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Vatikan - Predigten, Ansprachen, Reden


Axel
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Übersetzung durch "Radio Vatikan":

 

Verehrte Brüder Kardinäle, Liebe Schwestern und Brüder in Christus, ihr alle Männer und Frauen guten Willens.

 

Gnade und Frieden in Überfluss an euch alle. In meiner Seele spüre ich in diesem Moment zwei sich widersprechende Gefühle. Auf der einen Seite ein Gefühl der menschlichen Unruhe wegen der Verantwortung die mir gestern anvertraut wurde. Als Nachfolger des Apostels Petrus an diesem Sitz von Rom mitten in der Universalkirche. Auf der anderen Seite fühle ich in mir eine tiefe Dankbarkeit Gott gegenüber der, wie es uns die Liturgie singen lässt, seine Herde nicht verlässt, sondern sie durch die Zeiten führt - auch jene führt, die die Stellvertreter seines Sohnes sein sollen. Diese intime Anerkennung für ein Geschenk der göttlichen Barmherzigkeit übertrifft alles in meinem Herzen. Und ich sehe das als eine große besondere Gnade, die mir von meinem verehrten Vorgänger Johannes Paul II. übergeben wurde. Ich fühle seine starke Hand, die meine hält. Ich spüre seine lächelnden Augen - zu sehen und seine Worte zu hören, die in diesem besonderen Moment an mich gerichtet sind: Hab keine Angst. Wir können zufügen: Der Tod des heiligen Vaters Johannes Paul II. und die darauffolgenden Tage sind für die Kirche und für die ganze Welt eine Zeit außerordentlicher Gnade gewesen. Der große Schmerz wegen seines Todes und das Gefühl der Leere, das der Tod in uns allen hinterlassen hat, waren von der Aktion des auferstandenen Christus überschattet. Von der Liebe und von der spirituellen Solidarität, was in den feierlichen Beerdigungsreden seinen Gipfel hatte. Die Beerdigung von Johannes Paul II. war eine außerordentliche Erfahrung in uns, in der uns auf eine besondere Weise die Kraft Gottes klar wurde, der durch seine Kirche alle Völker in eine große Familie umwandeln möchte - durch die vereinigende Kraft der Liebe und der Wahrheit. In der Stunde des Todes ist Johannes Paul II. seinem Meister und Herrn gleichgeworden. Er hat sein langes und fruchtbares Pontifikat gekrönt, indem er das christliche Volk im Glauben gestärkt, es immer um sich herum versammelt hat und die ganze Menschheitsfamilie vereinte. Wie sollen wir uns nicht von diesem Zeugnis unterstützt fühlen. Wie können wir nicht die Ermutigung feststellen, die aus diesem Moment der Gnade erwächst. Die göttliche Vorsehung hat mich durch das Votum der verehrten Kardinäle dazu berufen, diesem großen Papst zu folgen. Ich denke in diesen Stunden an das, was in Caesareum von Philippi vor 2000 Jahren geschehen ist. Ich denke, die Worte des Petrus zu hören: Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Und die feierliche Aussage des Herrn: Du bist Petrus und über diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen. Und ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben. Du bist Christus, du bist Petrus.

 

Mir scheint diese evangelische Szene neu zu leben. Ich, der Nachfolger des Petrus, wiederhole mit zitternden Worten die Worte des Fischers aus Galiläa und höre noch einmal mit emotionaler Bewegtheit das Versprechen des göttlichen Meisters. Das Gewicht der Verantwortung, das sich auf meine Schultern gelegt hat, ist enorm. Es ist sicherlich außerhalb des Maßes. Es ist eine außergewöhnliche, göttliche Macht auf die ich zählen kann. Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen. Als Bischof von Rom hat mich der Herr erwählt. Er wollte mich als seinen Stellvertreter. Er wollte mich als Fels auf dem er mit Sicherheit bauen kann. Ich bitte ihn der Armut meiner Kräfte zu Hilfe zu kommen. Damit ich ein mutiger und treuer Hirte seiner Herde sei. Ich gehe nun daran diesen besonderen Dienst auf mich zu nehmen. Den Petrusdienst, den Dienst der universalen Kirche und lege mich dazu in die Hände der göttlichen Vorsehung. Vor allem an Christus wende ich mich mit einer totalen und vertrauensvollen Hingabe. Auf dich Herr habe ich gehofft, ich werde in Ewigkeit nicht zu Schande werden. Euch Herr und Kardinäle danke ich, für das Vertrauen, das ihr mir entgegengebracht habt und ich bitte euch, mich mit dem Gebet und mit eurer Mitarbeit zu unterstützen. Ich bitte auch alle Brüder im Bischofsamt, mir zur Seite zu stehen mit Gebet und Rat, damit ich wirklich der Diener - der Diener Christi sein kann. Wie Petrus und die anderen Apostel zusammenarbeiteten, um mit dem Herrn eine einzige Gemeinschaft der Apostel zu bilden, so auch muss der Nachfolger Christi mit den Bischöfen, als Nachfolger der Apostel zusammenarbeiten. Sie müssen jetzt wirklich vereint sein. Diese kollegiale Gemeinschaft, die sich in der Verschiedenheit der Rollen, der Funktion des römischen Papstes und der Bischöfe zeigt, ist im Dienst für die Kirche und der Einheit des Glaubens. Von dieser Gemeinschaft hängt in besonderer Weise die Wirksamkeit der Evangelisierung in unserer Zeit ab. Vor allem auf diesem Weg, auf den meine verehrten Vorgänger hingewiesen haben, möchte auch ich weitergehen, um der ganzen Welt die Lebendigkeit Christi zu verkünden. Vor mir steht in besonderer Weise das Zeugnis Papst Johannes Paul II. Er hinterlässt uns eine mutigere, freiere, jüngere Kirche. Eine Kirche, die nach seiner Lehre und seinem Beispiel mit Fröhlichkeit in die Vergangenheit blickt und keine Angst hat vor der Zukunft.

 

Mit dem großen Jubiläum hat sie sich in das neue Jahrtausend eingefügt, indem sie auf das Evangelium vertraute und der Welt nocheinmal das zweite vatikanische Konzil vor Augen geführt hat. Papst Johannes Paul II. hat dieses Konzil als das Konzil hingestellt, an dem man sich im Dritten Jahrtausend orientieren kann. Auch in seinem spirituellen Testament merkte er an: Ich bin überzeugt, dass es noch lange Zeit - auch für die neuen Generationen - möglich sein wird, aus den Reichtümern des zweiten Vatikanischen Konzils zu schöpfen. Auch ich, der ich nun meinen Dienst als Nachfolger Petri aufnehme, möchte betonen, dass ich bei der Aktualisierung des zweiten Vatikanischen Konzils vorangehe. Auf der Spur meiner Vorgänger und in treuer Gemeinschaft mit der 2000 jährigen Geschichte der Kirche. In diesem Jahr wird besonders der 40. Jahrestag des Endes des Konzils gefeiert werden. In den vergangenen Jahrzehnten haben die Konzilsdokumente dennoch nicht an Aktualität verloren. Ihre Lehren offenbaren sich immer noch besonders bedeutsam in Bezug auf die neuen Einrichtungen der Kirche und der modernen globalisierten Gesellschaft. In besonders bedeutungsvoller Weise beginnt mein Pontifikat während die Kirche das besondere Jahr der Eucharistie lebt. Wie sollte ich nicht in diesem Zufall durch die Vorsehung ein besonderes Element sehen, dass den Dienst charakterisieren soll zu dem ich berufen bin. Die Eucharistie, das Herz des christlichen Lebens und die Quelle der evangelisierenden Mission der Kirche kann nichts anderes tun als das bleibende Zentrum und die Quelle des Dienstes des Petrus zu sein, das mir anvertraut wurde. Die Eucharistie macht den auferstandenen Christus immer und Konstant gegenwärtig. Der sich uns immer weiter schenkt, der uns ruft, an dem Tisch seines Leibes und Blutes teilzunehmen. Aus der vollen Gemeinschaft mit ihm, kommt jedes andere Element der Gemeinschaft der Kirche. Zuerst die Gemeinschaft zwischen allen Gläubigen. Der Einsatz der Verkündigung und des Zeugnisses des Evangeliums. Das Brennen der Liebe allen gegenüber, besonders gegenüber den Armen und Schwachen. In diesem Jahr muss mit besonderer Weise die Feierlichkeit des Frohnleichnams gefeiert werden. Die Eucharistie wird dann im Zentrum stehen im August, beim Weltjugendtag in Köln und im Oktober bei der in der ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode. Das sich mit dem Thema die Eucharastie als Quelle und Gipfel des Lebens und der Sendung der Kirche beschäftigen wird. Ich bitte alle in den nächsten Monaten die Liebe und die Hingabe an Jesus in der Eucharistie zu intensivieren und in mutiger Weise und klar den Glauben an die Anwesenheit des Herrn auszudrücken. Vor allem durch die Feierlichkeit und Richtigkeit der Zelebrationen.

 

Das bitte ich vor allem die Priester, an die ich in diesem Moment mit großer Hingabe denke. Der priesterliche Dienst ist im Abendmahlssaal zusammen mit der Eucharistie entstanden, wie es Johannes Paul II. mehrmals unterstrichen hat. Die priesterliche Existenz muss als besonderen Titel eine eucharistische Form haben, hat er in seinem letzten Brief am Gründonnerstag geschrieben. Zu diesem Zweck ist vor allem die tägliche Zelebration der heiligen Messe wichtig. Das Zentrum und die Sendung im Leben eines jeden Priesters. Genährt und unterstützt von der Eucharastie können die Katholiken nichts tun, als sich angenommen zu fühlen. Diese volle Einheit mit Christus zu suchen, die er im letzten Abendmahl brennend erwartet hat. Aus dieser höchsten Verbindung mit dem göttlichen Meister weiß der Nachfolger Petri besonders, welches seine Aufgaben sind. Vor allem ist ihm die Aufgabe die Brüder zu stärken aufgegeben. Mit vollem Bewusstsein am Anfang seines Dienstes in der Kirche in Rom, den Petrus mit seinem Blut gekrönt hat, möchte der Nachfolger Petri die Wiederherstellung der Einheit aller die an Christus glauben erreichen. Das ist seine Pflicht. Ihm ist bewusst, dass dafür nicht nur die Zeichen guten Willens reichen. Er braucht dazu konkrete Gesten, die in die Seelen eintreten und die Gewissen anrühren, indem sie jeden zur inneren Umkehr bewegen und ein Vorgehen auf dem Weg des Ökumenismus voranbringen. Der theologische Dialog ist notwendig. Die Vertiefung der historischen Motivationen ist doch nicht hinzugeben. Aber das zieht noch mehr zu dieser Reinigung des Gewissens, die Johannes Paul II. so oft angemahnt hat, die nur die Seelen führen kann die volle Wahrheit Christi anzunehmen. Es ist vor ihm, dem höchsten Richter alles Lebens, vor die sich ein jeder von uns stellen muss. Im Bewusstsein, dass er ihm eines Tages Rechenschaft ablegen muss für das was er getan hat oder nicht getan hat, im Angesicht des großen guten, der vollen und sichtbaren Einheit aller seiner Jünger. Der aktuelle Nachfolger Petri lässt sich in erster Person von dieser Frage ansprechen und ist dazu bereit alles dafür zu tun, was in seiner Macht steht, um die fundamentale Angelegenheit der Ökumene voranzubringen. Auf der Spur seiner Vorgänger ist er voll dazu bereit jede Initiative einzubringen, die Opportun erscheint, um die Kontakte und die Begegnung mit den Vertretern der verschiedenen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften zu fördern. An sie geht vor allem in diesem Moment mein herzlichster Gruß in Christus, dem einzigen Herrn aller. In diesem Moment komme ich mit meiner Erinnerung an den Tod und die Beerdigung Johannes Paul II. zurück. An seinen sterblichen Überresten haben sich die Staatschefs getroffen. Menschen aus allen sozialen Schichten und besonders Jugendlichen. In einer unvergesslichen Umarmung von Liebe und Bewunderung. Ihn hat die ganze Welt mit Vertrauen angeschaut. Uns schien, dass diese intensive Teilnahme, die bis in die Grenzen des Planeten ging, verbreitet durch die moderne Kommunikation, wie eine einsame Bitte um eine Hilfe war, die dem Papst von allen Mitgliedern der heutigen Menschheit gerichtet wurde. Und die sich von vielen Unsicherheiten und Ängsten durchwühlt sich über die Zukunft fragt. Die Kirche von heute muss in sich selbst das Bewusstsein der Aufgabe erneuern, die Christus selbst vorgestellt hat. Ich bin das Licht der Welt. Wer mir folgt, wird nicht in der Dunkelheit wandern, sondern wird das Licht des Lebens haben. Die Aufgabe eines neuen Papstes ist es vor allem das Licht Christi strahlen zu lassen. Es ist nicht das eigenen Licht, sondern das Licht Christi. Mit diesem Bewusstsein wende ich mich an alle, auch an diejenige, die anderen Religionen folgen oder einfach eine Antwort auf die fundamentalen Fragen der Existenz stellen und sie noch nicht gefunden haben. An alle wende ich mich mit Einfachheit und Liebe um zu versichern, dass die Kirche weitergehen wird. Ich werde mit ihnen einen offenen und ehrlichen Dialog führen auf dem Weg zu dem wahren Gut des Menschen und der Gesellschaft. Ich bitte von Gott für die Einheit und den Frieden für die menschliche Familie und erkläre die Bereitschaft aller Katholiken für die authentische, soziale Entwicklung mitzuarbeiten, die sich auf die Würde eines jeden menschlichen Wesens stützt. Wir werden unsere Kräfte nicht schonen und um den Dialog fortzusetzen den meine verehrten Vorgänger in verschiedenen Kulturen angefangen hat. Damit auf dem gegenseitigen Verständnis, die Bedingungen für eine bessere Zukunft aller herauskommen. Ich denke in besonderer Weise an die Jugendlichen. An sie, die privilegierten Gesprächspartner Johannes Paul II. geht mein besondere liebensvolle Umarmung in der Erwartung, dass, wenn es Gott gefällt, ich sie in Köln beim Weltjugendtag treffen kann. Mit euch liebe Jugendlichen, Zukunft und Hoffnung der Kirche und der Menschheit, werde ich weiter sprechen, indem ich auf eure Erwartungen höre und ich möchte euch helfen immer mehr in Tiefe mit Christus dem Lebendigen zu treffen, dem ewig Jungen. Bleib bei uns Herr. Diesen Anruf, der das dominante Thema des apostolischen Briefes Johannes Pauls II. für das Jahr der Eucharistie darstellt ist das Gebet, das aus meinem Herz spontan hervorkommt. Während ich anfange diesen Dienst, zu dem Christus mich berufen hat zu führen. Wie Petrus erneuere auch ich ihm gegenüber das bedingungslose Versprechen der Treue. Ihm möchte ich dienen, in dem ich mich völlig dem Dienst der Kirche widme. Zur Unterstützung dieses Versprechens bitte ich die mütterliche Fürbitte der heiligen Maria. In ihre Hände lege ich die Zukunft und die Gegenwart meiner Person und der Kirche. Mit ihrer Fürbitte mögen auch die heiligen Apostel Petrus und Paulus und alle heiligen für mich eintreten. Mit diesen Gefühlen spende ich euch verehrte Brüder Kardinäle und allen die an diesem Ritus teilnehmen und auch denjenigen die über das Fernsehen teilnehmen einen besonders liebevollen Segen.

 

(Übersetzung von Ludwig Waldmüller)

 

Übrigens: im lateinischen Original verwendet BXVI den pluralis maiestatis! Der Übersetzer hat das geschickt wegretuschiert.

Hat JPII in den lateinischen Versionen auch in der ersten Person Plural von sich gesprochen? Oder haben wir hier den ersten Rückfall in alte Zeiten vor uns?

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Übrigens: im lateinischen Original verwendet BXVI den pluralis maiestatis!

Ich halte das eher für den pluralis modestiae :lol:

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Übrigens: im lateinischen Original verwendet BXVI den pluralis maiestatis!

Ich halte das eher für den pluralis modestiae :lol:

Man müsste den lateinischen Text sehen.

Der Pluralis modestiae schließt normalerweise die Zuhörer mit ein. Wenn zum Beispiel ein Mathelehrer sagt: "Wir lernen heute die Multiplikation der Brüche, bis jetzt konnten wir sie nur addieren und subtrahieren", ist das der pl. modestiae (er wird ja um Himmels Willen diese Techniken beherrschen). Aber das frühere "dem Heiligen Geist und uns hat es gefallen....", ist eindeutig ein pl. maiestats.

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Das lateinische Original ist hier zu finden; und Axels Quelle ist Radio Vatikan - da ist die Schrifttype doch ein wenig größer und augenfreundlicher ...

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Einsteinchen

Im Lateinischen ist der pluralis majestatis oder modestatis nie abgeschafft worden.

"Nos" klingt bescheidener als das große "Ego"

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Mir gefällt sie ganz gut. Ich muss noch hinter die rhetorischen Feinheiten kommen :lol: aber sonst kann man ihm lobend auf die Schulter klopfen. Sieht er nicht fesch aus in Weiss?

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Im Lateinischen ist der pluralis majestatis oder modestatis nie abgeschafft worden.

"Nos" klingt bescheidener als das große "Ego"

Im Lateinischen muss ich weder "ego" noch "nos" sagen, die gemeinte Person ergibt sich aus der Endung des Praedikats. Die Personalpronomina werden nur verwendet, wenn das Subjekt besonders betont werden soll.

Übrigens, wie willst du im Lateinischen etwas abschaffen???? Wenn sie auch heute verwendet wurde (man denkt ja, man hört Italienisch, aber so ist es nicht), ist sie doch nicht mehr so lebendig, dass man sich da Änderungen vorstellen kann. Zumindest könnte man dann nur sagen: der Gebrauch beim Kirchenlatein hat sich gewandelt.!!!

Edited by Elima
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Die Sprache ist durch die Übersetzung nicht so klar wie gewohnt. Ich warte auf die erste deutsche Predigt.

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Der marianische Anteil sieht eher wie die Pflichtübung aus und nicht mehr wie die begeisterte Kür von Johannes Paul II.

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Übersetzung durch "Radio Vatikan":

 

Verehrte Brüder Kardinäle, Liebe Schwestern und Brüder in Christus...

im lateinischen Original (gelt's Gott, Lucia, für den Link!) steht aber "Brüder und Schwestern".

 

btw:

 

wie macht Ihr das in der Lesung:

 

"Schwestern und Brüder"

oder

"Brüder und Schwestern"

?

 

ich mach eigentlich immer

"Schwestern und Brüder",

weil, bei uns in der Kirche, sind immer schon die Schwestern da, vor der Messe, als erste, und beten still in der Bank.

 

das finde ich stark :lol:

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Ich finde, die erste Predigt bestätigt meine Vorhersage: Ratzi, pardon Benedikt XVI. wird uns noch alle überraschen.

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Ich finde, die erste Predigt bestätigt meine Vorhersage: Ratzi, pardon Benedikt XVI. wird uns noch alle überraschen.

Kann mich Prof. O.-H. Pesch nur anschließen, der kommentierte: Nichts neues.

 

Man möge mir überraschende Stellen zeigen, die Ratzinger nicht auch vorher schon hier und da gesagt und geschrieben hat (lese gerade mal wieder "Gott und die Welt"). Es wirkt nur anders, denn das überraschende ist: Ratzi ist jetzt Benedikt XVI

Edited by ramhol
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Die Zenit-Übersetzung ist nicht mehr auffindbar. Zurückgezogen?

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Was mir beim ersten Mal durchlesen gleich aufgefallen ist: Er nennt nicht weniger als 11 mal Johannes Paul II.

 

Zum Vergleich: "Jesus" kommt genau 1 mal vor, "Christus" 6 mal, "Herr" 9 mal.

 

Wie es die Stuttgarter Zeitung heute morgen in einem Kommentar ausgedrückt hat: Es sieht danach aus als wenn das Pontifikat Benedikts XVI kein Pontifikat des Aufbruchs, sondern ein Pontifikat des Gedenkens an Johannes Paul II wird.

 

Es ist klar, dass in dieser Predigt auch der Vorgänger erwähnt wurde, aber 11 mal gleichmässig verteilt auf den gesamten Text?

 

Irgendwie hört es sich für mich an wie eine Botschaft des Stellvertreters Johannes Pauls des Zweiten auf Erden.

 

Was auch die Stuttgarter Zeitung schrieb: Dass bei der Beerdigung Johannes Pauls der Wind das Evangelium zuschlug könnte man durchaus als Zeichen für das Pontifikat Benedikts ansehen. Ein frischer Wind ist von ihm nicht zu erwarten.

 

Werner

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Was auch die Stuttgarter Zeitung schrieb: Dass bei der Beerdigung Johannes Pauls der Wind das Evangelium zuschlug könnte man durchaus als Zeichen für das Pontifikat Benedikts ansehen. Ein frischer Wind ist von ihm nicht zu erwarten.

Bevor das Evangelium zuschlug, wurde es aber kräftig durchgeblättert, immer wieder neu aufgeschlagen.

Das könnte ich durchaus auch als Zeichen für das Pontifikat Benedikts ansehen.

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Was auch die Stuttgarter Zeitung schrieb: Dass bei der Beerdigung Johannes Pauls der Wind das Evangelium zuschlug könnte man durchaus als Zeichen für das Pontifikat Benedikts ansehen. Ein frischer Wind ist von ihm nicht zu erwarten.

Bevor das Evangelium zuschlug, wurde es aber kräftig durchgeblättert, immer wieder neu aufgeschlagen.

Das könnte ich durchaus auch als Zeichen für das Pontifikat Benedikts ansehen.

Die Stuttis wieder... habe gestern Nacht noch eine Weile in "Salz der Erde" gelesen. Und ich war überrascht, wieviel frischer Wind darin steckte.

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Was auch die Stuttgarter Zeitung schrieb: Dass bei der Beerdigung Johannes Pauls der Wind das Evangelium zuschlug könnte man durchaus als Zeichen für das Pontifikat Benedikts ansehen. Ein frischer Wind ist von ihm nicht zu erwarten.

Bevor das Evangelium zuschlug, wurde es aber kräftig durchgeblättert, immer wieder neu aufgeschlagen.

Das könnte ich durchaus auch als Zeichen für das Pontifikat Benedikts ansehen.

Wenn du das so sehen willst, ok.

Bezeichnenderweise wurde es allerdings rückwärts geblättert....

 

Werner

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wolfgang E.
Übrigens: im lateinischen Original verwendet BXVI den pluralis maiestatis!

Ich halte das eher für den pluralis modestiae :lol:

Man müsste den lateinischen Text sehen.

Der Pluralis modestiae schließt normalerweise die Zuhörer mit ein. Wenn zum Beispiel ein Mathelehrer sagt: "Wir lernen heute die Multiplikation der Brüche, bis jetzt konnten wir sie nur addieren und subtrahieren", ist das der pl. modestiae (er wird ja um Himmels Willen diese Techniken beherrschen). Aber das frühere "dem Heiligen Geist und uns hat es gefallen....", ist eindeutig ein pl. maiestats.

Wir sind auf dem ersten Schritt nach rueckwaerts jedenfalls beim pluralis maiestatis gelandet - Wir grossgeschrieben.

Duo animum Nostrum discordes sensus hoc tempore una simul subeunt. Nam ex una parte humano turbamento perfundimur et impares Nos sentimus officio hesterno die Nobis commisso, Successoribus scilicet Petri Apostoli hac in Romana Sede, coram universali Ecclesia. Ex altera autem parte magnopere animum gratum esse.....
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Wir sind auf dem ersten Schritt nach rueckwaerts jedenfalls beim pluralis maiestatis gelandet - Wir grossgeschrieben.

Gestern standen wir noch am Abgrund - heute sind wir schon ein gutes Stück weiter.

 

Aber wäre das besser?? :lol:

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wolfgang E.
Wir sind auf dem ersten Schritt nach rueckwaerts jedenfalls beim pluralis maiestatis gelandet - Wir grossgeschrieben.

Gestern standen wir noch am Abgrund - heute sind wir schon ein gutes Stück weiter.

 

Aber wäre das besser?? :lol:

Sind wir etwa Deiner Meinung nach von JP II an den Abgrund gefuehrt worden? Soweit gehe ja nicht einmal ich!!!!!!!

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Was mir beim ersten Mal durchlesen gleich aufgefallen ist: Er nennt nicht weniger als 11 mal Johannes Paul II.

 

Zum Vergleich: "Jesus" kommt genau 1 mal vor, "Christus" 6 mal, "Herr" 9 mal.

Jede Wette, dass dies von gestern an deutlich zurückgegehen wird.

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Was mir beim ersten Mal durchlesen gleich aufgefallen ist: Er nennt nicht weniger als 11 mal Johannes Paul II.

 

Zum Vergleich: "Jesus" kommt genau 1 mal vor, "Christus" 6 mal, "Herr" 9 mal.

Jede Wette, dass dies von gestern an deutlich zurückgegehen wird.

Schau mer mal!

 

Werner

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wolfgang E.
Was mir beim ersten Mal durchlesen gleich aufgefallen ist: Er nennt nicht weniger als 11 mal Johannes Paul II.

 

Zum Vergleich: "Jesus" kommt genau 1 mal vor, "Christus" 6 mal, "Herr" 9 mal.

Jede Wette, dass dies von gestern an deutlich zurückgegehen wird.

Was? Noch weniger Jesus?

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OneAndOnlySon
Wir sind auf dem ersten Schritt nach rueckwaerts jedenfalls beim pluralis maiestatis gelandet - Wir grossgeschrieben.

Ich hoffe da mal auf Sonntag, wenn der hl. Vater hoffentlich auch ein paar (mehr) Grußworte auf Deutsch sagen wird. Würde er da den Pl. M. anwenden, wär's echt der Hammer.

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