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Von welcher Welt sind Christen?


Martin
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13 Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.

 

14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.

 

15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.

 

16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.

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13 Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.

 

14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.

 

15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.

 

16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.

Von welcher Welt Christen sind weiss ich nicht.

Mir scheint erstmal auch wichtiger zu sein das sie in de rwelt sind mit beiden Beiden im hier und jetzt stehen. Sonst kommt soetwas raus wie die Kollegen von der Pius-Bruderschaft oder den Freikirchen und beide werden nicht sonderlich ernst genommen

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13 Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.

 

14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.

 

15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.

 

16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.

Von welcher Welt Christen sind weiss ich nicht.

Mir scheint erstmal auch wichtiger zu sein das sie in de rwelt sind mit beiden Beiden im hier und jetzt stehen. Sonst kommt soetwas raus wie die Kollegen von der Pius-Bruderschaft oder den Freikirchen und beide werden nicht sonderlich ernst genommen

 

Von Jesus wird berichtet, dass er gesagt hat: "Sie sind nicht von der Welt".

Kann man Christ sein, wenn man "von der Welt" vollkommen ernst genommen wird?

Oder bedeutet Christ sein, anders zu sein als "die Welt", so dass es keine Deckungsgleichheit gibt?

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wolfgang E.
13 Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.

 

14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.

 

15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.

 

16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.

Von welcher Welt Christen sind weiss ich nicht.

Mir scheint erstmal auch wichtiger zu sein das sie in de rwelt sind mit beiden Beiden im hier und jetzt stehen. Sonst kommt soetwas raus wie die Kollegen von der Pius-Bruderschaft oder den Freikirchen und beide werden nicht sonderlich ernst genommen

 

Von Jesus wird berichtet, dass er gesagt hat: "Sie sind nicht von der Welt".

Kann man Christ sein, wenn man "von der Welt" vollkommen ernst genommen wird?

Oder bedeutet Christ sein, anders zu sein als "die Welt", so dass es keine Deckungsgleichheit gibt?

 

 

Mir klingt das zu sehr nach Gnosis - "böse Welt" böser Leib usw.

 

Dagegen lesen wir in Gen 1, 31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.

 

Die Inkarnation Gottes in Jesus Christus ist doch per se schon eine Identifikation mit dieser Welt.....

 

Zudem war Jesus kein weltabgewandter Asket sondern hat durch viele seiner Handlungen durchaus bewiesen dass er den Menschen das Heil in ihrer Welt bringen will.....

 

Ich will, dass sie das Leben in Fülle haben........

Er hat bei der Hochzeit von Kanaa den Mensch zu recht weltlichen Genüssen verholfen.....

Er hat mit den Sündern, den Zöllnern und den Huren gegessen und getrunken......

Und in der Weltgerichtsrede von Mt 25 wird von den Menschen nicht erwartet, dass sei ein Leben als weltabgewandste Eremiten führen sondern dass sie durch posites Handeln Zeichen setzen in dieser Welt......

 

Kann man Christ sein, wenn man "von der Welt" vollkommen ernst genommen wird?

 

M.E. kann man am besten so Christ sein..........für mich bedeutet Christ sein nicht in in Weltabgeschiedenheit für die eigene Seligkeit zu sorgen, sondern in der Welt stehend für andere da sein....

 

Ich halte den hl. Franziskus der in der Welt sich den Armen zugewendet hat für ein besseres Vorbild als irgendwelche Wüstenväter oder Säulenheiligen, die sich aus dieser Welt zu stehlen versuchten.

Edited by wolfgang E.
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13 Aber jetzt gehe ich zu dir. Doch dies rede ich noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.

 

14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.

 

15 Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.

 

16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.

Von welcher Welt Christen sind weiss ich nicht.

Mir scheint erstmal auch wichtiger zu sein das sie in de rwelt sind mit beiden Beiden im hier und jetzt stehen. Sonst kommt soetwas raus wie die Kollegen von der Pius-Bruderschaft oder den Freikirchen und beide werden nicht sonderlich ernst genommen

 

Von Jesus wird berichtet, dass er gesagt hat: "Sie sind nicht von der Welt".

Kann man Christ sein, wenn man "von der Welt" vollkommen ernst genommen wird?

Oder bedeutet Christ sein, anders zu sein als "die Welt", so dass es keine Deckungsgleichheit gibt?

Gegenfrage: Was bringt es Christ zu sein wenn ich nicht insofern ernst genommen werde, als das man mir zuhört?

Wenn es stimmt, das Christ-Sein heisst die Botschaft Jesu in woret und tat in die Welt zu tragen, so bleibt es doch fruchtlos wenn die welt nicht hinhört oder hinsieht, oder?

 

Klar, ich kann die Bergpredigt (um nur ein Beispiel zu nennen) lesen, und mich in meinem handeln von ihr leiten lassen ohen das es diue Welt interessiert. Aber reicht das?

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Bei Johannes hat man immer diesesn Antognismus zwischen Welt als unheiligem Ort und der Gemeinde Jdesu als Ort des heils.

 

Programmatisch ist hier der Prolog: Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Die Gemeinde des Johannes versteht sich als keline Gemeinschaft in einer feindlichen Umwelt. Und wenn man die Johannesbriefe liest, dann empfindet man die Bedrohung nicht nur von außen sondern auch von innen her.So wird ja auch Judas als der Prototyp des abgefallenen Jüngers beschrieben.

 

Die Johanneische Gemeinde hat auf der einen Seite einen sehr spannenden Ansatz des Chrsitentums. Danach beruht die traditionsbildung auf dem Zeugnis und nicht auf den institutionalisierten Ämtern, wie in den Gemeinden, die Träger der anderen Evangelien sind. Erst spät kann man sich mit einem Petrus als Leiter der Christen anfreunden. Allerdings ist das Zeugnis keine ausreichende Struktur, um ein dauerhaftes Bestehn der johanneischen Gemeinde zu erreichen. Und so arbeitet man mit Immuniserungsstrategien: hier mit der Verteufelung der Welt, deren Einfluss schon fast zwangsläufig als zerstörerische empfunden werden musste, da neue Ideen die Identitätsstiftung des Zeugnisses aufweichten.

 

Ich denke, dass das Gegenüber zwischen Welt und Glauben bei Johannes aus der Historie zwar verständlich, aber viel zu exttem gedacht ist. So kann ein dauerhaftes Christentum, zumal ausgestattet mit einer missionarischen Sendung, nicht funktionieren. natürlich ist Johannes damit für all die Attraktiv, die eine Abschottung von Kirche gegenüber der Welt wünschen. Aber insgesamt zeigt das Schicksal der Johanneischen Gemeinde sehr deutlich, dass man dann ziemlich bald bedeutungslos und letztendlich auch tot ist.

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Ich kann all die Beiträge nachvollziehen, doch bei mir hat das etwas ganz anderes ausgelöst. Es geht mir nicht um die Abschlottung und den Rückzug von der Welt, sondern um den Gedanken, dass jemand, der Christ ist, unter Umständen nicht kompatibel mit den Lebensentwürfen der Nicht-Christen sein könnte. Schon in anderen Gesprächen tauchte auf, dass Christen heutzutage nicht wirklich angefeindet werden, dass man sie aber - sofern sie ihren Glauben tatsächlich leben - als weltfremde Spinner ansehen könnte. Auch und gerade Franziskus konnte davon sicherlich ein Lied singen.

 

Ist ein Christ, der diesen Reflex nicht hervorruft, schon zu angepasst?

Muss ein Christ damit rechnen, dass er ab einer gewissen christlichen Ernsthaftigkeit im Lebensvollzug spürbaren Gegenwind hervorruft?

 

Tja, und auf der anderen Seite gibt es wohl die Christen, die genau damit kokettieren, diesen Gegenwind bewußt provozieren, und sich dann - je heftiger der Widerspruch - um so heiliger vorkommen. Und diese Variante geht es mir nicht.

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Martin:

Schon in anderen Gesprächen tauchte auf, dass Christen heutzutage nicht wirklich angefeindet werden, dass man sie aber - sofern sie ihren Glauben tatsächlich leben - als weltfremde Spinner ansehen könnte.

 

Jemanden als Spinner zu bezeichnen ist also keine Anfeindung?

 

Ist ein Christ, der diesen Reflex nicht hervorruft, schon zu angepasst?

 

Ein Christ der unförmig in der Masse verschwindet, ist nicht im Sinne des Stifters der Kirche. Siehe Stadt auf dem Berg und Licht auf den Schemel.

 

Muss ein Christ damit rechnen, dass er ab einer gewissen christlichen Ernsthaftigkeit im Lebensvollzug spürbaren Gegenwind hervorruft?

 

Natürlich muss er damit rechnen. Haben sie mich verfolgt so werden sie auch euch verfolgen.

 

Tja, und auf der anderen Seite gibt es wohl die Christen, die genau damit kokettieren, diesen Gegenwind bewußt provozieren, und sich dann - je heftiger der Widerspruch - um so heiliger vorkommen. Und diese Variante geht es mir nicht.

 

Nun, eine Provokation ist immer noch besser als gar keine Reaktion. Ob jemand heilig ist oder nicht entscheidet nur Gott in seiner Kirche. Ich denke nicht dass, z.B. ein Maximilian Kolbe mit irgendetwas kokettiert hat, oder aus Eitelkeit freiwillig in den Hungerbunker gegangen ist.

 

MfG

Stanley

Edited by Stanley
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wolfgang E.
....... Schon in anderen Gesprächen tauchte auf, dass Christen heutzutage nicht wirklich angefeindet werden, dass man sie aber - sofern sie ihren Glauben tatsächlich leben - als weltfremde Spinner ansehen könnte. Auch und gerade Franziskus konnte davon sicherlich ein Lied singen.

 

Ist ein Christ, der diesen Reflex nicht hervorruft, schon zu angepasst?

Muss ein Christ damit rechnen, dass er ab einer gewissen christlichen Ernsthaftigkeit im Lebensvollzug spürbaren Gegenwind hervorruft?

 

Tja, und auf der anderen Seite gibt es wohl die Christen, die genau damit kokettieren, diesen Gegenwind bewußt provozieren, und sich dann - je heftiger der Widerspruch - um so heiliger vorkommen. Und diese Variante geht es mir nicht.

 

Hallo Martin,

 

ich halte diese "weltfremde Spinner" Attitüde für überholt ...........Ausdruck eines Komplexes von Menschen die nicht ausreichend selbstbewußt sind, um ihr partielle Unangepasstheit frei zu leben.

 

Wenn man heute als Christ scheel angeschaut, dann nicht wegen des sonntäglichen Kirchgangs oder wegen eines Kreuzzeichens vor dem Essen auch im Restaurant, sondern am ehesten noch wegen des Einsatzes für Randgruppen wie Asylanten und Arbeitslose.

Wenn man da vom Mainstream abweichende Meinungen vertritt und nicht in den Chor "böse Wirtschaftsgflüchtlinge und soziale Hängematte" einstimmt sondern Solidarität einfordert dann kann man schon noch massive Ablehnung erleben...............

Eine solche Ablehnung reibt sich aber nicht am Christlichen sondern sie wird von allen Menschen mit sozialer Gesinnung schnell erfahren (z.B. auch "Grüne")

Edited by wolfgang E.
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wolfgang E.
Martin:
Schon in anderen Gesprächen tauchte auf, dass Christen heutzutage nicht wirklich angefeindet werden, dass man sie aber - sofern sie ihren Glauben tatsächlich leben - als weltfremde Spinner ansehen könnte.

 

Jemanden als Spinner zu bezeichnen ist also keine Anfeindung?

 

Ist ein Christ, der diesen Reflex nicht hervorruft, schon zu angepasst?

 

Ein Christ der unförmig in der Masse verschwindet, ist nicht im Sinne des Stifters der Kirche. Siehe Stadt auf dem Berg und Licht auf den Schemel.

 

Muss ein Christ damit rechnen, dass er ab einer gewissen christlichen Ernsthaftigkeit im Lebensvollzug spürbaren Gegenwind hervorruft?

 

Natürlich muss er damit rechnen. Haben sie mich verfolgt so werden sie auch euch verfolgen.

 

Tja, und auf der anderen Seite gibt es wohl die Christen, die genau damit kokettieren, diesen Gegenwind bewußt provozieren, und sich dann - je heftiger der Widerspruch - um so heiliger vorkommen. Und diese Variante geht es mir nicht.

 

Nun, eine Provokation ist immer noch besser als gar keine Reaktion. Ob jemand heilig ist oder nicht entscheidet nur Gott in seiner Kirche. Ich denke nicht dass, z.B. ein Maximilian Kolbe mit irgendetwas kokettiert hat, oder aus Eitelkeit freiwillig in den Hungerbunker gegangen ist.

 

MfG

Stanley

Das Gesudere eines verhinderten "Möchtegernmartyrers" in seiner ganzen Lächerlichkeit :angry2:

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Ich kann all die Beiträge nachvollziehen, doch bei mir hat das etwas ganz anderes ausgelöst. Es geht mir nicht um die Abschlottung und den Rückzug von der Welt, sondern um den Gedanken, dass jemand, der Christ ist, unter Umständen nicht kompatibel mit den Lebensentwürfen der Nicht-Christen sein könnte. Schon in anderen Gesprächen tauchte auf, dass Christen heutzutage nicht wirklich angefeindet werden, dass man sie aber - sofern sie ihren Glauben tatsächlich leben - als weltfremde Spinner ansehen könnte. Auch und gerade Franziskus konnte davon sicherlich ein Lied singen.

 

Ist ein Christ, der diesen Reflex nicht hervorruft, schon zu angepasst?

Muss ein Christ damit rechnen, dass er ab einer gewissen christlichen Ernsthaftigkeit im Lebensvollzug spürbaren Gegenwind hervorruft?

 

Tja, und auf der anderen Seite gibt es wohl die Christen, die genau damit kokettieren, diesen Gegenwind bewußt provozieren, und sich dann - je heftiger der Widerspruch - um so heiliger vorkommen. Und diese Variante geht es mir nicht.

 

In den 60er -70er Jahren war Louis Evely, ein belgischer Priester, der aber '69 auf seinen Wunsch hin laisiert wurde, Bestsellerautor und ich habe nie einen Konservatismusvorwurf über ihn gehört. Der einzige Satz, der mir aus all den Büchern die ich von ihm las, in Erinnerung blieb, ist der: Ein Christ, der keinen Widerspruch auslöst, dem alle zustimmend auf die Schulter klopfen, muss sein Christsein revidieren. Damit meinte er nicht innerkirchliche konservativ Vs. neuerungs Streitigkeiten, sonder die Haltung in 'der Welt'.

Eigentlich habe ich schon im Reliunterricht ein Erklärung zu dieser Johannesstelle bekommen. Christus hat sich ja in dieser Welt, die sowohl die Schöpfung, als auch die nach 'Befreiung lechzende Kreatur' impliziert inkarniert. Er ist 'hinabgestiegen in das Reich des Todes', es gibt nichts Verdorbenes, Verwestes - und damit ist nicht nur die Materie gemeint - was er nicht umfasst hätte. Aber er ist 'aufgefahren in den Himmel', mit seinem Leib, und hat damit den unaufhaltsamen Beginn einer totalen Erneuerung ins Rollen gebracht. Wenn Johannes von 'Welt spricht´meint er alles, was noch nicht erneuert ist, oder was sich dieser Erneuerung entgegenstemmt. Johannes wollt nicht alle christen als Wüstenväter sehen, obwohl auch dieses spezielle Charisma seinen legitimen Platz unter den vielen anderen hat.

Als Beispiel für 'von dieser Welt' und 'nicht von dieser Welt' fällt mir die Fürbitte Christi für seine Folterknechte ein. Jesus bittet für die, ihm seine physische Integrität, seine Menschenwürde, alles raubten. Und er bittet seinen Vater dass er das verzeihe. Nicht als letzten zu erfüllenden Punkt auf dem Programm, sondern nur aus seiner verrückten, nicht 'von dieser Welt' stammenden Liebe. Dazu will Johannes seine Jünger ermuntern: nicht von 'dieser Welt' zu sein und dem natürlichen, menschlichen Instinkt folgen Gleiches mit Gleichem (oder noch Härteren) zu vergelten, sondern Jesus Christus zu bitten, dass er sie mit dieser, seiner Liebe erfüllt. Damit wird Heil, meine natürlich rachesüchtige Psyche dient weder meiner Gesundheit, noch vermehrt sie den Frieden.

Sicher kann man auch versuchen einen inneren Gewaltakt zu setzen und sich dann womöglich noch besser vorkommen als die, die das nicht schaffen oder wollen. Aber das ist Eigenliebe und ganz 'von dieser Welt'.

Was passiert heute einem Ehepaar, dass ein Kind zur Welt bringen möchte, dem im Mutterleib eine Behinderung diagnostiziert wird? Dass sie als Spinner bezeichnet werden ist noch das Wenigere. Sie bekommem sicher (momentan noch nur) Vorwürfe zu hören, dass sie zuviele Steuergelder verbrauchen und der Gesellschaft schaden. Wie lange noch darf sich medizinisches Personal und Kliniken weigern, aus Gewissengründen sich nicht an Abtreibungen zu beteiligen, ohne den Arbeitsplatz zu verlieren? Eine kleinere Sache, aber bezeichnend: schon vor einigen Jahren wies das IKRK seine Mitarbeiter an, die Weihnachtsgrüsse ohne Hinweis auf die Geburt Christi zu versenden. Und das Umfunktionieren von Weihnachten in 'Winterfest' liegt auf der gleichen Linie.

Eine Lesung aus dem 'Brief an Diognet' beschreibt in altertümlicher Sprache 'von dieser Welt' und 'nicht von dieser Welt.

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Martin:
Schon in anderen Gesprächen tauchte auf, dass Christen heutzutage nicht wirklich angefeindet werden, dass man sie aber - sofern sie ihren Glauben tatsächlich leben - als weltfremde Spinner ansehen könnte.

 

Jemanden als Spinner zu bezeichnen ist also keine Anfeindung?

 

Ist ein Christ, der diesen Reflex nicht hervorruft, schon zu angepasst?

 

Ein Christ der unförmig in der Masse verschwindet, ist nicht im Sinne des Stifters der Kirche. Siehe Stadt auf dem Berg und Licht auf den Schemel.

 

Muss ein Christ damit rechnen, dass er ab einer gewissen christlichen Ernsthaftigkeit im Lebensvollzug spürbaren Gegenwind hervorruft?

 

Natürlich muss er damit rechnen. Haben sie mich verfolgt so werden sie auch euch verfolgen.

 

Tja, und auf der anderen Seite gibt es wohl die Christen, die genau damit kokettieren, diesen Gegenwind bewußt provozieren, und sich dann - je heftiger der Widerspruch - um so heiliger vorkommen. Und diese Variante geht es mir nicht.

 

Nun, eine Provokation ist immer noch besser als gar keine Reaktion. Ob jemand heilig ist oder nicht entscheidet nur Gott in seiner Kirche. Ich denke nicht dass, z.B. ein Maximilian Kolbe mit irgendetwas kokettiert hat, oder aus Eitelkeit freiwillig in den Hungerbunker gegangen ist.

 

MfG

Stanley

 

 

Von Maximilian Kolbe war auch nicht die Rede ...

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Mantelteiler
Was bringt es Christ zu sein wenn ich nicht insofern ernst genommen werde, als das man mir zuhört?

Wenn es stimmt, das Christ-Sein heisst die Botschaft Jesu in woret und tat in die Welt zu tragen, so bleibt es doch fruchtlos wenn die welt nicht hinhört oder hinsieht, oder?

 

Klar, ich kann die Bergpredigt (um nur ein Beispiel zu nennen) lesen, und mich in meinem handeln von ihr leiten lassen ohen das es diue Welt interessiert. Aber reicht das?

Hallo Frank, das ist so ähnlich wie im Missions-Thread.

Lies dir mal Mk 4, 26-29 durch: Das geht "automatisch"... :angry2:

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IKRK

???

Hab eben auch nachgeschaut :angry2:

Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

Ach so.

Und das ist jetzt verwunderlich, dass sie den direkten Bezug auf Jesus Christus vermeiden?

*grübel*

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Was passiert heute einem Ehepaar, dass ein Kind zur Welt bringen möchte, dem im Mutterleib eine Behinderung diagnostiziert wird? Dass sie als Spinner bezeichnet werden ist noch das Wenigere. Sie bekommem sicher (momentan noch nur) Vorwürfe zu hören, dass sie zuviele Steuergelder verbrauchen und der Gesellschaft schaden.

 

In der Absolutheit ist das Unfug. Natürlich kann es auch solche Reaktionen geben, aber als Normalfall?

Ich habe gerade erst eine Schwangerschaft hinter mich gebracht. Daher weiss ich, dass sehr viele in ihrem Verlauf die Verdachtsdiagnose "Trisomie 21" bekommen, weil irgendwelche Softmarker auffällig sind. Auf meinem Zimmer waren insgesamt 3 Frauen und jede - mich inklusive - hat bei den Untersuchungen zu hören bekommen, dass es Hinweise auf das Down Syndrom gibt. Ich habe anschliessend keine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen (und meine "Krankenhaus-Mitbewohnerinnen" auch nicht). Niemand hat mich dazu gedrängt. Im Gegenteil. Alle (v.a. die Aerzte) rieten mir davon ab, diese Untersuchungen machen zu lassen. Meine Kleine (wie auch die beiden anderen Babys) haben kein Down Syndrom, dagegen ein Baby aus dem Nachbarzimmer. Die Eltern wussen davon vor der Geburt und haben dieses Kind bewusst so angenommen wie es ist. Ein trauriger Anblick. Das kleine Mädchen lag nur so da. Ganz schlaff. Sie schrie nicht, sie wimmerte nicht, sie trank nicht... lag nur da, apathisch... Wir (die anderen Neu-Mamas) haben uns viel darüber unterhalten (und auch mit der Mama des Mädchens gesprochen). Alle waren voller Bewunderung für diese Frau. Zwar sahen sich die meisten nicht dazu in der Lage, es ihr gleich zu tun und hätten sich für eine Abtreibung oder eine Adoption entschieden, aber niemand sprach von den Steuern oder bezeichnete sie als eine "Spinnerin". Auch die Hebammen und Kinderkrankenschwestern haben sich rührend um die Kleine gekümmert und die Mutter mit sehr viel Respekt behandelt. Und nein - es war kein katholisches Krankenhaus, sondern ein ganz "normales", städtisches.

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Was bringt es Christ zu sein wenn ich nicht insofern ernst genommen werde, als das man mir zuhört?

Wenn es stimmt, das Christ-Sein heisst die Botschaft Jesu in woret und tat in die Welt zu tragen, so bleibt es doch fruchtlos wenn die welt nicht hinhört oder hinsieht, oder?

 

Klar, ich kann die Bergpredigt (um nur ein Beispiel zu nennen) lesen, und mich in meinem handeln von ihr leiten lassen ohen das es diue Welt interessiert. Aber reicht das?

Hallo Frank, das ist so ähnlich wie im Missions-Thread.

Lies dir mal Mk 4, 26-29 durch: Das geht "automatisch"... :angry2:

 

Die Schriftlesung hole ich nach, versprochen! :angry2:

Deine Anspielung hab ich im übrigen verstanden, das war aber nicht mein Punkt. Wenn ich mein Handeln von der Bergpredigt leiten lasse (um beim Beispiel zu bleiben), meinetwegen dann auch nach meiner motivation so zu handeln und nicht anders gefragt werde, kann ich so darauf antworten das der Frager sein Interesse behält und mich wenigstens ernstnehmend anhört, ich kann ihn aber auch süsslich-fromm oder (je nach gusto) Hallelujah-stammelnd vollschwallen und mich dann wundern das ich ausgelacht werde.

Ob ich als Christ von dieser Welt oder von eier anderen welt bin ist erstmal unerheblich, ich hab eine Botschaft die Kommuniziert werden will (ob erst durch die Tat und dann durch das Wort oder umgekehrt ist auch wurstegal, et kütt wie et kütt), und das muss ich mit den Mitteln dieser welt tun oder ich lass es.

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Ich kann all die Beiträge nachvollziehen, doch bei mir hat das etwas ganz anderes ausgelöst. Es geht mir nicht um die Abschlottung und den Rückzug von der Welt, sondern um den Gedanken, dass jemand, der Christ ist, unter Umständen nicht kompatibel mit den Lebensentwürfen der Nicht-Christen sein könnte. Schon in anderen Gesprächen tauchte auf, dass Christen heutzutage nicht wirklich angefeindet werden, dass man sie aber - sofern sie ihren Glauben tatsächlich leben - als weltfremde Spinner ansehen könnte. Auch und gerade Franziskus konnte davon sicherlich ein Lied singen.

 

Ist ein Christ, der diesen Reflex nicht hervorruft, schon zu angepasst?

Muss ein Christ damit rechnen, dass er ab einer gewissen christlichen Ernsthaftigkeit im Lebensvollzug spürbaren Gegenwind hervorruft?

 

Tja, und auf der anderen Seite gibt es wohl die Christen, die genau damit kokettieren, diesen Gegenwind bewußt provozieren, und sich dann - je heftiger der Widerspruch - um so heiliger vorkommen. Und diese Variante geht es mir nicht.

Es gibt beides. Meine Beinahe-Schwägerin, (in Dresden aufgewachsen, mit Kirche nix zu tun habend) die schon allein die möglichkeit das es Menschen gibt die an Gott glauben und in die Kirche gehen... wie soll ich es aus drücken... eher belustigend fand. Und da ist meien Kollegi´n, auch aus den neuen ländern stammend, die echtes Interesse zeigt.

 

Es gibt alles zwische Anfeindung und echte Neugier. Dem müssen wir uns stellen. Und dann gibt es noch die banale Lebenswirklichkeit. In der Pfarrei in der ich zur Zeit lebe findet jedes jahr die Osternacht, gemäss der tradition um 05:30Uhr statt. ja, bitteschön es gibt auch Shichtarbeiter diean Ostern arbeiten müssen und nicht alle können sich frei nehmen. Wo tut es da einen Abbruch den Gottesdienst auf eien Schicht-Dienst-freundlichereren Zeitpunkt zu legen?

 

wier gesagt es gibt alles möglich von der Diskriminierung bis zur neugier, leider auch Selbstdiskriminierung. da ann das Klagelied über die pöhse Welt zu singen.... Weis nicht.....

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IKRK

???

Hab eben auch nachgeschaut :angry2:

Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

Ach so.

Und das ist jetzt verwunderlich, dass sie den direkten Bezug auf Jesus Christus vermeiden?

*grübel*

 

Jesus gilt im Islam als der zweitwichtigste Prophet. Da solle Weihnachten kein Problem sein. Karfreitag wird dort ausgespart, aber Weihnachten doch nicht?

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Ich kann all die Beiträge nachvollziehen, doch bei mir hat das etwas ganz anderes ausgelöst. Es geht mir nicht um die Abschlottung und den Rückzug von der Welt, sondern um den Gedanken, dass jemand, der Christ ist, unter Umständen nicht kompatibel mit den Lebensentwürfen der Nicht-Christen sein könnte. Schon in anderen Gesprächen tauchte auf, dass Christen heutzutage nicht wirklich angefeindet werden, dass man sie aber - sofern sie ihren Glauben tatsächlich leben - als weltfremde Spinner ansehen könnte. Auch und gerade Franziskus konnte davon sicherlich ein Lied singen.

 

Ist ein Christ, der diesen Reflex nicht hervorruft, schon zu angepasst?

Muss ein Christ damit rechnen, dass er ab einer gewissen christlichen Ernsthaftigkeit im Lebensvollzug spürbaren Gegenwind hervorruft?

 

Tja, und auf der anderen Seite gibt es wohl die Christen, die genau damit kokettieren, diesen Gegenwind bewußt provozieren, und sich dann - je heftiger der Widerspruch - um so heiliger vorkommen. Und diese Variante geht es mir nicht.

Es gibt beides. Meine Beinahe-Schwägerin, (in Dresden aufgewachsen, mit Kirche nix zu tun habend) die schon allein die möglichkeit das es Menschen gibt die an Gott glauben und in die Kirche gehen... wie soll ich es aus drücken... eher belustigend fand. Und da ist meien Kollegi´n, auch aus den neuen ländern stammend, die echtes Interesse zeigt.

 

Es gibt alles zwische Anfeindung und echte Neugier. Dem müssen wir uns stellen. Und dann gibt es noch die banale Lebenswirklichkeit. In der Pfarrei in der ich zur Zeit lebe findet jedes jahr die Osternacht, gemäss der tradition um 05:30Uhr statt. ja, bitteschön es gibt auch Shichtarbeiter diean Ostern arbeiten müssen und nicht alle können sich frei nehmen. Wo tut es da einen Abbruch den Gottesdienst auf eien Schicht-Dienst-freundlichereren Zeitpunkt zu legen?

 

wier gesagt es gibt alles möglich von der Diskriminierung bis zur neugier, leider auch Selbstdiskriminierung. da ann das Klagelied über die pöhse Welt zu singen.... Weis nicht.....

 

 

Was mag es dann heute und in unserer Gesellschaft bedeuten? Die Welt mit einem anderen Blickwinkel sehen, mit einer zusätzlichen Dimension?

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Ich kann all die Beiträge nachvollziehen, doch bei mir hat das etwas ganz anderes ausgelöst. Es geht mir nicht um die Abschlottung und den Rückzug von der Welt, sondern um den Gedanken, dass jemand, der Christ ist, unter Umständen nicht kompatibel mit den Lebensentwürfen der Nicht-Christen sein könnte. Schon in anderen Gesprächen tauchte auf, dass Christen heutzutage nicht wirklich angefeindet werden, dass man sie aber - sofern sie ihren Glauben tatsächlich leben - als weltfremde Spinner ansehen könnte. Auch und gerade Franziskus konnte davon sicherlich ein Lied singen.

 

Ist ein Christ, der diesen Reflex nicht hervorruft, schon zu angepasst?

Muss ein Christ damit rechnen, dass er ab einer gewissen christlichen Ernsthaftigkeit im Lebensvollzug spürbaren Gegenwind hervorruft?

 

Tja, und auf der anderen Seite gibt es wohl die Christen, die genau damit kokettieren, diesen Gegenwind bewußt provozieren, und sich dann - je heftiger der Widerspruch - um so heiliger vorkommen. Und diese Variante geht es mir nicht.

Es gibt beides. Meine Beinahe-Schwägerin, (in Dresden aufgewachsen, mit Kirche nix zu tun habend) die schon allein die möglichkeit das es Menschen gibt die an Gott glauben und in die Kirche gehen... wie soll ich es aus drücken... eher belustigend fand. Und da ist meien Kollegi´n, auch aus den neuen ländern stammend, die echtes Interesse zeigt.

 

Es gibt alles zwische Anfeindung und echte Neugier. Dem müssen wir uns stellen. Und dann gibt es noch die banale Lebenswirklichkeit. In der Pfarrei in der ich zur Zeit lebe findet jedes jahr die Osternacht, gemäss der tradition um 05:30Uhr statt. ja, bitteschön es gibt auch Shichtarbeiter diean Ostern arbeiten müssen und nicht alle können sich frei nehmen. Wo tut es da einen Abbruch den Gottesdienst auf eien Schicht-Dienst-freundlichereren Zeitpunkt zu legen?

 

wier gesagt es gibt alles möglich von der Diskriminierung bis zur neugier, leider auch Selbstdiskriminierung. da ann das Klagelied über die pöhse Welt zu singen.... Weis nicht.....

 

 

Was mag es dann heute und in unserer Gesellschaft bedeuten? Die Welt mit einem anderen Blickwinkel sehen, mit einer zusätzlichen Dimension?

 

Reicht es nicht erstmal einfach "nur" ethisch zu handeln?

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Ich kann all die Beiträge nachvollziehen, doch bei mir hat das etwas ganz anderes ausgelöst. Es geht mir nicht um die Abschlottung und den Rückzug von der Welt, sondern um den Gedanken, dass jemand, der Christ ist, unter Umständen nicht kompatibel mit den Lebensentwürfen der Nicht-Christen sein könnte. Schon in anderen Gesprächen tauchte auf, dass Christen heutzutage nicht wirklich angefeindet werden, dass man sie aber - sofern sie ihren Glauben tatsächlich leben - als weltfremde Spinner ansehen könnte. Auch und gerade Franziskus konnte davon sicherlich ein Lied singen.

 

Ist ein Christ, der diesen Reflex nicht hervorruft, schon zu angepasst?

Muss ein Christ damit rechnen, dass er ab einer gewissen christlichen Ernsthaftigkeit im Lebensvollzug spürbaren Gegenwind hervorruft?

 

Tja, und auf der anderen Seite gibt es wohl die Christen, die genau damit kokettieren, diesen Gegenwind bewußt provozieren, und sich dann - je heftiger der Widerspruch - um so heiliger vorkommen. Und diese Variante geht es mir nicht.

Es gibt beides. Meine Beinahe-Schwägerin, (in Dresden aufgewachsen, mit Kirche nix zu tun habend) die schon allein die möglichkeit das es Menschen gibt die an Gott glauben und in die Kirche gehen... wie soll ich es aus drücken... eher belustigend fand. Und da ist meien Kollegi´n, auch aus den neuen ländern stammend, die echtes Interesse zeigt.

 

Es gibt alles zwische Anfeindung und echte Neugier. Dem müssen wir uns stellen. Und dann gibt es noch die banale Lebenswirklichkeit. In der Pfarrei in der ich zur Zeit lebe findet jedes jahr die Osternacht, gemäss der tradition um 05:30Uhr statt. ja, bitteschön es gibt auch Shichtarbeiter diean Ostern arbeiten müssen und nicht alle können sich frei nehmen. Wo tut es da einen Abbruch den Gottesdienst auf eien Schicht-Dienst-freundlichereren Zeitpunkt zu legen?

 

wier gesagt es gibt alles möglich von der Diskriminierung bis zur neugier, leider auch Selbstdiskriminierung. da ann das Klagelied über die pöhse Welt zu singen.... Weis nicht.....

 

 

Was mag es dann heute und in unserer Gesellschaft bedeuten? Die Welt mit einem anderen Blickwinkel sehen, mit einer zusätzlichen Dimension?

 

Reicht es nicht erstmal einfach "nur" ethisch zu handeln?

 

Fragt sich, ob der Boden auf Dauer trägt?

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Was passiert heute einem Ehepaar, dass ein Kind zur Welt bringen möchte, dem im Mutterleib eine Behinderung diagnostiziert wird? Dass sie als Spinner bezeichnet werden ist noch das Wenigere. Sie bekommem sicher (momentan noch nur) Vorwürfe zu hören, dass sie zuviele Steuergelder verbrauchen und der Gesellschaft schaden.

 

Meine Kleine (wie auch die beiden anderen Babys) haben kein Down Syndrom, dagegen ein Baby aus dem Nachbarzimmer. Die Eltern wussen davon vor der Geburt und haben dieses Kind bewusst so angenommen wie es ist. Ein trauriger Anblick. Das kleine Mädchen lag nur so da. Ganz schlaff. Sie schrie nicht, sie wimmerte nicht, sie trank nicht... lag nur da, apathisch... Wir (die anderen Neu-Mamas) haben uns viel darüber unterhalten (und auch mit der Mama des Mädchens gesprochen). Alle waren voller Bewunderung für diese Frau. Zwar sahen sich die meisten nicht dazu in der Lage, es ihr gleich zu tun und hätten sich für eine Abtreibung oder eine Adoption entschieden, aber niemand sprach von den Steuern oder bezeichnete sie als eine "Spinnerin". Auch die Hebammen und Kinderkrankenschwestern haben sich rührend um die Kleine gekümmert und die Mutter mit sehr viel Respekt behandelt. Und nein - es war kein katholisches Krankenhaus, sondern ein ganz "normales", städtisches.

Erst mal: Herzlichen Glückwunsch!!!

Auch ich habe einen geistig behinderten Sohn (nicht Down Syndrom) und würde gerne etwas zu: trauriger Anblick........dazuschreiben aber das wäre zusehr OT. Aber Alouette, die Tendenz geht dahin. Lies aufmerksam die Zeitungen (tja, dafür hast Du jetzt wohl keine Zeit, Du hast im wahrsten Sinn des Wortes Besseres zu tun). Vielleicht habe ich da eine besonders empfindliche Antenne dafür. Ich habe das Buch: Schöne neue Welt zuerst in den 80er Jahren gelesen und dann wieder vor ein paar Jahren und ich war verblüfft, wie das, was ich beim ersten Lesen als science fiction wertete, mit gar nicht so kleinen Schritten realisiert wird. Und ich meine jetzt gar nicht sosehr das Klonen sondern die hinter dem ganzen Roman stehende Absicht, dass da jemand eine Vorstellung von glücklicher Gesellschaft hat, die, und da wäre ich wieder IN TOPIC, mit dem chtistlichen Menschen - und Gesellschaftsbild nichts gemein hat.

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"Fragt sich, ob der Boden auf Dauer trägt?"

 

 

Ja klar! Das ist das einzige was trägt. Religiös zu handeln und christlich zu handeln .... das hat für viele aus guten (vor allem auch historischen) Gründen einen schlechten Beigeschmack. Ethisch zu handeln - das wird wohl von den allermeisten akzeptiert.

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