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Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb Shubashi:


Deswegen gefällt mir das Christentum, weil es dort eben meiner Meinung immer noch die Idee gibt, dass selbst die schlimmsten Seelen geheilt werden können. 

 

Ja, aber nur während des Lebens und bei aufrichtiger Reue/Zerknirschung. Nach dem Tod geht nichts mehr. Ein Mörder, der stirbt, bevor er bereuen kann, um den ist's ewig geschehen.

Geschrieben (bearbeitet)
1 hour ago, Flo77 said:

Wo ist da die Liebe zum Nächsten? Und wie kann die Illusion man morde aus Liebe zu Gott noch helfen, wenn die absolute Grenze der Nächstenliebe, den anderen am Leben zu lassen und nicht körperlich zu verletzen, schon ignoriert wird?


Ich hatte ja vorher geschrieben: „Deswegen gefällt mir das Christentum.“, weil es inzwischen die Liebe zum Nächsten so in den Mittelpunkt stellt, und nicht mehr die Gewalt gegen die Ungläubigen und Ketzer.

Ich halte die Botschaft, man dürfe für Gott morden, einfach für zutiefst  falsch. Auch im Islam gibt es die Tradition der mystischen Gottesliebe, und ich glaube, sich aus der Erfahrung dieser Liebe dem Nächsten zuzuwenden, ist der Königsweg, die beiden Kerngebote des Evangeliums zu vereinen.

Um diese Sicht auf eine säkulare Ebene zu transferieren: in der „Faz“ steht aktuell der Beitrag eines Jugendpsychiaters, der sich mit der Therapie radikalisierter Jugendlicher befasst hat. Wesentliches Motiv scheint der Wunsch nach Zugehörigkeit zu sein, und in seinen Therapien hat er festgestellt, dass sich die Zugehörigkeit zu einer destruktiven und mörderischen Gemeinschaft meist mit der Zugehörigkeit zu einer konstruktiven Gruppe ersetzen läßt:

Quote

….In meinen Therapien mit radikalisierten Jugendlichen habe ich Erstaunliches erlebt: Die ideologischen Überzeugungen verloren häufig an Bedeutung, sobald Zugehörigkeit auf andere Weise möglich wurde. Dadurch, dass ein Jugendlicher bei der Freiwilligen Feuerwehr gebraucht wurde. Dass er im Sportverein Verantwortung übernehmen durfte. Dass ihn ein Naturschutzverein oder ein Karnevalsverein aufnahm. Wir sollten nach einer Gewalttat nicht nur fragen, wodurch ein Täter radikal wurde. Wir müssen auch fragen, warum die Feinde unserer Demokratie ihm eher das Gefühl geben konnten dazuzugehören als wir. Es gibt einen Wettbewerb um Zugehörigkeit. Der demokratische Staat darf ihn nicht verlieren.


Die Gottesebenbildlichkeit nicht nur in denjenigen zu suchen, die auf meiner Wellenlinie liegen, ist im Christentum besonders gefordert. Dass Gemeinschaft und Sinn aber gerade mit Menschen gefunden werden kann, die aufbauen statt zerstören, ist schon eine allgemein menschliche Erfahrung - also auch ohne die Angst vor Gericht und Verdammnis zugänglich. 

bearbeitet von Shubashi
Geschrieben
Am 26.7.2026 um 19:21 schrieb Lindau:

Täter gestellt.

Erschossen.

Mutmaßlicher Täter. Urteil wird es nie geben. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb mn1217:

Mutmaßlicher Täter. Urteil wird es nie geben. 

 

Mutmaßlicher Täter, der zuvor per Video sich der Tat rühmt.

 

Das „mutmaßlich“ wird da sehr klein…

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