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Verliebt sein


california
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Guck mal, ich bin schon 39 und noch Jungfrau. Na und?

Kinder kannst Du Dir abschminken, Carlos. In deinem Alter wäre das nur noch Selbstverwirklichung. :blink:

Und was ist das dann in jüngeren Jahren? Masochismus? Altruismus?

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Kinder kannst Du Dir abschminken, Carlos. In deinem Alter wäre das nur noch Selbstverwirklichung.

Nö!

 

Kinder sollten sich die abschminken, die das von fremden heterosexuellen Beziehungen entreißen wollen, weil sie selbst unfähig dazu sind. Das nenne ich Selbstverwirklichungsdrang!

Wer will denn sowas?

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Bei Dir hat's einen Priester erwischt (oder Dich hat es mit einem Priester erwischt) - er hätte ja auch ein glücklich verheirateter Mann sein können, dann wärst Du jetzt in demselben Dilemma.

Nein, glücklich verheiratete Männer sind vieeeel aussichtsloser. Die leben nämlich nicht so anorektisch wie Priester.

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Ach Kinners - wollt Ihr Euch schn wieder über dieses Thema zanken.

 

Wirklich - ich finde es viel schöner, über Verliebtsein zu reden :blink:

Du hast ja recht, Herzallerliebster. (Aber wenn Carlos doch auch immer so ein himmelschreiend dummes Zeug schreibt - wie soll sich denn da jemals eine in ihn verlieben und ihn aus diesem jungfräulichen Zustand befreien? In seinem Alter! Ich bitte Dich! Da macht man sich ja Sorgen! )

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Tja, momentan hab ich so eine Stumpfsinnige arbeit, das ich immer an ihn denke. Auf dem nachhauseweg ist mir aufgefallen, das ich nur an IHN gedacht hab.... schönes verliebtsein schluchz.gif Aber morgen ist ja wieder der Michi da.... mit dem kann man so herlich herumalbern....

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Ich will Dir mal eine sehr, sehr, sehr weise Erkenntnis verraten, Ina (Ina - stimmt das oder hab ich das falsch in Erinenrung?): Es gibt nichts Wertvolleres als eine unerfüllte Liebe. Ehrlich. Aber das sieht man, wenn man mitten drin steckt, natürlich ein wenig anders. :blink:

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Es gibt nichts Wertvolleres als eine unerfüllte Liebe. Ehrlich. Aber das sieht man, wenn man mitten drin steckt, natürlich ein wenig anders. :blink:

Von Fall zu Fall kann man das aber auch hinterher anders sehen. Wirklich wertvoll ist aber auf jeden Fall das Allzeithoch einer guten Aktie. :P

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Hallo Leute,

 

naja, für die es nicht wissen, liegt das ganze daran, daß ich über Jahre hinweg Priester werden wollte. Da hat man einfach was anderes im Sinn als Frauen, und so schwer ist mir das ja gar nicht gefallen, ehelos zu leben. Das war für mich so gut wie nie ein Problem, die Ehelosigkeit, weil es eben Dinge gibt, die sonst das Leben auf anderer Weise erfüllen.

 

Sehr schwierig ist das ja nicht, muß ich sagen, bis man sich über beide Ohren verliebt hat. Dann weiß man, wie es ist, und wenn man drüber hinweg ist, dann weiß man besser damit umzugehen, falls das nochmal passiert. Wenn es ein zweites Mal kommt, nachdem die Ordensgelübdte abgelegt ist, dann hat man eine gewisse Erfahrung hinter sich. Mir ist sogar ein Fall bekannt, von jemand, der verliebt war, und sich trotzdem für die Berufung in den Jesuitenorden entschieden hat. Und noch ein Fall kennt sicher hier jeder, der Heilige Franziskus soll in der Heiligen Klara verliebt gewesen sein, und trotzdem ist er seiner Berufung treu geblieben. Wer weiß, vielleicht gehe ich wieder in einen Orden, so ganz weg ist die Idee nicht.... Ich sagte nur vielleicht, wohlgemerkt.

 

Nun Hand aufs Herz, was ist denn, wenn jemand sich in die Frau des Nachbarn verliebt? Der muß ja doch auch durch das Martyrium durch, da gibt es kein Weg dran vorbei, nun auch Herr über seine Gefühle zu werden und Erwachsen zu werden. Es heißt ja sogar im CIC, wer in die Ehe von blindem Drang getrieben hineingeht, der zeigt ja, daß er unreif ist. Also ist die Selbstbeherrschung in der Verliebtheit geradezu ein wichtiger Aspekt, den man nicht vernachlässigen sollte, und das kann man vielleicht am besten so üben, daß man den Ehevollzug für erst nach der Eheschließung aufspart, z.B. Die Juden haben früher vor der Eheschließung eine Zeit der Trennung durchgemacht, wo man sich nicht sehen durfte, damit die Entscheidung wohlüberlegt ist.

 

Aber einmal den Blick auf meine Bekanntschaften geworfen, nicht alle Jungfrauen in meinem Alter, die ich kenne, hatten einen ähnlichen Weg eingeschlagen, daß sie zuerst versucht haben, Nonne zu werden. Dies war nur bei einer der Ladies der Fall. Und ich kenne sogar eine Frau, die die Jungfrauengelübte abgelegt hat, obwohl sie keine Nonne werden will.

 

Na, was sagt ihr denn dazu?

 

Carlos

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Und ich kenne sogar eine Frau, die die Jungfrauengelübte abgelegt hat, obwohl sie keine Nonne werden will.

 

Na, was sagt ihr denn dazu?

 

Carlos

Jungfrauengelübte ? Ist das so wie ein Schweigegelübte bei Leuten, die fortan nichts mehr sprechen ?

Edited by Thofrock
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Jungfrauengelübte ? Ist das so wie ein Schweigegelübte bei Leuten, die fortan nichts mehr sprechen ?

Wieso denn nicht mehr sprechen???? :blink:

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Na, was sagt ihr denn dazu?

Du lebst in einer sehr seltsamen Welt.

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Jungfrauengelübte ? Ist das so wie ein Schweigegelübte bei Leuten, die fortan nichts mehr sprechen ?

Wieso denn nicht mehr sprechen???? :blink:

Unter einem Schweigegelübte verstehe ich, daß man nicht mehr spricht.

Du nicht ?

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Du lebst in einer sehr seltsamen Welt.

Wieso denn? Nur weil man anders lebt als sonst viele in der nicht durchweg existierenden aber schon in gewissen Kreisen gegebenen Spaßgesellschaft?

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Unter einem Schweigegelübte verstehe ich, daß man nicht mehr spricht. Du nicht ?

Wieso denn Schweigegelübte? Ich sagte Jungfrauengelübte...

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Ich hatte versucht eine Analogie zu bilden, weil ich den Begriff "Jungfrauengelübte" unsympathisch und unverständlich finde.

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Du lebst in einer sehr seltsamen Welt.

Wieso denn? Nur weil man anders lebt als sonst viele in der nicht durchweg existierenden aber schon in gewissen Kreisen gegebenen Spaßgesellschaft?

Du bist sehr seltsam.

 

Und Du lebst in einer sehr seltsamen Welt.

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Nun Hand aufs Herz, was ist denn, wenn jemand sich in die Frau des Nachbarn verliebt? Der muß ja doch auch durch das Martyrium durch, da gibt es kein Weg dran vorbei, nun auch Herr über seine Gefühle zu werden und Erwachsen zu werden.

Die Frau des Nachbarn nennt man im allgemeinen "Nachbarin". Die ist schliesslich ein eigenständiger Mensch und nicht einfach nur Besitz ihres Ehemannes. Ob man da durch ein Martyrium muss, hängt von den Umständen ab. Vielleicht ist sie ja unglücklich verheiratet, vielleicht betrügt sie ihr Ehemann usw. Damit aus der Sache eine richtige Geschichte wird, muss es knistern. Die Story über den armen Jüngling, der Herr über seine Gefühle wird, kann man doch nicht verkaufen.

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So seltsam auch wieder nicht. Das bei Weitem Seltsamste an dieser Welt ist, daß man dort "Gelübde" mit "t" schreibt... :blink:

Da bin ich schon bei Karolin mal drüber gestolpert. Man findet es in der Tat öfter auch mit "t" geschrieben.

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Da bin ich schon bei Karolin mal drüber gestolpert. Man findet es in der Tat öfter auch mit "t" geschrieben.

Jetzt finde mal heraus, von wem sie das abgeschrieben hat... ehm....

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Ist das nicht doch ein Unterschied? Ich meine, wenn man wirklich an Einbruch denkt? Ich glaube, ich hätte im Zweifelsfall weniger Hemmungen, der Kirche einen zu klauen als einer anderen Frau...

Das ist vielleicht die falsche Frage.

 

Viel wichtiger ist unter Umstaenden, dass man in beiden Faellen am Ende jemanden bekommt, der den ganzen Rest seines Lebens unter furchtbaren Gewissensbissen leidet. Ich habe das schon mal bei jemandem gesehen, der von einer juengeren Frau nach Strich und Faden verfuehrt worden ist, und dann seine Ehefrau hat sitzen lassen. Nach ein paar Monaten mit der juengeren Frau wurde diese ihm zu langweilig, und er wollte eigentlich nur wieder zu seiner Ehefrau zurueck. Das ging aber nicht, da dort schon zuviel Porzellan zerschlagen worden war. Jetzt hat er gar niemanden mehr, und macht sich auch noch Vorwuerfe.

 

Liebe Ina: Ich will mit dieser traurigen Story Dich nicht in irgendeine Richtung beinflussen. Aber ich habe einen konkreten Vorschlag. Such Dir mal einen anderen Priester (vielleicht jemand der ungefaehr im gleichen Alter ist wie Dein Angebeteter, vielleicht jemand, der viel mehr Lebenserfahrung hat). Erzaehl dem mal Deine Story. Und frag ihn mal um Rat. Nicht, was Du genau tun sollst. Es gibt naemlich keine einfache Antwort (die ueblichen Vorschlaege, wie ein paar Ave Maria beten, oder es mit Deinem Angebeteten in der Lotusblumen-Position treiben, oder kalte Duschen, die sind alle Schwachsinn). Sondern um Rat, wie er die Situation von der anderen Seite sehen wuerde. Und vielleicht hilft er Dir, Deine Gedanken gut zu sortieren, und in ihnen Klarheit zu finden.

 

Viel Glueck!

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Hallo Baumfaeller!

 

Die Idee hört sich gut an... Ich glaube ich weis schon zu wem ich gehen könnte. Mal schaun.

 

Liebe Grüße!

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Ist das nicht doch ein Unterschied? Ich meine, wenn man wirklich an Einbruch denkt? Ich glaube, ich hätte im Zweifelsfall weniger Hemmungen, der Kirche einen zu klauen als einer anderen Frau...

Das ist vielleicht die falsche Frage.

 

Viel wichtiger ist unter Umstaenden, dass man in beiden Faellen am Ende jemanden bekommt, der den ganzen Rest seines Lebens unter furchtbaren Gewissensbissen leidet.

Kleine, aber wichtige grammatikalische Korrektur:

 

Viel wichtiger ist, dass man in beiden Faellen unter Umstaenden am Ende jemanden bekommt, der den ganzen Rest seines Lebens unter furchtbaren Gewissensbissen leidet.

 

(Ich nehme an, das war so gemeint, wie ich Baumfäller kenne).

 

 

Sowas ähnliches hatte ich anfangs ja auch schon geschrieben. Wer sich zutraut, diese Gewissensbisse auffangen zu können - bitteschön. Mat hat das einmal irgendwo sehr schön beschrieben, daß seine Frau die Spannungen oder die Reste derselben, die sich aus seinem Abschied vom Klosterdasein ergeben haben, immer wieder mal zu spüren bekommt, sie aber geduldig mittragen kann. Das alleine kann und darf kein Grund sein, jemandem den man liebt, den Rücken zu kehren. Man sollte sich nur bewußt sein, welchen Stellenwert das hat(te), was der andere für einen aufgegeben hat und ob man damit leben kann, daß man diese Lücke (vielleicht) nie wird füllen können. Denn bei aller Liebe: Ein Kloster oder ein Priesterdasein kann eine Frau für jemanden, mit dessen Identität das untrennbar verknüpft ist, vermutlich nicht ersetzen.

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