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Geschrieben
vor 47 Minuten schrieb Higgs Boson:

Weil Deine Argumentation so simpel ist, wie man sie von Verschörungstherorien kennt: Eindimensional. Das ist kein Farm der Tiere von Georg Orwell. Das ist 'Once Upon A Time - Es war einmal' von Netflix auf Speed. Dort leider nicht mehr verfügbar, ist jetzt bei Disney.

 

Okay. 

Geschrieben (bearbeitet)
Am 4.9.2026 um 17:49 schrieb Weihrauch:
Am 4.9.2026 um 17:01 schrieb Higgs Boson:

Weil Deine Argumentation so simpel ist, wie man sie von Verschörungstherorien kennt: Eindimensional. Das ist kein Farm der Tiere von Georg Orwell. Das ist 'Once Upon A Time - Es war einmal' von Netflix auf Speed. Dort leider nicht mehr verfügbar, ist jetzt bei Disney.

 

Okay. 

 

So, dann bleibt die Frage: muss der Prinz Scheewittchen küssen, oder die Diener sie fallen lassen?

 

(Und ich bin unendlich froh, dass das keine Disney Produktion ist. Seit Wicked bin ich gegen Musical allergisch. Das verzeih ich denen nimmermehr)

bearbeitet von Higgs Boson
Geschrieben

Keine Ahnung wovon du redest. Ich habe mich nie über die GEZ beklagt. Ich bin nicht gesellschaftsfähig, da ich mir das Abbonieren von Streaming-Plattformen nicht leisten kann.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb Higgs Boson:

Weil Deine Argumentation so simpel ist, wie man sie von Verschörungstherorien kennt: Eindimensional. Das ist kein Farm der Tiere von Georg Orwell. Das ist 'Once Upon A Time - Es war einmal' von Netflix auf Speed.

 

Das Okay bezog sich darauf, dass ich von mehreren Dimensionen in der Sintfluterzählung spreche, wie das bei Allegorien eben so ist, einer wortwörtlichen Ebene und darüber eine weitere Ebene, die des eigentlich Gemeinten. Dir erscheint das eindimensional argumentiert. Du bleibst auf der wortwörtlichen Ebene. Ist halt so. Okay.

 

Bei der Herrschaft des Menschen über die Tiere, drängt sich mir automatisch als erstes der Gedanke an Jäger und Sammler, Fischfang und Massentierhaltung auf, der Mensch als Allesfresser, und ich sehe im Text nichts was dagegen sprechen würde, sondern vieles was dafür spricht, z.B. Abel als Viehzüchter, die ganzen Tieropfer die Gott verlangt - Zigtausende für dies und das.

 

Zitat

Dann baute Noach dem HERRN einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und brachte auf dem Altar Brandopfer dar. Der HERR roch den beruhigenden Duft ...

 

Passt halt nicht zu einem Gott, der angeblich eine vegetarische Welt erschaffen hat, die der Mensch ihm angeblich verhunzt hat. Auch das ist dir zu eindimensional gedacht, wie du das von Verschwörungstheorien her kennst. Ist halt so. Okay.

 

Weitere Diskussionen darüber erübrigen sich aus meiner Sicht dann. Unsere unterschiedlichen Standpunkte sind geklärt. Okay.    

bearbeitet von Weihrauch
Geschrieben (bearbeitet)
On 9/4/2026 at 5:16 PM, Domingo said:

Du beliebst zu scherzen ;) Wir haben anderswo Seiten über Seiten geschrieben, um die zu klären.

 

Bevor wir hier ein “Off-topic on Speed-Musical” veranstalten:

deswegen hatte ich ja vorgeschlagen, es auf den entsprechenden Seiten zu diskutieren. Das “Derailing” inhaltlicher Debatten findet ja zuverlässig durch irgendwelche Grammatikakrobatik statt, die dann zu Reaktionen führt, und zur Unterstellung, Reaktionäre seien zuverlässig ihrer Syntax und Semantik zu erkennen. Nur ist das eben auch die älteste Masche ideologischer Debatten:

-Eure Sprache verrät Euch

-Eure Kleidung verrät Euch

etc

 

Nur ist die Idee, Sprache grundsätzlich mit einer Art “Freund-Feind-Kennung” auszustatten, eben letztlich rhetorisches Dominanzgebahren. Wenn von vorherein bestritten wird, dass Sprache ein neutrales Kommunikationsinstrument sein könnte, ist jede Form von konsensorientierter Debatte erschwert.

Zumindest für mich kein wüschenswerter Zustand.

bearbeitet von Shubashi
Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Shubashi:

Bevor wir hier ein “Off-topic on Speed-Musical” veranstalten

 

Da ist das Kind schon lange in den Brunnen gefallen.

Geschrieben
8 minutes ago, Domingo said:

 

Da ist das Kind schon lange in den Brunnen gefallen.


Trotzdem ist es evtl hilfreich, hin und wieder hineinzurufen, ob es noch schwimmt….

Geschrieben (bearbeitet)
vor 14 Stunden schrieb Weihrauch:
vor 20 Stunden schrieb Higgs Boson:

Weil Deine Argumentation so simpel ist, wie man sie von Verschörungstherorien kennt: Eindimensional. Das ist kein Farm der Tiere von Georg Orwell. Das ist 'Once Upon A Time - Es war einmal' von Netflix auf Speed.

 

Das Okay bezog sich darauf, dass ich von mehreren Dimensionen in der Sintfluterzählung spreche, wie das bei Allegorien eben so ist, einer wortwörtlichen Ebene und darüber eine weitere Ebene, die des eigentlich Gemeinten. Dir erscheint das eindimensional argumentiert. Du bleibst auf der wortwörtlichen Ebene. Ist halt so. Okay.

 

Bei der Herrschaft des Menschen über die Tiere, drängt sich mir automatisch als erstes der Gedanke an Jäger und Sammler, Fischfang und Massentierhaltung auf, der Mensch als Allesfresser, und ich sehe im Text nichts was dagegen sprechen würde, sondern vieles was dafür spricht, z.B. Abel als Viehzüchter, die ganzen Tieropfer die Gott verlangt - Zigtausende für dies und das.

 

Zitat

Dann baute Noach dem HERRN einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen Vögeln und brachte auf dem Altar Brandopfer dar. Der HERR roch den beruhigenden Duft ...

 

Wenn Du nicht weißt, was ein Crossover ist und auch nicht, was da gecrosst wird, klar, dann floppt die Story.

  

vor 14 Stunden schrieb Weihrauch:

Weitere Diskussionen darüber erübrigen sich aus meiner Sicht dann. Unsere unterschiedlichen Standpunkte sind geklärt. Okay.    

 

Keiner ist verpflichtet etwas zu lernen. Auch Du nicht.

 

 

bearbeitet von Higgs Boson
Geschrieben
vor 14 Stunden schrieb Higgs Boson:

Keiner ist verpflichtet etwas zu lernen. Auch Du nicht.

 

Lernen bedeutet, Argumente und Gegenargumente abzuwägen, nicht sie zu ignorieren - und das zu tun, ohne Ansehen der Personen, die sie auf den Tisch legen. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Weihrauch:

 

Lernen bedeutet, Argumente und Gegenargumente abzuwägen, nicht sie zu ignorieren - und das zu tun, ohne Ansehen der Personen, die sie auf den Tisch legen. 

 

Brauchst Du nocheinmal eine Sprachanalyse für den ersten und zweiten Schöpfungsbericht und einen Sprachvergleich in die jeweiligen Flutgeschichten? Die Opferstory Noahs schließt sich dem Erzählstrang des 2. Schöpfungsberichts an. Diese Geschichte entspringt nicht der vegetarischen Variante. Es liegen bei der Flut die beiden Geschichten direkt beieinander. Schneewittchen ist durch den Sturz wachgeworden und der Prinz küsst sie jetzt. Beide Enden, friedlich vereint. Das ist nicht eine Geschichte, das sind 2. Und es ist Absicht. 

 

Der Redaktor macht sich nicht die Mühe das zu verschleiern. Die Adressaten, die, denen das Werk geschrieben wurde, kennen die Unterschiede und ihnen fällt auch das Spiel mit der Gottesbezeichnung auf, der unterschiedliche Sprachrhythmus, der erhalten wurde. Vielleicht hat er auch nur Respekt vor den Texten, Kinder können ziemlich verstört reagieren, wenn Märchen plötzlich anders klingen, dann lehnen sie sie ab. 

 

Falls der Redaktor die Absicht gehabt haben sollte, das nur als lokale Flut darzustellen, so ist ihm das nicht gelungen. Die Urerzählungen wurden als weltweite Katastrophen erzählt, denn das entspricht ihrem Weltbild und wird auch weiterhin so gesehen. Es werden neben den 5 Gesetzesrollen noch weitere Texte in den Tenach aufgenommen, die einen anderen Herzschlag vermitteln: Ihr Gott ist der Gott der ganzen Erde. Diese Ansicht hat sich durchgesetzt.

Geschrieben
Am 26.7.2026 um 11:45 schrieb Weihrauch:

Ich mag solche Beiträge nicht. 

Der Thread scheint dennoch gut besucht zu sein.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Stunden schrieb Weihrauch:

Lernen bedeutet, Argumente und Gegenargumente abzuwägen, nicht sie zu ignorieren - und das zu tun, ohne Ansehen der Personen, die sie auf den Tisch legen. 

 

Damit meinte ich nicht, nur die eigenen Argumente zu wiederholen. Ich behaupte, dass Herrschen über die Tiere am naheliegendsten Fischfang, Jagd und Massentierhaltung bedeuten könnte und fragte, was der Mensch konkret macht, wenn es das nicht bedeutet, wie du meinst. Keine Antwort mit der ich was anfangen könnte, nur Allgemeinplätze oder Herrschen als Nichtstun. Du setzt die vegetarische Welt voraus, weil du das außerhalb des Textes Jahrhunderte später bestätigt findest.

 

Du hast beispielsweise das Argument gebracht, dass Fleisch Metzgereifleisch bedeutet. Ich zeigte dir, dass Fleisch im vorhergehenden Text nie Metzgereifleisch bedeutet, sondern immer auf Menschen bezogen war, mit den entsprechenden 3 Zitaten aus dem Text. Keine Reaktion von dir, Argument einfach übergangen.

 

Für dich gibt es nur die wortwörtliche Textebene, für mich noch die allegorische Ebene des eigentlich Gemeinten. die es nach der Quellenscheidung die du präferierst nicht geben kann. Die Deutungshoheit wird immer auf der Ebene der Hermeneutik ausgefochten, und sie soll das Lesen leiten, und die Inhalte bestimmen. Aber es ist genau umgekehrt. Die Inhalte bestimmen die Hermeneutik, die an sie angelegt werden müssen.  

Wir kommen auf keinen Nenner, du interpretierst nach Quellenscheidung Geschnetzeltes, ich den Endtext der Endredaktion mit all seinen literarischen Bezügen über alle Schichten hinweg, was sich nach der Quellenscheidung verbietet.

Die Standpunkte sind geklärt. Okay. 

bearbeitet von Weihrauch
Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Weihrauch:

 

Für dich gibt es nur die wortwörtliche Textebene, für mich noch die allegorische Ebene des eigentlich Gemeinten. 

 

 

Die allegorische Ebene ist eine persönliche Auslegung, der jeder nach Belieben folgen darf. Eine Bestätigung, ob sie stimmt, kann Dir nur der geben, der das Gemeinte dort hineingeschrieben hat. Niemand sonst. Der Adressat, also die eigentliche Zielgruppe, die ja als erste diese Allegorie zu sehen bekommt, hat diese Auslegung so nicht  interpretiert und tradiert, was sagt uns das?

 

_____________________________________

OT-OT: Rammstein verweigert es bis heute hermeneutische Deutungen ihrer Allegorien zu bestätigen oder zu widersprechen. Bei Vereinnahmung durch Rechts antworten sie wieder mit einer Allegorie. Aber was die Texte wirklich bedeuten? Dass geniale Sprachkünstler am  Werk sind. Mit Hang zu Pyromanie.

Geschrieben

Ich mische mich hier mal ein:

 

vor 17 Minuten schrieb Higgs Boson:

Die allegorische Ebene ist eine persönliche Auslegung, der jeder nach Belieben folgen darf. Eine Bestätigung, ob sie stimmt, kann Dir nur der geben, der das Gemeinte dort hineingeschrieben hat. Niemand sonst.

 

Bis hierher d'accord.

 

vor 17 Minuten schrieb Higgs Boson:

Der Adressat, also die eigentliche Zielgruppe, die ja als erste diese Allegorie zu sehen bekommt, hat diese Auslegung so nicht  interpretiert und tradiert, was sagt uns das?

 

Gar nichts? Hast Du doch gerade geschrieben, dass nur der Autor selbst eine allegorische Interpretation bestätigen oder widerlegen kann.

 

Außerdem möchte ich mal nachfragen, wo diese Zielgruppe uns kenntlich gemacht hat, dass sie den Text nicht allegoirsch verstanden hat. Meines Wissens wurden die ersten Kommentare zum AT erst mehrere Jahrhunderte nach dessen Abfassung, nämlich sogar im "Nach Christus"-Bereich, geschrieben, also kaum von der eigentlichen Adressaten.

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Higgs Boson:

Die allegorische Ebene ist eine persönliche Auslegung, der jeder nach Belieben folgen darf. Eine Bestätigung, ob sie stimmt, kann Dir nur der geben, der das Gemeinte dort hineingeschrieben hat.

 

Du kannst ja die Quellenscheidung vermutlich selbst nicht theologisch durchhalten. Wenn in Gen 1 Gott tatsächlich eine vegetarische Welt nach seinem Gusto (P) erschaffen hat. Wieso ist sie jetzt anders, als sie von P erschaffen wurde? Hast du dafür eine Erklärung oder eine Herleitung die ohne die Texte von Nicht-P auskommt? Falls ja, wo steht das in Texten von P genau? Warum ist der Fleischverzehr von Nicht-P erlaubt, wenn P das gar nicht will, weil er ja eine vegetarische Welt wollte? Welcher Gott hat jetzt die Hosen an - P oder NIcht-P. Wessen Weisungen in der Tora gelten, die von P oder die von Nicht-P oder doch die von beiden? Von E und D ganz zu schweigen. 

 

Wieso bekommen die Meeresbewohner keine pflanzliche Nahrung von Gott in einer vegetarischen Welt zugewiesen? Gehört das Meer nicht zur Welt, nicht zur Schöpfung? Das ergibt alles keinen Sinn, in meinem Kopf. 

bearbeitet von Weihrauch
Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Domingo:

Außerdem möchte ich mal nachfragen, wo diese Zielgruppe uns kenntlich gemacht hat, dass sie den Text nicht allegoirsch verstanden hat. Meines Wissens wurden die ersten Kommentare zum AT erst mehrere Jahrhunderte nach dessen Abfassung, nämlich sogar im "Nach Christus"-Bereich, geschrieben, also kaum von der eigentlichen Adressaten.

 

Sie haben noch ein paar Kommentare mehr verfasst. Und einen Tenach gebastelt. 

bearbeitet von Higgs Boson
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Weihrauch:

 

Du kannst ja die Quellenscheidung vermutlich selbst nicht theologisch durchhalten. Wenn in Gen 1 Gott tatsächlich eine vegetarische Welt nach seinem Gusto (P) erschaffen hat. Wieso ist sie jetzt anders, als sie von P erschaffen wurde? Hast du dafür eine Erklärung oder eine Herleitung die ohne die Texte von Nicht-P auskommt? Falls ja, wo steht das in Texten von P genau? Warum ist der Fleischverzehr von Nicht-P erlaubt, wenn P das gar nicht will, weil er ja eine vegetarische Welt wollte? Welcher Gott hat jetzt die Hosen an - P oder NIcht-P. Wessen Weisungen in der Tora gelten, die von P oder die von Nicht-P oder doch die von beiden? Von E und D ganz zu schweigen. 

 

Welcher Gott? Können wir für einen Moment so tun, als hätten Autoren die Texte geschrieben hätte? Vielleicht klärt sich dann die Frage. Der* von Gen 1 muss nämlich mit der Tatsache fertig werden, dass Menschen Fleisch essen. Das muss er erklären. Also wie sie tun dürfen, was seine Schöpfungsgeschichte ihnen verbietet. Er lässt es seinem Gott am Ende der Flutgeschichte erlauben. Zusammen mit Salat. Das vorher dem Löwen gehört hat. Ab jetzt ist die strikte Trennung der Ernährung von menschlicher Nahrung von der tierischen aufgehoben: Diese Stelle ergibt nur und ausschließlich Sinn, wenn die erste Schöpfungsgeschichte vegetarisch endet. 

 

Kann es sein, dass Du für Deine Allegorie darauf angewiesen bist, dass alle Texte P sind, weil das, was als Nicht-P bezeichnet wird Opfer enthält, P dagegen nicht? Und P Opfer braucht, damit er was zu Essen hat?

 

 

vor 2 Stunden schrieb Weihrauch:

 

Wieso bekommen die Meeresbewohner keine pflanzliche Nahrung von Gott in einer vegetarischen Welt zugewiesen? Gehört das Meer nicht zur Welt, nicht zur Schöpfung? Das ergibt alles keinen Sinn, in meinem Kopf. 

 

 

Warum die Fische nichts zu essen bekommen: weil es um die Aufteilung der Nahrung an Land geht. Gott schickt die Fische nicht an Land zum Grasen. Da sind schon die Löwen, die Gras kauen. Während der Mensch die samentragenden Kräuter und das Obst bekommen. Löwen und Menschen kommen sich nahrungsmitteltechnisch nicht ins Gehege. Es geht hier tatsächlich nicht um die Fische.
 

_______________________
* nicht notwendierweise eine Einzelperson

 

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Higgs Boson:

 

Sie haben noch ein paar Kommentare mehr verfasst. Und einen Tenach gebastelt. 

 

Es fällt mir schwer zu verstehen, wie das meine Frage beantwortet. Vielleicht habe ich es falsch in Erinenrung, aber die Torah (darüber redet Weihrauch doch meist? und auch du?) wurde mW ein paar Jahrhunderte v. Chr. zusammengestellt, während die Kommentare ein paar Jahrhunderte n. Chr. verfasst wurden.

Geschrieben
Gerade eben schrieb Domingo:

 

Es fällt mir schwer zu verstehen, wie das meine Frage beantwortet. Vielleicht habe ich es falsch in Erinenrung, aber die Torah (darüber redet Weihrauch doch meist? und auch du?) wurde mW ein paar Jahrhunderte v. Chr. zusammengestellt, während die Kommentare ein paar Jahrhunderte n. Chr. verfasst wurden.

 

Der Tenach ist das, was Du als AT bezeichnen würdest. Es besteht nicht nur aus der Tora. 

 

Tora + Kommentare -> Tenach (AT)

 

Mischna + Kommentare -> Talmud

Geschrieben (bearbeitet)
3 hours ago, Domingo said:

Gar nichts? Hast Du doch gerade geschrieben, dass nur der Autor selbst eine allegorische Interpretation bestätigen oder widerlegen kann.

 

Dem würde ich widersprechen.

 

Denn nach der Logik bedeutet ein Text dann unter Umständen genau das, was der Autor sich dachte, als er besoffen auf dem Klo war.

 

So funktioniert Sprache aber nicht.

 

Wenn der Autor meinte "Das Auto ist grün", aber versehentlich schrieb "Das Auto ist rot", dann bedeutet der Text eben trotzdem "rot" und nicht "grün".

 

Und ja, bei allegorisch versus nicht allegorisch ist es etwas schwieriger, aber Du weißt, was ich meine?

bearbeitet von KevinF
Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Domingo:

Ich mische mich hier mal ein:

 

vor 3 Stunden schrieb Higgs Boson:

Die allegorische Ebene ist eine persönliche Auslegung, der jeder nach Belieben folgen darf. Eine Bestätigung, ob sie stimmt, kann Dir nur der geben, der das Gemeinte dort hineingeschrieben hat. Niemand sonst.

 

Bis hierher d'accord.

 

vor 3 Stunden schrieb Higgs Boson:

Der Adressat, also die eigentliche Zielgruppe, die ja als erste diese Allegorie zu sehen bekommt, hat diese Auslegung so nicht  interpretiert und tradiert, was sagt uns das?

 

Gar nichts? Hast Du doch gerade geschrieben, dass nur der Autor selbst eine allegorische Interpretation bestätigen oder widerlegen kann.

 

Außerdem möchte ich mal nachfragen, wo diese Zielgruppe uns kenntlich gemacht hat, dass sie den Text nicht allegoirsch verstanden hat. Meines Wissens wurden die ersten Kommentare zum AT erst mehrere Jahrhunderte nach dessen Abfassung, nämlich sogar im "Nach Christus"-Bereich, geschrieben, also kaum von der eigentlichen Adressaten.

 

Entschuldigung? Allegorien sind eine bestimmte Art von Tropen in der Literaturwissenschaft, die nach bestimmten Regeln funktionieren. Allegorien hören nicht auf Allegorien zu sein, wenn man die Autoren nicht mehr fragen kann, ob das eine Allegorie ist oder nicht. Allegorien erkennt man an ihrem literarischen Aufbau, selbst wenn der Autor unbekannt ist. Dazu braucht man nur den Text und den historischen Kontext vielleicht auch noch - sonst nichts.

 

Allegorien sind keine persönlichen Wunschkonzerte, sondern unterliegen bestimmten literarischen Regeln und Signalen die im Text erkennbar und nachweisbar sein müssen, und sie brauchen eine außerhalb des Textes angesiedelte Wirklichkeit, die eine Analogie, des eigentlich Gemeinten. Es gibt also literarisch Kriterien für eine Allegorie, die in einem Text erkenn- und nachweisbar erfüllt sein müssen.  

Geschrieben (bearbeitet)
vor 52 Minuten schrieb Higgs Boson:

Welcher Gott? Können wir für einen Moment so tun, als hätten Autoren die Texte geschrieben hätte? Vielleicht klärt sich dann die Frage. Der* von Gen 1 muss nämlich mit der Tatsache fertig werden, dass Menschen Fleisch essen. Das muss er erklären. Also wie sie tun dürfen, was seine Schöpfungsgeschichte ihnen verbietet.

 

Seine Schöpfungsgeschichte in Gen 1 verbietet es ja nicht, nur deine Interpretation tut das. Wieso sollte er denn eine Schöpfungsgeschichte Gen 1 vorne von Gen 2 dran setzen, die das verbietet, was Gen 2 nicht verbietet, nur um das später dann wieder zu erlauben, was Gen 2 nie verboten hat? Und wenn es in Gen 1 und 2 nicht verboten war, muss er es auch in Gen 9 nicht erlauben. Das ergibt doch keinen Sinn.

 

Nirgends steht da was von einem Verbot in Gen 1 und einer Erlaubnis in Gen 9. In Gen 9 steht dasselbe wie in Gen 1: Pflanzen und Herrscht über die Tiere des Meeres und des Landes - in Gen 9: in eure Hand sind sie gegeben, ist genau dasselbe - nur das rituelle Schächten ist neu, betrifft aber nicht die Hetiter und die anderen Völker und mich erst recht nicht, sondern nur die Adam-Noach-Sem-Juda Linie nicht die Ham und Jafet Linien, so wenig wie der Shabbat, die Kain, Ham oder Jafet Linie betrifft.  

 

Kein Mensch verstößt gegen die noahidischen Gesetze wenn er Blutwurst oder nicht koscheres Fleisch ist, oder den Shabbat nicht hält außer den Juden.

 

Das soll allen Leuten untergejubelt werden, genauso wie man allen Leuten unterjubeln will, dass sie alle Sünder sind, wegen dem angeblichen Sündenfall. Weder das eine noch das andere gibt der Text her, nur spätere Interpretationen. 

bearbeitet von Weihrauch
Geschrieben

@Higgs Boson und du bist der Frage ausgewichen, wo denn in P steht, warum und wie aus der angeblich vegetarischen Welt, die ganz normale Welt geworden sein soll, in der der Löwe kein Gras mehr frisst, sondern zum Raubtier mutiert ist. Hat der Mensch was angestellt? Falls ja was? Wo steht das in der Schicht von P?

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Weihrauch:

 

Und wenn es in Gen 1 und 2 nicht verboten war, muss er es auch in Gen 9 nicht erlauben. Das ergibt doch keinen Sinn.

 

 

In Gen 2 ist es auch nicht Thema, da geht es hinterher mit Ackerbau und Viehzucht weiter.  

 

Aber warum muss es dann ausdrücklich (von P) erlaubt werden? Das macht keinen Sinn. Gäbe es diese P-Erlaubnis nicht, ab jetzt Steak und Salat, man könnte sich den Text in Deinem Sinn zusammenreimen. Keine Frage. Aber dem ist nicht so. Die Ernährungsregel wird nicht wiederholt, sondern um 2 Punkte erweitert, die es vorher im Text nicht gab. 

 

Es sind 2 verschiedene Geschichten. Während der Prinz bei Dornröschen am Bett wartet (Perrault), bis sie erwacht oder sie küsst (Grimm), er muss sie dazu nicht die Treppe runter schmeißen, wie bei Schneewittchen. Dass Disney das bei letzterem ändert (Kuss statt Treppensturz) ändert daran nichts.

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