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Mormonen


gimu

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Das sieht man nicht zuletz wegen ihrem einheitlichen Auftreten und ihrem Absolutheitsanspruch.

Hoert sich an wie Katholizismus. :blink:

wie lange liest Du schon hier mit?

 

Katholiken und einheitliches Auftreten .... *kopfschüttel*

 

Wäre ja mal ganz was neues ...

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"In der Totentaufe können Mormonen stellvertretend sakrale Handlungen für bestimmte Verstorbene an sich vollziehen lassen, um auch die zu retten, die keine Möglichkeiten hatten, mit der "wahren Kirche der Heiligen der letzten Tage" in Kontakt zu kommen."

Natürlich weiß ich, warum die so ein großes Archiv haben. Aber wenn sie daran glauben, Verstorbene retten zu können, finde ich das ungefährlicher, als permanent Lebenden auf den Geist zu gehen, wie die Zeugen Jehovas das tun.

 

Immerhin ist es viel wichtiger, wie der Verstorbene zu seinen Lebzeiten geglaubt hat, selich zu werden. Wenn nach meinem Tode einer meint, mich retten zu müssen, lasse ich ihm seinen Glauben. Dann wird er glücklich und schadet mir nicht.

 

Übrigens ist Dein Zitat in einer unerträglich indokrtinanten Manier abgefasst.

Ich finde das ehrlich gesagt gar nicht so ohne.

In Deutschland wäre es überdieshinaus gar nicht so easy einfach mal personenbezogene Daten einfach so zu sammeln und mir würde es auch nicht gefallen, wenn die in meinem Heimatdorf einfach mal Taufbelege anfordern würden.

 

Ausserdem sind auch diese Zeitgenossen lästig und versuchen nicht anders als die Zeugen Jehovas mit Lügen und Vertuschungen die Leute für sich zu gewinnen.

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"In der Totentaufe können Mormonen stellvertretend sakrale Handlungen für bestimmte Verstorbene an sich vollziehen lassen, um auch die zu retten, die keine Möglichkeiten hatten, mit der "wahren Kirche der Heiligen der letzten Tage" in Kontakt zu kommen."

Natürlich weiß ich, warum die so ein großes Archiv haben. Aber wenn sie daran glauben, Verstorbene retten zu können, finde ich das ungefährlicher, als permanent Lebenden auf den Geist zu gehen, wie die Zeugen Jehovas das tun.

 

Immerhin ist es viel wichtiger, wie der Verstorbene zu seinen Lebzeiten geglaubt hat, selich zu werden. Wenn nach meinem Tode einer meint, mich retten zu müssen, lasse ich ihm seinen Glauben. Dann wird er glücklich und schadet mir nicht.

 

Übrigens ist Dein Zitat in einer unerträglich indokrtinanten Manier abgefasst.

 

Das Zitat stammt von hier:

 

http://www.bistum-trier.de/sekten/kinfos/mormonen.htm

 

 

Darüber zu richten, ob das Taufverständnis der Mormonen oder ob das Christsein der ZJ, auf deren Predigtdienst reduziert, Gott gefällig ist, steht mir nicht zu, da geb ich dir recht.

 

Sonnige Grüße aus dem Norden

Klemens

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Wundervolle Vorurteile findet man hier. Anscheinend ist Dr. Esperanto auf Urlaub, sonst wuerde er uns noch mit umfangreichen Literaturhinweisen (vor allem von HERRN RADDATZ, der an der UNIVERSITAET VON POSEMUCKEL LEHRT, alles in Grossbuchstaben) nachweisen, dass alle Mormonen Katholiken-Babies fressen.

 

Uebrigens, manches hier gesagte scheint sogar zu stimmen. Zum Beispiel der Teil mit dem Ahnen-Archiv, und dass die Polygamie heute offiziell, sowohl in der Mormonen-Kirche als auch im Bundesstaat Utah illegal und verpoent ist. Alle Jubeljahre mal finden sie einen Hinterwaelder in Utah mit einer Riesensammlung Ehefrauen (meist sind die alle sogar ziemlich jung), und der wird dann ganz schnell vor Gericht gestellt und eingeknastet. Die Staatsanwaelte in Utah scheinen da wenig Humor zu haben. Dazu muss man bedenken, dass Utah hauptsaechlich von Mormonen bevoelkert ist, und ein grossteil der dort gewaehlten Politiker (einschliesslich der Staatsanwaelte und Richter, die ja in den USA meist gewaehlt werden) selbst Mormonen sind.

 

Aber sagt mal, wie viele Mormonen kennt ihr eigentlich? Habt ihr vielleicht schon mal versucht, eine normale Mormonen-Familie besser kennenzulernen? Dan wuerden vielleicht die verspinnerten Vorteile auch wieder verschwinden.

 

Ich kenne mindestens ein halbes Dutzend Mormonen (meist Familien, immer mit Kindern, meist ziemlich vielen). Das eine Vorurteil, dass hier erwaehnt worden ist, stimmt sogar: Sie sind meistens ziemlich formal angezogen (das langaermlige weisse Hemd, selbst im Sommer). Sie trinken keinen Alkohol oder Kaffee. Das andere interessante Vorurteil (das sogar stimmt) ist, dass sie extrem hoeflich, zuvorkommend, friedlich, und wohlerzogen sind. Wir hatten hier im Buero mal ein langes Meeting, und einer der Teilnehmer (der leider mit unserer Gruppe damals im Streit lag) ist ein Mormone, mit dem wir schon lange eng zusammenarbeiten. Langsam wurde der Streit immer heftiger, und irgendwann ist dann meinem Chef was ausgerastet, und verwendete ein sehr boeses Schimpfwort (O-ton: "I don't need to be fucking lectured by you"). Der arme Mormone wurde erst ganz blass, dann ganz rot, und war komplett aus dem Haeuschen. Das F-Wort war er einfach nicht gewoehnt, und so einen Umgang hatte er nicht erwartet. Zum Glueck hat er spaeter verstanden, dass es alles nicht so boese gemeint war, und wir sind abends zusammen Essen gegangen (in eine Braukneipe, die er vorgeschlagen hatte, und er hat nur eine Limo getrunken).

 

Ansonsten sind es ganz normale Menschen, fuer die halt die Religion einen groesseren Teil des Lebens ausmacht, als bei den meisten Leuten. Sie geben alle einen festen Teil ihres Einkommens an die Kirche (glaube ich 10%), und arbeiten in der Missionsarbeit (oft in der dritten Welt). Sie pflegen mehr Kinder zu haben, und auch frueher damit anzufangen, als andere Leute. Sie haben ganz normale Hobbies (der Kollege eine Etage tiefer ist ein ganz normaler Computer-Hacker mit einem Dr.rer.nat. in der Informatik, faehrt ein Motorrad zur Arbeit, schreinert gerne, und hat drei kleine Kinder und einen Mini-Van). Wegen der Missionsarbeit pflegen viele Mormonen aus anderen Kulturen zu sein (z.B. sind viele Samoaner und Tonganer Mormonen), und daher gibt es bei ihnen auch ziemlich viele gemischte Ehen, und Kinder mit interessant gemischten Hautfarben. Eine der besten Schulfreundinnen meiner Frau ist eine Mormonin (sie war mit meiner Frau zusammen in der Grundschule, vor vielen Zig Jahren); sie hat 8 oder 9 Geschwister, und hat inzwischen selber ein halbes Dutzend Kinder; ihr Vater (der ein guter Freund meines Schwiegervaters war, als mein Schwiegervater noch am Leben war) ist Handwerker und kleiner Bauunternehmer. Also mit Sicherheit kein Polygamist und Kinderfresser, oder Mitglied einer gefaehrlichen und obskuren Sekte.

 

Ich habe noch nie von Scheidungen unter Mormonen gehoert. Vielleicht gibt's sie, aber sie scheinen selten zu sein.

 

Zumindest was mich angeht, und die Erinnerungen meiner Frau: Missionierung von Anders- und Nichtglaeubigen scheint bei Mormonen nie ein Thema zu sein. Eher im Gegenteil; das Thema Religion sprechen sie einfach nie an (ausser, wenn sie sagen, dass sie am Sonntag nicht mit uns was unternehmen wollen, da sie dann ihre Kirche muessen). Zumindest nicht im Bekanntenkreis; in der Innenstadt oder der dritten Welt ist das vielleicht anders.

 

Ich will jetzt hier nicht manche Auswuechse schoenreden (es ist durchaus moeglich, dass Teile der Mormonen Sekten-Aspekte haben, vielleicht in der extremistischen Teilen und im Jugend-Bereich). Aber im Durchschnitt waere mir ein Mormone als Nachbar genauso wuenschenswert wie ein Katholik. Eher noch mehr, da wir in unserer Nachbarschaft mehr Spielkameraden fuer die wenigen Kinder brauchen, und die Mormonen sind immer so wahnsinnig hilfsbereit.

bearbeitet von Baumfaeller
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Ein Jugendbuch zum Thema: «Das hat der Kopf sich ausgedacht» von John D. Fitzgerald. Damals im Arena-Verlag. Beschreibt den Alltag – und die Reibungen – zwischen Mormonen und säkularen Leuten in einer Kleinstadt in Utah.

 

Es gehörte in meiner Kindheit zu den Büchern, die ich wieder und wieder mit der Taschenlampe unter der Bettdecke las. Und in deinen interessanten Berichten, lieber Baumfäller, finde ich einiges aus dem Buch wieder …

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Ich finde das ehrlich gesagt gar nicht so ohne.

In Deutschland wäre es überdieshinaus gar nicht so easy einfach mal personenbezogene Daten einfach so zu sammeln und mir würde es auch nicht gefallen, wenn die in meinem Heimatdorf einfach mal Taufbelege anfordern würden.

 

Ausserdem sind auch diese Zeitgenossen lästig und versuchen nicht anders als die Zeugen Jehovas mit Lügen und Vertuschungen die Leute für sich zu gewinnen.

hallo matze,

 

dann geh mal nach hier weiter mit dem Button "place search" und geb' die Ortsnamen deiner Umgebung mal ein.

 

Du wirst Dich vermutlich wundern (alles andere würde mich wundern).

 

Das Bistumsarchiv Trier ist ebenso wie das BA Mainz bereits verfilmt.

 

Außerdem fordern diese Leute keine einzelnen Belege an, sondern gehen in Archive und ziehen den gesamten Buchbestand auf Mikrofilm.

 

Flo

 

Ach übrigens: Du sollst als kath. die Lästigen geduldig ertragen. Etwas mehr Respekt könnte Dir wG nicht schade.

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@Baumfäller

 

Du schreibst mir aus dem Herzen. Ich habe auch noch nie einen unhöflichen Mormonen gesehen. Es ist wirklich so, daß diese Leute bei ihren Kindern sehr auf Bildung und gute Umgangsformen achten. In ihre geschlossenen Gesellschaft fügen sich die Kinder gut ein, während bei uns Werte nur noch mit Mühe vermittelt werden können.

 

Wenn ich in Kölle mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahre, heben sich jedenfalls die paar Mormonen, die manchmal mitfahren sehr wohltuend von den anderen Chaoten mit zweifelhafter Sozialisation ab.

 

LG

Barbara

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Ich habe mich auchs chon gefragt, ob man Mormonen so ohne weiteres als gefährliche Sekte abstempeln kann.

Gefaehrlich, nicht unbedingt. Alberner UFO-Kult (Jesus ist ein Ausserirdischer vom Planeten Kolob und Satans Bruder)? Mit Sicherheit.

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Ich finde das ehrlich gesagt gar nicht so ohne.

In Deutschland wäre es überdieshinaus gar nicht so easy einfach mal personenbezogene Daten einfach so zu sammeln und mir würde es auch nicht gefallen, wenn die in meinem Heimatdorf einfach mal Taufbelege anfordern würden.

 

Ausserdem sind auch diese Zeitgenossen lästig und versuchen nicht anders als die Zeugen Jehovas mit Lügen und Vertuschungen die Leute für sich zu gewinnen.

hallo matze,

 

dann geh mal nach hier weiter mit dem Button "place search" und geb' die Ortsnamen deiner Umgebung mal ein.

 

Du wirst Dich vermutlich wundern (alles andere würde mich wundern).

 

Das Bistumsarchiv Trier ist ebenso wie das BA Mainz bereits verfilmt.

 

Außerdem fordern diese Leute keine einzelnen Belege an, sondern gehen in Archive und ziehen den gesamten Buchbestand auf Mikrofilm.

 

Flo

 

Ach übrigens: Du sollst als kath. die Lästigen geduldig ertragen. Etwas mehr Respekt könnte Dir wG nicht schade.

Und ist das etwa nicht bedenklich?

 

Ich werde mich bei meinem Heimbistum mal schlau machen, warum die das einfach so kopieren durften als Anhänger einer nicht-christlichen Sekte

 

das mit dem Respekt, naja, ich halts wie Luther und sage es so wie mir die Schnauze gewachsen ist.

Ausserdem scheinen wir eh nicht denselben Respektsbegriff zu teilen, von daher sollten wir die Diskussion hierüber besser nicht starten!

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Einen kritischen Überblick über die Religion der Mormonen kann man hier finden:

 

www.mormonentum.de

 

Die Seite der Mormonen kann man hier finden:

 

www.mormonen.de

 

Mögen beide Seiten gehört werden!

 

Ich selbst habe lange Zeit (über zwei Jahre) regelmäßig mit Mormonen Kontakt gehabt und mich mit ihnen unerhalten. Was Baumfäller gesagt hat, kann ich nur voll und ganz bestätigen.

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Einen kritischen Überblick über die Religion der Mormonen kann man hier finden:

 

www.mormonentum.de

 

Die Seite der Mormonen kann man hier finden:

 

www.mormonen.de

 

Mögen beide Seiten gehört werden!

 

Ich selbst habe lange Zeit (über zwei Jahre) regelmäßig mit Mormonen Kontakt gehabt und mich mit ihnen unerhalten. Was Baumfäller gesagt hat, kann ich nur voll und ganz bestätigen.

Wolf im Schafspelz, sicherlich von der Indoktrination anders zu bewerten als ZJ, aber dennoch nicht ohne.

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Also mit Sicherheit kein Polygamist und Kinderfresser, oder Mitglied einer gefaehrlichen und obskuren Sekte.

Die Sektencheckliste

 

 

Diese Checkliste wurde von mehreren EKD-Sektenbeauftragten und Kultusministerien herausgegeben. Schon bei einem "Ja" ist Vorsicht geboten!

Ich möchte hier nicht nur die Fragen auflisten, sondern auch Antworten bezüglich der Mormonen geben und diese dann auswerten. Dabei gilt folgendes Prinzip:

 

Trifft zu

Teilweise

Trifft nicht zu

 

 

Die Checkliste:

 

1.

Bei der Gruppe findest Du exakt das, was Du bisher vergeblich gesucht hast. Sie weiß erstaunlich genau, was Dir fehlt.

 

Diesen "Aha-Effekt" erleben viele, die sich von den Missionaren belehren lassen. Nach Ansicht der Mormonen fehlt allen Menschen das "einzig wahre Evangelium", das nur bei ihnen gefunden werden kann. Typischer Weise interessieren sich meist solche Menschen für den Mormonismus (und andere Gruppen), die wie viele andere auch, auf der unbewussten Suche nach der Kompensation gewisser Defizite sind. Der Glaube scheint diese Defizite zunächst auszugleichen, was er aber in Wirklichkeit nicht macht.

2. Schon der erste Kontakt eröffnet Dir eine völlig neue Sicht der Dinge.

Alle Erklärungen erscheinen zunächst plausibel und vor allem neu. Siehe 1.

3. Das Weltbild der Gruppe ist verblüffend einfach und erklärt jedes Problem.

 

Die Mormonen glauben an einen perfekten "Plan der Erlösung", der scheinbar alles erklären kann. Dieser Plan zeigt den Werdegang des Menschen vom göttlichen Geistkind bis hin zur Erhöhung als eigenständiger Gott. Die Erde dient sozusagen als Ausbildungsstätte für potentielle Götter, wobei nur ein kleiner Teil der Menschheit - nämlich die Mormonen - das ultimative Ziel erreichen können und die notwendigen "Schlüssel" besitzen.

4.

Es ist schwer, sich ein genaues Bild von der Gruppe zu machen. Du sollst nicht nachdenken und prüfen. Deine neuen Freunde sagen: „Das kann man nicht klären, das muss man erleben – komm doch gleich mit in unser Zentrum.“

 

Untersuchern wird geraten, sich nur auf die Antwort des Geistes zu verlassen. Man sollte nur Mormonen fragen, wenn man etwas nicht versteht. Nur das "Zeugnis" durch den Geist zählt. Aufschlussreiche Hintergrundinformationen werden von den Mormonen nicht angeboten. Man erhält nur die zensierte Kirchenliteratur zur Geschichte und Lehre. Kritische Stimmen von außen sollte man ignorieren. Untersucher werden entweder gleich zu Versammlungen eingeladen oder es werden Termine in deren Heim vereinbart, um die sechs Standarddiskussionen zu besprechen.

5. Die Gruppe hat einen Meister, ein Medium, einen Führer oder Guru, der allein im Besitz der ganzen Wahrheit ist.

 

Der Gemeinschaft steht ein "Prophet" vor, von dem man glaubt, er habe direkten Zugang zu Gott und sei der einzig wahre Vertreter Gottes - sein Sprachrohr. Kritik an Führern der Gemeinschaft wird nicht gebilligt. Es heißt: "Wenn der Prophet gesprochen hat, hört das Denken auf."

6.

Die Lehre der Gruppe gilt als einzig echtes, ewig wahres Wissen. Die etablierte Wissenschaft, das rationale Denken, der Verstand werden als Verkopfung, als negativ, satanisch oder unerleuchtet abgelehnt.

 

Mormonen glauben, die "einzig wahre Kirche" zu sein. Wissenschaftliche Erkenntnisse werden nur anerkannt, wenn sie mit dem Glauben übereinstimmen. Der Glaube steht immer über der Wissenschaft. Die eigenen Gelehrten (Apologeten) betreiben einen Argumentationskrieg gegen die weltweit anerkannten, wissenschaftlichen Tatsachen.

7. Kritik durch Außenstehende wird als Beweis betrachtet, dass die Gruppe Recht hat.

Kritik von außen sehen die Mormonen als Angriffe des Satans gegen das Göttliche

8. Die Welt treibt auf eine Katastrophe zu, und nur die Gruppe weiß, wie man die Welt retten kann.

 

Die Gemeinschaft gehört zu den chiliastischen Sekten, die mit dem Kommen Christi das Ende der Welt erwartet. Gemäß dem Glauben leben die Menschen in den "letzten Tagen" - der Endzeit - in der sich alles verschlimmern wird. Es werden große Kriege, Krankheiten und Katastrophen erwartet. Mit dem Zweiten Kommen werden alle schlechten Menschen sterben und in der "Geisterwelt" auf das Jüngste Gericht warten müssen. In die Gegenwart Gottes können nur Mormonen gelangen. Alle anderen Menschen werden in anderen Reichen leben müssen.

9.

Die Gruppe ist die Elite, und die übrige Menschheit ist krank und verloren – solange sie nicht mitmacht beziehungsweise sich retten läßt.

 

Mormonen bezeichnen sich selbst als "Heilige der Letzten Tage". Die einzig Auserwählten. Nur durch den Glauben der eigenen Kirche gelangt man zu Gott.

10. Du sollst sofort Mitglied werden.

 

60.000 Missionare weltweit sind bemüht, so viel wie möglich neue Mitglieder zu werben und zügig zu taufen. Die Missionare belehren sechs Diskussionen wobei schon nach der zweiten versucht wird, eine Taufverpflichtung zu erhalten. Missionare erhalten ein spezielles Training, in dem Bekehrungstechniken vermittelt werden. Darunter das "Verpflichtungsmuster" (Commitment Pattern), was jeder Missionar anwenden sollte.

11.

Die Gruppe grenzt sich von der übrigen Welt ab, etwa durch Kleidung, Ernährungsvorschriften, eine eigene Sprache, strenge Reglementierung zwischenmenschlicher Beziehungen.

 

Mormonen haben sehr viele Vorschriften und Reglements. Von der Ernährung über die Moral bis hin zur Kleidung. Mormonen die im Tempel waren, wird sogar vorgeschrieben, welche Unterwäsche sie tragen müssen (Garments).

12. Die Gruppe will, dass Du alle „alten“ Beziehungen abbrichst, weil sie Deine Entwicklung behindern.

 

Das geschieht nach der Taufe meist automatisch. Man sollte sich nicht in Kreisen bewegen, die sündhaftes Verhalten an den Tag legen und jemanden versuchen können, in das alte Leben zurückzukehren. Normalerweise bricht das alte Umfeld irgendwann ab und man bewegt sich nur noch in den mormonischen Kreisen.

13.

Dein Sexualverhalten wird Dir exakt vorgeschrieben, etwa Partnerwahl durch die Leitung, Gruppensex oder auch totale Enthaltsamkeit.

Keinerlei sexuelle Kontakte vor und außerhalb der Ehe. Keine Masturbation. Kein Oralsex. Keine Pornografie.

14.

Die Gruppe füllt Deine gesamte Zeit mit Aufgaben: Verkauf von Büchern oder Zeitungen, Werben neuer Mitglieder, Besuch von Kursen, Meditation ...

 

Die Mitglieder erhalten Berufungen, die oft sehr zeitaufwendig sind. Sie sollen Missionsarbeit machen, andere Mitglieder zu Hause besuchen, alle Versammlungen besuchen, beten und lesen, Ahnenforschung betreiben, usw....

15. Es ist schwer allein zu sein – jemand aus der Gruppe ist immer dabei.

 

Das trifft eigentlich nur auf die Vollzeitmissionare zu. Die dürfen für 2 Jahre nie alleine sein und müssen immer! mit einem Mitarbeiter zusammen sein. Diese Maßnahme soll verhindern, dass ein Missionar gegen die Regeln verstößt oder sich versündigt. Allerdings werden die normalen Mitglieder in ihren Heimen regelmäßig besucht, um zu überprüfen, ob sie ihre Pflichten erfüllen und müssen sich Würdigkeitsinterviews unterziehen, in denen ihr Gehorsam und ihre Treue überprüft wird.

16.

Wenn Du zweifelst, wenn sich der versprochene Erfolg nicht einstellt, bist Du „selbst schuld“, weil Du Dich angeblich nicht genug einsetzt oder weil Du nicht stark genug glaubst.

 

Auch das trifft zu. Zweifel ist immer ein Anzeichen von Schwäche und auf Sünde oder mangelnden Glauben zurückzuführen.

17. Die Gruppe verlangt strikte Befolgung ihrer Regeln und Disziplin – als einzigen Weg zur Rettung.

 

Kritiklosen Gehorsam setzen die Mormonen voraus. Wer nicht alle Regeln hält, kann nicht in den Tempel und kann somit niemals ein Gott werden. Es gibt diverse Sanktionen, bis hin zum Ausschluss.

 

 

 

Zusammenfassung:

15 ~ 88.2%

2 ~ 11.8%

0 ~ 0%

 

 

D.h.: Die Mormone entsprechen gemäß der Liste zu 88% den Sektenkriterien voll und bei den restlichen 12% teilweise. Bei keiner Frage konnte grünes Licht gegeben werden, was im Durchschnitt zu einer ca. 94%igen Übereinstimmung führt.

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Leider habe ich augenblicklich nicht die Zeit, ausführlich zu antworten, jedoch treffen verschiedene Deiner Topoi auch auf gewisse charismatische Gruppierungen innerhalb der katholischen Kirche zu. Diese stehen jedoch beim Papst in hohem Ansehen.

 

Außerdem behauptet auch die katholische Kirche, daß sie die einzig wahre, von Gott gegebene Kirche ist.

 

Das hat leider für mich den Charakter von Blindheit auf dem einen Auge.

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Ich muss sagen, ein Katholik der seinen Glauben ernst nimmt, aber auch ein Evangele fällt somit in die Kategorie eines Sektieres.

 

Bspw.:

- Kirche ist (subsistit in) die katholische Kirche ---> Absolutheitsanspruch

- sexualmoral ist eng gefasst in der kath kirche gleich

- die katholische Kirche hat den Papst als Führer ist zumindest auch nicht ohne

- Christen, die sich moralisch gut verhalten wollen, grenzen sich auch von bestimmten Dingen ab

 

 

Ist das nicht seltsam, wird da auch nicht gleich echtes Christentum verhindert?

Ein Katholik der gegen die moralische Verwerfung der Welt wettert und sie zur Umkehr aufruft, wäre dann ja schon ein Sektierer

Aber überdieshinaus das Neue Testament auch ein gefährliches Stück Literatur.

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Stimmt. Ich gehöre übrigens zur charismatischen Erneuerung.

 

Und, noch grausamer. Ich bin mit der Gemeinschaft der Seligpreisungen sehr verbunden …

 

Immer diese Ettiketten! :blink:

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Und bin Mitarbeiter bei Lifeteen und in der Bibelschule Niederrhein. ääätzend sektiererisch. Meine Eltern waren vor zehn Jahren wirklich besorgt, als ein wohlmeinender Freund ihnen steckte, ich gehörte jetzt einer Sekte an: So was dummes.

 

*aufthomastischplatteübergeb*

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Ich werde mich bei meinem Heimbistum mal schlau machen, warum die das einfach so kopieren durften als Anhänger einer nicht-christlichen Sekte

Mal davon abgesehen, dass ich nicht wüsste, warum sich ein Archiv bei Dir rechfertigen sollte, hat die Verfilmerei durchaus ihre Berechtigung.

 

1. Ist die Mikroverfilmung ziemlich teuer und für die meisten Archive einfach auf Grund der Masse an Material nicht zu bezahlen.

Bei der Verfilmung durch die LDS erhält das Archiv entweder kostenlos oder günstiger eine Kopie der gemachten Aufnahmen.

 

2. Die Verfilmung erfolgt nicht einfach so, sondern es werden Verträge zwischen den einzelnen Archiven und der LDS geschlossen, in denen die Verwendung der Daten ziemlich detailiert festgelegt wird. Diese Verträge werden im beiderseitigen Interesse mWn auch sehr strikt eingehalten.

 

3. In Deutschland sind nur Standesamts-Daten ab 1875 durch das PersonenstandsGesetz geschützt. Alle anderen Archive unterliegen dem ArchivGesetz, dass nur bestimmte Schutzfristen für Personenstandsbezogene Daten nennt (120 Jahre ab Geburt, 80 Jahre nach Heirat, 20 Jahre nach Tod ohne gewähr) Das Archivgesetz berechtigt bzw. verpflichtet die Archive dafür zu sorgen, dass ihre Bestände ordnungsgemäß verwahrt werden. Bei der Nutzung (und gerade bei Kirchenbüchern ist das Interesse im Augenblick groß) ist das Archivgut zu sehr belastet, so daß andere Möglichkeiten gefunden werden müssen um die Nutzung weiterhin zu gewährleisten. Daher wird verfilmt, photographiert, etc.

 

Für die kirchlichen Archive gibt es noch ein zusätzliches Reglement der dt. Bischofskonferenz (wenn ich mich richtig erinnere - habe die Unterlagen gerade nicht zur Hand)

 

Und wieso sollte ein nicht-Christ auf der Suche nach seinen Vorfahren keine Kopien aus kath. Kirchenbüchern bekommen?

 

Flo

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Leider habe ich augenblicklich nicht die Zeit, ausführlich zu antworten, jedoch treffen verschiedene Deiner Topoi auch auf gewisse charismatische Gruppierungen innerhalb der katholischen Kirche zu. Diese stehen jedoch beim Papst in hohem Ansehen.

 

Außerdem behauptet auch die katholische Kirche, daß sie die einzig wahre, von Gott gegebene Kirche ist.

 

Das hat leider für mich den Charakter von Blindheit auf dem einen Auge.

Du wirst Dich wundern, wie wieviele Menschen die kath. Kirche fuer eine Sekte halten. :blink:

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Die Gemeinschaft gehört zu den chiliastischen Sekten, die mit dem Kommen Christi das Ende der Welt erwartet...

Mormonen bezeichnen sich selbst als "Heilige der Letzten Tage". Die einzig Auserwählten. Nur durch den Glauben der eigenen Kirche gelangt man zu Gott.

Nun ja, so ganz unbekannt ist mir diese Denke nicht ... :blink:

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Ich werde mich bei meinem Heimbistum mal schlau machen, warum die das einfach so kopieren durften als Anhänger einer nicht-christlichen Sekte

Mal davon abgesehen, dass ich nicht wüsste, warum sich ein Archiv bei Dir rechfertigen sollte, hat die Verfilmerei durchaus ihre Berechtigung.

 

1. Ist die Mikroverfilmung ziemlich teuer und für die meisten Archive einfach auf Grund der Masse an Material nicht zu bezahlen.

Bei der Verfilmung durch die LDS erhält das Archiv entweder kostenlos oder günstiger eine Kopie der gemachten Aufnahmen.

 

2. Die Verfilmung erfolgt nicht einfach so, sondern es werden Verträge zwischen den einzelnen Archiven und der LDS geschlossen, in denen die Verwendung der Daten ziemlich detailiert festgelegt wird. Diese Verträge werden im beiderseitigen Interesse mWn auch sehr strikt eingehalten.

 

3. In Deutschland sind nur Standesamts-Daten ab 1875 durch das PersonenstandsGesetz geschützt. Alle anderen Archive unterliegen dem ArchivGesetz, dass nur bestimmte Schutzfristen für Personenstandsbezogene Daten nennt (120 Jahre ab Geburt, 80 Jahre nach Heirat, 20 Jahre nach Tod ohne gewähr) Das Archivgesetz berechtigt bzw. verpflichtet die Archive dafür zu sorgen, dass ihre Bestände ordnungsgemäß verwahrt werden. Bei der Nutzung (und gerade bei Kirchenbüchern ist das Interesse im Augenblick groß) ist das Archivgut zu sehr belastet, so daß andere Möglichkeiten gefunden werden müssen um die Nutzung weiterhin zu gewährleisten. Daher wird verfilmt, photographiert, etc.

 

Für die kirchlichen Archive gibt es noch ein zusätzliches Reglement der dt. Bischofskonferenz (wenn ich mich richtig erinnere - habe die Unterlagen gerade nicht zur Hand)

 

Und wieso sollte ein nicht-Christ auf der Suche nach seinen Vorfahren keine Kopien aus kath. Kirchenbüchern bekommen?

 

Flo

Ich würde Menschen zweiferlhafter Gesinnung nicht erlauben wollen, über diese Informationen Rückschlüsse ermöglichen auf lebende Personen zu bekommen ist nun nicht ein Ding der Unmöglichkeit.

 

Und ausserdem haben Amerikaner ein anderes Verständnis von Datenschutz als wir Deutschen, und das ist extrem anders, ich war drüben um das zu wissen.

 

Man hat da als Person nicht das Recht auf eigene Daten wie es hier ist.

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Interessante Liste. Man findet ziemlich viele dieser Punkte wieder, wenn man den Katholizismus betrachtet, aber zum richtigen Volltreffer wird es erst dann, wenn auch noch christliche Orden oder Gruppen wie Opus Dei mitberücksichtigt.

 

Soweit ich weiß, hat aber noch kein Sektenbeauftragter vor Opus Dei gewarnt?

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Interessante Liste. Man findet ziemlich viele dieser Punkte wieder, wenn man den Katholizismus betrachtet, aber zum richtigen Volltreffer wird es erst dann, wenn auch noch christliche Orden oder Gruppen wie Opus Dei mitberücksichtigt.

 

Soweit ich weiß, hat aber noch kein Sektenbeauftragter vor Opus Dei gewarnt?

Soweit ich weiß, stellt Opus Dei keine Religionsgemeinschaft dar, sondern wie richtig erwähnt einen Orden.

 

Daher hinkt der Vergleich und ist falsch.

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Interessante Liste. Man findet ziemlich viele dieser Punkte wieder, wenn man den Katholizismus betrachtet, aber zum richtigen Volltreffer wird es erst dann, wenn auch noch christliche Orden oder Gruppen wie Opus Dei mitberücksichtigt.

 

Soweit ich weiß, hat aber noch kein Sektenbeauftragter vor Opus Dei gewarnt?

Soweit ich weiß, stellt Opus Dei keine Religionsgemeinschaft dar, sondern wie richtig erwähnt einen Orden.

 

Daher hinkt der Vergleich und ist falsch.

Das opus ist eine Personalprälatur, kein Orden.

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