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Sollten Kinder...


overkott

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Sollten Kinder, die in eine christliche Familie hineingeboren werden, später oder sofort getauft werden?

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Sollten Kinder, die in eine christliche Familie hineingeboren werden, später oder sofort getauft werden?

Sofort.

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Sollten Kinder, die in eine christliche Familie hineingeboren werden, später oder sofort getauft werden?

Sofort.

Warum?

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Retten, was zu retten ist?

Den Gedanken hatte ich auch, als ich das las :blink:

 

Aber ernsthaft: Man setzt sich durch die Kindestaufe natürlich dem Vorwurf aus, die Menschen zu fischen, solange sie noch nciht davonschwimmen können, aber die Kirche bietet ja mit dem heutigen Initiationssakramenten nicht nur die Möglichkeit der Bestätigung ihrer Taufe durch die Jugendlichen nach einem gewissen Reifeprozess, sondern fordert dies ja geradezu.

 

Gäbe es die stufenweise Initiation nicht, hätte ich auch gewisse Probleme mit der Taufe auf immer und ewig.

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Man setzt sich durch die Kindestaufe natürlich dem Vorwurf aus, die Menschen zu fischen, solange sie noch nciht davonschwimmen können, aber die Kirche bietet ja mit dem heutigen Initiationssakramenten nicht nur die Möglichkeit der Bestätigung ihrer Taufe durch die Jugendlichen nach einem gewissen Reifeprozess, sondern fordert dies ja geradezu.

 

Gäbe es die stufenweise Initiation nicht, hätte ich auch gewisse Probleme mit der Taufe auf immer und ewig.

Das ist aber genau genommen kein Grund, die Taufe von Säuglingen zu befürworten, sondern höchstens dafür, diese Praxis hinzunehmen.

 

Ungültig wird sie ja wohl nicht, auch wenn ein Jugendlicher sie später nicht bestätigt.

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Sofort!

 

Warum: weil ich meine Kinder liebe.

 

Und weil ich ihnen nicht das Beste, was ich ihnen geben kann, vorenthalten möchte.

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Einsteinchen

Außerdem ist es Sinn der Elternschaft, Sprache, Moral, Religion, eben alles, den Kindern zu geben.

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Dann schreibt doch einfach mal klipp und klar: damit sie nicht Gefahr laufen, ungetauft zu sterben, denn das könnte für sie fatal werden!

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Wo macht sich denn für ein Kind der Unterschied zwischen Getauftsein und Nichtgetauftsein bemerkbar?

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Wo macht sich denn für ein Kind der Unterschied zwischen Getauftsein und Nichtgetauftsein bemerkbar?

Sakramental.

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Wo macht sich denn für ein Kind der Unterschied zwischen Getauftsein und Nichtgetauftsein bemerkbar?

Ich kann mit so einem mechanistischen Denken nix anfangen.

 

Von dem Gedanken, daß ein kleines Kind wegen fehlender Taufe im Falle des Todes sein ewiges Heil verfehlen könnte, hat sich die Kirche längst verabschiedet. Früher sprach man ja vom Limbus als einer Art Neutrum zwischen Himmel und Hölle, wo die schuldlosen, aber ungetauften Kinder hinkommen. Heute vertraut die Kirche, daß Gott diese Kinder rettet "auf Wegen, die er weiß."

 

Ich denke, daß wir mit der Taufe unserer Kinder über die sakramentale Komponente hinaus etwas ausdrücken: Daß wir nicht als einzelne - sozusagen als Privatangelegenheit - Teil der Kirche sind, sondern als Familie. Das manchmal etwas kitschig daherkommende Bild der Familie als "Hauskirche" hat ja eigentlich was: daß wir uns als Gemeinschaft auf den Weg zu Gott machen und nicht als Einzelkämpfer. Daß in der Gemeinschaft, wo am stärksten gilt, daß uns die Liebe zusammenhält, Gott im Mittelpunkt steht. Auch das wird durch die Kindtaufe deutlich.

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Als Ungetaufter ist die Wahrscheinlichkeit, von der frohen Botschaft zu hören, noch geringer...

Auf meine Kinder trifft genau das Gegenteil zu.

 

Hätte ich sie gleich nach der Geburt taufen lassen, wären sie jetzt evangelisch und würden wahrscheinlich nie in die Kirche gehen, weil ihr (katholischer) Vater da nicht mitkommen würde und ich sie allein nicht dazu bewegen könnte. So gehen wir alle gemeinsam in eine katholische Gemeinde, zu der damals noch niemand von uns Kontakt hatte.

 

Ein Sonderfall? Mag sein. Jedenfalls bedeutet die Tatsache, dass ich meine Kinder nicht gleich habe taufen lassen, nicht, dass ich sie nicht liebe oder ihnen das Beste, was ich ihnen geben kann, vorenthalten möchte.

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Ich denke, daß wir mit der Taufe unserer Kinder über die sakramentale Komponente hinaus etwas ausdrücken: Daß wir nicht als einzelne - sozusagen als Privatangelegenheit - Teil der Kirche sind, sondern als Familie. Das manchmal etwas kitschig daherkommende Bild der Familie als "Hauskirche" hat ja eigentlich was: daß wir uns als Gemeinschaft auf den Weg zu Gott machen und nicht als Einzelkämpfer. Daß in der Gemeinschaft, wo am stärksten gilt, daß uns die Liebe zusammenhält, Gott im Mittelpunkt steht. Auch das wird durch die Kindtaufe deutlich.

All das ist mir auch sehr wichtig und ich habe es ausgedrückt, indem ich meinen damaligen Pfarrer um eine Familiensegnung gebeten habe, die er dann im Gemeindegottesdienst vorgenommen hat. Es war ein schöner Festtag, meine Eltern und mein Bruder waren dabei, ich denke gern daran zurück. Aber dafür muss es nicht gleich die Taufe sein.

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Ich denke, daß wir mit der Taufe unserer Kinder über die sakramentale Komponente hinaus etwas ausdrücken: Daß wir nicht als einzelne - sozusagen als Privatangelegenheit - Teil der Kirche sind, sondern als Familie. Das manchmal etwas kitschig daherkommende Bild der Familie als "Hauskirche" hat ja eigentlich was: daß wir uns als Gemeinschaft auf den Weg zu Gott machen und nicht als Einzelkämpfer. Daß in der Gemeinschaft, wo am stärksten gilt, daß uns die Liebe zusammenhält, Gott im Mittelpunkt steht. Auch das wird durch die Kindtaufe deutlich.

Ich verstehe.

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Als Ungetaufter ist die Wahrscheinlichkeit, von der frohen Botschaft zu hören, noch geringer...

Auf meine Kinder trifft genau das Gegenteil zu.

 

Hätte ich sie gleich nach der Geburt taufen lassen, wären sie jetzt evangelisch und würden wahrscheinlich nie in die Kirche gehen, weil ihr (katholischer) Vater da nicht mitkommen würde und ich sie allein nicht dazu bewegen könnte. So gehen wir alle gemeinsam in eine katholische Gemeinde, zu der damals noch niemand von uns Kontakt hatte.

 

Ein Sonderfall? Mag sein. Jedenfalls bedeutet die Tatsache, dass ich meine Kinder nicht gleich habe taufen lassen, nicht, dass ich sie nicht liebe oder ihnen das Beste, was ich ihnen geben kann, vorenthalten möchte.

Ich denke schon, daß das ein Sonderfall ist. Ich möchte auch keinem (und keiner) auf die Füße treten, wenn es redliche Gründe gibt, sich anders zu entscheiden.

 

Und ich möchte daran erinnern, daß es keine katholische und evangelische Taufe gibt.

 

Gott sei Dank!

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Ich kenne ein Kind in meinem Bekanntenkreis, dass zwischen katholischer und evangelischer Taufe die Wahl hatte und dann katholisch gewählt hat.

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Mal so aus der Praxis geplaudert:

Also ich erlebe oft, dss Eltern sagen, das sie ihr Kind später taufen lassen wollen, damit es die Möglichkeit hat sich selbst zu entscheiden. Wenn die Eltern dann auch tatsächlich für eine vernünftigeGlaubenserfahrungsmöglichkeit in der Zeit bis zur Taufe soregn, finde ich das auch durchaus nicht verwerflich oder schlecht. Ganz im Gegenteil habe ich schon oft die Erfahrung gemacht, dass Kinder erst im EK Alter getauft werden und sie dann auch eine schöne Erinnerung an dieses Fest haben. Sie können es auch mitgestalten, mitfeiern, etc...

Leider ist der Spruch aber oft ein: ich drücke mich vor der Verantwortung. Oder: Eigentlich will ich mit Kirche gar nichts zu tun haben, aber wegen der Oma sag ich halt mal.....

Ich finde es problematisch, wenn man dem Kind sagt: hier, du kannst dich selbst entscheiden, aber gleichzeitig nie dem Kind aufweist, wozu es sich denn entscheiden soll, sprich auch nie in eine Kirche o.ä. geht. Da wird dann der wichtigste Lernort des Glaubens ausgeblendet: die eigene Familie.

 

Kurz und gut: wenn jemand es ernst meint und sagt: Ich sorge für eine offene aber auch religiöse Erziehung meines Kindes, damit es Taufe bewust erleben und mitgestalten kann - warum nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Gott - sollte das Kind ungetauft sterben - es "verwerfen" würde. Gottes Willen kennt immerhin nur der Sohn... :blink:

 

grüßles

ficb

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Jetzt mal eine Frage an Leute mit Praxis: Gibt es nicht viel mehr Eltern, die ihr Kind aus irgendwelchen familiären oder gesellschaftlichen Rücksichten heraus taufen lassen als Eltern, die ihr Kind lieber "selbst entscheiden lassen" wollen? Und fühlen sich Eltern, die ihr Kind haben taufen lassen, wirklich dadurch verpflichtet, für eine christliche Erziehung zu sorgen?

 

Und bevor jetzt auf diesem "selbst entscheiden" herumgehackt wird: Für mich bedeutet das nicht, keinen Einfluss auf das Kind zu nehmen, es nicht zum Religionsunterricht zu schicken oder mit in die Kirche zu nehmen (allerdings mit einem Minimum an Zwang, aber daran hätte eine vorangegangene Taufe auch nichts geändert). Sich taufen zu lassen war trotzdem seine eigene Entscheidung, sein Bekenntnis, das er vor Familie, Gemeinde und - das fand ich besonders wichtig -gleichaltrigen Freunden abgelegt hat.

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Ich kenne ein Kind in meinem Bekanntenkreis, dass zwischen katholischer und evangelischer Taufe die Wahl hatte und dann katholisch gewählt hat.

Ach!

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Jetzt mal eine Frage an Leute mit Praxis: Gibt es nicht viel mehr Eltern, die ihr Kind aus irgendwelchen familiären oder gesellschaftlichen Rücksichten heraus taufen lassen als Eltern, die ihr Kind lieber "selbst entscheiden lassen" wollen?

Ja, aber Tendenz der "selbst entscheiden Fraktion" ist imho steigend

 

Und fühlen sich Eltern, die ihr Kind haben taufen lassen, wirklich dadurch verpflichtet, für eine christliche Erziehung zu sorgen?

 

die wenigsten.... :blink:

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Ich kenne ein Kind in meinem Bekanntenkreis, dass zwischen katholischer und evangelischer Taufe die Wahl hatte und dann katholisch gewählt hat.

Ach!

Ja, ne? Die Vorgeschichte würde mich auch interessieren!

 

Unser Sohn hat mit fünf den Spruch gelassen: Ich lasse mich überhaupt nicht taufen. Wenn ich mich katholisch taufen lasse, ist Mama traurig, wenn ich mich evangelisch taufen lasse, ist Papa traurig.

 

Da haben wir verstanden, dass unser interkonfessionelles Geplänkel bei ihm irgendwie nicht so rüberkam, wie es gemeint war und uns zu einer Entscheidung durchgerungen. Ich meine, Papa schlug vor, er könne ja auch Buddhist werden, und da habe ich gesagt, nee, dann doch lieber katholisch.

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