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Das hätte ich Papst Benedikt nicht zugetraut


wolfgang E.

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Interreligiöses Beten hat nach Meinung die Thomas B.hier äußert ja gar nicht stattgefunden....weil nicht sein kann, was nicht sein darf.[/font]

Was ist an dieser Beschreibung falsch?

In Wirklichkeit handelte es sich um ein interreligiöses Treffen, bei dem die verschiedenen Religionen jeweils nach ihren Riten für den Frieden gebetet haben.
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Deshalb ist die Differenzierung von Thomas ja so wichtig - es gab in Assisi kein gemeinsames Gebet,

Was nie jemand behauptet hat selbst die wüstesten Fundis nicht.

...... Anders kann interreligiöses Beten auch gar nicht nicht funktionieren.

Interreligiöses Beten hat nach Meinung die Thomas B.hier äußert ja gar nicht stattgefunden....weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

 

Es gibt eine Menge Fundis, die genau das behaupten und deshalb Johannes Paul II. des Synkretismus beschuldigen - zum Beispiel die FSSPX.

 

Ich habe den Begriff des interreligiösen Gebets unscharf verwendet, daher die Verwirrung. Um es korrekt zu sagen: Das, was man interreligiöses Gebet nennt, ist kein gemeinsames Gebet, sondern Beten im Angesicht des anderen. Und genau das hat Thomas gesagt - oder sehe ich das falsch?

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- oder sehe ich das falsch?

M.E. ja aber es ist völlig gleichgültig und für Beckmesserei, denn auch in dem von Dir zitierten Artikel der Piusse wird auch nicht behaupet dass gemeinsam gebetet worden wäre.

bearbeitet von wolfgang E.
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Ich habe heute morgen kurz in den Neujahrsgottesdienst geschaut und war mal wieder entsetzt wie sich die Liturgie immer mehr der vorkonziliaren nähert.

 

Eine interessante Formulierung: "kurz in den Gottesdienst geschaut".

 

Was genau (!) löst denn bei dir Entsetzen aus? Ich kann leider nichts mit der Formulierung, dass sich die "Liturgie immer mehr der vorkonziliaren nähert" anfangen kann, denn ich weiß nicht, was damit im Einzelnen gemeint ist. An welchen Stellen in der Liturgie geschieht jetzt etwas anderes.

 

Wie viel Prozent der Gottesdienstteilnehmer mögen das wohl überhaupt bemerken?

Vielleicht habe ich mich etwas unverständlich ausgedrückt. Ich meine nicht den Ablauf der Liturgie sondern das ganze drum herum. Die "alten" Paramene, (im Neujahrsgottesdienst Bassgeigen) Spitze bis zum Weggucken, der alte Papstthron, die Kardinalsdiakone usw. Wir leben im 21. Jahrhundert, aber davon merkt man nichts. Ich denke aufgeklärte Menschen kann man mit dieser Form des Erscheinungsbildes der Liturgie nicht mehr erreichen. Damit möchte man was ausdrücken. Ich bin fest davon überzeugt, das diese Äusserlichkeiten die ersten Schritte zurück sind, zurück vor die Errungenschaften des 2. Vatikanischen Konzils. Es stimmt mich traurig zu sehen, wie unsere Kirche sich wandelt und immer mehr Leute der Kirche den Rücken ziegen, da die Botschaft Jesu in gewissen Kreisen der Kirche schon kange nicht mehr im Vordergrund steht!

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- oder sehe ich das falsch?

M.E. ja aber es ist völlig gleichgültig und für Beckmesserei, denn auch in dem von Dir zitierten Artikel der Piusse wird auch nicht behaupet dass gemeinsam gebetet worden wäre.

Stimmt, die sind noch ärger.

Festzug der Religionen durch die Straßen der Stadt des heiligen Franziskus und der Verteilung der Vertreter der verschiedenen Religionen in die Kapellen und in die Basilika zur Ausübung ihres Kultes für den Frieden
Für die ist es schon schlimm genug, wenn Angehörige verschiedener Kulte sich gemeinsam auf der Straße zeigen und womöglich Hinduisten in einer katholischen Kapelle nach hinduistischem Ritus für den Frieden beten. (Naja, wahrscheinlich ist es nach FSSPX-Kriterien schlimm genug, wenn es Anglikaner tun.)
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Stimmt, die sind noch ärger.
Festzug der Religionen durch die Straßen der Stadt des heiligen Franziskus und der Verteilung der Vertreter der verschiedenen Religionen in die Kapellen und in die Basilika zur Ausübung ihres Kultes für den Frieden
Für die ist es schon schlimm genug, wenn Angehörige verschiedener Kulte sich gemeinsam auf der Straße zeigen und womöglich Hinduisten in einer katholischen Kapelle nach hinduistischem Ritus für den Frieden beten. (Naja, wahrscheinlich ist es nach FSSPX-Kriterien schlimm genug, wenn es Anglikaner tun.)

Das ist hochinteressant nur dass sie gemeinsam gebetet haben, wird nirgendwo behauptet.

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Für die ist es schon schlimm genug, wenn Angehörige verschiedener Kulte sich gemeinsam auf der Straße zeigen und womöglich Hinduisten in einer katholischen Kapelle nach hinduistischem Ritus für den Frieden beten. (Naja, wahrscheinlich ist es nach FSSPX-Kriterien schlimm genug, wenn es Anglikaner tun.)
Nun, wenn auf einem Altar in einer Kirche eine Buddha-Statue aufgestellt wurde, dann finde ich das schon gelinde gesagt, etwas befremdlich. Aber abgesehen von solchen und ähnlichen Details war die Idee von 1986 schon sehr lobenswert.
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Franciscus non papa
Für die ist es schon schlimm genug, wenn Angehörige verschiedener Kulte sich gemeinsam auf der Straße zeigen und womöglich Hinduisten in einer katholischen Kapelle nach hinduistischem Ritus für den Frieden beten. (Naja, wahrscheinlich ist es nach FSSPX-Kriterien schlimm genug, wenn es Anglikaner tun.)
Nun, wenn auf einem Altar in einer Kirche eine Buddha-Statue aufgestellt wurde, dann finde ich das schon gelinde gesagt, etwas befremdlich. Aber abgesehen von solchen und ähnlichen Details war die Idee von 1986 schon sehr lobenswert.

 

 

genau das habe ich damals ja auch schon kritisch kommentiert.

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Positiv ausgedrückt: Wenn Angehörige anderer Religionen um den Frieden beten, dann ist das für die Katholische Kirche nicht gefährliche Geisterbeschwörung oder bestenfalls irrelevant, sondern wird positiv gesehen und unterstützt - etwa durch die Einladung nach Assisi.

bearbeitet von Justin Cognito
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Positiv ausgedrückt: Wenn Angehörige anderer Religionen um den Frieden beten, dann ist das für die Katholische Kirche nicht gefährliche Geisterbeschwörung oder bestenfalls irrelevant, sondern wird positiv gesehen und unterstützt - etwa durch die Einladung nach Assisi.

 

Wir haben doch die Situation, daß weltweit die Spannungen steigen. Sieben Milliarden Menschen, davon 1,2 Mrd. Katholiken. Und dann gibt es viele, die den clash of civilizations oder den Heiligen Krieg heraufbeschwören. Den möglicherweise verzweifelten Versuch zu machen, das gegenseitige Bekriegen zu hemmen, ist doch jeden Beifall wert. Und das Christentum geht nicht davon unter, daß mal wo in Koran geküßt wird oder eine Buddha-Statue steht. (Auch nicht von einer Baßgeige oder einem Spitzenhemdchen übrigens.)

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- oder sehe ich das falsch?

M.E. ja aber es ist völlig gleichgültig und für Beckmesserei, denn auch in dem von Dir zitierten Artikel der Piusse wird auch nicht behaupet dass gemeinsam gebetet worden wäre.

Die Behauptung wurde im Zusammenhang mit der Ankündigung durch Papst Benedikt auf einer antikatholischen Internetseite aufgestellt.

 

Ich bitte um Entschuldigung, dass ich auf den Unterschied aufmerksam gemacht und damit das sachliche Gespräch gestört habe.

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Positiv ausgedrückt: Wenn Angehörige anderer Religionen um den Frieden beten, dann ist das für die Katholische Kirche nicht gefährliche Geisterbeschwörung oder bestenfalls irrelevant, sondern wird positiv gesehen und unterstützt - etwa durch die Einladung nach Assisi.

 

Wir haben doch die Situation, daß weltweit die Spannungen steigen. Sieben Milliarden Menschen, davon 1,2 Mrd. Katholiken. Und dann gibt es viele, die den clash of civilizations oder den Heiligen Krieg heraufbeschwören. Den möglicherweise verzweifelten Versuch zu machen, das gegenseitige Bekriegen zu hemmen, ist doch jeden Beifall wert. Und das Christentum geht nicht davon unter, daß mal wo in Koran geküßt wird oder eine Buddha-Statue steht. (Auch nicht von einer Baßgeige oder einem Spitzenhemdchen übrigens.)

 

Also ich würde dem Papst weder unterstellen, verzweifelt noch besonders pragmatisch zu sein. Ich glaube vielmehr dass er hier sehr bewusst theologisch agiert. Es ist nicht gleichgültig, wie und zu wem ich bete. Aber wenn sich jemand, mit allem was sie hat - mit ihrem ganzen Sein und Gottvertrauen - für einen gerechten Frieden einsetzt, dann steht sie darin in Gemeinschaft mit uns Christinnen und Christen, die wir dasselbe tun, weil wir diesen Frieden von Christus als Gabe und Aufgabe geschenkt erhielten.

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Also ich würde dem Papst weder unterstellen, verzweifelt noch besonders pragmatisch zu sein. Ich glaube vielmehr dass er hier sehr bewusst theologisch agiert. Es ist nicht gleichgültig, wie und zu wem ich bete. Aber wenn sich jemand, mit allem was sie hat - mit ihrem ganzen Sein und Gottvertrauen - für einen gerechten Frieden einsetzt, dann steht sie darin in Gemeinschaft mit uns Christinnen und Christen, die wir dasselbe tun, weil wir diesen Frieden von Christus als Gabe und Aufgabe geschenkt erhielten.
Ich denke, der Papst sieht das genau so - und ich auch.
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Der Papst lädt alle christlichen Konfessionen und Weltreligionen ein, mit ihm im Oktober in Assisi den 25. Jahrestag des von Johannes Paul II. initiierten interreligiösen Gebets für den Weltfrieden zu begehen. Es kommt also zu einer Wiederholung jener Veranstaltung, die heute noch Fundis die Zornesröte ins Gesicht treibt.

Dies ist umso bemerkenswerter, als immer behaupet wurde, der damalige Kardinal Ratzinger sei als Präfekt der Glaubenskongregation ein Gegner dieser Initiative seines Vorgängers gewesen.

Kann man da mitmachen?

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Vielleicht machen sie ja wieder so ein Rosenkranz-Wettbeten. "Schaffen wir eine Million Rosenkränze, die wir dann demutsvoll der allerheiligsten Jungfrau zu Füßen blablabla..." :ninja:

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Vielleicht machen sie ja wieder so ein Rosenkranz-Wettbeten. "Schaffen wir eine Million Rosenkränze, die wir dann demutsvoll der allerheiligsten Jungfrau zu Füßen blablabla..." :ninja:

Die spinnen, die Anti-Römer.

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Die spinnen, die Anti-Römer.
:ninja:
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Allerdings finde ich den Schluss der Aussage des Herrn Fellay höchst erfreulich.

(Ja, ich weiß, dass ich in den GG bin und OT - ich bin schon still) :ninja:

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Interessant in diesem Interview finde ich auch diese Aussage:

 

"Im gleichen Interview weist Fellay darauf hin, dass auch die Gespräche mit dem Vatikan nicht gut laufen. Beide hätten verschiedene Anliegen. Der Vatikan wolle die Anerkennung der Beschlüsse des Zweiten Vatikanums, die Piusbrüder hingegen die Kirche zu den „wahren Lehren“ zurück bringen. Das Konzil sei für die Bruderschaft eindeutig das Hindernis zur Einheit mit Rom."

 

Ich kann mich noch gut dran erinnern, was für wüste Befürchtungen geäußert wurden, als die Gespräche begannen (und was für absurde Erwartungen z.B. Siri hatte). Heute kann man dann mal festhalten: es gab zu keiner Zeit die Absicht, das 2. Vatikanum zurückzunehmen. Genau das habe ich damals vermutet und bin deshalb nicht schlecht beschimpft worden.

 

Für mich ist der ganze Ablauf in dieser Angelegenheit ein guter Grund, den Vatikan nicht für so hirnverbrannt, rückwärtsgewandt und machtgeil zu halten, wie oft unterstellt wird. Ich bin davon überzeugt, dass strategische Weitsicht nach wie vor einer der Vorzüge des römischen Charismas ist.

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Franciscus non papa
Fellay mal wieder

 

Jetzt beten sie schon, dass ein Gebet nicht zustande kommt. :ninja:

 

 

immerhin macht der herr deutlich, dass das konzil der einheit offenbar dauerhaft im weg steht. damit führt er ratzi vor. ich fürchte, damit hat er das scheitern der gespräche schon vorweg genommen.

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Franciscus non papa
Interessant in diesem Interview finde ich auch diese Aussage:

 

"Im gleichen Interview weist Fellay darauf hin, dass auch die Gespräche mit dem Vatikan nicht gut laufen. Beide hätten verschiedene Anliegen. Der Vatikan wolle die Anerkennung der Beschlüsse des Zweiten Vatikanums, die Piusbrüder hingegen die Kirche zu den „wahren Lehren“ zurück bringen. Das Konzil sei für die Bruderschaft eindeutig das Hindernis zur Einheit mit Rom."

 

Ich kann mich noch gut dran erinnern, was für wüste Befürchtungen geäußert wurden, als die Gespräche begannen (und was für absurde Erwartungen z.B. Siri hatte). Heute kann man dann mal festhalten: es gab zu keiner Zeit die Absicht, das 2. Vatikanum zurückzunehmen. Genau das habe ich damals vermutet und bin deshalb nicht schlecht beschimpft worden.

 

Für mich ist der ganze Ablauf in dieser Angelegenheit ein guter Grund, den Vatikan nicht für so hirnverbrannt, rückwärtsgewandt und machtgeil zu halten, wie oft unterstellt wird. Ich bin davon überzeugt, dass strategische Weitsicht nach wie vor einer der Vorzüge des römischen Charismas ist.

 

 

hm, ich denke allerdings, daß es da einige herren im vatikan gibt, die gerne bereit sind, das vat. II so lange zu relativieren, bis nichts mehr davon übrig ist.

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Franciscus non papa

hab ich schon mal in letzter zeit angemerkt, daß ich dieses interreligiöse gebet allerdings nach wie vor für ausserordentlich fragwürdig halte.

 

(bin offenbar doch konservativer, als viele hier immer wahrnehmen!)

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