Alfons Geschrieben 23. Februar Melden Geschrieben 23. Februar vor 42 Minuten schrieb Einsteinchen: Alfons hatte in grüner Farbe geschrieben: "Beim Zusammenführen von Threads bleiben ALLE Postings erhalten, geordnet in der zeitlichen Reihenfolge. Alfons als Moderator" (nämlich am 22.2.2026 um 12:48) Darauf antwortete manden: "aber ich kam damit nicht mehr zurecht" Da kann ich @mandenin gewisser Weise verstehen. Wenn man in einem Thread direkt auf ein davor stehendes Posting antwortet, ohne den Beitrag zu zitieren, kann es sein, dass sich beim Zusammenlegen mehrerer Threads Postings aus dem anderen Thread dazwischenschieben. Dann wird es schwieriger, den Zusammenhang zu finden. Gegenmittel: Immer zitieren, worauf man antwortet. Alfons als Moderator Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 23. Februar Melden Geschrieben 23. Februar Manden glaubt, dass man Gott mit dem Verstand alleine erkennen kann. Dabei gibt es doch auch die Gefühle und das Herz. Das einzige, was er anerkennt, ist der Rationalismus. Sein Gehirn. Man ißt mit den Augen und liest mit dem Herzen, und man kühlt wohl mit dem Gehirn (Aristoteles), und das Universum atmet man ein oder aus, mit der Zelle denkt man, und mit den Zähnen lacht man, mit dem Finger doziert man, mit dem Bart provoziert man, mit dem Blick gebietet man Einhalt, mit der Miene versteinert man, mit dem Lächeln erweicht man, mit dem Auge fragt man, mit der Zunge vernichtet man und mit dem Munde plappert man. Man denkt mit dem Bauch und ärgert sich nur, wenn eine Laus über die Leber läuft. Das Gehirn verliert da bei dieser Aufzählung, nun ja, mit dem limbischen System hat man eine ozeanische Erfahrung, allerdings war ja Richard Dawkins furchbar enttäuscht, da er nichts erlebt hat, als er den Gotteshelm aufsetzte. Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 23. Februar Melden Geschrieben 23. Februar vor 2 Stunden schrieb manden: Den Gott der Bibel gibt es nicht, Ich war einmal in einer Buchhandlung und betrachtete ein Buch. Das sah ein anderer Besucher und er sagte begeistert: DAS Buch schlechthin! Welches Buch es nun war tut nichts zur Sache, wichtig ist, dass er es verabsolutierte, und ein Buch kann man nicht verabsolutieren, wenn man etwas verabsolutiert, wäre das Buch ja so was wie ein Äquivalent von Gott, aber man braucht im Grunde überhaupt kein Buch. Diogenes im Fass würde mir zustimmen. Bibelchristen verabsolutieren die Bibel. Ich verabsolutiere nur Gott, kann aber gleichzeitig das Nichts sein. 1 Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 23. Februar Melden Geschrieben 23. Februar Das Wort Gottes ist nicht die Bibel, sondern das Wort Gottes ist für die Christen Gott selbst. Der Logos. Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 23. Februar Melden Geschrieben 23. Februar vor 11 Minuten schrieb Einsteinchen: Ich war einmal in einer Buchhandlung und betrachtete ein Buch. Das sah ein anderer Besucher und er sagte begeistert: DAS Buch schlechthin! Welches Buch es nun war tut nichts zur Sache, wichtig ist, dass er es verabsolutierte, und ein Buch kann man nicht verabsolutieren, wenn man etwas verabsolutiert, wäre das Buch ja so was wie ein Äquivalent von Gott, aber man braucht im Grunde überhaupt kein Buch. Diogenes im Fass würde mir zustimmen. Bibelchristen verabsolutieren die Bibel. Ich verabsolutiere nur Gott, kann aber gleichzeitig das Nichts sein. Ich habe eine große Scheu vor der Bibel und großen Respekt. Da bin ich in wehmütiger Gemeinsamkeit mit der mittelalterlichen Position, daß die Bibel nicht übersetzt und für den Laien zugänglich gemacht werden darf. Die eigentliche Bibel ist hebräisch und griechisch. Jedes Wort darin ist dreifach heilig, und ein Übersetzer ist ein Verräter, weil er es gar nicht übersetzen kann. Ich bin sehr gerne ein ernsthafter Bibelforscher, aber die Juden haben es vorgemacht. Wenn sie das Wort kopierten und das Gestaltbild des Aleph falsch oder kalligraphisch verunstaltet geschrieben haben, war die ganze Schrift wertlos, sie war vergiftet, jeder Strich hat nämlich eine Bedeutung, sie mußten die Schrift vernichten, aber nicht einfach verbrennen, das wäre ungehörig gegen die Heiligkeit, sondern sie vergruben sie rituell, worin sie still vermoderte, das ist eines Gotteswortes angemessen. So durchlaufen wenigstens die Bakterien und Kleinstgeister eine Schule, damit einmal große heilige Geister herangeschult werden. Es gibt zu viele übersetzte Bibeln und wir kennen ja die Fanatiker, die zum Beispiel im englischen Raum auf die King James- Version schwören, und andere verdammen. Und was hat die Bibelgläubigkeit gebracht? Das schreckliche Sola scriptura, und dann treffe ich solche zweifellos netten und angenehmen Christen, die mir voll Liebe sagen, und ich kann ihnen nicht an, wenn sie sagen: Ziehe hinfort aus der Hure Babylon und nimm Jesus in dein Herz auf, und das mir!. Ich mache es dann aber doch nach meinem besten Wissen wie Jesus und schreibe Worte in den Sand, aber nicht auf Papier, denn die festgefrorene Schrift ist der Grund für schwärzesten Fanatismus. 1 Zitieren
Domingo Geschrieben 23. Februar Melden Geschrieben 23. Februar vor 2 Stunden schrieb Einsteinchen: die Juden haben es vorgemacht. Wenn sie das Wort kopierten und das Gestaltbild des Aleph falsch oder kalligraphisch verunstaltet geschrieben haben, war die ganze Schrift wertlos, sie war vergiftet, jeder Strich hat nämlich eine Bedeutung, sie mußten die Schrift vernichten, aber nicht einfach verbrennen, das wäre ungehörig gegen die Heiligkeit, sondern sie vergruben sie rituell, worin sie still vermoderte, das ist eines Gotteswortes angemessen. Dann müsste man aber auch den Kodex Leningradensis begraben, da er ja Fehler enthält. Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar vor 4 Stunden schrieb Domingo: Dann müsste man aber auch den Kodex Leningradensis begraben, da er ja Fehler enthält. Vielleicht haben die Schreiber das nicht bemerkt. Und wenn die zuständigen Gelehrten und Priester das dann viel später doch bemerken, vielleicht gab es da rituelle Auswege... Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar vor 10 Stunden schrieb manden: die innere Stimme ist die Echte Moral. Auf die solltest Du hören. Echte Moral? Von 00:08 bin 00:56 am 21. März 2016 habe ich das bei vollkommener Stille geschrieben. Das war ein Experiment im In Sich Selbst blicken oder besser in mein Universum. Dies kam dabei heraus: Stilleübungen Man kann lernen, den Verkehrslärm völlig zu ignorieren. Da sind die Tauben im Vorteil. Viele Kinder dröhnen sich mit Bob Dylan zu oder irgendeinem anderen Sänger und sagen zum verständnislosen Papa, der die Kinder zum Hausaufgabenmachen anhält und es ihnen verbieten will: "Aber da kann ich viel besser lernen und mich konzentrieren". Idealerweise sind sie da aber auch taub für die Musik. Ich glaube, man kann jeden Sinn meistern. Und andere essen bei Mozartmusik Schweinsbraten. Ein Schuß ins Blaue, weil ich es nicht gesehen habe: Clockwork Orange. (edit: es war Beethoven, - ich muss noch üben) Die das können, sind Schöne Seelen (habe ich von Schiller aufgeschnappt) Auch derrische Kapellen sind musikalisch (Euphemismus für Gehörlose) Mein Vater war es beinah, und Gott kommt mir manchmal wie aus seinem Gesicht geschnitten vor. Blinde sehen Lahme gehen Taube hören Fast jeder Mensch ist ein synästhetisches Gemüt. Ein in einer Kakophonie auftauchender fadenförmiger Tinnitus ist ein Zeichen Gottes. In der säuselnden Stille darf man alles. https://www.mykath.de/topic/33531-einsteinchens-spielwiese/page/18/#findComment-2135544 Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar vor 55 Minuten schrieb Einsteinchen: Echte Moral? Von 00:08 bin 00:56 am 21. März 2016 habe ich das bei vollkommener Stille geschrieben. Das war ein Experiment im In Sich Selbst blicken oder besser in mein Universum. Dies kam dabei heraus: Stilleübungen Man kann lernen, den Verkehrslärm völlig zu ignorieren. Da sind die Tauben im Vorteil. Viele Kinder dröhnen sich mit Bob Dylan zu oder irgendeinem anderen Sänger und sagen zum verständnislosen Papa, der die Kinder zum Hausaufgabenmachen anhält und es ihnen verbieten will: "Aber da kann ich viel besser lernen und mich konzentrieren". Idealerweise sind sie da aber auch taub für die Musik. Ich glaube, man kann jeden Sinn meistern. Und andere essen bei Mozartmusik Schweinsbraten. Ein Schuß ins Blaue, weil ich es nicht gesehen habe: Clockwork Orange. (edit: es war Beethoven, - ich muss noch üben) Die das können, sind Schöne Seelen (habe ich von Schiller aufgeschnappt) Auch derrische Kapellen sind musikalisch (Euphemismus für Gehörlose) Mein Vater war es beinah, und Gott kommt mir manchmal wie aus seinem Gesicht geschnitten vor. Blinde sehen Lahme gehen Taube hören Fast jeder Mensch ist ein synästhetisches Gemüt. Ein in einer Kakophonie auftauchender fadenförmiger Tinnitus ist ein Zeichen Gottes. In der säuselnden Stille darf man alles. https://www.mykath.de/topic/33531-einsteinchens-spielwiese/page/18/#findComment-2135544 Kann man Gott hören? Die Frage, die geblieben ist, lautet: Kann man Gott hören? Hören ist mehr als Schall. Natürlich gibt es das physikalische Hören – Trommelfell, Frequenzen, Schwingungen. Aber es gibt noch ein anderes Hören: das Hören auf einen Gedanken, auf eine Gewissensregung, auf eine innere Bewegung. Man kann lernen, Verkehrslärm auszublenden. Kinder können sich mit Musik zudröhnen und behaupten, sie könnten so besser lernen – vielleicht, weil sie die Musik innerlich schon ausgeblendet haben. Aufmerksamkeit ist formbar. Die Tauben sind vielleicht im Vorteil, weil sie gezwungen sind, anders zu hören. In der christlichen Tradition erscheint Gott nicht im Getöse, sondern im „sanften, leisen Säuseln“. Gott ist kein akustisches Ereignis, sondern eine Differenz in der Wahrnehmung. Stille ist kein Nichts. Stille ist ein Resonanzraum. Vielleicht ist religiöse Erfahrung eine Art Synästhesie: Ein Sinn überschreitet sich selbst. Man hört nicht nur mit dem Ohr, sondern mit dem ganzen Bewusstsein. Selbst ein fadenförmiger Tinnitus in einer Kakophonie kann plötzlich Bedeutung bekommen. Nicht weil er objektiv „Gott“ ist, sondern weil Wahrnehmung nie neutral ist. Hier liegt die Gefahr – und die Größe. Man kann jedes Geräusch sakralisieren. Aber man kann auch entdecken, dass Sinn nicht von außen aufgeklebt wird, sondern im Innersten aufleuchtet. Vielleicht ist Gott nicht etwas, das man hört. Vielleicht ist Gott das, durch das man hört. Nicht das Geräusch. Sondern die Bedingung der Möglichkeit von Wahrnehmung. Die 48 Minuten Stille waren kein Beweis für Gott. Aber sie waren ein Beweis für Aufmerksamkeit. Und vielleicht beginnt alles mit Aufmerksamkeit. 1 Zitieren
Kulti Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar 12 hours ago, manden said: Mein GOTTESbeweis ist logisch und richtig. Wenn das mal so einfach wäre. Dein Beweis des Wesens das Du echter Gott nennst ist kein Beweis, es ist ein Dogma. Es ist eine Aussage um in Deinen Glaubensgewässern zu segeln, aber gegen diese Aussage gibt es logische Einwände. Ich persönlich glaube dir auch Dein Erkennen des echten Gottes. Es gibt einfach diese magischen Momente des Denkens die das Gemüt durchschütteln und zu einer tiefen Überzeugung werden. Was mir bei dir fehlt ist die Kultur um deine Erkenntnis zu vermitteln. Du bist derzeit als Physiklehrer des echten Gottes unterwegs. Versuche es mal mit etwas mehr Musik und vielleicht entwickelt sich dann ein Dialog. Zitieren
manden Geschrieben 24. Februar Autor Melden Geschrieben 24. Februar vor 10 Stunden schrieb Einsteinchen: Das Wort Gottes ist nicht die Bibel, sondern das Wort Gottes ist für die Christen Gott selbst. Der Logos. Was ist der Logos ? Zitieren
manden Geschrieben 24. Februar Autor Melden Geschrieben 24. Februar vor 22 Minuten schrieb Kulti: Wenn das mal so einfach wäre. Dein Beweis des Wesens das Du echter Gott nennst ist kein Beweis, es ist ein Dogma. Es ist eine Aussage um in Deinen Glaubensgewässern zu segeln, aber gegen diese Aussage gibt es logische Einwände. Ich persönlich glaube dir auch Dein Erkennen des echten Gottes. Es gibt einfach diese magischen Momente des Denkens die das Gemüt durchschütteln und zu einer tiefen Überzeugung werden. Was mir bei dir fehlt ist die Kultur um deine Erkenntnis zu vermitteln. Du bist derzeit als Physiklehrer des echten Gottes unterwegs. Versuche es mal mit etwas mehr Musik und vielleicht entwickelt sich dann ein Dialog. NEIN . Der GOTTESbeweis ist exakt sachlich und logisch. Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar (bearbeitet) vor 5 Minuten schrieb manden: NEIN . Der GOTTESbeweis ist exakt sachlich und logisch. Mit so minimalistischen apodiktischen dürren Sätzen überzeugst du niemanden. Diskutieren geht anders, nämlich mit vielen Erläuterungen und Eingehen auf Fragen. Aber du glaubst, dass du mit der DIN A4 Seite Manifest über die acht Dinge mehr weißt als Milliarden Bücher.... bearbeitet 24. Februar von Einsteinchen Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar (bearbeitet) vor 16 Minuten schrieb manden: Was ist der Logos ? λόγος Wort Gott https://www.mykath.de/topic/33531-einsteinchens-spielwiese/page/148/#findComment-2603546 bearbeitet 24. Februar von Einsteinchen Zitieren
manden Geschrieben 24. Februar Autor Melden Geschrieben 24. Februar (bearbeitet) vor 40 Minuten schrieb Einsteinchen: Mit so minimalistischen apodiktischen dürren Sätzen überzeugst du niemanden. Diskutieren geht anders, nämlich mit vielen Erläuterungen und Eingehen auf Fragen. Aber du glaubst, dass du mit der DIN A4 Seite Manifest über die acht Dinge mehr weißt als Milliarden Bücher.... Richtig. 8 exakt sachliche und logische Dinge über den wirklichen GOTT führen viel weiter als die Millionen der bisherigen Bücher über Götzen . bearbeitet 24. Februar von manden Fehler Zitieren
Kulti Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar 1 hour ago, manden said: NEIN . Der GOTTESbeweis ist exakt sachlich und logisch. Kennst Du den unendlichen Regress? 1 Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar Das ist mir eingefallen (ChatGPT) Die Ewige Wiederkehr – Nietzsches furchtbarster Gedanke Es gibt Gedanken, die man diskutiert. Und es gibt Gedanken, die einen prüfen. Die „Ewige Wiederkehr des Gleichen“, wie sie Friedrich Nietzsche in Also sprach Zarathustra entfaltet, gehört zur zweiten Art. Sie ist kein bloßes Theorem. Sie ist ein Urteil. Stellen wir uns vor, ein Dämon träte an unser Ohr und spräche: Dieses Leben, genau dieses, wirst du noch einmal leben – und noch unzählige Male. Es wird nichts Neues darin sein. Kein Trost, kein Ausgleich, kein späteres „Besser“. Jede Peinlichkeit, jeder Verlust, jede Krankheit – wieder. Und wieder. Und wieder. Was wäre unsere erste Regung? Entsetzen? Müdigkeit? Trotz? Nietzsche wusste, dass dieser Gedanke furchtbar ist. Er ist absichtlich furchtbar. Denn er zerstört die heimlichen Fluchtwege des Menschen. Er nimmt ihm das Jenseits, die lineare Hoffnung, die Idee einer einmaligen Prüfung mit anschließendem Lohn. Er schneidet das Leben ab von jeder Erlösungsgeschichte. Übrig bleibt nur: dieses Dasein – ohne Hintertür. Die Ewige Wiederkehr ist deshalb weniger eine Kosmologie als eine Zumutung. Gewiss hat Nietzsche zeitweise mit naturphilosophischen Spekulationen gespielt: Wenn die Menge der möglichen Zustände endlich ist und die Zeit unendlich, dann muss sich alles wiederholen. Aber selbst wenn diese Spekulation falsch wäre, bleibt die existenzielle Wucht des Gedankens bestehen. Denn die Frage lautet nicht: Ist es so? Die Frage lautet: Könntest du es wollen? Hier tritt das Ideal des Amor fati hinzu – die Liebe zum eigenen Schicksal. Nicht bloßes Ertragen. Nicht zähneknirschende Resignation. Sondern Bejahung. „So wollte ich es“, soll der Starke sagen können. „So soll es wiederkommen.“ In diesem Sinn ist die Ewige Wiederkehr die radikalste Form der Verantwortung. Wenn alles wiederkehrt, dann ist jeder Augenblick von unendlichem Gewicht. Jede Entscheidung ist nicht ein flüchtiger Schritt in einer vorübergehenden Biographie, sondern ein Siegel, das du unendlich oft unter dasselbe Dokument setzt. Der Gedanke ist grausam – besonders wenn man an Leid denkt. Nietzsche selbst war krank, einsam, von Schmerzen gezeichnet. Man könnte vermuten, dass die Ewige Wiederkehr sein verzweifelter Versuch war, dem Leiden Würde zu geben, ohne auf Gott zurückzugreifen. Wenn es kein Jenseits gibt, kein Gericht, keine Auferstehung – dann muss das Leben selbst so intensiv bejaht werden, dass es keiner Rechtfertigung mehr bedarf. Hier liegt auch der Konflikt mit dem Christentum. Die christliche Zeit ist linear: Schöpfung, Fall, Erlösung, Vollendung. Geschichte hat Richtung. Sie strebt auf ein Ziel zu. Die Ewige Wiederkehr hingegen ist Kreis. Keine Vollendung, sondern Wiederholung. Kein Ende, sondern Rotation. Kein Heil, sondern Bejahung. Und doch – paradoxerweise – verlangt auch Nietzsche etwas, das fast religiös wirkt: eine totale Hingabe an das Sein. Eine Zustimmung ohne Vorbehalt. Eine Art säkulare Heiligsprechung des Augenblicks. Vielleicht ist die Ewige Wiederkehr deshalb weniger eine Behauptung über die Welt als eine Herausforderung an die Seele. Sie fragt: Lebst du so, dass du dein Leben unterschreiben würdest – unendlich oft? Oder lebst du in der Hoffnung auf ein anderes, besseres, gerechteres Dasein? Der Gedanke zwingt zur Ehrlichkeit. Er nimmt uns die Illusion, dass wir „später“ korrigieren können, was wir heute versäumen. Wenn alles wiederkehrt, dann kehrt auch die versäumte Liebe zurück, das ungelebte Wort, die feige Entscheidung. Nichts vergeht einfach. Alles bleibt – im Kreis. So steht der Mensch vor Nietzsches furchtbarstem Spiegel. Und der Spiegel fragt nicht nach Moral, nicht nach Dogma, nicht nach metaphysischer Wahrheit. Er fragt nur: Kannst du Ja sagen? Nicht einmal. Sondern ewig. Zitieren
Einsteinchen Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar vor 11 Minuten schrieb Einsteinchen: Kannst du Ja sagen? Nicht einmal. Sondern ewig. Photon für Photon bau ich die Ewigkeit ab, die anderen machen nur Quark. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar (bearbeitet) vor 13 Stunden schrieb Domingo: Dann müsste man aber auch den Kodex Leningradensis begraben, da er ja Fehler enthält. Ein Kodex wird nicht in der Synagoge verwendet. Und nicht alle defekten Schriften werden unbedingt begraben. Beerdigung ist nur eine Form der sogenannten Archivierung. Archiviert (für alle Zeiten weggesperrt) wird alles, was den Namen des Ewigen enthält, weil man solche Schriften nicht einfach in den Müll schmeißen oder verbrennen kann. Das gilt für Torahrollen ebenso wie für alle anderen gerollten Schriften (zb Megillot oder Propheten ) aus dem Gottesdienst und für Codices (Bücher), wenn sie im Laufe der Zeit einfach verschlissen sind. Da geht es nicht unbedingt um Schreibfehler. Und das kann auch bedeuten, dass die Schriften in eine Oberstube der Synagoge gestopft werden, möglichst unzugänglich und dann erstmal vergessen. Findet man sie Jahrhunderte Jahre später, glänzen die Augen der Historiker und das Werk kommt zu neuen Ehren in der Forschung, nicht im Gottesdienst. Aber das ist auch der Grund, weshalb der Gottesname in Drucken, die der Öffentlichkeit einfach so zur Verfügung gestellt werden mit '' abgekürzt wird und mit dem Hebräischen Wort für Herr ausgesprochen wird - jeder aber weiß, hier steht eigentlich HaShem - was einfach nur 'Der Name' bedeutet und im Alltag für das Tetragramm steht. Fun Fact: die Hebräischen Zahlen werden mit Buchstaben umschrieben. Bei der 15 gibt es das Problem, dass Yud den Zahlenwert 10 hat und Hay den Zahlenwert 5. Man müsste also Yud-Hay schreiben. Das ist aber dem Gottesnamen zu ähnlich, weshalb man auf Tet-Vav ausweicht, 9+6. Was, wenn man auf Hebräisch Dateien durchnummeriert, den Sortieralgorithmus komplett durcheinander bringt. bearbeitet 24. Februar von Higgs Boson 1 Zitieren
manden Geschrieben 24. Februar Autor Melden Geschrieben 24. Februar Was für ein Aufwand um einen Götzen. Zitieren
Aleachim Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar Zu deinem Ding 4 hätte ich noch eine Frage. Ding 4 : Aus seiner Existenz und Moral folgt, was er von uns möchte : wir Menschen müssen hier lernen, wirklich harmonisch mit ihm (vor allem ihm gehorchen) und seiner Schöpfung (vor allem mit den Menschen) zusammenzuleben. Warum möchte Gott das von uns? Warum hat er uns diese Moral gegeben? Auf mich wirkt das, was du über ihn sagst so, als würde er sich im Grunde nicht für uns interessieren. Als wären wir (und die ganze Schöpfung) ihm ziemlich gleichgültig. Dann könnte es ihm egal sein, was wir tun... Anscheinend ist es ihm nicht egal. Das heißt also, er steht ihn irgend einer Beziehung zu uns, oder? 1 Zitieren
manden Geschrieben 24. Februar Autor Melden Geschrieben 24. Februar vor 17 Minuten schrieb Aleachim: Zu deinem Ding 4 hätte ich noch eine Frage. Ding 4 : Aus seiner Existenz und Moral folgt, was er von uns möchte : wir Menschen müssen hier lernen, wirklich harmonisch mit ihm (vor allem ihm gehorchen) und seiner Schöpfung (vor allem mit den Menschen) zusammenzuleben. Warum möchte Gott das von uns? Warum hat er uns diese Moral gegeben? Auf mich wirkt das, was du über ihn sagst so, als würde er sich im Grunde nicht für uns interessieren. Als wären wir (und die ganze Schöpfung) ihm ziemlich gleichgültig. Dann könnte es ihm egal sein, was wir tun... Anscheinend ist es ihm nicht egal. Das heißt also, er steht ihn irgend einer Beziehung zu uns, oder? Der Echte GOTT ist natürlich auch unser Echter Schöpfer. Er möchte, dass wir den richtigen Weg finden und gehen. Das Ding 4 ist schon ein wesentlicher Teil. Dazu kommt dann noch die Echte Moral ( Ding 2 und Ding 3 ). Zitieren
Aleachim Geschrieben 24. Februar Melden Geschrieben 24. Februar vor 1 Minute schrieb manden: vor 26 Minuten schrieb Aleachim: Zu deinem Ding 4 hätte ich noch eine Frage. Ding 4 : Aus seiner Existenz und Moral folgt, was er von uns möchte : wir Menschen müssen hier lernen, wirklich harmonisch mit ihm (vor allem ihm gehorchen) und seiner Schöpfung (vor allem mit den Menschen) zusammenzuleben. Warum möchte Gott das von uns? Warum hat er uns diese Moral gegeben? Auf mich wirkt das, was du über ihn sagst so, als würde er sich im Grunde nicht für uns interessieren. Als wären wir (und die ganze Schöpfung) ihm ziemlich gleichgültig. Dann könnte es ihm egal sein, was wir tun... Anscheinend ist es ihm nicht egal. Das heißt also, er steht ihn irgend einer Beziehung zu uns, oder? Der Echte GOTT ist natürlich auch unser Echter Schöpfer. Er möchte, dass wir den richtigen Weg finden und gehen. Das Ding 4 ist schon ein wesentlicher Teil. Dazu kommt dann noch die Echte Moral ( Ding 2 und Ding 3 ). Dass er unser Schöpfer ist, heißt noch nicht automatisch, dass er uns liebt o. ä. Also nochmal direkter gefragt: Liebt der echte Gott seine Schöpfung und uns Menschen? Wenn ja, woran hast du das erkannt? Und warum taucht es in deinen 8 Dingen nicht auf? Zitieren
manden Geschrieben 24. Februar Autor Melden Geschrieben 24. Februar vor 2 Minuten schrieb Aleachim: Dass er unser Schöpfer ist, heißt noch nicht automatisch, dass er uns liebt o. ä. Also nochmal direkter gefragt: Liebt der echte Gott seine Schöpfung und uns Menschen? Wenn ja, woran hast du das erkannt? Und warum taucht es in deinen 8 Dingen nicht auf? Das heisst es nicht automatisch, aber angesichts dessen, was er uns gegeben hat, kann man schliessen, dass er uns wohlgesonnen ist. Ich weiss nicht, ob der Echte GOTT seine Schöpfung liebt. Darum taucht das in meinen 8 Dingen auch nicht auf. Zitieren
manden Geschrieben 24. Februar Autor Melden Geschrieben 24. Februar (bearbeitet) vor 27 Minuten schrieb manden: Das heisst es nicht automatisch, aber angesichts dessen, was er uns gegeben hat, kann man schliessen, dass er uns wohlgesonnen ist. Ich weiss nicht, ob der Echte GOTT seine Schöpfung liebt. Darum taucht das in meinen 8 Dingen auch nicht auf. Was in der Bibel über ihren Gott steht, ist b e w i e s e n e r m a s s e n falsch ! bearbeitet 24. Februar von manden Fehler 1 Zitieren
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