Aleachim Geschrieben 22. April 2023 Melden Geschrieben 22. April 2023 vor 1 Minute schrieb Flo77: In meiner aktuellen Situation am Ambo zu stehen und diese Worte zu lesen Dann bist du jetzt doch Lektor? Schön! 🙂 Zitieren
Flo77 Geschrieben 22. April 2023 Melden Geschrieben 22. April 2023 (bearbeitet) vor 3 Minuten schrieb Aleachim: Dann bist du jetzt doch Lektor? Schön! 🙂 Immer noch in meiner "Heimat"gemeinde - ich fahre so oft es geht Sonntags runter. (Kirche ist eben nicht nur ein Gebäude in der völlig Fremde zusammensitzen, die Messe feiern und sonst nichts miteinander zu tun haben und das kann man auch nicht so einfach wechseln wie die Bettwäsche.) bearbeitet 22. April 2023 von Flo77 Zitieren
Aleachim Geschrieben 22. April 2023 Melden Geschrieben 22. April 2023 Gerade eben schrieb Flo77: Immer noch in meiner "Heimat"gemeinde - ich fahre so oft es geht Sonntags runter. Ach so. Verstehe! Zitieren
Aleachim Geschrieben 22. April 2023 Melden Geschrieben 22. April 2023 Nochmal was zum Thema: Ich weiß gar nicht so recht, wie das bei uns in der Pfarrei inzwischen läuft mit Erstbeichte oder auch Erstkommunionvorbereitung. Wir haben mit unseren Kindern noch ein bisschen Zeit. Ich denke aber, dass grade in der heutigen Zeit, eine Beichte auch schon in diesem Alter sehr gut für Kinder sein kann. Wenn es gut gemacht und gut vorbereitet ist. Ich glaube, dass Kinder sich sehr schnell für irgendwas die Schuld geben. Wenn etwas in der Familie nicht gut läuft, beziehen sie das häufig einfach auf sich. Das muss glaub ich gar nichts Gravierendes sein. Aber am deutlichsten wird es sicher da, wo es große Probleme gibt, ein zerrüttetes Elternhaus, vielleicht Alkohol oder Gewalt oder psychische Probleme der Eltern. Man hört sehr oft, dass Kinder versuchen, ihren Eltern zu helfen, sie zu decken und sich immer schuldig fühlen. (Klar, in solchen Fällen sollte es eigentlich ganz andere Hilfe geben, als Beichte!) Aber bei eher alltäglichen Problemen, vermute ich ein ähnliches Gefühl bei Kindern. Meine Vorstellung von Kinderbeichte wäre, dass Kinder da Raum bekommen, wo sie sich all das von der Seele sprechen können. Und wo man ihnen zusagt: "Du bist ein wertvoller, liebenswerter Mensch! Du musst dir keine Vorwürfe machen! Gott liebt dich wie du bist! Du musst nichts leisten! Du musst nicht die Probleme deiner Eltern lösen!" Wenn die Kinder nur lernen "Sünden aufzusagen", dann kann man es glaub ich auch lassen. Zitieren
Bartholomäa Geschrieben 22. April 2023 Melden Geschrieben 22. April 2023 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Aleachim: Obwohl ich selber die Beichte durchaus auch als wertvoll für mich empfinde, finde ich deinen Sprachgebrauch... na ja... seltsam. Sich "riesig" auf die Beichte zu freuen, , seine Sünden "aufsagen", Bußgebete "aufsagen"... Das alles klingt für mich so gar nicht nach Reue, nach Selbstreflexion, nach innerem Wachstum... Als Kind hab ich auch Sünden "aufgesagt". Irgendwann hab ich immer seltener gebeichtet, weil es nicht mehr stimmig war. Gott sei Dank gab es bei uns dann einen tollen Pfarrer, bei dem ich mein erstes Beichtgespräch hatte. Seitdem ist Beichte für mich wesentlich mehr, als "Sünden aufsagen". Hallo Aleachim, ich finde es bei Dir seltsam, daß Du schreibst: "..... Gott sei Dank gab es bei uns dann einen "tollen Pfarrer", bei dem ich mein erstes Beichtgespräch hatte....." Das hört sich so an, als ob Du die Beichte von einem Priester abhängig machst. (Wenn ich wüsste, daß der Priester bei dem ich beichte ein Krimineller ist, würde ich natürlich bei ihm auch nicht beichten. Das ist schon klar.) Ich gehe z. B. in ein Kloster und der Pater sieht mich "Gott sei Dank nicht, da ein Vorhang dazwischen ist." Ich kenne diesen Priester überhaupt nicht. Das ist mir viel lieber. Dann kann ich getrost alle meine Sünden beichten. Manchmal sage ich auch Dinge, da will ich diesem Priester gar nicht in die Augen schauen. Ich will einfach nur die Absolution haben. Danach bin ich glücklich und zufrieden. Ich finde es persönlich nicht schön, wenn man seinen Glauben von irgendwelchen Personen (z. B. Priester) abhängig macht. "Jesus ist mein Vorbild." Die Gottesmutter und den Heiligen Josef möchte ich auch noch erwähnen. Das reicht vollkommen aus. bearbeitet 22. April 2023 von Bartholomäa Zitieren
iskander Geschrieben 24. Juli 2023 Melden Geschrieben 24. Juli 2023 Weil ich das gerade vorhin beim Recherchieren gefunden habe: "Die Wahrnehmung der Beichte änderte sich dann im Laufe des Mittelalters, mehr und mehr wurde es als angemessen angesehen, sündenfrei die Kommunion zu empfangen. Das heißt, dass vor der Eucharistie gebeichtet werden musste – und das so genau wie möglich. [...] Durch diese Entwicklungen fühlten sich die Gläubigen einem hohen Druck ausgesetzt: Hatte man vielleicht eine kleine Sünde vergessen aufzuzählen und war trotz Beichte des Kommunionempfangs unwürdig? Der vom Lehramt ausgegebene Druck fiel auf andere Sakramente zurück: Denn aus Angst, etwas falsch zu machen, gingen die Menschen immer seltener zur Eucharistie. Da sie einmal im Jahr zur Beichte gehen mussten, gingen sie auch oft nur einmal im Jahr zur Kommunion, erfüllten also nur die kirchlichen Minimalanforderungen. Gleichzeitig entwickelte sich die Eucharistiefeier mehr und mehr weg von einer Feier der gesamten Gemeinde hin zu einer Liturgie der Geistlichen, der die Gemeinschaft lediglich beiwohnte und in der Regel nicht die Eucharistie empfing." https://www.katholisch.de/artikel/39934-oft-veraendertes-sakrament-die-geschichte-der-beichte 1 Zitieren
Munro Geschrieben 9. August 2023 Melden Geschrieben 9. August 2023 Am 15.4.2023 um 14:58 schrieb iskander: Früher spielte die Beichte wohl durchaus beim Missbrauch eine wichtige Rolle, aber das wird sich heute vermutlich so kaum noch sagen lassen, und die Anzahl der Missbrauchsfälle hat sich (soweit man weiß) ja auch sehr reduziert. Früher wurde die Beichte jedoch davon unabhängig von nicht wenigen Kindern als Belastung wahrgenommen. Cornwell hat in seinem Buch über die Beichte auch ausführlich über die Kinderbeichte geschrieben (welche vor allem auf Pius X. zurückgeht), und er schildert wie man damals die Kinder unter Druck gesetzt hat, indem man Kirchengeboten und der "Unkeuschheit" [sic!] einen bedeutenden Platz eingeräumt und mit den Folgen gedroht hat. Selbst wenn man "Exzesse" weglässt, ist vieles verstörend. Um Cornwell zu zitieren: "In der Folge wurde das Gewissen katholischer Kinder schon in einem unangemessenen Stadium ihrer emotionalen und geistigen Entwicklung belastet, indem man ihnen ständig die Lehren der Kirche über die »Todsünden« ins Gedächtnis rief – derjenigen Sünden, die den Tod der Seele bedeuten, und, wie es im Kinderkatechismus hieß, Gottes »furchtbare Strafen« nach sich zogen. Man brachte den Kindern bei, dass die Seele eines Menschen, der im Zustand der Todsünde stirbt, in alle Ewigkeit in der Hölle schmoren muss. Schwere Sünden oder Todsünden umfassten den Bruch der Zehn Gebote und die sieben Hauptsünden, die sich damit überlappten. Nur wenige dieser Sünden konnten auf eine »schwere« Art überhaupt von kleinen Kindern begangen werden. Also unterrichtete man sie über die permanente Gefahr derjenigen Todsünden, die sogar Kinder begehen können: unreine Taten, unreine Worte und unreine Gedanken – eine Methode, die bei ihnen Schuldgefühle in Bezug auf den eigenen Körper und die Körper anderer Menschen hervorrief. In den Jahren vor und während der Pubertät widmeten sich Beichtväter und Katecheten extrem ausführlich den sexuellen Sünden und riefen damit auf Jahre hinaus Gewissensbisse und Schuldgefühle hervor. Außerdem gab es Sünden des Ungehorsams gegenüber der Kirche. Zum Beispiel war es eine Todsünde, am Sonntag und anderen gebotenen Feiertagen nicht zur Messe gehen. Auch die Verspätung beim Messebesuch, der Bruch des vor dem Empfangen der Kommunion vorgeschriebenen Fastens oder Fleischkonsum am Freitag waren Todsünden. [...] Man redete ihnen ein, dass zwischen der ewigen Strafe für den Mord an einem Menschen und für die Verspätung in der Sonntagsmesse kein großer Unterschied bestand." Cornwell berichtet dann auch von zahlreichen Fällen, in denen Kinder wegen nichtigkeiten Gewissenbisse hatten. Das läuft heutzutage sicher anders, zumindest in unserem Kulturkreis. Aber eigentlich hat sich die Lehre der Kirche ja nicht wirklich geändert, außer was das Fleisch am Freitag und die Länge der Dauer, in der jemand vor der Kommunion nicht essen und trinken darf, angeht. "Eigentlich" müsste man auch heute ähnlich lehren wie damals. "Eigentlich" müsste man den Kinder beispielsweise beibringen, dass ein Versäumnis der Messe eine Todsünde ist und ohne gravierende schuldmindernde Gründe oder rechtzeitige Reue für alle Ewigkeit in die Hölle führt usw. Vielleicht ist das jetzt provokativ ausgedrückt, aber solange der offizielle Sündenkatalog der Kirche sich nicht ändert, ist die Kinderbeichte im Grunde doch nur dann entwicklungspsychologisch verantwortbar, wenn man die offizielle kirchliche Lehre weitgehend ausklammert und sie gerade nicht lehrt. Und man müsste sich fragen,ob dasselbe nicht auch für die Beichte zumindest jüngerer Jugendlicher gilt. So wie Cornwell das beschreibt, kenne ich das auch noch. Zitieren
Munro Geschrieben 9. August 2023 Melden Geschrieben 9. August 2023 Am 24.7.2023 um 19:14 schrieb iskander: Weil ich das gerade vorhin beim Recherchieren gefunden habe: "Die Wahrnehmung der Beichte änderte sich dann im Laufe des Mittelalters, mehr und mehr wurde es als angemessen angesehen, sündenfrei die Kommunion zu empfangen. Das heißt, dass vor der Eucharistie gebeichtet werden musste – und das so genau wie möglich. [...] Durch diese Entwicklungen fühlten sich die Gläubigen einem hohen Druck ausgesetzt: Hatte man vielleicht eine kleine Sünde vergessen aufzuzählen und war trotz Beichte des Kommunionempfangs unwürdig? Der vom Lehramt ausgegebene Druck fiel auf andere Sakramente zurück: Denn aus Angst, etwas falsch zu machen, gingen die Menschen immer seltener zur Eucharistie. Da sie einmal im Jahr zur Beichte gehen mussten, gingen sie auch oft nur einmal im Jahr zur Kommunion, erfüllten also nur die kirchlichen Minimalanforderungen. Gleichzeitig entwickelte sich die Eucharistiefeier mehr und mehr weg von einer Feier der gesamten Gemeinde hin zu einer Liturgie der Geistlichen, der die Gemeinschaft lediglich beiwohnte und in der Regel nicht die Eucharistie empfing." https://www.katholisch.de/artikel/39934-oft-veraendertes-sakrament-die-geschichte-der-beichte Gut gesagt! Zitieren
iskander Geschrieben 9. August 2023 Melden Geschrieben 9. August 2023 Wobei ein Aspekt auch noch auffällt. Obwohl die offizielle Lehre noch gilt, zieht man aus ihr offenbar nicht mehr mit der Radikalität die Konsequenzen, die man früher aus ihr gezogen hat. Das gilt selbst für Konservative, und vermutlich nicht nur für Deutschland, sondern viele Gegenden. Zitieren
Wunibald Geschrieben 18. März 2024 Melden Geschrieben 18. März 2024 Wie Jürgen von der Lippe in der Beichte erfuhr, was in der katholischen Kirche das Thema Nr. 1 ist. (ab 6:43) Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 18. März 2024 Melden Geschrieben 18. März 2024 vor einer Stunde schrieb Wunibald: Wie Jürgen von der Lippe in der Beichte erfuhr, was in der katholischen Kirche das Thema Nr. 1 ist. (ab 6:43) Lippe sagt etwas ganz anderes: "So erfuhr ich durch die katholische Kirche, was das Thema Nr. 1 ist..... Zitieren
Wunibald Geschrieben 18. März 2024 Melden Geschrieben 18. März 2024 Dann erfuhr er es halt nicht durch die katholische Kirche, sondern durch ihren für ihn zuständigen Beichtvater. Zitieren
Bartholomäa Geschrieben 26. Februar Melden Geschrieben 26. Februar Am 22.4.2023 um 21:43 schrieb Flo77: ...In meiner aktuellen Situation am Ambo zu stehen... Lieber Flo77, bist Du ein Priester oder ein Lektor? Würde mich sehr freuen, wieder einmal etwas von Dir zu hören.👋 Zitieren
Bartholomäa Geschrieben 26. Februar Melden Geschrieben 26. Februar Am 15.4.2023 um 12:14 schrieb Flo77: Bei uns ist die Kinderbeichte immer noch obligatorisch. Ich hasse es. Hallo Flo77, ich finde die Beichte vor der Erstkommunion sehr gut. Was die Kinder in jungen Jahren lernen, machen sie später vielleicht eher weiter. Das Problem ist vielleicht eher einen Heiligen Pfarrer zu haben. Ein heiliger Priester kann in den Kinderseelen sehr Gutes bewirken. Die Betohnung liegt auf "Heiliger Priester". Meine Oma hat mir früher immer vom Heiligen Pfarrer von Ars erzählt. War sehr interessant. Oma war einfach "Die Beste". Zitieren
Flo77 Geschrieben 26. Februar Melden Geschrieben 26. Februar vor 6 Stunden schrieb Bartholomäa: Lieber Flo77, bist Du ein Priester oder ein Lektor? Würde mich sehr freuen, wieder einmal etwas von Dir zu hören.👋 Ich war bis vor 2 Jahren Lektor. Mittlerweile ist allerdings zuviel passiert, als daß ich das noch machen könnte. Zitieren
iskander Geschrieben 26. Februar Melden Geschrieben 26. Februar Ich finde die Kinderbeichte bzw. die Beichte Jugendlicher nicht gut. Hier in aller Kürze noch einmal etwas dazu: - Entweder Beichte, Vorbereitung und Gewissensbildung laufen nicht so ab, wie die Kirche sich das vorstellt. Dann ist es aber doch letztlich Makulatur. - Oder aber es läuft so ab, wie die Kirche es will: Dann ist das eine Form des psychischen Missbrauchs, weil man jungen Menschen einen unnötigen Schuldkomplex einredet, der übrigens auch als Risikofaktor für sexuellen Missbrauch gilt (siehe beispielsweise hier). Zitieren
Bartholomäa Geschrieben 26. Februar Melden Geschrieben 26. Februar vor einer Stunde schrieb iskander: Ich finde die Kinderbeichte bzw. die Beichte Jugendlicher nicht gut.... Hallo lieber iskander, Ich finde die Beichte vor der Erstkommunion im Normalfall gut. Ich gehe jetzt von einem heiligen Pfarrer aus (z. B. Pfarrer von Ars), der gegenüber den 9 jährigen Kindern "reine Gedanken" hat. Im Fersehen kommt einfach zu viel Schrott. Vielleicht hat so mancher Priester durch das Fernsehen verdorbene oder schlechte Gedanken. Ich kenne nicht so viele Priester. Man kann nur für sie beten. Nicht alle Priester sind schlecht. Das hoffe ich zumindest mal. Zitieren
iskander Geschrieben 26. Februar Melden Geschrieben 26. Februar (bearbeitet) vor 38 Minuten schrieb Bartholomäa: Ich gehe jetzt von einem heiligen Pfarrer aus (z. B. Pfarrer von Ars), der gegenüber den 9 jährigen Kindern "reine Gedanken" hat. Von einem "heiligen" Priester auszugehen, ist vielleicht etwas optimistisch; allerdings dürften die meisten Priester es immerhin gut meinen. Aber gut gemeint ist nicht gut gemacht. Wenn die Beichte so ausgestaltet wird, wie sie das nach kirchlicher Lehre eigentlich müsste, würde sie meines Erachtens einer ausgeprägten und ungesunden Sukrupolosität Vorschub leisten - siehe etwa hier und hier. bearbeitet 26. Februar von iskander Zitieren
Bartholomäa Geschrieben 27. Februar Melden Geschrieben 27. Februar (bearbeitet) vor 12 Stunden schrieb iskander: Von einem "heiligen" Priester auszugehen,..... Lieber iskander, ich habe über Dein Geschriebenes nachgedacht. Meiner Meinung nach sollte ein Priester grundsätzlich "reine Gedanken" besonders im Beichtstuhl oder beim Beichtgespräch im Beichtzimmer haben. Der Priester sollte "reine Gedanken" gegenüber Kinder, Jugendliche, Erwachsene und gegenüber ältere Menschen haben. Das hat meiner Meinung nach nicht einmal etwas mit einem "Heiligen Priester" zu tun. Vielleicht kann man auch schreiben: "Normaler Priester". Wie schon geschrieben im Fernsehen kommt sehr viel "Schrott". Anstelle viel vor der "Klotze" zu sitzen, lieber Mal täglich einen Rosenkranz beten. Die Gottesmutter Maria hilft dabei. Das mit dem viel vor der "Klotze" sitzen, möchte ich keinem Priester unterstellen. Dafür kenne ich sie zu wenig. Ich kenne da auch niemanden näher. Ich kann mir aber vorstellen, daß der Fernseher ein Problem sein könnte. bearbeitet 27. Februar von Bartholomäa Zitieren
SteRo Geschrieben 2. März Melden Geschrieben 2. März Am 27.2.2026 um 12:23 schrieb Bartholomäa: Lieber iskander, ich habe über Dein Geschriebenes nachgedacht. Meiner Meinung nach sollte ein Priester grundsätzlich "reine Gedanken" besonders im Beichtstuhl oder beim Beichtgespräch im Beichtzimmer haben. Der Priester sollte "reine Gedanken" gegenüber Kinder, Jugendliche, Erwachsene und gegenüber ältere Menschen haben. Das hat meiner Meinung nach nicht einmal etwas mit einem "Heiligen Priester" zu tun. Vielleicht kann man auch schreiben: "Normaler Priester". Wie schon geschrieben im Fernsehen kommt sehr viel "Schrott". Anstelle viel vor der "Klotze" zu sitzen, lieber Mal täglich einen Rosenkranz beten. Die Gottesmutter Maria hilft dabei. Das mit dem viel vor der "Klotze" sitzen, möchte ich keinem Priester unterstellen. Dafür kenne ich sie zu wenig. Ich kenne da auch niemanden näher. Ich kann mir aber vorstellen, daß der Fernseher ein Problem sein könnte. Da der Priester bei der Beichte nur Instrument Jesu Christi ist, stellt sich die Frage warum und wie es dabei auf die Gedanken des Priester ankommen kann. Zitieren
Aleachim Geschrieben 21. März Melden Geschrieben 21. März Das Thema Kinderbeichte beschäftig mich aktuell wieder. Schon seit uns Ältester letztes Jahr Erstbeichte und Erstkommunion empfangen hat, hadere ich damit, wie das in unserer Pfarrei vermittelt wird. In unserer kleinen Dorfschule hält der Pfarrer noch höchstpersönlich den Religionsunterricht für die 3. und 4. Klasse (Kombiklasse). Ich kenne ihn gut, arbeite ehrenamtlich viel mit ihm zusammen, empfinde seine Spiritualität und seine Art Glaubensdinge zu vermitteln, aber meist als schwermütig, bedrückend, eng... Ich war nicht einverstanden, mit der Art und Weise, wie er das den Kindern vermittelt hat, fand den Beichtspiegel, den er den Kindern gegeben hat, schrecklich und hab ihn auch (ganz vorsichtig) darauf angesprochen. Ich bin mit meinen Sorgen da aber nicht zu ihm durchgedrungen. Er versuchte mich damit zu beruhigen, dass er den Kindern ganz genau den Ablauf erkläre und einübe und das sei das Wichtigste. Wenn sie mit den Formalitäten ausreichend vertraut sind, dann klappt das schon alles. Er hatte kein Verständnis für meine Sorge, dass den Kindern durch diesen Formalismus, der tiefere Zugang zu diesem Sakrament verwehrt bleiben könnte. Ich fühlte mich hilflos und hab mit meinem Sohn viel darüber gesprochen, was ich für einen Blick auf die Beichte habe und dass ich ihm wünsche, dass er ganz offen das sagen kann, was ihn belastet, unabhängig von dem ganzen Formalismus. Am Tag der Beichte war ich dann positiv überrascht, wie fröhlich und beschwingt die Kinder aus dem Beichtstuhl bzw. aus der Kirche rauskamen. Es gab anschließend noch ein kleines Fest im Pfarrheim. Ich überlegte, ob meine Sorgen doch übertrieben waren und legte damit das Thema erstmal beiseite. Aber nun ist das Thema wieder da. Unser Pfarrer war diese Woche, ohne dass die Eltern informiert worden wären, während des Relgionsunterricht, mit der gesamten 4. Klasse in der Kirche zum Beichten. Es gab zwar keinen expliziten Zwang, aber auch kein offenes "Wer nicht möchte, muss nicht!" (laut meinem Sohn). Ich hab da jetzt echt Bauchschmerzen. Das geht doch nicht, das in so einem Gruppendrucksetting zu machen. Ich tu mich aber extrem schwer, den Pfarrer nochmal darauf anzusprechen. Ich bin mir sehr sicher, dass er sich nicht darauf einlassen würde, da in Zukunft die Freiwilligkeit deutlich zu machen, weil er dann wahrscheinlich befürchtet, dass eben viele es nicht machen würden. Mir ist es schade um die Kinder, schade um das Sakrament, schade um ihre Gottesbeziehung... 😥 1 Zitieren
Flo77 Geschrieben 21. März Melden Geschrieben 21. März Meine Güte, Kinder ab 7 Jahren unterliegen den Geboten der Kirche, d.h. jährliche Beichte umd Kommunion sind verpflichtend. Ich gehe jede Wette ein, daß 90% der Eltern sich der Pflicht ohnehin bereits entziehen und so miserables Beispiel geben. Zitieren
Merkur Geschrieben 21. März Melden Geschrieben 21. März Gab es da keine Beichtvorbereitung, von der von den Kindern zu Hause etwas erzählt wurde? Da bekommt man doch üblicherweise mit, wann der Termin stattfinden soll. 1 Zitieren
Aleachim Geschrieben 21. März Melden Geschrieben 21. März vor 19 Minuten schrieb Merkur: Gab es da keine Beichtvorbereitung, von der von den Kindern zu Hause etwas erzählt wurde? Da bekommt man doch üblicherweise mit, wann der Termin stattfinden soll. Beichtvorbereitung im eigentlichen Sinn gab es nur letztes Jahr, vor der Erstkommunion. Da wurde der Termin natürlich bekanntgegeben. War auch nicht während der Schulzeit (Religionsunterricht), sondern nachmittags. Diesmal wurde mit den Kindern nur kurz der (wirklich unterirdische) Beichtspiegel durchgegangen. Die Kinder mussten, (wie auch im Vorjahr) im Unterricht ein paar der darin aufgeführten Sünden auf einen Zettel schreiben (geheim), den sie dann mit zur Beichte nehmen und vorlesen durften. Anschließend kam ein Aktenvernichter zum Einsatz... Manche Eltern haben das wohl schon im Vorfeld (einen Tag davor) von ihren Kindern erfahren. Mein Sohn hat das nicht erzählt. Ich habs erst danach erfahren. Zitieren
Aleachim Geschrieben 21. März Melden Geschrieben 21. März vor einer Stunde schrieb Flo77: Meine Güte, Kinder ab 7 Jahren unterliegen den Geboten der Kirche, d.h. jährliche Beichte umd Kommunion sind verpflichtend. Dann hätten alle die erst mit 9 oder 10 zur Erstbeichte und Erstkommunion gehen, diese Kirchengebote eh schon gebrochen. So ein Unsinn! vor einer Stunde schrieb Flo77: Ich gehe jede Wette ein, daß 90% der Eltern sich der Pflicht ohnehin bereits entziehen und so miserables Beispiel geben. Damit hast du sehr wahrscheinlich recht. Warum unser Pfarrer glaubt, dass es nun einen größeren Erfolg haben könnte, so vorzugehen, kann ich wirklich nicht nachvollziehen. (Vor ein paar Jahren hat er mal in einer Predigt darüber geklagt, dass die Menschen kein Bewusstsein mehr hätten für den Wert der Beichte... Es wundert mich nicht!) Zitieren
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