Werner001 Geschrieben Dienstag um 17:36 Melden Geschrieben Dienstag um 17:36 (bearbeitet) vor 6 Stunden schrieb rorro: Wann und wo? Jotpezwo hat 1994 festgestellt (ob definitiv oder nicht scheint strittig zu sein, ist aber schnurzpiepegal), dass die Kirche kein Vollmacht hat. Wenn nun Flatulenzius der Erste im Jahr 2094 feststellt, aufgrund erweiterten Verständnisses der unveränderlichen göttlichen Wahrheit habe die Kirche erkannt, dass die 1994 noch fehlende Vollmacht nunmehr vorhanden sei, lehrt er damit gar nichts, was OS widerspricht und ermöglicht trotzdem die Frauenweihe. So funktioniert die Entwicklung der kirchlichen Lehre seit 2000 Jahren. Werner bearbeitet Dienstag um 17:38 von Werner001 1 Zitieren
nannyogg57 Geschrieben Dienstag um 17:43 Melden Geschrieben Dienstag um 17:43 (bearbeitet) @rorro Es ist nicht Aufgabe der wissenschaftlichen Theologie, das Lehramt zu bejubeln, aber offensichtlich erwartest du das. Ich habe nicht einmal einen Professor erlebt, der illoyal war, kritische dagegen viele. Und das ist recht so, warum in Gottes heiligen Namen soll Kritik in der Kirche verboten sein? Und exakt das war der Versuch, die Diskussion um die Ordination von Frauen abzuwürgen: Ein Denkverbot. Das Lehramt hat aber nicht das Recht, das Denken zu verbieten, speziell, wenn es mit historischen Fakten argumentiert, die so nicht stimmen. Ist es tatsächlich so, dass alle Katholiken und Katholikinnen glauben müssen, dass der Himmel grün ist, wenn das Lehramt das befiehlt? Dass die wissenschaftliche Theologie dann gehalten ist zu beweisen, dass der Himmel grün ist? Dass niemand mehr laut sagen darf: "Die Kirche lehrt zwar, dass der Himmel grün ist, aber es gibt auch einige starke Hinweise, dass der Himmel eventuell blau ist?" Weißt du eigentlich, wie viele verschiedene Theorien so ein Professor darlegt und darlegen muss, nicht nur seine eigene Meinung, seine eigene Theorie? Was meinst du, was in dem 150-Seiten-Skript von GLM zur Trinitätstheologie alles für verschiedene Ansichten zu dem Thema dargelegt wurden, die NICHT seine Meinung waren, einfach, weil man so Wissenschaft betreibt, im Diskurs? Als Studierende habe ich mir gewünscht, er hätte sich kürzer gehalten, nicht die gesamte Kirchengeschichte samt dem interreligiösen Dialog abgeklappert, aber so ist es nun mal, wenn du am Schluss deinen Master oder damals dein Diplom haben wolltest. Natürlich entwickelt sich die Exegese weiter und jeder Studierende, der oder die das, was da an Theorien geboten wird, für die endgültige, allumfassende Meinung hält, hat nicht kapiert, worum es geht, wie Geisteswissenschft funktioniert, wo man ganz oft nur mit den besseren Argumenten, aber nicht mit absoluter Gewissheit Antworten findet. Und dann kommst du daher und drehst der wissenschaftlichen Theologie daraus einen Strick, um dann irgendwelche absurden, kaum argumentativ haltbaren Theorien zu den Synoptikern als Wahrheit anzupreisen und willst ernstgenommen werden. Sorry, aber das regt mich auf. bearbeitet Dienstag um 17:45 von nannyogg57 1 Zitieren
Cosifantutti Geschrieben Dienstag um 17:49 Melden Geschrieben Dienstag um 17:49 vor 5 Stunden schrieb rorro: Moraltheologen könnte ich Dir natürlich liefern, aber anscheinend zählen die bei Dir nicht. Wenn ich bspw. zur Ablehnung von "Veritatis Splendor" recherchiere, kommen ganz ganz viele - Enzykliken dürfen scheinbar einfach so abgelehnt werden. Auch die von Papst Franziskus? Und daß die Befreiungstheologie vollständig rehabilitiert wäre, halte ich für ein Gerücht. Sie war auch nie vollständig verurteilt worden, sondern nur die Variante, die marxistische Diagnosen und Therapien nutzte. Ich habe schon angemerkt, dass dein Kirchenverständnis und vor allem die Rolle der Theologen eher in der Zeit der Pius-Päpste angesiedelt ist. Es gibt vor allem in der Moraltheologie in vielen Einzelfragen eine anerkannte Bandbreite / Spielraum von Positionen. Was die Theologie angeht, ist das Wichtigste, entscheidende der argumentative, rationale Diskurs Was die Moralthrologie und "Veritatis Splendidor" angeht: entscheidend ist , wohl, wie man hier ganz konkret das Konzept der autonomen Moral im christlichen Kontext einordnet, beurteilt. Ich halte es ganz grundsätzlich für eine sehr wichtigen Aufgabenstellung der Theologie, sich differentiert / kritisch / einordnend mit päpstlichen Lehrschreiben auseinanderzusetzen. Berühmtestes Beispiel ist wohl "Humanae Vitae", die Kritik an bestimmten Aspekten, Abschnitten hat sich ja als überaus berechtigt herausgestellt... Der Verlag Patmos hat die erste Enzyklika von Leo XIV herusgegeben mit einer ausführlichen Einführung eines auf diesem Gebiet der KI ausgewiesenen Fachmannes. Dort gibt es auch den Abschnitt: "Kritisches zum Weiterdenken".... Zitieren
Dies ist ein beliebter Beitrag. Chrysologus Geschrieben Dienstag um 19:05 Dies ist ein beliebter Beitrag. Melden Geschrieben Dienstag um 19:05 vor einer Stunde schrieb nannyogg57: Ich habe nicht einmal einen Professor erlebt, der illoyal war, kritische dagegen viele. Das deckt sich mit meiner Erfahrung. In den systematischen Fächern ist ja nun so, dass Professoren in der Tat viele Positionen referieren, und das immer unter dem Anspruch, diese Position sachlich richtig wieder zu geben. Das macht man (wenn sie denn zum jeweiligen Thema etwas gesagt haben) mit Kant und Nietzsche, Marx, Fichte, Heidegger, Levinas etc. und auch den jeweils aktuellen Kollegen. Die lehramtlichen Aussagen werden hier durchaus herausgehoben behandelt, weil es eben ein Unterschied ist, ob ein auch noch so bekannter Philosoph oder das Lehramt spricht. Aber dann muss das Lehramt mit denselben Dingen leben wie alle anderen auch - der Anfrage, ob die dargelegten Positionen so stimmig sind (nur weil man einen Halbsatz aus einem Dokument zitiert bedeutet das ja nun nicht, dass der das genannte Dokument richtig wiedergibt), ob die gezogenen Schlüsse logisch sind, ob die behaupteten Fakten bewiesen sind. Und dann bettet man das Dokument ein in die entsprechende Tradition: Ist es die logische Verlängerung derselben oder werden Dinge gelehrt, die dem widersprechen, was bislang gültig war. So funktioniert solide wissenschaftliche Arbeit, und nicht anders. 4 Zitieren
rorro Geschrieben Dienstag um 19:29 Melden Geschrieben Dienstag um 19:29 Na, dann ist ja alles super und mein Eindruck, daß die Mehrheit der dt. katholischen Professorenschar den Anforderungen des Zweiten Vatikanum nicht Folge leistet bzgl. der Zustimmung zu päpstlichen Lehr-Aussagen, ist ein kompletter Irrtum. Dann läuft ja alles bestens! Zitieren
Cosifantutti Geschrieben Dienstag um 20:26 Melden Geschrieben Dienstag um 20:26 (bearbeitet) vor 57 Minuten schrieb rorro: Na, dann ist ja alles super und mein Eindruck, daß die Mehrheit der dt. katholischen Professorenschar den Anforderungen des Zweiten Vatikanum nicht Folge leistet bzgl. der Zustimmung zu päpstlichen Lehr-Aussagen, ist ein kompletter Irrtum. ......genau so ist es. Mir ist aktuell schlicht kein einziges Lehrbeanstandungsverfahren gegen einen Dozenten an einer deutschen Uni bekannt. Entgegen deiner notorischen Unterstellungen, die zuständigen und verantwortlichen Ortsbischöfe hätten nicht "die Eier", seien zu feige um einzuschreiten, finden offensichtlich die Bischöfe, dass "ihre" katholischen Theologen ihre Arbeit machen und sich innerhalb der "Catholica" bewegen... bearbeitet Dienstag um 20:27 von Cosifantutti 1 Zitieren
Cosifantutti Geschrieben Gestern um 08:37 Melden Geschrieben Gestern um 08:37 So "schlimm" kann es mit der deutschsprachigen Theologie eigentlich gar nicht sein, zumindest zwei davon erfeuen sich der Wertschätzung des höchsten Lehramtes in der Kirche: https://www.katholisch.de/papst-und-vatikan/zwei-deutsche-theologen-beraten-kuenftig-papst-leo-xiv Zitieren
nannyogg57 Geschrieben vor 19 Stunden Melden Geschrieben vor 19 Stunden Gute Nachrichten von Papst 2 Zitieren
Spadafora Geschrieben vor 14 Stunden Melden Geschrieben vor 14 Stunden eine sehr gute Nachricht Zitieren
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