Jump to content

Ohne Erbsünde empfangen -


mbo

Recommended Posts

Ich habe schon mal darauf hingewiesen, dass Gen3 als aitiologischer Mythos gesehen wird, der erklärt, dass es Dinge auf dieser Welt gibt, die nicht zur Vorstellung von einem gütigen Gott passen (Schmerzen, Tod, Unlust bei der Arbeit). Eine Lehrerzählung: Gott hat alles gut gemacht (und der Mensch hat's dann "versaut" (Gen2 und Gen3 gehören meiner Erinnerung nach zusammen).

Die Frage ist halt, ob die dort gelieferte "Erklärung" heute noch passt, und ich denke, nein, das tut sie nicht.

Die Welt wäre auch ohne menschliche Sünden nicht perfekt.

Tsunamis oder Hurrikans (nur als Beispiel) lassen sich mit heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis halt nicht mehr auf irgendwelche menschlichen Sünden schieben, wie das noch vor 1000 Jahren ohne weiteres möglich war.

Anstatt also an überholten Mythen herumzuinterpretieren wäre es mMn sinnvoller, sich mal um in die heutige Zeit passende Erklärungen zu bemühen, denn das ist genau ein Punkt, an dem die kirchlichen Erklärungen (aber nicht nur die) ziemliche Defizite aufweisen.

 

Werner

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Lieber Werner,

 

 

 

...

Das Dogma zur ohne Erbsünde empfangenen Maria soll ja aussagen, dass Maria vom Beginn ihrer Existenz an verschont blieb von der "universalen Verstrickung in Schuld, die die Theologie Erbsünde nennt" (ThiF GK LB 16)

 

Warum ist dies notwendig?

 

Nachtrag: Und warum ist die Erbsündenfreiheit Mariens überhaupt wichtig?

Das hat praktische Gründe:

 

- GOTT wollte
ganz Mensch
werden - also von Mutterleib an, zum Baby, Kleinkind, Knaben bis zum Mann von 30 Jahren aufwachsen.

 

- Nun ist das Kind seinen Eltern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert - schlechte Eltern machen dem Kind das Leben zur Hölle.

Es gibt keinen vernünftigen Grund warum JESU in der Hölle aufwachsen sollte.

 

- Ohne Erbsünde geboren heißt: von Geburt an gerecht sein.

 

- Maria, die Mutter ist daher mit dem JESUSkind immer gut und gerecht umgegangen und hat JESUS eine angenehme Kindheit geschenkt.

 

- Maria hatte nur ein Kind: JESUS.

Den Anhaltspunkt für diese Annahme liefert Johannes 19,26-27.

 

·
26
Als nun JESUS SEINE Mutter sah und bei ihr den Jünger, den ER lieb hatte, spricht ER zu SEINER Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn!

·
27
Danach spricht ER zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter!
Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

 

Das wäre überflüssig wenn Maria weitere leibliche Kinder gehabt hätte - die hätten für ihre Mutter gesorgt.

Da wollte Gott also "ganz Mensch" sein, aber bitteschön doch gefälligst mit angemessener Stellung, also stets angenehme Kindheit, immer nur gerechte Mutter, keine Geschwister, die streiten nur. Vermutlich auch kein Schnupfen und keine vollgemachten Windeln. "Ganz Mensch", aber bitteschön nur die angenehmen Seiten.

Erinnert irgendwie an den Vorstandschef, der mal den Alltag seiner Fabrikarbeiter kennenlernen wollte, und sich daher bei der Weihnachtsfeier eine halbe Stunde zu ihnen an den Tisch setzte, aber nicht, ohne vorher speziell für sich einen bequemen Sessel aufstellen zu lassen und Champagner und Kaviar an diesem Tisch servieren zu lassen.

Du meinst JESU Wandern von Ort zu Ort um zu Heilen und Verkünden war ein Vergnügen?

 

Und wie beurteilst Du JESU grausamen Tod am Kreuz?

 

 

Gruß

josef

 

 

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich habe schon mal darauf hingewiesen, dass Gen3 als aitiologischer Mythos gesehen wird, der erklärt, dass es Dinge auf dieser Welt gibt, die nicht zur Vorstellung von einem gütigen Gott passen (Schmerzen, Tod, Unlust bei der Arbeit). Eine Lehrerzählung: Gott hat alles gut gemacht (und der Mensch hat's dann "versaut" (Gen2 und Gen3 gehören meiner Erinnerung nach zusammen).

Die Frage ist halt, ob die dort gelieferte "Erklärung" heute noch passt, und ich denke, nein, das tut sie nicht.

Die Welt wäre auch ohne menschliche Sünden nicht perfekt.

Tsunamis oder Hurrikans (nur als Beispiel) lassen sich mit heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis halt nicht mehr auf irgendwelche menschlichen Sünden schieben, wie das noch vor 1000 Jahren ohne weiteres möglich war.

Anstatt also an überholten Mythen herumzuinterpretieren wäre es mMn sinnvoller, sich mal um in die heutige Zeit passende Erklärungen zu bemühen, denn das ist genau ein Punkt, an dem die kirchlichen Erklärungen (aber nicht nur die) ziemliche Defizite aufweisen.

 

Werner

Der Umgang mit dem Text im Kontext der (möglichen oder wahrscheinlichen) Entstehungsgeschichte schließt die Suche nach einer modernen Erklärung (die ben dann keine Textinterpretation mehr ist) nicht aus. Dass sie nötig wäre, ist keine Frage.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Lieber Werner,

 

 

 

...

Das Dogma zur ohne Erbsünde empfangenen Maria soll ja aussagen, dass Maria vom Beginn ihrer Existenz an verschont blieb von der "universalen Verstrickung in Schuld, die die Theologie Erbsünde nennt" (ThiF GK LB 16)

 

Warum ist dies notwendig?

 

Nachtrag: Und warum ist die Erbsündenfreiheit Mariens überhaupt wichtig?

Das hat praktische Gründe:

 

- GOTT wollte
ganz Mensch
werden - also von Mutterleib an, zum Baby, Kleinkind, Knaben bis zum Mann von 30 Jahren aufwachsen.

 

- Nun ist das Kind seinen Eltern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert - schlechte Eltern machen dem Kind das Leben zur Hölle.

Es gibt keinen vernünftigen Grund warum JESU in der Hölle aufwachsen sollte.

 

- Ohne Erbsünde geboren heißt: von Geburt an gerecht sein.

 

- Maria, die Mutter ist daher mit dem JESUSkind immer gut und gerecht umgegangen und hat JESUS eine angenehme Kindheit geschenkt.

 

- Maria hatte nur ein Kind: JESUS.

Den Anhaltspunkt für diese Annahme liefert Johannes 19,26-27.

 

·
26
Als nun JESUS SEINE Mutter sah und bei ihr den Jünger, den ER lieb hatte, spricht ER zu SEINER Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn!

·
27
Danach spricht ER zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter!
Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.

 

Das wäre überflüssig wenn Maria weitere leibliche Kinder gehabt hätte - die hätten für ihre Mutter gesorgt.

Da wollte Gott also "ganz Mensch" sein, aber bitteschön doch gefälligst mit angemessener Stellung, also stets angenehme Kindheit, immer nur gerechte Mutter, keine Geschwister, die streiten nur. Vermutlich auch kein Schnupfen und keine vollgemachten Windeln. "Ganz Mensch", aber bitteschön nur die angenehmen Seiten.

Erinnert irgendwie an den Vorstandschef, der mal den Alltag seiner Fabrikarbeiter kennenlernen wollte, und sich daher bei der Weihnachtsfeier eine halbe Stunde zu ihnen an den Tisch setzte, aber nicht, ohne vorher speziell für sich einen bequemen Sessel aufstellen zu lassen und Champagner und Kaviar an diesem Tisch servieren zu lassen.

Du meinst JESU Wandern von Ort zu Ort um zu Heilen und Verkünden war ein Vergnügen?

 

Und wie beurteilst Du JESU grausamen Tod am Kreuz?

 

 

Gruß

josef

... und daran kannst sogar du sehen, wie unsinnig deine Theorie von der unbefleckten Empfängnis zur Sicherstellung einer unbeschwerten Kindheit ist.

 

Werner

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich habe schon mal darauf hingewiesen, dass Gen3 als aitiologischer Mythos gesehen wird, der erklärt, dass es Dinge auf dieser Welt gibt, die nicht zur Vorstellung von einem gütigen Gott passen (Schmerzen, Tod, Unlust bei der Arbeit). Eine Lehrerzählung: Gott hat alles gut gemacht (und der Mensch hat's dann "versaut" (Gen2 und Gen3 gehören meiner Erinnerung nach zusammen).

Die Frage ist halt, ob die dort gelieferte "Erklärung" heute noch passt, und ich denke, nein, das tut sie nicht.

Die Welt wäre auch ohne menschliche Sünden nicht perfekt.

Tsunamis oder Hurrikans (nur als Beispiel) lassen sich mit heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis halt nicht mehr auf irgendwelche menschlichen Sünden schieben, wie das noch vor 1000 Jahren ohne weiteres möglich war.

Anstatt also an überholten Mythen herumzuinterpretieren wäre es mMn sinnvoller, sich mal um in die heutige Zeit passende Erklärungen zu bemühen, denn das ist genau ein Punkt, an dem die kirchlichen Erklärungen (aber nicht nur die) ziemliche Defizite aufweisen.

 

Werner

Erklärung der biblischen Erzählung oder Theodizee die xte?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich habe schon mal darauf hingewiesen, dass Gen3 als aitiologischer Mythos gesehen wird, der erklärt, dass es Dinge auf dieser Welt gibt, die nicht zur Vorstellung von einem gütigen Gott passen (Schmerzen, Tod, Unlust bei der Arbeit). Eine Lehrerzählung: Gott hat alles gut gemacht (und der Mensch hat's dann "versaut" (Gen2 und Gen3 gehören meiner Erinnerung nach zusammen).

Die Frage ist halt, ob die dort gelieferte "Erklärung" heute noch passt, und ich denke, nein, das tut sie nicht.

Die Welt wäre auch ohne menschliche Sünden nicht perfekt.

Tsunamis oder Hurrikans (nur als Beispiel) lassen sich mit heutiger wissenschaftlicher Erkenntnis halt nicht mehr auf irgendwelche menschlichen Sünden schieben, wie das noch vor 1000 Jahren ohne weiteres möglich war.

Anstatt also an überholten Mythen herumzuinterpretieren wäre es mMn sinnvoller, sich mal um in die heutige Zeit passende Erklärungen zu bemühen, denn das ist genau ein Punkt, an dem die kirchlichen Erklärungen (aber nicht nur die) ziemliche Defizite aufweisen.

 

Werner

Erklärung der biblischen Erzählung oder Theodizee die xte?

Die biblische Erzählung wurde ja schon hinreichend erklärt: So hat man vor x-tausend Jahren die Theodizeefrage beantwortet.

Das Problem ist, dass die Antwort der kirche heute noch im Prinzip die gleiche ist, und das finde ich unbefriedigend.

 

Werner

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die biblische Erzählung wurde ja schon hinreichend erklärt: So hat man vor x-tausend Jahren die Theodizeefrage beantwortet.

Das Problem ist, dass die Antwort der kirche heute noch im Prinzip die gleiche ist, und das finde ich unbefriedigend.

Ich finde sie überhaupt nicht hinreichend geklärt. Dieses Thema kann man immer wieder als Ausgangspunkt für Interpretationen und Betrachtungen verwenden. Allerdings sollte man nicht versuchen, die Theodizeefrage damit zu beantworten, da die Antworten darauf im Grunde immer unbefriedigend ausfallen.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

... beeinträchtigt die Erbsünde den freien Willen?

Das sind mMn zwei theologische Thesen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben.

Sie beeinträchtigen sich aber auch gegenseitig nicht.

 

Werner

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

... beeinträchtigt die Erbsünde den freien Willen?

Das sind mMn zwei theologische Thesen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben.

Sie beeinträchtigen sich aber auch gegenseitig nicht.

 

... doch - beides wird als Ursache der "Sünde" betrachtet ...

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

... beeinträchtigt die Erbsünde den freien Willen?

Das sind mMn zwei theologische Thesen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben.

Sie beeinträchtigen sich aber auch gegenseitig nicht.

 

... doch - beides wird als Ursache der "Sünde" betrachtet ...

Nein, der freie Wille ist an sich nicht Ursache der Sünde. Vielmehr ist es so, dass der sündhafte Mensch den freien Willen hat, sich für oder gegen Gott zu entscheiden (so die Theorie). Woher die Sünde kommt wird durch diese Theorie aber nicht begründet.

 

Werner

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

... beeinträchtigt die Erbsünde den freien Willen?

Das sind mMn zwei theologische Thesen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben.

Sie beeinträchtigen sich aber auch gegenseitig nicht.

 

... doch - beides wird als Ursache der "Sünde" betrachtet ...

Nein, der freie Wille ist an sich nicht Ursache der Sünde. Vielmehr ist es so, dass der sündhafte Mensch den freien Willen hat, sich für oder gegen Gott zu entscheiden (so die Theorie). Woher die Sünde kommt wird durch diese Theorie aber nicht begründet.

 

Werner

 

... ich habe mich falsch ausgedrückt - sowohl Erbsünde als auch freier Wille versetzen den Menschen in den Status zum "Sünder"

zu werden ...

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Franciscus non papa

nö, der freie wille versetzt den menschen doch nicht in den status des sünders.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

nö, der freie wille versetzt den menschen doch nicht in den status des sünders.

 

Du hast natürlich recht - das war Unsinn! Ich hab' gemeint, weil der Mensch einen freien Willen hat, kann er zum Sünder werden - aber muß er gleich zum Sünder werden, weil er unter dem Handicap "Erbsünde" steht?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

... beeinträchtigt die Erbsünde den freien Willen?

Das sind mMn zwei theologische Thesen, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben.

Sie beeinträchtigen sich aber auch gegenseitig nicht.

 

... doch - beides wird als Ursache der "Sünde" betrachtet ...

Nein, der freie Wille ist an sich nicht Ursache der Sünde. Vielmehr ist es so, dass der sündhafte Mensch den freien Willen hat, sich für oder gegen Gott zu entscheiden (so die Theorie). Woher die Sünde kommt wird durch diese Theorie aber nicht begründet.

 

Werner

 

... ich habe mich falsch ausgedrückt - sowohl Erbsünde als auch freier Wille versetzen den Menschen in den Status zum "Sünder"

zu werden ...

Ich glaube immer noch nicht, dass es vergleichbar ist.

 

Bei der freier-Wille-These ist die Sündhaftigkeit eine der Rahmenbedingungen. Die ist gemäß dieser These vorhanden, woher auch immer, das ist nicht Gegenstand dieser These. Die These besagt, dass jeder Mensch als Individuum seinen freien Willen dazu einsetzt, Sünden zu begehen oder eben auch nicht. Gott will das so, weil er möchte, dass sich der mensch gegen Sünde und für ihn entscheidet.

 

Die Erbsündenthese andererseits versucht zu erklären, woher die Sündhaftigkeit kommt. Nach ihr kam durch die Ursünde die Sünde in die Welt, und seitdem ist jeder Mensch grundsätzlich sündhaft.

 

Beide Thesen widersprechen sich nicht unwesentlich.

 

Wenn nämlich Gott die Entscheidung des Menschen durch den freien Wille so wichtig ist, dann braucht er dafür die mögliche Sünde als Voraussetzung. Ohne Sünde gibt es keine Entscheidung. Nach der Erbsündenthese wollte Gott aber gar keine Sünde, der Mensch hat sie ins Spiel gebracht, gegen Gottes Willen. Warum hat Gott sie nicht einfach wieder ausgemerzt?

 

Die einzige Möglichkeit, beide These zusammenzubringen, besteht darin, dass Gott eine Schöpfung geschaffen hat, die ihm aber aus dem Ruder gelaufen ist, so dass er schließlich sagte "na gut, dann schau ich halt mal, was ich damit noch anfangen kann"

 

Dann muss man allerdings die Allmacht und Allwissenheit Gottes in die Tonne treten....

 

Werner

bearbeitet von Werner001
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die einzige Möglichkeit, beide These zusammenzubringen, besteht darin, dass Gott eine Schöpfung geschaffen hat, die ihm aber aus dem Ruder gelaufen ist, so dass er schließlich sagte "na gut, dann schau ich halt mal, was ich damit noch anfangen kann"

 

Dann muss man allerdings die Allmacht und Allwissenheit Gottes in die Tonne treten....

So besonders konsistent klingt das alles nicht. Das ist dann der Augenblick für den Auftritt der Theologen, die erklären, das sei eben alles ein großes Mysterium. ;)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Die einzige Möglichkeit, beide These zusammenzubringen, besteht darin, dass Gott eine Schöpfung geschaffen hat, die ihm aber aus dem Ruder gelaufen ist, so dass er schließlich sagte "na gut, dann schau ich halt mal, was ich damit noch anfangen kann"

 

Dann muss man allerdings die Allmacht und Allwissenheit Gottes in die Tonne treten....

So besonders konsistent klingt das alles nicht. Das ist dann der Augenblick für den Auftritt der Theologen, die erklären, das sei eben alles ein großes Mysterium. ;)

Es sind Thesen und Spekulationen.

Ich hab damit kein Problem, solange sich niemand hinstellt und behauptet, das sei die einzige Wahrheit.

Womit wir wieder beim eigentlichen Thema des Threads sind...

 

Werner

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Bei der freier-Wille-These ist die Sündhaftigkeit eine der Rahmenbedingungen. Die ist gemäß dieser These vorhanden, woher auch immer, das ist nicht Gegenstand dieser These. Die These besagt, dass jeder Mensch als Individuum seinen freien Willen dazu einsetzt, Sünden zu begehen oder eben auch nicht. Gott will das so, weil er möchte, dass sich der mensch gegen Sünde und für ihn entscheidet.

 

... warum haben Adam und Eva sich im unanzweifelbar freien Willen zur Sünde entschieden?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Bei der freier-Wille-These ist die Sündhaftigkeit eine der Rahmenbedingungen. Die ist gemäß dieser These vorhanden, woher auch immer, das ist nicht Gegenstand dieser These. Die These besagt, dass jeder Mensch als Individuum seinen freien Willen dazu einsetzt, Sünden zu begehen oder eben auch nicht. Gott will das so, weil er möchte, dass sich der mensch gegen Sünde und für ihn entscheidet.

 

... warum haben Adam und Eva sich im unanzweifelbar freien Willen zur Sünde entschieden?

Warum hat sich das siebte Geislein in der Standuhr versteckt?

Nochmal: "Adam" und "Eva" haben sich zu gar nichts entschieden.

Es handelt sich hier um eine Geschichte, mit der vor ein paar tausen Jahren die Welt (oder jedenfalls ein Teil davon), soe wie man sie ddamals eben sah, anschaulich erklärt werden soll.

So wie es bei den sieben Geislein nicht darum geht, warum Ziegen zuhause Standuhren haben, sondern darum, dass es gefährlich ist, Fremden die Tür zu öffnen.

 

Werner

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Nochmal: "Adam" und "Eva" haben sich zu gar nichts entschieden.

 

Adam und Eva haben vom "Baum" gegessen ...

So wie sich das siebte Geislein in der Standuhr versteckt hat.

 

Werner

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Nochmal: "Adam" und "Eva" haben sich zu gar nichts entschieden.

 

Adam und Eva haben vom "Baum" gegessen ...

So wie sich das siebte Geislein in der Standuhr versteckt hat

 

vergleichbar wäre höchstens, daß die Geislein dem Wolf die Tür geöffnet hatten. Als der Wolf dann drin war, konnten sie sich nur noch verstecken.

 

aber, Du sagtest ja folgendes:

Werner001 sagte am 05 Oktober 2011 - 15:34:

Bei der freier-Wille-These ist die Sündhaftigkeit eine der Rahmenbedingungen. Die ist gemäß dieser These vorhanden, woher auch immer, das ist nicht Gegenstand dieser These. Die These besagt, dass jeder Mensch als Individuum seinen freien Willen dazu einsetzt, Sünden zu begehen oder eben auch nicht. Gott will das so, weil er möchte, dass sich der mensch gegen Sünde und für ihn entscheidet.

 

... nun ist aber die Sündenfall-Erzählung das Paradebeispiel zur Ausübung des "freien Willens"

 

also: warum haben sich Adam und Eva freiwillig dazu entschieden, das ihnen auferlegte Gebot zu verletzen?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

also: warum haben sich Adam und Eva freiwillig dazu entschieden, das ihnen auferlegte Gebot zu verletzen?

Wahrscheinlich, weil das Angebot, wie Gott zu sein und gut und böse unterscheiden zu können für sie attraktiver war als das Einhalten des Gebotes.

bearbeitet von Merkur
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Nochmal: "Adam" und "Eva" haben sich zu gar nichts entschieden.

 

Adam und Eva haben vom "Baum" gegessen ...

So wie sich das siebte Geislein in der Standuhr versteckt hat

 

vergleichbar wäre höchstens, daß die Geislein dem Wolf die Tür geöffnet hatten. Als der Wolf dann drin war, konnten sie sich nur noch verstecken.

 

aber, Du sagtest ja folgendes:

Werner001 sagte am 05 Oktober 2011 - 15:34:

Bei der freier-Wille-These ist die Sündhaftigkeit eine der Rahmenbedingungen. Die ist gemäß dieser These vorhanden, woher auch immer, das ist nicht Gegenstand dieser These. Die These besagt, dass jeder Mensch als Individuum seinen freien Willen dazu einsetzt, Sünden zu begehen oder eben auch nicht. Gott will das so, weil er möchte, dass sich der mensch gegen Sünde und für ihn entscheidet.

 

... nun ist aber die Sündenfall-Erzählung das Paradebeispiel zur Ausübung des "freien Willens"

 

also: warum haben sich Adam und Eva freiwillig dazu entschieden, das ihnen auferlegte Gebot zu verletzen?

Nochmnal, das ist eine Geschichte, da suchst du vergebens nach Logik.

Aber gut, tun wir mal so, als habe es Adam und Eva wirklich gegegben und als wäre die Geschichte ein Tatsachenbericht.

Dann gelten diese Voraussetzungen:

1. Adam und Eva kannten nicht den Unterschied zwischen Gut und Böse.

2. Gott wollte nicht, dass die Sünde in die Welt kommt.

3. Gott ist allmächtig und allwissend.

4. Gott wollte die Schöpfung so, wie er sie geschaffen hatte und nicht so, wie sie durch die Ursünde wurde.

 

Gott wusste also, dass die Schlange Adam und Eva dazu bringt, etwas zu tun, was die Schöpfung in einem Sinne verändert, den er nicht wollte.

Adam und Eva wussten nicht was sie tun.

Gott ließ alles geschehen.

 

Einzige Schlussfolgerung: Gott ist ein Trottel, Adam und Eva können nichts dafür.

 

Wie gesagt, suche nicht in solchen Geschichten nach Logik, sonst landest du früher oder später bei der Frage, wie man einem Wolf den Bauch aufschneiden und wieder zunähen kan, ohne dass er das merkt.

 

Werner

bearbeitet von Werner001
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Es gibt ja noch weitere logische Probleme bei dieser Geschichte, denn es ist, auch wenn das ein sehr weit verbreiteter Glaube ist (siehe auch die Mißverständnisse beim Thema unbefleckte Empfängnis), eben nicht wirklich so, dass Gott die Menschen aus dem Paradies wirft, weil sie vom Baum der Erkenntnis gegessen haben. Er droht ihnen zunächst als Strafe den Tod an, was dann allerdings nicht eintritt und die Vertreibung geschieht in Wahrheit, weil Gott verhindern will, dass sie zusätzlich auch noch vom Baum des Lebens essen und somit wie er unsterblich werden. Wenn man auf Basis eines so offensichtlich als Mythos konstruierten bzw. überlieferten Textes ernsthaft Fragen wie Erbsünde oder freien Willen erklären will...

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

×
×
  • Neu erstellen...