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Heilige Messe im klassischen römischen Ritus


Gast jakob

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>>Papst Pius XII. ist also am 9. Oktober 1958 in den Himmel eingegangen . <<

 

Dazu mal eine ganz spitzfindige Frage:

Geht eigentlich jeder Papst gleich an seinem Todestag in den Himmel ein oder muss er erst noch ins Fegefeuer?

 

Da aber die Heiligsprechung von Pius XII. möglicherweise bald erfolgt, erübrigt sich diese Frage im Hinblick auf ihn sicher, denn Heilige kommen ja sofort nach ihrem Tod in den Himmel, wenn ich richtig informiert bin.

(Aber das wäre wohl eher Thema eines Extra-Threads.)

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Lieber Falk,

 

>>Da aber die Heiligsprechung von Pius XII. möglicherweise bald erfolgt, erübrigt sich diese Frage im Hinblick auf ihn sicher, denn Heilige kommen ja sofort nach ihrem Tod in den Himmel, wenn ich richtig informiert bin. <<

 

Genauso war es eigentlich auch gedacht ;)

 

Liebe Grüße

Katharina

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Guten Morgen Falk,

 

(und allen einen schönen Sonntag.)

 

Ich muss zunächst Abbitte leisten, denn als ich mich in diesen Thread einlas, habe ich einen ganz und gar nicht missverständlichen Text von dir missverstanden:

 


Wenn man Dich so reden hört, könnte man meinen, Du gehörst einer Kirche an, die nicht mal so alt ist wie die meisten Sekten, einer Kirche, die ca. 1962 entstand, deren erster Papst Johannes XXIII. heißt und in der bisher nur ein einzigstes Konzil stattfand, nämlich das 2. Vatikanum.

 

… hatte ich nicht als Polemik gegen die Vermutung, Stefan schätze die vorkonziliare Kirche nicht gelesen, sondern als Polemik gegen die Kirche – jedenfalls gegen die kirchliche Entwicklung der sechziger Jahre. Ein Missverständnis zu meinen Lasten, das mir natürlich leid tut.

 

Zur Zeit habe ich kaum Gelegenheit, einmal nachzusehen, aber da in unserem Bücherregal auch mediator dei steht, muss ich doch jetzt einfach mal die betreffenden Stellen im Zusammenhang lesen. Dazu dann also später mehr. Die Frage ist natürlich, welche bindende Kraft Verlautbarungen eines Papstes im Rahmen einer Enzyklika haben – und die, ob es überhaupt spätere Äußerungen seiner Nachfolger zu diesem Thema gibt. Als in den Sechzigern Geborener, der eigentlich nur die Kirche nach dem zweiten Vatikanum kennt, möchte ich auch gerne Überlegungen darüber anstellen, welchen Unterschied es in der Zeichenhaftigkeit macht, wenn der Priester die Wandlungsworte dem Tabernakel mit dem bereits aufbewahrten Herrenleib gegenüber spricht.

 

Natürlich ist Kirche nicht in Auswahl zu haben – und ob die tatsächliche Umsetzung des zweiten Vatikanischen Konzils immer so gut gelungen ist, wage ich zu bezweifeln. Vielleicht können wir eine weitere Gemeinsamkeit in dem Anliegen feststellen, dass das Herrenmahl nicht zu einem Gemeinschaftshappening verkommt.

 

Wieweit dies jedoch an der Liturgiereform – oder ihrer Umsetzung – liegt, darüber könnten unsere Ansichten auseinander gehen. Ein reines Zurückdrehen des Rades würde m.E. nicht helfen.

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Hallo Echo Romeo,

 

ich freue mich, dass sich Dein Missverständnis bezüglich meiner Polemik gegen Stefans Geringschätzung der "vorkonziliaren" Kirche aufgeklärt hat.

 

Auch ich bin nicht dafür, das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Und wenn ich kritische Abhandlungen über die Liturgiereform (selbst von traditionalistischer Seite) lese, dann kommt auch dort immer wieder zum Ausdruck, dass es schon vor der Reform Missbräuche gegeben hat, ja dass gewisse negative Entwicklungen bereits lange vor dem letzten Konzil begonnen haben.

Die "Milchmädchen-Rechnung":

Als es noch keine neue Messe gab, war alles besser!,

scheint also nicht aufzugehen.

 

Ob die Reform gelungen ist und entsprechend den Vorgaben des Konzils erfolgte, wird ja durchaus kontrovers diskutiert.

 

Doch bereits 1976 schrieb Papst Paul VI. an Erzbischof Lefebvre, die tatsächlich vorzufindenden

Missbräuche könnten "nicht dem Konzil selbst zugeschrieben werden, auch nicht

den aus ihm legitim hervorgegangenen Reformen, sondern vielmehr einem Mangel an

echter Treuehaltung ihnen gegenüber."

 

Demnach wäre auch die Liturgiereform nicht misslungen, sondern es würde lediglich an der echten Treuehaltung gegenüber dieser legitim aus dem Konzil

hervorgegangenen Liturgiereform mangeln.

 

Desweiteren schrieb Paul VI. damals, dass "nichts in den Dekreten dieses Konzils noch in den

Reformen, die Wir zu seiner Verwirklichung beschlossen haben",

und damit also auch nicht die von ihm zur Verwirklichung des Konzils beschlossene Liturgiereform

"dem entgegengesetzt ist, was die zweitausendjährige Tradition der Kirche an

Grundlegendem und Unwandelbarem aufweist."

 

Auch unser gegenwärtiger Papst rühmt die Liturgiereform im Zusammenhang mit "der

neuen Kodifizierung des kanonischen Rechtes" und dem neuen Katechismus

als "wichtigen Beitrag zum Werk der Erneuerung des gesamten kirchlichen Lebens..., wie es vom Zweiten Vatikanischen Konzil gewollt und

eingeleitet wurde" (Apost. Konstit. "Fidei Depositum" Nr. 1)

und er bezeichnet sie

in seiner Enzyklika "Ut unum sint" sogar als Auslöser für angeblich

katholisierende Tendenzen in den nichtkatholischen Kirchen und Gemeinschaften,

die schon zu einer die gemeinsame Eucharistiefeier vorbereitenden

"Übereinstimmung, die verschiedene Aspekte des sakramentalen Lebens betreffen",

geführt hätten (II., 45)

 

Auf die Aussagen der Päpste könnte man die Kritik an der möglicherweise misslungenen Reform letztlich also nicht stützen.

 

Womit wir dann wieder bei der Frage wären, welchen Stellenwert die päpstlichen Aussagen (z.B. in einer Enzyklika) überhaupt haben und woran man nun erkennen kann, welche Aussagen zutreffen, wenn es von verschiedenen Päpsten zum selben Thema unterschiedliche, ja sogar gegensätzliche Stellungnahmen gibt.

 

Im sog. Enzyklika-Paragraphen Pius XII. heißt es:

 

"...Man darf auch nicht die Ansicht hegen, das, was in den Päpstlichen Rundschreiben gesagt wird, verlange keine Zustimmung, weil die Päpste in solchen Schreiben nicht von ihrer höchsten Lehrgewalt Gebrauch machen. Denn es ist das ordentliche Lehramt, das hier spricht, von dem ganz ebenso das Wort gilt: 'Wer euch hört, der hört mich.'..." (Humani Generis)

 

Und der völlig traditionalismusunverdächtige Theologe Otto Hermann Pesch hat in seinem Buch "Das Zweite Vatikanische Konzil, Vorgeschichte - Verlauf - Ergebnisse - Nachgeschichte" durchaus zutreffend geschrieben:

 

"Wäre nämlich dieser Enzyklikaparagraph befolgt worden, so hätte es kein Zweites Vatikanisches Konzil geben können. Denn dort wurden Beschlüsse gefasst, die klar über das hinausgehen, was in sachlich gewichtigen Enzykliken Pius' XII. ausgesagt ist. Das war nur möglich, weil man verbotenerweise doch weiter diskutiert hatte - freilich damals noch hinter dicken Ledertüren, ..." (S. 40)

 

Worauf aber könnte man sich unter diesen Umständen überhaupt noch verlassen?

Ist nun richtig, was Pius XII. in Mediator Dei zur Liturgie sagt oder stimmt, was Paul VI. z.T. im krassen Gegensatz dazu bei Einführung der neuen Messe schrieb, oder ist einfach immer das richtig, was der gerade lebende und regierende Papst sagt ....?

 

Hier sehe ich das eigentliche Problem der gesamten "nachkonziliaren" Zeit, denn wenn sich die Päpste vor dem Konzil in gewichtigen Fragen, zu denen sie sich lehramtlich äußerten, irrten, weshalb sollten sich die Päpste nach dem Konzil dann nicht ebenfalls irren, in dem, was sie lehren?

 

Viele Grüße

Falk

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OneAndOnlySon

Hi Falk,

 

das halte ich für eine gute Überlegung. Meine Meinung dazu ist folgende:

 

Eine päpstlische Enzyklika (oder andere Lehrschreiben) ist immer eine Auslegung der kirchlichen Lehre auf die jeweilige Zeit und Situation hin. Sie ist als Bestimmung der höchsten kirchlichen Autorität von der ganzen Kirche anzunehmen. Der entscheidende Unterschied zu einem Dogma ist jedoch der, daß sie nicht unauflöslich ist. Jeder Papst hat die Möglichkeit und auch die Pflicht, die dogmatischen Lehren der Kirche in seine Zeit zu übertragen und sie neu (in Form von Hirtenbriefen usw.) auszulegen.

 

Gruß

 

Stefan

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Hallo Stefan (OneAndOnlySon),

 

ich finde es völlig korrekt und zutreffend, wenn Du sagst:

 

>>Jeder Papst hat die Möglichkeit und auch die Pflicht, die dogmatischen Lehren der Kirche in seine Zeit zu übertragen und sie neu (in Form von Hirtenbriefen usw.) auszulegen. <<

 

Mir bleibt lediglich rätselhaft, wie man damit umgeht, wenn sich die lehramtlichen Aussagen verschiedener Päpste zu ein und derselben Lehre widersprechen.

 

Die aktuelle Übertragung der dogmatischen Lehre der Kirche in unsere Zeit bezüglich der Religionsfreiheit lautet z.B.:

 

"(das Recht auf Religionsfreiheit) ist ein natürliches Recht des Menschen

auf die bürgerliche Freiheit, das heißt darauf, dass im religiösen Bereich -

innerhalb der gebührenden Grenzen - von der politischen Gewalt kein äußerer

Zwang ausgeübt wird. Dieses natürliche Recht ist in der Rechtsordnung der

Gesellschaft anzuerkennen, so dass es zum staatlichen Recht wird." (KKK Nr. 2108)

 

Man vergleiche dies mit dem Satz, den Papst Pius IX. in Ausübung seines ordentlichen Lehramtes in "Quanta Cura" verworfen hat, indem er diejenigen rügte, die

 

"weiter jene irrige Ansicht begünstigten, die der katholischen Kirche und

dem Seelenheil höchst verderblich ist und von Unserem Vorgänger Gregor XVI.

als Wahnsinn (deliramentum) erklärt wurde, nämlich 'dass die Freiheit des

Gewissens und der Gottesverehrung jedes Menschen Eigenrecht sei, was in

jeder recht geordneten Gesellschaft durch Gesetz verkündet und zugesprochen

werden müsse.' "

 

Ist das nun wirklich dasselbe, nur auf unterscheidliche Weise ausgedrückt?

 

Oder - um bei der Liturgie zu bleiben - wenn Pius XII., ja sogar noch Johannes XXIII. und auch die Liturgiekonstitution des 2. Vatikanums das Latein in der Messe für unverzichtbar halten, während Paul VI. den Verzicht darauf gestattet und für ratsam hält, ist das dann wirklich nur eine auf die aktuellen Verhältnisse zugeschnittene verständlichere Formulierung desselben Sachverhaltes.

 

Und so gibt es eben noch viele andere Beispiele, wo zu ein und demselben Thema völlig unterschiedliche (lehramtliche) Aussagen der Päpste bestehen, die nur schwerlich als neue Auslegung derselben Lehre für eine jeweils andere Zeit nachzuvollziehen sind.

 

Oder man muss sich eben wirklich den Standpunkt des hl. Ignatius von Loyola zu eigen machen, der wohl mal so sinngemäß gesagt haben soll:

Wenn ich schwarz sehe und die Kirche sagt weiß, dann muss ich meine Überzeugung aufgeben und das Urteil der Kirche annehmen.

 

Gruß

Falk

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OneAndOnlySon

Hi Falk,

 

die beiden aufgeführten Stellen drück sicherlich nicht das gleiche (aus verschiedenen Perspektiven) aus. Sie widersprechen sich.

 

Sie sind jedoch auch beide nicht unumstößlich! Der Kathechismus ist genauso wenig Dogma oder Evangelium wie die Papstenzyklika.

 

In der Kirche stehen aber nur das Evangelium und die Dogmen ein für alle mal fest. Alles andere kann vom Lehramt der Kirche korrigiert werden.

 

Oder mal ein Beispiel: Johannes Paul II. kann ohne weiteres sagen: "Was Pius IX. damals geschrieben hat, war sicherlich aus seiner Perspektive richtig und gut gemeint, auf heutiger Sicht und im vollen Licht des Evangeliums ist es aber FALSCH." Damit greift er nicht die Position von Pius IX. zu seiner Zeit an, sondern nimmt ausschließlich das Papstamt wahr. Der Papst ist nun einmal nur auf Lebenszeit Papst. Johannes XXIII. war Papst aber ist es nicht mehr. Es gibt immer nur einen Papst und das ist der Lebendige. Ein toter Papst (auch ein Heiliger) hat keine päpstliche Autorität mehr.

"Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie Engel in den Himmeln. "

 

Gruß

 

Stefan

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Hallo Stefan,

 

Du sagst:

 

>>In der Kirche stehen aber nur das Evangelium und die Dogmen ein für alle mal fest. Alles andere kann vom Lehramt der Kirche korrigiert werden. <<

 

Mal abgesehen davon, dass auch in den Enzykliken der früheren Päpste, deren Inhalt dann wohl - wie Du sagst - aus "heutiger Sicht und im vollen Licht des Evangeliums ... FALSCH" ist, stets auf das Evangelium Bezug genommen und der entsprechende Standpunkt aus diesem hergeleitet wurde, gibt es dann ja auch noch Aussagen des "lebendigen Papstes", die sogar den Dogmen widersprechen.

 

Auch im aktuellen Neuner-Roos "Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung" ist z.B. folgender Satz des Konzils von Florenz (1438 - 1445) als unfehlbar, also als Dogma, gekennzeichnet:

 

"Mag einer ... selbst sein Blut für den Namen Christi vergießen,so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt." (Nr. 381)

 

In seiner Enzyklika "Ut unum sint" scheint der lebendige Papst dieses Dogma jedoch nicht mehr für wahr zu halten.

Er rühmt "das mutige Zeugnis so vieler Märtyrer unseres Jahrhunderts, die auch anderen nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche befindlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften angehören" als "bedeutendsten Beweis dafür, das in der Ganzhingabe seiner selbst an die Sache des Evangeliums jedes Element der Spaltung bewältigt und überwunden werden kann" (Nr. 1) und er bezeichnet diese Märtyrer als Heilige:

"Diese Heiligen kommen aus allen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die ihnen den Eintritt in die Heilsgemeinschaft eröffnet haben." (Nr. 84)

 

Kann man hier nun auch sagen:

 

Was das Konzil von Florenz damals (unfehlbar) beschlossen hat, "war sicherlich aus seiner Perspektive richtig und gut gemeint, aus heutiger Sicht und im vollen Licht des Evangeliums ist es aber FALSCH." ?

 

Viele Grüße

Falk

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mal was andres

 

Gabs nicht mal auch die intinctio d.h. Kommunion in beiderlei Gestalten aber ohne Kelch sondern Eintauchen der Hostie (Tunken) in den Wein?

Das hebt m.E. die Hygiene- argumente auf die sonst dagegen sprechen.

Ich finde es immer merkwürdig wenn die Einsetzungsworte Brot und Wein bzw. Fleisch und Blut meinen und dann nur das "halbe" Mahl stattfindet

 

Gruss

 

Holla

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Zitat von Holla am 13:15 - 6.Mai.2002

 

Gabs nicht mal auch die intinctio d.h. Kommunion in beiderlei Gestalten aber ohne Kelch sondern Eintauchen der Hostie (Tunken) in den Wein?

Gruss

 

Holla

In unserer Gemeinde wird das so gehandhabt, wenn die Kommunion in beiderlei Gestalt gereicht wird.

 

Liebe Grüße

Angelika

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>>Gabs nicht mal auch die intinctio d.h. Kommunion in beiderlei Gestalten aber ohne Kelch sondern Eintauchen der Hostie (Tunken) in den Wein? <<

 

wie sagte Jesus so treffen: "nehmet und tunket alle....."

 

kopfschüttelnden Gruß

Erich

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schwierig wird's dann, wenn man weder die Hostie noch den Kelch mit den Händen berühren darf...

 

Angenommen, das Missale von 1962 würde "reformiert" und die Kommunion unter beiderlei Gestalt auch hier zugelassen. Wie würde das gehandhabt (Mundkommunion)?

 

Ebenso verstehe ich nicht so ganz, warum bei der Mundkommunion der Gläubige kniet, nicht aber der Priester, der sie austeilt. Würde nicht eine Kniebeuge angemessener sein (das schloddrige Hinschlendern bei der Fingerkommunion finde ich natürlich eh daneben.)

 

@Erich

 

und Jesus sprach: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wieso verehren wir dann das Kreuz und nicht den Weinstock ???

 

@Falk,

 

und wie erklärst Du Die die Jesu-Worte in der Hl. Schrift, die sich einander widersprechen, obwohl Jesus zweifelsohne unfehlbar ist? Man hat mir gesagt, daß man die Bibel nur im richtigen Zusammenhang lesen müsse, und schon würden sich alle Widersprüche auflösen. Leider konnte man mir die Zusammenhänge nicht darlegen, so daß ich es glauben muß. Ähnlich scheint es sich mit den widersprüchlichen Papstschreiben zu verhalten.

Irgendwann gab es doch auch einen häretischen Papst, der anschließend abgesetzt wurde. Woher nehmen wir denn die Gewißheit, daß nicht Pius XII häretisch war, als er Mediator Dei verfasste

 

Gruß

jakob.

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Er wurde ja nicht gleich abgesetzt, Jakob, und außerdem ... kann ein Heiliger Häretiker sein?

 

Herzliche Grüße

Martin

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Besser tunken als garnichts trinken!

 

Ich meine das nicht flapsig

 

Schmecket und seht wie gut der Herr

 

Sei mal ehrlich, kommt das geschmacklich im "Brot" rüber ? Als ich mal den Kelch erhielt fiel mir die Vielfältigkeit der Geschmacksnoten auf ... die Fülle des Lebens ... man könnte eine Theologie der Eucharistie  über dieses Spüren und Schmecken wunderbar ergänzen

 

Gruss

 

Holla

 

PS

Ahaaa Eric,

 

Deiner Gemeinde gibts immer Kelchkommunion???

Wo issn das? Ist das erlaubt ;)

 

(Geändert von Holla um 14:34 - 6.Mai.2002)

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Hi Jakob,

 

>> Wieso verehren wir dann das Kreuz und nicht den Weinstock ???<<

 

wenn Jesus an einen Weinstock gekreuzigt wurde, dann hab ich nix dagegen den zu verehren

 

@Holla,

 

>> Deiner Gemeinde gibts immer Kelchkommunion???<<

 

nöö, nur manchmal

 

Gruß

Erich

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Zitat von Holla am 13:15 - 6.Mai.2002

mal was andres

 

Gabs nicht mal auch die intinctio d.h. Kommunion in beiderlei Gestalten aber ohne Kelch sondern Eintauchen der Hostie (Tunken) in den Wein?

Das hebt m.E. die Hygiene- argumente auf die sonst dagegen sprechen.

Ich finde es immer merkwürdig wenn die Einsetzungsworte Brot und Wein bzw. Fleisch und Blut meinen und dann nur das "halbe" Mahl stattfindet

 

Gruss

 

Holla


 

Hallo Holla,

 

die intinctio gab es früher, wobei natürlich klar ist, daß es sich dabei um eine Form der Mundkommunion gehandelt hatte.

 

Man hatte sie abgeschafft und letztendlich auch die Kommunion unter beiden Gestalten, eben weil sich die theologische Erkenntnis durchsetzte, daß Christus unter jeder der beiden Gestalten ganz, also sowohl mit Fleisch als auch mit Blut, enthalten ist. Deshalb konnte man die Kelchkommunion abschaffen, da diese auch praktisch-pastorale Problem aufwarf und aufwirft.

 

Häretische Gruppen führten den "Kelch" wieder ein, weil sie wie Du der Meinung waren (Dein Posting ist ein sehr schönes Beispiel dafür), daß man nur die "Hälfte" des Sakramentes empfangen würde.

Um u.a. klarzustellen, daß dies nicht der Fall ist, bestimmt der CIC Folgendes:

 

"Die heilige Kommunion ist allein unter der Gestalt des Brotes zu reichen oder, nach Maßgabe der liturgischen Gesetze, unter beiderlei Gestalt, jedoch im Notfall auch allein unter der Gestalt des Weines."

 

Katharina

 

(Geändert von Katharina um 15:13 - 6.Mai.2002)

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hi Katharina,

 

Intinctio- Es gab sie also auch mal und da war sie konform mit dem Lehramt, d.h. müsste es immer noch sein oder Tradition wird zu Häresie?

 

Wenn das Problem der Kelchkommunion , praktisch-pastoral ist, ist Häresie ganz schön schlimmer Vorwurf.

 

Und  der Priester mit den engsten MitarbeiterInnen (Minis, Vorbeterin etc)  nehmen regelmässig beide Gestalten, auch wenn Christus unter jeder der beiden Gestalten ganz, also sowohl mit Fleisch als auch mit Blut, enthalten ist.

 

Und mittlerweile erlaubt der CIC das was " häretische Gruppen eingeführt " haben .

 

Ich bin also in Übereinstimmung mit dem Lehramt mit den beiderlei Gestalten, nur ist der Normalfall das Brot

 

Wäre intinctio denn nicht am praktischsten, auch wenn eine Gestalt reichen würde? Warum diese "Bescheidung"?

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>>@Falk,

 

und wie erklärst Du Die die Jesu-Worte in der Hl. Schrift, die sich einander widersprechen, obwohl Jesus zweifelsohne unfehlbar ist? Man hat mir gesagt, daß man die Bibel nur im richtigen Zusammenhang lesen müsse, und schon würden sich alle Widersprüche auflösen. Leider konnte man mir die Zusammenhänge nicht darlegen, so daß ich es glauben muß. Ähnlich scheint es sich mit den widersprüchlichen Papstschreiben zu verhalten.

Irgendwann gab es doch auch einen häretischen Papst, der anschließend abgesetzt wurde. Woher nehmen wir denn die Gewißheit, daß nicht Pius XII häretisch war, als er Mediator Dei verfasste  << (Jakob)

 

Früher (also bis zum letzten Konzil) galt in der katholischen Kirche mal, dass die Offenbarung mit dem Tod des letzten Apostels abgeschlossen worden ist.

Somit wären in biblischen und apostolischen Zeiten immer noch neue Offenbarungen (und damit auch Änderungen) möglich gewesen, danach aber nicht mehr.

 

Um missverständliche und scheinbar widersprüchliche Bibeltexte richtig zu verstehen, gab es die klärenden Definitionen des kirchlichen Lehramtes.

 

Und der häretische Papst Honorius I. (625 - 638) wurde vom nächsten Konzil (681 in Konstantinopel) als solcher gekennzeichnet. Seine Heiligsprechung stand nie zur Debatte.

Beides trifft auf Pius XII. nicht zu, so dass mit allergrößter Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass er auch zum Zeitpunkt der Abfassung seiner Enzyklika "Mediator Dei" nicht häretisch war. ;-)

 

Gruß

Falk

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In unserer Gemeinde gibt es die Eucharistie immer unter beiderlei Gestalten, allerdings nicht, wie Katharina unterstellt, weil unser Pfarrer der Überzeugung wäre, der Kommunionempfang sei nicht vollständig ohne den Kelch, sondern … ich vermute mal … , weil unser Gott ein Gott der Fülle ist.

 

Wenn ich ihm erzähle, dass er zu den Häretikern gezählt wird, wird er vermutlich milde den Kopf schütteln und mich fragen, ob ich nicht etwas zuviel Zeit mit diesem Internet zubringe.

 

 

(Geändert von Echo Romeo um 16:12 - 6.Mai.2002)

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Hallo Echo Romeo,

 

ja, bei uns gibts auch immer all you can eat. Besonders lustig sind die Kommunionhelfer. Die reichen bisweilen das "Brot des Herrn" zusammen mit dem "Blut des Herrn"...

 

Gruß

jakob.

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OneAndOnlySon

Hallo,

 

vor kurzem habe ich einen Artikel gelesen (weiss leider nicht mehr wo), dass bald der CIC so abgeändert werden soll, daß die Kommunion in beiderlei gestalt in jeder Messfeier erlaubt ist und auch empfohlen wird.

 

Gruß

 

Stefan

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