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Humanae Vitae


ThomasB.
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Franziskaner

Im Evangelium gibt es die Stelle von dem jungen Mann,m dem Jesus empfieht ("weil er ihn liebte"!) seinen ganzen Besitz zu verkaufen, das Geld den Armen zu geben und Jesus nachzufolgen. Das ist auch für kaum jemanden lebbar. Die Stelle soll dann also aus dem Evangelium gestrichen werden?

 

Die Behauptung, natürliche Familienplanung sei grundsätzlich nicht lebbar, ist schlicht falsch und in dieser falschen ständigen Wiederholung schlicht dumm oder sogar bösartig.

 

Es ist eine ganz fragwürdige Methode, Ideale aufzugeben mit dem Argument, dass es schwierig sei, sie zu befolgen.

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Franziskaner

Es geht bei der chrsitlichen Sexualmoral halt nicht darum "wie oft", sondern "wie schön".

 

Hat jemand von Euch den drittenTeil von "Fluch der Karibik gesehen? Da überlegt sich der Held, der gerade die von ihm innig gelibte Frau geheiratet hat, ob er zur Lösung des Problemknotens Kapitän des "Fliegenden Hollanders" werden soll. In dem Fall könnte er seine Frau nur alle 10 Jahre für einen Tag sehen.

 

Sein Freund rät ihm ab mit dem Argument: "das ist doch schrecklich, seine Frau nur alle 10 Jahre für einen Tag sehen zu können." Darauf antwortet er: "Das kommt auf den Tag an."

 

Und darum geht´s.

 

Natürlich ist das ein Film mit romantischem Ende, und sicherlich steckt dahinter auch eine utopische Vorstellung (übrigens ganauso wie hinter der Aufforderung Jesu zur absoluten Gewaltlosigkeit). Ich halte es aber für abgrundtief spießig, diese Utopien völlig aus seinem Leben zu verbannen.

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Im Evangelium gibt es die Stelle von dem jungen Mann,m dem Jesus empfieht ("weil er ihn liebte"!) seinen ganzen Besitz zu verkaufen, das Geld den Armen zu geben und Jesus nachzufolgen. Das ist auch für kaum jemanden lebbar. Die Stelle soll dann also aus dem Evangelium gestrichen werden?

 

Die Behauptung, natürliche Familienplanung sei grundsätzlich nicht lebbar, ist schlicht falsch und in dieser falschen ständigen Wiederholung schlicht dumm oder sogar bösartig.

 

Es ist eine ganz fragwürdige Methode, Ideale aufzugeben mit dem Argument, dass es schwierig sei, sie zu befolgen.

Nach dieser Methode müsste man wohl auch folgenden Satz aus der Bibel streichen:

"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinen Gedanken, und: Deinen Nächsten sollst du lieben wie dich selbst." (Lk 10,27)

Ein Glaube, der keine Herausforderung mehr ist, sondern nur die Realität bestätigt, verliert seinen Wert, das wird mir gerade in der Diskussion um die Sexualmoral immer wieder sehr deutlich.

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Franciscus non papa

schlimm, wenn man so gar nicht kapiert, was der andere sagen wollte.

 

naja, intelligenz ist halt nicht jedem beschieden

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wolfgang E.
Es geht bei der chrsitlichen Sexualmoral halt nicht darum "wie oft", sondern "wie schön".

 

Welch saudumme Simplifizierung..........abgestützt nicht durch das Leben sondern durch das Happy End eines Kitschfilms.......

 

Und zudem: Aus dem "wie oft" ist die Kirche berechtigt eine Glaubensfrage zu machen?

 

Das ist der unnötige Versuch Macht über die Menschen auch in ihren Ehebetten auszuüben.......

Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern.......

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wolfgang E.
Ein Glaube, der keine Herausforderung mehr ist, sondern nur die Realität bestätigt, verliert seinen Wert, das wird mir gerade in der Diskussion um die Sexualmoral immer wieder sehr deutlich.

 

Als ob der Glaube allein, ohne die Sinnlosigkeiten der Sexualmoral keine Herausforderung wäre.....

Auch hier bleibt als Erklärung nur die immer gültige Aussage Jesu:

Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern......

Edited by wolfgang E.
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Auch hier bleibt als Erklärung nur die immer gültige Aussage Jesu:

Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern......

Und ein anderes Wort der Schrift: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.Oder: Der Weg zum Verderben ist breit, und viele gehen ihn. Der Weg aber zum ewigen Leben ist schmal, steil und steinigt. Man sollte - wenn man schon Stellen der Bibel sich zurechtzitiert- andere Stellen, die einer solch Liberalauslegung zu entsprechen scheinen, die anderen Stellen nicht unterschlagen.
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Auch hier bleibt als Erklärung nur die immer gültige Aussage Jesu:

Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern......

Und ein anderes Wort der Schrift: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.Oder: Der Weg zum Verderben ist breit, und viele gehen ihn. Der Weg aber zum ewigen Leben ist schmal, steil und steinigt. Man sollte - wenn man schon Stellen der Bibel sich zurechtzitiert- andere Stellen, die einer solch Liberalauslegung zu entsprechen scheinen, die anderen Stellen nicht unterschlagen.

Dann solltest Du den ersten Brief des Apostels Paulus an Timotheus nicht unterschlagen. Man meint, der hätte Mariamante gekannt.

 

Kapitel 1, Verse 5 bis 7.

 

Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben. Davon sind einige abgeirrt und haben sich hingewandt zu unnützem Geschwätz, wollen die Schrift meistern und verstehen selber nicht, was sie sagen oder was sie so fest behaupten.

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Wer hätte gedacht, daß man hier doch noch mal ein Bible-Bashing erleben darf (auch wenn sich meine Begeisterung im Rahmen dieses Threads doch eher im Rahmen hält).

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Es geht bei der chrsitlichen Sexualmoral halt nicht darum "wie oft", sondern "wie schön".

 

Hat jemand von Euch den drittenTeil von "Fluch der Karibik gesehen? Da überlegt sich der Held, der gerade die von ihm innig gelibte Frau geheiratet hat, ob er zur Lösung des Problemknotens Kapitän des "Fliegenden Hollanders" werden soll. In dem Fall könnte er seine Frau nur alle 10 Jahre für einen Tag sehen.

 

Sein Freund rät ihm ab mit dem Argument: "das ist doch schrecklich, seine Frau nur alle 10 Jahre für einen Tag sehen zu können." Darauf antwortet er: "Das kommt auf den Tag an."

 

Und darum geht´s.

 

Natürlich ist das ein Film mit romantischem Ende, und sicherlich steckt dahinter auch eine utopische Vorstellung (übrigens ganauso wie hinter der Aufforderung Jesu zur absoluten Gewaltlosigkeit). Ich halte es aber für abgrundtief spießig, diese Utopien völlig aus seinem Leben zu verbannen.

Es geht beim Verkündigungsamt der Kirche aber nicht um Utopien. Die Kirche soll lehren, was GOtt dem Menschen über sich und die kommende Welt offenbart hat, wie man als Christ in den Himmel kommt und wie die Welt ist.

 

Das spinnen von Utopien gehört mMn nicht dazu.

 

Um übrigens auf der Filmebene zu bleiben:

 

In "Peter Pan" besucht der auch nicht mehr gealterte Peter die mittlerweile großmütterliche Wendy - und die beiden müssen feststellen, daß ihre Welten nicht mehr zueinander finden.

 

Etwas, was ich der Beziehung zwischen William Turner und Elizabeth Swann auch prophezeihen würde (zumal die beiden sich höchstens noch 4-5x treffen können, bevor et Liz unter die Erde kommt - danach kann Will höchstens noch seine Enkel und Urenkel besuchen - so sein Sohn überhaupt Nachkommen hat ...).

 

 

Achso: die Antwort auf die Frage "wie schön" hängt meiner Erfahrung nach nicht davon ab, ob und welches Verhütungsmittel man verwendet.

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wolfgang E.
Achso: die Antwort auf die Frage "wie schön" hängt meiner Erfahrung nach nicht davon ab, ob und welches Verhütungsmittel man verwendet.

 

Sie hängt aber sehr wohl davon ab, ob man in Dauerangst vor einer durch "Römisches Roulett" fahrlässig herbeigeführten unerwünschten Schwangerschaft lebt.

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Achso: die Antwort auf die Frage "wie schön" hängt meiner Erfahrung nach nicht davon ab, ob und welches Verhütungsmittel man verwendet.

Da habe ich andere Erfahrungen. Aber ich bin von "Humanae Vitae" ohnehin nicht betroffen, da ich ja nicht verheiratet bin. Insofern bin ich, wenn ich schon "sündige", um so mehr meinem Gewissen verpflichtet.

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Auch hier bleibt als Erklärung nur die immer gültige Aussage Jesu:

Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern......

Und ein anderes Wort der Schrift: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.Oder: Der Weg zum Verderben ist breit, und viele gehen ihn. Der Weg aber zum ewigen Leben ist schmal, steil und steinigt. Man sollte - wenn man schon Stellen der Bibel sich zurechtzitiert- andere Stellen, die einer solch Liberalauslegung zu entsprechen scheinen, die anderen Stellen nicht unterschlagen.

Dann solltest Du den ersten Brief des Apostels Paulus an Timotheus nicht unterschlagen. Man meint, der hätte Mariamante gekannt.

 

Kapitel 1, Verse 5 bis 7.

 

Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben. Davon sind einige abgeirrt und haben sich hingewandt zu unnützem Geschwätz, wollen die Schrift meistern und verstehen selber nicht, was sie sagen oder was sie so fest behaupten.

2. Timotheus 3 ff

 

 

 

Wisse, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten hereinbrechen: Da werden die Menschen selbstsüchtig sein, geldgierig, prahlerisch, hochmütig, schmähsüchtig, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, verleumderisch, zügellos, grausam, gemein, verräterisch, frech und aufgeblasen. Sie werden die Lust mehr lieben als Gott.

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Uns Mariamante versucht weiterhin vergeblich, die Schrift zu meistern. Jetzt schon mit Fettschrift. Inzwischen hat das leider überhaupt nichts mehr mit dem Thema zu tun.

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Auch hier bleibt als Erklärung nur die immer gültige Aussage Jesu:

Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern......

Und ein anderes Wort der Schrift: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.Oder: Der Weg zum Verderben ist breit, und viele gehen ihn. Der Weg aber zum ewigen Leben ist schmal, steil und steinigt. Man sollte - wenn man schon Stellen der Bibel sich zurechtzitiert- andere Stellen, die einer solch Liberalauslegung zu entsprechen scheinen, die anderen Stellen nicht unterschlagen.

Dann solltest Du den ersten Brief des Apostels Paulus an Timotheus nicht unterschlagen. Man meint, der hätte Mariamante gekannt.

 

Kapitel 1, Verse 5 bis 7.

 

Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben. Davon sind einige abgeirrt und haben sich hingewandt zu unnützem Geschwätz, wollen die Schrift meistern und verstehen selber nicht, was sie sagen oder was sie so fest behaupten.

2. Timotheus 3 ff

 

 

 

Wisse, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten hereinbrechen: Da werden die Menschen selbstsüchtig sein, geldgierig, prahlerisch, hochmütig, schmähsüchtig, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, verleumderisch, zügellos, grausam, gemein, verräterisch, frech und aufgeblasen. Sie werden die Lust mehr lieben als Gott.

Find ich witzig, was Paulus da schreibt.

Naja, heute gibt es ja ungefähr zigtausend mal mehr Menschen "die Gott lieben" als zu seiner Zeit, als die Christen nur ein winziges Häuflein waren.

 

Werner

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Achso: die Antwort auf die Frage "wie schön" hängt meiner Erfahrung nach nicht davon ab, ob und welches Verhütungsmittel man verwendet.

Sie hängt aber sehr wohl davon ab, ob man in Dauerangst vor einer durch "Römisches Roulett" fahrlässig herbeigeführten unerwünschten Schwangerschaft lebt.
Wobei Deine Wortwahl tief blicken lässt.

 

Als meine Frau und ich uns kennengelernt haben war eine der wenigen Fragen, über die wir nicht lang und breit reden mussten, die ob wir Kinder wollten. (Lediglich das wieviel hängt immer noch im Raum.)

 

Eine weitere Schwangerschaft in naher Zukunft käme zwar ungelegen (wobei ich noch niemanden getroffen habe, der einen wirklich passenden Termin für seine Kinder gefunden hatte - irgendwie ist es nie der richtige Zeitpunkt, wenn auch der eine weniger dramatisch ist als der andere), weshalb man das latente Risiko zu minimieren versucht, aber von "unerwünscht" würde ich nicht sprechen wollen.

 

Es müssen ja keine 17 Kinder sein, aber diese asketische Selbstbeschränkung auf 1 oder 2 finde ich auch seltsam.

 

Disclaimer: mir ist durchaus klar, daß HV für Familien die zu seiner Zeit ohnehin schon 4, 5 oder mehr Kinder hatten katastrophalen Charakter hatte (wobei ich es sehr auffällig finde, daß meine eigentlich stockkatholischen Vorfahren zwischen 1900 und 1969 selten mehr als 3 Kinder hatten und auch danach nicht mehr ...), insofern wäre eine Neuauflage die sich speziell gegen die angeblich (in unserem näheren Bekanntenkreis gibt es im Mom. 6 Säuglinge) Kinderverweigerungshaltung sicherlich wünschenswert (soweit man sich der Illusion hingeben möchte, man könnte diese Einstellung tatsächlich beeinflussen. Da ich allerdings den pastoralen Nutzen für eher gering halte (kirchenpolitisch wäre damit vllt. eine Aussöhnung zwischen real-agierendem Kirchenvolk und utopisch-fabulierender Hierarchie möglich, aber irgendwo glaube ich nicht daran, daß dieser Effekt tatsächlich erziehlt werden könnte.

 

PS: wir waren gestern auf einem Trödelmarkt und fielen mit unseren 3en natürlich auf wie bunte Hunde - Kommentar einer Passantin "das [also Kleinstkinder] sieht man ja heutzutage gar nicht mehr". Irgendwie blieb ein schaler Beigeschmack.

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Wobei Deine Wortwahl tief blicken lässt.

Deine auch. Es ist natürlich Dein gutes Recht, so viele Kinder zu haben wie Du willst. Du scheinst es aber (zumindest drängt sich der Eindruck auf) für andere Leute zur Pflicht machen zu wollen. Und wer dieser Pflicht nicht nachkommt, kriegt zur Strafe keinen Sex.

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Auch hier bleibt als Erklärung nur die immer gültige Aussage Jesu:

Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern......

Und ein anderes Wort der Schrift: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.Oder: Der Weg zum Verderben ist breit, und viele gehen ihn. Der Weg aber zum ewigen Leben ist schmal, steil und steinigt. Man sollte - wenn man schon Stellen der Bibel sich zurechtzitiert- andere Stellen, die einer solch Liberalauslegung zu entsprechen scheinen, die anderen Stellen nicht unterschlagen.

Dann solltest Du den ersten Brief des Apostels Paulus an Timotheus nicht unterschlagen. Man meint, der hätte Mariamante gekannt.

 

Kapitel 1, Verse 5 bis 7.

 

Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben. Davon sind einige abgeirrt und haben sich hingewandt zu unnützem Geschwätz, wollen die Schrift meistern und verstehen selber nicht, was sie sagen oder was sie so fest behaupten.

2. Timotheus 3 ff

 

 

 

Wisse, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten hereinbrechen: Da werden die Menschen selbstsüchtig sein, geldgierig, prahlerisch, hochmütig, schmähsüchtig, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, verleumderisch, zügellos, grausam, gemein, verräterisch, frech und aufgeblasen. Sie werden die Lust mehr lieben als Gott.

Find ich witzig, was Paulus da schreibt.

Naja, heute gibt es ja ungefähr zigtausend mal mehr Menschen "die Gott lieben" als zu seiner Zeit, als die Christen nur ein winziges Häuflein waren.

 

Werner

Das ist nur EINE aussagekräftige Stelle. Die Probleme mit humanae vitae und auch anderen Aussagen der Kirche zur "rigiden Sexualmoral" lassen sich mit dem fett markierten Auszug in sicher provokanter Weise auf den Punkt bringen. Es steht die Grundfrage dahinter: Was ist für mich das Wichtigste? Ist es Gott, Gottes Gebot, eine Orientierung an seinen Geboten und am kirchlichen Lehramt - oder ist es mir wichtiger meinen eigenen Wünschen zu folgen?
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Uns Mariamante versucht weiterhin vergeblich, die Schrift zu meistern. Jetzt schon mit Fettschrift. Inzwischen hat das leider überhaupt nichts mehr mit dem Thema zu tun.
Es dürfte sich deiner Aufmerksamkeit entzogen haben, dass die Einstellung zum Lehramt der Kirche oder die Bevorzugung des eigenen (lustbetonten) Verhaltens sehr wohl etwas mit dem Thema zu tun hat. Denn im Grunde geht es um den alten Zwiespalt zwischen dem fleischlichen und dem geistlichen Menschen. Inwiefern allerdings das von dir Zitierte mit dem Thema zu tun hat, ist äußerst fragwürdig. Aber eine gute Methode vom eigenen Versagen abzulenken ist, das (angebliche) Versagen anderer anzuprangern.
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Denn im Grunde geht es um den alten Zwiespalt zwischen dem fleischlichen und dem geistlichen Menschen.

Diesen Zwiespalt gibt es für einen guten Katholiken nicht. Für den sind Leib und Seele eine Einheit. Das dauernde Verteufeln der Fleischlichkeit des Menschen ist die unselige Folge eines widerkatholischen Auseinanderdividierens dieser Einheit.

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Ich möchte nicht wissen, wieviele kirchliche Lehrmeinungen wir täglich nicht befolgen, weil wir sie einfach nicht kennen. HV aber ist nun mal ein Thema mit großer Anziehungskraft - und darum wird es auch in schöner Regelmäßigkeit hier alle paar Wochen diskutiert. Mich würde es sehr freuen, wenn mal eine unbekanntere unpopuläre Lehrmeinung von den KKK-Berufenen zur Diskussion gestellt würde. Meine Meinung zu HV auf jeden Fall ist seit Jahr und Tag gefestigt und die der anderen Diskutanten wie ich sehe auch.

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Denn im Grunde geht es um den alten Zwiespalt zwischen dem fleischlichen und dem geistlichen Menschen.

Diesen Zwiespalt gibt es für einen guten Katholiken nicht. Für den sind Leib und Seele eine Einheit. Das dauernde Verteufeln der Fleischlichkeit des Menschen ist die unselige Folge eines widerkatholischen Auseinanderdividierens dieser Einheit.

Die diesbezüglichen Aussagen des hl. Paulus wurden also gestrichen? Und wenn die Kirche vom Zunder der Sünde (Erbsünde) spricht, so ist das auch "nicht katholisch"? Die Erfahrung auch katholischer Christen, dass das Fleisch gegen den Geist begehrt, und dass wir in Gefahr sind, unseren Leidenschaften mehr zu folgen als dem Gesetz Gottes- gibt es bei "guten" Katholiken nicht? Willst du mich verulken?
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Wobei Deine Wortwahl tief blicken lässt.
Deine auch. Es ist natürlich Dein gutes Recht, so viele Kinder zu haben wie Du willst. Du scheinst es aber (zumindest drängt sich der Eindruck auf) für andere Leute zur Pflicht machen zu wollen. Und wer dieser Pflicht nicht nachkommt, kriegt zur Strafe keinen Sex.

Letzteres ist Quatsch.

 

Ich bestreite nicht, daß ich Nachkommenschaft als vornehmes Ziel der menschlichen Existenz betrachte und jenen, die diesem Auftrag individuell gar nicht nachkommen etwas verwundert gegenüberstehe.

 

Dazu bin ich dann vmtl. zu römisch.

 

Für mich gehören Partnerschaft, Ehe und Kinder zusammen. Da kann eines schlecht ohne das andere. Und meiner Verwunderung ob einer solchen Trennung in einem Lebensentwurf Ausdruck zu verleihen behalte ich mir für solche theoretischen Diskussionen vor.

 

Was nicht bedeuten soll, daß ich Verhütungsmittel grundsätzlich ablehne (ich dachte, daß sei hier schon hinreichend deutlich geworden).

 

Allerdings denke ich, daß es 1. ein Ranking gibt, welches in einer bestimmten Situation das Mittel der Wahl ist und 2. es Mittel gibt, die aufgrund ihrer Wirkweise nicht oder nur eingeschränkt anwendbar sind.

 

 

Nachtrag: JEDER heterosexuelle Vaginalverkehr mit zeugungsfähigen Geschlechtsorganen beinhaltet egal bei welcher Verhütungsmethode das Risiko einer Schwangerschaft, daß durch geeignete Maßnamen minimiert aber nie ganz ausgeschlossen werden kann.

Müssen wir jetzt wirklich noch über die Frage sprechen, ob Abtreibung ein zulässiges Verhütungsmittel ist?

Edited by Flo77
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Auch hier bleibt als Erklärung nur die immer gültige Aussage Jesu:

Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern......

Und ein anderes Wort der Schrift: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.Oder: Der Weg zum Verderben ist breit, und viele gehen ihn. Der Weg aber zum ewigen Leben ist schmal, steil und steinigt. Man sollte - wenn man schon Stellen der Bibel sich zurechtzitiert- andere Stellen, die einer solch Liberalauslegung zu entsprechen scheinen, die anderen Stellen nicht unterschlagen.

Dann solltest Du den ersten Brief des Apostels Paulus an Timotheus nicht unterschlagen. Man meint, der hätte Mariamante gekannt.

 

Kapitel 1, Verse 5 bis 7.

 

Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben. Davon sind einige abgeirrt und haben sich hingewandt zu unnützem Geschwätz, wollen die Schrift meistern und verstehen selber nicht, was sie sagen oder was sie so fest behaupten.

2. Timotheus 3 ff

 

 

 

Wisse, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten hereinbrechen: Da werden die Menschen selbstsüchtig sein, geldgierig, prahlerisch, hochmütig, schmähsüchtig, den Eltern ungehorsam, undankbar, gottlos, lieblos, verleumderisch, zügellos, grausam, gemein, verräterisch, frech und aufgeblasen. Sie werden die Lust mehr lieben als Gott.

Find ich witzig, was Paulus da schreibt.

Naja, heute gibt es ja ungefähr zigtausend mal mehr Menschen "die Gott lieben" als zu seiner Zeit, als die Christen nur ein winziges Häuflein waren.

 

Werner

Das ist nur EINE aussagekräftige Stelle. Die Probleme mit humanae vitae und auch anderen Aussagen der Kirche zur "rigiden Sexualmoral" lassen sich mit dem fett markierten Auszug in sicher provokanter Weise auf den Punkt bringen. Es steht die Grundfrage dahinter: Was ist für mich das Wichtigste? Ist es Gott, Gottes Gebot, eine Orientierung an seinen Geboten und am kirchlichen Lehramt - oder ist es mir wichtiger meinen eigenen Wünschen zu folgen?

Das sind also drei Vorlagen, denen ich folgen kann.

Gott, das Lehramt und meinem eigenen Gewissen.

 

Gott trifft zu dem Thema keine Aussage, scheidet also als direkte Orientierungshilfe aus.

Das Lehramt trifft eine Aussage, die allerdings gleich durch einen anderen Teil des Lehramtes relativiert wird (Königssteiner, Mariazeller Erklärung)

Also bleibt das eigene gewissen.

Das setzt aber voraus, dass man sich intensiv mit der Problematik auseinandersetzt und nicht einfach "was mir in den Kram passt" tut oder blindlings irgendeinem Kirchenführer folgt.

 

Werner

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wolfgang E.
Allerdings denke ich, daß es 1. ein Ranking gibt, welches in einer bestimmten Situation das Mittel der Wahl ist und 2. es Mittel gibt, die aufgrund ihrer Wirkweise nicht oder nur eingeschränkt anwendbar sind.

 

Das mag stimmen, aber das "Ranking" bestimmen ausschließlich die Eheleute nach ihrem Gewissen und ihrem Wohlbefinden.......da hat kein Papst kein Bischof und kein Priester etwas mitzureden.

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