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Was bedeutet *altkatholisch*?


Guest Claudia
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Guest Claudia

Hallo zusammen,

 

in einem älteren Thread steiß ich auf folgenden Satz von Cano:

 

>ich bekomme heute Besuch von einer Bekannten, die altkatholisch geworden ist (war vorher katholisch). <

 

Könnt Ihr mit bitte kurz den Unterschied zwischen katholisch und altkatholisch erklären?

 

Danke,

Claudia

 

(Geändert von Claudia um 15:19 - 16.November.2002)

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Guest Claudia

Vielen Dank!

 

Aber eigentlich müßte das doch *neu-katholisch* heißen, denn das hört sich eigentlich relativ fortschrittlich an...

 

Warum das *Alt*?

 

(Düsseldorfer übersehen diese Frage bitte).

 

Viele Grüße,

Claudia

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Zitat von Claudia am 15:25 - 16.November.2002

Vielen Dank!

 

Aber eigentlich müßte das doch *neu-katholisch* heißen, denn das hört sich eigentlich relativ fortschrittlich an...

 

Warum das *Alt*?

 

(Düsseldorfer übersehen diese Frage bitte).

 

Viele Grüße,

Claudia

 

http://www.alt-katholisch.de/utrunion/utrerkl.htm

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>> Warum das *Alt*? << (Claudia)

 

*Alt*, weil sie eine katholische Neuerung nicht mittragen wollten: das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes.

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Hallo Claudia,

 

die alt-katholiken sind die,

die nach dem 1 Vatikanum,

wo das Dogma der Unfehlbarkeit (Stichwort:ex cathedra) verkündet wurde, am (alt-römisch)-katholischen Glauben festhalten wollten .

 

gruss

peter

 

 

Aufgrund der Vorgänge beim V1 entstand so wiedermal ein neuer Ast am Baum, der gepflanzt wurde von Jesus Christus.

 

(Geändert von pmn um 15:36 - 16.November.2002)

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Zitat von Claudia am 15:36 - 16.November.2002

Kann man hier eine Annäherung an die evangelische Kirche sehen?


 

Nein.

 

Die Protestanten haben sich aus gutem(?) Grund gut 400 Jahre früher abgespalten.

Die evangelische Kirche wurde daher beim V1 nicht gefragt. Warum auch? ;-))

 

(Geändert von pmn um 15:41 - 16.November.2002)

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Zitat von Juergen am 15:42 - 16.November.2002

Ich glaube, es war Erzbischof Dyba, der mal sagte: die Altkatholiken, sind weder alt noch katholisch.

 

Tja Jürgen,

 

die Erz-Alt-Katholiken haben sich halt nach V1 weiterentwickelt.

Das Zitat, darauf hingewiesen von Dir, sagte Erzbischof Dyba vermutlich 100 Jahre nach V1.

 

gruss

peter

 

 

PS:

Tjja, das uralte Problem: wenn erstmal die Sache zerbrochen ist, wer kann sie heilen?

Bruchkanten zu schärfen ist so einfach...

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Claudia,

 

die Düsseldorfer überhören das. Wir sind allerdings vor allem eines nicht: Kölschkatholisch.

 

(Das wäre analog zum Getränk ein ziemlich fader Glaube.)

 

(Geändert von Echo Romeo um 16:27 - 16.November.2002)

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die alt-katholiken sind die ..., wo ... am (alt-römisch)-katholischen Glauben festhalten wollten.

Nein, sondern die, wo meinten, ihre Auffassung entspreche der alten, katholischen Tradition und sich darum von der katholischen Kirche getrennt haben.
Aufgrund der Vorgänge beim V1 entstand so wiedermal ein neuer Ast am Baum, der gepflanzt wurde von Jesus Christus.

Nein, sondern es brach umgekehr ein Ast ab.
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Zitat von Claudia am 15:36 - 16.November.2002

Kann man hier eine Annäherung an die evangelische Kirche sehen?

Ja. Protestantische Tendenzen gab es schon am Beginn. Sie haben nach und nach zugenommen, in letzter Zeit sehr stark.

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Übrigens gibt es auch in den USA sowas wie eine alt-katholische Kirche (die heißt da anders), die aber mit den hiesigen die volle Gemeinschaft nicht mehr hat, seitdem hier Frauen zu kath. Priestern geweiht werden...

 

Macht "jeder sein Ding", so ist's eben nix mit  Einheit...

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Guest Corinna


Zitat von Juergen am 15:42 - 16.November.2002

Ich glaube, es war Erzbischof Dyba, der mal sagte: die Altkatholiken, sind weder alt noch katholisch.


 

Er hatte, ohne es zu wissen oder gar zu beabsichtigen, damit recht, dass die Altkatholiken nicht "alt" im Sinne von gebrechlich sind. Darauf, dass Dyba ihnen das katholischsein absprechen wollte, gebe ich nicht viel. Schließlich war es 1871 Jahre lang möglich, auch ohne ein Unfehlbarkeitsdogma katholisch zu sein. Ausserdem wird, zumindest bei uns, die Priesterweihe gegenseitig anerkannt. Und wenn Du Dich, ohne es zu wissen, in einen altkatholischen Gottesdienst verirren würdest (in Konstanz steht die altkatholische Kirche ganz nah bei einer katholischen) geraten würdest, könnte es sein, dass Du es nicht einmal merkst sondern sogar ausgesprochen wohlfühlst.

 

 

 

(Geändert von Corinna um 12:11 - 18.November.2002)

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Zitat von helmut am 13:34 - 18.November.2002

auch wenn da eine priesterin am altar steht?

 

wurde dich das wirklich stören,

oder würde etwa die Priesterin dich von der Zusage Gottes an uns Menschen entfernen,

 

wäre das Brot und das Wasser des Lebens, was dir Jesus reicht, dadurch ungültig?

 

würdest du es ablehen, nur weil der oder die überbringerin unrein in deinen vorstellungen oder erwartungen ist?

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Guest Corinna


Zitat von helmut am 13:34 - 18.November.2002

auch wenn da eine priesterin am altar steht?


 

Na ja, die "Gefahr" ist ziemlich gering. MICH würde es übrigens nicht stören. Die Weihe der ersten Priesterinnen in eben besagter Kirche in Konstanz hat mich SEHR angerührt (ich durfte nämlich dabei sein).

 

Anmerkung: Die altkatholische Kirche hat in Süddeutschland ein paar größere Gemeinden. Kontakte ergeben sich deswegen, auch ohne dass man sie suchen muss. Und so weit ich weiss, handelte es sich bei den damals geweihten Priesterinnen allesamt um Konvertitinnen aus der katholischen Kirche. Bei einer weiss ich's genau: Sie stammt aus unserer Nachbarschaft.

 

 

 

(Geändert von Corinna um 14:07 - 18.November.2002)

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Zitat von Ralf am 8:57 - 17.November.2002

 

Macht "jeder sein Ding", so ist's eben nix mit  Einheit...


 

Wenn jedem sein Ding verboten wird, ist das Ergebnis eine starre, unbewegliche, diktatorische Einheit.

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wir haben erst seit ca. 100 jahren das frauenstudium, seit ca. 80 jahren das frauenwahlrecht.

dann sollte etwas geduld auch das frauenpriestertum in der r.-k. kirche bringen.

 

ich habe kein problem mit dem frauenpriestertum.

die begründungen dagegen sind lächerlich soweit sie das männliche jesu heranziehen und sowas von patriarcharlisch wenn sie vom männeruberschuss in jesu gefolgschaft berichten.

 

helmut

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Guest Corinna


Zitat von Torsten am 14:13 - 18.November.2002

Corinna ist Altkatholisch

 

Ich hab doch die ganze Zeit gemerkt, dass bei ihr was nicht stimmt.


 

Corinna ist NICHT altkatholisch.

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Zitat von Corinna am 15:10 - 18.November.2002


Zitat von Torsten am 14:13 - 18.November.2002

Corinna ist Altkatholisch

 

Ich hab doch die ganze Zeit gemerkt, dass bei ihr was nicht stimmt.


 

Corinna ist NICHT altkatholisch.

 

Im Geiste bist Du es. Du findest ihre Ideen attraktiv.

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Guest Corinna

Aus dem schon andernorts zitierten "Neuen Theologischen Wörterbuch" (H. Vorgrimler):

 

"Nachdem die theol. Einwände gegen eine F. (Frauenordination) Zug um Zug widerlegt waren, verblieb als Begründung der negativen Stellungnahmen der Päpste Paul VI. († 1978) von 1976 u. Johannes Paul II. von 1994 sachlich nur noch der Hinweis auf die Tradition (Jesus habe nur Männer zu Aposteln berufen usw.), so daß »die Kirche« sich nicht bevollmächtigt sehe, Frauen zum geweihten Amt zuzulassen. Das 1983 neu vorgelegte Kirchenrecht schließt daher kategorisch Frauen vom Empfang des Weihesakraments u. von allen damit verbundenen Diensten aus. Es weist aber auf eine Fülle von Aufgaben hin, die von Frauen in der Liturgie, in der pastoralen Praxis u. in der kirchlichen Verwaltung übernommen werden können. Vor allem in Deutschland, den USA u. in der Dritten Welt kommen Möglichkeiten der Arbeit in der theol. Wissenschaft, auch in der Priesterausbildung, hinzu. Sie tragen dazu bei, die völlig einseitig patriarchalische Prägung der Kirchen- u. Gemeindeleitung allmählich abzubauen.

 

Die negativen Entscheidungen der Kirchenleitung stellen zwar nur disziplinarische Anweisungen dar, die prinzipiell reformabel sind. Sie wurden aber mit Qualifikationen versehen, die eine Änderung in absehbarer Zeit als höchst unwahrscheinlich erscheinen lassen: Sie seien »authentisch«, »unwiderruflich«, »definitiv anzunehmen« (ein Diskussionsverbot). Ernstzunehmen ist die ökumenische Rücksichtnahme, vor allem im Hinblick auf die Traditionsverbundenheit der orthodoxen Ostkirchen. Offen bleibt nach wie vor die Möglichkeit, daß auch in der röm.-kath. Kirche erkannt wird, welche Kreativität im Hinblick auf die Ausbildung neuer, auch frauenspezifischer Ämter u. Dienste ihr vom Geist Gottes her zukommt u. wie flexibel sie in der Erteilung von »Befugnissen« sein kann."

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