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Geschrieben

Wenn alles gesagt und getan ist -

Wenn die Tränen versiegen und der letzte Atemzug den Körper verlässt -

Wenn das Leiden ein Ende findet und der Schmerz sich legt -

Wenn das Herz leicht wird und die Welt ihren Schrecken verliert -

Wenn alles Kämpfen ein Ende hat und kein Widerstand mehr Kräfte zehrt -

Wenn alles Wünschen und Wollen erlischt -

Wenn alles Zaudern und Hadern keine Rolle mehr spielt -

Wenn Leiden und Schmerz die Sünde tilgt -

Wenn dein Engel, oh Herr, an das Bett des Sterbenden tritt -

Wenn das Herz vor Dir offen liegt und Dein Blick die Seele trifft -

 

- dann erbarme dich, Herr unser Gott, und öffne ihnen deine Tore.

- dann erbarme dich, Herr unser Gott, und tröste die, die vor dir stehen.

- dann erbarme dich, Herr unser Gott, und führe sie an deinen Tisch.

- dann erbarme dich, Herr unser Gott, und trockne die Tränen jener, die zurückbleiben.

- dann erbarme dich, Herr unser Gott, und schenke der Welt deinen Frieden.

 

Vater unser...

Gegrüßet seist du...

Ehre sei dem Vater...

Geschrieben

Freut euch, meine Brüder!

Auferstanden ist er,

er liegt nicht im Grab.

Auferstanden ist er und lebt.

Und mit ihm auch ich.

Freut euch, meine Brüder!

 

Geh‘, lass uns sein.

 

Hört mich, meine Brüder!

Auferstanden ist er,

er liegt nicht im Grab.

Auferstanden ist er und lebt.

Und mit ihm auch ich.

So hört doch, meine Brüder!

 

Geh fort!

Sahst du nicht, wie er starb am Kreuz?

 

So hört mich doch, meine Brüder!

Auferstanden ist er,

er liegt nicht im Grab.

Auferstanden ist er und lebt.

Und mit ihm auch ich.

Kommt, lasst uns singen und tanzen!

Freut euch, meine Brüder.

Er lebt und mit ihm auch wir!

 

Sei still!

Ist es nicht genug,

dass er solch‘ ein Ende nahm?

 

Halleluja, meine Brüder!

Weibergeschwätz!

Halleluja, Jesus lebt!

Bist du von Sinnen?

Schweig!

Halleluja!

Ansingen will ich gegen eure Vernunft!

Halleluja!

Auferstanden ist er,

er wurde begraben,

er liegt nicht im Grab!

Auferstanden ist er und lebt!

Was redest du?

Und mit ihm auch ich.

Halleluja, meine Brüder!

Steht auf! Kommt!

Sagt es allen weiter:

Es wird uns ergehen wie ihm!

Ja, meine Brüder!

Sie werden uns kreuzigen!

Jesus lebt!

Er lebt?

Kommt!

Steht auf und singt mit mir Halleluja!

Denn auferstanden ist er,

er liegt nicht im Grab!

Auferstanden ist er und lebt!

Neu entfacht hat er meines Herzens Glut!

Halleluja!

Meine Brüder, singt mit mir!

Halleluja, Jesus lebt!

Geschrieben

Für eine Schülerin in meinem Sprachkurs, die alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern ist.

Der Sohn braucht Medikamente, für die sie in die Klinik in einer anderen Stadt fahren muss. Sie darf wegen Corona-Gefahr aber die Tochter nicht mitnehmen.

Geschrieben

Oh Herr, Du weißt besser als ich,
dass ich von Tag zu Tag älter
und eines Tages alt sein werde.

Bewahre mich vor der Einbildung,
bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.

Erlöse mich von der großen Leidenschaft,
die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.

Lehre mich, nachdenklich (aber nicht grüblerisch), hilfreich (aber nicht diktatorisch) zu sein.

Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit erscheint es mir ja schade, sie nicht weiterzugeben. Aber Du verstehst - oh Herr - dass ich mir ein paar Freunde erhalten möchte.

Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zum Wesentlichen zu gelangen.

Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu - und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.

Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir Krankheitsschilderungen anderer mit Freude anzuhören, aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.

Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.

Erhalte mich so liebenswert wie möglich. Ich möchte kein Heiliger sein, mit ihnen lebt es sich so schwer, aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels.

Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken und verleihe mir, oh Herr, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

Theresa von Avila

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Die Angelika:

 

 

#BlackOutTuesday

 

 

Auch eine schwarze Fläche kann ein Gebet sein. Danke fürs Teilen.

Geschrieben

Es ist kein Gebet im eigentlichen Sinne, sondern die Bergpredigt in Toki Pona, einer Sprache mit einem Wortschatz von 120 Wörtern mit denen versucht wird die Welt zu beschreiben:

 

http://tokipona.net/tp/janpije/sermononmount.php

 

Daraus das Vaterunser:

 

mama mi o, sina lon ma sewi

1. nimi sina o sewi

2. lawa sina o kama

3. sina wile e ijo la ona o lon. ona o lon ma ni en ma sewi

4. o pana e muko pi tenpo suno ni tawa mi.

5. ike mi o lili tawa sina. sama la ike pi jan ante li lili tawa mi.

6. mi o wile ale ike.

7. o weka e mi tan jan Setan ike.

Geschrieben

Wollte Dich besingen, 
mit wunderbaren Unendlichkeitsworten, 
zu denen wir tanzen könnten, 
einen Sommerreigen auf der Wiese, 
wollte ich dich besingen. 
Doch fehlen mir die Worte. 
Du, 
wollte dich buchstabieren, 
lernen, Buchstabe für Buchstabe 
dein Wesen ertasten, 
neu schreiben lernen dein Wort, Du. 
Doch kenne ich nicht Dein Alphabet. 
Wollte dich lieben lernen, 
dir alles sagen, nichts dir verschweigen, Du. 
Doch deine Nähe lässt mich alles vergessen, 
zwei Buchstaben nur wage ich noch zu sagen: 

Du

Geschrieben

Sinnlos ist mein Gebet - 

denn Du hörst mich nicht, mein Rufen, Schreien, Klagen.

Ich wünschte ich sähe dich - ich hätte dir so viel zu sagen.

Doch selbst mein Jubel und mein Lachen gehen ungehört vorbei

verhallen ungehört im Dunkel, in meinen Ketten bin ich frei.

 

Sinnlos ist aller Schmerz - 

denn du fühlst es nicht und weinst nicht meine Tränen

doch stündest du vor mir, könntest du es doch at least tröstend erwähnen.

und so bleib ich hier, in meinem engen Karzer geht mein Leben vor sich hin

doch wüsste ich so gerne - wer ich wirklich bin!

 

Maria war dir klar, was geschehen wird, was der Engel dir versprochen?

Maria sag mir, hat unser Schöpfergott, sein Wort an dir gebrochen?

War es das wirklich wert? All das Leid, der Schmerz, das du erduldet hast?

Oder konntest du nicht fassen, was Gott euch bereitet hat?

 

Ich sitze still und stumm, in meiner Kammer drin, sinne vor mich hin,

und vor mir an der Wand, schaut dein Sohn herab und sieht mich doch nicht an.

Oh Gott erbarme dich - einen Engel nur, der nimmt mich an die Hand - 

und führt mich durch die Hölle heim ins gelobte Land.

 

Maria war dir klar, daß das Heil Welt wuchs unter deinem Herzen?

Hast du es geahnt, daß sein Leben man so grausam enden soll?

Hast Du es Gott verzieh'n, was er dir und ihm hat angetan? 

Wie wär' dein Ja gewesen - wenn du gewusst hättest was kam?

 

Ganz tief nur in mir drin, glüht ein kleines Licht, sorgsam vor der Welt verborgen.

Noch darf es nicht heraus - vielleicht darf es nie - vielleicht, vielleicht doch morgen.

Und wenn einst der Heiland wiederkommt, und die Welt wird neu und licht.

dann steh' ich still am Rand, verberg' mein Leuchten, zeig es nicht.

 

Maria war dir klar, daß du erwählt warst unter allen Frauen?

Hast du es geahnt, daß dein Gott mit dir wollte ganz was neues bauen?

Hast du es denn gewusst, wie groß du bist in Ewigkeit erhaben?

Oder hattest du Angst und wagtest bloß nicht dem Engel "Nein!" zu sagen?

 

Die Zeit sie rennt vorbei, meine Tage zieh'n ungenutzt vorüber?

Sag mir wo ist der Sinn? Ich würd' doch so gern - ach ne - ich lass es lieber...

 

Mein Gott wo ist dein Schwert? Schlag die Welt entzwei und hol die paar Gerechten

Lass das All verglühn, schaff eine neue Welt.

Vielleicht klappt es diesmal besser - vielleicht ist es das was zählt.

 

Doch sinnlos ist mein Gebet.

Geschrieben

Herr im Himmel, erbarme Dich; neig dein Ohr denen zu, die keine Worte finden; bereite denen einen Tisch in der Wüste, denen das Leben am übelsten mitspielt und die nichts dafür können. Öffne dein Ohr und deine Hand jenen die sprachlos sind mit ihren Sorgen und die nicht mit denen zueinander kommen können , die ihnen am nächsten sein sollten.

Oh Gott sende Deine Engel aus, damit sie Trost finden und Worte des Friedens erfahren; führe sie in Häuser und an Tische, an denen sie satt werden an Leib und Seele.

Sei gnädig, oh Herr, und schenke uns deinen Frieden.

 

Amen.

Geschrieben

Unser Vater, erbarme dich.

Unser Schöpfer, erbarme dich.

Ewiger, erbarme dich.

Allmächtiger, erbarme dich.

Allwissender, erbarme dich.

Unendliche Güte, erbarme dich.

Du Retter, erbarme dich.

Urgrund der Schöpfung, erbarme dich.

Richter der Toten, erbarme dich.

Bringer der Sintflut, erbarme dich.

Warner und Retter Noahs, erbarme dich.

Gott Abrahams, Isaaks, und Jakobs, erbarme dich.

Brennender Dornbusch, erbarme dich.

Schrecken Ägyptens, erbarme dich.

Säule von Feuer, erbarme dich.

Wandernde Wolke, erbarme dich.

Teiler des Meeres, erbarme dich.

Quelle in der Wüste, erbarme dich.

Manna vom Himmel, erbarme dich.

Salbung Davids, erbarme dich.

Weisheit Salomos, erbarme dich.

Inspiration der Propheten, erbarme dich.

Botschaft der Engel, erbarme dich.

Logos im Fleische, erbarme dich.

Erlöser der Welt, erbarme dich.

 

Amen.

Geschrieben

Zum 9. November:

 

Ihr heiligen Märtyrer bittet für uns.

 

Gott, welchen einen Tag hast Du beschert,

dein Licht erscheint über den Gerechten wie den Sündern,

über Opfern und Tätern, über Helden und Gestrauchelten.

 

Nicht Sonne und Mond heben diesen Tag heraus aus allen anderen Tagen,

kein Fest, das deine Weisung und gegeben hat,

und doch ist er ein Schicksalstag.

 

Ein Tag an dem Hunderte starben aufgrund des Hasses ihrer Mitmenschen,

ein Tag an dem Gewalt und Willkür sich die Bahn brachen zu allen Zeiten.

 

Ein Tag an dem aber auch Wunder geschahen und geschehen,

ein Tag der zusammenführt und Hoffnung schenkt.

 

Ein Tag an dem die Trauer groß ist,

ein Tag der Tränen und der Wut, der Verzweiflung und der Scham.

 

Ein Tag der Dankbarkeit fordert und der Hoffnung gibt,

ein Tag der Mahnung und der Freude.

 

Ein Tag an dem das Lachen verstummt vor dem Entsetzen über die menschliche Natur.

Ein Tag an dem die Tränen versiegen, angesichts des Wunders, daß wir sahen.

Ein Tag, eingebrannt in die Geschichte meines Volkes,

Ein Tag der seinesgleichen nicht hat.

 

Erbarme dich Herr der Heerscharen, erbarme dich unser.

 

Gedenke, Herr, jener die starben an diesem Tag durch die Hand ihrer Mitmenschen. Nimm sie auf bei dir und lass sie in Ewigkeit deine Herrlichkeit schauen.

Schau voller Güte auf jene, die trauern und leiden an jenem Tag deren Wunden nicht heilen und die sich Schmerzen erdulden. Tröste sie, Gott unser Vater, schenke ihnen die Gnade deine Nähe zu spüren und ihren Frieden zu finden.

Nimm sie an die Hand, jene die Hoffen und bangen und die nicht an den Menschen verzweifeln wollen. Stärke ihren Mut, ihre Geduld, ihren Sanftmut und schenke ihnen der verdienten Lohn.

Du Gott des Friedens und der Vergebung hältst alle in deiner Hand die reinen Herzens sind. Öffne ihnen die Pforten zu deinem himmlischen Reich.

 

Ich bitte dich, ewiger Gott, auch für jene deren Schicksal mit diesem Tag untrennbar verwoben ist, die an diesem Tag ihre Menschlichkeit vergaßen, die zu Tätern wurden und in den Augen der Welt verloren gingen. Für jene, mein Gott, die versagten an diesem Tag, deren Angst sie lähmte, deren Hass sie anstachelte, deren Kraft nicht ausreichte dem Bösen zu widerstehen.

All jene, die nach unserem Maß dem Satan anheim gefallen sind.

Jene Schuldigen, für die unser Durst nach Rache tausend und eine Strafe der Hölle zu erfinden bereit ist. Jene Verbrecher um derentwillen wir im ewige Kreis von Täterschaft und Opfer keinen Frieden finden. Wie Abraham um Gnade für Sodom bat, so erbarme dich auch über jene, deren letzten Funken der Gerechtigkeit nur bei dir noch bewahrt sind.

 

Gib uns die Gnade uns selbst zu vergeben, damit wir auch jenen vergeben können die an uns schuldig geworden sind.

Erbarme dich Gott, daß auch wir im Angesicht des Schreckens nicht unsere Menschlichkeit verlieren.

Mein Gott, mein Gott, verlass uns nicht sondern lass dein Angesicht über uns leuchten, schaue auf uns in deiner göttlichen Güte und schenke uns deinen Frieden.

 

Vater unser...

Gegrüßet seist du Maria...

Ehre sei dem Vater...

 

Amen.

 

 

 

Geschrieben

Mit meinem Gott springe ich

nicht über Mauern.

 

Aber vielleicht könnte ich Löwenzahnsamen sein,

leicht und luftig mich forttragen lassen

in eine enge Ritze,

dort mich löwenzähnig leise festbeißen

ohne Geknurre und Gemurre abwarten,

wachsen,

wachsen,

wachsen,

wachsen,

geduldig wachsen

mit meinem Gott.

Geschrieben
Am 22.11.2020 um 16:16 schrieb Die Angelika:

 

Danke, dass es Menschen gibt, die derart tragende Gebetslieder verfassen können.

Seit Wochen trägt mich dieses Lied immer dann, wenn es nötig ist.

Danke...

 

Zitat

 

If it be your will, that I speak no more
And my voice be still, as it was before
I will speak no more, I shall abide until
I am spoken for, if it be your will
If it be your will, that a voice be true
From this broken hill, I will sing to you
From this broken hill
All your praises they shall ring
If it be your will, to let me sing
From this broken hill
All your praises they shall ring
If it be your will, to let me sing
If it be your will, if there is a choice
Let the rivers fill, let the hills rejoice
Let your mercy spill
On all these burning hearts in Hell
If it be your will, to make us well
And draw us near and bind us tight
All your children here, in their rags of light
In our rags of light, all dressed to kill
And end this night, if it be your will
If it be your will

 

(c) Leonard Cohen

 

Amen.

Amen

Geschrieben

gib wissen den unwissenden

 

gib mut den mutlosen

 

gib verständnis den verständnislosen

 

gib  gesundheit den kranken

 

entscheide du, wer sich auf den weg zu dir macht.

 

 

Geschrieben

 

macht

es

die angst,

dass wir uns nicht mehr verstehen

mehr noch, - uns missverstehen?

 

was wissen wir

noch?

wissen wir -

noch?

 

nacht ist

aber wir lehnen uns auf

wollen nicht nacht,

wollen nur licht,

das licht.

aber

 das licht leuchtet in der dunkelheit

nur in der dunkelheit

aber in der dunkelheit

macht

es

angst

dass wir uns nicht nur nicht mehr verstehen,

sondern

missverstehen

und so einsam sind

trotz der freunde

im garten gethsemane

so einsam

dass wir angst haben

ob

wohl

wir wissen doch

dass wir alle eins

verstanden sind

im licht,

das da leuchtet

im leben und sterben

in der dunkelheit

Geschrieben (bearbeitet)

Jerusalema

 

Zitat

Jerusalema ikhaya lami

Ngilondoloze

Uhambe nami

Zungangishiyi lana

 

Jerusalem ist meine Heimat

Schütze mich

Begleite mich

Lass mich hier nicht zurück

 

bearbeitet von Die Angelika
Geschrieben
Fürchtet euch nicht!
Denn,-
ja warum denn nicht?
Wo ist er, der geborene Heiland? Wo?
Nirgends ist er
zu finden,
wenn er nicht
geboren wird in uns.

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