SteRo Posted May 11 Report Posted May 11 (edited) vor 18 Stunden schrieb SteRo: Wortlaut: Papst beim Regina Coeli, 10.5.2026 Heute haben wir im Evangelium einige Worte gehört, die Jesus während des Letzten Abendmahls an seine Jünger richtet. Während er Brot und Wein zum lebendigen Zeichen seiner Liebe macht, sagt Christus: »Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten« (Joh 14,15). Soweit so gut. Diese Aussage befreit uns von einem Missverständnis, nämlich von der Vorstellung, dass wir geliebt werden, wenn wir die Gebote halten: Unsere Gerechtigkeit wäre dann die Voraussetzung für die Liebe Gottes. Nein, die Aussage sagt etwas ganz anderes aus! (Wir halten die Gebote aus Liebe!) Im Gegenteil: Die Liebe Gottes ist die Voraussetzung für unsere Gerechtigkeit. Wir halten wirklich die Gebote nach dem Willen Gottes, wenn wir seine Liebe zu uns erkennen, so wie Christus sie der Welt offenbart. Offensichtlicher Fehler! Wer bei Robert's Predigt/Katechese an diesem Punkt abschaltet, bleibt wohl in diesem Irrtum. Aber wer wach bleibt, erfährt doch noch die Wahrheit: Weil Gott uns zuerst liebt, können auch wir lieben; Ja, aber wen oder was denn? und wenn wir Gott wirklich lieben, ... Ah ... Gott. Kann man sich fragen, warum sagt der Robert denn nicht gleich "Weil Gott uns zuerst liebt, können auch wir IHN lieben;"? Warum sagt er nicht, dass die nicht-alltägliche Liebe, von der er tatsächlich spricht, ein unverdientes Geschenk Gottes ist. (Die Liebe Gottes zu uns könnte auch lediglich unsere Schlussfolgerung aus diesem unverdienten Geschenk sein.) ... lieben wir auch einander wirklich. Wenn wir Gott wirklich lieben, lieben wir einander wirklich, sagt er. Er scheint sich davor zu fürchten klar zu reden und spricht lieber von wirklicher Liebe, statt von der "heiligen (oder übernatürlichen oder göttlichen)" Liebe (der theologischen Tugend der Liebe) zu sprechen. Darin könnte sich eine gewisse Furcht ausdrücken, eine Furcht, dass sich die Lehre von den Menschen entfernt haben könnte und man den Menschen diese Lehre nicht mehr zumuten könne. Man redet dann lieber nicht so klar und deutlich, auch um Rückfragen zu vermeiden, die unnötig "Staub aufwirbeln" könnten. Aber eigentlich müsste jeder, der diese Predigt liest oder hört sich fragen "Was ist denn wirklich lieben?" Und "Liebe ich eigentlich wirklich oder bilde ich mir das nur ein?" Viel Freude beim Lesen der ganzen Predigt/Katechese! Interessant finde ich ja, dass die Redaktion immer zwei Texte zu ein und derselben Veranstaltung publiziert. Der eine heißt immer "Wortlaut: Papst bei {dieser oder jener Veranstaltung}" und der andere Text ist immer so ein Art Kurzfassung bzw. Hervorhebung eines "Highlights" des Gesagten. Zu obigem Text titelt die Kurzfassung: Papst Leo: Gott liebt bedingungslos : Leo meditierte beim Regina Coeli, ... über das Evangelium vom Sonntag. Es enthält diesmal Worte, die Jesus beim Letzten Abendmahl an seine Jünger richtet: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“. Es scheint sich also um die gleiche Veranstaltung zu handeln. Doch dann: Was Jesus damit meinte, sei „keine Drohung“ gewesen, sondern „eine Einladung zu einer Beziehung“, erklärte der Papst. Eine Beziehung zu Gott, die auch den Umgang mit den anderen durchformt. Also mir scheint diese Einlassung zu „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“. ebenso wenig nachvollziehbar wie die im Wortlaut-Text: Diese Aussage befreit uns von einem Missverständnis, nämlich von der Vorstellung, dass wir geliebt werden, wenn wir die Gebote halten: Unsere Gerechtigkeit wäre dann die Voraussetzung für die Liebe Gottes. Denn: 1. Wie bitte kann man von „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“ kommen auf "Was Jesus damit meinte, sei „keine Drohung“ gewesen, "??? 2. Wie bitte kann man von „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“ kommen auf "Diese Aussage befreit uns von einem Missverständnis, nämlich von der Vorstellung, dass wir geliebt werden, wenn wir die Gebote halten ..."??? wo doch „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“ 1. keineswegs sich bezieht auf die Liebe Jesu Christi zu irgendwem oder irgendwas, so dass man damit eine "Drohung" mit Liebesentzug in Verbindung bringen könnte 2. keineswegs sich bezieht auf die Liebe Jesu Christi zu irgendwem oder irgendwas als seine Gegenleistung zur Erfüllung seiner Gebote. Alles was „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten“ bedeutet ist, dass die Liebe zu ihm einhergeht mit der Erfüllung seiner Gebote aus Liebe! Nicht mehr und nicht weniger. Abgesehen davon, kann man den Eindruck gewinnen, dass es sich um zwei unterschiedliche Veranstaltungen handelt auf die sich die beiden Texte beziehen, denn man vergleiche mal Einlassung 1: Was Jesus damit meinte, sei „keine Drohung“ gewesen, sondern „eine Einladung zu einer Beziehung“, erklärte der Papst. Eine Beziehung zu Gott, die auch den Umgang mit den anderen durchformt. mit Einlassung 2: Diese Aussage befreit uns von einem Missverständnis, nämlich von der Vorstellung, dass wir geliebt werden, wenn wir die Gebote halten: Unsere Gerechtigkeit wäre dann die Voraussetzung für die Liebe Gottes. Beide Einlassungen folgen unmittelbar auf das Johannes-Zitat sind aber nicht gleich. Da von beiden behauptet wird, dass Robert sie gesagt habe, kann es sich augenscheinlich nicht um die gleiche Veranstaltung handeln auf die sich diese Texte beziehen. Liebe Leute, was können wir daraus folgern? Ich denke es werden uns hier nicht Texte präsentiert, die die Worte von Robert wiedergeben oder paraphrasieren in genau der Reihenfolge und in genau dem kontextualen Zusammenhang wie der Robert sie gesagt hat, sondern es werden uns hier Text präsentiert, die von unterschiedlichen Autoren der Redaktion stammen (oder einem Autor, der nicht so recht weiß worum es eigentlich geht und mal so und mal anders drüber denkt), die/der ihre eigene Sicht der Dinge mitteilen und uns diese als die Sicht Roberts vorgaukeln. Sie nehmen sich offensichtlich die Freiheit Sinnzusammenhänge zu konstruieren aus Bruchstücken des gesprochenen Textes, die ihrem eigenen Geschmack oder Gutdünken entsprechen. Edited May 11 by SteRo Quote
SteRo Posted May 14 Report Posted May 14 (edited) Leo XIV. unterstützt globale Ökumene-Gebetsinitiative: Ruf zur Einheit In seiner an diesem Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft zur ökumenischen Initiative „Thy Kingdom Come“ ... „Es ist zwar wahr, dass wir manchmal stolpern und Gott und unsere Bedürftigkeit nach ihm vergessen, doch im Innersten unseres Wesens wissen wir, dass nur er unsere tiefste Sehnsucht und unsere innere Unruhe stillen kann. Den vielleicht schönsten Ausdruck dafür finden wir in den Schriften des heiligen Augustinus: ´Du hast uns für dich geschaffen, o Herr, und unser Herz ist unruhig, bis es ruht in dir´. Das könnte nichts anderes bedeuten als dass nur der biologische Tod diese behauptete Sehnsucht stillen kann (und unser Herz ist unruhig, bis es ruht in dir´.) „Mit großer Dringlichkeit rufen wir nach der Erfüllung der Prophezeiung Jesajas: der Geburt Emmanuels, dessen Name bedeutet: Gott ist mit uns. Während dieser Zeit wiederholen wir in unseren Liedern diesen Ruf mit immer größerer Dringlichkeit, ´Komm, Gott-mit-uns´, während wir uns nach seiner Gegenwart sehnen. ... Obwohl wir wissen, dass Gott allmächtig und transzendent ist, sind wir doch kühn genug, ihn zu bitten, wahrhaftig bei uns zu sein – nicht fern, sondern nah. Wir sind kühn genug, mit dem Propheten auszurufen: O dass du den Himmel zerrissest und herabstiegest.“ Das ist schon erstaunlich, nicht? Da redet er von einer Sehnsucht nach etwas, das bereits ist. Sollte da nicht der Liedtext lauten "Befrei uns von unserer blinden Ignoranz?" ER ist wahrhaftig bei uns, immer und überall, jetzt nicht nur jetzt, sondern sogar schon jetzt morgen, und hier nicht nur hier, sondern bereits hier da, da wo wir sein werden ... und dies alles wahrhaftig. Wir sehnen uns danach, dass er uns von unseren Sünden, unserer Torheit und allem, was uns schaden könnte, erlöst. Tut ER ja, wenn wir die Bedingungen für die Rechtfertigung erfüllen. Wir sehnen uns danach, dass er heilt, was in uns und in unserer Welt zerbrochen ist. In unserer Welt ist nichts zerbrochen. Unsere Natur ist zerbrochen wurde aber doch bereits geheilt durch die Taufe ... glaubst du selbst nicht an das, was ihr immer erzählt? Warum nach etwas sehnen, was man bereits erhalten hat? Macht es euch bequem und schaut euch eure Sehnsucht an, sollte sie euch befallen. Schaut sie euch an, zusammen mit IHM, der immer mit euch schaut ... ups wo ist sie, grade war sie noch da. Edited May 14 by SteRo Quote
Flo77 Posted May 14 Report Posted May 14 vor 4 Minuten schrieb SteRo: Mit großer Dringlichkeit rufen wir nach der Erfüllung der Prophezeiung Jesajas: der Geburt Emmanuels, dessen Name bedeutet: Gott ist mit uns. Während dieser Zeit Na welcher Form des Millennialismus hängt der Heilige Vater denn da an? Quote
Werner001 Posted May 14 Report Posted May 14 vor 1 Stunde schrieb Flo77: Na welcher Form des Millennialismus hängt der Heilige Vater denn da an? Soll gelegentlich vorkommen, dass Päpste versehentlich häretische Gedanken verbreiten. Der Schutzpatron dagegen ist der heilige Honorius 🤣 Werner 1 Quote
Flo77 Posted May 14 Report Posted May 14 vor 11 Minuten schrieb Werner001: Soll gelegentlich vorkommen, dass Päpste versehentlich häretische Gedanken verbreiten. Der Schutzpatron dagegen ist der heilige Honorius 🤣 Das ist ja keine Häresie. Erst recht nicht, wenn es der Papst in Ausübung seines ordentlichen wie außer- und unordentlichen Lehramts vertritt. Zumindest wüsste ich keine Konzilsentscheidung oder andere katholische Tradition, die diese Theorien über die Endzeit verworfen hätte. (Wenn man böse wäre, könnte man Leo hier wohl etwas zu viel amerikanischen Mainstream-Einfluss unterstellen, aber wir sind ja nicht böse.) Quote
rorro Posted May 14 Report Posted May 14 vor 2 Stunden schrieb Flo77: Na welcher Form des Millennialismus hängt der Heilige Vater denn da an? Keiner, warum auch. Was interpretierst Du da auch rein? „Diese Zeit“ ist unsere, ganz einfach. Quote
SteRo Posted May 14 Report Posted May 14 (edited) Papst an der Uni: Welchen Sinn hat Wissen - ohne Gewissen? Dabei wurde der Papst durchaus konkret: Er kritisierte Aufrüstung und KI-Missbrauch ebenso wie Entmenschlichung und Entfremdung in der Konsum- und Leistungsgesellschaft. Wie sein Vorgänger Papst Franziskus ermutigte Leo junge Menschen, einen Paradigmenwechsel einzuleiten. Gemeinsam sollten sie für Frieden und Menschlichkeit, Gerechtigkeit und den Schutz der Schöpfung eintreten, so der Appell des Papstes an die Studierenden und Lehrenden der größten Universität Italiens. Schon wieder dieser Polit-Aktivismus. Und "Entmenschlichung und Entfremdung in der Konsum- und Leistungsgesellschaft." das übliche System-Bashing, welches auch der "Revolutionär" Franziskus immer mal wieder betrieben hatte. Aber ist klar .... 'Theologie der Befreiung' hinterlässt ihre Spuren. Derweil geht es grade andersrum: Aus dem rechten Glauben kommen "Frieden und Menschlichkeit, Gerechtigkeit und ... Schutz der Schöpfung" und Polit-Aktivismus hat noch nie zum rechten Glauben geführt. Auch der jugendliche aktivistische Idealismus reicht nur bis zur Arbeitlosigkeit, zum lukrativen Job-Angebot oder bis zur Verpflichtung die Nachwuchs so mit sich bringt. Ihn anszustacheln ist nur heiße Luft erzeugen. Ohne rechten Glauben ist alles nichts. Das hat laut Leo mit einem unmenschlichen, reduktionistischen System zu tun, mit einer „Erpressung“ durch Erwartungen und Leistungsdruck, wie er formulierte. „Es ist die allgegenwärtige Lüge eines verzerrten Systems, das Menschen auf Zahlen reduziert, den Wettbewerb verschärft und uns in Spiralen der Angst versinken lässt. Linkes System-Bashing ... unwürdig das und fürchterlich. Was ist bloß mit dem los? Edited May 14 by SteRo Quote
Shubashi Posted May 19 Report Posted May 19 (edited) Ein Artikel aus „Foreign Affairs“; der den Vatikan als unter Leo in deutlich gestärkten Rolle sieht, weil er übergreifend liberale und konservative Katholiken hinter seiner Position zu vereinigen versteht. Quote ….As pope, Leo XIV transcends his nationality. But his American identity matters because he is uniquely positioned to challenge U.S. foreign policy excesses. Trump’s attacks have unintentionally helped the pope bridge conservative and liberal Catholics. Catholics are united by Leo’s reminder—in line with his overall vision of a humble, welcoming, and global church—that “no one is called to dominate; all are called to serve.” Edited May 19 by Shubashi Quote
Spadafora Posted May 20 Report Posted May 20 vor 21 Stunden schrieb Shubashi: Ein Artikel aus „Foreign Affairs“; der den Vatikan als unter Leo in deutlich gestärkten Rolle sieht, weil er übergreifend liberale und konservative Katholiken hinter seiner Position zu vereinigen versteht. Ob das in dieser Zeit gut gehen kann wage ich zu bezweifeln Quote
SteRo Posted May 20 Report Posted May 20 vor 23 Stunden schrieb Shubashi: Ein Artikel aus „Foreign Affairs“; der den Vatikan als unter Leo in deutlich gestärkten Rolle sieht, weil er übergreifend liberale und konservative Katholiken hinter seiner Position zu vereinigen versteht. Für mich verfehlt der Robert sein Amt, das nicht das Amt eines Polit-Aktivisten ist. Quote
rorro Posted May 20 Report Posted May 20 vor 2 Stunden schrieb SteRo: Für mich verfehlt der Robert sein Amt, das nicht das Amt eines Polit-Aktivisten ist. Nur interessiert es keinen, was Du über das Pontifikat denkst (meine Meinung ist ähnlich irrelevant). Und es gilt immer noch: prima sedes a nemine iudicatur. Quote
SteRo Posted May 20 Report Posted May 20 vor 25 Minuten schrieb rorro: Nur interessiert es keinen, was Du über das Pontifikat denkst (meine Meinung ist ähnlich irrelevant). Und es gilt immer noch: prima sedes a nemine iudicatur. "Die päpstliche jurisdiktionelle Unantastbarkeit findet in dem seit 1917 offiziell gültigen Rechtssatz "prima sedes a nemine iudicatur"" (hier). Meine Kritik an Robert's Amtsführung hat damit nichts zu tun. Quote
SteRo Posted May 20 Report Posted May 20 (edited) vor 2 Stunden schrieb SteRo: Für mich verfehlt der Robert sein Amt, das nicht das Amt eines Polit-Aktivisten ist. Ich beziehe mich u.a. da auf @rorro: vor 38 Minuten schrieb rorro: Was vor allem das Evangelium lehrt: eher das eigene Leben hingeben, als zurückzuschlagen. Lieber "verlieren" als Gewalt anwenden. Ungerechtigkeit erleiden und erdulden anstatt sie mit Gewalt zu verhindern. Angefangen bei sich und der eigenen Familie. Das lehrt das Evangelium, das lehren Leben und Tod Jesu. Was der Robert aber macht ist, dass er das Evangelium instrumentalisiert, um sich in aktuelle Politik einzumischen. Weder Jesus Christus noch seine Apostel haben versucht auf die Politik der römischen Machthaber einzuwirken. Stattdessen haben sie den "normalen" Menschen "auf der Straße" eine Heilsbotschaft verkündet und sie gelehrt wie sie entsprechend leben sollen, völlig unabhängig davon, was die römischen Machthaber Gutes oder Schlechtes tun. Und er übt linke Schmähkritik bzw bashing am System, das System mit dessen Hilfe seine eigene Bank Gewinne macht. Edited May 20 by SteRo Quote
SteRo Posted May 20 Report Posted May 20 Das soll uns aber alles nicht auseinanderdividieren. Denn wir wissen doch, dass das Heil nicht von Menschen kommt, ja? Wir können also zusammen für den Robert beten, dass er in sein Amt hineinwächst und zukünftig den Glauben höher hält als die Politik, dass er Konflikte weniger scheut und seine Bereitschaft zunimmt, den Glauben auch wirklich zu verteidigen. Und darüberhinaus sind seine vermeintlichen Reden auf der Homepage eine außerordentliche Quelle der Inspiration - "vermeintlich" deshalb weil der Verdacht im Raum steht, dass da z.T. mehr von der Meinung der Redakteure drinsteckt als von dem, was der Rober selbst tatsächlich gesagt hat (s. hier). Quote
SteRo Posted May 22 Report Posted May 22 Weltsynode nimmt in offiziellen Text Erfahrungsberichte von Homosexuellen auf Niederländischer Kardinal Eijk: Synoden-Bericht zu Homosexualität widerspricht Lehramt Da darf man echt gespannt sein ob und wenn ja, wie sie sich da rauswinden werden ohne Konflikte zu verursachen* (*persönliche Leitlinie von Robert). Quote
Werner001 Posted May 22 Report Posted May 22 vor 5 Stunden schrieb SteRo: Weltsynode nimmt in offiziellen Text Erfahrungsberichte von Homosexuellen auf Niederländischer Kardinal Eijk: Synoden-Bericht zu Homosexualität widerspricht Lehramt Da darf man echt gespannt sein ob und wenn ja, wie sie sich da rauswinden werden ohne Konflikte zu verursachen* (*persönliche Leitlinie von Robert). Wenn also jemand sagt, was er fühlt, widerspricht das fundamental der katholischen Morallehre? Interessant. Aber der Mann ist sowieso ein Betrüger. Der echte Erzbischof von Utrecht auf der Kathedra des heiligen Willbrord heißt Bernd Wallet Werner Quote
Werner001 Posted May 23 Report Posted May 23 vor 1 Stunde schrieb SteRo: Lies doch erst bevor du losquatschst. So wichtig sind mir die Ansichten irgendeines dahergelaufenen Kardinals auch wieder nicht Werner Quote
iskander Posted May 24 Report Posted May 24 Am 23.5.2026 um 09:18 schrieb SteRo: Lies doch erst bevor du losquatschst. Nein, @Werner001 hat recht. Der Kardinal kann den Erfahrungsbericht für unangemessen und das falsche Signal halten, aber wenn die Erfahrungen und Meinungen von Homosexuellen einfach wiedergegeben werden ("Die Befragten geben an, dies und jenes zu erleben und zu meinen"), dann widerspricht das nicht im eigentlichen Sinne irgendeiner normativen Aussage der kath. Kirche. Quote
SteRo Posted May 28 Report Posted May 28 Papst Leo: Evangelisierung bleibt oberste Priorität „Vielen erscheint der Glaube für ihr Leben nicht mehr relevant. Die dahinterliegende Gefahr – die nicht immer in ihrer vollen Tragweite wahrgenommen wird – besteht darin, dass gerade jener Atemzug des zutiefst Menschlichen erstickt wird: die Suche nach Sinn. Merkwürdig. Mir erscheint "die Suche nach Sinn" optional, der Robert scheint es als Wesensmerkmal zu verstehen. Ich sehe nicht, dass sie zur Substanz des Menschen gehören sollte. Ich würde eher sagen, dass eine solche Suche erst eine Folge von Leid ist und Leid ist auch optional. Mir erscheint ein erfülltes Leben ohne Sinnfrage durchaus möglich. Die großen existenziellen Fragen bleiben unbeantwortet, während sich eine technologische Kultur ungebremst ausbreitet, die vorgibt, jedes Bedürfnis stillen zu können.“ Welches sind diese Fragen? Die Bedürfnisse "Ablenkung" und "wenig Mühe" scheinen mir die, die doch sehr gut befriedigt werden ... allerdings zu einem hohen Preis, weil diese Kultur ja erforderlich macht, das gesamte Leben an die technologischen Bedingungen "anzupassen". Das kulturelle Klima in einer Konsumgesellschaft lade nicht gerade dazu ein, sich auf einen „geduldigen und mühsamen Weg persönlicher Suche nach Wahrheit“ zu machen. Ich denke, der moderne Mensch geht das eher pragmatisch an. "Suche nach Wahrheit" ist doch reichlich pathetisch ... "aus Fehlern lernt man" reicht vielleicht auch? Der Königsweg der Evangelisierung bestehe auch künftig in der persönlichen Begegnung und in der Bildung glaubwürdiger Gemeinschaften. Mehr als Zeugnis geben, geht nicht. Umso wichtiger ist jeder Einzelne der Gemeinschaft. Das Tun und Lassen jedes Einzelnen ist Zeugnis. Und wo Selbstoptimierung heutzutage so ein Hype ist, könnte man das Evangelium/den Glauben doch auch als Selbstoptimierung (ganz anderer Art) anpreisen. Glaube, Hoffnung, Liebe ... sind tatsächlich Tugenden der Selbstoptimierung. Quote
SteRo Posted June 1 Report Posted June 1 Wortlaut: Papst Leo XIV. beim Angelus am 31. Mai 2026 Meine Lieben, im Geheimnis Gottes – des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes – sind wir zu Hause, so wie sich Nikodemus bei Jesus zu Hause fühlte. Das Leben Gottes ist wunderbar und ergreifend, es schenkt unserem oft so unruhigen Herzen Frieden und lässt uns in der Freude des Heiligen Geistes Brüdern und Schwestern begegnen. So weit so gut. Die Dreifaltigkeit bewirkt, dass wir alles und alle lieben: ... Nein, nein und nochmal nein! Du kannst wohl sagen "dass wir alle lieben" aber in Gottes Namen nicht "dass wir alles lieben". Denn wir hassen die Sünde, aber nicht den Sünder. Und wir lieben den Sünder, aber nicht die Sünde! Wir entdecken, dass jedes Geschöpf auf Gemeinschaft, Beziehung und Begegnung ausgerichtet ist. Und umgekehrt verstehen wir, warum Spaltungen, Polarisierungen und die Verachtung des Andersseins Zerstörung, Traurigkeit und Gefühllosigkeit in die Welt bringen. Schon recht. Aber genau das wäre doch das Thema für Katechese und Predigt im Rahmen von Evangelisierung: darauf hinzuweisen und zu vermitteln, dass nicht die Benennung der Sünde als falsch es ist, was Spaltung und Polarsisierung hervorruft, sondern dass mit dem Festhaltenwollen an der Sünde der Sünder selbst Spaltung und Polarsisierung hervorruft. Die Rechtgläubigen verachten den Sünder nicht, aber vielleicht der Sünder die Rechtgläubigen, wenn diese ihn auf die Sünde aufmerksam machen? Macht es den Sünder traurig, wenn er gesagt bekommt, dass er Falsches tut, dann sei ihm dies doch ein erster Schritt zur Reue. Mt 18. 15 Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein! Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt wird! 17 Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde; wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner! Quote
Flo77 Posted June 1 Report Posted June 1 vor 51 Minuten schrieb SteRo: Mt 18. 15 Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein! Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt wird! 17 Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde; wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner! Aus welcher Übersetzung stammt das denn? Quote
SteRo Posted June 1 Report Posted June 1 vor 3 Stunden schrieb Flo77: Aus welcher Übersetzung stammt das denn? Kann dir gerne auch die Einheitsübersetzung anbieten, die sich unwesentlich unterscheidet und also ebenso gut in den Kontext passt: Mt 18, 5 Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. 16 Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit dir, damit die ganze Sache durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werde. 17 Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde! Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. Quote
Aleachim Posted June 1 Report Posted June 1 vor 4 Stunden schrieb SteRo: Kann dir gerne auch die Einheitsübersetzung anbieten, die sich unwesentlich unterscheidet und also ebenso gut in den Kontext passt: Mt 18, 5 Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. 16 Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit dir, damit die ganze Sache durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werde. 17 Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde! Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. (Wichtigen Unterschied fett markiert.) Quote
SteRo Posted June 2 Report Posted June 2 (edited) vor 14 Stunden schrieb Aleachim: (Wichtigen Unterschied fett markiert.) Das ist kein wichtiger Unterschied, denn wenn jemand sündigt, dann sündigt er ganz automatisch gegen die Gemeinschaft der Rechtgläubigen und gegen jeden einzelnen von ihr. Ein sündigendes Glied im Leib Christi sündigt gegen den Leib und alle seine Glieder und gegen Jesus Christus. Edited June 2 by SteRo Quote
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