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Was ist Sünde?


Petrus

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GerhardIngold

 

Sünde ist das teilweise dumme Geschwätz unserer Bischöfe in der Öffentlichkeit - ein Beispiel findet mant hier: http://www.mz-web.de/politik/deutsche-bischofskonferenz-kardinal-marx-ruegt-forderung-nach-segnung-homosexueller-paare,20642162,30702870.html

 

Wenn wir jede andere von unserer eigenen abweichenden Meinung und gesellschaftliche Forderung, die uns nicht passt oder uns nicht ausgereift erscheint, als Suende bezeichnen, wird der Begriff noch inhaltsleerer als er fuer die allermeisten sowieso ist.

 

Ich denke, Suende ist etwas anderes, etwas sehr tiefgreifendes, was das eigene Verhalten betrifft (das muss nicht unbedingt anderen schaden, es reicht, wenn es einem selbst schadet). Ich kann von mir sagen, dass es (unabhaengig von Religion oder Geboten) in meinem Leben durchaus zwei, drei Dinge gibt, von denen ich sagen wuerde, da habe ich "gesuendigt", das lag mir schwer auf der Seele, da habe ich etwas "in mir verletzt". Ich denke, die Seele hat ihre Moeglichkeiten, Signale zu senden, wenn irgendetwas aus dem Gleichgewicht geraet, etwas voellig unrund und ungut ist.

 

Wir haben heute die Situation, dass der Begriff "Suende" voellig verhunzt ist, komprimiert und zerfleddert durch fatale lange religioese Praxis eines voellig willkuerlichen kontrollwahnhaften Suendenbegriffs, der weniger zur Bildung des Gewissens diente als zur Installation eines konstanten "schlechten Gewissens". Ich denke, es gibt deshalb heute nur wenig Sprache fuer bestimmte seelische Ereignisse, die eigentlich eine spirituelle und rituelle Sprache brauchen, weil sie sich in einem inneren Bereich eines Menschen abspielen, der sich der normalen Alltagssprache und dem gesellschaftlichen "alles geht" entzieht.

 

Nicht ganz von der Hand zu weisen. Ich verstehe aber auch Franc. gut.

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Long John Silver

Ich verstehe unter mitfühlen nicht das, was Du formulierst. Für mich ist Mitfühlen mit Empathie weitgehend ähnlich.

 

 

 

 

Und dazu die Aufgabe, darauf eine möglichst enfache Antwort zu geben.

 

Wenn Sünde von Gott trennt und Sünde auf jeden Fall Haltung beinhaltet - dann würde ich erwarten dass Gott etwas mit Person ist.

 

 

 

 

 

 

Aber Abgrenzen, trotz allem Mitfühlen und Mitleiden eine innere Distanz wahren, gehört auch dazu. Da bin ich mit Dir einig.

 

 

 

Ja, es ging mir eigentlich um Gott und eine bestimmte theologische Die Ansicht, Gott leide mit seinen Geschoepfen, ist entstanden aus einem Bestreben, einen Ausweg aus der Theodizee zu finden (z.B. was den Holocaust betrifft). Es wurde ein ohnmaechtiger Gott postuliert, was eine Entlastungsfunktion hat, denn ein Gott, der ohnmaechtig ist, ist weder verantwortlich noch kann er handeln. Er wird aus der Verantwortung "herausgeglaubt", sozusagen.

 

Dass Gott mit uns fuehlt und mit uns geht, ist bereits biblisches Gedankengut, der Gott-bei-uns. Ich bin aber immer etwas skeptisch, wenn menschliche Gefuehle wie Liebe oder Mitleid 1:1 auf Gott uebertragen werden, ich denke, das haut nicht hin. Deshalb mein kurzer Einwand.

 

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bearbeitet von Long John Silver
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Dass Gott mit uns fuehlt und mit uns geht, ist bereits biblisches Gedankengut, der Gott-bei-uns. Ich bin aber immer etwas skeptisch, wenn menschliche Gefuehle wie Liebe oder Mitleid 1:1 auf Gott uebertragen werden, ich denke, das haut nicht hin. Deshalb mein kurzer Einwand.

 

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Auch wenn ein Gedanke eine bestimmtes Gefühl hat, so ist Liebe kein Gefühl. Nur für den Sünder ist Liebe nichts als ein Gefühl.

Die Liebe beschreibt das Verhältnis von Zwei die für sich eins sind, aber getrennt vorliegen. Daraus ergibt sich die Kraft der Liebe und die ist, weil die zwei zusammen gehören als ein starkes Gefühl.

Die Sünde ist gegenüber der Liebe deren Versagen. Um diesen Schmerz nicht zu fühlen, sagt der Sünder, Liebe sei nur ein Gefühl. Vor allem ist die Liebe für den Sünder immer etwas, was "nur" sei, also nichts Vollwertiges.

 

Ob Gott fühlt oder nicht, das sei dahingestellt, denn die Liebe ist das Gefühl eher entbehrlich, zumal der Sünder die innigliche Verbindung der Zwei gar nicht mehr fühlt. Das Zwei zusammen gehören, ist für den Sünder gar kein Gefühl mehr, sondern abstrakter, kalter Gedanke.

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Das sicherste Verhältnis zwischen Menschen und Gott ist die Liebe. Wenn Mensch und Gott etwas teilen, wenn überhaupt, dann das Gefühl der Liebe.

Die Liebe ist überhaupt das einzige Motiv, warum es Gott geben könnte. Alles übrige ist Sinnlosigkeit, oder Atheismus, was dasselbe ist.

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Und davor noch die Frage, was ist das, "Gott"?

Die Frage, was Gott sei, die ergibt sich aus der Trennung. Wäre die Trennung nicht, dann wäre auch nicht diese Frage.

 

Dein Post gibt mir die passende Gelegenheit, etwas klarzustellen. :) "Gott" ist erst einmal ein sprachliches Symbol und die Frage ergibt sich einfach aus der Tatsache, daß viele dieses sprachliche Symbol verwenden, als wenn es mehr wäre als eine gedankliche Vorstellung und die Antworten darauf (auch weit diesseits dessen, was man früher "Gottesbeweise" nannte) überzeugen nur die, die den Glauben daran teilen.

 

 

Mit "Gott" wird begründet was ewig ist und ewig ist das, was seine eigene Ursache ist,. was sich selbst hervorbringt. Die Erkenntnis ist ewig, denn sie bringt sich selbst hervor. Sie ist ihre eigene Ursache und weil das so ist, stammt aus ihr, aus der Erkenntnis der Begriff: "Gott".

 

Ein Gehirn ist für die Erkenntnis notwendig, aber nicht hinreichend. "Gott" ist das Allgemeine des Begriffs von der Erkenntnis. Ein Gottesbeweis ist die Existenz der Erkenntnis. Die Erkenntnis ist der Grund für den Begriff: "Gott", oder eine Notwendigkeit der Erkenntnis, dieses Vermögens.

 

Viele Wesen haben ein Gehirn, aber nur eines mit dem Gehirn verfügt über die Erkenntnis und das ist der Mensch. Es fragen nicht Gehirne nach Gott, nicht Affen und auch nicht Wale, sondern nur der Mensch.

 

Du müsstest herausfinden, warum du das ignorierst, oder das, was unterschieden ist, nicht unterscheidest.

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Mit "Gott" wird begründet was ewig ist und ewig ist das, was seine eigene Ursache ist,. was sich selbst hervorbringt. Die Erkenntnis ist ewig, denn sie bringt sich selbst hervor. Sie ist ihre eigene Ursache und weil das so ist, stammt aus ihr, aus der Erkenntnis der Begriff: "Gott".

Was für eine himmelschreiender Blödsinn! "Die Erkenntnis ist ewig, denn sie bringt sich selbst hervor"? Nö, tut sie nicht! Was soll das sein: Anselm für Arme? :lol:

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GerhardIngold

 

 

 

Und davor noch die Frage, was ist das, "Gott"?

Die Frage, was Gott sei, die ergibt sich aus der Trennung. Wäre die Trennung nicht, dann wäre auch nicht diese Frage.

 

Dein Post gibt mir die passende Gelegenheit, etwas klarzustellen. :) "Gott" ist erst einmal ein sprachliches Symbol und die Frage ergibt sich einfach aus der Tatsache, daß viele dieses sprachliche Symbol verwenden, als wenn es mehr wäre als eine gedankliche Vorstellung und die Antworten darauf (auch weit diesseits dessen, was man früher "Gottesbeweise" nannte) überzeugen nur die, die den Glauben daran teilen.

 

 

Mit "Gott" wird begründet was ewig ist und ewig ist das, was seine eigene Ursache ist,. was sich selbst hervorbringt. Die Erkenntnis ist ewig, denn sie bringt sich selbst hervor. Sie ist ihre eigene Ursache und weil das so ist, stammt aus ihr, aus der Erkenntnis der Begriff: "Gott".

 

Ein Gehirn ist für die Erkenntnis notwendig, aber nicht hinreichend. "Gott" ist das Allgemeine des Begriffs von der Erkenntnis. Ein Gottesbeweis ist die Existenz der Erkenntnis. Die Erkenntnis ist der Grund für den Begriff: "Gott", oder eine Notwendigkeit der Erkenntnis, dieses Vermögens.

 

Viele Wesen haben ein Gehirn, aber nur eines mit dem Gehirn verfügt über die Erkenntnis und das ist der Mensch. Es fragen nicht Gehirne nach Gott, nicht Affen und auch nicht Wale, sondern nur der Mensch.

 

Du müsstest herausfinden, warum du das ignorierst, oder das, was unterschieden ist, nicht unterscheidest.

 

Wie wollen wir wissen, ob Tiere nicht auch ähnliches Erahnen, wie wir Menschen?

 

Dass einige Menschen Gott ahnen, sagt nur, dass der Mensch vor der Vergänglichkeit angst hat. Daher die Suche nach Antworten.

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Mit "Gott" wird begründet was ewig ist und ewig ist das, was seine eigene Ursache ist,. was sich selbst hervorbringt. Die Erkenntnis ist ewig, denn sie bringt sich selbst hervor. Sie ist ihre eigene Ursache und weil das so ist, stammt aus ihr, aus der Erkenntnis der Begriff: "Gott".

Was für eine himmelschreiender Blödsinn! "Die Erkenntnis ist ewig, denn sie bringt sich selbst hervor"? Nö, tut sie nicht! Was soll das sein: Anselm für Arme? :lol:

 

Die Erkenntnis hat alle göttlichen Attribute. So ist es dir unmöglich, von der Erkenntnis zu abstrahieren. Selbst deine Leugnungsversuche basieren auf ihr.

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Long John Silver

Ich frage mich seit laengerem, wo es diese Spezial-Keyboards zu kaufen, die dieses unsaegliche Wortgebimmel aushalten.

 

Ein handelsuebliches Keyboard haette dabei laengst den Geist aufgegeben.

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Zum Gottesbegriff gehört, dass du dich nicht gegen ihn stellen kannst. Auch wenn du dich gegen ihn wendest, bist du in ihm. Und genau das leistet die Erkenntnis.

Und weil der Mensch die Erkenntnis ist, kommt aus ihm logisch der Begriff: "Gott".

Du kannst dich gegen alles stellen, aber nicht gegen Gott. Es ist einfach unmöglich von seinem Grund zu abstrahieren.

bearbeitet von Jocke
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Begrifflich sind diese Vorstellung nicht nur auf keinen Nenner zu bringen, sie schließen sich nicht selten sogar gegenseitig aus und meistens erzählen einem ihre Apologeten nach wenigen (oder nicht so wenigen) Worten etwas von einem "Geheimnis". Empirisch gibt es keine Belege, daß es für den Begriff etwas gibt, was damit begriffen werden könnte.

 

Diese Vorstellungen sind deshalb nicht auf einen Nenner zu bringen, weil sie nicht ewig sind. So sind Gebote, die irgendwann eingeführt werden und dann für ungültig erklärt werden, nicht mit Gott in Verbundung zu bringen. Damit ist das Christentum und auch der Glaube der Juden erledigt. Das ändert aber nichts am Gottesbegriff.

Die unsachlichen Gottesvorstellungen gründen ausnahmslos darin, dass sie nicht ewig, sondern endlich sind. So ist auch ein Volk Gottes nicht ewig, sondern endlich. Ein Volk Gottes gibt es nicht.

 

Und all das basiert auf der Sünde. Es ist die Sünde, die endliche Bestimmungen für ewig ausgibt. Die Grundlage der Sünde ist, Endliches für Ewig auszugeben. Das hat jede Sünde gemein.

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Ich frage mich seit laengerem, wo es diese Spezial-Keyboards zu kaufen, die dieses unsaegliche Wortgebimmel aushalten.

 

Ein handelsuebliches Keyboard haette dabei laengst den Geist aufgegeben.

Ich schätze diese Keyboards halte das aus - kosten aber US$ 300.-

 

DonGato.

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Zum Gottesbegriff gehört, dass du dich nicht gegen ihn stellen kannst. Auch wenn du dich gegen ihn wendest, bist du in ihm. Und genau das leistet die Erkenntnis.

Und weil der Mensch die Erkenntnis ist, kommt aus ihm logisch der Begriff: "Gott".

Du kannst dich gegen alles stellen, aber nicht gegen Gott. Es ist einfach unmöglich von seinem Grund zu abstrahieren.

Die einzige Erkenntnis, die ich habe, lautet: Du faselt wirres Zeug und solltest ganz dringend deine Medikamente nehmen.

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Da die Entwicklung in diesem Thread als Sünde gegen die Forumsregeln von F&A zu sehen sind, schließe ich erst mal, bis beraten ist, wie es weitergehen soll.

 

Werner

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Gast
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