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Das 9. Gebot


Stefan
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Das 9. Gebot für Teilnehmer:

 

9. Achtung vor religiösen Gefühlen

Trotz des Respekts gegenüber anderen weltanschaulichen Einstellungen bleibt www.kath.de ein christlich betriebenes Forum. Die Mitglieder werden daher gebeten, die religiösen Gefühle der christlichen Mitglieder zu achten und nicht willentlich zu verletzen. Dies gilt insbesondere für Angriffe gegen die Göttlichen Dreifaltigkeit und Maria. Bitte lassen Sie ihnen den Respekt entgegenkommen zu lassen, der ihnen nach christlicher Überzeugung zusteht.

 

Ich wage mal zu behaupten, dass man von A&Alern nicht erwarten kann, der Dreifaltigkeit und Maria den Respekt zukommen zu lassen, der ihnen nach christlicher Überzeugung zusteht. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.

Edited by Stefan
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Ja, das ist so, als würde ich von einem Christen erwarten, Deschner den gleichen Respekt zukommen zu lassen, der ihm nach unserer Meinung zusteht.

 

Das geht nicht!

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Stimmt, das geht nicht.

 

Aber dafür haben wir doch die Gladiatoren-Arena, damit nicht jede Äusserung der A+A's gelöscht werden muss, oder?

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...und wie das immer so ist, wenn eine Vorschrift so nicht gemeint sein kann, wie sie dasteht, muß mal wieder die gute alte Auslegung herhalten.

 

Das ganze steht ja nicht unter der Überschrift "Achtung vor Maria" o.ä., sondern vor "religiösen Gefühlen". Es geht also nicht darum, Maria eine Achtung zukommen zu lassen, die Ihr notwendigerweise nicht empfinden könnt, sondern Rücksicht darauf zu nehmen, daß andere das tun - sprich: beim Reden darüber Behutsamkeit walten zu lassen.

 

Daß das schon ein Gebot der Klugheit ist (wenn man nicht bloß auf Zoff aus ist), führe ich jetzt nicht noch einmal aus.

 

Daß das die Möglichkeit, am Glauben selbst Kritik zu üben, beschränke, ist übrigens Blödsinn. Es verlangt bloß von jedem sprachliche und argumentative Disziplin. Und das sollten die Gefühle eines anderem einem schon wert sein.

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Hier isser doch, Moni, keine Sorge...

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Sven, damit hast Du schon Recht... man sollte behutsam formulieren...

 

Aber die Bezeichnung "Mördergott" dürfte doch eigentlich nicht der Stein des Anstosses sein, da es sich ja um die Wahrheit handelt, oder?

 

Vielleicht fühlen sich da manche Gläubige verletzt, doch soll man diese, für sterbliche Menschen, übelste Taten durch schwammige Formulierungen entschärfen?

 

Ich finde man sollte vor diesen Argumenten nicht die Augen schliessen, sondern sich aktiv mit dieser Seite Gottes audeinandersetzen, was ist daran so schlimm? :blink:

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Ich neutralisiere mich. Ich finde Gott ganz nett. Ich finde auch die katholische Kirche ganz nett. Sogar Ratzinger und den Papst finde ich irgendwie ganz nett. Und die Sintflut finde ich zwar nicht ganz nett, aber irgendwie dann doch ok.

 

Die Hölle, in der ich netterweise von dem netten KKK-Gott plaziert werden werde, die finde ich - aber nur, um keine religiösen Gefühle zu verletzen - ein wenig weniger nett als den netten Rest.

 

Die postmortale Selektion ist natürlich auch nichts mörderisches, sie ist lediglich eine nette Lösung. Nett, diese Religion. Der kann man nur neutral gegenüberstehen.

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Ich neutralisiere mich. Ich finde Gott ganz nett. Ich finde auch die katholische Kirche ganz nett. Sogar Ratzinger und den Papst finde ich irgendwie ganz nett. Und die Sintflut finde ich zwar nicht ganz nett, aber irgendwie dann doch ok.

 

Die Hölle, in der ich netterweise von dem netten KKK-Gott plaziert werden werde, die finde ich - aber nur, um keine religiösen Gefühle zu verletzen - ein wenig weniger nett als den netten Rest.

 

Die postmortale Selektion ist natürlich auch nichts mörderisches, sie ist lediglich eine nette Lösung. Nett, diese Religion. Der kann man nur neutral gegenüberstehen.

Siehste, Lissie. Das war doch gar nicht so schwer. Und morgen versuchen wir es mit beten. :blink:

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Ich find übrigens jetzt urplötzlich auch alles ganz nett und schön... fühle mich richtig bekehrt.

 

(Seht Ihr, bei der Inquisition hat's ja auch ganz gut geklappt!:blink:)

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Lieber Peter,

 

"Mördergott" ist schon sachlich falsch. Wenn Du es partout so haben willst, können wir gerne ein paar Runden Rechthaberei betreiben - aber Vorsicht: ich habe einen ganz guten Punch, enorme Nehmerqualitäten und habe auch kein Problem, dabei über 15 Runden zu gehen. :blink:

 

"Mörder"-Gott ist schon insofern falsch, als "Mord" eine qualifizierte, besonders verwerfliche Art ist, mit der ein Mensch einen anderen Menschen ums Leben bringt. Etwas, das einen Menschen unbringt, aber selbst kein Mensch ist, kann kein Mörder sein.

 

K.O. in der ersten Runde - laß mich auf die Uhr sehen - nach 45 Sekunden.

 

Es ist aber eben auch eine völlig unnötige und unfruchtbare Provokation. Wer sich nicht durch die einfache Theodizee-Frage in ihrer schlichten Nüchternheit zu einer Diskussion bringen läßt, bei dem wird so etwas erst recht nicht verfangen. also: wenn es keine fruchtbare diskussion in Gang bringen soll - wozu sollte es denn dann noch gut sein? Bleibt doch nur, den anderen in seinen Gefühlen persönlich zu verletzen. Das issn Scheißgrund...

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Ich würde die Inquistion nicht erwähnen, Peter, das könnte religiöse Gefühle verletzen. Die Inquisition war nämlich nicht nett.

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"Mörder"-Gott ist schon insofern falsch, als "Mord" eine qualifizierte, besonders verwerfliche Art ist, mit der ein Mensch einen anderen Menschen ums Leben bringt. Etwas, das einen Menschen unbringt, aber selbst kein Mensch ist, kann kein Mörder sein.

Das war bereits im gesperrten Mördergott-Thread mein erstes Argument für Euch. Ganz ohne das 9. Rein aus Liebe zur inhaltlichen Ästhetik.

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Bleibt doch nur, den anderen in seinen Gefühlen persönlich zu verletzen. Das issn Scheißgrund...

Mit dem Begriff "Mördergott" würde ich nicht verletzen wollen, sondern lediglich eine Polarisationsgrundlage in den Raum stellen. Ich könnte mich auch länger Ausdrücken und sagen: Der Gott, der willkürlich millionen von Menschen tötete, wobei es ihm egal war, ob er Männer, Frauen, Kinder oder Schwangere umbrachte. Das war mir zu lang, deshalb kann ich die Bezeichnung "Mördergott" verstehen. Ich weiss zwar nicht wer´s zuerst geschrieben hat, aber wie könnte man die Tatsache dieser Millionentötung von ihm in einen Namen verpacken???

 

Da hat sich einer lediglich Zeit sparen wollen, oder? :blink:

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Dann ist das ganze Faulheit - macht es auch nicht viel besser. Und da derjenige sich wohl mit einer Vorstellungskraft im Gegenwert von 5 Pfennigen (Ost) vorstellen kann, daß so eine Formulierung verletzen wird, sind wir - in Juristensprache - auch schon wieder beim "bedingten Vorsatz" der Verletzung: er nimmt es "biligend in Kauf".

 

Und das mit der "Polarisationsgrundlage" ist ja auch nur ein hübsches neues Wort für Provokation. Da allerdings stellt sich wieder die Frage: wozu? Wird irgendeiner darauf fruchtbar anspringen? Wohl kaum. Wer ernshthaft debattieren will, ist von solchen tölpelhaften Versuchen nur gelangweilt, jeder andere geht durch die Decke. Und? Wenig gewonnen, außer sehr, sehr heißer Luft.

Edited by sstemmildt
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Warum sollte man etwas, das man für schlecht hält, nicht absichtlich verletzen dürfen, nur weil es ein anderer für gut hält?

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Wenn man "das" nicht verletzen kann, weil es dem entweder wurscht ist, es "darüber steht" oder gar nicht existiert, bleibt nur noch einer übrig, der dabei verletzt wird. Und das ist Dein Gesprächspartner.

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Warum sollte man etwas, das man für schlecht hält, nicht absichtlich verletzen dürfen, nur weil es ein anderer für gut hält?

Das ist der Respekt vor dem Gesprächspartner

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Dann verlange ich, daß aus Respekt vor mir, künftig Abtreibung nicht mehr als Mord verunglimpft wird. Und Ehebruch nicht mehr als Sünde. Und was weiß ich noch alles.....

 

 

Wir können auch anders. :blink:

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Dann verlange ich, daß aus Respekt vor mir, künftig Abtreibung nicht mehr als Mord verunglimpft wird. Und Ehebruch nicht mehr als Sünde. Und was weiß ich noch alles.....

 

 

Wir können auch anders. :blink:

Liebe Lissie

 

Es ist tatsächlich so,dass ich deine Meinung respektiere in dieser Hinsicht.Wie gesagt,ich respektiere sie. Aber ich übernehme sie nicht für mich.

Ich habe eine andere Meinung dazu.

Und trotz der verschiedenen Meinung macht es mich nicht zu deinem Feind.

Ich bin ein katholischer Christ,und versuche so gut wie es mir möglich ist danach zu leben.

 

Mit allen Zweifeln, mit allen Ungereimtheiten:Ich bin gerne Christ.

Aber zugleich toleriere ich auch Leute,die der Meinung sind,das sei alles Humbuk.

Für mich ist das kein Thema mehr!

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