SteRo Geschrieben 6. Mai Melden Geschrieben 6. Mai (bearbeitet) vor 19 Stunden schrieb SteRo: Ich muss meine Freude zurücknehmen, denn jetzt kommt wieder das Argument mit den verschiedenen Versionen des Textes: Vatikan war gegen Homo-Segnungen in Deutschland – aber Dokument wurde laut DBK revidiert [von mir unterstrichen] Unklar ist, welche Revisionen zwischen November 2024 und April 2025 an dem vom Glaubens-Dikasterium kritisierten „Vademecum“ vorgenommen wurden. Gegenüber CNA Deutsch erklärte Kopp, der DBK-Pressesprecher, der Brief von Fernández an Ackermann „bezieht sich auf den Entwurf des Textes ‚Segen gibt der Liebe Kraft. Segnungen für Paare, die sich lieben. Handreichung für Seelsorger*innen‘, der auf der Grundlage des Handlungstextes ‚Segensfeiern für Paare, die sich lieben‘ in einer von der Gemeinsamen Konferenz eingerichteten Arbeitsgruppe erarbeitet worden ist“. „Der Entwurf wurde nach Eingang des Briefes noch einmal überarbeitet, um den kritischen Anmerkungen Rechnung zu tragen“, betonte Kopp. „Er wurde dann nach der Beratung im Ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz und der Annahme durch die Gemeinsame Konferenz am 23. April 2025 veröffentlicht. Der Brief von Kardinal Fernández hatte also als Referenzdokument einen anderen Text als den im April 2025.“ Das Problem scheint mir - wie bereits zum Ausdruck gebracht - bei Robert zu liegen: Zuletzt hatte sich Papst Leo auf dem Rückflug von Afrika nach Rom am 23. April 2026 zum Umgang mit Segnungen für homosexuelle Verbindungen in Deutschland geäußert. So sagte er: „Der Heilige Stuhl hat bereits mit den deutschen Bischöfen gesprochen. Der Heilige Stuhl hat deutlich gemacht, dass wir mit der formalisierten Segnung von Paaren nicht einverstanden sind ... Gleichzeitig betonte der Pontifex, er halte es „für sehr wichtig zu verstehen, dass es bei der Einheit oder Spaltung der Kirche nicht um sexuelle Fragen gehen sollte. Wir neigen dazu zu denken, dass, wenn die Kirche über Moral spricht, das einzige moralische Thema das der Sexualität ist. Ich glaube aber, dass es in Wirklichkeit viel größere, wichtigere Themen gibt, wie Gerechtigkeit, Gleichheit, die Freiheit von Männern und Frauen, Religionsfreiheit – all das hätte Vorrang vor diesem speziellen Thema.“ Der Rober sagt also soviel wie: Wir sind mit den Segensfeiern nicht einverstanden, aber es gibt Wichtigeres. Ja, sagt die DBK, denken wir auch, und macht weiter mit den Segensfeiern. Ich muss die Zurücknahme meiner Freude zurücknehmen Glaubensdikasterium äußert sich zu Segnungs-Vademecum in D Im Zusammenhang mit einem Brief vom November 2024, der dieser Tage auf der Webseite des Dikasteriums veröffentlicht wurde, erklärt der Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre, Kardinal Víctor Manuel Fernández: Der Brief, mit dem auf den Entwurf des Vademecums für Segnungen von Paaren in irregulären Beziehungen reagiert wurde, gilt auch für den aktuellen Text, der nicht die Zustimmung des Dikasteriums hat. Damit läuft das Textversions-Argument der DBK, welches zur Verwirrung der Leser stets bewußt verschwiegen hat, welche Einwände denn zu welchen konkreten Änderungen im Text-Entwurf geführt haben, damit die Einwände auch sinngemäß korrekt im aktuellen Text Berücksichtigung erhalten, ins Leere. Es ist nun endgültig klar, dass ein Bischof, der den aktuellen Text nach wie vor als orientierende Grundlage für Segnungsfeiern verwenden lässt, willentlich den Gehorsam verweigert. Kardinal Fernández wiederholt Nein des Vatikans zu Segnungsfeiern bearbeitet 6. Mai von SteRo Zitieren
rorro Geschrieben 6. Mai Melden Geschrieben 6. Mai (bearbeitet) vor 4 Stunden schrieb SteRo: Ich muss die Zurücknahme meiner Freude zurücknehmen Glaubensdikasterium äußert sich zu Segnungs-Vademecum in D Im Zusammenhang mit einem Brief vom November 2024, der dieser Tage auf der Webseite des Dikasteriums veröffentlicht wurde, erklärt der Präfekt des Dikasteriums für die Glaubenslehre, Kardinal Víctor Manuel Fernández: Der Brief, mit dem auf den Entwurf des Vademecums für Segnungen von Paaren in irregulären Beziehungen reagiert wurde, gilt auch für den aktuellen Text, der nicht die Zustimmung des Dikasteriums hat. Damit läuft das Textversions-Argument der DBK, welches zur Verwirrung der Leser stets bewußt verschwiegen hat, welche Einwände denn zu welchen konkreten Änderungen im Text-Entwurf geführt haben, damit die Einwände auch sinngemäß korrekt im aktuellen Text Berücksichtigung erhalten, ins Leere. Es ist nun endgültig klar, dass ein Bischof, der den aktuellen Text nach wie vor als orientierende Grundlage für Segnungsfeiern verwenden lässt, willentlich den Gehorsam verweigert. Kardinal Fernández wiederholt Nein des Vatikans zu Segnungsfeiern In Deutschland sind eben viele Entscheider "trotz römisch katholisch". Sie sind das Maß der Dinge und bestimmen selbst. Theologisch sind sie längst Episkopale, wollen aber auf Strukturen und eigene Pfründe und Absicherungen nicht verzichten. bearbeitet 6. Mai von rorro Zitieren
rorro Geschrieben 6. Mai Melden Geschrieben 6. Mai Und was die Laien angeht, darf ich mal was zitieren, was ein kluger Pfarrer bemerkte: Zitat Ein Pfarrer sagt mir im Gespräch, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen. Auf meinen erstaunten Blick hin führte er aus: „Religiöse Menschen wollen von der Kirche Gottes Segen für ihre Ehe, für ihr Kind, für ihr Leben. Christen wollen Jesus nachfolgen und nach seiner Weisung leben. Das ist ein fundamentaler Unterschied.“ 1 Zitieren
Merkur Geschrieben 6. Mai Melden Geschrieben 6. Mai vor 7 Stunden schrieb SteRo: Es ist nun endgültig klar, dass ein Bischof, der den aktuellen Text nach wie vor als orientierende Grundlage für Segnungsfeiern verwenden lässt, willentlich den Gehorsam verweigert. Damit müßten nun alle zufrieden sein. Jede Partei hatte Gelegenheit, sich zu positionieren und alle können weitermachen wie bisher. Ich rechne nicht damit, dass Rom großen Verfolgungseifer entwickeln wird. Zitieren
SteRo Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 11 Stunden schrieb Merkur: Damit müßten nun alle zufrieden sein. Nein, die Rechtgläubigen auf keinen Fall. vor 11 Stunden schrieb Merkur: Jede Partei hatte Gelegenheit, sich zu positionieren und alle können weitermachen wie bisher. Ich rechne nicht damit, dass Rom großen Verfolgungseifer entwickeln wird. Damit rechne ich auch nicht. Denn wie ich bereits zum Ausdruck gebracht habe, schätze ich die Konfliktscheuheit von Robert und seine Neigung zur weltlichen Politik größer ein als seine konsequente Treue zur Sendung der Kirche, nämlich den Glauben weiterzugeben, zu bewahren und zu verteidigen. Am 5.5.2026 um 19:16 schrieb SteRo: Das Problem scheint mir - wie bereits zum Ausdruck gebracht - bei Robert zu liegen: Zuletzt hatte sich Papst Leo auf dem Rückflug von Afrika nach Rom am 23. April 2026 zum Umgang mit Segnungen für homosexuelle Verbindungen in Deutschland geäußert. So sagte er: „Der Heilige Stuhl hat bereits mit den deutschen Bischöfen gesprochen. Der Heilige Stuhl hat deutlich gemacht, dass wir mit der formalisierten Segnung von Paaren nicht einverstanden sind ... Gleichzeitig betonte der Pontifex, er halte es „für sehr wichtig zu verstehen, dass es bei der Einheit oder Spaltung der Kirche nicht um sexuelle Fragen gehen sollte. Wir neigen dazu zu denken, dass, wenn die Kirche über Moral spricht, das einzige moralische Thema das der Sexualität ist. Ich glaube aber, dass es in Wirklichkeit viel größere, wichtigere Themen gibt, wie Gerechtigkeit, Gleichheit, die Freiheit von Männern und Frauen, Religionsfreiheit – all das hätte Vorrang vor diesem speziellen Thema.“ Der Rober sagt also soviel wie: Wir sind mit den Segensfeiern nicht einverstanden, aber es gibt Wichtigeres. Ja, sagt die DBK, denken wir auch, und macht weiter mit den Segensfeiern. Zitieren
Aleachim Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 15 Stunden schrieb rorro: Und was die Laien angeht, darf ich mal was zitieren, was ein kluger Pfarrer bemerkte: Zitat Ein Pfarrer sagt mir im Gespräch, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen. Auf meinen erstaunten Blick hin führte er aus: „Religiöse Menschen wollen von der Kirche Gottes Segen für ihre Ehe, für ihr Kind, für ihr Leben. Christen wollen Jesus nachfolgen und nach seiner Weisung leben. Das ist ein fundamentaler Unterschied.“ Ich weiß nicht so recht, warum du diese Aussage "klug" findest... Ich finde es traurig, dass dieser Pfarrer anscheinend ein Zweiklassensystem sieht. Auf der einen Seite die "guten" Katholiken, die es ernst meinen mit ihrem Glauben und ihrer Berufung zur Nachfolge und auf der anderen Seite die, die angeblich nur die "schönen Seiten" des Katholizismus abgreifen, aber sich ansonsten ein bequemes Leben machen und drauf pfeifen, was Gott von ihnen wollen könnte. (Vielleicht interpretiere ich zu viel hinein in dieses kurze Zitat, aber mir begegnet diese Sicht nicht zum ersten Mal.) Nachfolge kann man auch leben, ganz ohne dass man das explizit so benennt. Wer im Umgang mit seinen Mitmenschen (egal ob Familie, Beruf, Freizeit etc.) für andere da ist, zuhört, unterstützt, ermutigt, Freude bereitet, Frieden stiftet uvm. der lebt in meinen Augen "Christus-Nachfolge" auch dann, wenn er das selber überhaupt nicht so sehen und bezeichnen würde. Dass sind dann vielleicht die, die dann fragen werden "Herr, wann haben wir dich hungrig, durstig, arm oder im Gefängnis gesehen?" Wenn diese Menschen überhaupt keine Kirchenzugehörigkeit oder Kirchenbindung haben, wäre es vielleicht übergriffig, ihr Tun Christus-Nachfolge zu nennen, weil sie nunmal formal keine Christen sind. Wer aber zusätzlich zu diesem Tun (diesem Einsatz für das Reich Gottes!), auch noch eine (wenn auch vielleicht eher lose) Bindung an die Kirche hat und das zeigt, indem er den Segen Gottes für das eigene Leben erbittet, der sollte nicht als Christ zweiter Klasse behandelt oder angesehen werden, nur weil er sein Christsein nicht wie ein Banner vor sich her trägt. Mir passiert das viel zu häufig und schnell, dass Menschen eine reine "Wellness-Spiritualität" unterstellt wird. Man kann nur selten in diese Menschen reinschauen. Wir wissen nicht, vor welche Herausforderungen Gott sie in ihrem Leben stellt, und auf welche Weise sie diese annehmen. Natürlich gibt es auch solche, die am liebsten immer in ihrer Komfortzone sitzen bleiben und sich vor jeder Zumutung und Herausforderung drücken. Und ich glaube auch, dass es wichtig ist, die evtl. wachzurütteln und zu sagen: "Mach es dir nicht zu bequem!" Aber eine solche Bequemlichkeit, die die Zumutungen Gottes ignoriert und dadurch das eigene Wachsen und Reifen behindert, gibt es in allen "Lagern". 2 Zitieren
Shubashi Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai (bearbeitet) 40 minutes ago, Aleachim said: Aber eine solche Bequemlichkeit, die die Zumutungen Gottes ignoriert und dadurch das eigene Wachsen und Reifen behindert, gibt es in allen "Lagern". In einer Gemeinde war unser Pfarrer in etwa der Meinung: „Wenn wir nicht in den Himmel kommen, wer dann?“ Für einen Freund war es u.a. einer der Gründe, sich vom Christentum abzuwenden. Jede organisierte Ideologie hat die Tendenz, v.a. das ostentative Bekenntnis zum eigenen „Lager“ positiv hervorzukehren, weil es die Institution stärkt. Für mich ist die Botschaft des Evangeliums gerade eine, die die diese menschlich-allzumenschliche Haltung durchkreuzt - Jesus kritisiert v.a. diejenigen, die zu offensichtlich ihre „Rechtgläubigkeit“ und „Gottgefälligkeit“ hervorkehren. Mir hat ein Pater mal gesagt, dass die größten Heiligen uns vermutlich komplett unbekannt sind, weil sie eben aufgrund ihres bescheidenen Lebenswandels nur Gott kennt. Wäre daher nicht eine weisere Haltung, den Gemeinden zugute zu halten, dass Gott ständig diejenigen beruft, von denen wir nichts wissen? Denn wenn wir einen Blick auf unsere Gesellschaften werfen - in welchen wird der Durst nach Gerechtigkeit und Frieden eher gestillt? Sind es wirklich die, in denen ständig der Name Gottes in aller Öffentlichkeit beschworen wird? bearbeitet 7. Mai von Shubashi Zitieren
SteRo Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai Joh. 6, 44 Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zieht; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag. So gibt es also offensichtlich vom Vater Gezogene und Nicht-Gezogene. Diese Unterscheidung gibt es, auch wenn man "Lager" damit assoziieren will (was man nicht muss) und einem dann "Lagerdenken" nicht gefällt. Zitieren
SteRo Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 1 Stunde schrieb Aleachim: Nachfolge kann man auch leben, ganz ohne dass man das explizit so benennt. Wer im Umgang mit seinen Mitmenschen (egal ob Familie, Beruf, Freizeit etc.) für andere da ist, zuhört, unterstützt, ermutigt, Freude bereitet, Frieden stiftet uvm. der lebt in meinen Augen "Christus-Nachfolge" auch dann, wenn er das selber überhaupt nicht so sehen und bezeichnen würde. Nachfolge beinhaltet notwendigerweise Bekenntnis. Mit deinen Augen scheint was nicht zu stimmen. Zitieren
Merkur Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai Ich verbinde den Begriff vor allem mit Thomas von Kempen. Der sah die Nachfolge vor allem in der Innerlichkeit, weniger im Bekenntnis. 1 Zitieren
rorro Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 2 Stunden schrieb Aleachim: Ich weiß nicht so recht, warum du diese Aussage "klug" findest... Ich finde es traurig, dass dieser Pfarrer anscheinend ein Zweiklassensystem sieht. Ich sehe bei der Aussage des Pfarrers keine Bewertung, er spricht nicht von besser oder schlechter. Das ist Deine Interpretation (warum?). Und ich gehe davon aus, daß er seine Leute kennt und qualifiziert ist diese Beschreibung abgeben zu können. Klug finde ich die kurze prägnante Darstellung. Zitieren
rorro Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai (bearbeitet) vor 2 Stunden schrieb Aleachim: Nachfolge kann man auch leben, ganz ohne dass man das explizit so benennt. Wer im Umgang mit seinen Mitmenschen (egal ob Familie, Beruf, Freizeit etc.) für andere da ist, zuhört, unterstützt, ermutigt, Freude bereitet, Frieden stiftet uvm. der lebt in meinen Augen "Christus-Nachfolge" auch dann, wenn er das selber überhaupt nicht so sehen und bezeichnen würde. Man kann christlich leben, so wie das im Alltag verstanden wird, das muß in der Tat kein Christ sein. Aber "Nachfolge" geht nur, wenn man jemandem nachfolgt. Und wer Christus nachfolgen will ist Christ. Wer das nicht so nennt ist keiner - auch das alles wertfrei. Zitat Dass sind dann vielleicht die, die dann fragen werden "Herr, wann haben wir dich hungrig, durstig, arm oder im Gefängnis gesehen?" Wenn sie wirklich "Herr" sagen und meinen, dann sind sie in der Nachfolge. bearbeitet 7. Mai von rorro Zitieren
Aleachim Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor einer Stunde schrieb SteRo: Nachfolge beinhaltet notwendigerweise Bekenntnis. Mit deinen Augen scheint was nicht zu stimmen. Du hast recht. Ich bin kurzsichtig. 😉 Nein ernsthaft. Ich halte das Bekenntnis auch für wichtig, denke aber, dass Gott den Menschen unterschiedliche Charismen und Aufgaben schenkt. Womöglich haben manche eine besondere Berufung zum "Bekenntnis" und andere sind zu anderem berufen. Ich darf hier auf Mt 7,21-23 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten gewirkt? Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Gesetzlosen! Das Bekenntnis ist offensichtlich nicht das Wichtigste. Zitieren
rorro Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai (bearbeitet) Das Bekenntnis wird da vorausgesetzt. Es ist nicht allein entscheidend, aber wieso das nicht wichtig wäre, ist da nicht ersichtlich. bearbeitet 7. Mai von rorro Zitieren
Aleachim Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 43 Minuten schrieb rorro: Ich sehe bei der Aussage des Pfarrers keine Bewertung, er spricht nicht von besser oder schlechter. Das ist Deine Interpretation (warum?). Ja, das ist meine Interpretation. Ich hab ja gesagt, dass ich da vielleicht auch zu viel hinein interpretiere. Für mein Empfinden schwingt das mit. Warum, weiß ich nicht. vor 45 Minuten schrieb rorro: Klug finde ich die kurze prägnante Darstellung. Du nennst es kurz und prägnant. Ich finde es verkürzt und vereinfachend. Es schürt, auch wenn es nicht so gemeint sein sollte, das "Lagerdenken". Diejenigen, die sich zur "bekennenden" Seite zählen, können damit herrlich auf die anderen herabblicken, auch wenn nirgends explizit etwas von besser oder schlechter steht. vor 41 Minuten schrieb rorro: Zitat Dass sind dann vielleicht die, die dann fragen werden "Herr, wann haben wir dich hungrig, durstig, arm oder im Gefängnis gesehen?" Wenn sie wirklich "Herr" sagen und meinen, dann sind sie in der Nachfolge. Das gibt der Text nicht her. Du interpretierst hier ein "Herr (Jesus Christus), wann haben wir dich hungrig..." Man kann aber auch interpretieren "Herr, (wer bist du?) wann haben wir dich hungrig..." Du interpretierst Nachfolge sehr eng. Nachfolge ist es nur, wenn ich auf den schaue und den erkenne, der ganz vorne geht. Ich denke, dass auch die in der Nachfolge sind, die weit, weit hinten sind und deren Blick nach vorne völlig verstellt ist, aber sie gehen mit den Menschen um sie herum einen Weg, der ihnen sinnvoll und gut erscheint. Auch das ist Nachfolge. Zitieren
SteRo Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 1 Stunde schrieb Merkur: Ich verbinde den Begriff vor allem mit Thomas von Kempen. Der sah die Nachfolge vor allem in der Innerlichkeit, weniger im Bekenntnis. Es ist ja das Merkmal von Mystikern, dass sie fast ausschließlich von ihrer Innerlichkeit reden. Kempen redet auch viel von "bekennen", aber vom bekennen seiner eigenen Sünden. Aber mit mystischem Subjektivismus lässt sich eben keine Glaubensweitergabe verwirklichen. Glaubensweitergabe setzt notwendigerweise Objektivität voraus, also sprachliche Ausdrucksformen, die von jedem (zumindest intellektuell) verstanden werden können, unabhängig von seiner inneren Konditionierung. Deshalb auch das Bekenntnis zum Herrn. Dieses ist wichtig für andere ... für einen selbst, wozu? Zitieren
SteRo Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Aleachim: Du hast recht. Ich bin kurzsichtig. 😉 Nein ernsthaft. Ich halte das Bekenntnis auch für wichtig, denke aber, dass Gott den Menschen unterschiedliche Charismen und Aufgaben schenkt. Womöglich haben manche eine besondere Berufung zum "Bekenntnis" und andere sind zu anderem berufen. Ich darf hier auf Mt 7,21-23 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten gewirkt? Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Gesetzlosen! Das Bekenntnis ist offensichtlich nicht das Wichtigste. Ich will keineswegs das natürliche gute Tun von Nicht-Christen schmälern, wenn ich auf das Bekenntnis poche. Nein, gutes Tun bleibt gutes Tun und ist vorbildlich, auch wenn es nicht von der "heiligen Liebe" getragen ist, die es zu "heiligem" Tun machen würde. Und sicher, das Bekenntnis ist nicht das Wichtigste, nicht zuletzt deshalb, weil es ja auch ein Lippenbekenntnis sein könnte. Deinem Mt-Zitat füge ich gerne dieses an: Mt 10, 32 Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. Das sagt er seinen Jüngern im Kontext möglicher Verfolgung. Wenn aber bei Verfolgung, wenn das Bekenntnis Gefahr für Leib und Leben zur Folge haben kann, dann doch erst recht, wenn man keine solche schlimmen Folgen befürchten muss, wenn man vielleicht sogar erfüllt ist mit Freude und Sorge um das Wohl anderer und ihnen vielleicht ein Anstoß sein will, im Namen des Herrn. bearbeitet 7. Mai von SteRo 1 Zitieren
Merkur Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 15 Minuten schrieb SteRo: Glaubensweitergabe setzt notwendigerweise Objektivität voraus, also sprachliche Ausdrucksformen, die von jedem (zumindest intellektuell) verstanden werden können, unabhängig von seiner inneren Konditionierung. Deshalb auch das Bekenntnis zum Herrn. Dieses ist wichtig für andere ... für einen selbst, wozu? Ich hatte angenommen, du meinst die Nachfolge (Imitatio Christi) als Terminus. Glaubensweitergabe ist mE etwas anderes als Nachfolge. Zitieren
Kara Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai (bearbeitet) vor 43 Minuten schrieb Aleachim: Das gibt der Text nicht her. Du interpretierst hier ein "Herr (Jesus Christus), wann haben wir dich hungrig..." Man kann aber auch interpretieren "Herr, (wer bist du?) wann haben wir dich hungrig..." Da musste ich jetzt aber ein bisschen grinsen 😊... Ein paar Verse vorher lesen wir nämlich, in welcher Szenerie diese Worte gesprochen werden: "Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet." Jetzt stelle ich mir gerade vor, wie Jesus - begleitet von den himmlischen Heerscharen - in Seiner Herrlichkeit kommt und sich auf den Thron setzt. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass irgendjemand da fragen wird: "Wer bist du?" Nein. Wenn Jesus wiederkommt, werden alle wissen, wer Er ist. vor 43 Minuten schrieb Aleachim: Ich denke, dass auch die in der Nachfolge sind, die weit, weit hinten sind und deren Blick nach vorne völlig verstellt ist, aber sie gehen mit den Menschen um sie herum einen Weg, der ihnen sinnvoll und gut erscheint. Auch das ist Nachfolge. Nein, das sehe ich nicht so. Das ist nicht der Sinn des Wortes. Meine eigene Nachfolge ist im Übrigen auch äußert ausbaufähig. Deshalb hoffe auch ich auf Seine Barmherzigkeit. bearbeitet 7. Mai von Kara 1 Zitieren
SteRo Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 4 Minuten schrieb Merkur: Ich hatte angenommen, du meinst die Nachfolge (Imitatio Christi) als Terminus. Glaubensweitergabe ist mE etwas anderes als Nachfolge. Ich nehme an, dass Nachfolge auch beinhaltet das Tun des Herrn zu "imitieren", also lehren, predigen, die frohe Botschaft verkünden (Glaubensweitergabe) und ggf. auch das Martyrium. Jesus Christus hat sich oft genug zu seinem Vater bekannt, ebenso bekennen sich seine Nachfolger zu ihm. Zitieren
Flo77 Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 8 Minuten schrieb Kara: Jetzt stelle ich mir gerade vor, wie Jesus - begleitet von den himmlischen Heerscharen - in Seiner Herrlichkeit kommt und sich auf den Thron setzt. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass irgendjemand da fragen wird: "Wer bist du?" Meine Frage wäre auch eher "Was glaubst du eigentlich, wer du bist?" und ja, man kann die Frage in allen Betonungen gestellt verstehen. Zitieren
rorro Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 2 Stunden schrieb Flo77: Meine Frage wäre auch eher "Was glaubst du eigentlich, wer du bist?" und ja, man kann die Frage in allen Betonungen gestellt verstehen. Nachdem Er es Dir gesagt hat, wird Er Dich vielleicht dasselbe fragen… Zitieren
Chrysologus Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 2 Stunden schrieb Aleachim: Ich denke, dass auch die in der Nachfolge sind, die weit, weit hinten sind und deren Blick nach vorne völlig verstellt ist, aber sie gehen mit den Menschen um sie herum einen Weg, der ihnen sinnvoll und gut erscheint. Auch das ist Nachfolge. Ich sehe hier zwei verschiedene Konzepte, die wenig bis nichts miteinander zu tun haben: Das eine (im Gleichnis) ist die Frage nach dem Erreichen des Himmelreiches, das denen offen steht, die Not sehen und handeln, und zwar unabhängig von der Person des Notleidenden. Sie müssen in ihm nicht Christus erkennenn (denn gerade das haben sie ja nicht getan), und wie es ist, wenn sie nur dem helfen, in dem sie den Herrn erkennen, das bleibt offen. Die Verdammten aber machen das ja deutlich: "Wenn wir Dich gesehen hätten, dann hätten wir ja!" klingt zumindest an. Das andere ist die Nachfolge Jesu: Mit der Anordnung "Hinter mich!" beruft er wenige in seine direkte Nachfolge. Das führt mit hoher Wahrscheidnlichkeit zu einigen Problemen für die Berufenen, ob es ins Himmelreich führt, das wird nirgends versprochen. Der Einzige, dem Jesus das zusagt, ist der Schächer am Kreuz neben ihm. Nachfolge ist das eine, Erlangung des Himmelsreiches das andere - beides kann in einer Person zusammen fallen, aber das muss nicht so sein. 1 Zitieren
Flo77 Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 21 Minuten schrieb rorro: Nachdem Er es Dir gesagt hat, wird Er Dich vielleicht dasselbe fragen… Er ist allwissend und angeblich bin ich durch ihn geschaffen. Wenn er es nicht weiß, wer denn dann? Vielleicht erklärt er mir ja dann auch mal, warum ich so bin, wie ich bin, wenn der Himmel sich schon ausschweigt, wenn ich ihn im diesem Leben um Klarstellungen bitte. Zitieren
rorro Geschrieben 7. Mai Melden Geschrieben 7. Mai vor 29 Minuten schrieb Chrysologus: Ich sehe hier zwei verschiedene Konzepte, die wenig bis nichts miteinander zu tun haben: Das eine (im Gleichnis) ist die Frage nach dem Erreichen des Himmelreiches, das denen offen steht, die Not sehen und handeln, und zwar unabhängig von der Person des Notleidenden. Sie müssen in ihm nicht Christus erkennenn (denn gerade das haben sie ja nicht getan), und wie es ist, wenn sie nur dem helfen, in dem sie den Herrn erkennen, das bleibt offen. Die Verdammten aber machen das ja deutlich: "Wenn wir Dich gesehen hätten, dann hätten wir ja!" klingt zumindest an. Das andere ist die Nachfolge Jesu: Mit der Anordnung "Hinter mich!" beruft er wenige in seine direkte Nachfolge. Das führt mit hoher Wahrscheidnlichkeit zu einigen Problemen für die Berufenen, ob es ins Himmelreich führt, das wird nirgends versprochen. Der Einzige, dem Jesus das zusagt, ist der Schächer am Kreuz neben ihm. Nachfolge ist das eine, Erlangung des Himmelsreiches das andere - beides kann in einer Person zusammen fallen, aber das muss nicht so sein. Sind nicht alle Christen zur Nachfolge Jesu berufen? Zur persönlichen Heiligkeit? Vat II und damit die Kirche behauptet das… Zitieren
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