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Diesmal am CSD in Berlin

eine Tote, 16 Verletzte

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vor 24 Minuten schrieb Weihrauch:

Ich mag solche Beiträge nicht. 

Ich mag solche Vorfälle nicht.

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Täter gestellt.

Erschossen.

nannyogg57
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Das ist saublöd. Der Typ war nur Tatverdächtiger, ich hoffe er war es dann auch wirklich, wenigstens.

Edited by nannyogg57
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vor 25 Minuten schrieb nannyogg57: ich hoffe er war es dann auch wirklich, wenigstens.

Warum zweifelst du?

 

Ich rede nicht immer Juristendeutsch.

nannyogg57
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In dem Fall in Stade war es klar, wer der Täter war, das war es auch bei den letzten Fällen. Die Polizei erwischte den Täter direkt nach der Tat.

 

Dieses Mal mussten sie anders vorgehen, ich gehe davon aus, dass sie auf den Richtigen getippt haben.

 

Aber wenn der Begriff "Tatverdächtiger" Sinn macht, dann hier.

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Die Polizei hat geschossen, weil Abdul B mit offenem Messer auf sie zurannte.

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Jetzt setzt sich die SPD für eine GG-Änderung ein, damit Queere nicht diskriminierend werden dürfen.

 

Echt großes Kino.

 

Das bekämpft die Ursache dieses Anschlages sehr. Ungefähr so wie ein politischer Einsatz nach 09/11 in New York gegen Fluglärm.

 

Die merken echt gar nichts mehr.

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Am 26.7.2026 um 22:17 schrieb Lindau:

Die Polizei hat geschossen, weil Abdul B mit offenem Messer auf sie zurannte.

 

Um genauer zu sein: er attackierte sie in einer Kleingartenlaube. Nach dem Bundeskleingartengesetz (bekanntlich ist die Vereinheitlichung der Kleingärtennormen von höherer staatlicher Relevanz als die Bildung) darf diese maximal 24qm groß sein, also 6x4m Grundfläche haben. Dementsprechend war der Angreifer mit dem Messer höchstens 6m entfernt. Ein normaler Streifenpolizist hätte in den wenigen Sekundenbruchteilen gar nicht die Waffe aus dem Halfter lösen können, entsichern, zielen und schießen können. Ein normaler Polizist hätte das womöglich nicht überlebt. Bei der dortigen SEK mit der Waffe im Anschlag und entsprechendem Training sah das anders aus.

Edited by rorro
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vor 29 Minuten schrieb rorro:

Ein normaler Polizist hätte das womöglich nicht überlebt. Bei der dortigen SEK mit der Waffe im Anschlag und entsprechendem Training sah das anders aus.

Deo gratias?

 

War das jetzt assistierter Suizid? Hätte man einfach die Hütte solange umstellen sollen, bis er aufgibt und rauskommt? Oder zumauern und ein Kleingefängnis draus machen?

 

Sich der irdischen Justiz durch den Tod zu entziehen hat vielerley Vorbilder und die Fälle, in denen die Täter durch den Tod, der Verurteilung vor Gericht zuvor zu kommen können vermeinen sind durch die Geschichte sicherlich Legion. Doch er kann doch kaum erwartet haben, einen solchen Kampf lebend zu überstehen. Oder doch?

 

Du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen - aber ohne Urteil? Ohne Verfahren? Ohne Feststellung der Schuld? Ohne eine Möglichkeit der Reue zu eröffnen?

 

Es gibt viele Vorstellungen des Gerichts und nicht alle sind so befriedigend wie Dantes Inferno. Er wird so schnell nicht vergessen werden. Sein Andenken wird nicht ehrenvoll sein, aber es wird nicht ausgelöscht sein. Was tut ein Gott mit so jemandem, wenn er unvermittelt auftaucht?

OneAndOnlySon
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vor einer Stunde schrieb Flo77:

Du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen - aber ohne Urteil? Ohne Verfahren? Ohne Feststellung der Schuld? Ohne eine Möglichkeit der Reue zu eröffnen?

Da kann man trefflich eine Pro- und Contra-Liste aufmachen.

 

Mit den Möglichkeiten der rechtsstaatlichen Justiz kann gegen Terroristen oder Amokläufer ohnehin keine Strafe ausgesprochen werden, die das Gerechtigkeitsempfinden der Opfer/Hinterbliebenen befriedigt. Ob die Verhängung einer dauerhaften Sicherungsverwahrung nach einer Haftstrafe hier möglich gewesen wäre, ist für mich nicht sicher. Er hätte also in einigen Jahren durchaus wieder auf freiem Fuß sein können.

 

Andererseits endet mit dem Tod des Hauptverdächtigen auch das Ermittlungsverfahren. Es findet also von staatlicher Seite keine vollständige Aufklärung Tatumstände statt, was Spekulationen und Vorurteilen Tür und Tor öffnet.

 

Durch den Wegfall der Verhandlung vor Gericht fehlt den Hinterbliebenen und Verletzten auch diese Möglichkeit der öffentlichen Trauer und sichtbarer Wahrnehmung durch den Staat in Form der Justiz.

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Am 26.7.2026 um 20:29 schrieb nannyogg57:

Das ist saublöd. Der Typ war nur Tatverdächtiger, ich hoffe er war es dann auch wirklich, wenigstens.

Auf seinem Handy kann man nun sein Geständnis hören.

Shubashi
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3 hours ago, OneAndOnlySon said:

Andererseits endet mit dem Tod des Hauptverdächtigen auch das Ermittlungsverfahren. Es findet also von staatlicher Seite keine vollständige Aufklärung Tatumstände statt, was Spekulationen und Vorurteilen Tür und Tor öffnet.


Also das würde ich bezweifeln, weil ja a.) erstmal offiziell festgestellt werden muss, dass der tote Verdächtige der Täter war, und b.) eben wohl unklar ist, ob es Mittäter gab. Erst wenn das geklärt ist, wird nicht weiter gegen den Verdächtigen ermittelt. § 103 der StPO legt dazu fest, dass z.B. eben auch bei Dritten hausgesucht werden darf, wenn es Spuren oder tatrelevante Gegenstände zu sichern gilt.

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vor 7 Stunden schrieb Flo77:

Du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen - aber ohne Urteil? Ohne Verfahren? Ohne Feststellung der Schuld? Ohne eine Möglichkeit der Reue zu eröffnen?

 

Er wurde ja nicht hingerichtet, sondern in höchstwahrscheinlicher Notwehr erschossen.

 

Was natürlich sehr zu bedauern ist. Jeder hat das Recht zu leben.

Edited by rorro
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vor 50 Minuten schrieb rorro:

 

Er wurde ja nicht hingerichtet, sondern in höchstwahrscheinlicher Notwehr erschossen.

 

Was natürlich sehr zu bedauern ist. Jeder hat das Recht zu leben.

Sofern der Ewige es ihm zugesteht. Aber wer seinen Geist aufgibt, gibt seinen Geist nunmal auf.

 

Aber wie soll einer Frieden finden, wenn er stirbt, während er ein anderes Leben nehmen wollte? Ein krankes Hirn wird wohl mit dem Gedanken erlöschen, daß es ein kleiner Preis für den Versuch ist, aber die Verzweiflung, die einen andernfalls treiben muss, muss einem doch Seele Horcrux-mäßig zeetrümmern.

Shubashi
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2 hours ago, Flo77 said:

Sofern der Ewige es ihm zugesteht. Aber wer seinen Geist aufgibt, gibt seinen Geist nunmal auf.

 

Aber wie soll einer Frieden finden, wenn er stirbt, während er ein anderes Leben nehmen wollte? Ein krankes Hirn wird wohl mit dem Gedanken erlöschen, daß es ein kleiner Preis für den Versuch ist, aber die Verzweiflung, die einen andernfalls treiben muss, muss einem doch Seele Horcrux-mäßig zeetrümmern.


Deswegen gefällt mir das Christentum, weil es dort eben meiner Meinung immer noch die Idee gibt, dass selbst die schlimmsten Seelen geheilt werden können. Wenn Vergebung so ein zentraler Punkt unseres Glaubens ist, denke ich, dass dieses Prinzip für jede Seele gilt. Ich meine das, weil die Begegnung mit Gott etwas ganz anderes ist, und die Möglichkeit einschließt, völlig verwandelt zu werden. Diese Begegnung hat den Sklavenhändler John Newton in einen anderen Menschen verwandelt, warum sollte das also nicht für einen verrückten, hasserfüllten Attentäter möglich sein? Tragisch ist in solchen Fällen v.a., wenn dann niemand mehr die Chance zu tätiger Reue hat. 
 

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vor 38 Minuten schrieb Shubashi:


Deswegen gefällt mir das Christentum, weil es dort eben meiner Meinung immer noch die Idee gibt, dass selbst die schlimmsten Seelen geheilt werden können. Wenn Vergebung so ein zentraler Punkt unseres Glaubens ist, denke ich, dass dieses Prinzip für jede Seele gilt. Ich meine das, weil die Begegnung mit Gott etwas ganz anderes ist, und die Möglichkeit einschließt, völlig verwandelt zu werden. Diese Begegnung hat den Sklavenhändler John Newton in einen anderen Menschen verwandelt, warum sollte das also nicht für einen verrückten, hasserfüllten Attentäter möglich sein? Tragisch ist in solchen Fällen v.a., wenn dann niemand mehr die Chance zu tätiger Reue hat. 
 

Will man als Mensch, daß einem solchen Menschen vergeben wird?

 

Ich glaube ja nicht wirklich an ein Fortleben nach dem Tod, aber die Idee, daß er jetzt einfach zur Ruhe gebettet wird und er mit seiner Tat einfach so davon kommt, tut weh. Der Gedanke ihm könnte vergeben werden ist allerdings ebenso komplex.

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Shubashi
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7 hours ago, Flo77 said:

Will man als Mensch, daß einem solchen Menschen vergeben wird?

 

Ich glaube ja nicht wirklich an ein Fortleben nach dem Tod, aber die Idee, daß er jetzt einfach zur Ruhe gebettet wird und er mit seiner Tat einfach so davon kommt, tut weh. Der Gedanke ihm könnte vergeben werden ist allerdings ebenso komplex.


Zu erkennen, in welchem Irrsinn von Hass und Gewalt man sein Leben verschwendet hat, wäre für mich das Gegenteil von „zur Ruhe betten“. 
Es ist auch keine Spekulation über „Fortleben“ im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr die Ahnung, dass die Einbildungen, die wir so gerne zusammenfassend als unser „Ich“ titulieren, im Tod nicht unbedingt bestand haben, sondern dann Raum für ganz andere Erfahrung machen.

Weshalb es so fatal sein könnte, sein Leben an Hass und Gewalt zu verschwenden.

(Was die diversen Spekulationen über „Fortleben“ angeht - die Fortsetzung unserer bisherigen „Individualität“ ist in meinen Augen nur ein Bild, und es wäre bei dem, was ich von mir und Gott zu wissen meine, kein besonders hoffnungsvolles.)

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vor 39 Minuten schrieb rorro:

Ich ja. Eindeutig. Wieso sollte mir vergeben werden und ihm nicht, mal ganz egoistisch gesprochen?

Weil an Deinen Händen kein Blut klebt? 

 

Und ich rechne für mich ja auch nicht mit Vergebung. Da besteht überhaupt kein Anlass zu.

 

vor 42 Minuten schrieb rorro:

Wie gesagt, ich wünsche ihm - wie wirklich jedem Menschen - Vergebung. Warum auch nicht? Wollen wir echt, daß unser Kleinmensch-Konzept von Rache und Strafe ewig fortbesteht? Ist nicht der Gedanke an allumfassende Liebe erstrebenswerter?

Mag sein, daß Er in Seiner Allmacht das anders entscheidet - ich hoffe es irgendwann zu erfahren.

Ist Gott die Liebe oder ist er gerecht? Unterwirft er das Chaos oder deckt er es nur zu?

 

Der allufassend liebende Gott mag ein reizvolles Bild sein, aber es relativiert die Sünde bis zu Unkenntlichkeit. Welchen Verdienst hätte der Gerechte noch, wenn sein Urteil bei Gott das gleiche wäre wie das des Mörders? Ich rede hier nucht von himmlischer Buchhaltung, gleichwohl unser Herr Jesus sehr klar von Konten im Himmel gesprochen hat, die sich der Gerechte zu erwerben vermag, damit er er ins Himmelreich eingehe. Mit geht es um die Grundsatzfrage, warum der Mensch als Gerechter leben soll, wenn ihn im Himmel das gleiche erwartet, wie den Sündern. Alle Kasteiung, alles Fasten, alle Reue, alle Opfer, alle Buße, alle Almosen wären völlig unnötig. Vorallem, wenn das Zuvorkommen Gottes nicht einmal vom Glauben an die Erlösungstat Jesu abhinge.

 

Wenn der Mensch nichts tun muss um den Himmel zu erlangen, außer zu sterben, ist es vollkommen ohne Belang, wie ein Mensch gelebt hat oder wie er gestorben ist 

Shubashi
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21 minutes ago, Flo77 said:

Und ich rechne für mich ja auch nicht mit Vergebung. Da besteht überhaupt kein Anlass zu.


Nicht damit rechnen ist das eine, die Möglichkeit ausschliessen wäre aber etwas anderes. Es wäre in meinen Augen der Befund, dass es eigentlich keine „frohe Botschaft“ gibt. Wie soll man die zwei Grundweisungen des Evangeliums glauben, nämlich Gottes- und Menschenliebe, wenn Vergebung ausgeschlossen wäre? Dass man vergibt und einem vergeben wird, ist doch die Grundlage einer liebenden und lebendigen Beziehung?

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vor 3 Stunden schrieb Shubashi:

Zu erkennen, in welchem Irrsinn von Hass und Gewalt man sein Leben verschwendet hat, wäre für mich das Gegenteil von „zur Ruhe betten“. 

"Zur Ruhe betten" meinte hier begraben, ohne daß die Seele weiterexistiert. D.h. auch ohne die Erkenntnissituation.

 

vor 38 Minuten schrieb Shubashi:

Dass man vergibt und einem vergeben wird, ist doch die Grundlage einer liebenden und lebendigen Beziehung?

Es gibt Menschen, denen kann ich nicht vergeben. Ich kann ganz gut vergessen, aber nicht vergeben.

 

Diese Attentäter und Terroristen versündigen sich massiv gegen ihre Nächsten und zwar meist völlig wahllos. Der Anschlag vom Berliner CSD ist ja nur deshalb so markant, weil das Motiv in Neon und mannshohen Lettern aufgestempelt war (und selbst das können ja viele immer noch aktiv ignorieren). Wo ist da die Liebe zum Nächsten? Und wie kann die Illusion man morde aus Liebe zu Gott noch helfen, wenn die absolute Grenze der Nächstenliebe, den anderen am Leben zu lassen und nicht körperlich zu verletzen, schon ignoriert wird?

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