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Seelsorgeeinheiten


Gert
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Wiedereinmal konnte ich heute beim Aufschlagen der Zeitung lesen, wie drei Gemeinden des Bistums in meiner Heimatregion fusionieren. Der Prozess ist sehr schmerzhaft und schwächt das Gemeindeleben vor Ort erheblich. Dies wird starke Auswirkungen auf unsere Gemeinden haben, wenn kein

 

Massgebende Ursache für diesen Prozess ist der eklatante Priestermangel in der katholischen Kirche, wie dies auch in anderen Ländern entsprechend den Medienberichten der letzten Jahre der Fall ist.

 

Das Problem des katholischen Priestermangels ist "hausgemacht", da es an PastoralreferentInnen in unserer Kirche nicht mangelt.

 

Entweder wird endlich das Pflichtzölibat abgeschafft oder Frauen werden zugelassen oder wir bekommen bei diesem Prozess der Ausdünnung gerade auf dem Lande ein massives Problem in den Gemeinden....

 

Also es wird Zeit, dass wir Frauen als Priesterinnen bekommen oder das Pflichtzölibat fällt.

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Wiedereinmal konnte ich heute beim Aufschlagen der Zeitung lesen, wie drei Gemeinden des Bistums in meiner Heimatregion fusionieren. Der Prozess ist sehr schmerzhaft und schwächt das Gemeindeleben vor Ort erheblich. Dies wird starke Auswirkungen auf unsere Gemeinden haben, wenn kein

 

Massgebende Ursache für diesen Prozess ist der eklatante Priestermangel in der katholischen Kirche, wie dies auch in anderen Ländern entsprechend den Medienberichten der letzten Jahre der Fall ist.

 

Das Problem des katholischen Priestermangels ist "hausgemacht", da es an PastoralreferentInnen in unserer Kirche nicht mangelt.

 

Entweder wird endlich das Pflichtzölibat abgeschafft oder Frauen werden zugelassen oder wir bekommen bei diesem Prozess der Ausdünnung gerade auf dem Lande ein massives Problem in den Gemeinden....

 

Also es wird Zeit, dass wir Frauen als Priesterinnen bekommen oder das Pflichtzölibat fällt.

Lieber Gert,

 

das Problem ist nicht Zölibat und Frauenpriestertum, obwohl es vom Modernisten gerne gebetsmühlenartig wiederholt wird.

 

Nein, das Problem ist, das das Evangelium nicht mehr an den Mann/Frau gebracht wird. Es wird in Deutschland und Europa viel unnütze Zeit darüber diskutiert, dass die Kirche in einer Krise steckt. Es wird aber kaum Zeit investiert, das Evangelium seinen nächsten beizubringen. Währen die ersten Christen so mutlos gewesen wie wir, das Christentum würde niemals über Antiochia hinaus gekommen.

 

Sollen wir also den Sekten und anderen Religionen kampflos das Feld überlassen???

 

Wir sollten mal anfangen, nicht soviel rumzujammern, sondern zu handeln, dass es wieder aufwärts geht.

 

Viele Grüße

Thomas

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Lieber Thomas!

 

Gottes Segen. Danke für Dein Kommentar. Wir haben weniger einen Priestermangel als einen Glaubensmangel. Und es liegt bei jedem einzelnen von uns, hier "Abhilfe" zu schaffen. Es nützt nichts, wenn wir alles krank jammern und in Nachbars Garten umgraben wollen. Wir müssen immer bei uns selbst beginnen.

 

Die Herausforderungen unserer Zeit und auch mancherlei Kämpfe sollen uns auf keinen Fall entmutigen, sondern uns umso mehr anregen den Glauben zu leben.

 

Probleme gab es immer. Die Christen hatten stets den mehrfachen Kampf gegen die eigenen Schwächen, eine gottwidrige heidnisch orientierte Umwelt so wie die Schlichen des Teufels. Unsere Zeit mit ihren technischen Möglichkeiten aber auch Ablenkungen bringt auf der einen Seite neue Chancen und auch manche Gefahren. Aber wir sollten die Chancen nutzen und darauf vertrauen, dass Gott mit uns ist- und zwar umso mehr, je widriger die Lage scheint.

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Die evangelischen Gemeinden fusionieren schon länger als die katholischen. (Zumindest hier in der Ecke.) - Das hat auch nichts mit einem Geistlichenmangel zu tun. Pastoren-Kandidaten hat die ev. Kirche mehr, als sie bezahlen kann.

Edited by lara
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Frauenpriester wird es keine geben, siehe die endgültige Festsetzung im Dokument Ordinatio Sacerdotalis durch das kirchliche Oberhaupt, den Stellvertreter Christi auf Erden. Diskutieren kann man sicher darüber, ist aber ungefähr so sinnvoll als wenn ich darüber diskutiere, ob nicht endlich auch Männer Kinder gebären sollten ... :lol:

 

zum Zölibat:

Hab gelesen, daß bei der Weltbisschofssynode die Vertreter der Ostkirchen über ihre Erfahrungen mit der Praxis verheirateter Priester berichtet haben. Der Zölibat sei ein hohes Gut, haben unisono die Oberhäupter betont. Verheiratete Priester kämen ihrem Kirchenamt oft nur mit "geteiltem Herzen" nach. Sie seien weniger disponibel, man könne sie nicht ohne weiteres versetzen oder mit einer anderen Aufgabe betrauen wie einen Junggesellen.

 

Ein Rezept für den Priestermangel? Gibt es das? Schauen wir in die Bibel: Lk 10,2 Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Also, nichts wie ran und fleißig zum Herrn beten! B)

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Zwar gibt es tatsächlich einen immer katastrophaleren Mangel an Priesterberufungen, doch - wie bereits gesagt ist dies vor allem im Mangel an Gläubigen begründet. Weniger Gläubige verkleinern automatisch den Personenkreis, aus dem neue Priester hervor gehen können. Ein weiterer Punkt ist sicher auch der Zölibat, wobei man aber auch wiederum nicht behauten kann, dass jeder Pastoralreferent gern auch Priester werden würde, könnte er denn heiraten. Im großen und ganzen ist der Zölibat sicher eine gute Einrichtung, der Wegfall würde nur neue Probleme schaffen und die Situation nicht bessern

 

Daher ist es wichtig, dass vor allem jeder dazu aufgerufen ist, neue Mitglieder für die Gemeinden zu gewinnen. Kein Bischof schließt eine Gemeinde, in der es 50% Gottesdienstbesuch gibt. Ausreichender Gottesdienstbesuch ist die beste Versicherung gegen eine Fusionierung und sorgt auf kurz oder lang für neue Berufungen.

 

Das Problem, man sieht es ja, ist ein wenig diffiziler und mit Frauenordination und Zölibatsabschaffung wird es sich nicht lösen lassen. Es hilft nichts, wenn in einer Gemeinde 3 Priester über 20 Gottesdienstbesucher wachen. Die Neuerungen, die in der katholischen Kirche gefordert werden sind in den protestantischen Kirchen meist schon ausgeführt - das Ergebnis ist nicht eben toll. Ich sehe keinen Grund, warum die katholische Kirche eine Duplette der protestantischen Kirchen werden sollte. Kurzfristiger Aktionismus ist nicht mehr zielführend, man muss wieder mehr Leute in die Kirche bekommen, sonst ist alles andere auf Dauer auch unnötig.

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Frauenpriester wird es keine geben, siehe die endgültige Festsetzung im Dokument Ordinatio Sacerdotalis durch das kirchliche Oberhaupt, den Stellvertreter Christi auf Erden. Diskutieren kann man sicher darüber, ist aber ungefähr so sinnvoll als wenn ich darüber diskutiere, ob nicht endlich auch Männer Kinder gebären sollten ... :lol:

 

zum Zölibat:

Hab gelesen, daß bei der Weltbisschofssynode die Vertreter der Ostkirchen über ihre Erfahrungen mit der Praxis verheirateter Priester berichtet haben. Der Zölibat sei ein hohes Gut, haben unisono die Oberhäupter betont. Verheiratete Priester kämen ihrem Kirchenamt oft nur mit "geteiltem Herzen" nach. Sie seien weniger disponibel, man könne sie nicht ohne weiteres versetzen oder mit einer anderen Aufgabe betrauen wie einen Junggesellen.

 

Ein Rezept für den Priestermangel? Gibt es das? Schauen wir in die Bibel: Lk 10,2 Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Also, nichts wie ran und fleißig zum Herrn beten! B)

Was erwartest du von Bischöfen, die selbst das Zölibat leben oder ertragen? Ein Lob für die Ehe? Sie selbst werden verehrt und durch unzähliche Hilfkräfte bedient. Sie haben keine Ahnung davon, was eine Ehe bedeutet. Deshalb schimpfen sie. Die Freiheit des Evangeliums setzt eine apokalyptische Wende voraus, die - volens nolens - weder damals nocht heute absehbar ist. Bitte das Evangelium für innerkirchliche Bedürfnisse nicht mißbrauchen.

Zu deinen *einleuchtenden* Überlegung über den Vergleich Kinder-Gebären Priester-sein kann ich nur den Kopf schütteln. Solange Männer in der Kirche so einen Unsinn verbreiten, der auf das Wesen der Frau als Gebärmaschine basiert, werden wir nur heulen und weinen und auf den "Modernismus" unserer Gesellschaft schimpfen.

Geistiges Nutzen erwarten ich von diesen Gesprächen kaum.

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Was erwartest du von Bischöfen, die selbst das Zölibat leben oder ertragen? Ein Lob für die Ehe?

Ein Bischof, der die Berufung des Priestertums lebt wird den Zölibat nicht "ertragen" sondern ihn als Gnade erleben, die sein Herz für Gott und viele Menschen frei macht. Die Begründung von Paulus bezüglich der Ehelosigkeit (frei für Gott) sagt noch immer viel aus. Im übrigen loben Bischöfe die Ehe auch deswegen, weil sie ein Sakrament ist- und die Bischöfe als Hirten sind auch besonders Verwalter der Sakramente.

 

Sie selbst werden verehrt und durch unzähliche Hilfkräfte bedient. Sie haben keine Ahnung davon, was eine Ehe bedeutet. Deshalb schimpfen sie.
Wenn man die Medien liest wie über gewisse Bischöfe hergezogen wird - dann kann man das Bischofsamt nicht so trivial hinstellen als würden sich Bischöfe bedienen lassen und ein bequemes Leben führen. Und Frage: Muss ein Arzt alle Krankheiten gehabt haben um Auskunf geben zu können wie diese geheilt werden?
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Was erwartest du von Bischöfen, die selbst das Zölibat leben oder ertragen? Ein Lob für die Ehe?

Ein Bischof, der die Berufung des Priestertums lebt wird den Zölibat nicht "ertragen" sondern ihn als Gnade erleben, die sein Herz für Gott und viele Menschen frei macht. Die Begründung von Paulus bezüglich der Ehelosigkeit (frei für Gott) sagt noch immer viel aus. Im übrigen loben Bischöfe die Ehe auch deswegen, weil sie ein Sakrament ist- und die Bischöfe als Hirten sind auch besonders Verwalter der Sakramente.

 

Sie selbst werden verehrt und durch unzähliche Hilfkräfte bedient. Sie haben keine Ahnung davon, was eine Ehe bedeutet. Deshalb schimpfen sie.
Wenn man die Medien liest wie über gewisse Bischöfe hergezogen wird - dann kann man das Bischofsamt nicht so trivial hinstellen als würden sich Bischöfe bedienen lassen und ein bequemes Leben führen. Und Frage: Muss ein Arzt alle Krankheiten gehabt haben um Auskunf geben zu können wie diese geheilt werden?

Ich wollte nicht gegen Bischöfe kämpfen, nur ihre Kritik gegen Priester, die die Ehe in Ostkriche eingehen. Die ostkirkliche Literatur ist voll von diesen Fällen, wie voll unsere Literatur ist, von Priestern, die Geliebten haben oder noch schimmer sich auf Kinder vergehen. Also: von diesem Lob der Ehelosigkeit halte ist nichts.

Arzt= Bischof? Wußte ich nicht, daß der Bischof ein Beruf ist ....

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Ich wollte nicht gegen Bischöfe kämpfen, nur ihre Kritik gegen Priester, die die Ehe in Ostkriche eingehen.
Durch die Ehe kann der Mensch heilig werden- durch die gelebte Ehelosigkeit auch. Die röm. kath. Kirche hat mit dem kath. Priestertum die Ehelosigkeit verbunden. Es ist große Weisheit, weil der Priester dadurch nicht an die Familie gebunden ist- sondern für Gott frei ist und vielen dienen kann. Der Zölibat ist (wenn er gelebt wird) etwas Wunderbares - eine Kraft die heiligt. Wenn er nicht gelebt wird, wird es zum Gericht. Denn besser ist es nichts zu geloben, als sich nicht daran zu halten.

 

Zum Verständnis Arzt: Ich wollte sagen: Auch jemand der nicht verheiratet ist kann über die Ehe sprechen - ja sogar Verheirateten raten ebenso wie ein Arzt den Kranken Rat geben kann, auch wenn er selbst die Krankheit nicht hat.

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Wiedereinmal konnte ich heute beim Aufschlagen der Zeitung lesen, wie drei Gemeinden des Bistums in meiner Heimatregion fusionieren. Der Prozess ist sehr schmerzhaft und schwächt das Gemeindeleben vor Ort erheblich. Dies wird starke Auswirkungen auf unsere Gemeinden haben, wenn kein

 

Massgebende Ursache für diesen Prozess ist der eklatante Priestermangel in der katholischen Kirche, wie dies auch in anderen Ländern entsprechend den Medienberichten der letzten Jahre der Fall ist.

 

Das Problem des katholischen Priestermangels ist "hausgemacht", da es an PastoralreferentInnen in unserer Kirche nicht mangelt.

 

Entweder wird endlich das Pflichtzölibat abgeschafft oder Frauen werden zugelassen oder wir bekommen bei diesem Prozess der Ausdünnung gerade auf dem Lande ein massives Problem in den Gemeinden....

 

Also es wird Zeit, dass wir Frauen als Priesterinnen bekommen oder das Pflichtzölibat fällt.

Ich denke, dass eine Strukturreform unserer Gemeinden unabhängig von der Anzahl der zur Verfügung stehenden Priester dringend geboten ist.

Ein Dorf und seine Kirche ist vielfach kaum praktikabel, weil die Gläubigen nicht mehr da sind.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Ein Rezept für den Priestermangel? Gibt es das? Schauen wir in die Bibel: Lk 10,2 Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Also, nichts wie ran und fleißig zum Herrn beten! B)

Soll das heissen, Gott sitzt auf seinem Thron und sagt "so, dann will ich mal einen Priestermagel kommen lassen, weil die schlimmen Katholiken nicht genug um mehr Priester beten?"

 

Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.

 

Und siehe, da erhob sich ein gewaltiger Sturm auf dem See, so daß auch das Boot von Wellen zugedeckt wurde. Er aber schlief. Und sie traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf, wir kommen um! Da sagt er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?

 

Das Problem ist nicht, daß wir zuwenig beten, das Problem ist, daß wir zuwenig vertrauen.

 

Werner

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Zwar gibt es tatsächlich einen immer katastrophaleren Mangel an Priesterberufungen, doch - wie bereits gesagt ist dies vor allem im Mangel an Gläubigen begründet. Weniger Gläubige verkleinern automatisch den Personenkreis, aus dem neue Priester hervor gehen können. Ein weiterer Punkt ist sicher auch der Zölibat, wobei man aber auch wiederum nicht behauten kann, dass jeder Pastoralreferent gern auch Priester werden würde, könnte er denn heiraten. Im großen und ganzen ist der Zölibat sicher eine gute Einrichtung, der Wegfall würde nur neue Probleme schaffen und die Situation nicht bessern

 

Daher ist es wichtig, dass vor allem jeder dazu aufgerufen ist, neue Mitglieder für die Gemeinden zu gewinnen. Kein Bischof schließt eine Gemeinde, in der es 50% Gottesdienstbesuch gibt. Ausreichender Gottesdienstbesuch ist die beste Versicherung gegen eine Fusionierung und sorgt auf kurz oder lang für neue Berufungen.

 

Das Problem, man sieht es ja, ist ein wenig diffiziler und mit Frauenordination und Zölibatsabschaffung wird es sich nicht lösen lassen. Es hilft nichts, wenn in einer Gemeinde 3 Priester über 20 Gottesdienstbesucher wachen. Die Neuerungen, die in der katholischen Kirche gefordert werden sind in den protestantischen Kirchen meist schon ausgeführt - das Ergebnis ist nicht eben toll. Ich sehe keinen Grund, warum die katholische Kirche eine Duplette der protestantischen Kirchen werden sollte. Kurzfristiger Aktionismus ist nicht mehr zielführend, man muss wieder mehr Leute in die Kirche bekommen, sonst ist alles andere auf Dauer auch unnötig.

Lieber Nursianer,

 

deine Ansichten teile ich nur begrenzt.

 

Du erkennst zunächst einmal die Fakten an, dass wir einen katastrophalen Priestermangel haben. Endlich....wird dies akzeptiert und auch in Rom thematisiert.

 

Viele, viele Jahre wurde auf dieses Thema schon aus den Gemeinden hingewiesen, doch die Kirchenleitung wollte dieses "heisse Eisen" nicht aufgreifen und verschwieg es. Jetzt schaffen die Fakten des Priestermangels leider Konsequenzen, die sich überall in den Fusionen in den Bistümern wiederspiegeln.

 

Und es ist nicht vordergründig der GELDmangel, der oft als Grund genannt wird. Nein immer noch sind die katholischen Bistümer in Deutschland die REICHSTEN Bistümer auf der Welt....darum beneiden uns andere katholische Gemeinden.

 

Wir haben einen katastrophalen Priestermangel und ich finde es gut, dass auch du dies als Realität anerkennst.

 

Der Priestermangel wiegt umso schlimmer, da wir eine Rekordarbeitslosigkeit von 5 Millionen Menschen haben und dennoch keine Priester in ausreichender Zahl sich finden lassen. Dies sollte auch einmal bewusst zur Kenntnis genommen werden: Priestermangel trotz hoher Arbeitslosigkeit.

 

------

 

Um Priesternachwuchs wird nicht nur in Deutschland sondern Europa weit schon lange stark geworben: wir haben Werbekampagnen des Bistums zum Priesterberuf, usw....

 

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Was sind die Lösungen auf dieses katastrophale Problem:

 

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Erstens Fakt ist, dass sowohl die evangelischen Landeskirchen als auch die evangelischen Freikirchen keinen dermassen katastophalen PastorInnennachwuchsproblem haben. Dort gibt es genügend KandidatInnen: aber die evangelischen Kirchen haben viel massivere Geldsorgen und daher werden PastorInnen nicht ausreichend angestellt, was dazu führt, dass diese sich sorgen machen müssen, ob sie überhaupt eine Anstellung erhalten.

 

-----

 

Zweitens da also ein KandidatInnennachwuchsproblem ein UREIGENES Problem der katholischen Kirche ist, dass die evangelischen Landeskirchen und Freikirchen in dieser Form nicht haben, stellt sich die Frage: Woher Priesteramtskandidaten nehmen, wenn "nicht stehlen".

 

Und wiedereinmal läßt sich festhalten:

 

1. Frauen dürfen nicht.

2. Männer, die Familie haben wollen in ihrem Leben, dürfen nicht.

3. Homosexuelle Männer dürfen nicht, wenn sie einen Freund/Lebenspartner in ihrem Leben haben wollen.

4. Homosexuelle Männer dürfen nicht, wenn sie "kein Versteckspiel" mitmachen.

 

Welche Personen bleiben dann aber noch gross in unserer Gesellschaft ???

 

Ja es gibt Männer, die zölibatär durch das Leben gehen wollen und die keine Kinder haben wollen und die keine Frauen heiraten wollen und nicht offen homosexuell leben wollen.

 

Aber die Frage bleibt: macht es Sinn dermassen das Potential der PriesteramtskandidatInnen einzugrenzen und "auszudünnen" ?

 

Und dazu kann ich nur sagen, dass dies höchst sträflich ist und zu einer Schwächung unserer katholischen Gemeinden führt.

 

Schade, schade, schade....

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Zum Verständnis Arzt: Ich wollte sagen: Auch jemand der nicht verheiratet ist kann über die Ehe sprechen - ja sogar Verheirateten raten ebenso wie ein Arzt den Kranken Rat geben kann, auch wenn er selbst die Krankheit nicht hat.

Lieber Peter,

 

das klingt jetzt so, als würdest Du die Ehe als Krankheit ansehen. B)

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Wiedereinmal konnte ich heute beim Aufschlagen der Zeitung lesen, wie drei Gemeinden des Bistums in meiner Heimatregion fusionieren. Der Prozess ist sehr schmerzhaft und schwächt das Gemeindeleben vor Ort erheblich. Dies wird starke Auswirkungen auf unsere Gemeinden haben, wenn kein

 

Massgebende Ursache für diesen Prozess ist der eklatante Priestermangel in der katholischen Kirche, wie dies auch in anderen Ländern entsprechend den Medienberichten der letzten Jahre der Fall ist.

 

Das Problem des katholischen Priestermangels ist "hausgemacht", da es an PastoralreferentInnen in unserer Kirche nicht mangelt.

 

Entweder wird endlich das Pflichtzölibat abgeschafft oder Frauen werden zugelassen oder wir bekommen bei diesem Prozess der Ausdünnung gerade auf dem Lande ein massives Problem in den Gemeinden....

 

Also es wird Zeit, dass wir Frauen als Priesterinnen bekommen oder das Pflichtzölibat fällt.

Das ist zwar für uns verwöhnte Deutsche nicht so einfach, aber bis wir bei dem Priester/Gläubigenverhältnis von Südamerika, wo heute immerhin die meisten Katholiken leben, angekommen sind, müssen wir noch einen weitaus größeren Priestermangel erleben. Man könnte natürlich als "leidende" Kirche auch versuchen, Christus wieder so zu folgen, wie das in früheren Zeiten üblich war. Vielleicht veranderthalbfacht sich die Priesterzahl dann wieder, und über besser ausgestattete Klöster würden wir uns doch auch freuen, oder? Soviel mal zu dieser ständigen (und berechtigen) Sorge, die jedoch das Heilmittel nur in einer Verschlimmerung der Zustände, die zur Sorge geführt haben, erblickt.

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Zum Verständnis Arzt: Ich wollte sagen: Auch jemand der nicht verheiratet ist kann über die Ehe sprechen - ja sogar Verheirateten raten ebenso wie ein Arzt den Kranken Rat geben kann, auch wenn er selbst die Krankheit nicht hat.

Lieber Peter,

 

das klingt jetzt so, als würdest Du die Ehe als Krankheit ansehen. B)

Liebe Gabriele!

 

Gottes Segen und nochmals innigen Dank für Deine liebe Mühe. Habe mich sehr gefreut.

 

Die Ehe sehe ich als heiliges Sakrament an. Wenn die Liebe zueinander und zu Gott gelebt wird, kann sie ein Stück Himmel auf Erden werden.

 

Der Vergleich sollte nur sagen, dass auch ein nicht Verheirateter Ehleuten einen Rat geben kann.

 

Liebe Segensgrüße, Peter

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Das Problem, man sieht es ja, ist ein wenig diffiziler und mit Frauenordination und Zölibatsabschaffung wird es sich nicht lösen lassen.

Da hast Du ganz recht, aber daß wir es dem guten Gert immer wieder sagen, führt auch nicht zur Lösung des Problems, daß wir die Wortmeldungen immer wieder neuformuliert lesen können.

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Ein Rezept für den Priestermangel? Gibt es das? Schauen wir in die Bibel: Lk 10,2 Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Also, nichts wie ran und fleißig zum Herrn beten!  B)

Soll das heissen, Gott sitzt auf seinem Thron und sagt "so, dann will ich mal einen Priestermagel kommen lassen, weil die schlimmen Katholiken nicht genug um mehr Priester beten?"

Ich wußte noch nicht, daß man dem Herrgott mit dem Beten etwas vorwirft oder ihm gar solche Dinge unterstellt. Eher dürfte es doch so sein: um was ich Gott nicht bitte, das ist mir auch nicht so viel wert. Und wohin Gert uns führen will, ist doch offensichtlich: Priester verheiratet und in wilder Ehe, praktizierende homosexuelle Priester, Priester beiderlei Geschlechts. Und über alles stellt er das so strahlende Beispiel der tadellos funktionierenden protestantischen Amtskirchen.

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Du erkennst zunächst einmal die Fakten an, dass wir einen katastrophalen Priestermangel haben. Endlich....wird dies akzeptiert und auch in Rom thematisiert.

 

Viele, viele Jahre wurde auf dieses Thema schon aus den Gemeinden hingewiesen, doch die Kirchenleitung wollte dieses "heisse Eisen" nicht aufgreifen und verschwieg es.

B):lol: In welcher Welt lebst Du eigentlich? Solch unrichtige Dinge habe ich schon sehr lange nicht mehr gehört.

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Der Priestermangel wiegt umso schlimmer, da wir eine Rekordarbeitslosigkeit von 5 Millionen Menschen haben und dennoch keine Priester in ausreichender Zahl sich finden lassen. Dies sollte auch einmal bewusst zur Kenntnis genommen werden: Priestermangel trotz hoher Arbeitslosigkeit.

Ich frage Dich künftig nicht mehr nach Deinem persönlichen Paralleluniversum. Dein Bild des Priestertums wird in vorstehendem Absatz völlig klar. Dann braucht einen ja auch der Rest nicht mehr zu wundern.

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Ich wußte noch nicht, daß man dem Herrgott mit dem Beten etwas vorwirft oder ihm gar solche Dinge unterstellt. Eher dürfte es doch so sein: um was ich Gott nicht bitte, das ist mir auch nicht so viel wert.

Beten schadet sicher nichts.

Aber zu unterstellen, wir müssten nur mehr beten, dann würde sich das mit dem Priestermangel schon geben, unterstellt genau das Gottesbild, das ich da beschrieben habe.

 

Der Vater weiß schon was wir benötigen, bevor wir ihn darum bitten!

 

Das heißt nicht, daß wir ihn nicht bitten dürfen, aber zu unterstellen, er gäbe es uns erst, wenn wir mindestens 7963 mal "Bitte" gesagt haben ist eine völlig falsche Vorstellung von Gott.

 

Werner

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Priesterberuf

Keine weiteren Fragen.

 

Erstens Fakt ist, dass sowohl die evangelischen Landeskirchen als auch die evangelischen Freikirchen keinen dermassen katastophalen PastorInnennachwuchsproblem haben. Dort gibt es genügend KandidatInnen: aber die evangelischen Kirchen haben viel massivere Geldsorgen und daher werden PastorInnen nicht ausreichend angestellt, was dazu führt, dass diese sich sorgen machen müssen, ob sie überhaupt eine Anstellung erhalten.

 

Das Geld ist doch nur das Folgeproblem. Wäre den evangelischen Kirchen nicht die Hälfte der Gläubigen (Gesamtanteil an der Bevölkerung) abhandengekommen, so hätten sie genausogroße oder -kleine Geldsorgen wie wir. Vor fünfzig Jahren war Deutschland 2/3 protestantisch, 1/3 katholisch. Heute ist es 1/3 katholisch (die katholische hat sogar etwas mehr Mitglieder als die protestantischen Kirchen), 1/3 protestantisch und 1/3 anderes oder nichts. DAS ist das Problem der von Dir immerzu in den Himmel gelobten protestantischen Kirchen: sie haben einen viel radikaleren Gläubigenschwund zu verzeichnen als die katholische Kirche, sie geben traditionell viel weniger Orientierung und Hilfe, und alle Dinge, die Du jetzt auch Deiner eigenen Kirche an den Hals wünschst, haben sie - das Ergebnis spricht wohl auch bei rein säkularer Betrachtung für sich. Und die säkulare Betrachtung ist richtigerweise weder die einzig mögliche noch sollte sie die ausschlaggebende sein. Wer die Kirche zugrunderichten will, soll sie nur weiter protestantisieren. Ich bin der Meinung, daß die Kirche die Dinge, die am Protestantismus beachtenswert sind (oftmals eher waren) und die in der katholischen Kirche zu kurz kamen, übernommen hat (die meisten übrigens schon in Trient). Bei allem weiteren kann man überwiegend Fehler abkupfern.

 

Und dazu kann ich nur sagen, dass dies höchst sträflich ist und zu einer Schwächung unserer katholischen Gemeinden führt.

Formal ist Dir zuzustimmen. Schade nur, daß Du es in entgegengesetztem Zusammenhang geäußert hast.

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Ich wußte noch nicht, daß man dem Herrgott mit dem Beten etwas vorwirft oder ihm gar solche Dinge unterstellt. Eher dürfte es doch so sein: um was ich Gott nicht bitte, das ist mir auch nicht so viel wert.

Beten schadet sicher nichts.

Aber zu unterstellen, wir müssten nur mehr beten, dann würde sich das mit dem Priestermangel schon geben, unterstellt genau das Gottesbild, das ich da beschrieben habe.

 

Der Vater weiß schon was wir benötigen, bevor wir ihn darum bitten!

 

Das heißt nicht, daß wir ihn nicht bitten dürfen, aber zu unterstellen, er gäbe es uns erst, wenn wir mindestens 7963 mal "Bitte" gesagt haben ist eine völlig falsche Vorstellung von Gott.

 

Werner

Damit hast Du recht. Doch ich glaube, daß das Beten zu einem gläubigeren Leben führt - und dies trägt seine eigenen Früchte. Schließlich schnippst Gott nicht mit dem Finger, sondern handelt durch Menschen, die sich anrufen lassen und für andere einsetzen - z. B. Priester. Diese müssen aber das gläubige Umfeld und die Glaubenserfahrungen haben, die sie befähigen, den Ruf auch anzunehmen und durchzuhalten. Und dafür ist verstärktes Gebet sicherlich gut und äußerst hilfreich.

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Wir haben weniger einen Priestermangel als einen Glaubensmangel.

Sehr richtig. Ich ergänze noch (um einer ähnlich klingenden, aber zu kurz greifenden Variante entgegenzukommen): Wir haben auch nicht primär Gläubigenmangel, sondern Glaubensmangel.

 

Auf's Große gesehen ist nicht nur die Kirche für viele Menschen unglaubwürdig, sondern der christliche Glaube selbst. Woanders anpacken, als am Glauben selbst, tut zwischendrin zwar mal ganz gut, löst aber nicht das Grundproblem.

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Auf's Große gesehen ist nicht nur die Kirche für viele Menschen unglaubwürdig, sondern der christliche Glaube selbst.

Meinst Du unglaubwürdig im Sinne von unlogisch oder unglaubbar (weil zu phantastisch)?

 

(Für meinen Teil bin ich übrigens der Überzeugung, daß selbst das KKK-K keine Unterstützende Wirkung haben wird - zumindest nicht in D.)

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