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Wen wünscht Ihr Euch denn?


Edith1

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Bertone ist schon mit der Leitung der Kurie überfordert.

 

Und gegen Turkson sprechen seine jüngsten Aussagen - alle Studien, die ich kenne, sprechen gegen seine These. Und wenn man die Verhältnisse der Afrikanischen Kirche kennt, dann kann man die wohl eher als Argument für eine Aufhebung des Pflichtzölibates heranziehen. Allerdings gab und gibt es dort massive Missbräuche an Abhängigen.

Trotzdem wäre Bertone im Vergleich mit diesem homophoben Turkson das kleinere Übel, ebenso Scola, Bagnasco oder ein anderer Italiener. Je mehr ich darüber nachdenke, umso lieber wäre mir ein italienischer Kardinal auf dem Stuhle Petri. Der könnte sich dann für einige Jahre mit römisch-italienischer Nabelschau begnügen und die Weltkirche verschonen.

 

Edit: Nach diskretem Hinweis editiert.

bearbeitet von OneAndOnlySon
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Lieber ein Papst, der sich mit Äußerungen zur Sexualität auf's Glatteis schafft als einen neokatechumentischen Marienjünger...

Du hast von Schönborn wirklich Null Tau.

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Hängt wohl davon ab, was man unter "Linie" versteht.

Wer ernsthaft meint, dass im nächsten Pontifikat die Lieblingsthemen deutscher und österreichischer Katholiken im Sinne diverser Initiativen (egal von welcher Seite) geändert werden, lebt meines Erachtens im Wolkenkuckucksheim.

Ein neuer Papst mag neue Akzente setzen (ich fürchte: die falschen), aber er wird weder Herrn Schüller die Glaubenskongregation überantworten noch Herrn Fellay.

Es wäre schon ein großes Plus, wenn der nächste Papst die Einsicht Johannes XXIII hätte, dass die Kirche eines Aggiornamento bedarf und eines großen Sprunges nach vorne.*)

 

 

Der einzige - mir bekannte - Teilnehmer des Konklaves, dessen Aussagen auf - zumindest in Teilbereichen - kleine Schritte nach vorne schließen lassen, wäre Kardinal Schönborn. Aber den willst Du ja in Wien behalten.

 

Ich ja.

Beim Geist weiß ich es nicht.

Natürlich hätte es den Vorteil, dass ich mich nicht fürchten muss, welcher Typ womöglich als Nachfolger nach Wien kommt.

 

Ich wüsste, dass er die Weltkiche damit konfrontieren würde, die Theologie neu durchdenken zu müssen, die Moderne (und "Postmoderne") auch theologisch zu verstehen.

 

Ich wüsste, dass er "rechte" wie "linke" Gruppierungen an einer langen Leine ließe, um das Positive herauszuholen, aber Versuche Richtung Machtübernahme wie Schisma knallhart abdrehen würde.

 

Ich wüsste, dass er manchmal zu spontan reagiert und dann zurückstecken muss (was optisch natürlich schlecht ist), aber auch zeigt, dass er es kann und dazu bereit ist.

 

Ich wüsste, dass die Beziehungen zum Judentum hervorragend wären, Vat II keine Abschwächungen erleidet, die Piusse außen vor sind und liturgische Retro-Tendenzen keine Chance haben.

 

Er würde den Zölibat nicht abschaffen, keine Homosexuellen trauen und eine Volksabstimmung über Dogmen wird es weiterhin nicht geben. Maria würde als Urbild der Kirche bleiben und an Marienfesten sogar einen Schwerpunkt bilden. "Das" Böse würde allenfalls "der" Böse werden.

 

Er hat eine leichte Neigung zu Wundern und Privatoffenbarungen, weil er auch darin erst einmal sucht, ob Gott vielleicht dadurch auch etwas mitteilen will), aber er hat nie versucht, sie irgendjemandem aktiv aufs Auge zu drücken.

 

Wenn er die Bischofstendenzen ins Amt mitnimmt, dann würde er versuchen, die Kirche so weit offen zu halten, so viel Raum zuschaffen, wie theologisch vertretbar.

 

Er ist ein Kenner und Liebhaber moderner Kunst und ein Kenner und Liebhaber der Traditionen; im Stephansdom kann man bei Pontifikalämtern uralte und absolut moderne Paramente sehen.

 

Er fördert Frauen, wo er kann; weihen wird er sie nicht.

 

Er spricht fließend Englisch, Französisch, Italienisch (und ich glaube auch noch Spanisch) und hat augezeichnete Kontakte zu den Ostkirchen. Über die theologischen Grundlagen der Christusikone hat er seine Dissertation geschrieben, die noch nicht auf Plagiate untersucht wurde, weil die deutschen Plagiatsjäger das auf Französisch tun müssten.

 

Sein Wahlspruch als Bischof ist "Vos autem dixi amicos".

 

Und ja, dieser Mann ist mir als Dompteur einer Schlangengrube und als Watschenmann der Dreckkübler zu schade!

 

Und außerdem bin ich nicht objektiv, dazu mag ich ihn zu sehr. :)

*Liebeserklärung an meinen Bischof wieder beende*

 

Wenn ich Kardinal wäre, dann würde mich das in Versuchung führen, ihn zu wählen.

 

Für einen höchst aussichtsreichen Kandidaten halte ich ihn durchaus. Und irgendwas als erster aus der Familie zu erreichen, das sei ihm gegönnt.

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Irgendwie halte ich einen Österreicher nach einem Polen und einem Deutschen für unwahrscheinlich.

Dann wird's eher- Überraschung, hatten wir echt noch nie- ein Italiener.

 

Ediths Schilderung liest sich ziemlich wie der eine hier verlinkte Artikel über den Asiaten...

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Irgendwie halte ich einen Österreicher nach einem Polen und einem Deutschen für unwahrscheinlich.

Dies ist meine Hoffnung.

Dann wird's eher- Überraschung, hatten wir echt noch nie- ein Italiener.

Persönlich würde ich auch am ehesten auf Scola tippen, Platz 2 wäre bei mir der Franko-Kanadier.

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Irgendwie halte ich einen Österreicher nach einem Polen und einem Deutschen für unwahrscheinlich.

Dies ist meine Hoffnung.

Dann wird's eher- Überraschung, hatten wir echt noch nie- ein Italiener.

Persönlich würde ich auch am ehesten auf Scola tippen, Platz 2 wäre bei mir der Franko-Kanadier.

 

Gönne CS doch der Weltkirche und hoffe, dass er die Wiener Nachfolge weise beeinflusst. :)

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Tagle wäre wohl auch mein Favorit, aber ich denke es wäre besser wenn er noch einige Jahre Primas der Philippinen bleibt. Es ist es ja erst seit '11. Bei der Durchsicht der Kardinalsliste fiel mir noch Thottunkal auf. Aber inwieweit könnte jemand der nicht aus der KernRK kommt eine Chance haben? Bei den Sonstigen von der Liste sehe ich niemanden der mir zusagt.

 

Aber es muß ja kein Kardinal sein, oder? Scheiße würde ich schreien wenn Frere (Pere) Sulivan als neuer Papst ausgekuckt würde. Dieser Gedanke war mir, kurz nachdem der Jupp seinen Rücktritt ankündigte, gekommen. Fragt mich nicht warum, der Gedanke war einfach da. Sulivan ist nicht so alt, um die 70 wenn ich richtig informiert bin. In einem Video von '09 sieht er noch recht frisch aus. Nun drei Laster hat er schon.

 

  • 1. Arme
  • 2. Kranke
  • 3. Musik

B)

 

Auf diese legt er viel wert. In seiner Zeit als Pastor von La Visitation hat Weihnachten immer mit den Armen der Pfarrei gefeiert. Ich denke das wird er wohl auch in Mahebourg gemacht haben. Organisatorische Fähigkeiten hat er oft bewiesen. wie es mit seiner Gesundheit steht weis ich jetzt nicht. Vor drei Jahren wurde er an Krebs operiert, an welchem weis ich nicht, müßte mich schlau machen.

 

Chubzi

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Irgendwie halte ich einen Österreicher nach einem Polen und einem Deutschen für unwahrscheinlich.

Dies ist meine Hoffnung.

Dann wird's eher- Überraschung, hatten wir echt noch nie- ein Italiener.

Persönlich würde ich auch am ehesten auf Scola tippen, Platz 2 wäre bei mir der Franko-Kanadier.

Was alles denkbar wäre:

Siehe da:

bearbeitet von urdu
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kritisiert die Praxis der Handkommunion, mit der „eine zunehmende Schwächung einer ehrfürchtigen Haltung gegenüber dem Allerheiligsten“ [1] einhergegangen sei und meint, dass die katholische Kirche die Entscheidung zur Erlaubnis der Handkommunion neu überdenken sollte.

 

Erzbischof Ranjith spricht fließend deutsch und hatte als Kaplan regelmäßig Urlaubsvertretungen in Deutschland übernommen, wo auch eine seiner Schwestern lebt. 2008 weihte er acht Diakone in Wigratzbad in der Außerordentlichen Form des Römischen Ritus und zelebrierte ein Pontifikalamt zu Mariä Himmelfahrt im Wallfahrtsort Maria Vesperbild.

aus wiki - für mich an der Grenze zum Austrittsgrund. :ninja:

also ich fand unsere indischen Aushilfskapläne immer sehr nett. Was ich aber erst noch lernen musste: die essen Weisswürscht und trinken Weißbier nur aus Höflichkeit. Lieber mögen die so richtig süsses Gebäck.

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Wenn ich Kardinal wäre, dann würde mich das in Versuchung führen, ihn zu wählen.

so geht das nicht. deshalb kann die Versuchung da gar nicht erst reinkommen.

 

also, das geht so:

nicht die Kardinäle wählen den Papst - sondern, die Kardinäle versuchen herauszufinden, wer vom Hl. Geist zum Papst bestimmt worden ist.

 

@josef: habe ich das jetzt einigermaßen verständlich dargestellt?

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Lieber Petrus,

 

 

 

...

nicht die Kardinäle wählen den Papst - sondern, die Kardinäle versuchen herauszufinden, wer vom Hl. Geist zum Papst bestimmt worden ist.

 

@josef: habe ich das jetzt einigermaßen verständlich dargestellt?

Ja, exakt und verständlich.

Danke.

Alle Christen die der HEILIGE GEIST GOTTES berufen und gebeten hat der Sache JESU CHRISTI zu dienen, sollten stets die Demut und die Vernunft aufbringen herauszufinden was der HEILIGE GEIST von ihnen möchte.

...Und bitte, nicht das wollen und tun was sie selbst oder der Zeitgeist möchte.

 

 

Der Priester der sich überlegt was er denn bei der nächsten Sonntagsmesse den versammelten Gläubigen predigen soll, sollte in aller Demut zunächst seinen Dienstherrn, den HEILIGEN GEIST um angemessene Eingebungen bitten.

 

"HERR, gib mir ein was ich den Gläubigen sagen soll".

 

 

Was ich kann wenn es um Forumsleser geht, sollte der Priester dem es ja um die Gläubigen geht, erst recht können.

 

Wenn ich mir aber so manche Predigt anhöre...

 

 

 

 

Gruß

josef

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Das Konklave 2013

 

Soeben ist die Sedisvakanz eingetreten, und ich möchte einige Gedanken und Prognosen zum bevorstehenden Konklave äußern:

 

1) Das Ringen um einen neuen Papst dürfte diesmal nicht von ideologischen Spannungen zwischen „konservativ“ und „progressiv“ geprägt sein:

Die letzten Liberalen um Kardinal Karl Lehmann (76 Jahre, Mainz) und Kardinal Godfried Daneels (79 Jahre, Emeritus von Brüssel) dürften keinerlei nennenswerten Einfluss nehmen können.

 

2) Ich gehe davon aus, dass die Kardinäle diesmal keinen Kurienkardinal mehr wählen, sondern einen von außen von der Weltkirche, der von den Skandalen der letzten Jahre unbelastet ist.

 

3) Außerdem dürfte – obwohl die Mehrheit der Kardinäle aus Europa stammt – darüber schnell Konsens herrschen, dass endlich ein Nichteuropäer am Zug sein sollte.

 

4) Außerdem ist wohl allen bewusst, dass eher ein Jüngerer dran kommen sollte, der deutlich unter 70 Jahren ist.

 

5) Meiner Meinung nach wäre am besten geeignet, und er passt auch genau in dieses skizzierte Profil, der Kardinal von Manila, Juan Antonio Tagle.

Er ist mein Wunschkandidat, weil er den Blick auf die katholische Zukunftsregion Asien lenkt, und wohl auch von den Philippinen her frischen Wind nach Europa bringen kann. Er würde, da er wohl auch 30 Jahre oder mehr im Amt bleiben würde, eine neue Ära in der Kirche einläuten.

 

 

 

6) Wahrscheinlich aber werden die anderen Kardinäle keinen so jungen Papst riskieren wollen, und Asien hat mit gerade mal 11 Kardinälen auch keine ausreichende Lobby.

 

7) Daher wird es zunächst ein Stechen zwischen lateinamerikanischen und afrikanischen Kandidaten geben. Für Lateinamerika wird Odilo Scherer aus Sao Paulo an vorderster Front ins Rennen gehen, Afrikas Topfavorit ist Peter Turkson aus Ghana. Letzterer ist allerdings seit 2009 Kurienbischof.

 

8) Da beide aber keine Zweidrittel-Mehrheit erreichen können, wird ein Kompromisskandidat aus Nordamerika gesucht, der letztlich die erforderlichen Stimmen auf sich vereinen kann: Dafür kommen sowohl Kardinal Marc Ouellet aus Quebec (68 Jahre) als auch Kardinal Timothy Dolan aus New York in Frage, wobei ich dann glaube, dass es eher Dolan wird wegen seines jüngeren Alters (63).

 

9) Ein US-Amerikaner als Papst wäre ein gewaltiges Zeichen in verschiedener Hinsicht:

a ) An die Welt, dass auch der USA auch etwas Gutes kommen kann.

b ) An Barack Obama, seine teilweise antikatholischen Positionen zu überdenken.

c ) An die Kirche, dass Europa nicht mehr ihr Nabel ist, sondern dass sie mittlerweile in der Neuen Welt tief verwurzelt ist, wo sie auch lebendiger ist als im Alten Kontinent.

 

10) Die Kirche wird mit dieser Entscheidung gut leben, ich ebenso. Der neue Papst – er könnte erstmals seit über 1000 Jahren seinen weltlichen Namen behalten und sich „Timotheus I.“ nennen - wird sicher den Kurs seiner Vorgänger grundsätzlich beibehalten, aber die Kirche noch mehr internationalisieren bis ins Kardinalskollegium hinein, das dann so schnell keinen Europäer mehr auf den Stuhl Petri wählen wird.

 

Mal sehen, inwieweit meine Spekulationen Hand und Fuß haben werden …..

bearbeitet von Udalricus
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Ich denke, Dein post paßt ganz gut in den thread "Wen wünscht ihr euch denn?"

Den habe ich nicht mehr gefunden. Ich hätte nichts gegen eine Verschiebung.

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3) Außerdem dürfte – obwohl die Mehrheit der Kardinäle aus Europa stammt – darüber schnell Konsens herrschen, dass endlich ein Nichteuropäer am Zug sein sollte.

Das glaube ich nicht, bzw. ich denke nicht, dass (bei den gegenwärtigen Problemen und den enormen Anforderungen, die das Petrusamt stellt) überhaupt genug Kandidaten in Frage kommen, um bestimmte Präferenzen, die nicht die eigentliche Qualifikation betreffen, zu berücksichtigen. Die Kardinäle werden genug damit zu tun haben, jemanden zu finden der intelligent, durchsetzungskräftig, herzlich und theologisch in der Mitte der Kirche verortet ist. Hinzu kommt vielleicht noch die Altersspanne zwischen 60 und 75 Jahren. Da bleiben nicht mehr viele Kardinäle. Sollen wir die dann umlackieren, damit sie die gewünschte Hautfarbe haben?

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Ich denke, Dein post paßt ganz gut in den thread "Wen wünscht ihr euch denn?"

Den habe ich nicht mehr gefunden. Ich hätte nichts gegen eine Verschiebung.

 

Erledigt!

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Ich denke, Dein post paßt ganz gut in den thread "Wen wünscht ihr euch denn?"

Den habe ich nicht mehr gefunden. Ich hätte nichts gegen eine Verschiebung.

 

Erledigt!

Danke :)

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Alles ist seit Neuestem ja möglich - wann tritt ein Papst schon zurück - also könnte auch jeder katholische Mann gewählt werden.

Aber gehen wir einmal davon aus, man hält sich an die Tradition:

 

117 Kardinäle

 

MIch interessiert nicht, ob dieser oder jener Chancen hat oder nicht.

Aber: wem würdet Ihr Eure Stimme geben, wenn Ihr eine hättet und warum?

 

ich bin für die klärung der fronten, entweder helmut schüller oder bernard fellay sollte es sein..... :lol:

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3) Außerdem dürfte – obwohl die Mehrheit der Kardinäle aus Europa stammt – darüber schnell Konsens herrschen, dass endlich ein Nichteuropäer am Zug sein sollte.

Das glaube ich nicht, bzw. ich denke nicht, dass (bei den gegenwärtigen Problemen und den enormen Anforderungen, die das Petrusamt stellt) überhaupt genug Kandidaten in Frage kommen, um bestimmte Präferenzen, die nicht die eigentliche Qualifikation betreffen, zu berücksichtigen. Die Kardinäle werden genug damit zu tun haben, jemanden zu finden der intelligent, durchsetzungskräftig, herzlich und theologisch in der Mitte der Kirche verortet ist. Hinzu kommt vielleicht noch die Altersspanne zwischen 60 und 75 Jahren. Da bleiben nicht mehr viele Kardinäle. Sollen wir die dann umlackieren, damit sie die gewünschte Hautfarbe haben?

 

Nach längerem Hin- und Herüberlegen finde ich nunmehr einen Italiener gar nicht verkehrt.

 

Prinzipiell hätte ich nichts gegen einen Afrikaner, aber Turksons Äusserungen halte ich für relativ rückschrittlich.

Zwischenzeitlich hatte ich auch mal Ouellet, den Frankokanadier, bevorzugt, aber der ist ebenso konservativ wie

Dolan (dessen Äusserungen auch nicht unbedingt weiser erscheinen als von irgendeinem katholischen Dorfpfarrer).

Bisher hat mich kein einziger positiv überrascht, alle sind doch irgendwie gesinnungsmässig sehr ähnlich.

 

Das Grundproblem ist, dass man eine bestimmte "Denke" mitbringen muss, um überhaupt zu diesem Kreis zu gehören.

Nicht die einzelnen Leute sind das Problem, aber die Denke, die eigentlich alle mitbringen (müssen?).

 

Olli

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Müssen jetzt eigentlich die Direktorien umgeschrieben werden? Bei uns in Köln ist für den 19.04. noch der Gedenktag der Wahl von BXVI vorgesehen (von den monatlichen Gebetsmeinunen ganz abgesehen...)

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Müssen jetzt eigentlich die Direktorien umgeschrieben werden? Bei uns in Köln ist für den 19.04. noch der Gedenktag der Wahl von BXVI vorgesehen (von den monatlichen Gebetsmeinunen ganz abgesehen...)

 

Die Gebetsmeinungen gelten fort, der Gedenktag ist hinfällig.

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Das Konklave 2013

 

Soeben ist die Sedisvakanz eingetreten, und ich möchte einige Gedanken und Prognosen zum bevorstehenden Konklave äußern:

 

1) Das Ringen um einen neuen Papst dürfte diesmal nicht von ideologischen Spannungen zwischen „konservativ“ und „progressiv“ geprägt sein:

Die letzten Liberalen um Kardinal Karl Lehmann (76 Jahre, Mainz) und Kardinal Godfried Daneels (79 Jahre, Emeritus von Brüssel) dürften keinerlei nennenswerten Einfluss nehmen können.

 

2) Ich gehe davon aus, dass die Kardinäle diesmal keinen Kurienkardinal mehr wählen, sondern einen von außen von der Weltkirche, der von den Skandalen der letzten Jahre unbelastet ist.

 

3) Außerdem dürfte – obwohl die Mehrheit der Kardinäle aus Europa stammt – darüber schnell Konsens herrschen, dass endlich ein Nichteuropäer am Zug sein sollte.

 

4) Außerdem ist wohl allen bewusst, dass eher ein Jüngerer dran kommen sollte, der deutlich unter 70 Jahren ist.

 

5) Meiner Meinung nach wäre am besten geeignet, und er passt auch genau in dieses skizzierte Profil, der Kardinal von Manila, Juan Antonio Tagle.

Er ist mein Wunschkandidat, weil er den Blick auf die katholische Zukunftsregion Asien lenkt, und wohl auch von den Philippinen her frischen Wind nach Europa bringen kann. Er würde, da er wohl auch 30 Jahre oder mehr im Amt bleiben würde, eine neue Ära in der Kirche einläuten.

 

 

 

6) Wahrscheinlich aber werden die anderen Kardinäle keinen so jungen Papst riskieren wollen, und Asien hat mit gerade mal 11 Kardinälen auch keine ausreichende Lobby.

 

7) Daher wird es zunächst ein Stechen zwischen lateinamerikanischen und afrikanischen Kandidaten geben. Für Lateinamerika wird Odilo Scherer aus Sao Paulo an vorderster Front ins Rennen gehen, Afrikas Topfavorit ist Peter Turkson aus Ghana. Letzterer ist allerdings seit 2009 Kurienbischof.

 

8) Da beide aber keine Zweidrittel-Mehrheit erreichen können, wird ein Kompromisskandidat aus Nordamerika gesucht, der letztlich die erforderlichen Stimmen auf sich vereinen kann: Dafür kommen sowohl Kardinal Marc Ouellet aus Quebec (68 Jahre) als auch Kardinal Timothy Dolan aus New York in Frage, wobei ich dann glaube, dass es eher Dolan wird wegen seines jüngeren Alters (63).

 

9) Ein US-Amerikaner als Papst wäre ein gewaltiges Zeichen in verschiedener Hinsicht:

a ) An die Welt, dass auch der USA auch etwas Gutes kommen kann.

b ) An Barack Obama, seine teilweise antikatholischen Positionen zu überdenken.

c ) An die Kirche, dass Europa nicht mehr ihr Nabel ist, sondern dass sie mittlerweile in der Neuen Welt tief verwurzelt ist, wo sie auch lebendiger ist als im Alten Kontinent.

 

10) Die Kirche wird mit dieser Entscheidung gut leben, ich ebenso. Der neue Papst – er könnte erstmals seit über 1000 Jahren seinen weltlichen Namen behalten und sich „Timotheus I.“ nennen - wird sicher den Kurs seiner Vorgänger grundsätzlich beibehalten, aber die Kirche noch mehr internationalisieren bis ins Kardinalskollegium hinein, das dann so schnell keinen Europäer mehr auf den Stuhl Petri wählen wird.

 

Mal sehen, inwieweit meine Spekulationen Hand und Fuß haben werden …..

 

 

Inhaltlich liegen Tagle, Turkson, Scherer, Dolan und Oullet grundsätzlich auf einer Linie, wobei Turkson vielleicht ein bisschen ausschert. Sie erfüllen auch grundsätzliche alle die Anforderungen an einen Papst (viele Sprachen etc.). Wenn es also keine weiteren Punkte gibt, die klar gegen einen Kandidaten sprechen, dann wird es m. E. Scherer. Warum? Weil Südamerika aufgrund seiner Bedeutung einfach den ersten Zugriff auf den ersten nichteuropäischen Papst hätte.

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Ist es nach den aktuellen Regeln des Konklaves überhaupt zulässig, dass ein Nicht-Kardinal Papst wird? Aus meiner Sicht nicht, zumindest wenn er nicht in anderer Funktion Teil des Konklaves ist. Das Konklave endet erst nach der Annahme der Wahl. Wenn z.B. Mixa gewählt würde, müssten die Kardinäle das Konklave brechen, um ihn um die Annahme der Wahl zu bitten. Dies ist aber mit hohen kirchenrechtlichen Strafen belegt.

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