Aleachim Geschrieben 8. Mai Melden Geschrieben 8. Mai Kennt jemand hier das Buch Mit anderen Augen: Perspektiven des Evangeliums für Scham-, Schuld- und Angstkulturen ? https://www.amazon.de/Mit-anderen-Augen-Perspektiven-Angstkulturen/dp/3862560902/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8 Bin da grade drüber gestolpert und die Leseprobe wirkt sehr vielversprechend. 1 Zitieren
rorro Geschrieben 8. Mai Melden Geschrieben 8. Mai (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Aleachim: Kennt jemand hier das Buch Mit anderen Augen: Perspektiven des Evangeliums für Scham-, Schuld- und Angstkulturen ? https://www.amazon.de/Mit-anderen-Augen-Perspektiven-Angstkulturen/dp/3862560902/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8 Bin da grade drüber gestolpert und die Leseprobe wirkt sehr vielversprechend. Das ist wirklich megaspannend, danke dafür. Der Gründer von honorshame.com und Autor des Buches hat das sehr treffend beschrieben auf seiner Webseite: Zitat Though honor-shame is the primary “operating system” for 80% of the world, its remains a significant blind spot in Western culture, theology, and missiology. Totale Zustimmung. Vor allem: man muß nicht weit gehen, um diese Kulturen anzutreffen: in Südosteuropa ist das auch vorherrschend. Ich würde sogar sagen, daß alle primär orthodoxen Länder kulturell so operieren. Sehr interessant, danke! bearbeitet 8. Mai von rorro Zitieren
Alfons Geschrieben 12. Mai Melden Geschrieben 12. Mai Ich kämpfe mich gerade durch einen Unterhaltungsroman namens "Bücher auf Rädern" von Ian Sansom und habe dabei die Erkenntnis gewonnen beziehungsweise gefestigt, dass ich humoristische Romane nicht mag. Egal, was ich aus dieser Sparte bislang gelesen habe, fast alles kam mir derart bemüht witzig vor, bis an die Grenzen der Peinlichkeit, dass ich irgendwann mittendrin aufgehört habe. Sachen wie "Vollidiot" von Tommy Jaud, "Schief gewickelt" von Matthias Sachau, "Voll Speed" von Moritz Matthies oder die Shakespeare-Persiflage "fool" von Christopher Moore. Selbst bei Jonas Jonasson und seinem "Der Hundertjährige, der einen derart langen Romantitel erfand, dass sein Humorpotential damit schon erschöpft war" klemmt mein Lesezeichen seit Monaten bei Seite 163. Bücher, auf deren Umschlagklappe Sätze stehen wie "Sie werden sich vor Lachen wegwerfen" führen eher dazu, dass ich in Versuchung bin, diese Bücher weg zu werfen. Bei dem erwähnten Titel "Bücher auf Rädern" steht übrigens hinten drauf: "Trinken Sie nichts, während Sie dieses Buch lesen, Sie werden es sonst vor lauter Lachen verschütten". Bisher gab es bei mir keine Weinflecken. Was mir auch aufgefallen ist: Häufig werden bei dieser Art Unterhaltungsliteratur die männlichen Hauptdarsteller als Deppen dargestellt. Als Trottel und hilflose Tollpatsche, die nichts geregelt bekommen. Die gleichen Texte, mit Frauen in der Deppenrolle, würden Entrüstungsstürme provozieren, vermute ich. Zitieren
Kulti Geschrieben 13. Mai Melden Geschrieben 13. Mai 13 hours ago, Alfons said: dass ich humoristische Romane nicht mag. Ich muss gleich mal googeln was genau humoristische Romane sind. Aber erstmal muss ich "Tschick" in die Runde werfen. Melancholie gepaart mit Humor. Und natürlich ein Buchautor der zu früh gestorben ist. Da kommt viel zusammen in dem Buch. Zitieren
Kulti Geschrieben 13. Mai Melden Geschrieben 13. Mai https://www.hugendubel.de/de/category/112542/10_lustige_buecher_mit_niveau.html Der Link kam ziemlich oben in der Trefferliste bei der Suche nach "humoristische Romane". Da ist ziemlich viel Zeuch für mich dabei. Aber Warnung, ich fand auch Pleitemöwe von Petra Göbel ziemlich lustig. Das Ding ist die Fortführung der Flensburger Werbung mit erzählerischen Mitteln. Ich hab beim Lesen die ganze Zeit geschmunzelt über die friesischen Charaktere und bin dann irgendwann im 5 Sterne Resort auf Kreta vor Lachen von der Couch gerutscht. Zitieren
Alfons Geschrieben 13. Mai Melden Geschrieben 13. Mai Bei Recherchen für einen Text über den Furz in der Weltliteratur habe ich auch bei Goethe nachgeschaut. Ja, selbstverständlich ist er Blähungen nicht aus dem Weg gegangen. Dabei fand ich in den "Zahmen Xenien" diesen hübschen Vierzeiler, den ich euch nicht vorenthalten möchte: Viele Kinder, und schöne, werden gezeugt, Weil sich auch Garstig zu Garstig neigt. Hier schadet keineswegs das Gesicht: Denn mit dem Gesichte zeugt man nicht. 1 Zitieren
mn1217 Geschrieben 13. Mai Melden Geschrieben 13. Mai Momentan lese ich "Sapiens" und rege mich alle paar Minuten über den Autor auf. Vieles stimmt einfach nicht oder ist unlogisch. Und " Unter Wasser"- das finde ich irgendwie ein bisschen flach. Es erinnert mich teils an " Das große Spiel",wenn es um die Unterwasserwelt geht. @Alfons: Geht Terry Pratchett? Zitieren
Alfons Geschrieben 13. Mai Melden Geschrieben 13. Mai vor 2 Stunden schrieb mn1217: [...] @Alfons: Geht Terry Pratchett? Gehört zu den wenigen Autoren, von denen ich alles Erreichbare hier stehen habe. In einem Extra-Regal. Und das Wildeste: Ich habe sogar alles gelesen. 1 Zitieren
Alfons Geschrieben 14. Mai Melden Geschrieben 14. Mai Am 13.5.2026 um 08:28 schrieb Kulti: Aber erstmal muss ich "Tschick" in die Runde werfen. Melancholie gepaart mit Humor. Wunderbares Buch. Wobei ich gestehen muss, dass es zu jenen gehört, die ich nicht ganz durchgelesen habe. Was nicht am Buch liegt, sondern an mir beziehungsweise an den bebenden, zitternden Bücherstapeln links und rechts, die immer drängelnder und nöliger darauf beharren, auch gelesen zu werden. Mein Gott, ich habe doch auch nur zwei Augen! Jetzt klappert nicht so mit den Deckeln! 1 Zitieren
rorro Geschrieben 14. Mai Melden Geschrieben 14. Mai vor 7 Stunden schrieb Alfons: Wunderbares Buch. Das sehen meine Kinder anders. Ist Schullektüre in den Gymnasien in NRW. Obwohl beide eifrige Leser sind, trifft hier zu, was eine Art Regel zu sein scheint: wenn Du ein Buch unattraktiv machen willst, nimm es in der Schule durch. Zitieren
Dies ist ein beliebter Beitrag. Wunibald Geschrieben 4. Juni Dies ist ein beliebter Beitrag. Melden Geschrieben 4. Juni (bearbeitet) Bei meiner Beschäftigung mit Abraham a Santa Clara bin ich zufällig auf einen einen Uralt-Thread dieses Forums gestoßen, in dem man ihm folgendes zuschreibt: "...diesen Weibern auf die entblößten Brüste scheißen." Abraham a Sancta Clara Solchen Zitatzuschreibungen gehe ich gerne auf den Grund, wobei heutzutage die KI eine wertvolle Hilfe ist und siehe da, das stammt nicht von ihm, er kommentiert es bloß souverän unter Zuhilfenahme der katholischen Ikonographie. KI: „Für dieses drastische Zitat gibt es keine historisch belastbare Fundstelle, die belegt, dass Abraham a Sancta Clara diese Worte selbst gewählt hat. Kulturhistorischen Quellen zufolge beruht die Zuschreibung auf einer historischen Anekdote, in der Abraham a Sancta Clara den Ausspruch eines anderen Predigers ironisch steigerte. Ein namentlich nicht genannter Kanzelredner (oft als Wiener Hofprediger beschrieben) wetterte im späten 17. Jahrhundert gegen das damals modische, tiefe Dekolleté der Damen. Er rief von der Kanzel den Wunsch aus, „der Adler des Evangelisten Johannes solle den Damen auf die entblößten Brüste scheißen“. Die kaiserliche Gesellschaft empfand die Wortwahl als zu derb und verlangte vom Prediger eine öffentliche Abbitte. Da dieser sich weigerte, wurde Abraham a Sancta Clara – bekannt für sein Redetalent und seine scharfzüngige, aber populäre Rhetorik – geschickt, um die Wogen zu glätten. Im darauffolgenden Sonntag bezog sich Abraham a Sancta Clara auf die Kanzelrede. Er erklärte sinngemäß: Er bedauere die Unanständigkeit, zu der sich sein Vorredner habe hinreißen lassen, zutiefst. Ginge es jedoch nach seinen eigenen Wünschen, so müsse nicht ein Adler, sondern der Ochse des Evangelisten Lukas dieses Geschäft besorgen! " Von ihm erzählt man sich auch diese Geschichte: Abraham a Santa Clara donnerte von der Kanzel herab: „Die Wiener Frauen sind nicht wert, vom Teufel geholt zu werden!“ Die gekränkten Damen Wiens wandten sich an den Erzbischof. Der Augustinermönch wurde vorgeladen und versprach, am kommenden Sonntag zu widerrufen. Gespannt lauschten die Damen und hörten die Worte: „Entgegen meiner Behauptung vor acht Tagen stelle ich fest, dass die Wiener Frauen wert sind, vom Teufel geholt zu werden.“ Dies erinnert mich jetzt noch da an den Ausspruch eines Bekannten: Du gehörst ja erschossen! Und zwar mit Taubendreck, weil du nicht einmal einen Schuss Pulver wert bist bearbeitet 4. Juni von Wunibald 2 2 Zitieren
Werner Hoffmann Geschrieben 4. Juni Melden Geschrieben 4. Juni Lese hin und wieder die Presse und bin entsetzt über die zunehmende Boshaftigkeit des Menschen. Beispiel: 03.06.2026 Unvorstellbar perverse Brutalität. Zwei Männer, die mit dem Tankstutzen Benzin in einen Minivan pumpen – nicht in den Tank, sondern ins Innere hinein. Dann setzen sie das Auto in Brand und halten von außen die Türen zu. Man sieht voller Entsetzen, wie der Fiat Ulysse mächtig hin und her schwankt, weil sich die verbliebenen Insassen zu befreien versuchen. Vergebens. Dann rennen die beiden anderen in höchster Eile weg. Das ist die Szene, wie sie sich am helllichten Tag nahe der 3000-Einwohner-Gemeinde Amendolara abgespielt hat, an einer Tankstelle an der viel befahrenen Staatsstraße 106, im tiefen Süden. Für vier Männer in dem Auto kommt jede Hilfe zu spät: Ismat, Fazal, Waseem und Safi. Alle vier aus Afghanistan und Pakistan. Schlimme Arbeitsbedingungen längst bekannt Alle vier als Erntehelfer auf den Erdbeerfeldern in der Umgebung beschäftigt, zu Billigstlöhnen und unter Bedingungen, die man kaum als human beschreiben kann. Alle vier bei lebendigem Leib verbrannt. In den italienischen Fernseh-Nachrichten laufen die Bilder seit Montag rauf und runter. Das ganze Land ist entsetzt über den Vierfach-Mord. Bei vielen regt sich auch wieder einmal das schlechte Gewissen, dass Einwanderer in ihrem Land so beschäftigt werden. In der Gegend um Amendalora, zwischen Spitze und Absatz des italienischen Stiefels, werden vor allem Orangen, Mandarinen und Erdbeeren angebaut. Hier weiß jeder, wie Migranten auf den Feldern behandelt werden. Viele von ihnen kommen aus Ländern wie Indien, Pakistan, Bangladesch oder Afghanistan. Der Stundenlohn beträgt häufig nicht mehr als drei Euro. Alles in allem, so wird geschätzt, arbeiten in Italiens Landwirtschaft mehr als 200.000 Menschen unter solchen Bedingungen. Viele sprechen von moderner Sklaverei Viele nennen das moderne Sklaverei. Manche sprechen auch von einer „Landarbeiter-Mafia“, die streng organisiert ist und Verbindungen zur 'Ndrangheta hat, Italiens mächtigster Verbrecherorganisation, die in Kalabrien beheimatet ist. Um die Anwerbung der ausländischen Billigstlöhner, deren Unterbringung und die finanziellen Angelegenheiten kümmern sich sogenannte Capos: häufig ebenfalls Migranten, die es in der Hierarchie etwas nach oben geschafft haben. https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/erntehelfer-lebendig-verbrannt-vierfach-mord-an-tankstelle-erschuttert-italien-15672702.html Zitieren
Alfons Geschrieben 5. Juni Melden Geschrieben 5. Juni Aktuell lese ich unter anderem - ich lese immer "unter anderem", ein Buch am Stück schaffe ich nicht - von Ijoma Mangold "Das deutsche Krokodil". Mangold ist Literaturkritiker und war viele Jahre Literaturchef der "Zeit". Das Buch, eine Art Biografie, ist von 2017. Kernthema ist die Herkunft des Autors: Geboren in Heidelberg, Mutter aus Schlesien, Vater aus Nigeria. Aus diesem 27-Minuten-Interview am Rand der Frankfurter Buchmesse 2017 lässt sich ein guter Einblick in Thematik und Persönlichkeit von Ijoma Mangold gewinnen. Interviewpartner ist der leider schon verstorbene Literaturkritiker Gunnar Kaiser. Zitieren
Lindau Geschrieben 12. Juni Melden Geschrieben 12. Juni Am 18.11.2005 um 13:39 schrieb Platona: Macbeth von Shakespeare (weil ich gerade einen Schottland-Krimi beendet habe, wo immer wieder daraus zitiert wird). Zur Entspannung: "Fuchsjagd" von Minette Walters (allerdings auf Deutsch, am Englisch der Autorin scheitere ich immer kläglich) und kurz vor dem Einschlafen: ein Buch über Quantenmechanik (weil das so ein gutes Schlafmittel ist) Einen Schottland Krimi von M C Beaton Zitieren
atheist666 Geschrieben 12. Juni Melden Geschrieben 12. Juni Was ich mir vorgenommen habe, wenn meine OPs im Juli vorbei sind und ich wieder eine richtige Lesebrille habe, ist der Spirago. Zitieren
Alfons Geschrieben 13. Juni Melden Geschrieben 13. Juni vor 11 Stunden schrieb atheist666: Was ich mir vorgenommen habe, wenn meine OPs im Juli vorbei sind und ich wieder eine richtige Lesebrille habe, ist der Spirago. Und anschließend pilgerst du nach Konnersreuth? Zitieren
atheist666 Geschrieben 13. Juni Melden Geschrieben 13. Juni vor 6 Stunden schrieb Alfons: Und anschließend pilgerst du nach Konnersreuth? Komisch, als ich Konners las mußte ich erst an Edgar Wallace denken. Zum Glück stand noch Reuth dahinter. Dann mußte ich erstmal schauen, wo das Kaff überhaupt liegt. Also ob ich dahin möchte? Zitieren
Kara Geschrieben 13. Juni Melden Geschrieben 13. Juni vor 11 Minuten schrieb atheist666: Also ob ich dahin möchte? Spirago hat ein Buch über die Resl von Konnersreuth geschrieben, in dem er sie gegen Kritiker verteidigt. Er hat ihr geglaubt. Warum möchtest du etwas von einem tiefgläubigen Katholiken lesen? Bist du auf der Suche? (Interessiert mich wirklich 🙂!) 1 Zitieren
Elima Geschrieben 13. Juni Melden Geschrieben 13. Juni vor 1 Stunde schrieb atheist666: Komisch, als ich Konners las mußte ich erst an Edgar Wallace denken. Zum Glück stand noch Reuth dahinter. Dann mußte ich erstmal schauen, wo das Kaff überhaupt liegt. Also ob ich dahin möchte? Kaff? Marktgemeinde, bitte!🙂 Zitieren
atheist666 Geschrieben 13. Juni Melden Geschrieben 13. Juni vor 2 Stunden schrieb Kara: Spirago hat ein Buch über die Resl von Konnersreuth geschrieben, in dem er sie gegen Kritiker verteidigt. Er hat ihr geglaubt. Warum möchtest du etwas von einem tiefgläubigen Katholiken lesen? Bist du auf der Suche? (Interessiert mich wirklich 🙂!) Über die Resl nicht, sondern das Allgemeine über den Katholizismus. Zu Deiner Frage, Du weißt was Fotoreprint Bücher sind? Seit es die Fotokopierer gibt, kam man auf die Idee alte bzw verschollene Bücher on demand wieder zu drucken. Das war vor über 40. Jahren. Seit dieser Zeit lese ich gerne alte Bücher. Wenn ich etwas über den vorkonziliaren Glauben erfahren möchte, dann wurde mir der Spirago empfohlen. Außerdem habe ich auch schon mal Geschichte studiert, und Theorie war immer mein größtes Interesse. 1 Zitieren
Wunibald Geschrieben 14. Juni Melden Geschrieben 14. Juni Zu meinem breitgefächerten Lesepensum gehören (wen wundert das?) auch Sachen wie Ernst von Wolzogens Die tolle Komtess. Ein kleines Zitat daraus: Und der kleine Kerl ließ sofort Kaffee und Kuchen, womit man seine Ungeduld beschwichtigt hatte, im Stich und schmetterte mit gefalteten Händen die Worte heraus: »At the beginning there was the Protoplasm!« »Haben Sie je so etwas gehört? Hahaha! – Im Anfang war das Protoplasma! Das hat der Knirps in der Schule gelernt! Sein Direktor, mein alter Freund, hat eben auch seinen kleinen Sparren. Er machte sich hier damit unmöglich – aber drüben hat er es wirklich fertig gebracht, eine darwinistische Klippschule ins Werk zu setzen. Ich möchte wissen, was sich der Junge von seinem heiligen Urschleim für eine Vorstellung macht. Jedenfalls hat er ihn ebensowenig jemals mit Augen geschaut wie wir unsern lieben Herrgott. Er hat also seinen Glauben so gut wie wir, aber ich möchte wetten, er wird sich darum in Worten und Werken durchaus nicht von den andern Buben seines Alters unterscheiden. Er wird ›ach Gott!‹ und ›Gott sei Dank!‹ sagen wie jeder ehrliche Christenmensch und sich ebensowenig dabei denken. Ich hoffe aber, es soll trotz Urschleim und Uraffe ein so tüchtiger deutscher Edelmann aus ihm werden, als seine Descendenz es ihm irgend erlaubt. Hoffen wir, dass manden seinen Echten Gott nicht auch noch hier neben dem Urschleim verkünden will. Zitieren
atheist666 Geschrieben 17. Juni Melden Geschrieben 17. Juni (bearbeitet) Am 13.6.2026 um 10:12 schrieb Alfons: Und anschließend pilgerst du nach Konnersreuth? Ich leg mir dann den Spirago unters Kopfkissen, so als Hypnoschulung. Bzw. geht dann der Geist von Franz Spirago auf mich über. bearbeitet 17. Juni von atheist666 Zitieren
atheist666 Geschrieben 18. Juni Melden Geschrieben 18. Juni Am 4.6.2026 um 18:52 schrieb Werner Hoffmann: Lese hin und wieder die Presse und bin entsetzt über die zunehmende Boshaftigkeit des Menschen. Beispiel: 03.06.2026 Unvorstellbar perverse Brutalität. Zwei Männer, die mit dem Tankstutzen Benzin in einen Minivan pumpen – nicht in den Tank, sondern ins Innere hinein. Dann setzen sie das Auto in Brand und halten von außen die Türen zu. Man sieht voller Entsetzen, wie der Fiat Ulysse mächtig hin und her schwankt, weil sich die verbliebenen Insassen zu befreien versuchen. Vergebens. Dann rennen die beiden anderen in höchster Eile weg. Das ist die Szene, wie sie sich am helllichten Tag nahe der 3000-Einwohner-Gemeinde Amendolara abgespielt hat, an einer Tankstelle an der viel befahrenen Staatsstraße 106, im tiefen Süden. Für vier Männer in dem Auto kommt jede Hilfe zu spät: Ismat, Fazal, Waseem und Safi. Alle vier aus Afghanistan und Pakistan. Schlimme Arbeitsbedingungen längst bekannt Alle vier als Erntehelfer auf den Erdbeerfeldern in der Umgebung beschäftigt, zu Billigstlöhnen und unter Bedingungen, die man kaum als human beschreiben kann. Alle vier bei lebendigem Leib verbrannt. In den italienischen Fernseh-Nachrichten laufen die Bilder seit Montag rauf und runter. Das ganze Land ist entsetzt über den Vierfach-Mord. Bei vielen regt sich auch wieder einmal das schlechte Gewissen, dass Einwanderer in ihrem Land so beschäftigt werden. In der Gegend um Amendalora, zwischen Spitze und Absatz des italienischen Stiefels, werden vor allem Orangen, Mandarinen und Erdbeeren angebaut. Hier weiß jeder, wie Migranten auf den Feldern behandelt werden. Viele von ihnen kommen aus Ländern wie Indien, Pakistan, Bangladesch oder Afghanistan. Der Stundenlohn beträgt häufig nicht mehr als drei Euro. Alles in allem, so wird geschätzt, arbeiten in Italiens Landwirtschaft mehr als 200.000 Menschen unter solchen Bedingungen. Viele sprechen von moderner Sklaverei Viele nennen das moderne Sklaverei. Manche sprechen auch von einer „Landarbeiter-Mafia“, die streng organisiert ist und Verbindungen zur 'Ndrangheta hat, Italiens mächtigster Verbrecherorganisation, die in Kalabrien beheimatet ist. Um die Anwerbung der ausländischen Billigstlöhner, deren Unterbringung und die finanziellen Angelegenheiten kümmern sich sogenannte Capos: häufig ebenfalls Migranten, die es in der Hierarchie etwas nach oben geschafft haben. https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/erntehelfer-lebendig-verbrannt-vierfach-mord-an-tankstelle-erschuttert-italien-15672702.html Wenn Du gerne Horror Geschichterl liest, dann empfehle ich immer den Verlag mit den Zinnen. Zitieren
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