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Müssen wir uns nicht fragen warum?


wolfgang E.

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Die bleibende Botschaft, die die Kirche schon seit altersher verkündet ist JESUS CHRISTUS (seine Wundertaten, sein Leben und seine glorreiche Auferstehung und Himmelfahrt)!!

 

Die von Mecky erwähnte Schlammschicht freilich, ist da und nicht wegzudiskutieren. Aber wer sich auf den Glauben, auf die Kirche einlässt, der kann den Schmutz wegwischen und hat schließlich den freien Blick auf Christus Jesus.

 

--> Wen es interessiert: Meine Predigt von heute handelt von genau diesem Thema, dass wir so schön diskutieren (PM an mich, wer sie haben will)!!

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Du meinst also: Die Inhalte sind attraktiv - so attraktiv, wie schon immer. Halte ich auch für wahrscheinlich, weil sich die eigentliche Botschaft ja an gleichbleibende Dinge des Menschseins richtet.

 

Allerdings geht es dabei weniger um eine Attraktivität der Kirche, als vielmehr des Glaubens. Zur Kirche gehört eben leider auch die von Dir erwähnte Schlammschicht. Und da gebe ich Dir voll und ganz Recht: Da gilt es fleißig zu polieren. Man kommt manchmal gar nicht mehr hinterher.

 

Viele Menschen sehen heute - und das widerspricht eben der Attraktivität - nur noch die schlammverkrusteten Teile und fragen: "Was soll daran denn attraktiv sein?" Und gewissermaßen haben sie völlig Recht: Was soll an Schlamm und Schmutz schon attraktiv sein? Im Gegenteil: Das ist widerwärtig und abstoßend.

Und das liegt manchmal an der Presse, die manche Schlammklumpen freudig hin- und herverdaut. Primär liegt es allerdings am Schlamm. Und das ist dann unser Problem, und nicht ein allgemeingesellschaftliches oder ein Medienproblem.

 

Neben dem Wegpolieren des Schlamms müsste es noch was anderes geben. Wer poliert, ist ja immer noch mit dem Schlamm beschäftigt. Eine Demonstratio des Guten, und zwar des konkret gelebten Guten. Eine Demonstratio der Hoffnung. Eine Demonstratio gelebten Glaubens, der Menschen aufbaut.

 

 

Das kann ich, wenn ich mir die Menschen um mich ansehe, in diesem Ausmaß und in dieser Einseitigkeit nicht bestätigen.

 

Wenn jemand überhaupt keinen Zugang zum Gedanken des Transzendenten hat, dann kommt ihm auch Euer toller Schatz namens "gereinigter Glaube" nur albern vor - nichts, was irgendwie sein Leben berührt. Um zu dieser Meinung zu kommen braucht er weder die Amtskirche mit angeblich unverständlichen Mitteilungen, noch eine ach so böse Sexualmoral, noch irgendetwas anderes, was hier berechtigter- oder unberechtigterweise als Schlammschicht um den Schatz bezeichnet wird. Es reicht der Schatz selbst.

 

All das, was Euch wahrscheinlich so stört, ist hier den wenigsten überhaupt bekannt. Aber jeder weiß, daß die Kirche an solch einen Schmarrn wie Gott glaubt, daß sie das auch noch von ihren Mitgliedern erwartet, und es weiß auch jeder, daß die Wissenschaft ja längst gezeigt hat, daß es einen Gott nicht gibt. Der nicht unbekannte Satz, in der ehemaligen DDR hätten die Leute vergessen, daß sie Gott vergessen haben, trifft genau den Punkt. Um für die Menschen hier, die eben keine religiösen Bedürfnisse haben, uninteressant zu sein, braucht die Kirche keine einzige der vielen Schwächen aufzufahren, die Ihr so gern diagnostiziert.

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Der nicht unbekannte Satz, in der ehemaligen DDR hätten die Leute vergessen, daß sie Gott vergessen haben, trifft genau den Punkt. Um für die Menschen hier, die eben keine religiösen Bedürfnisse haben, uninteressant zu sein, braucht die Kirche keine einzige der vielen Schwächen aufzufahren, die Ihr so gern diagnostiziert.

Mit Deiner Bewertung hast Du sicher recht. Ich finde das Phänomen, dass es nur gut einer Generation bedarf, um in weiten Teilen eines Landes das Christentum fast der Vergessenheit anheim fallen zu lassen, erstaunlich. Damit stellt sich für mich die Frage, ob es dort je religiöse Bedürfnisse gegeben hat, die zuvor befriedigt worden sind. Wenn dem so gewesen ist, müsste die fehlende Religionsausübung zu einer Mangelerscheinung führen, die dazu motiviert, zu suchen. Falls es Bedürfnisse gab, sind diese anscheinend ersatzbefriedigt worden. Und dennoch kommst Du um die Frage der Attraktivität der Kirche mit Deiner Begründung nicht drum rum: Wie wenig attraktiv muss das kirchliche Angebot gewesen sein, dass für viele ein wie auch immer gearteter Ersatz ausreichend war.

Dies soll keine West-Ost-Kritik sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in den alten Bundesländern genau so ausschauen würde, wenn die Kirche mit den selben widrigen Umständen zu kämpfen gehabt hätte wie in den NBL. Bei der Frage, Abiturzulassung nur unter verschärften Bedingungen oder Zulassung zum Studium oder nicht, hätten sich die Altbundesbürger sicherlich ähnlich verhalten. Womit ich die im letzten Absatz gestellte Frage von der Region unabhängig machen kann: Sind es religiöse Bedürfnisse, die ein Kirchenmitglied befriedigt? Wenn ja, dann macht das Wegputzen des Schlammes Sinn.

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Wen wir an dem, den Ausgangspunkt für mein Posting bildenden Text bleiben.......warum ist in der nicht kirchlich gebundenen Öffentlichkeit ein buddhistischer Mönch in seiner Funktion eher akzeptiert, als ein katholischer?
Warum kommt die Esoterik und New- Age bei vielen besser an als der christliche Glauben? Weil Esoterik, New Age keine solchen Ansprüche stellen wie der christliche und speziell katholische Glaube.
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Der nicht unbekannte Satz, in der ehemaligen DDR hätten die Leute vergessen, daß sie Gott vergessen haben, trifft genau den Punkt. Um für die Menschen hier, die eben keine religiösen Bedürfnisse haben, uninteressant zu sein, braucht die Kirche keine einzige der vielen Schwächen aufzufahren, die Ihr so gern diagnostiziert.

Mit Deiner Bewertung hast Du sicher recht. Ich finde das Phänomen, dass es nur gut einer Generation bedarf, um in weiten Teilen eines Landes das Christentum fast der Vergessenheit anheim fallen zu lassen, erstaunlich. Damit stellt sich für mich die Frage, ob es dort je religiöse Bedürfnisse gegeben hat, die zuvor befriedigt worden sind. Wenn dem so gewesen ist, müsste die fehlende Religionsausübung zu einer Mangelerscheinung führen, die dazu motiviert, zu suchen. Falls es Bedürfnisse gab, sind diese anscheinend ersatzbefriedigt worden. Und dennoch kommst Du um die Frage der Attraktivität der Kirche mit Deiner Begründung nicht drum rum: Wie wenig attraktiv muss das kirchliche Angebot gewesen sein, dass für viele ein wie auch immer gearteter Ersatz ausreichend war.

Dies soll keine West-Ost-Kritik sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in den alten Bundesländern genau so ausschauen würde, wenn die Kirche mit den selben widrigen Umständen zu kämpfen gehabt hätte wie in den NBL. Bei der Frage, Abiturzulassung nur unter verschärften Bedingungen oder Zulassung zum Studium oder nicht, hätten sich die Altbundesbürger sicherlich ähnlich verhalten. Womit ich die im letzten Absatz gestellte Frage von der Region unabhängig machen kann: Sind es religiöse Bedürfnisse, die ein Kirchenmitglied befriedigt? Wenn ja, dann macht das Wegputzen des Schlammes Sinn.

Täusche ich mich oder ist es in der DDR und dann den neuen deutschen Bundesländern nicht vor allem die evangelische Kirche, die völlig eingebrochen ist, während die katholische Kirche zumindest bei ihren immer schon vorhandenen 4% stagniert? Das hat man mir zumindest erklärt, als ich 2005 in Dresden war. Das soll kein Grund zur Schadenfreude sein, aber es stimmt doch nachdenklich, dass der christliche Einbruch vor allem eine Konfession betrifft. Warum ist das so?
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Täusche ich mich oder ist es in der DDR und dann den neuen deutschen Bundesländern nicht vor allem die evangelische Kirche, die völlig eingebrochen ist, während die katholische Kirche zumindest bei ihren immer schon vorhandenen 4% stagniert? Das hat man mir zumindest erklärt, als ich 2005 in Dresden war. Das soll kein Grund zur Schadenfreude sein, aber es stimmt doch nachdenklich, dass der christliche Einbruch vor allem eine Konfession betrifft. Warum ist das so?

Ich glaube es war KAM, der in ähnlichem Zusammenhang schon einmal hierauf hingewiesen hatte. Falls die Zahlen bei wiki verlässlich sind, ging der Anteil der Bevölkerung, der ev. getauft war, von 85 % auf 25 % (also ca. um 2/3) zurück und bei den rk. war ein Rückgang von 10 % auf 5 % zu verzeichnen - ergo immerhin eine Halbierung.

Dass der relative Rückgang dennoch etwas höher bei den Protestanten war, mag daran liegen, dass Minoritäten immer ein ausgeprägteres Zugehörigkeitsgefühl entwickeln. Dies ist meines Erachtens auch Erklärung für das Phänomen, dass regelmäßige Kirchgänger hier im Osten mir im Vergleich zu meiner rheinischen Heimat "fundamentalistischer" (um noch einmal diese Schublade zu bemühen) erscheinen. Ob nun 2/3 oder 1/2 - das ist m.E. nicht so signifikant, um daraus schlußzufolgern, dass "vor allem" eine Konfession betroffen gewesen wäre.

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(...) Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in den alten Bundesländern genau so ausschauen würde, wenn die Kirche mit den selben widrigen Umständen zu kämpfen gehabt hätte wie in den NBL. (...)

Aber geh.

Es würde doch nicht nur so ausschauen, es schaut ja so aus. Aber schon genauso, wenigstens fast.

Der einzige Unterschied ist, dass die religiösen Institutionen, sprich die Kirchen, noch eine Position im gesellschaftlichen Gesamtgefüge innehaben, so dass es die meisten Menschen nicht als Nachteil empfinden, ihre bewusstlose Mitgliedschaft weiter laufen zu lassen. In Wirklichkeit ist ihnen das so unwichtig, dass ihnen nicht einmal das Austreten der Mühe wert ist.

Hast du noch nie das Phänomen beobachtet, dass in Quizsendungen und dergleichen bei den Kandidaten regelmäßig der totale Blackout eintritt, wenn sie was gefragt werden, was auch nur entfernt in religiösem Kontext steht?

Im österreichischenn Millionenspiel ist unlängst die Frage nach dem Inhalt des Pfingstfestes aufgetaucht. Gar nicht als Quizfrage, sondern gesprächshalber als Abfallprodukt einer anderen Frage, die ich vergessen habe. Der Kandidat hatte nicht den blassesten Schimmer, und der Herr Assinger hat's ihm dann erklärt, aber es war auch ein Blödsinn.

Sie wissen's nicht, wollen's gar nicht wissen, und sind noch stolz darauf.

 

Der Kirche, den Kirchen, bringt man durchaus einen gewissen Respekt entgegen. Weil sie sowas wie das soziale Gewissen der Gesellschaft ist, weil ihre Arbeit im Sozial- und Bildungswesen von Kompetenz zeugt und Qualität hat, wenigstens meistens, weil sie ein Gegengewicht zu sein scheint gegen allzu stark und rigoros auf Funktionalität und Effektivität Ausgerichtetes, und, und, und.

 

Ihre eigentliche Botschaft aber, die interessiert nicht.

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(...) Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in den alten Bundesländern genau so ausschauen würde, wenn die Kirche mit den selben widrigen Umständen zu kämpfen gehabt hätte wie in den NBL. (...)

Aber geh.

Es würde doch nicht nur so ausschauen, es schaut ja so aus. Aber schon genauso, wenigstens fast.

Der einzige Unterschied ist, dass die religiösen Institutionen, sprich die Kirchen, noch eine Position im gesellschaftlichen Gesamtgefüge innehaben, so dass es die meisten Menschen nicht als Nachteil empfinden, ihre bewusstlose Mitgliedschaft weiter laufen zu lassen. In Wirklichkeit ist ihnen das so unwichtig, dass ihnen nicht einmal das Austreten der Mühe wert ist.

Hast du noch nie das Phänomen beobachtet, dass in Quizsendungen und dergleichen bei den Kandidaten regelmäßig der totale Blackout eintritt, wenn sie was gefragt werden, was auch nur entfernt in religiösem Kontext steht?

Im österreichischenn Millionenspiel ist unlängst die Frage nach dem Inhalt des Pfingstfestes aufgetaucht. Gar nicht als Quizfrage, sondern gesprächshalber als Abfallprodukt einer anderen Frage, die ich vergessen habe. Der Kandidat hatte nicht den blassesten Schimmer, und der Herr Assinger hat's ihm dann erklärt, aber es war auch ein Blödsinn.

Sie wissen's nicht, wollen's gar nicht wissen, und sind noch stolz darauf.

 

Der Kirche, den Kirchen, bringt man durchaus einen gewissen Respekt entgegen. Weil sie sowas wie das soziale Gewissen der Gesellschaft ist, weil ihre Arbeit im Sozial- und Bildungswesen von Kompetenz zeugt und Qualität hat, wenigstens meistens, weil sie ein Gegengewicht zu sein scheint gegen allzu stark und rigoros auf Funktionalität und Effektivität Ausgerichtetes, und, und, und.

 

Ihre eigentliche Botschaft aber, die interessiert nicht.

Sehr zutreffende Analyse!
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(...) Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in den alten Bundesländern genau so ausschauen würde, wenn die Kirche mit den selben widrigen Umständen zu kämpfen gehabt hätte wie in den NBL. (...)

Aber geh.

Es würde doch nicht nur so ausschauen, es schaut ja so aus. Aber schon genauso, wenigstens fast.

Der einzige Unterschied ist, dass die religiösen Institutionen, sprich die Kirchen, noch eine Position im gesellschaftlichen Gesamtgefüge innehaben, so dass es die meisten Menschen nicht als Nachteil empfinden, ihre bewusstlose Mitgliedschaft weiter laufen zu lassen. In Wirklichkeit ist ihnen das so unwichtig, dass ihnen nicht einmal das Austreten der Mühe wert ist.

Hast du noch nie das Phänomen beobachtet, dass in Quizsendungen und dergleichen bei den Kandidaten regelmäßig der totale Blackout eintritt, wenn sie was gefragt werden, was auch nur entfernt in religiösem Kontext steht?

Im österreichischenn Millionenspiel ist unlängst die Frage nach dem Inhalt des Pfingstfestes aufgetaucht. Gar nicht als Quizfrage, sondern gesprächshalber als Abfallprodukt einer anderen Frage, die ich vergessen habe. Der Kandidat hatte nicht den blassesten Schimmer, und der Herr Assinger hat's ihm dann erklärt, aber es war auch ein Blödsinn.

Sie wissen's nicht, wollen's gar nicht wissen, und sind noch stolz darauf.

 

Der Kirche, den Kirchen, bringt man durchaus einen gewissen Respekt entgegen. Weil sie sowas wie das soziale Gewissen der Gesellschaft ist, weil ihre Arbeit im Sozial- und Bildungswesen von Kompetenz zeugt und Qualität hat, wenigstens meistens, weil sie ein Gegengewicht zu sein scheint gegen allzu stark und rigoros auf Funktionalität und Effektivität Ausgerichtetes, und, und, und.

 

Ihre eigentliche Botschaft aber, die interessiert nicht.

Gute Beschreibung der Situation.

Aber die Ausgangsfrage war: Wie seht ihr das Problem der offenbar darniederliegenden katholischen Glaubwürdikeit?

Diese Frage sagt klar, daß es nicht bei der Beschreibung der Situation bleiben darf. Was muß sich ändern? Wer muß sich ändern? Wie geht eine Veränderung vonstatten? Wie ist das mit der Neuevangelisierung? Ist das der Rückwärtsgangversuch, der auch den letzten Rest an Interesse vertreibt?

Mir scheinen die Bischöfe sehr ratlos zu sein. Deshalb schlagen manche so wild um sich, spielen sich bei allen Themen auf und kritisieren wahllos - bis ihnen niemand mehr etwas glaubt. Kardinal Meisner läßt grüßen.

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Der nicht unbekannte Satz, in der ehemaligen DDR hätten die Leute vergessen, daß sie Gott vergessen haben, trifft genau den Punkt. Um für die Menschen hier, die eben keine religiösen Bedürfnisse haben, uninteressant zu sein, braucht die Kirche keine einzige der vielen Schwächen aufzufahren, die Ihr so gern diagnostiziert.

Mit Deiner Bewertung hast Du sicher recht. Ich finde das Phänomen, dass es nur gut einer Generation bedarf, um in weiten Teilen eines Landes das Christentum fast der Vergessenheit anheim fallen zu lassen, erstaunlich. Damit stellt sich für mich die Frage, ob es dort je religiöse Bedürfnisse gegeben hat, die zuvor befriedigt worden sind. Wenn dem so gewesen ist, müsste die fehlende Religionsausübung zu einer Mangelerscheinung führen, die dazu motiviert, zu suchen. Falls es Bedürfnisse gab, sind diese anscheinend ersatzbefriedigt worden. Und dennoch kommst Du um die Frage der Attraktivität der Kirche mit Deiner Begründung nicht drum rum: Wie wenig attraktiv muss das kirchliche Angebot gewesen sein, dass für viele ein wie auch immer gearteter Ersatz ausreichend war.

Dies soll keine West-Ost-Kritik sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in den alten Bundesländern genau so ausschauen würde, wenn die Kirche mit den selben widrigen Umständen zu kämpfen gehabt hätte wie in den NBL. Bei der Frage, Abiturzulassung nur unter verschärften Bedingungen oder Zulassung zum Studium oder nicht, hätten sich die Altbundesbürger sicherlich ähnlich verhalten. Womit ich die im letzten Absatz gestellte Frage von der Region unabhängig machen kann: Sind es religiöse Bedürfnisse, die ein Kirchenmitglied befriedigt? Wenn ja, dann macht das Wegputzen des Schlammes Sinn.

Täusche ich mich oder ist es in der DDR und dann den neuen deutschen Bundesländern nicht vor allem die evangelische Kirche, die völlig eingebrochen ist, während die katholische Kirche zumindest bei ihren immer schon vorhandenen 4% stagniert? Das hat man mir zumindest erklärt, als ich 2005 in Dresden war. Das soll kein Grund zur Schadenfreude sein, aber es stimmt doch nachdenklich, dass der christliche Einbruch vor allem eine Konfession betrifft. Warum ist das so?

Jein.

Die katholische Kirche war und ist in der ehemaligen DDR vor allem im Eichsfeld, einer Region im Norden Thüringens, stark. Dort gibt es ein geschlossenes katholisches Milieu. Weiter handelt es sich um ein ländliches Gebiet mit wenig Zuzug aus anderen Regionen.

Die Menschen kannten sich untereinander und so war auch die Stasi weniger erfolgreich als anderswo. In anderen Gebieten gibt es allerdings auch auf katholischer Seite Verluste.

 

Konfessionsverteilung heute laut Wikipedia

evangelisch katholisch

Brandenburg

Mecklenburg-Vorpommern 18,4 3,4

Sachsen 21,6 3,8

Sachsen-Anhalt 15,7 4,1

Thüringen (etwa 25 %) 8,1 (lt. Bistum Erfurt)

 

Aus Weimarer Zeit (www.gonschior.de, Zahlen für 1930)

 

Anhalt 91,4 4,0

Brandenburg 92,1 5,3 (ohne Weißwasser u.a.)

Mecklenburg-Schwerin 93,8 5,4

Mecklenburg-Strelitz 94,4 5,0

Sachsen (Freistaat) 90,4 3,6 (Sachsen ohne Görlitz und Hoyerswerda)

Sachsen (Provinz) 89,3 7,6 (Sachsen-Anhalt; schließt Erfurt und

Nordthüringen ein)

Thüringen 92,6 2,8 (nur Südteil des heutigen Thüringen, ohne

Erfurt und Eichsfeld)

 

Ein Problem ist, dass die Grenzen der Zwischenkriegszeit von den heutigen sehr verschieden sind. Insgesamt hat die katholische Kirche wohl deutlich weniger Mitglieder verloren, hat aber auch verloren.

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Warum kommt die Esoterik und New- Age bei vielen besser an als der christliche Glauben? Weil Esoterik, New Age keine solchen Ansprüche stellen wie der christliche und speziell katholische Glaube.

 

Da hast Du eine Perle aus der Truhe herausgefischt, weil sie Dir gerade am Besten gefällt. Stimmt, dieses Motiv kommt bei einigen vor. Dessen ungeachtet gibt es aber noch eine ganze Truhe voller Perlen, die genau so gut sind.

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Wenn jemand überhaupt keinen Zugang zum Gedanken des Transzendenten hat, dann kommt ihm auch Euer toller Schatz namens "gereinigter Glaube" nur albern vor - nichts, was irgendwie sein Leben berührt.

 

Wenn ein Mensch wirklich keinen Zugang zum Gedanken des Transzendenten hat, dann hat der Schöpfer ihm den Weg zum Glauben versperrt.

Es würde mich allerdings sehr erstaunen, wenn ein Mensch keinen solchen Zugang hätte.

 

Du hast natürlich Recht, dass in diesem Falle Hopfen und Malz verloren wäre.

Das mindert allerdings das Problem der Schmutzschicht in keiner Weise.

 

Willst Du hier wirklich behaupten, dass es für das Einlassen auf den Glauben egal sei, wenn Menschen Zerrbilder von Gott, Welt und Mensch vor die Augen gesetzt bekommen? Das ist doch völlig abstruser Unsinn!

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Der einzige Unterschied ist, dass die religiösen Institutionen, sprich die Kirchen, noch eine Position im gesellschaftlichen Gesamtgefüge innehaben, so dass es die meisten Menschen nicht als Nachteil empfinden, ihre bewusstlose Mitgliedschaft weiter laufen zu lassen. In Wirklichkeit ist ihnen das so unwichtig, dass ihnen nicht einmal das Austreten der Mühe wert ist.

...

Der Kirche, den Kirchen, bringt man durchaus einen gewissen Respekt entgegen. Weil sie sowas wie das soziale Gewissen der Gesellschaft ist, weil ihre Arbeit im Sozial- und Bildungswesen von Kompetenz zeugt und Qualität hat, wenigstens meistens, weil sie ein Gegengewicht zu sein scheint gegen allzu stark und rigoros auf Funktionalität und Effektivität Ausgerichtetes, und, und, und.

 

Ihre eigentliche Botschaft aber, die interessiert nicht.

 

Dies trifft eine Strömung, ist aber nicht die ganze Wahrheit.

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Der nicht unbekannte Satz, in der ehemaligen DDR hätten die Leute vergessen, daß sie Gott vergessen haben, trifft genau den Punkt. Um für die Menschen hier, die eben keine religiösen Bedürfnisse haben, uninteressant zu sein, braucht die Kirche keine einzige der vielen Schwächen aufzufahren, die Ihr so gern diagnostiziert.

Mit Deiner Bewertung hast Du sicher recht. Ich finde das Phänomen, dass es nur gut einer Generation bedarf, um in weiten Teilen eines Landes das Christentum fast der Vergessenheit anheim fallen zu lassen, erstaunlich. Damit stellt sich für mich die Frage, ob es dort je religiöse Bedürfnisse gegeben hat, die zuvor befriedigt worden sind. Wenn dem so gewesen ist, müsste die fehlende Religionsausübung zu einer Mangelerscheinung führen, die dazu motiviert, zu suchen. Falls es Bedürfnisse gab, sind diese anscheinend ersatzbefriedigt worden. Und dennoch kommst Du um die Frage der Attraktivität der Kirche mit Deiner Begründung nicht drum rum: Wie wenig attraktiv muss das kirchliche Angebot gewesen sein, dass für viele ein wie auch immer gearteter Ersatz ausreichend war.

Dies soll keine West-Ost-Kritik sein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es in den alten Bundesländern genau so ausschauen würde, wenn die Kirche mit den selben widrigen Umständen zu kämpfen gehabt hätte wie in den NBL. Bei der Frage, Abiturzulassung nur unter verschärften Bedingungen oder Zulassung zum Studium oder nicht, hätten sich die Altbundesbürger sicherlich ähnlich verhalten. Womit ich die im letzten Absatz gestellte Frage von der Region unabhängig machen kann: Sind es religiöse Bedürfnisse, die ein Kirchenmitglied befriedigt? Wenn ja, dann macht das Wegputzen des Schlammes Sinn.

Täusche ich mich oder ist es in der DDR und dann den neuen deutschen Bundesländern nicht vor allem die evangelische Kirche, die völlig eingebrochen ist, während die katholische Kirche zumindest bei ihren immer schon vorhandenen 4% stagniert? Das hat man mir zumindest erklärt, als ich 2005 in Dresden war. Das soll kein Grund zur Schadenfreude sein, aber es stimmt doch nachdenklich, dass der christliche Einbruch vor allem eine Konfession betrifft. Warum ist das so?

Jein.

Die katholische Kirche war und ist in der ehemaligen DDR vor allem im Eichsfeld, einer Region im Norden Thüringens, stark. Dort gibt es ein geschlossenes katholisches Milieu. Weiter handelt es sich um ein ländliches Gebiet mit wenig Zuzug aus anderen Regionen.

Die Menschen kannten sich untereinander und so war auch die Stasi weniger erfolgreich als anderswo. In anderen Gebieten gibt es allerdings auch auf katholischer Seite Verluste.

..............................

 

 

Ich glaube nicht, dass es uns in der Grundfrage sehr viel weiter bringt, wenn wir uns auf die DDR fokussieren.

 

M.E. hat der Glaubwürdigkeitsverlust der Kirche seine Ursache weit zurück, im ständigen Bündnis der Kirche mit den Mächtigen, das ihr vor allem bei Intellektuellen die Glaubwürdigkeit genommen hat.

Meine Eltern (geb. 1906 und 1914) erinnerten sich noch der, natürlich negativen Namensnennung des einzigen Sozialisten von der Kanzel herunter in ihren Heimatort.

Noch bis Mitte der 50er Jahre war aber der gesellschaftliche Zwang zur Religionsausübung in bürgerlichen Kreisen so hoch, dass sich niemand ausserhalb der Arbeiterschaft den Glaubwürdikeitsgap der Kirche zu artikulieren getraute.

 

Und heute leiden die Priester und Ordensleute vor Ort unter der unprofessionellen Selbstdarstellung und dem miserablen Marketing der Amtskirche.

Unnötige Rückwärtsgewandtheit, wie sie sich etwa in der neuen Karfreitagsbitte äussert zieht in der öffentlichen Debatte weite Kreise.

Der ununterbrochene reaktionäre Versuch eigene Moralvorstellungen in den Gesetzen der Staaten durchzudrücken und damit das neuerliche Bündnis mit den Mächtigen tut ein Übriges. Jetzt wieder praktiziert in Österreich bei der Frage der Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften....der ständige Zusatz man wolle natürlich keine Diskriminerung Homsexueller wirk nur verlogen.

Und wenn man dann zwar ununterbrochen nach Moral schreit, aber einem Kardinal von dem sogar seine Bischofskollegen glauben, dass er ein Bubenbegrapscher war, nichts passiert,

oder wenn sich eine priesterliche Gemeinschaft deren Vorsteher sich Probst nennt als Schwulen WG entpuppt und der Bischof Zungenküsse seiner Priester als "Bubenstreiche" abtut

dann sind das Tritte gegen die Glaubwürdigkeit von denen man sich nicht so rasch erholt.

 

Die Menschen haben auch zu oft den Eindruck, dass die hervorragende Arbeit in den Missionen eher nach Prinzipien geleistet wird, die trotz der Amtskirche durchgesetzt werden.......und das ist ja gar nicht so falsch, wenn man sich etwa die Frage der Befreiungstheologie, der Kondombenutzung zur Aidsverhütung etc anschaut.

 

Probleme wie sie heute von + net berichtet werden, dass ein Bischof den Laien den "Titel" Seelsorger streitig machen will, führen dazu dass sogar die Hühner über uns lachen.

 

Bischöfe wie der jetzige in Linz leisten einen sehr namhaften Beitrag dazu, dass die Menschen fragen was solche rückwärtsgewendeten Verbotshaltungen den sollen...so etwas wird auch in kirchenfernen Kreisen mit Kopfschütteln als Machtspiele der Klerikerkirche registriert.....

Und dann gibt man sich der weltfremden Illusion hin dass Massenevents wie Papstbesuche oder Weltjugendtage etc etwas bewirken........mit solchen Trachtenvereinskatholikentum erreicht man gar nichts, jedenfalls keinen Anstieg der Glaubwürdigkeit.

 

M.E. herrscht kirchliche Glaubwürdigkeit dort, wo Menschen sehen, dass Christentum in den Gemeinden, in den Ordensgemeinschaften glaubwürdig und zeitgemäß gelebt werden.....

Kardinal König hat einmal, wie in meiner Signatur zu lesen ist, geschrieben

"Durch Johannes XXIII. bekam die Kirche wieder Leuchtkraft bis in die fernen Gefilde der Kirchenfremden und der Kirchengegner".

 

Dieses Kapital haben seine Nachfolger längst verjuxt

bearbeitet von wolfgang E.
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Glaubwürdigkeit richtet sich vor allem danach, wie weit Anspruch und Wirklichkeit bzw. Worte und Taten divergieren. Das Problem mit homosexuellen Priestern ist doch nicht ihre sexuelle Orientierung, sondern die Tatsache, dass Homosexualität als Sünde beurteilt wird.

 

Die Kirchen haben noch einen historisch begründeten Vorsprung an Glaubwürdigkeit, was den sozialen Bereich, also die Einrichtungen für Kinder, Alte und Kranke betrifft. Allerdings ist sie bereits dabei, auch das zu demontieren, z. B. durch Outsourcing von Arbeiten, um nicht den kirchlichen Tarif bezahlen zu müssen. Entscheidend ist aber, dass Caritas und Diakonie nicht mehr an der Spitze liegen mit ihren Tätigkeiten, auch andere Träger liefern fachlich sehr gute Arbeit ab. Es ist nicht mehr ausschlaggebend, was für ein Träger für eine soziale Einrichtung steht, sondern die Arbeit in der Einrichtung selbst wird kritisch überprüft. Und da stellt sich eben oft heraus, dass ein kirchlicher Träger nicht mehr automatisch ein Gütesiegel darstellt.

 

Glaubwürdigkeit leidet auch in anderen Bereichen. Familienpolitik: Natürlich will man nicht so viel Lohn bezahlen wie andere und verhandelt zwei Jahre lang einen Tarifvertrag, aber gleichzeitig möge doch das Bild des alleinverdienenden Mannes mit einer großen Familie verwirklicht werden. Gleichberechtigung von Mann und Frau: Natürlich war man schon immer Vorreiter für die Gleichstellung der Frauen, aber bitte nicht bei uns in der Kirche, wo wir uns so viel Mühe gegeben haben aus den Texten des NT zu extrahieren, warum Frauen nicht Diakoninnen und Priesterinnen werden können.

 

Es ist richtig, der Schatz der Kirche ist unvorstellbar reich. Aber es wird den Menschen nicht leicht gemacht, ihn für sich zu heben. Priester versuchen uns heute immer noch vorzugeben, was wir zu denken und zu glauben haben. Je mehr sie sich dabei in Einzelheiten ergehen, die nicht von den Texten der Bibel ausgehen, sondern die sich ihnen aus menschlichen Überlegungen erschlossen haben, desto schwerer wird es, diesen Schatz unter der Staubschicht zu erkennen.

 

Juana

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Der Thread liest sich so, als ob es für euch selbstverständlich wäre, dass die große Mehrheit der Menschen "eigentlich" ganz dringend der katholischen Religion bedarf und nur durch irgendwelche dummen Zufälle und Umstände von ihr abgehalten wird. Vielleicht ist das ja gar nicht so. Ich habe eher den Eindruck, dass ist es nicht ganz einfach ist, als Nichteingeweihter etwas vom Katholizismus für sein tägliches Leben nutzbar zu machen. Aus welchem Grund soll man sich dieser Mühe unterziehen, wenn es auch andere, einfacher zugängliche Möglichkeiten gibt?

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Wen wir an dem, den Ausgangspunkt für mein Posting bildenden Text bleiben.......warum ist in der nicht kirchlich gebundenen Öffentlichkeit ein buddhistischer Mönch in seiner Funktion eher akzeptiert, als ein katholischer?

Warum kommt die Esoterik und New- Age bei vielen besser an als der christliche Glauben? Weil Esoterik, New Age keine solchen Ansprüche stellen wie der christliche und speziell katholische Glaube.

Welche Konsequenz ziehst Du aus dieser Deiner Feststellung?

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Wen wir an dem, den Ausgangspunkt für mein Posting bildenden Text bleiben.......warum ist in der nicht kirchlich gebundenen Öffentlichkeit ein buddhistischer Mönch in seiner Funktion eher akzeptiert, als ein katholischer?

Warum kommt die Esoterik und New- Age bei vielen besser an als der christliche Glauben? Weil Esoterik, New Age keine solchen Ansprüche stellen wie der christliche und speziell katholische Glaube.

Welche Konsequenz ziehst Du aus dieser Deiner Feststellung?

Die Konsequenz ist, das Evangelium nicht um seine Kraft zu bringen. Die Unglaubwürdigkeit liegt nicht nur bei bei einzelnen Personen sondern auch darin, die Lehre (den katholischen Glauben) verkürzt zu verkünden.
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Der Thread liest sich so, als ob es für euch selbstverständlich wäre, dass die große Mehrheit der Menschen "eigentlich" ganz dringend der katholischen Religion bedarf und nur durch irgendwelche dummen Zufälle und Umstände von ihr abgehalten wird. Vielleicht ist das ja gar nicht so. Ich habe eher den Eindruck, dass ist es nicht ganz einfach ist, als Nichteingeweihter etwas vom Katholizismus für sein tägliches Leben nutzbar zu machen. Aus welchem Grund soll man sich dieser Mühe unterziehen, wenn es auch andere, einfacher zugängliche Möglichkeiten gibt?
Wer an die göttliche Wirklichkeit der Sakramente glaubt - wird den katholischen Glauben nicht als Sekundärheilmaßnahme sehen. bearbeitet von Mariamante
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Du meinst also: Die Inhalte sind attraktiv - so attraktiv, wie schon immer. Halte ich auch für wahrscheinlich, weil sich die eigentliche Botschaft ja an gleichbleibende Dinge des Menschseins richtet.

 

Allerdings geht es dabei weniger um eine Attraktivität der Kirche, als vielmehr des Glaubens. Zur Kirche gehört eben leider auch die von Dir erwähnte Schlammschicht. Und da gebe ich Dir voll und ganz Recht: Da gilt es fleißig zu polieren. Man kommt manchmal gar nicht mehr hinterher.

 

Viele Menschen sehen heute - und das widerspricht eben der Attraktivität - nur noch die schlammverkrusteten Teile und fragen: "Was soll daran denn attraktiv sein?" Und gewissermaßen haben sie völlig Recht: Was soll an Schlamm und Schmutz schon attraktiv sein? Im Gegenteil: Das ist widerwärtig und abstoßend.

Und das liegt manchmal an der Presse, die manche Schlammklumpen freudig hin- und herverdaut. Primär liegt es allerdings am Schlamm. Und das ist dann unser Problem, und nicht ein allgemeingesellschaftliches oder ein Medienproblem.

 

Neben dem Wegpolieren des Schlamms müsste es noch was anderes geben. Wer poliert, ist ja immer noch mit dem Schlamm beschäftigt. Eine Demonstratio des Guten, und zwar des konkret gelebten Guten. Eine Demonstratio der Hoffnung. Eine Demonstratio gelebten Glaubens, der Menschen aufbaut.

 

Lieber Mecky

 

 

Ich bin ganz begeistert von deinem Posting, das ich hätte so nicht in Worte fassen können. Doch genau das ist der Punkt.

Die meisten Menschen sind erstmal auf das Negative fixiert. Negative Schlagzeilen liefert die kath. Kirche nun wirklich genug. Und wer will kann sich daraus ein Hobby machen. Jeden Tag eine Nagativ- Schlagzeile aus der Presse, da ist man fast immer fündig.

 

Persönlich beteilige ich mich äusserst selten an dieser Presse. Mein Glaube baut auf die guten Ereignisse, Begebenheiten, Menschen, die mir in meinem Alltag, und vor allem in meiner Gemeinde begegnen. In der Begegnung mit wirklich katholischen Christen, die nicht nur ihren Glauben im Stillen leben, sondern an Mitmenschen, in ihren Gemeinden, und auch ausserhalb, in ihrem Handeln leben. Davon lebe ich als Mitglied, und davon kann ich als Mitglied auch einen Menge weitergeben. B)

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Der Thread liest sich so, als ob es für euch selbstverständlich wäre, dass die große Mehrheit der Menschen "eigentlich" ganz dringend der katholischen Religion bedarf und nur durch irgendwelche dummen Zufälle und Umstände von ihr abgehalten wird. Vielleicht ist das ja gar nicht so. Ich habe eher den Eindruck, dass ist es nicht ganz einfach ist, als Nichteingeweihter etwas vom Katholizismus für sein tägliches Leben nutzbar zu machen. Aus welchem Grund soll man sich dieser Mühe unterziehen, wenn es auch andere, einfacher zugängliche Möglichkeiten gibt?
Wer an die göttliche Wirklichkeit der Sakramente glaubt - wird den katholischen Glauben nicht als Sekundärheilmaßnahme sehen.

Ich meinte ja auch eher die, die sich nicht für Sakramente interessieren.

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Der Thread liest sich so, als ob es für euch selbstverständlich wäre, dass die große Mehrheit der Menschen "eigentlich" ganz dringend der katholischen Religion bedarf und nur durch irgendwelche dummen Zufälle und Umstände von ihr abgehalten wird. Vielleicht ist das ja gar nicht so. Ich habe eher den Eindruck, dass ist es nicht ganz einfach ist, als Nichteingeweihter etwas vom Katholizismus für sein tägliches Leben nutzbar zu machen. Aus welchem Grund soll man sich dieser Mühe unterziehen, wenn es auch andere, einfacher zugängliche Möglichkeiten gibt?
Wer an die göttliche Wirklichkeit der Sakramente glaubt - wird den katholischen Glauben nicht als Sekundärheilmaßnahme sehen.

Ich meinte ja auch eher die, die sich nicht für Sakramente interessieren.

Wenn die Menschen wüßten, was die Sakramente sind, würden sie sich wohl interesseren. Wenn schon irdisches Gold für die meisten Menschen wertvoll erscheint- umso mehr geistiges.

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Wenn die Menschen wüßten, was die Sakramente sind, würden sie sich wohl interesseren. Wenn schon irdisches Gold für die meisten Menschen wertvoll erscheint- umso mehr geistiges.

Das habe ich ja schon in meinem vorherigen Posting anklingen lassen. Aus einem unerfindlichen Grund halten viele Christen es für selbstverständlich, dass man sich für ihre Religion interessiert sobald sie einem nur richtig nahegebracht wird. Ich bin mir nicht so sicher dass das wirklich so ist.

bearbeitet von Squire
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Warum kommt die Esoterik und New- Age bei vielen besser an als der christliche Glauben? Weil Esoterik, New Age keine solchen Ansprüche stellen wie der christliche und speziell katholische Glaube.

Welche Konsequenz ziehst Du aus dieser Deiner Feststellung?

Die Konsequenz ist, das Evangelium nicht um seine Kraft zu bringen. Die Unglaubwürdigkeit liegt nicht nur bei bei einzelnen Personen sondern auch darin, die Lehre (den katholischen Glauben) verkürzt zu verkünden.

Es ist also eine Verkürzung, wenn der katholische Glaube so dargestellt wird, als ob er größere Ansprüche stelle als Esoterik und New Age?

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