger Bittsteller oder eine Untertanin im Wartebereich, obwohl etwa 6 oder 7 Leute dort arbeiten.

Das ganze Zeitschinden und Terminvergeben ist anscheinend eine günstige Art, Bürger und Arbeit fernzuhalten. Corona hat einfach Wege eröffnet, das süße Nichtstun in Amtsstuben noch unauffälliger zu machen.

Edited by Shubashi
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vor 4 Stunden schrieb Flo77:

Meine Stadtwerke hier haben mich gerade per Mail aufgefordert meine Zählerstände in einem Onlineformular auf deren Server einzutragen.

 

Jetzt sparen die sich den Ableser, aber ich zahl immer noch die Preise...

Wasser ist bei uns kommunal und wird schon seit sieben oder mehr ??? Jahren nicht mehr von der Stadt abgelesen.

Stattdessen kommt eine analoge Karte zum Eintragen des Abgelesenen. Diese muß dann zurück in den Stadtbriefkasten.

Seit letztem Jahr besteht auch offiziell die Möglichkeit einer EMail.

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vor 2 Stunden schrieb Shubashi:

 

Sehe ich ähnlich. Ich musste meinen Führerschein umtauschen, was etwa drei Monate dauerte. Dann sollte ich einen Termin zur Abholung beantragen, was wiederum einen guten Monat dauern sollte. Die Führerscheinstelle liegt direkt neben meiner Wache, ich hätte dann also, falls in der halben Stunde für den Termin einen Einsatz gewesen wäre, einen weiteren Monat Wartezeit gehabt.

Bin also in Dienstklamotten rübergelatscht und einfach gefragt, ob ein armer Sani, der seinen Führerschein braucht, nicht ausnahmsweise....?

Es hat ca. drei Minuten gedauert, mir die Karte auszuhändigen und den alten zu zerschnispeln. Es saß kein einziger Bittsteller oder eine Untertanin im Wartebereich, obwohl etwa 6 oder 7 Leute dort arbeiten.

Ich hörte ähnliches von einer Kollegin, die das Auto für Töchterlein anmelden wollte.

Bei dem Amt war und ist so, daß ein Privatunternehmen große Zeitblöcke für sich reserviert und diese dann sehr kurzfristigen Termine an Privatleute verkauft. Durch einen großen Zufall hatte ihr Mann (im Homeoffice) vormittags online gesehen, daß am Nachmittag ganz plötzlich ein freier Termin auftauchte, den er sofort belegte. Als er das Auto anmeldete und niemanden auf dem Flur antraf (genau wie bei Dir), fragte er nach und erhielt diese Verkaufserklärung.

Ohne diesen Zufallstreffertermin hätten sie gute vier Wochen warten müssen.

EIN UNDING!!! :angry2:

vor 2 Stunden schrieb Shubashi:

Das ganze Zeitschinden und Terminvergeben ist anscheinend eine günstige Art, Bürger und Arbeit fernzuhalten. Corona hat einfach Wege eröffnet, das süße Nichtstun in Amtsstuben noch unauffälliger zu machen.

Diesen Corona-Nebeneffekt ziehen doch so einige Amtsstuben knallhart durch.

Ich könnte jetzt ausführlich werden, möchte jedoch nicht ins OT abrutschen.

Edited by UHU
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vor einer Stunde schrieb UHU:

daß ein Privatunternehmen große Zeitblöcke für sich reserviert

Als wir unser Auto gekauft haben, haben wir die Zulassung für 'nen Hunni vom Autohaus machen lassen. Wir hatten nämlich keine Lust auf diesen Terminstress. Das Autohaus hat das natürlich nicht selbst gemacht, sondern einen entsprechenden Zulassungsdienst damit beauftragt. Der vermutlich seine Standardtermine blockiert hat.

vor einer Stunde schrieb UHU:

diese dann sehr kurzfristigen Termine an Privatleute verkauft.

Das geht natürlich gar nicht!!!

 

Nachtrag: Dieser Raffgier ließe sich möglicherweise mit Strafzahlungen für nicht wahrgenommene Termine beikommen.

Edited by Moriz
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"Ich ließ mir beim Schreiben der Geburtstagseinladungen meines Mannes von ChatGPT helfen."

 

"Es ist wahr, ich ließ mir wirklich beim Schreiben der Geburtstagseinladungen meines Mannes von ChatGPT helfen."

 

(Dieser Post wurde mit Hilfe von ChatGPT erstellt)

 

:evil::evil::evil:

 

 

Edited by nannyogg57
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Higgs Boson

So, jetzt hat sich ChatGPT endlich mal als nützlich erwiesen.

 

Wir übersetzen gerade den Siddur (Gebetbuch) der Bnai Noah ins Deutsche. Vorlage sind die hebräische und englische Version. Dabei werden dann auch die Texte des Tenach übersetzt. Bei manchen ist die Stelle angegeben, bei anderen nicht.  Für die Vorübersetzung haben wir uns auf deepl.com geeinigt. Ich mache das und stelle den neu formatierten Text für das Lektorat zur Verfügung, das dann die Übersetzung mit dem englischen / hebräischen Text vergleicht. (Beide Sprachen werden von unserem Lektorat verstanden, einer hat Judaistik studiert und was soll ich sagen, mit dem zusammen zu arbeiten ist echt phantastisch.)

 

Als Deutsche haben wir uns in unseren gründlichen Kopf gesetzt, erstens alle Texte aus einer Quelle und Übersetzung zu verwenden, was kein Problem darstellt. Aber es stellt mich vor die Aufgabe, die jeweilige Bibelstelle zu finden. Das ist manchmal  einfach, manchmal aber schier unlösbar. Die Suche über Google führt gelegentlich zu irgendwelchen Predigten, die mit der Stelle nichts zu tun haben, sondern rein zufällig die gleichen Wörter benutzen.

 

Hier kommt ChatGPT ins Spiel. Das sucht nämlich im Kontext. Und wenn ich ihm sage, es solle bitte die Bibelstelle finden zum übersetzten Text, dann macht es das. Zuverlässig. Mit Buch, Kapitel und Nummer.

 

Die suche ich dann in der gewählten Übersetzung und siehe da, es stimmt immer.

 

Dieses Kerlchen ist bibelfest.

Edited by Higgs Boson
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Higgs Boson
vor 15 Stunden schrieb nannyogg57:

"Ich ließ mir beim Schreiben der Geburtstagseinladungen meines Mannes von ChatGPT helfen."

 

"Es ist wahr, ich ließ mir wirklich beim Schreiben der Geburtstagseinladungen meines Mannes von ChatGPT helfen."

 

(Dieser Post wurde mit Hilfe von ChatGPT erstellt)

 

:evil::evil::evil:

 

 

 

Falsche Anweisung. ChatGPT braucht Befehle:

 

"Schreibe mir die Geburtstagseinladung für meinen Mann"

 

"Liebe Freunde und Familie,

 

ich möchte euch herzlich zu der Geburtstagsfeier meines Mannes einladen!

Wir werden am [Datum] um [Uhrzeit] im [Ort] feiern. Es wird ein Abend voller Spaß, Essen und Getränke sein, und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr dabei sein könntet, um diesen besonderen Tag mit uns zu teilen.

 

Bitte lasst mich bis zum [Datum] wissen, ob ihr kommen könnt, damit ich die Planung entsprechend anpassen kann.

 

Ich freue mich darauf, euch alle zu sehen und meinen Mann an seinem Geburtstag zu feiern!

 

Herzliche Grüße, [Dein Name]"

 

(Dieser Post wurde mit Hilfe von ChatGPT erstellt)

 

:evil::evil::evil:

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OneAndOnlySon

ChatGPT hat aber leider ziemliche Probleme im verfassen von "diplomatischen" Texten. Wir brauchten den englischen Text für eine Verabschiedungskarte an einen Kollegen, der wegen mangelhafter Leistung entlassen wurde. "You are the smartest guy, we ever met" ist also ebenso unangebracht wie "You are not the lightest candle on the cake". 

Die Gratwanderung zwischen einer nachträglichen Ohrfeige und Lobhudelei hat in keiner Version des Textes wirklich geklappt. Egal, wie sehr ich darum gebeten habe, den Kündigungsgrund nicht offen in den Text zu packen: ChatGPT war nicht in der Lage auf den ein oder anderen Seitenhieb zu verzichten. 

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