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Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben ...


Gabriele

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Und vergib uns unsere Schuld,

 

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

 

 

Liebe Forengemeinde,

 

dieses Mal möchte ich meine eigenen Gedanken erst einmal zurückstellen und Euch zu Wort kommen lassen.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Und vergib uns unsere Schuld,

 

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

 

 

Liebe Forengemeinde,

 

dieses Mal möchte ich meine eigenen Gedanken erst einmal zurückstellen und Euch zu Wort kommen lassen.

 

Liebe Grüße, Gabriele

Liebe Gabriele,

bevor ich mich weiter an die Arbeit mache,

kurz ein paar Gedanken zur nächsten Vaterunserbitte.

Diese Vaterunserbitte ist wesentlicher Inhalt der Botschaft Jesu. Gott vergibt uns unsere Schuld, wenn wir sie einsehen, bereuen und den Willen zur Umkehr haben. Vergeben ist eine wichtige Voraussetzung zur Versöhnung, wenn Menschen aneinander schuldig geworden sind.

Schwierig ist auch dann die Vergebung bei Menschen untereinander, wenn der Schuldige keine Einsicht zeigt, obwohl es dazu auch ein paar Tips in der Bibel gibt, die ich gerne Anderen hier aufzeigen lasse.

Liebe Grüße

Gerlinde

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Und vergib uns unsere Schuld,

 

Mein allererster Gedanke dazu:

"vergib, lieber Gott, den anderen ihre Schuld - ich selbst habe ja keine."

Wenn es mir dann gelingt, innezuhalten, wird mir sehr schnell bewußt, dass diese "Schuld" auch in meinem Leben allgegenwärtig ist. Mehr noch, dass ein schuldloses Dasein für Menschen nicht möglich ist. Auch wenn wir uns noch so sehr bemühen, die Gebote Gottes zu halten, und selbst wenn uns das lücken- und fehlerlos gelingt - wir sind heil-los verstrickt in diese Welt. Wenn ich mich einem meiner Kinder besonders zuwende, werden mir die anderen zum Vorwurf machen, dass ich mich nicht genug um sie kümmere. Und sie haben Recht, aber ich habe doch nur 24 Stunden pro Tag.

Oder wenn ich Lebensmittel einkaufe: Ökologisch korrekt mit Bio-Label? Oder vom Landwirt 4 km entfernt? Oder vom Tante-Emma-Laden in der Nähe? Egal wie ich mich entscheide, irgendwo werde ich un-gerecht und damit schuldig anderen gegenüber.

Oder wenn meine Familie ein neues Auto braucht, auch wenn wir uns ein günstiges gebrauchtes zulegen - wie viele Kinder in Indien könnte ich mit dem Geld vor dem (Ver)Hungern bewahren? Wie viele Aids-Waisen in Afrika mit Nahrung versorgen?

 

Aus eigener Kraft komme ich da nicht raus.

Aber das brauche ich auch gar nicht.

Ich darf diese Schuld vor Gott bringen, darf Ihm meine Schuld bekennen, und ich darf darauf vertrauen, dass Er sie vergibt.

Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden und unsere Schuld.

Daran glaube ich, darauf hoffe ich, darauf vertraue ich.

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Und vergib uns unsere Schuld,

 

Aus eigener Kraft komme ich da nicht raus.

Aber das brauche ich auch gar nicht.

Ich darf diese Schuld vor Gott bringen, darf Ihm meine Schuld bekennen, und ich darf darauf vertrauen, dass Er sie vergibt.

Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden und unsere Schuld.

Daran glaube ich, darauf hoffe ich, darauf vertraue ich.

 

servus gabriele,

 

wenn ich dich mal fragen darf,

wie bringst du diese wahnsinnsvergebung gottes dir gegenüber in konnex zu

 

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

 

???

 

... WIE auch wir vergeben unseren schuldigern ...

 

???

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Und vergib uns unsere Schuld,

 

Aus eigener Kraft komme ich da nicht raus.

Aber das brauche ich auch gar nicht.

Ich darf diese Schuld vor Gott bringen, darf Ihm meine Schuld bekennen, und ich darf darauf vertrauen, dass Er sie vergibt.

Jesus starb am Kreuz für unsere Sünden und unsere Schuld.

Daran glaube ich, darauf hoffe ich, darauf vertraue ich.

 

servus gabriele,

 

wenn ich dich mal fragen darf,

wie bringst du diese wahnsinnsvergebung gottes dir gegenüber in konnex zu

 

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

 

 

???

 

... WIE auch wir vergeben unseren schuldigern ...

 

???

Liebe Kalinka,

entschuldige bitte, wenn ich mich zu Deiner Frage melde. Du sprichst genau das etwas schwierig zu verstehende an. Noch dazu, wenn wir die Worte im Anschluss an das Vaterunser betrachten.

Im Anschluss an das Vater unser , das Jesus zu beten gelehrt hat, heißt es in Mt 6, 14 : "Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater auch nicht vergeben."

So gesehen müsste eigentlich die Vaterunserbitte heißen : .. und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben "haben."

Danke für Deinen Impuls!

Gabriele wird uns schon weiterhelfen!

Liebe Grüße

Gerlinde

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Liebe Kalinka,

Soeben habe ich zur Vergewisserung meiner Aussage nachträglich im NT nachgelesen. Hier heißt es im "Vaterunser" doch tatsächlich ..."Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben."

Liebe Grüße

Gerlinde

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Da habt ihr ganz recht -- im griechischen Urtext ist die Bitte um Vergebung im Präsens, der Nachsatz im Perfekt geschrieben. Das ist fast schon eine Wenn-dann-Einschränkung.

Eigentlich sollte man also denen, die einem etwas schulden, vergeben haben, bevor man dieses Gebet anstimmt. :huh:

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Da habt ihr ganz recht -- im griechischen Urtext ist die Bitte um Vergebung im Präsens, der Nachsatz im Perfekt geschrieben. Das ist fast schon eine Wenn-dann-Einschränkung.

Eigentlich sollte man also denen, die einem etwas schulden, vergeben haben, bevor man dieses Gebet anstimmt. :huh:

Liebe Iris,

daraus schließe ich, dass es wichtig ist, dass wir unserem Nächsten immer wieder vergeben , wenn wir von Gott Vergebung erwarten. Wenn wir von Ihm Barmherzigkeit erhoffen dürfen, dann will er auch, dass wir mit unseren Mitmenschen barmherzig umgehen.

Obwohl ich finde, dass das manchmal für uns ganz schwer sein kann.

Da Barmherzigkeit und Vergebung eine wichtige Vorraussetzung für den Frieden und auch die Verbundenheit mit Gott ist "(Wenn einer sagt, er liebt Gott und seinen Bruder hasst, so ist er ein Lügner)" ist diese Haltung wichtig für uns, dass unser Leben gelingt.

Jesus zeigt im Gleichnis vom "unbarmherzigen Knecht" auf, dass wir, die wir mit Gottes Barmherzigkeit und Vergebung rechnen dürfen, auch unserem "Bruder" vergeben sollen.

Liebe Grüße

Gerlinde mit ihren morgendlichen Gedanken

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Liebe Kalinka,

entschuldige bitte, wenn ich mich zu Deiner Frage melde.

Liebe Gerlinde,

 

da dies ein öffentliches Diskussionsforum ist, braucht es keine Entschuldigung, wenn man sich zu Wort meldet - ganz im Gegenteil, es ist der eigentliche Sinn des Ganzen.

 

Du sprichst genau das etwas schwierig zu verstehende an. Noch dazu, wenn wir die Worte im Anschluss an das Vaterunser betrachten.

Im Anschluss an das Vater unser , das Jesus zu beten gelehrt hat, heißt es in Mt 6, 14 : "Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater auch nicht vergeben."

So gesehen müsste eigentlich die Vaterunserbitte heißen : .. und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben "haben."

Danke für Deinen Impuls!

Den Aspekt hatte ich bisher auch nicht bedacht:

Gott will, dass wir erst mal unsere "irdischen" Beziehungen in Ordnung bringen, bevor wir uns an ihn wenden.

 

Gabriele wird uns schon weiterhelfen!

Liebe Grüße

Gerlinde

Zuviel der Ehre, liebe Gerlinde.

Ich bin doch selbst am Suchen, Nachdenken, Überlegen. Ich habe kein fertiges Konzept in der Schublade, das ich Euch vorsetzen könnte.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Liebe Gabriele,

nur kurz eine Antwort, da der Haushalt wartet. Ich habe durchaus Verständnis, wenn du nicht immer und gleich antworten kannst. Wie ich hier mitbekommen habe, hast du eine Familie mit Kindern, die auch Zeit kostet. Ich schätze deine Arbeit hier sehr. Danke!

Es kommt m.E. auch nicht an wieviel man schreibt, sondern wie positiv der Beitrag ist.

Dazu hört man nur Lob über Dich und die anderen Moderatoren.

Liebe Grüße

Gerlinde

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Hallo,

hier ein Bibelstelle aus dem Matthäusevangelium(Mt18, 15-17), die darauf hinweist wie man mit einem Schuldiggewordenen umgehen könnte:

"Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner."

 

Der letzte Satz ist mir nicht ganz klar, wie ich ihn interpretieren soll. Es gibt m. E. zwei Möglichkeiten des Umgangs mit ihm. Bitte um Hilfe!!!!

Liebe Grüße

Gerlinde

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grüß dich gerlinde, hallo miteinander,

 

hier ein Bibelstelle aus dem Matthäusevangelium(Mt18, 15-17), die darauf hinweist wie man mit einem Schuldiggewordenen umgehen könnte:

"Wenn dein Bruder sündigt, dann geh zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei Männer mit, denn jede Sache muss durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werden. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde. Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner."

 

hm ... zu der von dir zitierten bibelstelle in verbindung mit "und vergib uns unsere schuld, wie auch wir vergeben unseren schuldigern" stellt sich mir folgende frage:

 

ich vermute, es gibt einen unterschied zwischen jemand die/der "einfach nur" sündigt, und jemand, die/der sich an mir "versündigt", sprich: an mir schuldig wird - so wie wir beim sündigen an gott schuldig werden.

 

kann es nicht sein, daß wir mit jenen, die an uns schuldig werden noch viel mehr vergeben sollen, als jenen, die "einfach nur" (also nicht an uns) schuldig werden.

 

für mich klingen die worte "und vergib und unsere schuld, WIE auch wir vergeben unseren schuldigern" nach einem aufruf zum maximalen verzeihen. während die matthäusstelle für mich diese maximalität noch nicht hat. wie maximal dieses verzeihen ist, hast du, gabriele, am 18.9. um 21:23 imho recht gut in worte gefaßt.

 

was meint ihr?

 

gotte segen,

kalinka

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Mich macht diese Vater unser Bitte schon immer sehr nachdenklich.

Sie fügt den landläufigen Voraussetzungen der Schuldvergebung, nämlich Reue und Vorsatz noch Entscheidendes dazu.

 

Wenn ich Schuldvergebung will, ist es zu wenig eben durch Reue und Vorsatz nur mit mir selber ins Reine zu kommen. Es braucht ein Zusätzliches - ich muß die Beziehungen zu meinem Nächsten in Ordnung bringen. Und zwar nicht dort wo ich die Beziehung zu ihm geschädigt habe, sondern indem ich das verzeihend anpacke, wo der Andere wirklich oder vermeintlich seine Beziehung zu mir geschädigt hat.

 

Heavy.........

bearbeitet von wolfgang E.
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Liebe Kalinka,

ich hatte mit meinem Bibelzitat eine bestimmte Situation vor Augen. Wenn z. B. ein Vorgesetzter sich durch Fehlverhalten gegen seine Untergebenen versündigt, dann wird er an vielen schuldig. Wenn dann einer den Mut aufbringt und diese Fehler anspricht, er aber nicht darauf hört........

Solche Sünden , die Auswirkung auf eine größere Gemeinschaft haben, ( in der Schule, in der Gemeinde, ....) entsprechen m. E. meinem Bibelzitat.

Liebe Grüße

Gerlinde

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wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

 

Eine wahrlich brisante Stelle:

Dasselbe Maß, mit dem ich messe, soll auch an mir angewandt werden.

So, wie ich handle (oder nicht handle), soll Gott an mir handeln (oder auch nicht).

 

Mitunter geht das über meine Kräfte.

Wenn ich Streit mit jemanden habe, verletzt wurde und noch nicht verzeihen kann, dem anderen sein Verhalten nachtrage, dann weiß ich, dass ich diese Worte eigentlich nicht aussprechen dürfte.

 

Dann füge ich nach diesem Vers in Gedanken ungefähr folgendes ein:

Herr, mir ist bewußt, dass ich da noch etwas nachzuholen habe, dass ich X und Y noch nicht verziehen habe. Es ist so schwer für mich. Hab Erbarmen mit mir, Herr.

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wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

 

Eine wahrlich brisante Stelle:

Dasselbe Maß, mit dem ich messe, soll auch an mir angewandt werden.

So, wie ich handle (oder nicht handle), soll Gott an mir handeln (oder auch nicht).

 

Mitunter geht das über meine Kräfte.

Wenn ich Streit mit jemanden habe, verletzt wurde und noch nicht verzeihen kann, dem anderen sein Verhalten nachtrage, dann weiß ich, dass ich diese Worte eigentlich nicht aussprechen dürfte.

 

Dann füge ich nach diesem Vers in Gedanken ungefähr folgendes ein:

Herr, mir ist bewußt, dass ich da noch etwas nachzuholen habe, dass ich X und Y noch nicht verziehen habe. Es ist so schwer für mich. Hab Erbarmen mit mir, Herr.

Guten Morgen liebe Gabriele,

Dein Gebet ist sicher ein guter Schritt auf dem Weg zur Vergebung und Versöhnung .

Es gehörte fast allgemein in die Vaterunserbitte hineingefügt, dann würde man diese Bitte vielleicht bewusster beten, es wäre auch eine passende Fürbitte! (um nicht das Vaterunser zu verändern.)

Denn es braucht viel Demut und oft auch Zeit, jemandem , der an einem schuldig geworden ist zu verzeihen, wenn er keine Einsicht und Reue zeigt. Es kommt natürlich auch auf die Schwere der Schuld an.

Wenn der Schuldige nicht "mitmacht" gelingt das Verzeihen sicher aus dem Glauben heraus leichter, aber das Versöhnen und das Vergessen sind trotzdem schwer, da die Wunde langsamer heilt.

Liebe Grüße

und einen guten Tag

Gerlinde

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Mich macht diese Vater unser Bitte schon immer sehr nachdenklich.

Sie fügt den landläufigen Voraussetzungen der Schuldvergebung, nämlich Reue und Vorsatz noch Entscheidendes dazu.

 

Wenn ich Schuldvergebung will, ist es zu wenig eben durch Reue und Vorsatz nur mit mir selber ins Reine zu kommen. Es braucht ein Zusätzliches - ich muß die Beziehungen zu meinem Nächsten in Ordnung bringen. Und zwar nicht dort wo ich die Beziehung zu ihm geschädigt habe, sondern indem ich das verzeihend anpacke, wo der Andere wirklich oder vermeintlich seine Beziehung zu mir geschädigt hat.

 

Heavy.........

Lieber Wolfgang, danke!

Ein paar Gedanken zu Deinem letzten Satz.

Wenn ich einem an mir schuldig gewordenen , der seine Schuld vor mir nicht einsieht und sozusagen nicht zeigt, dass es ihm leid tut, nach dem "Vaterunser" trotzdem verzeihen sollte, muss ich dann nicht barmherziger sein als Gott?

Und wenn mir Gott nur unter der Bedingung, dass ich dem anderen die Schuld vergebe, egal ob er bereut oder nicht, meine Schuld vergibt, dann ist das etwas schwer zu verstehen.

Gott verlangt von mir Einsicht und Reue um zu mir zu vergeben (nach kath. Lehre) und ich müsste meinem Schuldiger so einfach verzeihen können, ohne seine Einsicht oder ein Wort der Entschuldigung mir gegenüber. Ich würde es vielleicht sogar zusammen bringen, aber ganz gerecht finde ich es trotzdem nicht, zumal wenn mein "Schuldiger" der "mächtigere" ist.

Liebe Grüße

Gerlinde, die heute nicht mehr antworten kann, weil die Tochter heiratet.

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Mich macht diese Vater unser Bitte schon immer sehr nachdenklich.

Sie fügt den landläufigen Voraussetzungen der Schuldvergebung, nämlich Reue und Vorsatz noch Entscheidendes dazu.

 

Wenn ich Schuldvergebung will, ist es zu wenig eben durch Reue und Vorsatz nur mit mir selber ins Reine zu kommen. Es braucht ein Zusätzliches - ich muß die Beziehungen zu meinem Nächsten in Ordnung bringen. Und zwar nicht dort wo ich die Beziehung zu ihm geschädigt habe, sondern indem ich das verzeihend anpacke, wo der Andere wirklich oder vermeintlich seine Beziehung zu mir geschädigt hat.

 

Heavy.........

Lieber Wolfgang, danke!

Ein paar Gedanken zu Deinem letzten Satz.

Wenn ich einem an mir schuldig gewordenen , der seine Schuld vor mir nicht einsieht und sozusagen nicht zeigt, dass es ihm leid tut, nach dem "Vaterunser" trotzdem verzeihen sollte, muss ich dann nicht barmherziger sein als Gott?

Und wenn mir Gott nur unter der Bedingung, dass ich dem anderen die Schuld vergebe, egal ob er bereut oder nicht, meine Schuld vergibt, dann ist das etwas schwer zu verstehen.

Gott verlangt von mir Einsicht und Reue um zu mir zu vergeben (nach kath. Lehre) und ich müsste meinem Schuldiger so einfach verzeihen können, ohne seine Einsicht oder ein Wort der Entschuldigung mir gegenüber. Ich würde es vielleicht sogar zusammen bringen, aber ganz gerecht finde ich es trotzdem nicht, zumal wenn mein "Schuldiger" der "mächtigere" ist.

Liebe Grüße

Gerlinde, die heute nicht mehr antworten kann, weil die Tochter heiratet.

Liebe Gerlinde,

 

zuerst einmal herzliche Gratulation Deiner Tochter.

 

Natürlich hast Du recht, ein riesiges Problem, von einem Menschen kaum zu erfüllen. So wie die Seligpreisungen der Bergpredigt.....wie das Gebot der Nächstenliebe und der Feindesliebe.....

 

Aber so meine ich als Ideal immer vor den Augen zu behalten.

bearbeitet von wolfgang E.
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Und wenn die Schulden ein ganz unterschiedliches Gewicht hätten? Nicht nur subjektiv, sondern ganz objektiv.
Wie meinst du das?

Die Schulden eines Menschen?

Oder wenn verschiedenen Leute das Gleiche falsch machen (oder schuldig bleiben oder wie auch immer)?

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Die Schuld, die mir zu vergeben wäre, könnte nach objektiven Gesichtspunkten winzig sein; die Schuld, die ich vergeben müßte, könnte riesig sein.

 

Wenn ich eine Riesenschuld nicht vergebe, würde mir die Winzigkeit auch nicht vergeben werden?

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Wenn ich einem an mir schuldig gewordenen , der seine Schuld vor mir nicht einsieht und sozusagen nicht zeigt, dass es ihm leid tut, nach dem "Vaterunser" trotzdem verzeihen sollte, muss ich dann nicht barmherziger sein als Gott?

Und wenn mir Gott nur unter der Bedingung, dass ich dem anderen die Schuld vergebe, egal ob er bereut oder nicht, meine Schuld vergibt, dann ist das etwas schwer zu verstehen.

Gott verlangt von mir Einsicht und Reue um zu mir zu vergeben (nach kath. Lehre) und ich müsste meinem Schuldiger so einfach verzeihen können, ohne seine Einsicht oder ein Wort der Entschuldigung mir gegenüber. Ich würde es vielleicht sogar zusammen bringen, aber ganz gerecht finde ich es trotzdem nicht, zumal wenn mein "Schuldiger" der "mächtigere" ist.

 

Denen verzeihen, die an mir schuldig geworden sind, das ist ganz gut machbar, wenn derjenige seine Schuld bekennt, Reue zeigt, Wiedergutmachung anstrebt.

 

Aber was, wenn ein Teil fehlt? Wenn der andere gar nicht erkennt, dass er an mir schuldig geworden ist? Oder wenn er das gar nicht bereut? Wenn er meine Schuldvergebung gar nicht will?

 

Wozu soll denn das gut sein, jemandem auch in solchen Fällen zu verzeihen?

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Die Schuld, die mir zu vergeben wäre, könnte nach objektiven Gesichtspunkten winzig sein; die Schuld, die ich vergeben müßte, könnte riesig sein.

 

Wenn ich eine Riesenschuld nicht vergebe, würde mir die Winzigkeit auch nicht vergeben werden?

Für mich ist die Antwort darauf Mt 7,2
Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden, und nach dem Maß, mit dem ihr meßt und zuteilt, wird euch zugeteilt werden.
Ich meine, dass das ganz genau unseren Erfahrungen entspricht und dass das was Jesus da sagt, einfach menschliche Realität ist.

Die "Schuld vergeben" - so, dass sie mich nicht mehr blockiert und lähmt - ist mir dann, wenn das, was ich als Schuld erkannt habe, aufgehört zu brennen und weh zu tun, wenn ich mir selbst keine Vorwürfe mehr mache, wenn ich aufgehört habe, mich selbst anzuklagen.

Wer es bei sich selbst schafft, loszuassen, was gelähmt und das Leben verhindert hat (weil er erkannt und verstanden und akzeptiert hat, was da schief gelaufen ist, weil er es geschafft hat "ja" auch zu seinem Versagen und Nichtkönnen zu sagen), der kann auch andern gegenüber großzügig sein und sehen, warum jemand offensichtlich nicht anders kann als verletzen (oder wie auch immer schuldig am andern werden).

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Wenn ich jemandem SEINE Schuld nachtrage, belastet sie auch mich.

 

 

 

 

Wenn ich einem an mir schuldig gewordenen , der seine Schuld vor mir nicht einsieht und sozusagen nicht zeigt, dass es ihm leid tut, nach dem "Vaterunser" trotzdem verzeihen sollte, muss ich dann nicht barmherziger sein als Gott?

Und wenn mir Gott nur unter der Bedingung, dass ich dem anderen die Schuld vergebe, egal ob er bereut oder nicht, meine Schuld vergibt, dann ist das etwas schwer zu verstehen.

Gott verlangt von mir Einsicht und Reue um zu mir zu vergeben (nach kath. Lehre) und ich müsste meinem Schuldiger so einfach verzeihen können, ohne seine Einsicht oder ein Wort der Entschuldigung mir gegenüber. Ich würde es vielleicht sogar zusammen bringen, aber ganz gerecht finde ich es trotzdem nicht, zumal wenn mein "Schuldiger" der "mächtigere" ist.

 

Denen verzeihen, die an mir schuldig geworden sind, das ist ganz gut machbar, wenn derjenige seine Schuld bekennt, Reue zeigt, Wiedergutmachung anstrebt.

 

Aber was, wenn ein Teil fehlt? Wenn der andere gar nicht erkennt, dass er an mir schuldig geworden ist? Oder wenn er das gar nicht bereut? Wenn er meine Schuldvergebung gar nicht will?

 

Wozu soll denn das gut sein, jemandem auch in solchen Fällen zu verzeihen?

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Denen verzeihen, die an mir schuldig geworden sind, das ist ganz gut machbar, wenn derjenige seine Schuld bekennt, Reue zeigt, Wiedergutmachung anstrebt.

 

Aber was, wenn ein Teil fehlt? Wenn der andere gar nicht erkennt, dass er an mir schuldig geworden ist? Oder wenn er das gar nicht bereut? Wenn er meine Schuldvergebung gar nicht will?

 

Wozu soll denn das gut sein, jemandem auch in solchen Fällen zu verzeihen?

Dann wirst du wenigstens selber frei und bist nicht mehr gezwungen, dem anderen was nachzutragen. Lass es einfach fallen! Dir gehört's nicht, und er nimmt's eh nicht. :huh:

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