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Flo77

Was darf die Satire?

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ultramontanist
vor 56 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Die Grünen waren auch für bzw. gegen die Bombardierung Serbiens. Ich kann mir auch einen Knopf an die Backe nähen, und so lange drehen, bis der NDR kommt. Parteien sagen das eine, und Regierungen tun das andere. Ich werde einen Teufel tun, mich dafür verantwortlich zu fühlen.

Sicher, aber wenn die Grünen an der Regierung wären und es riesige Demos gegen die Waffenexporte nach Saudi gäbe...

 

Heckler und Koch ist zwar nicht nur wegen den Demos gegen sie fast pleite:evil:, aber beigetragen haben die .

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nannyogg57
vor 2 Stunden schrieb Marcellinus:

Ich kann mir auch einen Knopf an die Backe nähen, und so lange drehen, bis der NDR kommt.

Den kannte ich noch nicht!🤣🤣

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Shubashi
vor 12 Stunden schrieb nannyogg57:

Den kannte ich noch nicht!🤣🤣

 

Tja, die norddeutsche Kultur wird inbes. bezüglich ihres feinsinnigen Humors eben häufig unterschätzt. In meiner Gegend funktioniert der öffentlich-rechtliche Rundfunkempfang auch bei Verwendung einer Frikadelle, die dann vorzugsweise am Bein befestigt wird. 

Der NDR stellt dieses unseres Weltverständnis auch in den Mittelpunkt einer Werbekampagne.

(Ist nicht OT, es geht hier um Satire. Wir hier in der Diaspora müssen sie halt ohne Kirchenfunk praktizieren.)

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Werner001
On 10/23/2020 at 5:59 PM, Mistah Kurtz said:

 

Nein, die meine ich nicht. Die Grünen sind ja auch gegen Waffenexporte, für die Piraten galt das auch, wenn ich mich recht erinnere. Im übrigen kann man auch an die eigene Partei, selbst die CSU oder CDU, die Forderung stellen, die eigene Position in Punkto Waffenexporte zu überdenken. Und die SPD auffordern, sie möge mal ihr eigenes Programm lesen, insbesondere den Passus über das Verbot von Waffenexporten in Konfliktregionen. 

Hiermit fordere ich alle Parteien auf, gegen Waffenlieferungen in den Jemen zu sein.

So, erledigt, meine Verantwortung bin ich los.

 

Werner

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ultramontanist
vor 16 Minuten schrieb Werner001:

 

So, erledigt, meine Verantwortung bin ich los.

 

 

Noi, sel langt nedd, a kloine Demo misseds scho sei,

abber des welle die heuchlerische Kadole hald ned kapiere.

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Werner001
14 minutes ago, ultramontanist said:

 

Noi, sel langt nedd, a kloine Demo misseds scho sei,

abber des welle die heuchlerische Kadole hald ned kapiere.

Was für eine Demo denn?

Ich bin strikt dagegen, wenn Waffen nach Saudi-Arabien oder in ähnliche Schurkenstaaten geliefert werden.

Ich lehne jegliche Verantwortung ab.

Natürlich weiß ich, dass ich trotzdem haftbar für die Folgen gemacht werde, an der Rechnung werde ich zwangsweise beteiligt, so wie ich für jeden Schaiß bezahlen muss, den unsere Politiker-hicks-innen anstellen.

Irgendwelche moralische Verantwortung oder Verpflichtung habe ich dagegen keine.

 

Werner

Edited by Werner001

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ultramontanist
vor einer Stunde schrieb Werner001:

Irgendwelche moralische Verantwortung oder Verpflichtung habe ich dagegen keine.

 

Werner

 

Ich als gelernter Protestant schon.

 

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Werner001
14 hours ago, ultramontanist said:

 

Ich als gelernter Protestant schon.

 

Suum quique.

 

Werner

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Aristippos
vor 27 Minuten schrieb Werner001:

Suum quique.

cuique. (Dativ)

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Werner001
15 minutes ago, Aristippos said:

cuique. (Dativ)

wie peinlich. Ich habe es ein ganze Weile angesehen und gedacht, irgendwas ist komisch.

man sollte so früh nichts posten

 

Werner

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ultramontanist
vor 1 Stunde schrieb Werner001:

wie peinlich.

 Nimms nicht so tragisch, gutes Latein zu können und damit zu protzen ist doch viel peinlicher.

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Lothar1962
Am ‎28‎.‎10‎.‎2020 um 09:50 schrieb ultramontanist:

 Nimms nicht so tragisch, gutes Latein zu können und damit zu protzen ist doch viel peinlicher.

 

Romanes eunt domus.

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Gerhard Ingold
Am 18.10.2020 um 16:36 schrieb Studiosus:

Und zum Thema, warum Christen (in aller Regel) nicht mit Gewalt auf die Beleidigung ihres Bekenntnisses reagieren: Freilich hat hier auch der Kulturwandel in der Folge der Aufklärung sein Scherflein beigetragen. Nichtsdestotrotz sehe ich die unterschiedlichen Reaktionen auch durchaus in der Theologie der beiden Religionen begründet.

 

Ich verkürze: Der Islam ist eine recht kriegerische Religion, der Gott des Islam und sein Prophet sind die großen Feldherren und Unterwerfer des Unglaubens. Gott ist ein Gott der Stärke, der zerschmettert oder zerschmettern lässt, wer ihm spottet (gewissen Schichten des atl. Gottesbildes nicht unähnlich). 

 

Dem Christentum ist hier, nicht zuletzt in der Person Jesu, ein anderer Ansatz eingestiftet: Wenn die Welt den Christen hasst, so darf er wissen, dass die Welt Christus zuvor gehasst hat. Er ist aufgefordert seinem göttlichen Meister zu folgen und die andere Wange hinzuhalten. Verspottung, ja Gewalt bis hin zum Mord hat Christus in Demut und Liebe getragen und ertragen. Wer so einem Lehrmeister ernsthaft folgt, der kann nicht zum Mittel der Gewalt greifen (und wenn dann nur im Sinne der verteidigenden Gegengewalt als ultima ratio). 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

Beim letzten Abschnitt bin ich ganz bei Dir. Leider sah es schon zwischen Arianern und Nichtarianern anders aus. Gemäss der Geschichte, sollen sie sich gegenseitig teils blutig verfolgt haben (4.tes Jahrhundert).

Beim Islam: Mir fiel und fällt beim Lesen des Korans (nur noch selten) auf, dass keine Sure ohne Drohungen auskommt. Andererseits findest Du im Koran keine Anweisung, die das Sklaven-Machen, den Sklaven-Handel und das Sklaven-Machen rechtfertigen würde, wie das in 3. Mose 23,1 und 44 zu finden ist hat und Gott in die Schuhe geschoben worden ist.

 

Was mich aber bei Islam wundert, warum er Homosexuelle verfolgt und tötet. Die Anweisung findet sich im Koran nicht. In der Bibel aber schon.

 

Ich denke daher, was Gewalt in der Vergangenheit anbetrifft, hat sich keine der monotheistischen Religionen mit wirklicher Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Gewaltverzicht, Armutsüberwindung, Schutz der Schwächsten, Versöhnlichkeit, Feindesliebe und damit mit den Grundgedanken Jesus hervor getan. 

Edited by Gerhard Ingold

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catholicissimus

Das islamische Rechtssystem orientiert sich ja nicht nur am Koran, sondern auch an den Hadithen und der Sirah des Propheten, also an den Aussprüchen Mohammeds und seiner Lebenspraxis!

https://de.wikipedia.org/wiki/As-Sīra_an-Nabawīya

Der fromme Muslim versucht, sich in jeder Lebenslage wie Mohammed zu verhalten. So ist es z.B. wichtig, sich bei Verrichtung der Notdurft mit einer UNgerade Zahl Steinen zu reinigen: http://islamische-datenbank.de/sahih-muslim?action=viewhadith&chapterno=3&min=0&show=10

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GermanHeretic
vor 4 Stunden schrieb Gerhard Ingold:

Ich denke daher, was Gewalt in der Vergangenheit anbetrifft, hat sich keine der monotheistischen Religionen mit wirklicher Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Gewaltverzicht, Armutsüberwindung, Schutz der Schwächsten, Versöhnlichkeit, Feindesliebe und damit mit den Grundgedanken Jesus hervor getan. 

 

Völlig richtig, aber da muß ich etwas ja-abern. Die Gewaltorgien des Christentums kamen erst, als es die dominierende politische Kraft geworden ist. Davor (und rein spirituell auch jetzt noch) kann man ihm durchaus eine ideologische Friedfertigkeit ob ihres mythischen Inhalts unterstellen. Beim Islam ist das anders. Der war von der ersten Minute an politisch und gewalttätig, und dem kann man durchaus eine ideologische Gewaltätigkeit unterstellen.

Das Kernproblem bei diesen beiden ist die mosaische Unterscheidung (nach Assmann). Die liefert eine Rechtfertigung für Gewalt gegen andere. Im Christentum ist sie allerdings wegen der Aussagen Jesu' einfacher zu ignorieren und man kann sich ob der Feindesliebe auch mit seinen eingebildeten bzw. ideologisch konstruierten Feinden arrangieren. Wenn man denn möchte...

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ultramontanist
vor 4 Minuten schrieb GermanHeretic:

 Wenn man denn möchte...

Nur mochten die Christen eben jahrhundertelang nicht.:evil:

es ist deshalb ziemlich wurst was in den Schriften steht, wichtig ist was die Gläubigen daraus machen:111:

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GermanHeretic
vor 1 Minute schrieb ultramontanist:

es ist deshalb ziemlich wurst was in den Schriften steht, wichtig ist was die Gläubigen daraus machen:111:

 

Nicht ganz. Statistisch gesehen: Die Christen müßten das NT ernster nehmen, um friedlicher zu sein. Wenn die Moslems den Koran ernster nehmen, dann übt schonmal bewaffneten Nahkampf.

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Marcellinus
vor 8 Minuten schrieb GermanHeretic:

Die Gewaltorgien des Christentums kamen erst, als es die dominierende politische Kraft geworden ist. Davor (und rein spirituell auch jetzt noch) kann man ihm durchaus eine ideologische Friedfertigkeit ob ihres mythischen Inhalts unterstellen.

 

Das ist so nicht ganz richtig. Politische Macht bekam das Christentum erst zu Beginn des 4. Jh. Aber schon im 2. Jh. gab es zahlreiche christliche Autoren, die vor Gewaltfantasien nur so strotzten und Andersgläubigen buchstäblich die Pest an den Hals wünschten. Idiologische Friedfertigkeit des frühen Christentums ist eine nachträglich Schönrederei.

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gouvernante
vor einer Stunde schrieb Marcellinus:

Aber schon im 2. Jh. gab es zahlreiche christliche Autoren, die vor Gewaltfantasien nur so strotzten

Wen meinst Du da konkret?

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Marcellinus
vor 53 Minuten schrieb gouvernante:
vor 2 Stunden schrieb Marcellinus:

Aber schon im 2. Jh. gab es zahlreiche christliche Autoren, die vor Gewaltfantasien nur so strotzten

Wen meinst Du da konkret?

 

Tertullian zB.

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Flo77

Es ist zwar keine Satire gegen die Kirche, aber ist das nun Satire oder ist das Propaganda gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung?

 

https://www.tagesspiegel.de/berlin/islamistische-propaganda-in-berlin-neukoelln-guertelhiebe-und-arabische-beleidigungen-gegen-mann-mit-macron-maske/26580386.html

 

Auf einem Karnevalswagen würde die Szene gar nicht so die Welle verursachen, wenn es denn vorher ein politisches Ereignis gegeben hätte auf das sich der Wagen beziehen könnte.

 

Politiker an Leinen oder in anderer Leute Körperöffnungen sind ja nun kein seltenes Motiv.

 

Aber so?

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Werner001
46 minutes ago, Flo77 said:

Auf einem Karnevalswagen würde die Szene gar nicht so die Welle verursachen

Man darf getrost davon ausgehen, dass frommen Moslems jeglicher diesbezügliche Humor fehlt, auch bei einem Puritaner würde ich keine Karnevalsmotive unterstellen.

 

Werner

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rince
vor 59 Minuten schrieb Flo77:

Es ist zwar keine Satire gegen die Kirche, aber ist das nun Satire oder ist das Propaganda gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung?

 

https://www.tagesspiegel.de/berlin/islamistische-propaganda-in-berlin-neukoelln-guertelhiebe-und-arabische-beleidigungen-gegen-mann-mit-macron-maske/26580386.html

 

Auf einem Karnevalswagen würde die Szene gar nicht so die Welle verursachen, wenn es denn vorher ein politisches Ereignis gegeben hätte auf das sich der Wagen beziehen könnte.

 

Politiker an Leinen oder in anderer Leute Körperöffnungen sind ja nun kein seltenes Motiv.

 

Aber so?

Das ist das halt ein Vorgeschmack auf das fröhliche, bunte Deutschland, das uns durch mehr Zuwanderung aus islamischen Ländern versprochen wurde :) 

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Marcellinus
vor 20 Minuten schrieb rince:

Das ist das halt ein Vorgeschmack auf das fröhliche, bunte Deutschland, das uns durch mehr Zuwanderung aus islamischen Ländern versprochen wurde :) 

 

Nach 9 Monaten Corona ist eh nix mehr mit fröhlich. 

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