rorro Geschrieben 28. Februar Melden Geschrieben 28. Februar Fastenlektüre: "Der Herr" von Guardini. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben 28. Februar Melden Geschrieben 28. Februar Sehen: House of Cards Hören: Good Omens Lesen: Herr der Ringe ( in der Übersetzung von Margaret Carroux) Zitieren
Wunibald Geschrieben 3. März Melden Geschrieben 3. März Herbert Rosendorfer, Der Meister „ …sehr oft benutzte ich die Bibliothek (des Musikologischen Instituts). Ich rühme mich, dass ich wohl der einzige war, der – mit dem ausgerüstet, was ich, in Analogie zum absolutem Gehör, den absoluten Blick nenne – wußte, wo ungefähr welches Buch stand.“ So einen ungefähr absoluten Blick habe ich auch und da finde ich dieses Buch nicht in innerhalb der knapp zwei Meter vorschriftsmäßigem Regal, sondern im nächsten Zimmer unter einen Sammelsurium gemischter Lektüre. Ich stutze, muss erst kurz überlegen, habe ich das etwa noch nicht gelesen, aber dann kommt eine blasse Erinnerung zurück und man freut sich, ein Meisterwerk beinahe als neu wieder zu entdecken. Der Meister des Romans schrieb, um seinen Lebensunterhalt aufzubessern Artikel für ein Musilexikon – und erfand dabei so manchen Komponisten hinzu, etwa Thremo Tofandor. Die Steinlaus (Petrophaga lorioti) lässt grüßen. Als jedoch eine Studentin über diesen zu forschen begann, geriet der Meister in Bedrängnis. Um nicht aufzufliegen, erfand er immer neue Details hinzu, komponierte sogar dessen Werke – bis ihm seine Erfindung zum Verhängnis wurde… Es gibt darin musiktheoretische Erörterungen mit Notenbeispielen, die ich nicht verstehe und die mich trotzdem amüsieren. Lesefrüchte daraus: · Er war einer der verbissenen Streber gewesen, von denen man erzählte, dass sie , wenn sie die Mühen des Tages hinter sich gebracht hatten, abends in den weichen Sessel sanken und genüssslich die Neue Juristische Wochenschrift zur Hand nehmen. · „Werfen S‘ die Champagnerflaschen weiter vorn in die öffentlichen Mülltonnen“, sagte Monsignore Rohrdörfer zu seiner Haushälterin, „nicht in unsere, damit sich die Leut‘ nicht das Maul zerreissen.“ · Rohrdörfer kannte sich aus, war selbstredend oft in Rom, zumal sein Duzfreund und Seminarkomilitone und zudem Jahrgangsgenosse „Sepp“ (der Nachname wird hier bewusst unterschlagen) Curiencardinal geworden war. · Das Missverständnis kam bedauerlicherweise zustande, dass Kyomori ausgerechnet den vernunftresistenten Hauberlechner nach der Hausnummer fragte, der in Attnang-Puchheim die Funktion des Dorfdeppen ausübte. · „Kennen Sie einen Herrn Tofandor?“ „Tofandor?“ Er wandte sich an die Alte: „Kenschep’r- oan, wo Tofador hoaßt. Bei dieser Umschrift hört man doch sogleich die Sprache des autochthonen Tirolers in seinem inneren Ohr. 1 Zitieren
Alfons Geschrieben 4. März Melden Geschrieben 4. März vor 23 Stunden schrieb Wunibald: Herbert Rosendorfer, Der Meister Hach, macht direkt Lust, zu lesen. Zitieren
Kulti Geschrieben 5. März Melden Geschrieben 5. März Ich muss mir mal "Der ungeheure Raum" von E E Cummings merken. Keine Ahnung ob ich eine Chance habe es zu verstehen, aber sein Busy Monster beeindruckt mich auch wenn ich es nicht vollständig verstehe (was wohl auch die Absicht ist) Auf den Youtube Link (siehe "Was hörst Du) bin ich gestoßen, weil ich den Text gesucht habe. Zitieren
Alfons Geschrieben 5. März Melden Geschrieben 5. März (bearbeitet) vor 8 Stunden schrieb Kulti: Ich muss mir mal "Der ungeheure Raum" von E E Cummings merken. Ein Antikriegsroman, in dem kein einziger Schuss fällt. Ich weiß nicht, wie ich heute, Jahrzehnte später, diesen Roman - mehr eine realistische Beschreibung einer mehrmonatigen Haft in einem französischen Militärgefängnis - fände. Ich habe das Buch gerade aus dem Regal gefingert und beliebig aufgeschlagen. Also die Sprache gefällt mir nach wie vor: "Ich lächelte ihn verbindlich an, was bedeuten sollte, Wenn ich langsam und bedächtig die kleine eiserne Kugel einer großen hölzernen Walze drehen dürfte, die deine Eingeweide aufwickelt - glaub' mir, dann wäre ich unwahrscheinlich glücklich; und ich verbeugte mich bedächtig und langsam vor Monsieur le Directeur und ging durch die Tür mit all den lotrechten Zentimetern, die Gott mir gegeben hat. Draußen begann ich zu zittern." bearbeitet 5. März von Alfons Zitieren
Alfons Geschrieben 5. März Melden Geschrieben 5. März (bearbeitet) Was ich gerade angefangen habe zu lesen ist ein Buch, das ich vorhin aus einem öffentlichen Bücherschrank gezuppelt habe. Verfasser ist ein Rettungssanitäter namens Jörg Nießen, der Titel lautet "Schauen Sie sich mal diese Sauerei an", Untertitel: "20 wahre Geschichten von Lebernsrettern". Zitat aus dem Vorwort: "Wenn Sie einmal mit Blaulicht und Tatütata durch die Stadt gerast sind, um einen Patienten mit starken Unterbauchschmerzen zu retten, und der Ihnen sagt: >>Ich habe Magen-Darm-Grippe. Können Sie mir mal die Zeitung aufheben, die ist mir runtergefallen<<, dann ahnen Sie bereits, welchen Herausforderungen wir gelegentlich gegenüberstehen. Nein, der Gute war nicht gehbehindert, der Hausarzt hatte lediglich Bettruhe verordnet." Holla, das kann ja Eiter werden. @Shubashi : Hey, kann es sein, dass Du das unter einem Pseudonym geschrieben hast? bearbeitet 5. März von Alfons 1 Zitieren
Shubashi Geschrieben 6. März Melden Geschrieben 6. März 22 hours ago, Alfons said: …… Holla, das kann ja Eiter werden. @Shubashi : Hey, kann es sein, dass Du das unter einem Pseudonym geschrieben hast? Es gibt ja genügend Kollegen, die solche Geschichten erzählen. Ausreichender Humor und Gelassenheit sind wesentliche Qualifikationsmerkmale. Die wahre Kunst dabei ist das Ausmalen der Kulissen: mein Klassiker sind der gehäufte Teller mit Bratkartoffeln und Sülze um Mitternacht, der nur vom Kippenhügel im Aschenbecher überragt wird und der Bierpulle daneben überragt wird. Wie beschreibt man dann den diagnostischen Kennerblick und das verstehende therapeutische Nicken zur Klage über ein gewisses „Magendrücken“? 2 Zitieren
Alfons Geschrieben 15. März Melden Geschrieben 15. März Habe gerade versehentlich "Mein deutsches Dschungelbuch" von Wladimir Kaminer durchgelesen. Also das Versehen bestand eigentlich darin, dass ich das Buch aus einem öffentlichen Bücherschrank mitgenommen hatte, daheim aber feststellte, dass das Werk bereits in einem meiner Regale steht. Ungelesen. Hab das dann nachgeholt. Ja, ist nett. Kaminer beschreibt (das Buch ist von 2003) Stationen seiner Lesereisen. Orte wie Sinsheim, Grevenbroich, Waldbröl - kennt jemand Waldbröl? "Tatsächlich scheint dieses Städtchen der unbekannteste Ort Deutschlands zu sein." Kaminer versichert, er habe ihn fluchtartig verlassen. Einige der beschriebenen Orte kenne ich, und ja, Kaminer hat deren gelegentlich skurrile Besonderheiten gut eingefangen. Wirklich witzig wirken die Texte aber nur, wenn man sich die Stimme des russisch-deutschen Autors beim Lesen hinzu imaginiert. So. Wo ist die nächste Bücherzelle? Ich entlasse das Büchlein wieder in die Freiheit. Zitieren
Juana Geschrieben 19. März Melden Geschrieben 19. März Angeregt durch diesen Faden, habe ich mal wieder in meinen Bücherregalen geschaut, was da noch ungelesen vor sich hin döst. Kennt jemand das Buch "Die Schlüssel von Sankt Peter" von Roger Peyrefitte? Und falls ja, lohnt es sich, das zu lesen? Es ist schon sehr alt, von 1956. Der Klappentext erklärt, dass es sich um eine Geschichte aus dem Vatikan handelt, und verspricht: "Der Leser bleibt in dauernder geistiger Spannung, ob Institution oder Erscheinung gemeint seien ...". Das verstehe ich erst recht nicht. Zitieren
Alfons Geschrieben 25. März Melden Geschrieben 25. März "In a hole in the ground there lived a hobbit." 25. März. Heute ist Internationaler Tolkien-Lesetag. 1 Zitieren
mn1217 Geschrieben 26. März Melden Geschrieben 26. März Ich kenne Waldbröl. Es gibt einen internationalen Tolkien- Lesetag? Wieder was gelernt.. Zitieren
Domingo Geschrieben Mittwoch um 17:37 Melden Geschrieben Mittwoch um 17:37 (bearbeitet) Andy Weir, wie sonstwo geschrieben. Genauer, ich habe kürzlich Project Hail Mary gelesen; die Trailers zum neuen Film haben mich auf die Existenz dieses letzten Romans von ihm aufmerksam gemacht. Früher habe ich The Martian gelesen und dann Artemis, obwohl letzteres Buch mich weniger mitgerissen hat und ich den Plot so ziemlich vergessen habe. bearbeitet Mittwoch um 17:43 von Domingo Zitieren
Domingo Geschrieben vor 6 Stunden Melden Geschrieben vor 6 Stunden Michael Witzel, The Origins of the World's Mythologies. Ich bin viel zu müde (hier ist es fast Zeit, ins Bett zu gehen), um auch nur anzufangen, die These des Buches hier wiederzugeben. Tue ich irgendwann, wenn ich mehr gelesen habe von diesem gerade angefangenen, 450-680 Seiten starken Buch (je nachdem, ob man die Endnoten, die endlose Bibliographie und die Verzeichnisse mitzählt). Ich kannte Witzel bis vor kurzem als Indologieprofessor in Harvard, einen der führenden Vedenexperten und Hassgegenstand der Hindunationalisten. Jetzt aber habe ich herausgefunden, dass er 2012 ein Buch veröffentlicht hat, in dem er die Mythologien der ganzen Welt vergleicht. Es soll auch eine Webseite dazu geben, http://www.laurasianacademy.com/, ich kann sie aber nicht erreichen, weil sie anscheinend problematisch oder aus sonst einem Grund blockiert ist. Schade. Zitieren
Domingo Geschrieben vor 6 Stunden Melden Geschrieben vor 6 Stunden Er hat auch ein Kapitel im Buch Höhlen, Kultplätze, sakrale Kunst : Kunst der Urgeschichte im Spiegel sprachdokumentierter Religionen (hg. von Bosinski and Strohm) mit dem Titel "Die Laurasiatische Mythologie und ihr Gegenüber", S. 77-107. Von dem kenne ich seine Hauptthese. Für die eigentlichen Belege muss man das o.g. Buch lesen. 1 Zitieren
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