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Wachet auf ruft uns die Stimme


Mariamante

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In einem adventlichen Lied heißt es. "Wachet auf ruft uns die Stimme". Auch der Advent sollte ein Zeit sein, in der wir im Glauben wachsen, wachen, beten und uns von Gottes Geist erneuern lassen.

 

 

 

Ich glaube dass die Gefahr groß ist, dass man sich auch an das "Heilige" gewöhnt, und es gewöhnlich wird. Gewohnheiten können abstumpfen. Mein + Beichtvater meinte einmal: Wenn man die Leute nach der Sonntagsmesse fragen würde, welches Evangelium, welche Lesung denn vorgetragen wurde - die meisten würden sagen: "Schön war´s" - aber den genauen Inhalt könnten wohl nur wenige angeben. Das gibt mir zu denken: Haben wir uns an die Worte Jesu in den Evangelien derart "gewöhnt", dass sie unser Herz nicht mehr bewegen, unser Leben nicht mehr beeinflußen, verändern? Ich glaube es ist wichtig, dass wir aufwachen- dass wir "mit unserem Leben" auf das hören, was Gott uns durch die Evangelien aber auch durch die Ereignisse in unserem Alltag sagen will.

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Was schlägst Du vor, um sich nicht an das Heilige zu gewöhnen?

bei mykath.de zu posten B)

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Was schlägst Du vor, um sich nicht an das Heilige zu gewöhnen?
z.B. über einen Satz der Schrift mal einen ganzen Tag lang nachzudenken wie:

 

"Ach dass du doch heiss wärest oder kalt, aber weil du lau bist, beginnt Gott dich auszuspeien aus seinem Munde."

Edited by Mariamante
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Was schlägst Du vor, um sich nicht an das Heilige zu gewöhnen?
z.B. über einen Satz der Schrift mal einen ganzen Tag lang nachzudenken wie:

 

"Ach dass du doch heiss wärest oder kalt, aber weil du lau bist, beginnt Gott dich auszuspeien aus seinem Munde."

 

 

Ein schöner Gedanke!

 

Ich kann allen die ernsthaft daran interessiert sind auch "Der Weg" von Josemaría Escrivá de Balaguer y Albás zur Lektüre und Meditation empfehlen.

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Diese beiden Dinge, einen Satz aus der Bibel intensiv be-denken oder gute Lektüre lesen, sind sicher nicht schlecht.

 

Aber ich möchte mich eher an das Heilige "gewöhnen".

Ich möchte mich damit beschäftigen, ich möchte immer wieder in die Nähe des Heiligen kommen. Nicht nur an Fest- und Feiertagen, auch an "gewöhnlichen" Tagen, ich möchte es mir zur "Gewohnheit" machen.

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Diese beiden Dinge, einen Satz aus der Bibel intensiv be-denken oder gute Lektüre lesen, sind sicher nicht schlecht.

 

Aber ich möchte mich eher an das Heilige "gewöhnen".

Ich möchte mich damit beschäftigen, ich möchte immer wieder in die Nähe des Heiligen kommen. Nicht nur an Fest- und Feiertagen, auch an "gewöhnlichen" Tagen, ich möchte es mir zur "Gewohnheit" machen.

machst Du hiermit dem lieben Mariamante einen Heiratsantrag??? B):):)

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Franciscus non papa
Was schlägst Du vor, um sich nicht an das Heilige zu gewöhnen?
z.B. über einen Satz der Schrift mal einen ganzen Tag lang nachzudenken wie:

 

"Ach dass du doch heiss wärest oder kalt, aber weil du lau bist, beginnt Gott dich auszuspeien aus seinem Munde."

 

 

Ein schöner Gedanke!

 

Ich kann allen die ernsthaft daran interessiert sind auch "Der Weg" von Josemaría Escrivá de Balaguer y Albás zur Lektüre und Meditation empfehlen.

 

 

damit man dann erkennt, dass man es so besser nicht macht... :ph34r:

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Aber ich möchte mich eher an das Heilige "gewöhnen".
Sich an das "Heilige gewöhnen" im Sinne von: mit Gott vertraut werden - und das Heilige entweihen durch Gewohnheiten wäre m.E. zu unterscheiden. Jesus hat z.B. die langen Gebete und Gebetsriemen der Pharisäer kritisiert - das kurze, demütige, aus dem Herzen gekommene und sicher nicht aus Gewohnheit formuliert "Herr, sei mir Sünder gnädig" des Zöllners kam an. Wenn wir die Heilige Messe- auch wenn wir sie täglich besuchen- als ein außerordentliches Ereignis sehen, das unser Herz mit tiefer Freude erfüllt, dann ist uns das Heilige der hl. Messe nicht zur Gewohnheit geworden. Wenn wir zur hl. Messe gehen und in Gedanken z.B. das Fernsehprogramm durchgehen, dann ist uns die hl. Messe zur Gewohnheit geworden.
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Aber ich möchte mich eher an das Heilige "gewöhnen".

Sich an das "Heilige gewöhnen" im Sinne von: mit Gott vertraut werden - und das Heilige entweihen durch Gewohnheiten wäre m.E. zu unterscheiden. Jesus hat z.B. die langen Gebete und Gebetsriemen der Pharisäer kritisiert - das kurze, demütige, aus dem Herzen gekommene und sicher nicht aus Gewohnheit formuliert "Herr, sei mir Sünder gnädig" des Zöllners kam an. Wenn wir die Heilige Messe- auch wenn wir sie täglich besuchen- als ein außerordentliches Ereignis sehen, das unser Herz mit tiefer Freude erfüllt, dann ist uns das Heilige der hl. Messe nicht zur Gewohnheit geworden. Wenn wir zur hl. Messe gehen und in Gedanken z.B. das Fernsehprogramm durchgehen, dann ist uns die hl. Messe zur Gewohnheit geworden.

Du definierst "Gewohnheit" als Gedankenlosigkeit oder Effekthascherei.

Das tue ich nicht. Gewohnheiten sehe ich unter dem Aspekt der Treue: Wenn ich die Heilige Messe "aus Gewohnheit" besuche, kann mein Herz mit tiefer Freude erfüllt werden, da sehe ich keinen Wiederspruch. Wenn ich aber nur bei außerordentlichen Ereignissen zur Messe gehe mit dem Anspruch, mit tiefer Freude erfüllt zu werden, werde ich zwar wohl kaum in Gedanken abschweifen, aber an dem Ziel, mit Gott vertraut zu werden, geht das doch ziemlich weit vorbei.

Vertraut sein/werden und Treue hat sehr viel mit Gewohnheit zu tun.

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In einem adventlichen Lied heißt es. "Wachet auf ruft uns die Stimme". Auch der Advent sollte ein Zeit sein, in der wir im Glauben wachsen, wachen, beten und uns von Gottes Geist erneuern lassen.

 

 

 

Ich glaube dass die Gefahr groß ist, dass man sich auch an das "Heilige" gewöhnt, und es gewöhnlich wird. Gewohnheiten können abstumpfen. Mein + Beichtvater meinte einmal: Wenn man die Leute nach der Sonntagsmesse fragen würde, welches Evangelium, welche Lesung denn vorgetragen wurde - die meisten würden sagen: "Schön war´s" - aber den genauen Inhalt könnten wohl nur wenige angeben. Das gibt mir zu denken: Haben wir uns an die Worte Jesu in den Evangelien derart "gewöhnt", dass sie unser Herz nicht mehr bewegen, unser Leben nicht mehr beeinflußen, verändern? Ich glaube es ist wichtig, dass wir aufwachen- dass wir "mit unserem Leben" auf das hören, was Gott uns durch die Evangelien aber auch durch die Ereignisse in unserem Alltag sagen will.

 

 

Tu und Handele.

Basta.

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Tu und Handele.

Basta.

Ich fürchte: Aktivismus gibt´s genug - sollten wir nicht Hörende sein? Kann man im Lärm des Tuns nicht auch das, was Gott uns sagen will überhören?
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Du definierst "Gewohnheit" als Gedankenlosigkeit oder Effekthascherei.
Gewohnheit im negativen Sinn definiere ich als etwas, woran man sich "gewöhnt" hat, das man nicht als außergewöhnlich und lebendig empfindet- sondern so, wie man etwas automatisch und ohne Nachdenken und Bewußtsein ausführt.
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Du definierst "Gewohnheit" als Gedankenlosigkeit oder Effekthascherei.

Gewohnheit im negativen Sinn definiere ich als etwas, woran man sich "gewöhnt" hat, das man nicht als außergewöhnlich und lebendig empfindet- sondern so, wie man etwas automatisch und ohne Nachdenken und Bewußtsein ausführt.

Lebendigkeit in der Gewohnheit zu erhalten bzw. zurückzubringen halte ich in diesem Zusammenhang für eine Selbstverständlichkeit.

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Tu und Handele.

Basta.

Ich fürchte: Aktivismus gibt´s genug - sollten wir nicht Hörende sein? Kann man im Lärm des Tuns nicht auch das, was Gott uns sagen will überhören?

Kann man im untätigen Lauschen auf fromme Worte nicht auch Gottes Wille überhören?

 

"Gehe hin und tu desgleichen".

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Ich gebe Dir Recht, das "Heilige" hat in der RKK inzwischen eine Art von Inflation erlebt. Man/frau hört so oft "Christus" das dieser Begriff schon nichts mehr besonderes ist. Auch bin ich der Meinung, dass es viel zu viele Heilige gibt und ständig werden mehr ernannt. Das "Heilige" ist nichts besonderes mehr!

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Ich gebe Dir Recht, das "Heilige" hat in der RKK inzwischen eine Art von Inflation erlebt.

ist das nicht prima!!! B)

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Kann man im untätigen Lauschen auf fromme Worte nicht auch Gottes Wille überhören?
Du kennst ja sicher die Stelle von Martha und Maria- wo der "untätig lauschenden" Maria von Jesus gesagt wird, sie hätte das Gute gewählt. Ein "hörendes Herz" zu haben bedeutet, dass wir nicht "untätig" lauschen, sondern dass wir den Lärm um uns und in uns abschalten, damit wir das wahrnehmen können, was Gott uns sagen will. Bekanntlich brüllt Gott nicht - siehe das Beispiel im AT wo Gott weder im Erdeben noch im Feuer ist, sondern im sanften Säuseln. Edited by Mariamante
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Lebendigkeit in der Gewohnheit zu erhalten bzw. zurückzubringen halte ich in diesem Zusammenhang für eine Selbstverständlichkeit.
Wenn es uns nicht mehr tief bewegt, dass Gott Mensch wurde - dass ER für uns gekreuzigt wurde, dann ist das eine schlimme Gewöhnung. Die Reaktion: "Gott liebt uns- na und...." wäre so ein schlimmes Beispiel.
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Kann man im untätigen Lauschen auf fromme Worte nicht auch Gottes Wille überhören?
Du kennst ja sicher die Stelle von Martha und Maria- wo der "untätig lauschenden" Maria von Jesus gesagt wird, sie hätte das Gute gewählt. Ein "hörendes Herz" zu haben bedeutet, dass wir nicht "untätig" lauschen, sondern dass wir den Lärm um uns und in uns abschalten, damit wir das wahrnehmen können, was Gott uns sagen will. Bekanntlich brüllt Gott nicht - siehe das Beispiel im AT wo Gott weder im Erdeben noch im Feuer ist, sondern im sanften Säuseln.

Ja sicher kenne ich die Stelle.

Ich habe mich dagegen gewandt, im Tun und Handeln reinen Aktivismus zu sehen, wie Deine Antwort an Peter andeutet.

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Lebendigkeit in der Gewohnheit zu erhalten bzw. zurückzubringen halte ich in diesem Zusammenhang für eine Selbstverständlichkeit.

Wenn es uns nicht mehr tief bewegt, dass Gott Mensch wurde - dass ER für uns gekreuzigt wurde, dann ist das eine schlimme Gewöhnung. Die Reaktion: "Gott liebt uns- na und...." wäre so ein schlimmes Beispiel.

Du konstruierst Gegensätze, wo sie nicht zwangsläufig vorhanden sind:

Gewohnt sein und tief bewegt sein muß sich nicht ausschließen.

Ich habe es mir angewöhnt, meinen Mann zur Begrüßung abends zu küssen, und meine Kinder morgens zum Abschied zu segnen.

Das ist nicht jedesmal tief bewegend, aber hin und wieder kommt es vor.

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Gerlinde Blosche

Aber wenn jemand nach dem Gottesdienst am Sonntag gewohnheitsmäßig wiederholt sagt:"Hammas wieder", scheint er wohl weniger von den Gottesdiensten und von Gott ergriffen worden zu sein. Für den war es wohl eher ein gewohnheitsmäßiges Ableisten einer gewohnheitsmäßigen Pflicht, die man halt so am Sonntag erfüllt als Christ.

Aber vielleicht fühlt er sich auch eines Tages wieder im Innersten angesprochen und lässt derartige routinemäßge Bemerkung, damit sein Tun zur guten Gewohnheit wird.

Liebe Grüße, Gerlinde

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Du konstruierst Gegensätze, wo sie nicht zwangsläufig vorhanden sind:

Gewohnt sein und tief bewegt sein muß sich nicht ausschließen.

Ja- es ist sogar möglich, dass wir aus der tiefen Freude von Gott geliebt zu sein leben - und zugleich tiefen Schmerz empfinden z.b. selbst Gott so wenig zu lieben oder vom Leid geliebter Menschen mit- betroffen sind. Was aber meine Bedenken nach wie vor nicht zerstreut hat ist, dass das Evangelium in seiner Anstössigkeit zu oft "vorbeiplätschert", dass wir eine Art "Mauer" vor den ernsten Worten der Schrift aufgebaut haben - bis hin zur irrigen Meinung, wir hätten keine Umkehr nötig.
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Was aber meine Bedenken nach wie vor nicht zerstreut hat ist, dass das Evangelium in seiner Anstössigkeit zu oft "vorbeiplätschert", dass wir eine Art "Mauer" vor den ernsten Worten der Schrift aufgebaut haben - bis hin zur irrigen Meinung, wir hätten keine Umkehr nötig.

 

Das hat aber nichts mit Gewohnheiten zu tun.

Die von Dir so oft (gewohnheitsmäßig?!) erwähnten anstössigen Stellen des Evangeliums und harte Worte Jesu können "vorbeiplätschern" wenn ich sie zum allerersten Male höre und wenn ich sie gewohnheitsmäßig zum fünfzigsten Male höre.

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