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Hat der Papst oder Bischof Kamphaus Recht?


KlausGA
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Nun mußte das Bistum Limburg, nach langem Ringen, aus der staatlichen Konfliktberatung aussteigen. D.h.: Beraten und helfen ja  aber kein Nachweis über erfolgte Beratung ( ist ja Bekanntlich für einen straffreien Schwangerschaftsabbruch erforderlich)

 

Bischof Kamphaus sagt: Wir erreichen so die Frauen nicht mehr und können deshalb keine o. nur wenige Kinder vor der Abtreibung retten. Man geht allgemein von einer Beratungserfolgsqoute von 25 % aus.

 

Ich frage mich, ob nicht doch der Weg des Papstes der klarere und bessere Weg ist?

 

Bei der Sache mit Limburg werden immer wieder die 75 % der Kinder vergessen, die mit einem kath. Beratungsschein getötet wurden.

Wie denkt man in einem kath., Forum darüber?

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Hallo Klaus,

 

frag doch nicht, wie viele Ungeborene getötet werden. Mach Dir doch bitte auch mal Gedanken, wie viele Frauen die kath. Kirche noch erreichen will, sich ernsthaft damit auseinander setzen wollen, ob ein Austragen nicht doch noch für sie selbst verantwortet werden kann. Das Problem ist doch, dass sich viele hier aus der gesellschaftlichen Diskussion verabschieden wollen.

 

Lieber Gruß Vico

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lieber klaus

 

<<75 % der Kinder vergessen, die mit einem kath. Beratungsschein getötet wurden.>>

 

jetzt werden 100% mit einem anderen beratungsschein getötet.

es werden die 75% und weitere 25% vergessen.

 

sie werden nicht mit, sie werden nicht durch einen kath. beratungsschein getötet.

 

sie werden durch die entscheidung der schwangeren frau getötet.

der beratungsschein ermöglicht nur die straffreiheit der beteiligten.

er ist die letzte chance einen einfluss auszuüben.

 

gruss helmut

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Josef Steininger

>> Das Problem ist doch, dass sich viele hier aus der gesellschaftlichen Diskussion verabschieden wollen.<< (vico)

 

Das ist in der Tat der Punkt. Von der Diskussion einer Gesellschaft, die Gott nicht als Quelle von Recht und Moral anerkennt, muß man sich verabschieden. Das wäre es, was die Kirche heute leisten müßte, den bewußten Bruch mit dem demokratischen Wertekanon der Gesellschaft. Genauso, wie die antiken Christen außerhalb des damaligen gesellschaftlichen Grundkonsenses standen.

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Könnte man den von Kamphaus beschrittenen Weg vielleicht damit vergleichen, als wolle jemand in der Schule den Kids etwas von der Gefährlichkeit des Rauchens erzählen und richtete dazu einen Beratungsraum ein, in welchem an jeden Schüler, der kommt, eine Packung Zigaretten ausgeteilt wird?

Natürlich mit einem ernsthaften Hinweis auf den Aufdruck:

"Rauchen verursacht Krebs", "Rauchen gefährdet die Gesundheit" usw.

Im Raum nebenan - so nehmen wir mal weiter an - gibt's keine Schachtel Zigaretten, sondern nur die entsprechenden Infos.

 

Die Argumentation Kamphaus' läuft nun darauf hinaus, dass in jenem Beratungsraum, wo die Zigaretten ausgeteilt werden, wesentlich mehr Schüler erreicht werden könnten als in dem, wo es nur den Hinweis auf die Gefährlichkeit des Rauchens zu hören gibt, so dass man durch das Austeilen der Zigaretten natürlich auch jenen Schülern etwas über die Gefährlichkeit des Rauchens erzählen kann, die nur wegen der Zigaretten kommen und deshalb nicht in den Beratungsraum nebenan gehen würden.

 

Kamphaus sagt also gewissermaßen:

Ich helfe vielen Kids, die Gefahren des Rauchens zu erkennen und damit aufzuhören bzw. gar nicht erst anzufangen, indem ich ihnen eine Schachtel Zigaretten in die Hand drücke.

 

Der Papst meint jedoch, dies sei - obwohl damit natürlich sehr viel mehr Schüler angesprochen werden als ohne diese Austeilaktion - nicht der geeignete Weg, die Kids vom Rauchen abzuhalten und stoppt die Verteilung der Zigaretten.

 

Wer von beiden hat nun Recht?

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Zitat von Vico am 12:29 - 12.März.2002

Hallo Klaus,

 

frag doch nicht, wie viele Ungeborene getötet werden. Mach Dir doch bitte auch mal Gedanken, wie viele Frauen die kath. Kirche noch erreichen will, sich ernsthaft damit auseinander setzen wollen, ob ein Austragen nicht doch noch für sie selbst verantwortet werden kann. Das Problem ist doch, dass sich viele hier aus der gesellschaftlichen Diskussion verabschieden wollen.

 

Lieber Gruß Vico


Missionierung über Scheinausstellung? Ist es das, was Du forderst?

 

Wenn die einzige Möglichkeit der Kirche, Frauen anzusprechen, darin besteht, daß sie Tötungslizenzen ausstellt, dann sollte sie ihren Laden lieber gleich dicht machen. Oder habe ich Dich da falsch verstanden?

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Zitat von Lichtlein am 10:02 - 12.März.2002

daß sie Tötungslizenzen ausstellt, dann sollte sie ihren Laden lieber gleich dicht machen. Oder habe ich Dich da falsch verstanden?

 

Haben sie schon, liebe Lucia.

 

Und siehe da, die Konfliktberatung (nicht Tötungslizenz) geht auch ohne Kirche.

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Zitat von pedrino am 11:16 - 12.März.2002


Zitat von Lichtlein am 10:02 - 12.März.2002

daß sie Tötungslizenzen ausstellt, dann sollte sie ihren Laden lieber gleich dicht machen. Oder habe ich Dich da falsch verstanden?

 

Haben sie schon, liebe Lucia.

 

Und siehe da, die Konfliktberatung (nicht Tötungslizenz) geht auch ohne Kirche.

 


Ach pedrino,

willst du mich nicht verstehen oder kannst du nicht?

 

Nein, die Kirche hat noch nicht dicht gemacht. Und die katholische Konfliktberatung ist immer noch sehr aktiv - auch ohne Tötungslizenzen ("Beratungsbescheinigung" - ein Euphemismus wie "Euthanasie" ). Darf ich dich daran erinnern, daß in allen anderen 26 Bistümern Deutschlands bereits seit über einem Jahr keine "Beratungsscheine" mehr ausgestellt werden - und die Beratung und Hilfe weiter - und im verstärkten Maß - durchgeführt wird?

 

Deinen Beitrag kann ich nur in der Sparte "nonsense" ablegen.

 

Gruß,

Lucia

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Guest jakob


Zitat von pedrino am 11:16 - 12.März.2002

 

 

Und siehe da, die Konfliktberatung (nicht Tötungslizenz) geht auch ohne Kirche.

 

 


 

Nein, sie geht nicht ohne Kirche, denn der vom Papst verordnete Verzicht auf staatliche Gelder für sog. Konfliktberatung bedeutet nicht den Verzicht auf Beratung; natürlich wird die Finanzierung schwieriger, aber zuerst kommt ja die Moral und dann das Geld.

 

Außerhalb der kath. Kirche findet aber keine ergebnisorientierte Beratung mehr statt !

 

Gruß

jakob.

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Zitat von jakob am 11:40 - 12.März.2002

aber zuerst kommt ja die Moral und dann das Geld.


 

Na Jakob,

 

die Geschichte der kath. Kirche beschreibt aber genau das Gegenteil.

 

Aber die Wahrheitsfindung war und ist sowieso keine Stärke der kath. Kirche und deren Anhänger.

 

Wie denn auch, wenn "Wahrheiten" verkündent werden, statt sie zu beweisen.

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Guest jakob

Oh nein, pedrino, tut sie nicht.

 

Wer natürlich nur Deschner liest, der kann zu solchen Ansichten kommen....

 

Und was die Wahrheit angeht: Willst Du damit sagen, daß eine Wahrheit, die nicht bewiesen werden kann, nicht existiert ?

 

Eine Aussage: "Es gibt zwei Menschen, die einander lieben", kannst Du nicht beweisen. Nach Deiner Auffassung deshalb unwahr ?

 

Gruß

jakob.

 

 

(Geändert von jakob um 12:18 - 12.März.2002)

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<<Beratung und Hilfe weiter - und im verstärkten Maß - durchgeführt wird>>

 

kannst du dieses, liebe lucia, mit zahlen untermauern?

ist diese verstärkung an die nichtausgabe des beratungsscheins zwangsläufig gebunden?

wie geschieht dieses?

ich kann es mir nicht vorstellen.

 

gruss helmut

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Zitat von jakob am 11:40 - 12.März.2002

Außerhalb der kath. Kirche findet aber keine ergebnisorientierte Beratung mehr statt !

 


 

Irrtum Jakob,

 

die Beratung soll nicht einseitig erfolgen. Da die Kirche voreingenommen ist, ist gerade die Kirche der schlechteste Berater.

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lieber falk

 

dein beispiel habe ich leicht verändert um es der realität noch etwas besser anzupassen:

 

Könnte man den von Kamphaus beschrittenen Weg vielleicht damit vergleichen, als wolle jemand in der Schule den starken Rauchern unter den Kids die schon unter durchblutungsstörungen leiden etwas von der Gefährlichkeit des Rauchens erzählen und richtete dazu einen Beratungsraum ein, in welchem diesen Schülern eine Gesundheitsberatung und entsprechende Entzugsunterstützung angeboten wird.

 

In diesem Raum sind Zigaretten erhältlich.

Sie wissen aber, das die beratung von konsequenten nichtrauchern durchgeführt wird.

 

In 10 minuten entfernung gibt es ebenfalls einen Raum  - so nehmen wir mal weiter an - dort gibt's keine Schachtel Zigaretten, sondern nur die entsprechenden Infos und entzugsmittel.

 

die schulpause dauert leider nur 15 minuten und die zigaretten sind alle.

 

aber nach der schule kann ich die zigaretten umsonst an jeder strassenecke bekommen.

 

Die Argumentation Kamphaus' läuft nun darauf hinaus, dass in jenem Beratungsraum, wo die Zigaretten ausgeteilt werden, wesentlich mehr Schüler erreicht werden könnten als in dem, wo es nur den Hinweis auf die Gefährlichkeit des Rauchens zu hören gibt, so dass man durch das Austeilen der Zigaretten natürlich auch jenen Schülern etwas über die Gefährlichkeit des Rauchens erzählen kann, die nur wegen der Zigaretten kommen und deshalb nicht in den Beratungsraum nebenan gehen würden.

 

Kamphaus sagt also gewissermaßen:

Ich helfe vielen Kids, die Gefahren des Rauchens zu erkennen und damit aufzuhören bzw. gar nicht erst anzufangen, indem ich ihnen eine Schachtel Zigaretten auf verlangen aushändige.

 

Der Papst meint jedoch, dies sei - obwohl damit natürlich sehr viel mehr Schüler angesprochen werden als ohne diese aushändigung- nicht der geeignete Weg, die Kids vom Rauchen abzuhalten und stoppt die ausgabe der Zigaretten.

 

Wer von beiden hat nun Recht?

 

gruss helmut

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Lieber helmut,

http://www.bistum-wuerzburg.de/InfoEcke/Miteinander.html

hier ein Link aus meinem Bistum - Bischof Scheele hat nach dem Ausstieg aus der Scheinausstellung eine Stiftung mit 1 Mio. Startkapital gegründet (wie ich den Bischof verstanden habe, bestand ein kausaler Zusammenhang); aus dem Bistum Dresden-Meißen weiß ich ebenfalls, daß es etwas Ähnliches gibt. Und Kamphaus hat Anfang des Jahres ebenfalls eine solche Stiftung ins Leben gerufen: http://www.kath.de/bistum/limburg/texte/ka...ach/meldung.htm . Es gibt in den übrigen Bistümern sicher noch weitere Stiftungen, Hilfsangebote (in Fulda noch aus Dybas Zeit, wenn ich mich recht erinnere).

 

Leider ist es so, daß die Sensibilität für die menschliche und/oder materielle Bedürftigkeit der ungewollt/ungeplant schwangeren Frauen erst im Zuge der "Beratungsschein"-Diskussion in den bischöflichen Amtsstuben erwacht ist. Die Hilfe durch Caritas und/oder SKF z. B. gibt es allerdings schon wesentlich länger - wenn auch nicht so stark vom öffentlichen Interesse beleuchtet. Mehr Infos findest Du sicher auf deren Web-Seiten - ich habe jetzt nicht die Zeit, noch mehr herauszusuchen.

 

Liebe Grüße,

Lucia

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Zitat von pedrino am 12:48 - 12.März.2002

 

Irrtum Jakob,

 

die Beratung soll nicht einseitig erfolgen. Da die Kirche voreingenommen ist, ist gerade die Kirche der schlechteste Berater.


 

Irrtum Pedrino,

 

die Beratung soll per Gesetz zwar ergebnisoffen sein, aber auf das das Leben zielen.

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Guest jakob


Zitat von pedrino am 12:48 - 12.März.2002


Zitat von jakob am 11:40 - 12.März.2002

Außerhalb der kath. Kirche findet aber keine ergebnisorientierte Beratung mehr statt !

 


 

Irrtum Jakob,

 

die Beratung soll nicht einseitig erfolgen. Da die Kirche voreingenommen ist, ist gerade die Kirche der schlechteste Berater.

 

 


 

 

Der Staat wünscht eine ergebnisoffene Beratung, die Kirche eine ergebnisorientierte, von nichts anderem sprach ich, und letztere, bessere Beratung leistet nur die kath. Kirche.

 

Gruß

jakob.

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liebe lucia

 

diese hilfe, diese stiftungen sind doch nicht zwingend an die nichtscheinausgabe gebunden.

sie wurden im zusammenhang damit ins leben gerufen.

sie hätten aber auch mit schein ins leben gerufen werden können s. limburg.

 

gruss helmut

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@Helmut

Deine Version hinkt imho gewaltig, da ich keinen Menschen kenne, der irgendwie schwangerschaftsabbruchabhängig wäre. Es ist ja nicht so, dass man Frauen aus einer notorischen Serie von Schwangerschaftsabbrüchen helfen müsste. Das wäre bei süchtigen Rauchern aber viel eher der Fall.

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Zitat von helmut am 13:57 - 12.März.2002

liebe lucia

 

diese hilfe, diese stiftungen sind doch nicht zwingend an die nichtscheinausgabe gebunden.

sie wurden im zusammenhang damit ins leben gerufen.

sie hätten aber auch mit schein ins leben gerufen werden können s. limburg.

 

gruss helmut


hätten - aber wurden nicht. Gerade im Fall des Bistums Würzburg gab es nicht nur eine zeitliche Koinzidenz, sondern eine echte Kausalität - weil das Bistum aus der Scheinausstellung ausgestiegen ist, wurde die Stiftung ins Leben gerufen.

 

Gruß,

Lucia

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@Helmut

Zu Deinem Beispiel: Recht hat der, der dafür sorgt, dass der Raum in dem die zigarettenfreien Beratungen stattfinden in den anderen, näheren Raum umzieht. (nach einem gründlichen Lüften) und der ausserdem dafür sorgt, dass die Schüler im Bio-Unterricht etwas über Folgen des Rauchens lernen, und nicht zuletzt, der Nichtraucher dazu animiert, die Raucher einzuladen den Beratungsraum aufzusuchen.

Der Schüler, der nach einer Anti-Rauch-Beratung eine Schachtel Zigaretten in die Hand kriegt, kann ja nur noch denken: Wenn diese Anti-Raucher mir zu rauchen geben, dann kann es ja so schlimm nicht sein.

 

@Benedikt

So eine Art Abtreibungssucht soll es tatsächlich geben.

Ich kann das nicht belegen, habe aber mal gelesen, dass es vorkommt, dass Frauen nach der ersten Abtreibung, wenn sie wieder schwanger werden aus einer Angst und einem unbewussten Schuldgefühl heraus keine Schwangerschaft mehr zu Ende austragen wollen und daher wieder abtreiben.

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nein liebe missis

 

<<Der Schüler, der nach einer Anti-Rauch-Beratung eine Schachtel Zigaretten in die Hand kriegt, kann ja nur noch denken: Wenn diese Anti-Raucher mir zu rauchen geben, dann kann es ja so schlimm nicht sein. >>

 

wer von mir in dieser situation eine schachtel zigaretten bekommt, kann aus meiner beteiligung derartige schlüsse nicht ziehen.

dafür steht meine lebenslange aktive nichtraucherei

gerade. als bekannter nichtraucher bin ich geachtet.

 

gruss helmut

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