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Frauen das Fundament der Kirche?!


Touch-me-Flo

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Die "Emanzen" der siebziger Jahre a la Alice Schwarzer wollten das mit Gewalt erreichen und sind samt und sonders gescheitetert, jedenfalls hier auf diesem europäischen Kontinent. Ja, ich behaupte sogar, daß diese Art von Frauenemanzipation koste es was es wolle, die Frauen hierzulande weit zurückgeworfen hat.

 

Ich halte dieses Herumhacken auf Alice Schwarzer als Symbol einer bestimmten Phase der Emanzipatonsentwicklung für zutiefst ungerecht und falsch. Die Behauptung, dass deren Bemühungen die Frauen zurückgeworfen hätte ist zudem noch völlig unlogisch. Wohin hätte sei sie zurückwerfen sollen? Ist etwa der freie Hochschulzugang von Frauen oder das Wahlrecht wieder abgeschaftt worden?

Ähnlich wie die 68 zwar viele Fehler gemacht haben, aber dennoch eine Wende eigeleitet haben, von der heute alle profitieren die darüber mäkeln, haben auch Schwarzer und ihre Mitstereiterinnen einen nicht umkehrbaren Bewußtseinswandel eingeleitet.

 

Die Generation der heute 30 bis 40 jährigen, der z.B. meine Söhne und Schwiegertöchter angehören, hat eine Zugehensweise auf die Rechte der Frau, die sich von der der 70iger Jahre um Welten unterscheidet. Das fängt beim selbstverständlichen Jobzugang zumindest bis zum hohen Mittelbau an und reicht bis hinein in das Zusammenwirken der Partner im Haushalt.

 

Als Frau kann man nur dafür sorgen, daß die Tochter ein bisschen selbständiger ist, als man selbst und man sollte sie stets zu selberdenken anhalten. Dann wird sich eines Tages auch das entscheiden, leiten, führen einstellen.

 

Nein, jede Frau und jeder Mann haben dafür zu sorgen, dass die Gleichwertigkeit des weiblichen Geschlechts in der Folgegeneration nicht nur zähneknirschend akzeptiert, sondern als unbezweifelbare Selbstverständlichkeit nur unter der Strafe der Lächerlichkeit angezwiefelt werden darf

Dieser Thread und insbesondere der Beitrag von Udalricus haben etwa bei meiner 35jährigen Schwiegertochter lediglich ein wildes Gelächter, samt der Anmerkung "Wunschdenken eines katholischen Spießers" ausgelöst.

bearbeitet von wolfgang E.
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Nun ist Häring ein derartig geachteter Theologe, dass man keine weiteren Belege braucht, um die Lesart eines Herrn Häring der Lesart eines Herrn Mariamante vorzuziehen.

In diesem Fall zählen also ungeschminkte Autoritätsargumente? Interessant.

In der Tat, in so einem Fall zählen Autoritätsargumente, genau in dieser Art von Fällen ist das so. Da geht es nämlich um Glaubwürdigkeit eines Autors, um seine Wahrheitsliebe, und darum, ob man einem solchen Autor zutraut, dass er sein Urteil auf der ehrlichen Kenntnis der Literatur (in diesem Falle der Schriften der beiden Heiligen) basiert. Und das ist bei Häring gegeben. Damit ist es vollkommen überflüssig, nun selber die Quellen zu suchen.

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Dieser Thread und insbesondere der Beitrag von Udalricus haben etwa bei meiner 35jährigen Schwiegertochter lediglich ein wildes Gelächter, samt der Anmerkung "Wunschdenken eines katholischen Spießers" ausgelöst.

Wieso sollte sich dann ein "katholischer Spießer" mehr Frauen als Berater wünschen, wenn er sie doch ohnehin nur negativ sieht? Und was ist deine Antwort auf die Frage "Warum hat Jesus nur Männer als Apostel berufen?" Begnügst du dich mit der billigen Antwort "Er war halt ein Kind seiner Zeit!" oder hast du eine überzeugendere Theorie als ich?

Sich als Heckenschütze betätigen ist leicht, sich selbst ins Schußfeld der Diskussion zu begeben bedeutend schwieriger!

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Dieser Thread und insbesondere der Beitrag von Udalricus haben etwa bei meiner 35jährigen Schwiegertochter lediglich ein wildes Gelächter, samt der Anmerkung "Wunschdenken eines katholischen Spießers" ausgelöst.

Wieso sollte sich dann ein "katholischer Spießer" mehr Frauen als Berater wünschen, wenn er sie doch ohnehin nur negativ sieht?

 

Ein bisserl weibliche Garnierung........Berater für den grossen Führer, der dann ohnedies das tut was er für richtig hält.

 

Zu Deinen restlichen Fragen ist es genau so sinnhaft zu debattieren warum unbeschnittene Nichtfischer auch Priester werden können......

 

Wenn Du tatsächlich den Beruf ausübst, den ich vermute.......na dann gute Nacht für die Organisation, die auf Amtsträger baut deren Führungsanspruch aus solch abstrusen Theorien ableitet.

bearbeitet von wolfgang E.
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Franciscus non papa

bleibt festzuhalten, dass wir in unser nachtgebet die bitte mit einschliessen, dass leute wie udal NIEMALS macht über menschen und strukturen bekommen mögen.

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bleibt festzuhalten, dass wir in unser nachtgebet die bitte mit einschliessen, dass leute wie udal NIEMALS macht über menschen und strukturen bekommen mögen.

 

Macht über Menschen dürfte er schon haben........beten wir für diese Menschen.

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Was aber unterscheidet Frauen und Männer so, dass es ein reines "Männerpriestertum" sinnvoll macht? Es hat, so meine ich, mit der dauerhaften "Effektivität" von Kirche bzw. überhaupt von Gemeinschaften zu tun:

Ich bin der Überzeugung, dass Leiten und definitive Entscheidungen treffen eher ein Proprium des Mannes ist, und das Amt in der Kirche hat genau damit zu tun: Leiten, Entscheiden, Führen. Es fällt zum Beispiel auf, dass heute in den Schulen trotz des Umstandes, dass ein Großteil der Lehrkräfte weiblich sind, die Schulleiter soweit möglich, immer noch männlich sind, allen feminististischen Bestrebungen zum Trotz, das kann doch nicht rein männliches "Frauen-Nicht-Ran-Lassen" sein, sondern scheint in vielen Fällen die bessere Lösung zu sein.

 

Es gibt aber in der Geschichte doch eine Reihe von Frauen, die hervorragende Führungsqualitäten hatten: von Kleopatra über Katharina von Medici, Königin Elisabeth und Thatcher bis Merkel.

 

Deine Theorie widerspricht auch insofern der katholischen Lehre, dass die Weihe an Frauen nicht möglich ist. Das heißt im Endeffekt, dass man ein männliches Kind, einen geistig behinderten Mann, einen Mann ohne jegliche Führungsqualitäten (Führungsqualitäten sind auch laut KKK keine Voraussetzung) gültig weihen kann (aber vielleicht nicht darf), eine Frau aber in keinem Fall.

 

Somit wäre dein Argument bestenfalls für die Diskusson innerhalb der Evang. Kirche anwendbar, jedoch nicht für die Kath. Kirche.

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@ udalricus

 

deiner ansicht über die unterschiedlichen eigenschaften von männern und frauen möchte ich (anhand von platonas beispiel eines dieser unterschiede) entgegen:

 

Männer haben nunmal 15 % mehr Körperkraft als Frauen ...

 

laß uns das ganze präzesieren: männer haben im durchschnitt 15% mehr körperkraft als frauen.

 

 

wenn wir über unterschiede zwischen männern und frauen reden, gibt es imho zwei wichtige punkte:

 

 

1. sind die unterschiede kulturell oder natürlich?

die durchschnittliche 15% mehr körperkraft sind hauptsächlich naturbedingt. aber bei vielen anderen unterschiedlichkeiten ist es entweder fraglich, ob sie "natürlich" oder "kulturell" sind, oder sie sind eindeutig kulturbedingt.

 

 

2. was ist damit gewonnen, durchschnittliche unterschiede festzustellen?

in einer gesellschaft wie die unsere, die stark auf das individuum setzt, ist es imho eine resourcenverschwendung durchschnittlichen unterschieden viel gewicht beizumessen und im gegenzug individuelle unterschiede weniger zu beachten.

 

ein beispiel: sollten mein liebster und ich nachts in einem dunklen park sehen, daß ein mensch einen anderen menschen verprügelt, würde mein liebster die polizei rufen und ich würde währenddessen dem verprügelt werdenden menschen körperlich zu hilfe eilen. schlicht und einfach, weil ich um ein hauseck besser prügeln kann als mein liebster.

 

was nützt es uns also, uns in konkreten situationen auf durchschnittliche eigenschaften zu berufen? nichts.

 

wenn wir die aufgaben zwischen männern und frauen nach ihren durchschnittlichen eigenschaften aufteilen, sind wir weniger effektiv in der nutzung menschlicher eigenschaften, als wenn wir nach individuellem können aufteilen. wenn im konketen fall "mensch verprügelt mensch" mein liebster und ich nach durchschnittlichen unterschieden zwischen männern und frauen (männer sind im durchschnitt 15% stärker) agieren, können er und ich weniger effektiv helfen, als wenn wir die aufgaben des helfens nach unseren individuellen unterschieden (ich bin stärker als er) aufteilen.

 

 

ohne punkt eins (ist ein unterschied zwischen männern und frauen "kulturell" oder "natürlich"?) zu beachten, reicht schon punkt zwei ("durchschnittlicher" vs. "individueller" unterschied), um dein ansinnen, männer mögen "offiziell entschieden", frauen mögen "beraten", als ineffizient zu erkennen. so wie ich stärker bin und mich besser prügeln kann als viele männer, so gibt es frauen, die besser "offiziell" entscheiden können als viele männer, und es gibt viele männer, die besser "beraten" können als viele frauen.

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Und was ist deine Antwort auf die Frage "Warum hat Jesus nur Männer als Apostel berufen?" Begnügst du dich mit der billigen Antwort "Er war halt ein Kind seiner Zeit!" oder hast du eine überzeugendere Theorie als ich?

Er war halt ein Kind seiner Zeit, das ist nun mal so.

Ganz und gar Mensch, "in allem uns gleich ausser der Sünde", dazu gehört eben auch, ein Kind der jeweiligen Zeit zu sein, sonst ist man eben nicht ganz Mensch, sondern ein Übermensch, und das war Jesus eben nicht, so lehrt es die Kirche schon immer.

 

Überzeugender als das ist deine Theorie auch nicht.

 

Werner

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Und was ist deine Antwort auf die Frage "Warum hat Jesus nur Männer als Apostel berufen?" Begnügst du dich mit der billigen Antwort "Er war halt ein Kind seiner Zeit!" oder hast du eine überzeugendere Theorie als ich?

Er war halt ein Kind seiner Zeit, das ist nun mal so.

 

Damit könnte mal fast alles, was er gelehrt und gesagt hat, relativieren.

 

Nur ein Beispiel von vielen: Das Scheidungsverbot. Geschiedene Frauen sind heute im Normalfall finanziell abgesichert und werden nicht mehr geächtet. Man könnte Jesus unterstellen, dass er das Scheidungsverbot als "Kind seiner Zeit" im Hinblick auf die damalige Situation geschiedener Frauen festgelegt hat. Es wäre also heute nicht mehr gültig.

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Und was ist deine Antwort auf die Frage "Warum hat Jesus nur Männer als Apostel berufen?" Begnügst du dich mit der billigen Antwort "Er war halt ein Kind seiner Zeit!" oder hast du eine überzeugendere Theorie als ich?

Er war halt ein Kind seiner Zeit, das ist nun mal so.

 

Damit könnte mal fast alles, was er gelehrt und gesagt hat, relativieren.

 

Nur ein Beispiel von vielen: Das Scheidungsverbot. Geschiedene Frauen sind heute im Normalfall finanziell abgesichert und werden nicht mehr geächtet. Man könnte Jesus unterstellen, dass er das Scheidungsverbot als "Kind seiner Zeit" im Hinblick auf die damalige Situation geschiedener Frauen festgelegt hat. Es wäre also heute nicht mehr gültig.

 

Was ja durchaus schon geschehen ist. Eine Trennung von Tisch und Bett läßt die Kirche meines Wissens ja durchaus zu.....mit der Erklärung zum kirchensteuerpflichitigen Christen 2. Klasse wird ja erst der bestraft, der eine neuer Partnerschaft eingeht.......was wörtlich genommen nicht der Lehre Jesu entspricht.

 

Zudem sollte man nicht so tun als ob jede Vorschrift Jesu in der hl. Schrift getreuest befolgt würde:

 

Entgegen biblischem Wortlaut (Mt. 23,9) haben wir sogar einen hl. Vater, entgegen biblischem Wortlaut (Mt.5,33f) verlangt die Kirche Gehorsamseide usw usw

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Und was ist deine Antwort auf die Frage "Warum hat Jesus nur Männer als Apostel berufen?" Begnügst du dich mit der billigen Antwort "Er war halt ein Kind seiner Zeit!" oder hast du eine überzeugendere Theorie als ich?

Er war halt ein Kind seiner Zeit, das ist nun mal so.

 

Damit könnte mal fast alles, was er gelehrt und gesagt hat, relativieren.

 

Nur ein Beispiel von vielen: Das Scheidungsverbot. Geschiedene Frauen sind heute im Normalfall finanziell abgesichert und werden nicht mehr geächtet. Man könnte Jesus unterstellen, dass er das Scheidungsverbot als "Kind seiner Zeit" im Hinblick auf die damalige Situation geschiedener Frauen festgelegt hat. Es wäre also heute nicht mehr gültig.

Er hat das Scheidungsverbot aber nicht so begründet.

Und im Gegensatz zu seiner Apostelauswahl hat er es begründet.

 

Werner

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Und was ist deine Antwort auf die Frage "Warum hat Jesus nur Männer als Apostel berufen?" Begnügst du dich mit der billigen Antwort "Er war halt ein Kind seiner Zeit!" oder hast du eine überzeugendere Theorie als ich?

Er war halt ein Kind seiner Zeit, das ist nun mal so.

 

Damit könnte mal fast alles, was er gelehrt und gesagt hat, relativieren.

 

Nur ein Beispiel von vielen: Das Scheidungsverbot. Geschiedene Frauen sind heute im Normalfall finanziell abgesichert und werden nicht mehr geächtet. Man könnte Jesus unterstellen, dass er das Scheidungsverbot als "Kind seiner Zeit" im Hinblick auf die damalige Situation geschiedener Frauen festgelegt hat. Es wäre also heute nicht mehr gültig.

Genauso ist es. Nur so kann man das verstehen, denn Jesus sprach von Hartherzigkeit. Daß Frauen in unserer Kultur eigenes Geld haben, war für ihn noch unvorstellbar.

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Von ihrer völlig ungenügenden Begründung einmal abgesehen - die sich allein aus der spekulativen Verwerfung der Überlegung, Jesus könnte für sein Verhalten Gründe gehabt haben, nährt, selbst aber in dieser Frage nicht eine einzige positive Begründung aufzuweisen hat - bleibt dann nur noch festzuhalten, daß die Sakramente meiner Meinung nach zu wichtig sind, um daran herumzuexperimentieren und nicht ausschließen zu können, daß man dem gläubigen Volk einen Haufen Pseudosakramente vorsetzt.

Halt ich auch nicht wirklich für ein Argument.

Schließlich kann man beim Studium der Kirchengeschichte lernen, dass es mal an die 50 Sakramente gab, und sich die heutige Siebenzahl erst nach und nach herauskristallisiert hat, während alles andere ebenso nach und nach zu Sakramentalien zurückgestuft, wurde, sofern es nicht überhaupt in Vergessenheit geraten ist.

 

Vor diesem Hintergrund halt ich die Aussage, die Kirche habe für die Frauenweihe keine Vollmacht, für einen Irrtum.

Wenn die Kirche etwas wirklich haben will, weiß sie sich noch allemal mit der Vollmacht ausgestattet, es zu vollbringen.

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Ich kenne nur eine "theologische" Begründung dafür, Frauen vom priesterlichen Dienst fernzuhalten. Das ist die Vorstellung vom Priester, der "in persona Christi" handle, der als beim Zelebrieren quasi selbst zu Christus wird, und deshalb männlich sein müsse. Ich halte das für Aberglauben. Transsubstantation von Brot und Wein ist wohl nicht genug. Es muss auch noch Transsubstantation des Zelebranten sein. :angry:
Das ist doch gerade kein Grund, ärgerlich zu werden. Ginge es um die "Transsubstantiation" des Priesters, würde sich das "Argument" der naturalis similitudo nämlich erübrigen. Die Wesensverwandlung zielt auf Substanz, nicht auf "Akzidenz" (sprich die "männliche Form"). Demzufolge wäre es völlig egal, ob die "Akzidenz" männlich oder weiblich wäre. :D

Ist es ja auch, mein ich.

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Und was ist deine Antwort auf die Frage "Warum hat Jesus nur Männer als Apostel berufen?" Begnügst du dich mit der billigen Antwort "Er war halt ein Kind seiner Zeit!" oder hast du eine überzeugendere Theorie als ich?

Er war halt ein Kind seiner Zeit, das ist nun mal so.

Ganz und gar Mensch, "in allem uns gleich ausser der Sünde", dazu gehört eben auch, ein Kind der jeweiligen Zeit zu sein, sonst ist man eben nicht ganz Mensch, sondern ein Übermensch, und das war Jesus eben nicht, so lehrt es die Kirche schon immer.

 

Überzeugender als das ist deine Theorie auch nicht.

 

Werner

Demzufolge ist eine nicht durch sachliche Gründe gerechtfertigte Zurücksetzung von Frauen keine Sünde?

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Er war halt ein Kind seiner Zeit, das ist nun mal so.

 

Damit könnte mal fast alles, was er gelehrt und gesagt hat, relativieren.

 

Nur ein Beispiel von vielen: Das Scheidungsverbot. Geschiedene Frauen sind heute im Normalfall finanziell abgesichert und werden nicht mehr geächtet. Man könnte Jesus unterstellen, dass er das Scheidungsverbot als "Kind seiner Zeit" im Hinblick auf die damalige Situation geschiedener Frauen festgelegt hat. Es wäre also heute nicht mehr gültig.

Genauso ist es. Nur so kann man das verstehen, denn Jesus sprach von Hartherzigkeit. Daß Frauen in unserer Kultur eigenes Geld haben, war für ihn noch unvorstellbar.

Ich dachte, er hat u. a. von dem Geld seiner weiblichen Jünger gelebt und nicht von den Zuwendungen von deren Ehemännern.

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Nun ist Häring ein derartig geachteter Theologe, dass man keine weiteren Belege braucht, um die Lesart eines Herrn Häring der Lesart eines Herrn Mariamante vorzuziehen.

In diesem Fall zählen also ungeschminkte Autoritätsargumente? Interessant.

In der Tat, in so einem Fall zählen Autoritätsargumente, genau in dieser Art von Fällen ist das so. Da geht es nämlich um Glaubwürdigkeit eines Autors, um seine Wahrheitsliebe, und darum, ob man einem solchen Autor zutraut, dass er sein Urteil auf der ehrlichen Kenntnis der Literatur (in diesem Falle der Schriften der beiden Heiligen) basiert. Und das ist bei Häring gegeben. Damit ist es vollkommen überflüssig, nun selber die Quellen zu suchen.

Kritik an dieser überzüchteten Einstellung zu einem Theologen, der sich in mancher Hinsicht gegen Rom stellte, ist ja wohl angebracht. Wikipedia äußert:

In seinen letzten Lebensjahren hatte er mit Lehrbeanstandungsverfahren durch die Glaubenskongregation in Rom zu kämpfen.

Manche sehen ja in einer solchen kirchenkritischen Haltung eine Art "Auszeichnung". Gläubigen römisch- katholischen Christen sagt eine solche Querdenkerei allerdings auch einiges- und es ist daher KEINESWEGS überflüssig, nach der Glaubwürdigkeit dieses Autors gerade in dieser Angelegenheit zu fragen. Denn auch gescheite Leute neigen dazu zu manipulieren und ihr eigenes Denken in den Vordergrund zu stellen und wichtiger zu nehmen als z.B. die Lehre der Kirche.

bearbeitet von Mariamante
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Und was ist deine Antwort auf die Frage "Warum hat Jesus nur Männer als Apostel berufen?" Begnügst du dich mit der billigen Antwort "Er war halt ein Kind seiner Zeit!" oder hast du eine überzeugendere Theorie als ich?

Er war halt ein Kind seiner Zeit, das ist nun mal so.

Ganz und gar Mensch, "in allem uns gleich ausser der Sünde", dazu gehört eben auch, ein Kind der jeweiligen Zeit zu sein, sonst ist man eben nicht ganz Mensch, sondern ein Übermensch, und das war Jesus eben nicht, so lehrt es die Kirche schon immer.

 

Überzeugender als das ist deine Theorie auch nicht.

 

Werner

Die Haltung und Handlungen Jesu zeigen, dass er eben nicht ein "Kind seiner Zeit war". Denn wo es um das ewige Heil, um die Ehre Gotte ging, da warf Jesus menschliche Vorschriften, Gesetze über den Haufen, und wurde auch deswegen als Gotteslästerer angeklagt und schließlilch gekreuzigt. Menschen, die vor allem Kinder ihrer Zeit sind werden bejubelt und beklatscht- aber nicht ans Kreuz genagelt. Daher ist die These, dass Jesus als "Kind seiner Zeit" Frauen nicht zu Bischöfen bestimmt unter Außerachtlassen dieser Agitationen des göttlichen Heilandes geschrieben - und hier ist wohl mehr der Wunsch der Vater des Gedankens als das, was die Evangelien uns über das Handeln Jesu Christi schildern.
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Und was ist deine Antwort auf die Frage "Warum hat Jesus nur Männer als Apostel berufen?" Begnügst du dich mit der billigen Antwort "Er war halt ein Kind seiner Zeit!" oder hast du eine überzeugendere Theorie als ich?

Er war halt ein Kind seiner Zeit, das ist nun mal so.

Ganz und gar Mensch, "in allem uns gleich ausser der Sünde", dazu gehört eben auch, ein Kind der jeweiligen Zeit zu sein, sonst ist man eben nicht ganz Mensch, sondern ein Übermensch, und das war Jesus eben nicht, so lehrt es die Kirche schon immer.

 

Überzeugender als das ist deine Theorie auch nicht.

 

Werner

Die Haltung und Handlungen Jesu zeigen, dass er eben nicht ein "Kind seiner Zeit war". Denn wo es um das ewige Heil, um die Ehre Gotte ging, da warf Jesus menschliche Vorschriften, Gesetze über den Haufen, und wurde auch deswegen als Gotteslästerer angeklagt und schließlilch gekreuzigt. Menschen, die vor allem Kinder ihrer Zeit sind werden bejubelt und beklatscht- aber nicht ans Kreuz genagelt. Daher ist die These, dass Jesus als "Kind seiner Zeit" Frauen nicht zu Bischöfen bestimmt unter Außerachtlassen dieser Agitationen des göttlichen Heilandes geschrieben - und hier ist wohl mehr der Wunsch der Vater des Gedankens als das, was die Evangelien uns über das Handeln Jesu Christi schildern.

Ja und? Ist es etwa eine Frage des ewigen Heil oder der Ehre Gottes ob man Frauen weihen darf oder nicht?

 

Werner

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Ja und? Ist es etwa eine Frage des ewigen Heil oder der Ehre Gottes ob man Frauen weihen darf oder nicht?

 

Werner

Warum wird dann so viel Wind gemacht? Man möge akzeptieren, was die röm. kath. Kirche durch den Papst feststetzt und die Sache hat sich.
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Es gibt aber in der Geschichte doch eine Reihe von Frauen, die hervorragende Führungsqualitäten hatten: von Kleopatra über Katharina von Medici, Königin Elisabeth und Thatcher bis Merkel.

Ich habe immer von einem tendenziellen Unterschied, nicht von einem generellen gesprochen. Kennst du das Sprichwort: Ausnahmen bestätigen die Regel.

 

Deine Theorie widerspricht auch insofern der katholischen Lehre, dass die Weihe an Frauen nicht möglich ist. Das heißt im Endeffekt, dass man ein männliches Kind, einen geistig behinderten Mann, einen Mann ohne jegliche Führungsqualitäten (Führungsqualitäten sind auch laut KKK keine Voraussetzung) gültig weihen kann (aber vielleicht nicht darf), eine Frau aber in keinem Fall.

Ja, das liegt daran, dass Jesus und die Kirche aufgrund eines tendenziellen Zusammenhangs eine generelle Entscheidung getroffen haben.

Inwieweit so etwas legitim sein kann, ist wieder eine eigene Frage.

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bleibt festzuhalten, dass wir in unser nachtgebet die bitte mit einschliessen, dass leute wie udal NIEMALS macht über menschen und strukturen bekommen mögen.
Welch frommer Wunsch! :k035::D:angry:
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Franciscus non papa

 

 

Ja und? Ist es etwa eine Frage des ewigen Heil oder der Ehre Gottes ob man Frauen weihen darf oder nicht?

 

Werner

Warum wird dann so viel Wind gemacht? Man möge akzeptieren, was die röm. kath. Kirche durch den Papst feststetzt und die Sache hat sich.

 

 

man "möge" - und wenn man es nicht tut?

 

es gibt auch menschen, die sich erlauben sich selbst eine meinung zu bilden. und da können sie sich durchaus auf paulus berufen: "prüfet alles". mir ist keine bibelstelle bekannt, die lehrt, man muss blind jeden blödsinn glauben, den das lehramt verkündet.

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