Jump to content

WJT - Nur 150.000 Teilnehmer...


OneAndOnlySon

Recommended Posts

Ich habe mir damals den Spaß gemacht, den Vorwurf der Ökologiemesse am Herz-Jesu-Freitag zu recherchieren. In der Tat gab es eine solche Messe - aber auch mehrere thematische Eucharstiefeiern zum Herz Jesu Freitag. Und eine solche Kritik ist damit schlicht polemisch und unfundiert - und damit eines offiziellen Vertreters der Kirche nicht würdig.

Und es gab ja auch die Vorgeschichte des Briefwechsels von Meisner und Lehmann in der Presse zum ÖKT ....

 

Die Herren Meisner und co müssen sich nicht wundern, wenn der WJT von der Basis in den Bistümern nicht mit Jubelgeschrei aufgenommen wird, wenn er als eine "Ich zeig euch mal, wie man richtig glaubt"-Veranstaltung daherkommt. Ich hätte als Pasti (was ich ja zum Glück nicht bin) mich da auch nicht engagiert... und werde es in meinem Reliunterricht sicher auch nicht tun - habe nur die Zettel mit der Bitte um Quartiere mehr oder weniger kommentarlos ausgegeben.

 

Laura

Link to comment
Share on other sites

Jetzt geht es hier aber langsam etwas zu weit.

 

Was interessiert mich Herr Meisner, wenn ich zum WJT kommen will, oder ob ich die Veranstaltung unterstütze? Da sollte man schon trennen können.

 

Ich mag den herrn Erzbischof auch nicht, aber das ist doch kein grund, sich nicht für den WJT einzusetzen. :lol:

Edited by TH44
Link to comment
Share on other sites

Hi,

 

Wenn es nur 100.000 werden sollten, so haben wir auf jeden Fall einen Grund dafür zu danken.

 

Was ich vermisse sind die vielen Jugendlichen aus deutschen Städten. Es gibt in meiner Heimatstadt z.B. nur eine Gruppe aus der Jugend 2000, und die haben außerhalb der Stadt ihren Treffpunkt. Damals vor 4 Jahren haben diese Jugendliche vom örtlichen Pfarrer eine Abweisung für die Nutzung einer Kirche bekommen, weil sie eine "subversive Gruppierung" seien. Sie mußten im Wörterbuch erst nachschlagen, was denn überhaupt subversiv heißt. Gleichzeitig lasen sie die Ermutigung, die sie von drei Bischöfen bekommen hatten, u.a. von Lehmann.

 

(Die Haltung des Ortspfarrers ergab sich daher, weil diese Gruppe sehr wohl Weisungen des Papstes in Fragen der Moral sehr wortwörtlich genommen haben, was den Anschein eines Konservativismus ergeben hat.)

 

In meiner Heimatpfarrei gibt es Kinderarbeit, aber die Jugendlichen sind meistens wech. Ich wüßte auch nicht, wo ich einen 16-19 Jährigen hinschicken sollte, denn es gibt in meiner katholischen Kirche Kinderarbeit und die Arbeit mit jungen Erwachsenen, aber keine für Jugendliche.

 

Woher also sollen denn die 800.000 Jugendliche her kommen? Ich kann nur hoffen, daß aus der Anfangseuphorie mit dem Papst sich in den Gemeinden etwas langfristig entwickelt, z.B. christliche Rockbands gegründet werden.

 

Grüße, Carlos

Link to comment
Share on other sites

Ich kann nur hoffen, daß aus der Anfangseuphorie mit dem Papst sich in den Gemeinden etwas langfristig entwickelt, z.B. christliche Rockbands gegründet werden.

 

Grüße, Carlos

Das wäre in der Tat ein Ergebnis. :lol:

Link to comment
Share on other sites

OneAndOnlySon
Der WJT findet eben genau wegen der Ferien in den Ferien statt - damit die Jugendlichen kommen können. Die Kritik an der Urlaubssperre ist für mich ein klares Indiz dafür, dass jemand mit dem WJT nichts anfangen kann oder will.

Hi Axel,

 

ich bin froh, dass wir von der Streitebene wieder auf der sachlichen gelandet sind :lol:

 

Es ist klar, dass die Organisation von Großereignissen (oder Teilen davon) auch immer Konflikt- und Frustpotential bereit hält. Daher haben wir auch immer mal wieder die Schauze voll von dem, was uns daran nervt. Jetzt ist halt grad so eine Frustphase aber wenn wir am WJT bei der Vigil stehen/sitzen/liegen, dann ist das bestimmt vergessen :)

 

Zu den Hauptamtlichen mit Urlaubssperre (ich selbst bin ja keiner): Ich finde es garnicht so schlimm, wenn jemand mit dem WJT nix anfangen kann. Das finde ich natürlich auch schade aber der WJT ist ja kein Dogma und daher besteht auch überhaupt keine Notwendigkeit, dass da jeder mitzieht. Hier sehe ich die Erwartungshaltung doch etwas hoch.

 

Dein Argument, mit der Gastfreundschaft ("Vergesst die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt." Hebr 13,2) ist sicher richtig, aber ich finde es nicht gut, dass du es gegen andere, die versuchen Gastfreundschaft zu leben aber dann enttäuscht wurden, einsetzt. Das gleiche Argument könnte man aber auch bringen, wenn es um den WJT selbst geht und fragen, wieso dort von den Gästen Geld verlangt wird, wenn die TdB auch kostenlos gastfreundlich sind. So lässt sich mit biblischen Argumenten halt jeder Blödsinn fordern - wir sollten sie doch stärker auf uns selber anwenden, denke ich. Sonst können Bibeltexte eine harte Waffe gegen Menschen werden, die anders handeln, als man selbst das gerne hätte.

 

Dir viele Grüße

 

Stefan

Link to comment
Share on other sites

Ich bin auch der Meinung, dass nicht jeder mit dem WJT etwas anfangen können "muss". Kirche lebt für mich von der Vielfalt - und genauso wie es Hauptamtliche gibt, die man nicht mit Gewalt nach Taizé oder auf einen Katholikentag bekommt, kann es auch Menschen geben, die für den WJT keine Begeisterung aufbringen können ...

Das ist legitim ...

Und außerdem ist es wohl definitiv so, dass der WJT eher aus der "traditionnellen" Ecke kommt - und da gibt es eben auch Menschen unter den Pastis, die dagegen ziemliche Aversionen haben ... umgekehrt wohl auch.

 

Laura

Link to comment
Share on other sites

Stammt dieser seltsame Leserbrief wirklich von Kardinal Meisner?

 

Man müsste sich an den Kopf fassen und fragen, was eigentlich mit den Verantwortlichen der Pressestelle in Köln los wäre? Man bräuchte auch die zweite Hand, die sich an den Kopf fasst, um diese intellektuelle Selbstentblößung nicht explodieren zu lassen. Prädestiniert Kaltschnäuzigkeit dazu, Kardinal zu werden? Ich denke nicht.

 

Deshalb glaube ich an eine Ente, die Kardinal Meisner aus der Katholikentags-Neider-Ecke untergeschoben wird.

Link to comment
Share on other sites

Stammt dieser seltsame Leserbrief wirklich von Kardinal Meisner?

 

Man müsste sich an den Kopf fassen und fragen, was eigentlich mit den Verantwortlichen der Pressestelle in Köln los wäre? Man bräuchte auch die zweite Hand, die sich an den Kopf fasst, um diese intellektuelle Selbstentblößung nicht explodieren zu lassen. Prädestiniert Kaltschnäuzigkeit dazu, Kardinal zu werden? Ich denke nicht.

 

Deshalb glaube ich an eine Ente, die Kardinal Meisner aus der Katholikentags-Neider-Ecke untergeschoben wird.

http://www.aoek.de/Texte/Katholikentag_2004_Meisner.htm

Link to comment
Share on other sites

Stammt dieser seltsame Leserbrief wirklich von Kardinal Meisner?

 

Man müsste sich an den Kopf fassen und fragen, was eigentlich mit den Verantwortlichen der Pressestelle in Köln los wäre? Man bräuchte auch die zweite Hand, die sich an den Kopf fasst, um diese intellektuelle Selbstentblößung nicht explodieren zu lassen.

Leider wohl doch ... das Ding stand auch in der Kölner Kirchenzeitung (habe es dort original gesehen) und da halte ich die Ente für sehr unwahrscheinlich ...

 

Das ist Realität - deswegen rege ich mich doch so auf!!!!!!!!

 

Laura

Link to comment
Share on other sites

OneAndOnlySon
Leider wohl doch ... das Ding stand auch in der Kölner Kirchenzeitung (habe es dort original gesehen) und da halte ich die Ente für sehr unwahrscheinlich ...

 

Das ist Realität - deswegen rege ich mich doch so auf!!!!!!!!

 

Laura

Also das Ding ist irgendwie nicht zum Aufregen geeignet sondern eher zum Kopfschütteln. Ich bin der Meinung, dass dieser Leserbrief mein Niveau als Autor von Forumsbeiträgen und Basisbriefen an das WJT-Büro (keine Sorge, hab nur einen geschrieben) kaum übersteigt, sehe mich selbst aber nicht gerade mit einer Reife und Bildung, die mich zu den obersten 100 der Kirche befähigen würde.

Link to comment
Share on other sites

... sehe mich selbst aber nicht gerade mit einer Reife und Bildung, die mich zu den obersten 100 der Kirche befähigen würde.

Deswegen bin ich ja auch nicht Bischof ... ... ... :lol:

 

Laura

Link to comment
Share on other sites

Stammt dieser seltsame Leserbrief wirklich von Kardinal Meisner?

 

Man müsste sich an den Kopf fassen und fragen, was eigentlich mit den Verantwortlichen der Pressestelle in Köln los wäre? Man bräuchte auch die zweite Hand, die sich an den Kopf fasst, um diese intellektuelle Selbstentblößung nicht explodieren zu lassen.

Leider wohl doch ... das Ding stand auch in der Kölner Kirchenzeitung (habe es dort original gesehen) und da halte ich die Ente für sehr unwahrscheinlich ...

 

Das ist Realität - deswegen rege ich mich doch so auf!!!!!!!!

 

Laura

Was ist denn genau an dem Leserbrief so aufregenswert bzw. unglaublich?

Link to comment
Share on other sites

Was ist denn genau an dem Leserbrief so aufregenswert bzw. unglaublich?

ich schließe mich der Frage an!

Link to comment
Share on other sites

Was ist denn genau an dem Leserbrief so aufregenswert bzw. unglaublich?

ich schließe mich der Frage an!

Die paar pikanten Formulierungen die Aufregung auszulösen scheinen sind doch eher weniger aufregenswert im Vergleich mit den glaubensunter -minierenden Aussagen z.B. eines Küng oderf Drewermann die über Kirche und Papst herziehen, und das Christentum "überwinden" wollen.

 

Kann keinen besonderen Grund zur Aufregung finden.

Edited by Mariamante
Link to comment
Share on other sites

Stellt Euch doch einmal vor:

 

Die Apple Fan Gemeinde macht eine Userparty (=Appletag). Dort kommen auch Apple-Kritiker und Windowsbefürworter zu Worte. Und jetzt kommt Steve Wozniak (=Meisner) und pinkelt auf seiner HomePage seinem Kollegen Steve Jobs (=Lehmann) wegen dieser Veranstaltung ans Bein.

 

Wozniak hätte innerhalb der Apple-Gemeinde seinen Kredit verspielt und das Board wüde ihm seine Aktien-Optionen (=Bistums-Etat) entziehen.

Link to comment
Share on other sites

Die Apple Fan Gemeinde macht eine Userparty (=Appletag). Dort kommen auch Apple-Kritiker und Windowsbefürworter zu Worte. Und jetzt kommt Steve Wozniak (=Meisner) und pinkelt auf seiner HomePage seinem Kollegen Steve Jobs (=Lehmann) wegen dieser Veranstaltung ans Bein.

 

Wozniak hätte innerhalb der Apple-Gemeinde seinen Kredit verspielt und das Board wüde ihm seine Aktien-Optionen (=Bistums-Etat) entziehen.

 

Das ist aber so nicht richtig dargestellt:

 

So sind beispielsweise die Reaktionen des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, und des Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Professor Dr. Hans Joachim Meyer, auf die sachlich begründete Kritik am 95. Deutschen Katholikentag in Ulm durch den Erzbischof von Bamberg, Dr. Ludwig Schick, sehr aufschlussreich.

Die für den Katholikentag Verantwortlichen scheinen nicht einmal eine Nacht über das kritische Wort von Erzbischof Schick geschlafen zu haben, denn das würde ihnen geholfen haben, eine anständigere Antwort zu finden als die des Professors Meyer, dem Bamberger Erzbischof „eine Sehhilfe zu verschreiben“. Wenn dann noch der Vorsitzende der Bischofskonferenz, wie die Internet-Agentur „Kath.net“ berichtet, zur Kritik seines bischöflichen Mitbruders meint, von Orientierungslosigkeit könne keine Rede sein, wer anderes behaupte, sei wahrscheinlich gar nicht da gewesen, fragt man sich, warum die beiden so gereizt reagieren? Andererseits wird doch denen, welche die Teilnahme etwa der „Kirche von unten“ oder der „Vom Zölibat geschädigten Frauen“ kritisieren, immer entgegengehalten, der Katholikentag sei ein Dialogforum, wo auch gegenteilige Meinungen zu Wort kommen müssen. Kommt dann Kritik, welche dem Herrn Professor Meyer und anderen nicht passt, wird gleich die große Kanone geladen, um Kritiker mundtot zu machen.

 

So wie es im Leserbrief steht, haben Lehmann und Meyer stillos auf Schicks Kritik reagiert, nämlich gereizt (eine Sehhilfe verschreiben). Danach erst hat Kardinal Meisner seinerseits Kritik geübt. Man kann nicht einerseits mit dem Hinweis auf Dialogbereitschaft Kritiker zu Worte kommen lassen, andererseits aber einen Maulkorb verhängen wollen :lol:

 

Bei Apple hätte Steve Jobs nicht einen seiner Abteilungsleiter gemeinsam mit Steve Ballner angepinkelt; und falls doch, hätte der Aufsichtsrat einige unangenehme Fragen gestellt. Aber zum Glück ist die Kirche ja keine Aktiengesellschaft...

Link to comment
Share on other sites

Die Grundfrage ist hier, ob es sich nicht schlicht für einen Bischof gehört, Veranstaltungen der Kirche (an der wohlgemerkt auch zahllose Bischöfe teilnehmen) mitzutragen - keiner verlangt von ihnen, dass sie kommen...

 

Auf eine normale Schule runterübertragen hieße das:

Kollege A organisiert ein Sommerfest. Kollege B ist zwar eingeladen und angefragt, macht aber in der Zeit was anderes. Eine Woche nach dem Fest schreibt Kollege B in die Schülerzeitung, wie bescheiden doch das Fest war ...

Und dann soll sich Kollege B wundern, wenn die Schüler, die mit A das Fest vorbereitet haben, nicht begeistert sind, wenn er im nächsten Jahr mit ihnen ein anderes Fest vorbereiten will ...

 

Kurz gesagt: Jede Institution - ob Schule, Kirche, Partei oder Siemens - muss nach außen Geschlossenheit demonstrieren - Richtungsstreitereien gehören nicht in die Presse.

 

Laura

 

PS: Und die Reaktionen von Meyer und Lehmann auf die Kritik von Schick würde ich auch gerne erst mal lesen ...

War Bischof Schick eigentlich da? Oder ist er auch ein Kollege B?

Link to comment
Share on other sites

Hier die Reaktion Schicks

 

Ich halte sowohl den Vergleich im Apple als auch den Vergleich mit einem Sommerfest für verfehlt; in der Kirche geht es um etwas anderes.

Und man muss sich entscheiden: Für eine kritische Kirche, dann haben auch Schick und Meisner das Recht zur Kritik, oder eine kritikunfähige Kirche, dann haben auch Küng und Drewermann nichts zu sagen. Ich bin für erstere.

Link to comment
Share on other sites

ich fand an der ganzen Sache - von allen Seiten - völlig daneben, daß Bischöfe wie Politiker nicht miteinander geredet haben, sondern in den Medien übereinander.

 

Die ganze Debatte hätte in die Bischofskonferenz gehört - und direkt mit den Organisatoren besprochen werden müssen.

 

Kirche sollte anders funktionieren als Politik.

 

das gilt auch für Schick: seine kritik in der sache finde ich berechtigt, den Rundumschlag, der ja auch die trifft, die von diesen tagen etwas positives mitgenommen haben, ist in der Form verfehlt.

 

Zumal das Program im vorhinein bekannt war. Manöverkritik ist in der richtigen Form und an der richtigen Stelle notwendig. Öffentliches Nachkarten dient gerade diese Sache am wenigsten.

Link to comment
Share on other sites

ich fand an der ganzen Sache - von allen Seiten - völlig daneben, daß Bischöfe wie Politiker nicht miteinander geredet haben, sondern in den Medien übereinander.

 

Die ganze Debatte hätte in die Bischofskonferenz gehört - und direkt mit den Organisatoren besprochen werden müssen.

 

Kirche sollte anders funktionieren als Politik.

Eben genau das halte ich ja für das Problem - ein öffentlicher Streit, in dem beide Seiten auf Applaus von ihren Parteigängern hoffen ... und das stört mich so gewaltig. Das gehört nicht in die Öffentlichkeit ...

 

Laura

Link to comment
Share on other sites

Aber wer trägt es denn in die Öffentlichkeit?

 

Wer hat Lehmanns angebliche Gereiztheit gegenüber Schicks Kritik denn publik gemacht?

 

Meisner beruft sich auf eine ominöse ein/zwei-Mann-Internet-HomePage aus Österreich.

 

Schon oft wurde von österreichischer Seite Streit in dieses Forum getragen. Am liebsten würde ich eine AT-IP-Sperre reinhängen. :lol:

Link to comment
Share on other sites

×
×
  • Create New...