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Zu lieb für diese Welt


seelenvogel
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seelenvogel

Ich war immer sehr sensibel, bin offen und ehrlich (was mache nicht leiden können - die lieber eine Maske tragen und schaupielern), tue allen immer nur Gutes, gehe lieber zum Sozialamt und vermittle meiner arbeitslosen Freundin den Job, den ich selbst machen wollte; arbeite immer für die anderen (damit es ihnen gut geht, sie sich wohlfühlen), verarsche, beleidige, diskriminiere, verachte und mobbe niemanden auf dieser Welt, ich fühle mich verantwortlich, wenn es anderen nicht gut geht, wenn es soviele Ungerechtigkeiten gibt; wenn jemand weint, dann weine ich grundsätzlich mit; wenn mich jemand nicht mag und das offen zeigt, leidet MEIN Selbstwertgefühl und ICH fange an mich zu unterfragen (wieso, weshalb, warum).

 

Ich bekomme oft zu hören, ich sei ZU sensibel, wäre zu gut für diese Welt, hätte eine gute Seele, aber müsste doch bitte mehr an mich denke.

Ich für mich denke, dass es o.k. ist, wenn man kein egoistischer Mensch ist, der überall nur nach seinem Vorteil sucht und andere (Behinderte, Ausländer, psyhisch Kranke, Arbeitslose usw.) minderwertiger behandelt.

 

Je länger ich aber lebe, umso schwieriger ist das, mit dieser Haltung ein vernünftiges Dasein zu führen, denn es geht immer schlechter - weil die Welt schneller, oberflächlicher, egoistischer, materialistischer usw. geworden ist und christliche Nächstenliebe, Nicht-Materialismus und Selbstlosigkeit als "Verrücktheit" abgetan wird. Es kann doch nicht angehen, dass ich (obwohl ich niemandem etwas Böses will) diejenige bin, der es nicht gut geht, die Depressionen bekommt (weil die Welt so ist), obwohl MEINE Haltung im Grunde doch die menschenbejahendere ist.

Oder kann man in dieser Welt nur klarkommen, wenn einem das Meiste egal ist, wenn man mitmacht in diesem "Spiel" und all seine Prinzipien und Grundhaltungen aufgibt?

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Hallo Seelenvogel,

 

du liegst nur in einem falsch, nämlich darin, dich selbst nicht so anzunehmen, wie du bist. Auch wenn ich mit meiner Antwort ohne große Erläuterung herausplatze - das zentrale christliche Gebot lautet: Du sollst deinen Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst.

 

Wenn du dein Verhalten als richtig empfindest, warum solltest du es anders machen ? Dein Unwohlsein entsteht meiner Meinung nach nicht dadurch, daß du tust, was du tust, sondern dadurch, daß du nicht bedingungslos ja dazu sagst.

 

Lies mal das Buch "Haben oder Sein" von Erich Fromm, dann brauchst du dir nicht alles selbst zusammensuchen.

 

Herzliche Grüße

Martin

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<< Oder kann man in dieser Welt nur klarkommen, wenn einem das Meiste egal ist, wenn man mitmacht in diesem "Spiel" und all seine Prinzipien und Grundhaltungen aufgibt? >>

 

Lieber Seelenvogel,

 

es kommt darauf an, ein "gesundes Maß" zu finden. Man muss nicht alle Prinzipien und Grundhaltungen aufgeben, sondern hier und da Zugeständnisse machen. Einer allein kann nicht alles bewirken. Du kannst nicht alle Hungernden satt machen und jedem helfen, der Hilfe braucht. Manches muss man notgedrungen an sich abprallen lassen.

 

Ich tröste mich immer damit, dass die Kirche auch nicht nächstenliebender ist als ich. Die hat immer erst an ihr eigenes Heil gedacht und dann erst an das Heil der Gläubigen. Nur so kommt man zu was.

 

Tyra

 

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Liebe Seelenvogel!

 

Du bist schlichtweg zu gut für diese Welt. Leider wirst Du in diesem Forum massenweise Leute finden, die furchtbar sind: die gerne lästern, die anderen mal eins 'reindrücken usw. Selbst die Christen hier sind allesamt Sünder - und ich muss gestehen: Manchmal habe auch ich böse Gedanken und setze sie sogar in die Tat um. Wenn ich beichten gehe, dann komm ich unter anderthalb Stunden nicht aus dem Beichtgespräch raus und vor mir liegt ein Haufen Scheiße, für den ich verantwortlich bin.

 

Es wird für Dich immer schwer sein, angemessene Gemeinschaft zu finden. Da hab ich's einfach leichter. Da kommt mir die Welt schon gar nicht mehr so schlecht vor, weil ich nicht viel besser bin.

 

Glücklicherweise bin ich Christ. Ich darf locker versuchen, besser zu werden, ohne mir den Stress machen zu müssen, schon gut zu sein. Gott sei Dank, dass ich als Sünder nicht ein verdammenswertes Geschöpf bin, sondern in der vergebenden Gnade Gottes mich wohlfühlen kann.

 

Dem Buchtipp von Martin schließe ich mich natürlich an (Erich Fromm ist auch so ein Sünder, der sich zu lesen rentiert). Aber noch mehr: Schließ Dich doch einfach Gott an. Mach's wie er und vergib der bösen Welt und den bösen Normalmenschen ihre Bosheit. Öffne Deinen Vogelkäfig der Heiligkeit und stürz Dich ins Leben. Erst mal reinstürzen. Nicht vorher PRÄ-FLEKTIEREN (was wäre, wenn...), sondern RE-FLEKTIEREN (hinterher fragen: War's gut? Soll ich wirklich nochmal so handeln?). Mancher Scheiß und manche Sünde müssen vielleicht erstmal vollbracht werden, damit man hinterher daraus lernt.

 

Weißt Du, man kann sich auch als normalschlechter Mensch richtig gut fühlen. Eben einfach so sein, wie man ist. Ja, man kann sogar über Milchbubis lachen, die sich zu fein für diese Welt sind und die sich vor lauter Gutsein zu gut sind, sich am Dreck dieser Welt die Hände zu beschmutzen. Man kann als normalschlechter Mensch einfach stolz sein, dass man durch all den selbstverschuldeten Mist sich selbst nicht verloren, sondern gefunden hat. Stolz, einfach so zu sein wie man ist. Stolz, dass man es gelernt hat, für den ganzen Mist, den man täglich baut, gerade zu stehen.

 

Und man kann als normalschlechter Mensch sogar etwas ganz wundervolles erleben: Dass einen andere Menschen trotz aller Macken mögen. Ja, dass sie einen sogar lieber mögen als einen Heiligen, den man ja nur auf ein Podest stellen kann, um ihn zu bewundern. Aufgenommen sein in die große Schar der vergebungsbedürftigen Sünder. Das ist doch was - oder? Geliebt werden auch dann, wenn man Charakterfehler hat: Das ist doch eine der tiefsten Erfahrungen - nicht wahr? Und die ganze Verkrampfung des Immer-gut-sein-müssens im Lokus hinabspülen. Mitsamt dem (Schein-)Heiligenschein.

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Lieber Seelenvogel!

 


Zitat von seelenvogel am 10:25 - 7.April.2001

Ich war immer sehr sensibel, bin offen und ehrlich (was mache nicht leiden können - die lieber eine Maske tragen und schaupielern), tue allen immer nur Gutes, gehe lieber zum Sozialamt und vermittle meiner arbeitslosen Freundin den Job, den ich selbst machen wollte; arbeite immer für die anderen (damit es ihnen gut geht, sie sich wohlfühlen), verarsche, beleidige, diskriminiere, verachte und mobbe niemanden auf dieser Welt, ich fühle mich verantwortlich, wenn es anderen nicht gut geht, wenn es soviele Ungerechtigkeiten gibt; wenn jemand weint, dann weine ich grundsätzlich mit; wenn mich jemand nicht mag und das offen zeigt, leidet MEIN Selbstwertgefühl und ICH fange an mich zu unterfragen (wieso, weshalb, warum)

 

Du bist eindeutig zu gut für diese Welt! (Das musst du aber jetzt nicht unbedingt negativ auffassen!)

 


Oder kann man in dieser Welt nur klarkommen, wenn einem das Meiste egal ist, wenn man mitmacht in diesem "Spiel" und all seine Prinzipien und Grundhaltungen aufgibt?


 

Es darf dir nicht alles egal sein, man darf seine Prinzipien nicht eifach so alle aufgeben, aber man muss auch zusehen, dass man sich in dieser Welt zurechtfindet. Was hast du davon, wenn du dein ganzes Leben anderen "geholfen" (ich denke das passendere Wort wäre in manchen Fällen, die du geschildert hast "durchgefüttert") hast, und mit 30 in der Gosse landest?

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Vorheriges gestrichen, hatte zunächst gedacht, du bist männlich und schickst deine Freundin arbeiten, deswegen mein Spott.

Sorry

 

Wenn ich deinen Text erneut lese, steckst du zurück und bist jetzt entteuscht, weil keine "Belohnnung" kommt. Es ist doch wichtig, in dieser Welt etwas zu bewegen, wenn sie "besser" werden soll. Und das geht nur, wenn du auch deine "boshaften" Seiten zuläßt, sonst kannst du nicht kämpfen und nichts erreichen. Und irgend welche arme Teufel haben mehr davon, wenn du für sie kämpfst als wenn du mit ihnen weinst und dich schlecht fühlst. Es wäre doch fatal, wenn die Guten mitleiden, während die Unedleren sagen, wo es lang geht. Du mußt die Waffen deines Gegners kennen und beherrschen. Gegen schwarze Magie hilft nur weiße Magie. Dann geht es dir besser und der Welt geht es auch besser.

 

freundliche Grüße

Patrick

 

(Geändert von Patrick um 17:01 - 7.April.2001)

 

 

(Geändert von Patrick um 17:03 - 7.April.2001)

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Zitat von Mecky am 11:11 - 7.April.2001

Wenn ich beichten gehe, dann komm ich unter anderthalb Stunden nicht aus dem Beichtgespräch raus und vor mir liegt ein Haufen Scheiße, für den ich verantwortlich bin.

 


 

Ist es das etwa, was man als 'Beichtstuhl' bezeichnet?

 

eek3.gif

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Leider wirst Du in diesem Forum massenweise Leute finden, die furchtbar sind: die gerne lästern, die anderen mal eins 'reindrücken usw.

 

Mecky, was schreibst du denn da.

Seelenvogel, glaube diesem Mecky nicht. Gerade das Forum hier ist eine Oase seelenvollen Umgangs miteinander, wir lieben uns alle und Mecky sollte das eigentlich wissen. Ich weiß auch nicht, warum er dich erschrecken will. Das passt so gar nicht zu ihm.

 

Patrick

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Zitat von seelenvogel am 10:25 - 7.April.2001

Ich war immer sehr sensibel, bin offen und ehrlich (was mache nicht leiden können - die lieber eine Maske tragen und schaupielern), tue allen immer nur Gutes, gehe lieber zum Sozialamt und vermittle meiner arbeitslosen Freundin den Job, den ich selbst machen wollte; arbeite immer für die anderen (damit es ihnen gut geht, sie sich wohlfühlen), verarsche, beleidige, diskriminiere, verachte und mobbe niemanden auf dieser Welt, ich fühle mich verantwortlich, wenn es anderen nicht gut geht, wenn es soviele Ungerechtigkeiten gibt; wenn jemand weint, dann weine ich grundsätzlich mit; wenn mich jemand nicht mag und das offen zeigt, leidet MEIN Selbstwertgefühl und ICH fange an mich zu unterfragen (wieso, weshalb, warum).

 

Ich bekomme oft zu hören, ich sei ZU sensibel, wäre zu gut für diese Welt, hätte eine gute Seele, aber müsste doch bitte mehr an mich denke.

Ich für mich denke, dass es o.k. ist, wenn man kein egoistischer Mensch ist, der überall nur nach seinem Vorteil sucht und andere (Behinderte, Ausländer, psyhisch Kranke, Arbeitslose usw.) minderwertiger behandelt.

 

Je länger ich aber lebe, umso schwieriger ist das, mit dieser Haltung ein vernünftiges Dasein zu führen, denn es geht immer schlechter - weil die Welt schneller, oberflächlicher, egoistischer, materialistischer usw. geworden ist und christliche Nächstenliebe, Nicht-Materialismus und Selbstlosigkeit als "Verrücktheit" abgetan wird. Es kann doch nicht angehen, dass ich (obwohl ich niemandem etwas Böses will) diejenige bin, der es nicht gut geht, die Depressionen bekommt (weil die Welt so ist), obwohl MEINE Haltung im Grunde doch die menschenbejahendere ist.

Oder kann man in dieser Welt nur klarkommen, wenn einem das Meiste egal ist, wenn man mitmacht in diesem "Spiel" und all seine Prinzipien und Grundhaltungen aufgibt?


 

Sündige nicht mehr!

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mdrbig.gif
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Hallo seelenvogel,

 

sich selber zu lieben, heißt nicht automatisch, anderen zu schaden. Was für mich gut ist, muß nicht notwendigerweise schlecht für den anderen sein.

 

Sieh mal, Du bist froh, wenn die Menschen in Deiner Umgebung sich wohl fühlen. Aber die sind sicher auch ebenso froh, wenn es Dir gut geht.

 

"Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" heißt meiner Ansicht nach "Liebe Deinen Nächsten, als auch Dich selbst" Dies ist kein Widerspruch.

 

In angemessener (nicht egoistischer) Weise für sich selber zu sorgen, ist auch für die Mitmenschen positiv.

 

Grüße

 

Olli

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Hey, stehe ich hier gegen den Rest der Welt ?

 

Warum will jeder Seelevogel erzählen, daß er (sie) es anders machen soll ? Die Frage, die sich stellt, ist doch: Willst du anders sein Seelenvogel, oder willst du dazu stehen können wie du bist ?

 

Herzliche Grüße

Martin

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Zitat von Martin am 19:33 - 7.April.2001

Hey, stehe ich hier gegen den Rest der Welt ?

 

Warum will jeder Seelevogel erzählen, daß er (sie) es anders machen soll ? Die Frage, die sich stellt, ist doch: Willst du anders sein Seelenvogel, oder willst du dazu stehen können wie du bist ?

 

Herzliche Grüße

Martin

 

Ich schließe mich der Meinung von Martin an. Christsein ist eben kein Honigschlecken, war es übrigens meiner Meinung nach auch noch nie. Liebe Seelenvogel aber bitte nicht vergessen, daß wir zu diesem "Ideal" eben Hilfe brauchen, weil unsere Natur leider oft andere Wege, nämlich leichtere Wege gehen möchte. Christus sollte unser Vorbild sein. Er hat uns gezeigt, daß es möglich ist mit der Hilfe Gottes, auch die größte Erniedrigung und Ungerechtigkeit auszuhalten. Wenn Dir das gelingt so anzunehmen, wirst Du auch die Erkenntnis bekommen, wie Du Dein Leben nach Gottes Willen ausrichten kannst. Denke bitte daran: Gott läßt nicht zu, daß Du sozusagen unter die "Räder" kommst.

lieben Gruß

Udo

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Hallo Seelenvogel,

 

auch ich habe ein äußerst ausgeprägtes Helfersyndrom, was mir oft sehr viel Kraft gekostet hat. Ich habe aber gelernt wie ich mit "Seelenvampiren" umgehen muß ohne mich völlig aufgeben zu müssen. Seelenvampire waren diese Menschen, die auch nicht davor zurückschraken, mich auch nachts aus dem Bett zu holen und sich recht wenig um meine Belange kümmerten, sondern eher um ihre - auch noch so belanglosen Problemchen. Ich habe gemerkt das ich mich besser, selbstbewußter fühlte und mein Selbstwertgefühl gesteigert hat, wenn ich anderen helfen konnte oder sie mich brauchten. Mich selber vergaß ich allerdings dabei. Ich habe es auch nicht geschafft mal NEIN sagen zu können und mich nicht dabei schlecht zu fühlen.

 

Heute habe ich es allerdings gelernt, die Probleme anderer Leute auch zu differenzieren und vorallem mich selber auch anzunehmen und zu lieben. Ich brauche die Bestätigung anderer nicht mehr als Lebenselexier und Aufwertung meines Selbstwertgefühls. Ich habe in meinem Leben einen Sinn gefunden, das ist in erster Linie meine Familie. Ich helfe immer noch gerne, zu mir kann auch jeder kommen nur nicht mehr um jeden Preis..(ich meine hier nicht gravierende Probleme)

 

Versuche vielleicht einmal Dich anzunehmen - auch mit diesem sensiblen Part. Versuche nein zu sagen wenn es Dir nicht gut tut und tue mal was für Dich. Denn wenn Du selber zufriedener und ausgeglichener bist, desto besser kannst Du auch Probleme anderer angehen.

 

LG Sina

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Also, ich weiß nicht recht, ob dieser liebliche Vogel so ganz echt ist. Leute, die sich selbst heilig sprechen und Selbstbeweihräucherung betreiben, die so fürchterlich gut sind, dass sie "sogar" zum Sozialamt gehen, um einer Freundin den eigenen Job zu überlassen rotaeye.gif, die sind mir sehr suspekt. Sie sind wohl für jede Welt zu gut. Auch für die jenseitige.

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Liebe Sina,

 

ich denke, du bringst die zweite Komponente ein, die eine Überforderung mit dieser Verhaltensweise ausmachen kann - Ausbeutung.

 

Der andere offene Punkt ist eine falsche Erwartungshaltung hinsichtlich der Reaktion der "geholfenen" wink2.gif wie Patrick das schon beschreibt . Wenn man auf Dankbarkeit hofft, auf Belohnung, kann das reichlich enttäuschend sein.

 

Herzliche Grüße

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Ja, ich wundere mich auch, Ute! Ich dachte auch, da verlmaa.gif einmal wieder jemand Gottes Herde. Aber sowas scheint es wirklich zu geben. In diesem Fall wäre aber eine psychotherapeutische Unterstützung angezeigt.

 

In diesem Fall würdeich mein etwas hämisches "Sündige nicht mehr!" zurücknehmen!

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Es gibt zwei Möglichkeiten,

 

entweder sind z.B. Kölscher und Ute auf dem Holzweg, oder ich bin es ?

 

Was ist die Realität bei dieser Fragestellung ?

Warum kommt Seelenvogel mit dem eigenen Verhalten nicht klar ?

 

Weil es falsch ist oder weil das Verhalten keinen eigenen überzeugten Standpunkt hat ?

 

Herzliche Grüße

Martin

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Ich muß mich deutlicher ausdrücken: Ich dachte (!) es sei eine Vera....! Es könnte aber auch echt sein - nur dann tut mir 'seelendingsda' wirklich leid!

 

Gruß

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Ich muß mich deutlicher ausdrücken: Ich dachte (!) es sei eine Vera....! Es könnte aber auch echt sein - nur dann tut mir 'seelendingsda' wirklich leid!

 

Bei mir war es noch doller.  

Ich hielt Seelenvogel für ein männliches Wesen, das uns verar...

Doch irgendwo geht aus dem Posting hervor, dass sie eine "sie " ist.

Das merkte ich erst beim zweiten Lesen.

Jetzt war mir klar: "Das ist keine Vera... , das ist ernst.

Seither denke ich über Geschlechterstereotypien in meinem Kopf nach.

Vielleicht hat Katharina doch recht

 

So ist das Leben

Patrick

 

 

(Geändert von Patrick um 21:30 - 7.April.2001)

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Ich kenn solche Frauen: das sind aber meistens Mütter, die alles für ihre faulen Männer und Kinder tun!

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Nur interessehalber, Patrick,

 

du merkst, sie ist eine Frau. Und dann auf einmal gehtst du davon aus, dass es KEINE Verarschung ist? Wieso?

 

Die Tante hat sich bisher nicht wieder blicken lassen. So weit scheint die Seelenqual also nicht zu gehen. Aber in dieser Hinsicht will ich lieber etwas vorsichtig sein: wer weiß, was sie aufhält.

 

Aber es bleibt die Selbstbeweihräucherung. Liebe Sina, ich kann mir nicht vorstellen, dass du, auch wenn du ein Helfersyndrom zugibst und dich zuweilen ausgenutzt fühlst (fühltest), dich so heiligmäßig gibst wie diese Seelenschwalbe.

 

Aber es soll Menschen geben, die ihr Selbstwertgefühl darauf herleiten, dass sie einfach nur gut sind.

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seelenvogel

Danke für die vielen Antworten. Nein, ich will hier keinen verarschen (was soll die Behauptung?!). Und ich beweihräuchere mich hier auch nicht selbst. Was ich geschrieben habe, ist so, wie ich die Dinge wahrnehme und wie ich lebe. Und das gilt auch für die Geschichte mit dem Sozialamt. Ich denke oft einfach nicht darüber nach, was meine Handlungen für negative Folgen für mich selbst bedeuten, ob ich mich damit selbst aus dem Rennen schießen usw., weil ich in erster Linie daran denke und möchte, dass es den anderen gut geht. Nicht, weil es MIR damit sehr viel besser geht, sondern weil ich intuitiv einfach so handeln muss.

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Liebe Seelenvogel!

 

Nein, Du wolltest uns nicht verarschen - das würde nicht zu Dir passen. Aber Dein ganzes Selbstbild passt nicht. Ja, es gibt Menschen, die ihr Selbstwertgefühl darauf aufbauen, dass sie gut sind. Und sicher hast Du Anlagen in diese Richtung. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Da stimmt was nicht:

 

Wäre das wirklich Deine Berufung, dann würdest Du nicht darunter leiden. Dann käme das von innen heraus und Du wärst nicht davon abhängig, wie andere darauf reagieren.

 

Ich vermute, dass Du weniger unter einem Helfersyndrom leidest, als vielmehr unter dem Gute-Mädchen-Syndrom: Du nimmst Deine aggressiven, verweigernden, egoistischen Anteile nicht wahr und verteufelst sie als etwas Böses. Anstatt diese Triebe zu kultivieren und in die Persönlichkeit zu integrieren.

 

Achte doch mal auf Deine Träume. Gibt es da Traumgestalten, die Dich verfolgen, Tiere, die Dich bedrohen, Menschen, die Dir schaden wollen? Da hast Du dann diese Anteile vor Augen, denn diese Traumgestalten sind nichts als Anteile von Dir! (Von wem denn sonst?)

Die Perfektion der Selbstentfremdung wäre natürlich, wenn Du auch an diese Träume nicht herankommst.

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