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Corona-Impfung als gute Christenpflicht - Shitstorm


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vor 1 Minute schrieb nannyogg57:
vor 7 Minuten schrieb Marcellinus:

Wenn du so argumentierst, darfst du dich nicht wundern, wenn die Menschen dich nicht verstehen. Ethik ist eine Disziplin der Philosophie, die Suche nach Begründung von Moral. Da Moralen etwas Unbedingtes sind, ist Ethik Relativierung, oder um mit Niklas Luhmann zu sprechen, das Warnen vor Moral. Impfungen sind Physik, Religion ist Metaphysik. Ich denke, das sollte man nicht vermischen. 

Danke. Ich habe einen Bachelor in Philosophie und christliche Sozialethik und Moraltheologie gehört und wurde darin geprüft, aber ich lasse mich gerne belehren.

 

Wenn man Ethik im Rahmen der Religion betreibt, dann hat man ein zugegebenermaßen metaphysisches Backup, das Glaubensinhalt ist. Nicht mehr, nicht weniger.

 

Bei Ethik ohne Religion hat man nichts davon. Man wird dann entweder moralinsauer oder man kommt zu dem Schluss: Lass es oder lass es nicht, es ist wurscht.

 

Nein, du hast es schon richtig erfaßt. Philosophische Ethik ist die Suche nach einer Letztbegründung für Moral. Die philosophische Antwort kann nur lauten, daß es eine solche Letztbegründung nicht gibt. Religion behauptet, eine solche Letztbegründung zu haben, die allerdings keine Begründung ist, sondern ein Glaube. Argumentativ kann man es auch einen Trick nennen. 

 

Gemeinsam ist Philosophie wie Religion, daß sie niemanden mehr überzeugen, es sei denn, er wäre es schon. Bleibt also, um zum Thema zurückzukehren, die Frage der Impfung eine praktische. Und auf einmal sind Gläubige, Anders-, Falsch- oder Nichtgläubige wieder im gleichen Boot. Und die Frage, die für alle bleibt: nützt es mehr als es schadet. Darauf, wie auf vieles andere, weiß die Metaphysik keine Antwort.

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Es macht schon einen Unterschied, ob ich glaube, dass es einen Gott gibt, der hinter dem Gebot der Nächstenliebe steht, oder ob ich es für eine gute Regel halte, die tatsächlich das Leben der Menschen erleichtern könnte, an die ich mich halten kann, weil ich gut sein will oder weil es mich gerade nichts kostet.

 

Der Preis, den die Beachtung kostet, ist immer der Gleiche: Steck zurück, denke an die anderen, sei auch mal ein Loser. Aber nur das Christentum hat den Loser zum Sohn Gottes gemacht.

 

Glaubenssache, fürwahr, aber die Story ist die bessere.

 

Deswegen unterrichte ich lieber Religion als Ethik, weil mit Wischiwaschi habe ich nichts am Hut und mit Moralin gleich zweimal nichts.

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16 minutes ago, nannyogg57 said:

Wenn man Ethik im Rahmen der Religion betreibt, dann hat man ein zugegebenermaßen metaphysisches Backup, das Glaubensinhalt ist. Nicht mehr, nicht weniger.

Bei Ethik ohne Religion hat man nichts davon. Man wird dann entweder moralinsauer oder man kommt zu dem Schluss: Lass es oder lass es nicht, es ist wurscht.

Durchaus nicht. Eine Ethik ohne Religion bedient sich des Verstandes und der Kraft der Ueberzeugung ohne Hokuspokus. Wir brauchen Ethik und Moral um unser Zusammenleben erträglich zu machen. Für die Optimierung des Nutzens und die Minimierung des Schadens der meisten findet man Konsens und das Resultat davon sind Gesetze. Das ist schon lange so, Religionen haben da zum Glück ausgedient. Sorry.

 

Ich komme ja zum gleichen Schluss was das impfen angeht wie dieser Domradio-Typ, kann es aber ohne moralisches Geschwurbel an den Mann bringen denke ich.

Edited by phyllis
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Ach ja, Gesetze. Extrinsische Motivation für die Meisten, man sehe nur, was sich gerade um die Besuchsregelungen an Weihnachten abspielt. In meiner eigenen Familie, meine Nichten und Söhne ausgenommen zu ihrem Lob.

 

Aber exakt das wollte der Typ vom Domradio nicht. Er stellte die These einer intrinsischen Motivation für Christen auf, was die Impfpflicht betrifft. Wenn das schon zu viel ist, was wäre hier los, wenn das Impfen tatsächlich Gesetz würde, weil es vernünftig ist?

 

Und ohne Gesetz bietet die Ethik zwei Wege: Der ethischen Pflicht (sic! Kant lässt grüßen!) folgen oder sagen: Ich will aber nicht.

 

Beides legitim.

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Man will mich derzeit zwingen Ethik zu unterrichten statt Religion. Im Klassenverband, wegen Corona.

 

Besser nicht.

 

Ich bin schon in Mathe und Deutsch Anarchistin, was meint ihr, was ich für einen Ethik-Unterricht mache?

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vor 10 Stunden schrieb nannyogg57:

Man müsste Argumente sammeln, warum es eben keine Christenpflicht ist, sich impfen zu lassen... 

 

Wo also sind die theologischen Argumente gegen das Impfen?

 

 

 

Es geht nicht ums Impfen,sondern um die angebliche Pflicht.

Es spricht viel mehr für Freiwilligkeit als für den erhobenen Zeigefinger.

Gott hat mir meinen Verstand gegeben,um selbst zu denken. 

Und wenn wir schon bei Jesus sind (ich lasse den bei sowas lieber raus),der hat auch sn Eigenverantwortung und eigene Entscheidung appelliert.

Es ust nicht überliefert,dass er ständig mit dem Finger auf Menschen gezeigt hätte.

 

Ich bin phyllis' Meinung,dass die Werbung für die Impfung anders erfolgen sollte.

 

Ein Shitstorm ist aber natürlich daneben. 

 

 

Edited by mn1217
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vor 11 Stunden schrieb nannyogg57:

Und ohne Gesetz bietet die Ethik zwei Wege: Der ethischen Pflicht (sic! Kant lässt grüßen!) folgen oder sagen: Ich will aber nicht.

 

Beides legitim.

 

Ein bißchen gedankliche Klarheit würde schon reichen. Moral ist ein Set von im Unterbewusstsein verankerten Regeln des Zusammenlebens, die wir mit der Erziehung erwerben und ein Leben lang weiterentwickeln. Menschen versuchen, sich mit ihrer Gruppe darüber zu verständigen, aber weil unsere Gesellschaften mittlerweile zu groß sind und sich aus so vielen Gruppen mit jeweils eigener Moral zusammensetzen, ist das ein hoffnungsloses Unterfangen.

 

Ethik war und ist der Versuch, aus den verschiedenen Moralen die eine, "richtige" herauszufinden, also nach der einen objektiven, rationalen Begründung von Moral zu suchen. Da aber die Suche nach Begründung für etwas, was nach unserem Gefühl keine Begründung braucht, erst einmal eine Relativierung ist, und sich bis heute keine Letztbegründung gefunden hat, die jeder Kritik standhält, sollte Ethik eigentlich, so meinte jedenfalls Niklas Luhmann, vor Moral warnen. 

 

Weil das offenbar auch schon im Altertum nicht anders war, haben die Menschen Gesetze erfunden, die allerdings im Unterschied zu Moralen nicht mehr vorgeben, was man zu tun, sondern in erster Linie, was man zu lassen habe. Das ist zwar nicht ideal, aber offenbar das Beste, auf das sich Menschen unterschiedlicher Herkunft einigen können, und das ein einigermaßen gedeihliches Zusammenleben ermöglicht.

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vor 13 Stunden schrieb phyllis:

...... Für die Optimierung des Nutzens und die Minimierung des Schadens der meisten findet man Konsens und das Resultat davon sind Gesetze. Das ist schon lange so, Religionen haben da zum Glück ausgedient......

die gesetzgebung hat bürgerliche, demokratische und christliche grundlagen.

 

das unterscheidet westeuropa vom rest der welt.

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13 hours ago, nannyogg57 said:

Man will mich derzeit zwingen Ethik zu unterrichten statt Religion. Im Klassenverband, wegen Corona.

Besser nicht.

Ich bin schon in Mathe und Deutsch Anarchistin, was meint ihr, was ich für einen Ethik-Unterricht mache?

Weisst du zu was wir hier alles gezwungen sind? Da würd ich auch noch Ethik-Unterricht machen. Die Schüler hättens Gaudi (oder wie das heisst auf bayrisch).

Leg doch mal einen Probelauf hier hin, wie dein Ethikunterricht so aussieht. 🙂

Grüssle, die heute aus der Q. entlassene Phyllis

 

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Kann man denn heutzutage noch irgendjemanden mit dem Wort “Christenpflicht” hinter dem Ofen hervorlocken? Das ist doch dermaßen ausgelutscht....

 

Werner

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vor 4 Minuten schrieb Werner001:

Kann man denn heutzutage noch irgendjemanden mit dem Wort “Christenpflicht” hinter dem Ofen hervorlocken? 

 

Ich würde sagen Nein. Kurioserweise nicht mal die Christen selbst 😁

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

Edited by Studiosus
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6 minutes ago, Studiosus said:

 

Ich würde sagen Nein. Kurioserweise nicht mal die Christen selbst 😁

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

Nicht kurioserweise. Der Begriff wurde in der Vergangenheit einfach zu Tode verwendet

 

Werner

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Am 15.12.2020 um 14:18 schrieb Alfons:

Deshalb appelliert er an seine Zuhörer, genau das zu tun. Nämlich sich gegen Corona impfen zu lassen.

 

Man muss diese Ansicht nicht teilen, und offenbar gibt es in diesem Forum einige User, die sie nicht teilen.

 

Nun, ich teile Brüggenjürgens Ansicht, sich gegen Corona impfen zu lassen, durchaus, kritisiere sein Video aber trotzdem.

Es macht mir gerade sehr zu schaffen, dass auch hier Schwarz oder Weiß zu gelten scheint:

Wer Brüggenjürgen kritisiert, muss ein Impfgegner sein, sonst würde er ihn nicht kritisieren, weil einem Nicht-Impfgegner oder Impfbefürworter diese Meinungsunion anscheinend so wichtig sein muss, dass er über Dinge, die ihm dennoch kritikwürdig oder gar bedenklich erscheinen, hinwegsehen sollte, angesichts des hehren Ziels, alles zu tun im Kampf um die Eindämmung der Corona-Pandemie.

Das macht mir zu schaffen, es macht mir in manchen Momenten sogar Angst, welche Macht dieses Sch*****-Virus nicht nur über unseren Körper, sondern auch über unsere Seele und unseren Verstand zu haben scheint. Ich will nicht wegen einer Pandemie in Schwarzweißkategorien gepresst werden. Ich will auch in solchen SItuationen wegen der mittlerweile für mich fast vorhersehbaren Reaktionen nicht über meine Gedanken schweigen, nur weil es für mich vielleicht letztlich kurzfristig angenehmer und einfacher wäre.

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Am 15.12.2020 um 15:05 schrieb Alfons:

 

Nein, mein Entsetzen galt nicht den geäußerten Ansichten, sondern der Tatsache, dass nicht der Shitstorm im Mittelpunkt des Interesses stand, sondern einige aus meiner Sicht belanglose Details aus dem Text dessen, der diesen Shitstorm erleiden muss.

Auf mich wirkte das - man verzeihe mir den sicher unpassenden Vergleich - als würde jemand auf offener Straße zusammengeschlagen, und ein paar Passanten gehen vorbei und echauffieren sich über sein Aussehen.

 

 

Ich werde mitnichten einen Shitstorm in den Mittelpunkt des Interesses stellen. Denn damit tut man mMn genau das, was diese Shit-Stormer wollen. Jedes Sich-Dagegen-Stemmen wird benutzt, um den Shit-Storm am Leben zu halten. Sowas läuft sich mMn am schnellsten tot, wenn man die Leute mit ihrem Shit alleinlässt. Herr Brüggenjürgen dürfte darunter vermutlich nicht allzu sehr gelitten haben, der ist Profi mMn genug und auch ihm steht es frei, diese Kommentare zu ignorieren. Alternativ dürfte er vermutlich sogar die Möglichkeit haben, sie allesamt zu löschen. Dass er das nicht getan hat, zeigt wiederum, dass er Profi ist. Denn das hätte vermutlich nur dazu geführt, dass der Shitstorm woanders weitergegangen wäre, weil man sich ja dann wieder darüber hätte aufregen können, dass der böse Herr Brüggenjürgen die Kommentare löscht und damit freie Meinungsäußerung verhindert. So ist nunmal die "Logik" solcher Shitstormer...

 

Das, was du als "belanglose Details" betrachtest, sehe ich nicht als belanglose Details, sondern als etwas, was in der rk Kirche Tradition. Dazu ist die Lektüre von Flos bitterem Kommentar empfehlenswert.

 

 

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Am 15.12.2020 um 15:05 schrieb Alfons:

 

Nein, mein Entsetzen galt nicht den geäußerten Ansichten, sondern der Tatsache, dass nicht der Shitstorm im Mittelpunkt des Interesses stand, sondern einige aus meiner Sicht belanglose Details aus dem Text dessen, der diesen Shitstorm erleiden muss.

Auf mich wirkte das - man verzeihe mir den sicher unpassenden Vergleich - als würde jemand auf offener Straße zusammengeschlagen, und ein paar Passanten gehen vorbei und echauffieren sich über sein Aussehen.

 

 

Wenn du schon weißt, dass der Vergleich sicher unpassend ist, warum bemühst du ihn dann, anstatt einen passenderen zu finden?

Auf mich wirkt das nun so -man verzeihe mir meine Unverblümtheit - als wollest du einigen Usern hier (unter anderem mir) nicht nur unterlassene Hilfeleistung unterstellen, sondern auch noch Gafferei.

 

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vor 19 Stunden schrieb Marcellinus:
vor 19 Stunden schrieb nannyogg57:

Wo also sind die theologischen Argumente gegen das Impfen?

 

Oder das theologische Argument dafür? Ich denke, das Für oder Wider von Impfungen hat mit Religion oder Weltanschauung einfach nichts zu tun. 

 

Das Problem ist für mich schlicht und einfach, dass Religionsgemeinschaften zur Durchsetzung ihrer Meinungen sich sehr gerne auf Gott berufen.

Das hat nämlich den "Vorteil", dass der Andersdenkende, sofern er auch gläubig ist, eigentlich nichts mehr entgegnen kann und man nur noch darüber diskutiert/streitet, wer denn nun den richtigen Gott glaubt.

So hat Kirche sehr lange Macht ausüben können. Denn wer wollte schon von befugter Instanz gesagt bekommen, dass er Gott nicht richtig glaube, und riskieren, aus der Gemeinschaft der Gläubigen als Ketzer ausgeschlossen (exkommuniziert) zu werden.

Heute funktioniert das nicht mehr ganz so mit solcher Art Machtausübung, allerdings haben sich noch erhebliche Relikte ehemaliger Machtausübung im Sprachduktus und öffentlichen Auftreten kirchlicher Repräsentanten unterschiedlichster Funktion erhalten. Genau das ist meine Kritik an Herrn Brüggenjürgen. Er bedient sich mMn dieses Sprachduktus und Auftretens.

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vor 17 Stunden schrieb nannyogg57:

Ich konzentriere mich mal auf die grüne Ampel. Ich vermute es geht darum, dass man nur bei Grün fahren oder gehen darf.

 

Gerade dieses Thema ist unheimlich komplex, denn im Gegensatz zur Impfung tut sich ein Graubereich auf, nämlich eine Ampel auf rot um 3.00 in der Früh, wo niemand mehr unterwegs ist und man bei einer Durchfahrt bei rot weder als schlechte Beispiel gelten muss noch andere gefährdet.

 

Was sagt die Bibel?

 

Die Bibel gebietet auf die Schwachen Rücksicht zu nehmen, analog kann man den Gedankengang des Apostels Paulus zum Genuss oder eben Nichtgenuss von Götzenopferfleisch im 1. Brief an die Gemeinde in Korinth anführen: Der intellektuell Überlegene vermag zu erkennen, dass der Genuss von Götzenopferfleisch schnurzpiepegal sei, aber der Schwache eben nicht, derjenige eben, der noch an den Götzen hängt.

 

Deshalb neigt Paulus dazu, vom Götzenopferfleischgenuss allgemein abzusehen und analog würde auch ich dafür plädieren, auch um 3.00 nachts die Ampelregelung zu beachten, denn es könnte sich hier für weniger aufmerksame Leute der Gedanke ergeben, das Beachten der Ampel sei tatsächlich Ermessenssache, so bald es sich dann doch herumspricht, dass es Usus sei um 3.00 nachts bei rot zu fahren.

 

Tagsüber dagegen ist nach der Logik des Paulus ein Nichtbeachten der Ampelregelung keinesfalls denkbar.

 

 

 

Herzlich willkommen im Land fundamentalistischer Evangelikaler, die sich selbst beim Kauf von Blumenkohl fragen, welchen Blumenkohl Jesus nehmen würde, wenn er an ihrer Stelle die AUswahl hätte.

Edited by Die Angelika
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vor 3 Minuten schrieb Die Angelika:

 

Das Problem ist für mich schlicht und einfach, dass Religionsgemeinschaften zur Durchsetzung ihrer Meinungen sich sehr gerne auf Gott berufen.

Das hat nämlich den "Vorteil", dass der Andersdenkende, sofern er auch gläubig ist, eigentlich nichts mehr entgegnen kann und man nur noch darüber diskutiert/streitet, wer denn nun den richtigen Gott glaubt.

So hat Kirche sehr lange Macht ausüben können. Denn wer wollte schon von befugter Instanz gesagt bekommen, dass er Gott nicht richtig glaube, und riskieren, aus der Gemeinschaft der Gläubigen als Ketzer ausgeschlossen (exkommuniziert) zu werden.

Heute funktioniert das nicht mehr ganz so mit solcher Art Machtausübung, allerdings haben sich noch erhebliche Relikte ehemaliger Machtausübung im Sprachduktus und öffentlichen Auftreten kirchlicher Repräsentanten unterschiedlichster Funktion erhalten. Genau das ist meine Kritik an Herrn Brüggenjürgen. Er bedient sich mMn dieses Sprachduktus und Auftretens.

es ist eine frage des selbstwertes so zu empfinden.

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vor 17 Stunden schrieb Marcellinus:
vor 18 Stunden schrieb nannyogg57:

Was sagt die Bibel?

 

Die Bibel kannte keine Ampeln!

 

Die Bibel kennt gar nichts, da sie kein lebendiges Wesen, sondern eine Ansammlung von SChriftstücken aus verschiedenen Zeiten ist.

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vor 17 Stunden schrieb nannyogg57:

Ach ja, Gesetze. Extrinsische Motivation für die Meisten, man sehe nur, was sich gerade um die Besuchsregelungen an Weihnachten abspielt. In meiner eigenen Familie, meine Nichten und Söhne ausgenommen zu ihrem Lob.

 

Aber exakt das wollte der Typ vom Domradio nicht. Er stellte die These einer intrinsischen Motivation für Christen auf, was die Impfpflicht betrifft. Wenn das schon zu viel ist, was wäre hier los, wenn das Impfen tatsächlich Gesetz würde, weil es vernünftig ist?

 

Und ohne Gesetz bietet die Ethik zwei Wege: Der ethischen Pflicht (sic! Kant lässt grüßen!) folgen oder sagen: Ich will aber nicht.

 

Beides legitim.

 

Ob damit wirklich eine intrinsische Motivation gegeben ist, wage ich zu bezweifeln.

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18 hours ago, nannyogg57 said:

Deshalb neigt Paulus dazu, vom Götzenopferfleischgenuss allgemein abzusehen und analog würde auch ich dafür plädieren, auch um 3.00 nachts die Ampelregelung zu beachten, denn es könnte sich hier für weniger aufmerksame Leute der Gedanke ergeben, das Beachten der Ampel sei tatsächlich Ermessenssache, so bald es sich dann doch herumspricht, dass es Usus sei um 3.00 nachts bei rot zu fahren.

Müssten dann Fussgänger nicht auch die roten Ampeln beachten? Viel Spass damit in Montreal. Die älteren Fussgänger-Ampeln werden ab Mitternacht einfach auf rot gestellt. Die neueren haben Knöpfe die manchmal tatsächlich nach 10 Minuten auf grün stellen wenn man draufdrückt. 6 Stunden bei eisigem Wind und Kàlte an einer leeren Strasse warten – gut es wäre ein Bussopfer erster Güte. Aber in der Zeit nicht am Götzenopfer-Sandwich knabbern!

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