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Krise der Männlichkeit - sachlich diskutiert


Katharina

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das hast du ganz ordentlich gemacht lissie.

du bist sicher der mann in eurer beziehung ;)

dem eindruck des tragischen kann ich mich auch nicht ganz erwehren, besonders durch die sich jeglicher logik entziehende inanspruchnahme im hintergrund befindlicher autoritäten. nur meine kindliche streitlust

und aber auch die bedeutung der geschlechterrollen im persönlichen und wirtschaftlichen bereich lassen mich noch teilnehmen. wir haben bei unseren drei töchtern drei extrem unterschiedliche lebensweisen. darüber sich auszutauschen wäre interessanter gewesen.

 

gruss helmut

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Tja, Lissie, deinen Ausführungen kann ich mich - von Frau zu Frau (wenn Erich mir schon Wahrheiten zu kauen gibt, dann schluck' ich sie natürlich auch) - nur anschließen.

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Meine Frau ist von Lissies Ausführungen so angetan, daß sie der Meinung ist, ich bräuchte in diesem Thread nichts mehr zu schreiben. Da bleibt mir nichts anderes übrig, als mich der Meinung meiner Frau anzuschließen.

 

 

 

 

(Geändert von Cano um 15:59 - 21.März.2002)

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Lieber Erich,

 

den (gemeint war wohl: das) hab ich daran festgemacht, dass ich von Euch keine "Geschlechteridentität" gehört habe - sondern das Gegenteil. Aus Euren Worten kam doch rüber: Mal bin ich Mann, mal Frau, je nach Definition.

Tja, Erich, ein wenig wird man die eingerosteten Denkrädchen wohl noch lösen müssen...

 

Wenn Du noch einmal nachliest, diesmal aber nicht so flüchtig, wird Dir auffallen, daß Lucia geschrieben hat, indem sie Ulix' Frage aufgriff:

 

Was ist ein Mann?

das ist jemand, der mit 'ner Bohrmaschine umgehen kann. (...)

Ja?

O.k., dann bin ich ein Mann.

Also, für Erich und Katharina übersetzt: Wenn man eine so willkürliche und zufällige Definition des "Mannes" herausgreift, dann ist Lucia - nach dieser Definition - ein Mann. Ich dagegen bezeichnete mich - wieder anhand dieser willkürlichen und zufälligen Definition - als "Mau" oder "Frann", also als Zwischending, da ich drei Semester Maschinenbau studiert habe, im Gegensatz zu meinem Weib mit einer Bohrmaschine umgehen kann und tropfende Wasserhähne repariere, gleichzeitig aber meistens koche und die Steuererklärung auch der Göttergattin überlasse. Zum Zeitpunkt der Volkszählung bestand noch kein eigener Haushalt, so daß sich diese Frage nicht stellte.

 

Würde jemand einen "Fußball" als etwas bezeichnen, das ein Jurastudium absolviert und die Referendar- und die Assessorprüfung bestanden hat - nun, dann wäre ich im Sinne dieser Definition ein Fußball. Nichtsdestoweniger würde ich im Bewußtsein dessen, was zu meiner Identität gehört, äußerst verstimmt reagieren, wenn 22 Männer in lächerlicher Gewandung hinter mir herliefen, um mich mit Tritten in ein Netz zu befördern.

 

Lucias Beitrag - es erregt mir fast Brechreiz, etwas so offensichtliches erläutern zu müssen - persiflierte das Unternehmen, Geschlechteridentitäten an vereinfachten, augenfälligen Erscheinungen festzumachen, die zwar in einer gewissen statistischen Häufung bei Männern auftreten, die auch traditionell der "männlichen Sphäre" zugeordnet werden, die aber durchaus nicht notwendigerweise etwas mit männlicher (oder vice versa weiblicher) Identität zu tun haben.

 

Ebenso wie die Fähigkeit, Fahrräder oder Wasserhähne zu reparieren, für viele zur männlichen Identität gehört, gehörte einmal die grundsätzliche Unfähigkeit (und grundsätzlich fehlende Legitimation) von Frauen, in Angelegenheiten der Gemeinschaft ihre Meinung und Stimme einzubringen, zu eben diesem Schema. Und genauso gehörte einmal das von mir zuletzt genannte Kriterium zu einer als völlig natürlich und gottgegeben angesehenen Unterscheidung zwischen Lehensherren und Hintersassen.

 

Das bedeutet nicht, daß Lucia und ich nicht sehr wohl ein sehr genaues Verständnis von unserer geschlechtlichen Identität haben. Das bedeutet nur, daß wir nicht bereit sind, uns an willkürlichen und zeitbezogenen Kriterien messen zu lassen.

 

Also Frage an Dich: gibt es für Dich überhaupt eine "Geschlechteridentität"??

Ja.

 

Sind für Dich Mann/Frau nur biologisch etwas unterschiedlich - im Wesen aber völlig gleich?

Mann und Frau sind biologisch in verschiedener Hinsicht unterschiedlich, in anderer Hinsicht gleich. Das jeweilige "Wesen" derselben steht damit (und anderem) in Zusammenhang, also ist das "Wesen" des Mannes und das der Frau eben auch teilweise gleich, teilweise verschieden.

 

Und wenn sie nicht gleich sind - was sind die charakteristischen Wesensmerkmale von Mann/Frau??

Interessante Frage. Die würde ich gerne diskutieren - aber eben nicht in einem Thread, dessen Seriosität inzwischen schon nicht einmal mehr in Frage steht.

 

Mach doch ein ganz einfaches (Gedanken)Experiment:

Aber gerne.

 

Eine Gruppe von Männern am Stammtisch.  Wo  ist der Unterschied, wenn nach einiger Zeit a)ein weiterer Mann dazukommt oder b)eine Frau dazu kommt?

 

Meinst Du beide Situationen sind gleich??

Aber nein - es kommt darauf an.

 

Handelt es sich um den Stammtisch der "Fluffigen Fummeltrienen Fuhlsbüttel" und der Mann ist Richard Gere: Gegacker und gekreisch. Bei einer Frau hingegen dürfte die Reaktion eher schwesterlich-freundlich ausfallen - es sei denn, die Frau wäre Barbra Steisand, dann ist eine Reaktion wie bei Mr. Gere zu erwarten.

 

Handelt es sich um den der "Lustigen Lederkerle Leverkusen" dürfte der Frau wohl eher Kälte entgegenschlagen - bei Richard Gere hingegen würden sich wohl die Geister scheiden.

 

Handelt es sich um den Stammtisch der "Kumpelhaften Kegelschieber Karlsruhe", würde die Frau (Streisand oder nicht) wahrscheinlich nur zum Bierholen geschickt, während keiner Mr. Gere erkennt - außer einem, der das aber nicht zugibt, sondern nur heimlich schmachtend Richards Taschentuch an sein Herz preßt...

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Lieber Fußball - nein, ich bleibe doch lieber bei

 

Lieber Sven!

xyxthumbs.gif Danke! Schon traurig, daß solche Erklärungen nötig sind.

 

Liebe Grüße,

Lucia

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Zitat von lissie am 14:35 - 21.März.2002

Vor allem wenn man sie gewissen anderen Beiträgen gegenüberstellt, deren Verfasser nicht nur ein  komplexeres Selbst- und Fremdverständnis aufbringt, sondern auch eine geistige "Schärfe" erkennen läßt, die man doch - um im Bereich des "Typischen" zu bleiben - als eine der klassichen Männertugenden bezeichnen könnte?


Also, jetzt hab ich das grad erst gelesen und fühl ich mich doch aufs herzlichste angesprochen. Ich spüre schon ein Jucken auf der Brust, wo meine Haare wachsen...

 

Jetzt geh ich erstmal los und hol mir ein paar John-Wayne-Videos, und wenns die nicht gibt, dann ein paar mit Jean-Claude van Damme. Dann kauf ich mir ne Steige Hansapils und feiere meine Männlichkeit.

 

Danke lissie, Dein Beitrag war wie 200 ml Testosteron pur intravenös...

 

(Geändert von sstemmildt um 16:53 - 21.März.2002)

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Hi Sven,

 

>>Und wenn sie nicht gleich sind - was sind die charakteristischen Wesensmerkmale von Mann/Frau??

 

Interessante Frage. Die würde ich gerne diskutieren - aber eben nicht in einem Thread, dessen Seriosität inzwischen schon nicht einmal mehr in Frage steht.<<

 

ich muß das schon als Beleidigung Deinerseits interpretieren. Ich hab Dir eine ehrliche und meiner Meinung nach seriöse Frage gestellt, und erhalte von Dir den Hinweis, das dieser Thread unseriös ist – Ja warum soll ich dann überhaupt noch ein Jota dazu schreiben. Das ist für mich Verrasche pur.

 

Laß es Dir dennoch gut gehen

Erich

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Lieber Erich,

 

nimms mir bitte nicht übel. Ich glaub dir durchaus, daß Deine Frage ernst gemeint war. Nur ist inzwischen die Stimmung so, daß auch eine ernste Antwort auf eine ernste Frage schnell wieder zwischen den Mühlsteinen der Gefühle zerrieben wird. Ich hab mich über Dich geärgert und dazu Dampf abgelassen. Bei anderer Gelegenheit - vielleicht auch in ein oder zwei Tagen, vielleicht auch nur in ein paar Stunden, hier im Thread - können wir uns dazu gerne sachlich austauschen.

 

Im Moment glaub ich nur nicht, daß das viel Zweck hätte. Sollte ich durch eine konstruktive Diskussion hier Lügen gestraft werden, würde mich das natürlich freuen.

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>Und wenn sie nicht gleich sind - was sind die charakteristischen Wesensmerkmale von Mann/Frau??<

 

Ich "vermute" mal, dass es zur endgültigen Klärung dieser Frage eines Dritten bedarf, einem Kind. Was sind die charakteristischen Wesensmerkmale von Mutter und Vater, die erst in dieser Rolle Lebendigkeit erfahren, während es sich bei Mann und Frau nur um ein, wir wissen es, gegenseitiges geistiges Umschmeicheln handelt, an dessem Ende Sex, Gewalt und Gier steht und von Verständnis keine Spur zu sehen ist.  

 

Mann und Frau können sich nur anhand dessen definieren, das beides verkörpert. So findet die Frau ihre Erfüllung nur in der Rolle als Mutter, während der Mann sich ihr und dem Kind in ihm zu unterwerfen hat. Alles andere endet im Chaos und im Hass.

 

Vielleicht steckt ja doch ein Funken Wahrheit in diesen Gedanken ...

 

Torsten

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Jetzt weiß ich, warum es soviel gestörte und /oder gescheiterte Beziehungen gibt.

 

Weil alle dies praktizieren, was ihr beschreibt.

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Ich möchte dieses Thema doch nicht verlassen ohne einen interessanten Artikel zu bringen:

 

Männer sind wunderbar!

von Christa Meves

 

Im Grunde ist es doch gar nicht zu fassen, dieses perfekte Funktionieren unserer alltäglichen Technik. Zum Beispiel: Morgens um sieben verläßt man eine der süddeutschen Metropolen – München oder Stuttgart – und entsteigt eventuell nach ein- oder zweimaligem gepflegtem Wechsel des Zuges, der auf demselben Bahnsteig lautlos herangleitet, zu einer noch guten Mittagszeit dem Zug im Heimatort der Lüneburger Heide. Oder so eine kleine Dienstreise von Hannover nach Berlin – eben einmal rasch ohne langes Herumsitzen ins Flugzeug und wieder hinaus, am Abend das gleiche, ein Aufwand nicht größer als die Fahrt vom Vorort in die City. Wie herrlich! Und dies alles verdanken wir der Tüchtigkeit der Männer. Wie gut, daß es sie gibt; denn schließlich ist das ihr Werk: dieses Erfinden, Umsetzen, das Netz der Planungen und Verflechtungen.

 

Die Feministinnen sagen freilich, dies läge nur an der ewigen Unterdrückerei des langhaarigen Geschlechts durch die Bartfähigen. Aber dem muß aufgrund neuer wissenschaftlicher Forschungen widersprochen werden. Der Direktor des Instituts für Psychobiologie an der Universität Paris, Rene Zazzo, schreibt: „Das charakteristische Merkmal bei den Knaben ist ihre Überlegenheit bei denjenigen intellektuellen Aktivitäten, die logische Durchdringung und räumliches Vorstellungsvermögen voraussetzen. Diese Überlegenheit des räumlichen Vorstellungsvermögens, verbunden mit Faktoren kultureller Art, führt zur Überlegenheit des Knaben in technischen Fähigkeiten. Der Unterschied in der technischen Begabung, der schon zu Beginn der Schulzeit zwischen Knaben und Mädchen spürbar wird, verstärkt sich mit der Zeit derart, daß in der Adoleszenz die diesbezüglichen Leistungen der Jungen denen der Mädchen um 50 bis 100 % überlegen sein können."

An dieser Barriere ihrer angeborenen Andersartigkeit sind deshalb auch – so zeigen jüngste Untersuchungen – die Hausmann-Modelle für Väter gescheitert.Es läßt sich eben auf die Dauern nicht daran vorbeisehen: Von Anfang an waren die Männer prädisponiert, den ganzen technischen Zauber unserer Industrie zu erfinden.

 

Grund zur Resignation, zur endgültig festgestellten Minderwertigkeit der Frau? Aber nicht im mindesten! Auch dies weiß neue Forschung um die Geschlechter: Frauen (bereits schon die ganz kleinen Mädchen) haben vorrangig eine besondere Neigung für hellhörig-liebevolle Kommunikation, zur Bewunderung auch, zum Hinauffragen, zum Aufschauen zu den „Großen" ; Jungen haben von früh an hingegen die Eigenschaft, mehr und kämpferischer mit den gleichgeschlechtlichen Gleichaltrigen herumzurangeln, um eine sogenannte „Dominanz-Hierarchie" herzustellen. Es geht ihnen viel mehr um die Macht.

 

Aber das vermag mich, die ich mich gerade im Tempo von 200 Stundenkilometern von Ulm auf München zubewege, zur Zeit nicht zu verstören. Ich freue mich momentan eben daran, daß die Männer zu bewundern sind, sich bewundern lassen, daß ich, als ein Weib, sie bewundern darf und mich, wie mir ebenfalls Rene Zazzo bestätigt, seit neuestem gerade dadurch dem eigentlich starken, dem echt starken Geschlecht zugehörig fühlen kann. Zazzo im Resümee der neuen Forschungsergebnisse: „Auf die unterschiedliche Psychologie der Geschlechter angewendet, lernen wir aus der Untersuchung des zweigeschlechtlichen Paares, daß die Dominanz des männlichen Geschlechts, das herkömmlicherweise als das starke betrachtet wird, eine zweifelhafte Sache ist..."

 

Dennoch: Sie sind wunderbar – unsere so fabelhaft tüchtigen Männer, und wir dürfen neidlos bewundern, mit welcher Eleganz sie sich die Erde untertan machen – für uns!

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und wenn jetzt noch jemand berichten kann welche dieser höheren leistungen auf erziehung, auf vorbildwirkung im persönlchen oder gesellschaftlichen bereich, in welcher statistischen streuung oder eindeutig als geschlechtsmerkmal sich ergibt, dann sind wir ein stück weiter.

 

wenn wir dann vieleicht feststellen dass 99% der jungen

eine schraube durch linksdrehen(achtung mädchen:entgegen dem uhrzeigersinn)  lösen wollen und 99 % der mädchen dieses durch rechtsdrehen(achtung mädchen:im uhrzeigersinn) versuchen, es nicht schaffen und um hilfe rufen, dann hätten wir einen signifikanten unterschied festgestellt.

 

aber dann steht die entscheidende Frage immer noch:

 

macht dieser unterschied das wesen einer geschlechtsidentität aus?

und diese frage gilt für jeden festgestellten unterschied.

 

gruss helmut

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Danke, lieber Erich wave.gif , daß Du einen so wundervollen Artikel hier hinein kopiert hast, der, kurz gefaßt, an Sachkenntnis und Deutlichkeit nichts zu wünschen übrigläßt!

 

Besonders dieses:

 

>>Dennoch: Sie sind wunderbar – unsere so fabelhaft tüchtigen Männer, und wir dürfen neidlos bewundern, mit welcher Eleganz sie sich die Erde untertan machen – für uns! <<

 

Ich hätte nicht gewagt, so etwas auszusprechen und schon gar nicht in diesem Forum hier, in dem es von neidischen, unter ihrem zerstörten Selbstwertgefühl leidenden Feministinnen uhoh2.gif und innerlich völlig zerrissenen Angehörigen der Spezies "Mann" nur so wimmelt ....

 

Liebe Grüße

Katharina

 

 

 

(Geändert von Katharina um 11:41 - 22.März.2002)

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Hhhmmm, Helmut, da hast Du wirklich ein gutes  Beispiel geliefert:

 

Ich muß mir jedes Mal von neuem überlegen, wie man eine Schraube ( oder heißt das: Nagel ? wink.gif ) nun eigentlich löst, im Uhrzeigersinn oder entgegen. ..confused5.gif

Mit reinem Überlegen komme ich nicht drauf, ich probiere es jedes Mal von neuem aus...

Das gleiche Problem stellt sich bei mir übrigens bei Wasserhähnen...

 

Ich werde heute nachmittag diesen Test mal mit meiner kleinen Tochter durchführen.

Das Resultat dieses kleinen Experimentes kann ich mir allerdings schon vorstellen...

 

Katharina

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Na, das ist ja ein wunderbarer Artikel, den Erich unds da zu lesen gegebenhat. Nehmen wir mal an, dass das so stimmt (was man durchaus anzweifeln kann), dass also Männer im Durchschnitt ein besseres technisches Verständnis haben.

 

Sie wären demnach also zuständig für Autos, Flugzeuge, etc. Allerdings auch für Atomkraftwerke, Klonen von Menschen, Dioxinverseuchung, Tretminen, Flächenbombardierungen, Klimakatastrophe usw.

 

Welchen Schluss können wir daraus ziehen? Doch wohl nur den, dass unsere Gesellschaft es dringend nötig hat, zusammen mit der Technikfixierung auch die männliche Vorherrschaft in der Politik und Wirtschaft zu hinterfragen.

 

In einer funktionierenden Partnerschaft gibt es sehr wohl Arbeitsteilungen. Grundsatzentscheidungen müssen aber gemeinsam getroffen werden, und werden es in guten Ehen auch. Sonst setzt sich nämlich die Einseitigkeit des einen Parners immer weiter durch, bis hin zum Zusammenbruch des Systems.

 

Also: mehr Frauen in Führungspositionen! Gleiche Entscheidungs- und Machtbefugnisse für weiblich geprägte Berufe: Hausfrau, Erzieherin, Krankenschwester, künstlerische Berufe, etc. (Das bedeutet in unserer Gesellschaft immer auch: gleiche Geldmittel, d. h. gleicher Verdienst).

 

Wer jetzt mit dem Argument kommt, Männer könnten mit Geld besser umgehen, der kriegt eins mit dem Nudelholz übergebraten! Die Verwaltung der Haushaltskasse ist eine traditionell weiblich geprägte Aufgabe.

 

Noch eine weitere Sache ist eigentlich klar: die durchschnittliche Verteilung von Begabungen sagt überhaupt nichts über den individuellen Lebensweg aus. Einer technisch begabten Frau das Ingenieursstudium verbieten zu wollen, nuch weil sich der Durchschnitt der Frauen sich nicht dafür interessiert, ist ja wohl absurd.

 

Im übrigen sind große kulturelle Leistungen immer gegengeschlechtlich geprägt. Man braucht eben Mut und Demut; Willenskraft und Einfühlungsvermögen; analytische und emotionale Intelligenz.

 

Bei Katharinas Statements fällt mir nur ganz deutlich auf, was schon häufiger gesagt wurde: sie sind in ihrer Ideologiefixiertheit und ihrem mangelnden Einfühlungsvermögen eindeutig männlich geprägt.

 

Interessant ist die Diskussion aber schon. Wenn ich in den Osterferien Zeit habe, eröffne ich mal einen Thread über die Geschlechtsrolle im Priesterbild.

 

Viele Grüße, Matthias

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Hallo Helmut,

 

hier nun das Ergebnis des Technik-Verständnis-Testes, den ich soeben bei meiner fast zehnjährigen Tochter durchgeführt habe:

 

Versuchsanordnung: dieses Blech (die korrekte Bezeichnung dafür kenne ich leider nicht) an der Türklinke zur Küche + passender Schraubendreher.

 

Versuchsdurchführung: Testperson bekommt Werkzeug in die Hand gedrückt mit liebevoller Aufforderung, doch bitte mal diese Schraube zu lösen. Skeptische Frage der Probandin: Warum ? Erklärung: Mama möchte mal schauen, ob man das ein bißchen sauberer putzen kann

 

Ergebnis: Nach einigen Versuchen, den Schraubendreher korrekt in der Schraube zu plazieren mit dem Resultat, selbige ein wenig zu "verjoken", dreht die Testperson (übrigens wie erwartet ) die Schraube in Richtung Uhrzeigersinn. Diese läßt sich sogar in diese Richtung auch noch ein wenig drehen, da sie anscheinend nicht ganz fest angezogen war.

Frage der Testperson: HHhhmm, ich weiß allerdings nicht, ob das die richtige Richtung ist.....???

 

War sie anscheinend nicht... Testinitiatorin versucht es ebenfalls und stellt dabei fest, daß man Schrauben (zumindest diese hier) entgegen dem Uhrzeigersinn herausdreht.

 

Diesen Versuch werde ich am Dienstag noch mal mit der erwachsenen Tochter durchführen in der Sicherheit, ein ähnliches Testergebnis zu erhalten.

 

Katharina

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Zitat von Katharina am 10:21 - 22.März.2002

 

Ich hätte nicht gewagt, so etwas auszusprechen und schon gar nicht in diesem Forum hier, in dem es von neidischen, unter ihrem zerstörten Selbstwertgefühl leidenden Femistinnen
uhoh2.gif
und innerlich völlig zerrissenen Angehörigen der Spezies "Mann" nur so wimmelt ....


 

 

Ein Autofahrer hört im Radio die Durchsage:

Achtung! Achtung! Auf der N9 kommt Ihnen ein Geisterfahrer entgegen. Fahren Sie bitte ganz rechts und überholen Sie nicht!

Der Autofahrer:

Was heist hier einer? Dutzende! DUTZENDE!!

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liebe katharina

 

<<innerlich völlig zerrissenen Angehörigen der Spezies "Mann" nur so wimmelt >> wenn jemand die realität so verkennt, dann stimmt es mich etwas traurig.

ein gefühl des triumphes oder sieges oder etwas ähnlichem kann nicht aufkommen.

 

ein weiterer versuch nochmal sachlich sich dem thema zu nähern:

 

wenn wir dann vieleicht feststellen dass die jungen für eine technische problemlösung im durchschnitt 10 min,

die mädchen für die gleiche problemlösung im durchschnitt 15 min brauchen

dann hätten wir einen signifikanten unterschied festgestellt.

 

und wenn jetzt noch jemand berichten kann welche dieser höheren leistungen auf erziehung, auf vorbildwirkung im persönlichen oder gesellschaftlichen bereich, in welcher statistischen streuung oder eindeutig als geschlechtsmerkmal sich ergibt, dann sind wir ein kleines stück weiter.

 

aber dann steht die entscheidende Frage immer noch:

 

macht dieser unterschied das wesen einer geschlechtsidentität aus?

und diese frage gilt für jeden festgestellten unterschied.

 

gruss helmut

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Das Beispiel mit den Schrauben ist ganz super, denn es zeigt, wo das Problem liegt: also Jungen drehen Schrauben linksherum heraus, Mädchen versuchen es rechtsherum. Die einfachste Lösung für das Problem wäre also für die Mädchen, dass man die Gewinde andersherum baut. Dann würden sich die Jungs immer vertun.

 

Man sieht: die Ungeschicklichkeit der Mädchen kommt daher, dass Männer die Welt unter den Gesichtspunkten von Männern eingerichtet haben. Wer ungeschickt ist und wer nicht, ist also letztenendes eine Machtfrage. (Das soll keine generelle Schuldzuweisung an Männer sein, aber sicherlich ein Anlass, mal genauer drüben nachzudenken).

 

Viele Grüße, Matthias

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Hallo, Matthias,

 

auf so eine "zerrissene" Interpretation des Untersuchungsergebnisses muß man erst mal kommen, alle Achtung ! Aber es entspricht genau der hier von einigen Leuten verbreiteten wertenden Würdigung des Unterschiedes zwischen Mann und Frau:

 

Vielleicht versuchst Du es ja mal ein wenig mit den Ergebnissen der modernen Hirnforschung:

 

 

"Die Entwicklung des menschlichen Gehirns ist nicht nur von den Erbanlagen abhängig, sondern wird auch von der Anwesenheit bestimmter Hormone während einer bestimmten Entwicklungsphase des Embryos beeinflußt. In einem männlichen Körper entsteht normalerweise ein männliches Gehirn und in einem weiblichen Körper ein weibliches Gehirn; es gibt aber Abstufungen in der endgültigen Ausformung.

 

Die unterschiedliche Ausformung und innere Verdrahtung des Gehirns wirkt sich in vielerlei Hinsicht auf Fähigkeiten und Verhalten aus. Eine Reihe von Fähigkeiten sind in männlichen und weiblichen Gehirnen unterschiedlich lokalisiert. Dabei ist ein kleiner Bereich für die Performance günstiger, weil damit die Wahrscheinlichkeit sinkt, daß eine andere Aktivität störend beeinflußt. Im weiblichen Gehirn ist z. B. die Sprachbegabung (grammar, spelling and writing; nicht Vokabular) in der vorderen linken Hirnhälfte konzentriert, während sie im männlichen Gehirn über linken vorderen und hinteren Hirnbereich verteilt sind. Männer müssen härter arbeiten, um dieselben Sprachfähigkeiten wie Frauen zu erreichen. Andere Fähigkeiten wie z. B. räumliches Vorstellungsvermögen sind im männlichen Gehirn in kleineren Bereichen konzentriert.

 

Überhaupt sind im männlichen Gehirn mehr Funktionen in kleineren Bereichen konzentriert, während sie im weiblichen Gehirn über größere Bereiche verteilt sind. Das hat u.a. auch Auswirkungen auf das gleichzeitige Ausüben von mehreren Funktionen. So können Männer z. B. besser gleichzeitig Karten lesen und sprechen: die Sprachbegabung ist in der linken Hirnhälfte, das räumliche Vorstellungsvermögen in der rechten Hälfte. Bei Frauen sind zwar die sprachlichen Funktionen noch stärker konzentriert, die räumlichen aber über beiden Hirnhälften verteilt: während bei Männern Sprechen und Kartenlesen einander nicht beeinflussen, muß im weiblichen Hirn derselbe Bereich mehrere Dinge gleichzeitig leisten.

 

Besonders interessant ist die Lokalisierung der emotionalen Fähigkeiten. Bei Frauen verteilt sie sich über beide Hirnhälften. Bei Männern hingegen sind die emotionalen Funktionen in der rechten Hirnhälfte konzentriert. Hinzu kommt, daß die Verbindung zwischen den Hirnhälften, der corpus callosum, bei Frauen deutlich dicker ist als bei Männern. Im weiblichen Gehirn wird mehr Information zwischen den Hirnhälften ausgetauscht als im männlichen. Das erklärt u.a., warum es Männern schwerer fällt als Frauen, über ihre Gefühle zu sprechen: die Gefühle sind in der rechten Hirnhälfte, die Sprachfunktionen in der linken, und die Verbindung zwischen den beiden ist dünner! Bei Frauen sind die emotionalen Funktionen über beide Hirnhälften verteilt und in alle Aktivitäten stärker eingebunden. Sie können leichter ihre Gefühle ausdrücken, aber oft auch schlechter Verstand und Gefühl auseinanderhalten als Männer. "

 

 

Katharina

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Zitat von Katharina am 14:31 - 22.März.2002

Ergebnissen der modernen Hirnforschung:

 

 

"Die Entwicklung des menschlichen Gehirns ist .......

 

 

Könnte man vielleicht jetzt endlich das Kind beim Namen nennen????

 

Welches sind die Krisen und wer hat sie?

 

Ich habe keine.

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corpus callosum

 

<<2.1 Biologismus  

 

Biologisten müssen täglich nachweisen, daß irgendetwas Biologisches bei Frauen, dazu führt, daß Frauen Menschen zweiter Klasse sind. Wir möchten nun nicht auf die endlos aggregierten «Befunde» zum PMS (Prämenstruellen-Syndrom) und zu den üblichen anderen hormonellen Schieflagen bei Frauen – wie etwa dem überaus mangelnden Testosteron – eingehen, sondern hier nur ein Beispiel skizzieren, welches die besondere Art und Weise des Denkens und Forschens im Biologismus, das besondere Niveau also, sehr erhellt. Vor einigen Jahren – vielleicht erinnern Sie sich, lieber Leser und liebe Leserin – zettelten einige biologistische Forscher und Forscherinnen gemeinsam mit den immer interessierten Medien eine große Kampagne an, die sich mit dem ‹corpus callosum› befaßte. Ein exemplarischer Fall, auch wenn er schon längst wieder aus dem öffentlichen Diskurs verschwunden ist. Wir werden ihn kurz erläutern:  

 

Das ‹corpus callosum› verbindet schlicht unsere beiden Gehirnhälften. Eines Tages behaupteten Forscher und Forscherinnen nun, diese Verbindung sei bei Frauen räumlich, also physisch, größer als bei Männern. Ob das stimmt, ist ganz wurscht. Lustig ist, was daraus gemacht wurde und wie es in allen einschlägigen Medien verhandelt wurde. Die Logik ist, wie immer: Wenn bei Frauen im Körper etwas anders ist als bei Männern, so muß das ein Defizit sein. Jegliche ‹gefundene› physische Differenz muß in der heterosexuellen Matrix zum Nachteil von Frauen ausgelegt werden. Das weiß man schon vorher! So wurde hier auch folgerichtigerweise flugs behauptet, durch das größere ‹corpus callosum› würde bei Frauen zwischen den beiden Gehirnhälften zu viel ‹hin und her gehen›. Vulgo: Weibliches Durcheinander eben. Oder anders: Da Frauen immer Verstand und Gefühl vermengen, sind sie für ‹höhere› Aufgaben ungeeignet.  

 

Stellen wir uns nun mal vorsichtig vor, Forscher und Forscherinnen hätten entdeckt, daß das ‹corpus callosum› bei Männern größer ist als bei Frauen. Wie wäre dies dann interpretiert worden? Na? Genau. Ist doch einfach. Daraus wäre ein großer und bewegender Vorteil für Männer gezaubert worden. Etwa: Durch das größere ‹corpus callosum› sind Männer eher in der Lage, Gefühle mit dem Verstand zu kontrollieren und die Unternehmungen sachbezogen zu unternehmen, die eben unternommen werden müssen. Alles klar?  

 

Zum Schluß: Wir fragen uns, ganz unabhängig davon, bei wem das ‹corpus callosum› nun größer oder kleiner ist, warum sollte das nicht ein wunderbarer Vorteil sein, ‹beide› Gehirnhälften in angemessener Weise zu Rate ziehen zu können?  >>

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Könnte man vielleicht jetzt endlich das Kind beim Namen nennen????

 

In jener Stunde traten die Jünger zu Jesus und sprachen: Wer ist denn der Größte im Reich der Himmel? Und als Jesus ein Kind herbeigerufen hatte, stellte er es in ihre Mitte und sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen. Darum, wenn jemand sich selbst erniedrigen wird wie dieses Kind, der ist der Größte im Reich der Himmel; und wenn jemand ein solches Kind aufnehmen wird in meinem Namen, nimmt er mich auf.

 

Wenn aber jemand einem dieser Kleinen, die an mich glauben, Anlaß zur Sünde gibt, für den wäre es besser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde. Wehe der Welt der Verführungen wegen! Denn es ist notwendig, daß Verführungen kommen. Doch wehe dem Menschen, durch den die Verführung kommt!

 

Welches sind die Krisen und wer hat sie?

 

>Ich muß mir jedes Mal von neuem überlegen, wie man eine Schraube ( oder heißt das: Nagel ?   nun eigentlich löst, im Uhrzeigersinn oder entgegen. ..

Mit reinem Überlegen komme ich nicht drauf, ich probiere es jedes Mal von neuem aus...  

Das gleiche Problem stellt sich bei mir übrigens bei Wasserhähnen...<

 

Wer das Schwerwiegende dieser Materie nicht erkennt, der darf sich nicht Mensch nennen.

 

ein Kind

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