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Evangelium vom Sonntag


Monika

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12. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

 

1. Lesung Jer 20, 10-13

 

Er rettet das Leben der Armen aus der Hand der Übeltäter

 

Lesung aus dem Buch Jeremia

 

Jeremia sprach:

 

10Ich hörte das Flüstern der Vielen: Grauen ringsum! Zeigt ihn an! Wir wollen ihn anzeigen. Meine nächsten Bekannten warten alle darauf, dass ich stürze: Vielleicht lässt er sich betören, dass wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen.

 

11Doch der Herr steht mir bei wie ein gewaltiger Held. Darum straucheln meine Verfolger und kommen nicht auf. Sie werden schmählich zuschanden, da sie nichts erreichen, in ewiger, unvergesslicher Schmach.

 

12Aber der Herr der Heere prüft den Gerechten, er sieht Herz und Nieren. Ich werde deine Rache an ihnen erleben; denn dir habe ich meine Sache anvertraut.

 

13Singt dem Herrn, rühmt den Herrn; denn er rettet das Leben der Armen aus der Hand der Übeltäter.

 

 

 

 

 

2. Lesung Röm 5, 12-15

 

Anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

 

Brüder!

 

12Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten.

 

13Sünde war schon vor dem Gesetz in der Welt, aber Sünde wird nicht angerechnet, wo es kein Gesetz gibt;

 

14dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die, welche nicht wie Adam durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten; Adam aber ist die Gestalt, die auf den Kommenden hinweist.

 

15Doch anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade; sind durch die Übertretung des einen die vielen dem Tod anheim gefallen, so ist erst recht die Gnade Gottes und die Gabe, die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus bewirkt worden ist, den vielen reichlich zuteil geworden.

 

 

 

 

Evangelium Mt 10, 26-33

 

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:

 

26Fürchtet euch nicht vor den Menschen! Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird, und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.

 

27Was ich euch im Dunkeln sage, davon redet am hellen Tag, und was man euch ins Ohr flüstert, das verkündet von den Dächern.

 

28Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann.

 

29Verkauft man nicht zwei Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde ohne den Willen eures Vaters.

 

30Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.

 

31Fürchtet euch also nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.

 

32Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen.

 

33Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

 

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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13. Sonntag im Jahreskreis A

 

 

 

Der Jünger Jesu ist kein Fanatiker. Er ist glücklich, weil er Jesus gefunden hat; weil Jesus ihn gefunden hat. Und er kann von dem nicht schweigen, wovon sein Herz voll ist, auch dann nicht, wenn er dadurch für andere Menschen, sogar für seine Freunde, ein Fremder wird. Er beansprucht nichts; aber wer zu ihm gut ist, dem wird Gott es danken.

 

 

 

Zur 1. Lesung

Der Prophet Elischa (um 850 v. Chr.) war ein großer Wundertäter, vom Volk geehrt und gefürchtet wie vor ihm Elija. Die Frau aus Schunem beherbergte ihn gern, weil sie in ihm einen heiligen Gottesmann erkannte. Elischa war für diese Gastlichkeit dankbar (Propheten sind auch Menschen), und Gott segnete die Frau und ihrem Mann, indem er ihren heißesten Wunsch erfüllte.

 

 

1. Lesung 2 Kön 4, 8-11.14-16a

Dieser Mann, der ständig bei uns vorbeikommt, ist ein heiliger Gottesmann

 

Lesung aus dem zweiten Buch der Könige

 

8Eines Tages ging Elischa nach Schunem. Dort lebte eine vornehme Frau, die ihn dringend bat, bei ihr zu essen. Seither kehrte er zum Essen bei ihr ein, sooft er vorbeikam.

9Sie aber sagte zu ihrem Mann: Ich weiß, dass dieser Mann, der ständig bei uns vorbeikommt, ein heiliger Gottesmann ist.

10Wir wollen ein kleines, gemauertes Obergemach herrichten und dort ein Bett, einen Tisch, einen Stuhl und einen Leuchter für ihn bereitstellen. Wenn er dann zu uns kommt, kann er sich dorthin zurückziehen.

11Als Elischa eines Tages wieder hinkam, ging er in das Obergemach, um dort zu schlafen.

10Er fragte seinen Diener Géhasi, was man für die Frau tun könne. Dieser sagte: Nun, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt.

11Da befahl er: Ruf sie herein! Er rief sie, und sie blieb in der Tür stehen.

16aDarauf versicherte ihr Elischa: Im nächsten Jahr um diese Zeit wirst du einen Sohn liebkosen.

 

 

 

Zur 2. Lesung

Zwischen Tod und Herrlichkeit ist unser gegenwärtiges Leben gespannt. Wir sind getauft worden: mit Christus sind wir durch den Tod hindurchgegangen, um als freie, erlöste Menschen zu leben. Weil wir Gemeinschaft mit Christus haben, können wir „für Gott“ leben: aus der Kraft seiner liebenden Gegenwart, als wahre und heile Menschen.

 

 

2. Lesung Röm 6, 3-4.8-11

Wir wurden mit Christus begraben durch die Taufe;

wir sollen als neue Menschen leben

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

 

Brüder!

3Wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, sind auf seinen Tod getauft worden.

4Wir wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod; und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben.

8Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.

9Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.

10Denn durch sein Sterben ist r ein für allemal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.

11So sollt auch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.

 

 

 

Zum Evangelium

Nachfolge Jesu bedeutet bewusstes und intensives Leben, und eben darum auch: ständiges Abschiednehmen, ein Leben wie durch den Tod hindurch. - „Propheten“ und „Gerechte“ werden im Matthäusevangelium die Gottesmänner des Alten Bundes genannt. Ihnen werden die Jünger Jesu gleichgestellt; ihre Stellung ist Fortsetzung der Sendung Jesu; wer sie aufnimmt, dem wird Gott es danken.

 

 

Evangelium Mt 10, 37-42

 

Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt, ist meiner nicht würdig. -

 

Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:

37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig.

38Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mit nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

39Wer das Leben gewinnen will, wird es verlieren; wer aber das Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.

40Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

41Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten. Wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird den Lohn eines Gerechten erhalten.

42Und wer einem von diesen Kleinen auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist - amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir. dass wir auch mit ihm leben werden.

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14. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Wer im Namen Gottes zu den Menschen kommt, braucht nicht großartig aufzutreten, er kann auf Gewalt verzichten. Jesus hat die selig gepriesen, die keine Gewalt anwenden; er selbst hat gezeigt, wie das aussieht und was dabei herauskommt. Wirkliche Demut ist nicht Schwachheit, sondern Freiheit. Jesus ist frei, um für andere da zu sein, auch für sie zu sterben.

 

 

 

 

 

1. Lesung Sach 9, 9-10

 

Siehe, dein König kommt zu dir; er ist demütig

 

Lesung aus dem Buch Sacharja

 

So spricht der Herr:

 

9Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.

 

10Ich vernichte die Streitwagen aus Efraim und die Rosse aus Jerusalem, vernichtet wird der Kriegsbogen. Er verkündet für die Völker den Frieden; seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Eufrat bis an die Enden der Erde.

 

 

 

 

 

2. Lesung Röm 8, 9.11-13

 

Wenn ihr durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

 

Brüder!

 

9Ihr seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, da ja der Geist Gottes in euch wohnt. Wer den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm.

 

11Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt.

 

12Wir sind also nicht dem Fleisch verpflichtet, Brüder, so dass wir nach dem Fleisch leben müssten.

 

13Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.

 

 

 

 

 

 

Zum Evangelium Jesus hat bei den maßgebenden Leuten seiner Zeit wenig Glauben gefunden, weder in Galiläa noch in Jerusalem. Er war den Reichen zu arm, den Gebildeten zu einfach, den Frommen zu frei. Aber die Wahrheit Gottes, seine Heiligkeit und seine Liebe leuchteten in allem, was er sagte und tat. Die Armen verstehen das besser, auch heute.

 

 

 

 

 

Evangelium Mt 11, 25-30

 

Ich bin gütig und von Herzen demütig

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

25In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.

 

26Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

 

27Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

 

28Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.

 

29Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

 

30Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.

 

 

 

Quelle: Erzabtei Beuron)

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15. Sonntag im Jahreskreis A

 

 

Bei allen Worten, die wir hören, müssen wir fragen, was sie eigentlich meinen; die Worte sind ja nicht die Dinge, sie sind Zeichen und Gleichnisse. Wenn das schon auf der Ebene menschlicher Verständigung so ist, kann es nicht überraschen, dass die Wahrheit Gottes uns in Gleichnissen gesagt wird. Was Jesus mit seinen Gleichnissen meint, begreifen wir ahnend in dem Maß, als wir damit einverstanden sind.

 

 

Zur 1. Lesung

as Wort Gottes, das Neues schafft und Bestehendes segnet, ist gültig; denn Gott hat die Macht, und er ist treu. Die Natur gehorcht seinem Wort ohne Widerspruch; wir Menschen haben, wie einst das Volk Israel in Zeiten der Prüfung, oft Mühe, dem Wort des Trostes und der Verheißung zu trauen. Da muss unser Glaube sich als Hoffnung bewähren.

 

 

1. Lesung Jes 55, 10-11

 

Wie der Regen die Erde zum Keimen und Sprossen bringt, so bewirkt mein Wort, was ich will

 

Lesung aus dem Buch Jesaja

 

So spricht der Herr:

10Wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen,

11so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.

 

 

Zur 2. Lesung

Der Christ hat als erste Gabe der Erlösung den Geist Gottes empfangen, den Geist Jesu Christi. Wenn er diesem Geist Raum gibt, wächst in ihm das feine Gespür für alles, was noch unerlöst ist, in seinem eigenen Leben und in der Welt, von der er ein Teil ist. Er spürt dann auch die Verantwortung gegenüber der Schöpfung, der so genannten Umwelt. Vergänglichkeit ist das Gesetz der Schöpfung, die Verwüstung aber ist Schuld des Menschen: des Menschen, der als Walter und Priester der Schöpfung eingesetzt ist.

 

 

2. Lesung Röm 8, 18-23

Die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

 

Brüder!

18Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll.

19Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes.

20Die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat; aber zugleich gab er ihr Hoffnung:

21Auch die Schöpfung soll von der Sklaverei und Verlorenheit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.

22Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.

23Aber auch wir, obwohl wir als Erstlingsgabe den Geist haben, seufzen in unserem Herzen und warten darauf, dass wir mit der Erlösung unseres Leibes als Söhne offenbar werden.

 

 

Zum Evangelium

Das 13. Kapitel bei Matthäus enthält sieben Gleichnisse vom Himmelreich, d. h. von der Königsherrschaft Gottes. Am Anfang steht das Gleichnis vom Sämann und seine Deutung (13,1-23). Warum überhaupt die Redeform der Gleichnisse? Die Antwort Jesu steht im mittleren Teil dieses Evangeliums (13,10-17). Die Menschen können nicht wirklich hören, sie können nicht glauben, weil sie nicht gehorchen wollen; zu ihnen spricht Jesus in verborgener Rede. Denen aber, die hören und verstehen, offenbaren die Gleichnisse den Sinn des Kommens Jesu, sie zeigen ihnen die Gegenwart im Licht der Wahrheit Gottes und öffnen ihnen die Zukunft.

 

 

Evangelium Mt 13, 1-23

Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

1An jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich an das Ufer des Sees.

2Da versammelte sich eine große Menschenmenge um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer.

3Und er sprach lange zu ihnen in Form von Gleichnissen. Er sagte: Ein Sämann ging aufs Feld, um zu säen.

4Als er säte, fiel ein Teil der Körner auf den Weg, und die Vögel kamen und fraßen sie.

5Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo es nur wenig Erde gab, und ging sofort auf, weil das Erdreich nicht tief war;

6als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.

7Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen, und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat.

8Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht, teils hundertfach, teils sechzigfach, teils dreißigfach.

9Wer Ohren hat, der höre!

10Da kamen die Jünger zu ihm und sagten: Warum redest du ihnen in Gleichnissen?

11Er antwortete: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreiches zu erkennen; ihnen aber ist es nicht gegeben.

12Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch genommen, was er hat.

13Deshalb rede ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehen und doch nicht sehen, weil sie hören und doch nicht hören und nichts verstehen.

14An ihnen erfüllt sich die Weissagung Jesajas: Hören sollt ihr, hören, aber nicht verstehen; sehen sollt ihr, sehen aber nicht erkennen.

15Denn das Herz dieses Volkes ist hart geworden, und mit ihren Ohren hören sie nur schwer, und ihre Augen halten sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht sehen und mit ihren Ohren nicht hören, damit sie mit ihrem Herzen nicht zur Einsicht kommen, damit sie sich nicht bekehren und ich sie nicht heile.

16Ihr aber seid selig, denn eure Augen sehen und eure Ohren hören.

17Amen, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben sich danach gesehnt zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.

18Hört also, was das Gleichnis vom Sämann bedeutet.

19Immer wenn ein Mensch das Wort vom Reich hört und es nicht versteht, kommt der Böse und nimmt alles weg, was diesem Menschen ins Herz gesät wurde; hier ist der Samen auf den Weg gefallen.

20Auf felsigen Boden ist der Samen gefallen, der das Wort hört und sofort freudig aufnimmt,

21aber keine Wurzeln hat, sondern unbeständig ist; sobald er um des Wortes willen bedrängt oder verfolgt wird, kommt er zu Fall.

22In die Dornen ist der Samen bei dem gefallen, der das Wort zwar hört, aber dann ersticken es die Sorgen dieser Welt und der trügerische Reichtum, und es bringt keine Frucht.

23Auf guten Boden ist der Samen bei dem gesät, der das Wort hört und es auch versteht; er bringt dann Frucht, hundertfach oder sechzigfach oder dreißigfach.

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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so ist es auch mit dem Wort,

das meinen Mund verlässt:

Es kehrt nicht leer zu mir zurück,

sondern bewirkt,

was ich will,

und erreicht all das,

wozu ich es ausgesandt habe.

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17. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Weisheit, wie die Bibel sie versteht, ist nicht das Gleiche wie Philosophie oder Lebenskunst. Es handelt sich darum, die Wege Gottes und der Menschen zu begreifen und sich selbst zu verstehen. das ist nicht nur eine Frage des Alters, der Begabung, des guten Willens. Die Weisheit ist ein Geschenk Gottes, ein notwendiges Geschenk, wenn unser Leben gelingen soll. Sie wird dem gegeben, der sie mit wachem Herzen sucht und ehrfürchtig um sie bittet.

 

 

1. Lesung 1 Kön 3, 5.7-12

 

Du hast um Weisheit gebeten

 

Lesung aus dem ersten Buch der Könige

 

In jenen Tagen

 

5erschien der Herr dem Salomo nachts im Traum und forderte ihn auf: Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll.

 

7Und Salomo sprach: Herr, mein Gott, du hast deinen Knecht anstelle meines Vaters David zum König gemacht. Doch ich bin noch sehr jung und weiß nicht, wie ich mich als König verhalten soll.

 

8Dein Knecht steht aber mitten in deinem Volk, das du erwählt hast: einem großen Volk, das man wegen seiner Menge nicht zählen und nicht schätzen kann.

 

9Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht. Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren?

 

10Es gefiel dem Herrn, dass Salomo diese Bitte aussprach.

 

11Daher antwortete ihm Gott: Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast und nicht um langes Leben, Reichtum oder um Tod deiner Feinde, sondern um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören, werde ich deine Bitte erfüllen.

 

12Sieh, ich gebe dir ein so weises und verständiges Herz, dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird, der dir gleicht.

 

 

 

 

2. Lesung Röm 8, 28-30

 

Gott hat uns im Voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

 

Brüder!

 

28Wir wissen, dass Gott bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt, bei denen, die nach seinem ewigen Plan berufen sind;

 

29denn alle, die er im Voraus erkannt hat, hat er auch im Voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei.

 

30Die aber, die er vorausbestimmt hat, hat er auch berufen, und die er berufen hat, hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.

 

 

 

 

 

Evangelium Mt 13, 44-52

 

Er verkaufte alles, was er besaß, und kaufte jenen Acker

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:

 

44Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker.

 

45Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.

 

46Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie.

 

47Weiter ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das man ins Meer warf, um Fische aller Art zu fangen.

 

48Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, lasen die guten Fische aus und legten sie in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg.

 

49So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen

 

50und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.

 

51Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten: Ja.

 

52Da sagte er zu ihnen: Jeder Schriftgelehrte also, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Vorrat Neues und Altes hervorholt.

 

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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18. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Hungrige Menschen gab es auch zur Zeit Jesu und in seiner Nähe. Jesus hat seine Jünger nicht gelehrt, Brot zu vermehren, wohl aber, für das vorhandene zu danken und es denen weiterzugeben, die Hunger haben. Das Problem des Hungers ist nicht nur ein Problem der Produktion. Es ist zuerst eine Frage des Austeilens: nicht nur Fremdes verteilen, sondern Eigenes hergeben. Also eine Frage an das Herz.

 

 

 

 

1. Lesung Jes 55, 1-3

 

Kommt und esst!

 

Lesung aus dem Buch Jesaja

 

So spricht der Herr:

 

Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser! Auch wer kein Geld hat, soll kommen. Kauft Getreide, und esst, kommt und kauft ohne Geld, kauft Wein und Milch ohne Bezahlung!

 

Warum bezahlt ihr mit Geld, was euch nicht nährt, und mit dem Lohn eurer Mühen, was euch nicht satt macht? Hört auf mich, dann bekommt ihr das Beste zu essen und könnt euch laben an fetten Speisen.

 

Neigt euer Ohr mir zu, und kommt zu mir, hört, dann werdet ihr leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen gemäß der beständigen Huld, die ich David erwies.

 

 

 

2. Lesung Röm 8, 35.37-39

 

Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

 

Brüder!

 

Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Not oder Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert?

 

All das überwinden wir durch den, der uns geliebt hat.

 

Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe

 

noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

 

 

 

Evangelium Mt 14, 13-21

 

Alle aßen und wurden satt

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

In jener Zeit,

 

als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war, fuhr er mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber die Leute in den Städten hörten davon und gingen ihm zu Fuß nach.

 

Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren.

 

Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen, und es ist spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können.

 

Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen!

 

Sie sagten sie ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns.

 

Darauf antwortete er: Bringt sie her!

 

Dann ordnete er an, die Leute sollen sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten,

 

und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll.

 

Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder.

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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19. Sonntag im Jahreskreis A

 

 

Im Sturm und in der Stille kann der Mensch die Stimme Gottes hören. Aber erst in der Stille wird das Wort verstanden. Aus der Stille wächst auch die Verantwortung und die Antwort. Das Wort, das von Gott zu uns kommt, ist nie harmlos. Es schafft Bewegung, Gefahr, Rettung.

 

 

 

1. Lesung 1 Kön 19, 9a.11-13a

 

Komm heraus, und stell dich auf den Berg vor den Herrn!

 

Lesung aus dem ersten Buch der Könige

 

In jenen Tagen kam Elija zum Gottesberg Horeb.

 

9aDort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten. Doch das Wort des Herrn erging an ihn:

 

11Komm heraus, und stell dich auf den Berg vor den Herrn! Da zog der Herr vorüber: Ein starker, heftiger Sturm, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging dem Herrn voraus. Doch der Herr kam nicht im Sturm. Nach dem Sturm kam ein Erdbeben. Doch der Herr kam nicht im Erdbeben.

 

12Nach dem Beben kam ein Feuer. Doch der Herr kam nicht im Feuer. Nach dem Feuer kam ein sanftes, leises Säuseln.

 

13aAls Elija es hörte, hüllte er sein Gesicht in den Mantel, trat hinaus und stellte sich an den Eingang der Höhle.

 

 

 

2. Lesung Röm 9, 1-5

 

Ich möchte selber verflucht sein um meiner Brüder willen

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

 

Brüder!

 

1Ich sage in Christus die Wahrheit und lüge nicht, und mein Gewissen bezeugt es mir im Heiligen Geist.

 

2Ich bin voll Trauer, unablässig leidet mein Herz.

 

3Ja, ich möchte selber verflucht und von Christus getrennt sein um meiner Brüder willen, die der Abstammung nach mit mir verbunden sind.

 

4Sie sind Israeliten; damit haben sie die Sohnschaft, die Herrlichkeit, die Bundesordnungen, ihnen ist das Gesetz gegeben, der Gottesdienst und die Verheißungen,

 

5sie haben die Väter, und dem Fleisch nach entstammt ihnen der Christus, der über allem als Gott steht, er ist gepriesen in Ewigkeit. Amen.

 

 

 

Evangelium Mt 14, 22-33

 

Herr, befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

22Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte, forderte er die Jünger auf, ins Boot zu steigen und an das andere Ufer vorauszufahren. Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.

 

23Nachdem er sie weggeschickt hatte, stieg er auf einen Berg, um in der Einsamkeit zu beten. Spät am Abend war er immer noch allein auf dem Berg.

 

24Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt und wurde von den Wellen hin und her geworfen; denn sie hatten Gegenwind.

 

25In der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen; er ging auf dem See.

 

26Als ihn die Jünger über den See kommen sahen, erschraken sie, weil sie meinten, es sei ein Gespenst, und sie schrien vor Angst.

 

27Doch Jesus begann mit ihnen zu reden und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet euch nicht!

 

28Darauf erwiderte ihm Petrus: Herr, wenn du es bist, so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme.

 

29Jesus sagte: Komm! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu.

 

30Als er aber sah, wie heftig der Wind war, bekam er Angst und begann unterzugehen. Er schrie: Herr, rette mich!

 

31Jesus streckte sofort die Hand aus, ergriff ihn und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?

 

32Und als sie ins Boot gestiegen waren, legte sich der Wind.

 

33Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn.

 

(Quelle: Beuron)

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Jesus sagte: Komm!

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20. Sonntag im Jahreskreis A

 

 

Zur 1. Lesung. Nach der Rückkehr aus dem babylonischen Exil (nach 538 v. Chr.) sammelt sich in Jerusalem die neue Gemeinde um den Tempel als ihre Mitte. Aber bald wird die Frage laut: Wo bleibt das verheißene Heil, die Herrlichkeit des neuen Jerusalem? Was wir sehen, das kann doch nicht alles sein. Und die andere Frage: Wer gehört zu unserer Gemeinde, wer darf im Tempel beten und Opfer darbringen? Antwort des Propheten: Das Heil (Frieden und Glück) kommt von Gott, es kommt bald. Deshalb haltet euch an die Grundforderungen des göttlichen Rechts. Wer vor Gott „recht“ ist und sich zu ihm bekennt, den soll die Gemeinde nicht abweisen. Im Haus Gottes ist Raum für alle, und am Sabbat gibt es - gibt Gott - Freude für alle. (www.erzabtei-beuron.de)

 

 

1. Lesung

 

Jes 56, 1.6-7

 

 

1 So spricht der Herr: Wahrt das Recht, und sorgt für Gerechtigkeit; denn bald kommt von mir das Heil, meine Gerechtigkeit wird sich bald offenbaren.

6 Die Fremden, die sich dem Herrn angeschlossen haben, die ihm dienen und seinen Namen lieben, um seine Knechte zu sein, alle, die den Sabbat halten und ihn nicht entweihen, die an meinem Bund festhalten,

7 sie bringe ich zu meinem heiligen Berg und erfülle sie in meinem Bethaus mit Freude. Ihre Brandopfer und Schlachtopfer finden Gefallen auf meinem Altar, denn mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt.

 

 

 

Zur 2. Lesung Ist das Gottesvolk Israel vom Heil des Neuen Bundes ausgeschlossen, weil es Jesus als den Messias ablehnt? Können überhaupt Menschen sich Gott gegenüber so verhalten, dass er nicht mehr ihr Gott sein will? Die Antwort nimmt Paulus aus dem Wesen Gottes selbst. Gott ist groß, und er ist treu, er nimmt keine seiner Verheißungen zurück; er will alle Menschen retten. Alle haben gesündigt, da ist kein Unterschied zwischen Juden und Heiden. Nur durch Gottes Erbarmen werden alle gerettet.

 

 

2. Lesung

 

Röm 11, 13-15.29-32

 

 

Brüder!

 

13 Euch, den Heiden, sage ich: Gerade als Apostel der Heiden preise ich meinen Dienst,

14 weil ich hoffe, die Angehörigen meines Volkes eifersüchtig zu machen und wenigstens einige von ihnen zu retten.

15 Denn wenn schon ihre Verwerfung für die Welt Versöhnung gebracht hat, dann wird ihre Annahme nichts anderes sein als Leben aus dem Tod.

29 Denn unwiderruflich sind Gnade und Berufung, die Gott gewährt.

30 Und wie ihr einst Gott ungehorsam wart, jetzt aber infolge ihres Ungehorsams Erbarmen gefunden habt,

31 so sind sie infolge des Erbarmens, das ihr gefunden habt, ungehorsam geworden, damit jetzt auch sie Erbarmen finden.

32 Gott hat alle in den Ungehorsam eingeschlossen, um sich aller zu erbarmen.

 

 

 

 

Zum Evangelium. Für Christen, die aus dem Judentum kamen, war es nicht von Anfang an klar, wie weit auch die Heiden in die christliche Gemeinschaft aufgenommen werden konnten. Die kanaanäische Frau, die Jesus um Hilfe für ihre Tochter bat, war eine Heidin. Jesus hat sie zunächst abgewiesen, dann aber sagt er: Frau, dein Glaube ist groß! Und hier fällt die Entscheidung.

 

 

Evangelium

 

Mt 15, 21-28

 

 

In jener Zeit

 

21 zog Jesus sich in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück.

22 Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.

23 Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie von ihrer Sorge, denn sie schreit hinter uns her.

24 Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.

25 Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir!

26 Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.

27 Da entgegnete sie: Ja, du hast Recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.

28 Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.

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21. Sonntag im Jahreskreis (www.erzabtei-beuron.de)

 

 

Zur 1. Lesung Das Wort vom Schlüssel, der dem Beamten am Königshof in Jerusalem auf die Schulter gelegt wird, deutet eine Beziehung dieser Lesung zum Evangelium an (Mt 16,19). Schlüsselgewalt bedeutet Macht und Ehre, aber auch Last der Verantwortung. Der Vorgänger des neuen Palastvorstehers musste abgesetzt werden (gegen 700 v. Chr.); aber auch Eljakim, der Nachfolger, auf den der Prophet große Hoffnungen setzt, wird ihn später enttäuschen (vgl. Jes 22,24-25).

 

 

1. Lesung

Jes 22, 19-23

 

 

19 Ich verjage dich aus deinem Amt, ich vertreibe dich von deinem Posten.

20 An jenem Tag werde ich meinen Knecht Eljakim, den Sohn Hilkijas, berufen.

21 Ich bekleide ihn mit deinem Gewand und lege ihm deine Schärpe um. Ich übergebe ihm dein Amt, und er wird für die Einwohner Jerusalems und für das Haus Juda ein Vater sein.

22 Ich lege ihm den Schlüssel des Hauses David auf die Schulter. Wenn er öffnet, kann niemand schießen; wenn er schließt, kann niemand öffnen.

23 Ich schlage ihn an einer festen Stelle als Pflock ein; er wird in seinem Vaterhaus den Ehrenplatz einnehmen.

 

 

 

 

Zur 2. Lesung. Das Ziel der Schöpfung und der Menschheitsgeschichte ist Christus; er ist auch der Anfang. In hymnisch-feierlicher Sprache steht diese Aussage am Ende der Überlegungen über den Unglauben Israels (Röm 9-11). Gott handelt an diesem Volk, wie an allen Völkern, entsprechend seiner Gerechtigkeit und Treue, das heißt aber letzten Endes: nach seinem Erbarmen. Staunend stehen wir vor dem Geheimnis Gottes (11,25).

 

 

2. Lesung

 

Röm 11, 33-36

 

 

33 O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege.

34 Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?

35 Wer hat ihm etwas gegeben, so dass Gott ihm etwas zurückgeben müsste?

36 Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

 

 

 

 

Zum Evangelium. Der Glaube an Jesus als den Christus, den Messias, und der Glaube an Christus als den Sohn Gottes ist nicht das Ergebnis rein menschlicher Überlegung und Forschung: „Fleisch und Blut“ kann es nicht offenbaren. Wem Gott es schenkt, der ist glücklich zu preisen. Jesus hat den Glauben des Simon bestätigt; er soll Petrus, der Fels sein, in dem bis zur Wiederkunft des Herrn die Kirche ihr Fundament und ihre Festigkeit haben wird.

 

 

Evangelium

 

Mt 16, 13-20

 

 

In jener Zeit,

 

13 als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger: Für wen halten die Leute den Menschensohn?

14 Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.

15 Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?

16 Simon Petrus antwortete: Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes!

17 Jesus sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

18 Ich aber sage die: Du bist Petrus - der Fels -, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.

20 Dann befahl er den Jüngern, niemand zu sagen, dass er der Messias sei.

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Sonntag, 28 August 2005

 

 

22. Sonntag im Jahreskreis , Hl. Augustinus

 

 

Buch Jeremia 20,7-9.

 

Du hast mich betört, o Herr, und ich ließ mich betören; du hast mich gepackt und überwältigt. Zum Gespött bin ich geworden den ganzen Tag, ein jeder verhöhnt mich.

Ja, sooft ich rede, muß ich schreien, «Gewalt und Unterdrückung!» muß ich rufen. Denn das Wort des Herrn bringt mir den ganzen Tag nur Spott und Hohn.

Sagte ich aber: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen sprechen!, so war es mir, als brenne in meinem Herzen ein Feuer, eingeschlossen in meinem Innern. Ich quälte mich, es auszuhalten, und konnte nicht;

 

 

Brief des Apostel Paulus an die Römer 12,1-2.

 

Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst.

Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist.

 

 

Evangelium nach Matthäus 16,21-27.

 

Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen.

Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht mit dir geschehen!

Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen.

Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen.

Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?

Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.

 

 

 

(Quelle: EVANGELIUM TAG FÜR TAG )

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Damit ihr erkennen könnt, was der Wille Gottes ist.

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Gleicht euch nicht dieser Welt an,

sondern wandelt euch

und erneuert euer Denken,

damit ihr prüfen

und erkennen könnt,

was der Wille Gottes ist

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23. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Nicht nur durch falsche Lehren wird das Leben einer Gemeinde bedroht. Häufiger ist das falsche Tun und die Unterlassung des rechten Tuns. Jeder Einzelne trägt mit und ist mitverantwortlich. Jeder, der gut ist und gut denkt und handelt, stärkt die Kraft des Guten in der Gemeinde Gottes.

 

 

 

Zur 1. Lesung Der Prophet wird in dieser Lesung als „Menschensohn“, d. h. als Mensch, angeredet; er steht in schicksalhafter Gemeinschaft mit allen Menschen. Die Rettung der anderen hängt davon ab, dass er zur rechten Zeit spricht und warnt; das ist sein Wächteramt. Erfüllt er seine Aufgabe nicht, dann trifft ihn die Verantwortung für alle anderen. Gott aber will nicht den Tod, sondern das Leben, daher warnt er auch den Propheten.

 

 

1. Lesung Ez 33, 7-9

 

Wenn du den Schuldigen nicht warnst, fordere ich von dir Rechenschaft für sein Blut

 

Lesung aus dem Buch Ezechiel

 

So spricht der Herr:

7Du Menschensohn, ich gebe dich dem Haus Israel als Wächter; wenn du ein Wort aus meinem Mund hörst, musst du sie vor mir warnen.

8Wenn ich zu einem, der sich schuldig gemacht hat, sage: Du musst sterben!, und wenn du nicht redest und den Schuldigen nicht warnst, um ihn von seinem Weg abzubringen, dann wird der Schuldige seiner Sünde wegen sterben. Von dir aber fordere ich Rechenschaft für sein Blut.

9Wenn du aber den Schuldigen vor seinem Weg gewarnt hast, damit er umkehrt, und wenn er dennoch auf seinem Weg nicht umkehrt, dann wird er seiner Sünde wegen sterben; du aber hast dein Leben gerettet.

 

 

 

Zur 2. Lesung Die Frage nach dem eigentlichen Sinn der Gebote und nach der Möglichkeit, das ganze Gesetz zu erfüllen, wurde schon im Judentum diskutiert. Paulus setzt voraus, dass die Gebote, die Gott im Alten Bund gegeben hat, auch für die Christen in Geltung bleiben. Ihr ganzer Inhalt aber ist die Liebe zum Mitmenschen. Darin wird die Liebe Gottes offenbar und die Kraft des Heiligen Geistes, der uns geschenkt worden ist.

 

 

2. Lesung Röm 13, 8-10

 

Die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

 

Brüder!

8Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer. Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt.

9Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren!, und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

10Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

 

 

 

Zum Evangelium Die Sünde gibt es nur als die von konkreten Menschen begangene Sünde, und das heißt in der Kirche Gottes, in der Gemeinde am Ort: als die Sünde des Bruders, für den Christus gestorben ist. Die Gemeinde hat Verantwortung für ihn. Sie wird versuchen, ihm zu helfen, ihn auf den guten Weg zurückzuführen. Ihn aus der Gemeinschaft auszuschließen kann nur die letzte Notmaßnahme sein, um die Gemeinde vor Schaden zu bewahren und ihm selbst die Schwere seiner Verfehlung bewusstzumachen. Und die Gemeinde wird nicht aufhören, für ihn zu beten.

 

 

Evangelium Mt 18, 15-20

 

Wenn dein Bruder auf dich hört, so hast du ihn zurückgewonnen

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

15Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen.

16Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden.

17Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner.

18Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.

19Weiter sage ich euch: Alles, was zwei von euch auf Erden gemeinsam erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten.

20Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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