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Die Zölibatsdebatte


Frank

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Franciscus non papa

cum grano salis.

 

allerdings, wo kein hirn ist, da ist eh hopfen und malz verloren.

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cum grano salis.

 

allerdings, wo kein hirn ist, da ist eh hopfen und malz verloren.

 

der Geist liegt in den letzten Zügen; was bleibt ist die Leere... ;)

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1.) Zum Doktorat machen wird man beauftragt, das kann man sich als Priester normalerweise nicht aussuchen.

Ja, und wenn du nicht von Anfang an erkennen lässt, dass du Karriere machen willst, musst du schon außergewöhnlich gut sein, damit du den Auftrag bekommst.

2.) Wie viele Priester-Doktoranden gibt es und wie viele Bischöfe? Die Aussicht, nur weil man einen Doktor hat, Bischof zu werden, ist verschwindend gering.

 

genau, und deswegen werden auch die, ihren Karrierewillen nicht zu Markte tragen, sowieso "nur" Landpfarrer. Man hat ja schon an den anderen genug. Wobei du dir als Landpfarrer aber vor Augen halten solltest, dass du im Grunde zehnmal mehr mit Kirche zu tun hast als irgendein abgehobener Hierarch, der sich hauptsächlich darum sorgt, wann er "endlich" einen größere Diözese oder gar einen Erz- bekommt.

 

Werner

Lenk nicht ab! Deine These war, dass man in der Kirche als Priester leicht Karriere machen kann. Ich habe das aus guten Gründen bestritten. Dass es ein paar Einzelne gibt, denen eine Karriere gelingt, widerspricht dem nicht. Wobei nicht jeder hohe Amtsträger Karrierist sein muss, ich glaube, das sind eher die wenigsten darunter.

 

Willst Du damit etwa sagen, dass Karrieristen in der Kirche eher keine Karriere machen?

Alles karriere-unwillige Priester, die viel lieber Landpfarrer geworden wären, an der Spitze unserer Kirche?

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Willst Du damit etwa sagen, dass Karrieristen in der Kirche eher keine Karriere machen?

Alles karriere-unwillige Priester, die viel lieber Landpfarrer geworden wären, an der Spitze unserer Kirche?

Ist doch ganz klar, wo doch nicht einmal der Obermupf Papst werden wollte und ganz irritiert war, dass seine Wahlrede eine so fulminante Wirkung entfacht hat.

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Männer mit "religionsverschiedener Frau" werden m. W. nicht zum Diakon geweiht.
Es würde mich nicht wundern, wenn das von Bistum zu Bistum verschieden wäre...

Na, siehst du.

Glaubst du, viele wären verwundert, wenn die Sache mit dem Zölibat von Bistum zu Bistum unterschiedlich geregelt wäre?

(Oder vielleicht: Von Kulturkreis zu Kulturkreis?)

 

Fänd ich gut. Liberale Bischöfe könnten für ihr Bistum das Zölibat abschaffen während andere, traditionellere, daran festhielten. Oder aus Fürsorge, dort wo das Leben für einen Christen gefährlich sein kann. Die Zeit (man könnte auch sagen der Heilige Geist) wird dann die Entwicklung in die richtige Richtung lenken.

 

Trotzdem seh ich da Probleme, die ich (inspiriert durch die hier, zuredcht, rauseditierte Schlammschlacht) wie folgt illustrieren will.

 

Wir ernennen , rein fiktiv, Mariamante und Franciskus zu Bischöfen (ich hoffe ihr seid einverstanden und spielt mit)

Während Mariamante vermutlich am Zölibat festhalten würde, wäre Franciskus seine erste Amtahandlung den Zölibat abzuschaffen.

Nun hat Mariamante plötzlich Personalprobleme und fragt bei Franciskus nach ob er ihm nicht einen Priester leihen könnte, für eine Pfarrstelle. Dieser schikt ihm einen, verheirateten Kaplan, als Pfarrvikar (seine fertigen Pfarrer sind schom in Pfarreien eingsetzt) Und plötzlich hat Mariamanmte einen verheirateten Priester, was er eigentlich für Teufelszeug hält, auf seiner Gehaltsliste... Oder auch anders herum und Franciskus bekommt eine zölibatären Pfarrer ins Bistum weil ihm Mariamante einen für die vakante Pfarrstelle ausleiht... Ich kann es nicht rational begründen aber mein Bauch sagt mir das das nicht gut gehen kann.

Dein Bauchgefühl ist auch meines. Zum anderen wäre bei solchen Wechselspielen das Thema Ehelosigkeit oder nicht ständig am Tablett, und die Bischöfe stünden auch in einer Rivalität zueinander: "Was, du hast zu wenig Priester? Nun, ich leih dir gern ein paar, aber besser wäre, du würdest auch endlich das Zölibat bei dir abschaffen!"

 

Irgendwie eine Horrorvorstellung!

In dem Zusammenhang mal ne frage: Wie oft kommt das eigentlich vor, das ein Bischof sich Priester "ausleiht" bzw. das ein Bischof Priester hat die er "ausleihen" kann (Die Zweite Frage ist: gibt es für diesen Vorgang eine Menschenwürdigere Formulierung als "ausleihen"?)

 

Das kommt relativ häufig vor, glaub ich.

Unser Personalschematismus beispielsweise (St. Pölten) nennt eine ganze Anzahl von "außerhalb der Diözese tätigen Priestern". Alle, die in der Mission sind, beispielsweise. Aber seinerzeit (Als die schlimmen Dinge noch kein Thema waren) war auch der Kardinal Groer samt seiner Funktion als Erzbischof von Wien ein "außerhalb der Diözese tätiger Priester".

Ich fand das seltsam, denn normalerweise wird einer, der auf Dauer woanders Dienst tut, dort "inkorporiert" und gehört dann eben dort dazu.

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Willst Du damit etwa sagen, dass Karrieristen in der Kirche eher keine Karriere machen?
Ja, weil es gar nicht so viele Karriere-Posten dafür gibt.

 

Alles karriere-unwillige Priester, die viel lieber Landpfarrer geworden wären, an der Spitze unserer Kirche?
Nicht nur, aber auch.
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Franciscus non papa

naja, wer karriere machen will, der muss in der kirche schon saublöde sein (als priester) wenn er nur zum landpfarrer schafft.

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naja, wer karriere machen will, der muss in der kirche schon saublöde sein (als priester) wenn er nur zum landpfarrer schafft.

Da fehlt nicht nur grammatikalisch einiges. DDr. Markus Plöbst (seine Predigten wurden unter dem Titel "Predigten eines Landpfarrers" herausgegeben) kann man wohl nicht als "saublöd" oder "affenblöd" oder "menschenblöd" hinstellen- und doch war er mit seinem Landpfarrer-sein sehr zufrieden. (Dass er in eine Stadt wie Leoben versetzt wurde war übrigens nicht sein Wille).

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Gut, hatte ich vielleicht ein wenig überspitzt ausgedrückt.

aber trotzdem die frage: wen du dich in die Rolle eines Bischofs denkst; so wi eim Szenario beschrieben, hättest du arge Schwierigkeiten in dein Bistum einen Priester der nicht das Zölibat versprochen hat, womöglich sogar verheiratet ist, zu akzeptieren? Würdest du diesen Priester nehmen oder liesest du lieber die Pfarrstelle unbesetzt?

Würde den Priester nehmen.

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hallo

 

Welche Ehefrau macht das gerne mit, wenn ihr Mann nachts um drei zur Krankensalbung gerufen wird
´

 

meine Ehefrau.

 

(nö, ich bin kein Priester, deshalb ist das mit der Krankensalbung nur auch ein Beispiel).

 

wenn Notfall, dann Notfall. Mehrfach erlebt. Frau hat mich aufgeweckt, gesagt: Peter, da mußt Du jetzt hin.

Herzlichen Glückwunsch!

Ob das aber die Regel ist?

Und selbst wenn es die Regel sein sollte: Es wird immer wieder Fälle geben wo das nicht gut gehen würde. Lässt sich ja in vielen anderen Berufen beobachten. Notärzte, Manager, etc. Was also wenn die Ehe des Priesters an seine Job zerbrechen würde? Wie mit geschiedenen Priestern umgehen?

 

 

bei dieser Argumentation wäre es dann logische Konsequenz, dass unsere Kirche Männern, die Notarzt, Manager, etc. werden wollen, die Ehe untersagt

 

alles Liebe

 

Angelika

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das geht allerdings arztfrauen ähnlich, den frauen ständiger diakone und pastoral- und gemeindereferenten, wenn sie notdienst machen ebens, den frauen von freiwillgen feuerwehrleuten und allen handwerkern, die notdienst und bereitschaft haben....

 

Das meinte ich ja eben. Den ständigen Diakon mal ausgenommen hat aber eine Scheidung (egal on Job-bedingt oder nicht) keien Einfluss auf deren Beruf. Ich weis nicht wie ein geschiedener Priester einem Scheidungswilligen die Unauflöslichkeit der Ehe erklären soll ohne dabei schizophren oder unglaubwürdig zu werden. Das Problem haben weder Arzt noch Feuerwehrmann.

 

aha...und wie soll dann ein zölibatärer Pfarrer die Ehevorbereitung machen können?

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Nun soll dieser geschiedene Priester glaubwürdig vertreten das die Ehe unauflösbar ist... wie soll das gehen?

 

ganz einfach, indem er kein zweites Mal heiratet.

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1.) Zum Doktorat machen wird man beauftragt, das kann man sich als Priester normalerweise nicht aussuchen.

Ja, und wenn du nicht von Anfang an erkennen lässt, dass du Karriere machen willst, musst du schon außergewöhnlich gut sein, damit du den Auftrag bekommst.

2.) Wie viele Priester-Doktoranden gibt es und wie viele Bischöfe? Die Aussicht, nur weil man einen Doktor hat, Bischof zu werden, ist verschwindend gering.

 

genau, und deswegen werden auch die, ihren Karrierewillen nicht zu Markte tragen, sowieso "nur" Landpfarrer. Man hat ja schon an den anderen genug. Wobei du dir als Landpfarrer aber vor Augen halten solltest, dass du im Grunde zehnmal mehr mit Kirche zu tun hast als irgendein abgehobener Hierarch, der sich hauptsächlich darum sorgt, wann er "endlich" einen größere Diözese oder gar einen Erz- bekommt.

 

Werner

Lenk nicht ab! Deine These war, dass man in der Kirche als Priester leicht Karriere machen kann. Ich habe das aus guten Gründen bestritten. Dass es ein paar Einzelne gibt, denen eine Karriere gelingt, widerspricht dem nicht. Wobei nicht jeder hohe Amtsträger Karrierist sein muss, ich glaube, das sind eher die wenigsten darunter.

Nein!

Meine These war, ich zitiere

"Ich habe manchmal den Eindruck, dass der eine oder andere lateinische Priester die durch das Zölibat gewonnene Energie (so ja die Theorie) vor allem in seine Karriere steckt und weniger in die Seelsorge."

 

Werner

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Welche Ehefrau macht das gerne mit, wenn ihr Mann nachts um drei zur Krankensalbung gerufen wird, womöglich nachdem er bis um elf in der PGR-Sitzung sass.

 

ich kenne ein paar ehefrauen, denen würde sowas gar nicht immer auffallen...

... wenn sie selbst zb. nachtdienst in der apotheke haben, oder gerade auf einen wissenschaftlichen kongreß in den staaten sind, oder auf einem schulschikurs mit ihren schülern, oder als sozialarbeiterinnen in der jugend-wg die nacht über ein aug offen halten, oder als bühnentechnikerinnen die bühne nach der aufführung für den nächsten tag einrichten, oder..., oder..., oder...

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Mal eine Zwischenfrage:

 

Müßt ihr unbedingt bei einer Antwort einen vorherigen Beitrag komplett zitieren? Was soll das?

Teilweise ist man hier hauptsächlich am scrollen und zwischendurch erhascht man dann einen Antwortsatz.

Mir wäre es lieb, wenn ihr die ganze Beitragszitiererei auf ein Minimum reduziert. Vielen Dank.

 

Amon

 

Foren-Komplettzitate sind Gott ein Greul. ;)

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Franciscus non papa

du hast recht...

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hallo

 

Welche Ehefrau macht das gerne mit, wenn ihr Mann nachts um drei zur Krankensalbung gerufen wird
´

 

meine Ehefrau.

 

(nö, ich bin kein Priester, deshalb ist das mit der Krankensalbung nur auch ein Beispiel).

 

wenn Notfall, dann Notfall. Mehrfach erlebt. Frau hat mich aufgeweckt, gesagt: Peter, da mußt Du jetzt hin.

Herzlichen Glückwunsch!

Ob das aber die Regel ist?

Und selbst wenn es die Regel sein sollte: Es wird immer wieder Fälle geben wo das nicht gut gehen würde. Lässt sich ja in vielen anderen Berufen beobachten. Notärzte, Manager, etc. Was also wenn die Ehe des Priesters an seine Job zerbrechen würde? Wie mit geschiedenen Priestern umgehen?

 

 

bei dieser Argumentation wäre es dann logische Konsequenz, dass unsere Kirche Männern, die Notarzt, Manager, etc. werden wollen, die Ehe untersagt

 

alles Liebe

 

Angelika

 

Nö, wieso? Ich hatte die These aufgestellt, das der Priester schlechterdings einerseits geschieden und andererseits die Unauflöslichkeit der Ehe lehren kann. Ein Notarzt heilt Menschen, ein Manager verwaltet ein Unternehmen. Der Priester verkündet das Evangelium und die Lehre der Kirche... Ich denke du erkennst den Unterschiede auf den ich hinaus wollte

 

das geht allerdings arztfrauen ähnlich, den frauen ständiger diakone und pastoral- und gemeindereferenten, wenn sie notdienst machen ebens, den frauen von freiwillgen feuerwehrleuten und allen handwerkern, die notdienst und bereitschaft haben....

 

Das meinte ich ja eben. Den ständigen Diakon mal ausgenommen hat aber eine Scheidung (egal on Job-bedingt oder nicht) keien Einfluss auf deren Beruf. Ich weis nicht wie ein geschiedener Priester einem Scheidungswilligen die Unauflöslichkeit der Ehe erklären soll ohne dabei schizophren oder unglaubwürdig zu werden. Das Problem haben weder Arzt noch Feuerwehrmann.

 

aha...und wie soll dann ein zölibatärer Pfarrer die Ehevorbereitung machen können?

Gegtenfrage: Wie gut ist die Qualität der Ehevorbereitung die unser, zölibatären, Priester machen. Ich hoffe sehr hoch, dann aber nicht wegen sondern trotz des Zölibats. Oder anders: Ein verheirateter Priester könnte das... nicht unbedingt besser... aber es fiele ihm leichter... und er wäre möglicherweise glaubwürdiger.

Einer der Gründe warum ich, ohne wirklich auf eine Meinung festgelegt zu sein, tendentiell für die Abschaffung des Zölibats in der heutigen Form bin

 

Nun soll dieser geschiedene Priester glaubwürdig vertreten das die Ehe unauflösbar ist... wie soll das gehen?

 

ganz einfach, indem er kein zweites Mal heiratet.

 

Und zum Scheidungswilligen sagt: "Bub / Madel, machs besser wie dei Pfarrer!" Hatte ich schon weiter oben angedeutet

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Sorry das ich erst jetzt darauf reagiere. Konnte letztens keinen wirklich klaren Gedanken fassen

 

Das kann der verheiratete nicht? Sind wire nicht alle an unseren Platz gestellt um auf hingebungsvolle Weise unsern Dienst an Gott und den Menschen zu verrichten? Wer gute Autos bauen oder reparieren kann, wer gut alte oder kranke Menschen pflegen kann, wer gut Häuser konstruieren oder bauen kann, wer gut das Evangelium verkünden kann soll dies so gut wie möglich zur grösseren Ehre Gottes (oh gott, hab ich das jetzt wirklich geschrieben?) tun. Ich sehe da keine Unterschied zwischen Priestern und Laien

Der Verheiratete und zur Ehe berufene, der diese Berufung lebt, verwirklicht auf seine Weise die Liebe: Die Hingabe an den Ehepartner, die Familie, die Kinder und die Erfüllung der Standespflichten heiligen sowohl die Eheleute als auch die Kinder. Ein Beispiel das mir dazu einfällt sind die Eltern der hl. Therese vom Kinde Jesu. Da ich den Priester als Diener vieler ansehe, der z.B. jederzeit zu einem Sterbenden gerufen werden kann - würde eine Ehe mit Familie und vielen Kindern bei entsprechend hingebungsvollen priesterlichen Dienst dazu führen, dass die Familie vernachlässigt wird- oder umgekehrt: Wenn sich der Verheiratete in vollem Umfang der Frau und Kindern widmen will, würde der Dienst an vielen die den Priester brauchen vernachlässigt werden.

 

Der Begriff "Standespflicht" wirkt auf mich reichlich verstaubt. Aber gut, das nur am Rande, ich glaube ich versteh was du meinst.

Priester und Laie, haben unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen und sollen dies möglichst gut machen.

Nun, ich sehe nicht das der Zölibat dabei unbedingt notwendig ist. Hilfreich, aber nicht unbedingt nötig. Machen Evangelische Pfarrer eien schlechteren Job? oder orthodoxe Priester? Oder die katholischen Priester die einmal evangelische (verheiratete) Pfarrer waren? Nein, was bei andern Gut ist muss bei uns nicht automatisch gut sein, aber was wo anders gut läuft kann uns nicht schaden.

Wie gesagt, der Zölibat kann helfen, das der Priester seien Dienst für die Vielen erfüllen kann aber eine Familie muss kein Hindernis sein.

 

Was soll der Priester nun? Christus dienen oder Christus darstellen... ich sehe das einen Wiederspruch.

Auch Christus diente den Menschen. Der Priester in der besonderen Nachfolge Jesu und verbunden mit dem Herrn handelt ähnlich.

 

Okay, jetzt kann ich dir Folgen. Aber gerade die Ereignisse der Tage zeigen doch, das dieses Ideal nicht stimmt. Jesus sagte: "Lasset die Kinder zu mir kommen!" und nicht: "Prügelt ihnen das Evangelium mit dem Rohstock ein!"

Nein, ich will nicht, auch wenns grad so klingt alle Priester in eien Topf werfen. Ich will nur Illustrieren: der Priester ist auch nur Mensch mit Schwächen und Fehlern und Meilen weit von deiem Ideal entfernt. Jeder Christ, ob Priester oder sonstwas, begibt sich auf den Weg der Nachfolge Jesu. Und Jeder scheitert mehr oder weniger, oder erreicht das Ziel. Der eine mehr, der andere weniger.

 

aber selbst wenn dieser Wiederspruch nicht bestehen sollte: Der KFZ-Mechaniker oder der Altenpfleger, der Architekt oder der Maurer ist auch aufgerufen Christus zu dienen. Aber diese benötigen den Zölibat nicht dazu, warum dann der Priester?

Der KFZ - Mechaniker, der Altenpfleger und andere sind berufen auf ihre Weise Gott zu dienen. Jeder kann in seinem Stand heilig werden, wenn er die Standespflichten gewissenhaft und in der Liebe zu Gott und den Menschen erfüllt. Der Priester ist nach meinem Verständnis auf eine tiefe Weise Zeuge der göttlichen Liebe - und dieses Zeugnis verwirklicht sich auch darin, dass er in der Ehelosigkeit Christus nachfolgt bzw. Zeugnis gibt, dass es eine Liebe zu Gott und den Menschen gibt die so stark ist, dass er bereit ist auf die irdische Partnerschaft zu verzichten. Mag sein, dass dies vielen ein unnötiges Opfer scheint - aber ich sehe dieses Opfer positiv und die Verantwortlichen in der Kirche wohl auch, sonst würden sie Zölibat und Priesteramt nicht verbinden.

 

Sagen wir mal so: Der Zölibat ist das einzige was die Verknüpfung Prieteramt-Weihe Sinn gibt. Ohne diesem besondern Opfer der Hingabe wäre der Priester nicht viel mehr als ein bischöflicher Lehr- und Sakramentenspendeberechtigter. Solange er das gut macht, er die Gläubiogen spirituell bereichert, es schafft eien lebendige Gemeinde zu bauen, ist das in Ordnung.

Ansonsten scheint mir dein Priesterbild doch recht überhöht, wie weiter oben beschrieben.

 

Ja, das stimmt, aber warum braucht es in der Orthodoxie (übrigens auch bei den lateinisch-orthodoxen) dieses Zeichen nicht. Zumindest dann nicht wenn es sich um Weltpriester handelt. Oder willst du behaupten das der orthodoxe Prietser ein schlechterer verkündiger ist, als der katholische, nur weil er dieses Zeichen der Liebe nicht gibt. Dieses Argument lässt sich aber auch auf deien andern Gegenthesen anwenden. Stellt sich der orthodoxe, verheiratete Priester, nicht "in besonders hingebungsvolleweise in den Dienst Gottes und den Menschen? Dient nicht auch der orthodoxe, verheiratete Priester Christus und stellt er Christus nicht oder nur unzureichend dar?

Auch in der Orthodoxie gibt es die Ehelosigkeit. Bei Wikipedia:

 

Neben der römisch-katholischen Kirche kennen nicht nur die orthodoxe, anglikanische und evangelische Kirche für Ordensfrauen und -männer, Eremiten, geweihte Jungfrauen oder Diakonissen das Versprechen bzw. Gelübde der Ehelosigkeit, sondern auch andere Weltreligionen.[1] Während der Zölibat in der lateinischen Teilkirche der römisch-katholischen Kirche für die Priester verbindlich ist, gilt dies in den katholischen Ostkirchen sowie in den orthodoxen Kirchen nur für Bischöfe, Mönche und bei der Weihe noch unverheiratete Priester.

 

Eben, wie du schon zitierst, BISCHÖFE, MÖNCHE und BEI DER WEIHE UNVERHEIRATETE. Ich hab ja nirgebdwo gesagt das die orthodoxen den Zölibat nicht kennen würden, es gibt ihn dort nur nicht in unserer, katholischen, strengen Form. In der Orthodoxie scheint es wohl sehr gut zu gehen das ein Priester gute Gemeindearbeit und Familienarbeit leistet.

 

Darüber hinaus spricht aus deinen Thesen ein Priesterbild das mit der Lebenswirklichkeit nicht mehr viel zu tun hat. In Zeiten immer grösser werdenden Pfarreien mutiert der Pfarrer immer mehr zum Manager der in nebentätigkeit Sakramente spendet und Selsorge betreibt. Dafür braucht es nicht unbedingt den Zölibat.

Wenn der Priester nicht mehr Seelsorger ist, sondern Manager oder mit zu vielen adiministrativen Aufgaben überlastet, dann wäre die Seelsorge wieder in den Mittelpunkt zu stellen und Managertätigkeiten jenen Laien zu überantworten, die dazu befähigt sind. Den Priester als Seelsorger aufzugeben halte ich nicht für den richtigen Weg.

 

Mehr Laien in verantwortliche Positionen! Ganz meine Meinung!

 

Gut, der Zölibat verschafft ihm da ein wenig Freiraum, er kann seine ganze Energie in den Diesnt stecken und muss sich nicht noch "Körner" für die Beziehungsarbeit aufheben. Aber notwendig, um die gewandelten Aufgeben zu bewältigen zu können ist der Zölibat nicht. Davon mal abgesehen werden die Zeichen und Symbole von den meisten Menschen heute nicht mehr verstanden. Warum dann an ihnen festhalten?

Nur weil es am Verständnis für den Zölibat des Priesters fehlt diesen abschaffen, sehe ich auch nicht als Lösung. Da würde ich andere Argumente eher verstehen die z.B. sagen: Wir haben zu wenig Priester, der sakramentale Dienst leidet darunter- daher muss es hier eine Lösung geben. Da wir aber in unseren Ländern in besonderer Weise an einem Glaubensmangel leiden, sehe ich das Problem differenziert.

 

Nein, das mangelnde Verständnis für den Zölibat, ist nicht das Hauptargument. Meiner Meinung ist es eines, (wie willst du dieses Verständniss wieder wachrufen ohen im gesellschaftlichen Lachanfall die wirklich wíchtige Botschaft der Kirche untergehen zu lassen) aber nicht das wichtigste.

 

Die wesentlicherern Fragen in dem zusammenhang:

Ist der Zölibat unabdingbar, das der Priester seien Job erfüllen kann?

Kann man jungen Menschen von heute den Zölibat noch zumuten?

Hätten wir mehr / bessere Pfarrer (von Bischöfen will gar nicht erst reden) ohne Zölibat?

Hätten wir ohne Zölibat mehr Priester?

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Gut, hatte ich vielleicht ein wenig überspitzt ausgedrückt.

aber trotzdem die frage: wen du dich in die Rolle eines Bischofs denkst; so wi eim Szenario beschrieben, hättest du arge Schwierigkeiten in dein Bistum einen Priester der nicht das Zölibat versprochen hat, womöglich sogar verheiratet ist, zu akzeptieren? Würdest du diesen Priester nehmen oder liesest du lieber die Pfarrstelle unbesetzt?

Würde den Priester nehmen.

 

Weil letztens endes gilt: Geweiht ist geweiht und eine Pfarrei mit Priester ist besser als eien Pfarrei ohne Priester?

bearbeitet von Frank
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...und wie soll dann ein zölibatärer Pfarrer die Ehevorbereitung machen können?
Indem er als Außenstehender völlig unbefangen über die Sache spricht.

So versuche ich zumindest immer meine Ehevorbereitungskurse zu rechtfertigen.

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...und wie soll dann ein zölibatärer Pfarrer die Ehevorbereitung machen können?
Indem er als Außenstehender völlig unbefangen über die Sache spricht.

So versuche ich zumindest immer meine Ehevorbereitungskurse zu rechtfertigen.

Hat Dir noch niemand gesagt: Herr Pfarrer- bechränken sie sich auf einen Vortrag über Sakramente, denn der Rest geht sie erstens nichts an und zweitens haben sie keinen Tau davon?

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...und wie soll dann ein zölibatärer Pfarrer die Ehevorbereitung machen können?
Indem er als Außenstehender völlig unbefangen über die Sache spricht.

So versuche ich zumindest immer meine Ehevorbereitungskurse zu rechtfertigen.

"Völlig unbefangen" ist ja süß. ;) Heißt wohl: Völlig frei von Sachkenntnis.

Und vor wem mußt Du denn das rechtfertigen?

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...und wie soll dann ein zölibatärer Pfarrer die Ehevorbereitung machen können?
Indem er als Außenstehender völlig unbefangen über die Sache spricht.

So versuche ich zumindest immer meine Ehevorbereitungskurse zu rechtfertigen.

 

Aber spricht man als nichtverheirateter teilweise, bei dem Thema, nicht wie ein Blinder von der Farbe?

 

"Herr Pfarrer, mit meiner Frau ists im Bett nicht mehr so wie es mal war.. irgendwie ist die Luft raus."

"Herr Pfarrer, mein Mann lässt mich mit den Kindern ganz schön allein, nie übernimt er Verantwortung und wenn er mal was sagt, dann fällt er mir in Rücken."

 

Vielleicht gibts noch andere beispiele, treffendere.

Ich stell mir das teilweise schwierig vor.

Ich werf das keinem Priester vor. Es gibt halt Themen in die kann man sich am besten als Mit-Betroffener hineinfühlen und hineinedenken.

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Nun soll dieser geschiedene Priester glaubwürdig vertreten das die Ehe unauflösbar ist... wie soll das gehen?

 

ganz einfach, indem er kein zweites Mal heiratet.

 

Und zum Scheidungswilligen sagt: "Bub / Madel, machs besser wie dei Pfarrer!" Hatte ich schon weiter oben angedeutet

 

Kein Mensch zwingt ein Ehepaar, Tisch und Bett zu teilen. Mitunter ist eine Trennung sogar geboten (Stichwort Gewalttätigkeit eines Partners).

Die Trennung vor dem Familienrichter amtlich zu machen ist meines Wissens auch keine Sünde.

 

Sünde kommt erst mit einem neuen Partner ins Spiel.

Somit wäre ein geschiedener Pfarrer, der danach alleine bleibt, ein Vorbild. Ja.

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Nun soll dieser geschiedene Priester glaubwürdig vertreten das die Ehe unauflösbar ist... wie soll das gehen?

 

ganz einfach, indem er kein zweites Mal heiratet.

 

Und zum Scheidungswilligen sagt: "Bub / Madel, machs besser wie dei Pfarrer!" Hatte ich schon weiter oben angedeutet

 

Kein Mensch zwingt ein Ehepaar, Tisch und Bett zu teilen. Mitunter ist eine Trennung sogar geboten (Stichwort Gewalttätigkeit eines Partners).

Die Trennung vor dem Familienrichter amtlich zu machen ist meines Wissens auch keine Sünde.

 

Korrigier mich, wenn ich das falsch weis. Aber was du das sagst ist orthodoxe, nicht katholische Lehre.

 

Sünde kommt erst mit einem neuen Partner ins Spiel.

Somit wäre ein geschiedener Pfarrer, der danach alleine bleibt, ein Vorbild. Ja.

 

Hat bissl gedauert bis ich das gefressen hab, aber seitdem meine Rede

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