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Jens Spahn und Daniel Funke sind per Leihmutter Eltern geworden


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Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb SteRo:

Jetzt strengt euch mal an ihr identitären Römisch-katholischen. Sonst habt ihr doch auch immer ein offiziösen Dokument parat 

Was die katholische Kirche dazu sagt ist völlig klar.

Der Einwand von @Guppy war, dass die deutsch-katholische Kirche dazu natürlich mal wieder nichts sagt (womit sie absolut Recht hat), von dem/den üblichen Aufrechten mal abgesehen (weswegen ich den Oster verlinkt habe).

Geschrieben
Gerade eben schrieb Kara:

Was die katholische Kirche dazu sagt ist völlig klar.

 

Könntest du mir als Hobby-Katholiken einen Link auf das offzielle Dokument liefern? Das wäre echt nett.

Geschrieben

@OneAndOnlySon

 

Dass es freiwillige überhaupt gibt, daran kann kaum iin Zweifel bestehen; die Frage wäre eher, in welchem Umfang. Manche Feministinnen suggerieren, dass es so etwas kaum gibt, während die Verbände von Prostituierten, die sich organisiert haben, dem heftig widersprechen. 

 

Wie dem auch sei: Man mag der Leihmutterschaft ja mit Bedenken gegenüberstehen oder sie sogar ablehnen; aber man sollte das Phänomen zumindest nüchtern und ehrlich beschreiben (was Du ja auch tust) statt mit verzerrender Polemik zu operieren.

 

@ alle

 

Bischof "Oster" spricht ebenfalls von "Ware", und damit ist seine Kritik unseriös. Die Ware ist hier nicht das Kind, sondern die Dienstleistung, die die Leihmutter erbringt. 

 

Man stelle sich einmal folgende Situation vor: Jemand möchte (in einem anderen Land und einer anderen Kultur) ein Kind aus dem Kinderheim holen, um es bei sich aufzunehmen und es liebevoll als Vater/Mutter zu erziehen - aber dafür muss er dem Kinderheim das Geld geben, welches das Heim bisher für das Kind ausgegeben hat. Würde man dann sagen, dass das Kind eine "Ware" ist, und dass derjenige, der es adoptiert, es "gekauft" hat? (Dabei ist die Leihmutter, die Geld möchte, eher zu verstehen als das Kinderheim.)

Und ja: Die Analogie ist nicht perfekt. Der springende Punkt ist aber, dass jemand der Geld ausgibt, um ein Kind in seine Obhut zu nehmen, das Kind deshalb nicht als Ware behandeln muss. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 10 Minuten schrieb Kara:

 

"Leihmutterschaft

48. Die Kirche wendet sich auch gegen die Praxis der Leihmutterschaft, durch die das unermesslich wertvolle Kind zu einem bloßen Objekt wird. In dieser Hinsicht sind die Worte von Papst Franziskus von einzigartiger Klarheit: „[D]er Weg des Friedens erfordert die Achtung vor dem Leben, vor jedem menschlichen Leben, angefangen bei dem des ungeborenen Kindes im Mutterleib, das weder beseitigt noch zu einem Objekt der Kommerzialisierung gemacht werden darf. In diesem Zusammenhang halte ich die Praxis der sogenannten Leihmutterschaft für verwerflich, da sie die Würde der Frau und des Kindes schwer verletzt. Sie basiert auf der Ausnutzung der materiellen Notlage der Mutter. Ein Kind ist immer ein Geschenk und niemals ein Vertragsgegenstand. Ich plädiere daher dafür, dass sich die internationale Gemeinschaft für ein weltweites Verbot dieser Praxis einsetzt.“[92]

49. Die Praxis der Leihmutterschaft verletzt in erster Linie die Würde des Kindes. Jedes Kind besitzt nämlich vom Moment der Empfängnis, der Geburt und dann in seinem Heranwachsen als Junge oder Mädchen bis hin zum Erwachsenwerden eine unantastbare Würde, die in jeder Phase seines Lebens deutlich zum Ausdruck kommt, wenn auch in einzigartiger und differenzierter Weise. Das Kind hat daher kraft seiner unveräußerlichen Würde das Recht auf eine vollständig menschliche und nicht künstlich herbeigeführte Herkunft und auf das Geschenk eines Lebens, das zugleich die Würde des Gebers und des Empfängers zum Ausdruck bringt. Die Anerkennung der Würde der menschlichen Person schließt auch die Anerkennung der Würde der ehelichen Vereinigung und der menschlichen Fortpflanzung in all ihren Dimensionen ein. In diesem Sinne kann der legitime Wunsch, ein Kind zu bekommen, nicht in ein „Recht auf ein Kind“ umgewandelt werden, das die Würde des Kindes selbst als Empfänger der freien Gabe des Lebens nicht respektiert.[93] 

50. Die Praxis der Leihmutterschaft verletzt zugleich die Würde der Frau selbst, die dazu gezwungen wird oder sich aus freien Stücken dazu entschließt, sich ihr zu unterwerfen. Durch eine solche Praxis wird die Frau von dem Kind, das in ihr heranwächst, losgelöst und zu einem bloßen Mittel, das dem Profit oder dem willkürlichen Wunsch anderer unterworfen ist. Dies widerspricht in jeder Hinsicht der grundlegenden Würde eines jeden Menschen und seinem Recht, immer als er selbst und niemals als Instrument für etwas Anderes anerkannt zu werden."

 

 

bearbeitet von Frey
Geschrieben

Aus christlicher Perspektive erübrigt es sich wirklich sich Gedanken über die Moralität von homosexuellen Paaren zu machen (siehe hier).

 

Dass die in weiten Teilen anti-christlich agierende vermeintlich "christliche" Union jetzt durch Spahn in die Bredouille gerät, entbehrt aber natürlich nicht einer gewissen Komik.

Geschrieben
vor 50 Minuten schrieb iskander:

Warum gehst Du davon aus, dass Spahn und sein Mann keine Kinder aus den gleichen Gründen wollen, aus denen viele andere Leute auch Kinder wollen? 

@Guppy sieht halt Kinder als Accessoires an und geht davon aus, dass andere das dann auch tun.

Wie der Schelm denkt, so ist er, sagt man

 

Werner

Geschrieben
vor 24 Minuten schrieb iskander:

@OneAndOnlySon

 

Dass es freiwillige überhaupt gibt, daran kann kaum iin Zweifel bestehen; die Frage wäre eher, in welchem Umfang. Manche Feministinnen suggerieren, dass es so etwas kaum gibt, während die Verbände von Prostituierten, die sich organisiert haben, dem heftig widersprechen. 

 

Wie dem auch sei: Man mag der Leihmutterschaft ja mit Bedenken gegenüberstehen oder sie sogar ablehnen; aber man sollte das Phänomen zumindest nüchtern und ehrlich beschreiben (was Du ja auch tust) statt mit verzerrender Polemik zu operieren.

 

@ alle

 

Bischof "Oster" spricht ebenfalls von "Ware", und damit ist seine Kritik unseriös. Die Ware ist hier nicht das Kind, sondern die Dienstleistung, die die Leihmutter erbringt. 

 

Man stelle sich einmal folgende Situation vor: Jemand möchte (in einem anderen Land und einer anderen Kultur) ein Kind aus dem Kinderheim holen, um es bei sich aufzunehmen und es liebevoll als Vater/Mutter zu erziehen - aber dafür muss er dem Kinderheim das Geld geben, welches das Heim bisher für das Kind ausgegeben hat. Würde man dann sagen, dass das Kind eine "Ware" ist, und dass derjenige, der es adoptiert, es "gekauft" hat? (Dabei ist die Leihmutter, die Geld möchte, eher zu verstehen als das Kinderheim.)

Und ja: Die Analogie ist nicht perfekt. Der springende Punkt ist aber, dass jemand der Geld ausgibt, um ein Kind in seine Obhut zu nehmen, das Kind deshalb nicht als Ware behandeln muss. 

Speziell an diesem Fall ist, dass Spahn sich so sehr gegen die Leihmutterschaft engagiert  hat, nun aber für den eigenen Fall eine Ausnahme macht.

Geschrieben

Mal eine Frage:

Hier wird die polemische Zuspitzung “Kinderkauf” kritisiert. Soweit ich gelesen haben, wurde im diskutierten Fall eine “Leihmutterschaft” in den USA genutzt. Wie sind dort die Rechtsgrundlage und Praxis? Hat es dort keine ökonomischen Grundlagen, und kann die Mutter jederzeit von der Transaktion zurücktreten, wenn sie ihr Kind selbst aufziehen möchte?

Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb Shubashi:

Mal eine Frage:

Hier wird die polemische Zuspitzung “Kinderkauf” kritisiert. Soweit ich gelesen haben, wurde im diskutierten Fall eine “Leihmutterschaft” in den USA genutzt. Wie sind dort die Rechtsgrundlage und Praxis? Hat es dort keine ökonomischen Grundlagen, und kann die Mutter jederzeit von der Transaktion zurücktreten, wenn sie ihr Kind selbst aufziehen möchte?

 

Gute Frage: Hier gibt es Infos, und es soll mehr als 100.000 $ Kosten verursachen.

Geschrieben

Die Anonymität der Leihmutter Spahns sollte aus Gründen des Datenschutzes gewahrt bleiben. Es geht niemanden etwas an, ob sie eine Jungfrau oder eine junge Frau ist. Es ist geht auch niemanden etwas an, ob sie ledig, verlobt oder verheiratet war, als sie auf die geistreiche Idee kam, für eine hochgestellte Person des öffentlichen Interesses ein Kind auszutragen. Sie ist auch gut beraten, auf ein Magnifikat in Printmedien zu verzichten, damit sie nicht aller Orten zur Schau gestellt wird wie die Leihmutter Gottes. 

Geschrieben
29 minutes ago, Frey said:

 

Gute Frage: Hier gibt es Infos, und es soll mehr als 100.000 $ Kosten verursachen.

 

Wow, da sage jemand noch, das der Markt nicht alles bietet, was mehr oder weniger irgendwo erlaubt ist.

Ich finde schon, dass die Kirche dazu eine gut vertretbare Position hat, mit der sie keinesfalls hinter dem Berg halten muss. Genauso, wie ich denke, dass aus einer Partnerschaft keineswegs der Anspruch auf genetische Fortpflanzung mit jedem nur denkbaren Mittel erwächst. Manchmal ist es einfach so, dass es nicht funktioniert - und ein Recht, es unbedingt zum Problem anderer Leute zu machen, gibt es in meinen Augen nicht. Und das wird es in mMn, wenn ökonomische Absprachen gegenüber den Interessen von Mutter und Kind dominieren.

 

Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb Kara:

Spahn ist gerade zurückgetreten.

Das ging ja schneller als gedacht!

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb rorro:

Als Fraktionsvorsitzender wird Herr Spahn kaum zu halten sein.

 

Q.e.d.

 

Nachtrag: Kara war mal wieder schneller.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Kara:

Spahn ist gerade zurückgetreten.

Sollte er mehr Rückgrat aufgebracht haben, als der Hase?

Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Kara:

Was die katholische Kirche dazu sagt ist völlig klar.

Der Einwand von @Guppy war, dass die deutsch-katholische Kirche dazu natürlich mal wieder nichts sagt (womit sie absolut Recht hat), von dem/den üblichen Aufrechten mal abgesehen (weswegen ich den Oster verlinkt habe).

Deine Unterscheidung zwischen „katholische Kirche“ und „deutsch-katholische Kirche“ finde ich sehr befremdlich und an den Haaren herbeigezogen: Die Position der katholischen Kirche zu ehtischen Fragen von Samenspenden, Eizellspenden, künstlicher Befruchtung, Leihmutterschaft sind sehr klar kund unmissverständlich. Ich sehe nicht, was für einen Sinn es macht, dass sich Bischöfe zu einem ganz konkreten Einzelfall melden und ihre moralische Empörung öffentlich machen. Ich finde es sehr gut, wenn die Kirche sich darauf beschränkt, ethische Prinzipien klar zu formulieren, aber sich in Fragen, die die ganz persönliche Lebensführung betreffend, öffentlich zurückhält( „Forum Internum ). Wenn die Kirche diese öffentliche Zurückhaltung in Bezug auf ganz konkrete, persönlichen Einzelfälle aufgibt, dann  müsste sie sich ja jedesmal äußern, wenn ein herausgehobener, prominenter „christlicher“ Politiker ein uneheliches Kind zeugt oder sich scheiden lässt.

 

Die konkreten Folgen und Konsequenzen in diesem Einzelfall ist nicht Sache der Kirche, sondern der zuständigen Partei….. 

Geschrieben
vor 22 Minuten schrieb Flo77:

Sollte er mehr Rückgrat aufgebracht haben, als der Hase?

Welcher Hase?

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Cosifantutti:

Deine Unterscheidung zwischen „katholische Kirche“ und „deutsch-katholische Kirche“ finde ich sehr befremdlich und an den Haaren herbeigezogen: Die Position der katholischen Kirche zu ehtischen Fragen von Samenspenden, Eizellspenden, künstlicher Befruchtung, Leihmutterschaft sind sehr klar kund unmissverständlich. Ich sehe nicht, was für einen Sinn es macht, dass sich Bischöfe zu einem ganz konkreten Einzelfall melden und ihre moralische Empörung öffentlich machen. Ich finde es sehr gut, wenn die Kirche sich darauf beschränkt, ethische Prinzipien klar zu formulieren, aber sich in Fragen, die die ganz persönliche Lebensführung betreffend, öffentlich zurückhält( „Forum Internum ). Wenn die Kirche diese öffentliche Zurückhaltung in Bezug auf ganz konkrete, persönlichen Einzelfälle aufgibt, dann  müsste sie sich ja jedesmal äußern, wenn ein herausgehobener, prominenter „christlicher“ Politiker ein uneheliches Kind zeugt oder sich scheiden lässt.

 

Die konkreten Folgen und Konsequenzen in diesem Einzelfall ist nicht Sache der Kirche, sondern der zuständigen Partei….. 

 

Es ist genuine Aufgabe der zuständigen Bischöfe sich dann zu äußern, wenn das Thema öffentlich relevant ist (und hier hat sich ein dt. Spitzenpolitiker über das Recht gestellt). Bischöfe sind öffentliche Amtsträger.

 

Glaubst Du allen Ernstes, sie hätten auch nichts gesagt, wenn Frau Weidel das gemacht hätte?

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb rorro:

Glaubst Du allen Ernstes, sie hätten auch nichts gesagt, wenn Frau Weidel das gemacht hätte?

Zur Frage, wie Frau Weidel zu Frau und Kindern kam, gibt es meines Wissens keine Äußerung der Bischöfe.

Geschrieben

Schlimm genug für diese Partei, dass Mr. Aalglatt so eine Karriere in ihr hinlegen konnte, offensichtlich immer mit ausreichend Unterstützung. Jetzt hat es sogar dem Merz gereicht (hätte sich sonst im Sommerinterview ungebührlich lange damit befassen müssen, wo er doch von seinen vermeintlichen "Erfolgen" reden will).

Ein Homosexueller weniger, gibt leider noch genug davon in der Politik, welche diese entsprechend prägen.

Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb Flo77:

Der Merz-Hase

Und dann? Die Weidel oder die Reichineck?

 

Aus dem arabischen Frühling sollte man doch gelernt haben, dass man immer einen Plan für danach haben sollte, wenn es nicht im Chaos enden soll

 

Werner

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