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Kinderbeichte - ein Relikt vor dem gesellschaftlichen Aus?


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Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Aleachim:

Dann hätten alle die erst mit 9 oder 10 zur Erstbeichte und Erstkommunion gehen, diese Kirchengebote eh schon gebrochen. So ein Unsinn! 

Entschuldige, aber ich bin es nicht, der Quam Singulari nicht ernst nimmt.

 

vor einer Stunde schrieb Aleachim:

Damit hast du sehr wahrscheinlich recht. Warum unser Pfarrer glaubt, dass es nun einen größeren Erfolg haben könnte, so vorzugehen, kann ich wirklich nicht nachvollziehen. (Vor ein paar Jahren hat er mal in einer Predigt darüber geklagt, dass die Menschen kein Bewusstsein mehr hätten für den Wert der Beichte... Es wundert mich nicht!)

Das ist ja eine völlig andere Frage.

Geschrieben
vor 49 Minuten schrieb Flo77:

Entschuldige, aber ich bin es nicht, der Quam Singulari nicht ernst nimmt.

Warum nimmst du das ernst? Ich halte es für Unsinn... (Wobei in dem Wiki-Artikel ein Alter von "ungefär 7 Jahren" steht. Da geht 9 vielleicht grad noch mit durch...

Geschrieben
vor 14 Minuten schrieb Aleachim:

Warum nimmst du das ernst? Ich halte es für Unsinn... (Wobei in dem Wiki-Artikel ein Alter von "ungefär 7 Jahren" steht. Da geht 9 vielleicht grad noch mit durch...

Es ist päpstliches ordentliches Lehramt. Wie kann das Unsinn sein?

 

(Natürlich ist es völliger Unsinn - ein Kind kann nicht sündigen im eigentlichen Sinne, nicht mit 7 und meiner Meinung nach auch noch nicht mit 10, aber ich hab die Regeln nicht gemacht. Etwas falsch zu machen ist keine Sünde. Gleichwohl angesichts der Problematiken, die unser Jugendstrafrecht in den letzten 10 Jahren immer wieder nicht gelöst bekommt, diese Haltung durchaus einer Reflektion bedürfte.)

Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb Flo77:

(Natürlich ist es völliger Unsinn - ein Kind kann nicht sündigen im eigentlichen Sinne, nicht mit 7 und meiner Meinung nach auch noch nicht mit 10, aber ich hab die Regeln nicht gemacht. Etwas falsch zu machen ist keine Sünde. Gleichwohl angesichts der Problematiken, die unser Jugendstrafrecht in den letzten 10 Jahren immer wieder nicht gelöst bekommt, diese Haltung durchaus einer Reflektion bedürfte.)

Okay. Danke. Ich war kurz irritiert und dachte du meinst es womöglich ernst. Entschuldige. Ich hätte wissen müssen, dass das nicht sein kann. 🙂

Geschrieben
vor 52 Minuten schrieb Flo77:

Es ist päpstliches ordentliches Lehramt. Wie kann das Unsinn sein?

 

Pius X im Jahr 1910.

In bürgerliche Zeit umgerechnet also vor gut 1000 Jahren 

 

Werner

Geschrieben (bearbeitet)
vor 23 Stunden schrieb Aleachim:

Aber nun ist das Thema wieder da. Unser Pfarrer war diese Woche, ohne dass die Eltern informiert worden wären, während des Relgionsunterricht, mit der gesamten 4. Klasse in der Kirche zum Beichten. Es gab zwar keinen expliziten Zwang, aber auch kein offenes "Wer nicht möchte, muss nicht!" (laut meinem Sohn). Ich hab da jetzt echt Bauchschmerzen. Das geht doch nicht, das in so einem Gruppendrucksetting zu machen.

Ich habe große Zweifel, dass es in irgendeinem Bundesland rechtens wäre, Unterrichtszeit zur Spendung von Sakramenten zweckzuentfremden.
Ich frage mich auch, ob in so einer Konstellation die notwendige und erforderliche Trennung von Forum internum und externum gegeben ist. Es ist in meinen Augen mehr als kritisch, dass die Lehrkraft, die ja auch Zensuren (und sei es in Form einer schriftlichen Beurteilung) geben muss, in ihrer Funktion als Priester das Bekenntnis eines Schülers hört. Und selbst wenn dies irgendwie doch erlaubt sein sollte ( @Chrysologus kannst Du da Näheres zu sagen?) halte ich es für absolut unklug das zu tun.
Da Schulpflicht besteht, handelt es sich in meinen Augen klar um Gruppenzwang. Und selbst wenn explizit gesagt worden wäre: "du musst ja nicht" - welches Kind hat bitte das Rückgrat, dies durchzuziehen, wenn es weiß, dass es dem Priester in seiner Funktion als Lehrer noch längere Zeit ausgesetzt sein wird???

bearbeitet von gouvernante
Geschrieben

Ich hatte ähnliche erste Ideen. Im Einzelnen:

 

vor 6 Stunden schrieb gouvernante:

Ich habe große Zweifel, dass es in irgendeinem Bundesland rechtens wäre, Unterrichtszeit zur Spendung von Sakramenten zweckzuentfremden.

 

Nicht nur dass, es widerspricht auch den kirchlichen Vorgaben zum Religionsunterricht diametral. 

 

vor 6 Stunden schrieb gouvernante:

Ich frage mich auch, ob in so einer Konstellation die notwendige und erforderliche Trennung von Forum internum und externum gegeben ist.

 

Nein, ist es nicht.

 

vor 6 Stunden schrieb gouvernante:

Es ist in meinen Augen mehr als kritisch, dass die Lehrkraft, die ja auch Zensuren (und sei es in Form einer schriftlichen Beurteilung) geben muss, in ihrer Funktion als Priester das Bekenntnis eines Schülers hört. Und selbst wenn dies irgendwie doch erlaubt sein sollte ( @Chrysologus kannst Du da Näheres zu sagen?) halte ich es für absolut unklug das zu tun.

 

Ich halte es nicht nur für unklug, sondern auch für übergriffig. Man kann auch darüber nachdenken, ob diese Veranstaltung mit. c. 985 CIC/1983 vereinbar ist. 

 

Außerdem könnte die Anregung, Sündenbekenntnisse zu Papier zu bringen, c. 1386 § 3 CIC/2021 touchieren. Und sollte so ein Zettel öffentlich werden, wäre das Beichtsiegel in Gefahr. Daher rate ich von dieser Praxis ab, auch wenn sie nicht direkt strafbar ist.

 

Ich würde aufgrund der Schilderung die Frage anmelden, ob der der Mann zur Entgegennahme von Beichten geeignet ist - sofern de Antwort negativ ist, sollte man ihm die entsprechende Fakultas entziehen. 

 

 

Geschrieben

Interessant. Seid Ihr auch für Zelebrationsverbote bei Verstößen gegen die Vorschriften der Liturgie?

 

Oder nur dann, wenn jemand auf der anderen Seite vom Pferd fällt und das natürlich dann viel schlimmer ist?

 

Übergriffig ist beides.

Geschrieben

Wenn du zwischen seelischer Unversehrtheit und falscher Caselfarbe keinen Unterschied zu erkennen vermagst, dann solltest Du deine Prioritäten dringend überprüfen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 54 Minuten schrieb Chrysologus:

Wenn du zwischen seelischer Unversehrtheit und falscher Caselfarbe keinen Unterschied zu erkennen vermagst, dann solltest Du deine Prioritäten dringend überprüfen.

 

Soweit ich das sehe, hattest du mit dem CIC argumentiert. Postulierst Du jetzt, daß eine Kinderbeichte per se in die seelische Unversehrtheit eingreift?

 

Noch einmal: eine mit allen Eltern nicht vorab abgesprochene Kinderbeichte halte ich für übergriffig. Doch wenn "übergriffig" allein schon Verbot nach sich zöge, hätten wir nach meiner Erfahrung kaum noch zelebrierende Priester (scheinbar lernt man das so im Seminar).

 

Im Grunde genommen macht hier der Preister das, was viele (er vielleicht auch) liturgisch auch tun: klerikalistisch Macht ausspielen. "Die Leute sollen sich mal nicht so anstellen."

bearbeitet von rorro
Geschrieben

Danke Gouvi und Chryso für eure Einschätzung. Es hilft mir grade sehr zu wissen, dass mein ungutes Gefühl nicht total übertrieben ist. Die Situation ist nicht leicht und ich werde mir da Unterstützung holen. Ich will den Pfarrer nicht anschwärzen oder rauskicken. Ich möchte einfach nur, dass sich die Durchführung der Kinderbeichte verbessert. Alleine komm ich da nicht weiter. 

 

In diesem Artikel wird eine ganz entscheidende Frage aufgeworfen. Kinder sind in ihrer moralischen Entwicklung auf einem ganz anderen Stand als Erwachsene. Die Beichtpraxis, die man ihnen beibringt, funktioniert nicht für Erwachsene. 

 

Zitat daraus: 

Vereinfacht gesagt, gibt es zwei Prototypen der Beichte:

Die heteronome, unmündige Kinderbeichte, in welcher der Beichtvater Seelenführer und Richter ist und die autonome, mündige Erwachsenenbeichte, in welcher eine Seelsorgerin oder ein Seelsorger nicht richtet, sondern zum neuen Start ermutigt aus dem Glauben an den gnädigen Gott.

Darum nochmals die kritische Frage zum Schluss: Hat nicht die Überkultivierung der Kinderbeichte die mündige Erwachsenenbeichte geradezu verhindert?

 

Schade, dass diese Frage nicht flächendeckend aufgeworfen wird. 

 

Sowas wie hier beschrieben, würde ich mir wünschen. 

Daraus: 

Das Beichtverhalten von vielen jungen Menschen an dieser Schule – getauft oder nicht, katholisch oder nicht – frappiert und macht nachdenklich. Es erzählt von der Sehnsucht der Jugendlichen nach einem begleiteten Raum für Selbstreflexion.

Es erzählt von der Sehnsucht junger Menschen der Generationen Z und Alpha, die das Gefühl haben, sich permanent in den Sozialen Medien inszenieren zu müssen, nach einem geschützten Raum, in dem Schuld und Scham gut aufgehoben sind, in dem sie mit all ihrer Unzulänglichkeit sein dürfen. Und es erzählt von der Sehnsucht nach Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern, die zur Diskretion verpflichtet sind, die das Persönliche, das Intime schützen. Der Jesuit Beat Altenbach diagnostiziert zudem eine Sehnsucht junger Menschen nach dem Heiligen in einer Welt, in der alles verfügbar, konsumierbar und kaufbar scheint. In dieser Welt sind der Zuspruch und das Gesegnet-Werden eine wichtige Erfahrung für junge Menschen.

[...]

einer Kirche, die Gastfreundschaft lebt, die andere Menschen einlädt und ihnen Räume eröffnet; eine Kirche, die nicht um sich und ihr Selbstverständnis kreist, die sich selbst nicht mehr als Zentrum denkt, sondern als Gelegenheit. Eine Kirche, die auf diese Weise Platz macht, macht „Platz für Talente, für Wachstum, für Potenzialentfaltung. Sie macht Platz für Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Sie macht Platz für den je eigenen Reim auf das Leben.“

[...]

Wenn es gelingt, mitten im säkularen Alltag solche Räume zu eröffnen und Gelegenheiten zu schaffen, wenn es gelingt, jungen Menschen derart Platz zu geben, kann Kirche zeigen, dass sie mehr zu bieten hat als saure Pflichtethik. Und es scheint, dass die jungen Menschen bei der Beichte an der Schule diesen Raum geschenkt bekommen – und ihn dankbar annehmen.

Geschrieben
vor 33 Minuten schrieb rorro:

Postulierst Du jetzt, daß eine Kinderbeichte per se in die seelische Unversehrtheit eingreift?

 

Lesen meines Beitrags beantwortet die Frage.

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb Aleachim:

Ich will den Pfarrer nicht anschwärzen oder rauskicken.

 

Es geht hier nicht um anschwärzen - nur: Wenn es niemand meldet, dass kann die Diözese auch nicht handeln. Ich würde das, was Du hier geschrieben hast (um Namen der Pfarrei und des Pfarrers ergänzt) dem Dekan berichten. Der erste Schritt wäre hier ein klärendes, aber klares Gespräch.

 

vor 12 Minuten schrieb Aleachim:

Darum nochmals die kritische Frage zum Schluss: Hat nicht die Überkultivierung der Kinderbeichte die mündige Erwachsenenbeichte geradezu verhindert?

 

Die Beobachtung in der Fläche kann das als evident erscheinen lassen. Und zugleich nehme ich zu viele "Beichten" ab, als dass ich nicht an einen Bedarf glauben könnte. Nur die sakramentale Lossprechung kümmert keinen mehr.

 

vor 14 Minuten schrieb Aleachim:

Es erzählt von der Sehnsucht junger Menschen der Generationen Z und Alpha, die das Gefühl haben, sich permanent in den Sozialen Medien inszenieren zu müssen, nach einem geschützten Raum, in dem Schuld und Scham gut aufgehoben sind, in dem sie mit all ihrer Unzulänglichkeit sein dürfen. Und es erzählt von der Sehnsucht nach Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern, die zur Diskretion verpflichtet sind, die das Persönliche, das Intime schützen.

 

Das kann ich  nur bestätigen.  Leider ignoriert die Kirche das weitgehend, indem sie die Beichtfakultas als Dreingabe zur Weihe verteilt.  

 

  

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Chrysologus:

Lesen meines Beitrags beantwortet die Frage.

 

Leider nicht. Deswegen frage ich nach.

Geschrieben

Dann lies aufmerksamer. Du schaffst das. Alle anderen haben das auch geschafft.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb rorro:

Im Grunde genommen macht hier der Preister das, was viele (er vielleicht auch) liturgisch auch tun: klerikalistisch Macht ausspielen. "Die Leute sollen sich mal nicht so anstellen."

Dass die Beichte ein wesentlich sensiblerer Bereich ist, in dem Machtmissbrauch viel gravierendere Folgen haben kann, als bei einer Messfeier, siehst du nicht so?

Geschrieben
vor 37 Minuten schrieb Aleachim:

Kinder sind in ihrer moralischen Entwicklung auf einem ganz anderen Stand als Erwachsene. Die Beichtpraxis, die man ihnen beibringt, funktioniert nicht für Erwachsene. 

Ja und Nein. Seit mehr als 10 Jahren haben wir hierzulande das Phänomen, daß immer mehr "Jugendliche" (d.h. u14) straffällig werden und unser bisheriges "Korrektur"-Modell nicht wirklich etwas bringt. Sind katholische Kinder so anders, daß ihr Kompass noch später reift?

 

vor 37 Minuten schrieb Aleachim:

Zitat daraus: 

Vereinfacht gesagt, gibt es zwei Prototypen der Beichte:

Die heteronome, unmündige Kinderbeichte, in welcher der Beichtvater Seelenführer und Richter ist und die autonome, mündige Erwachsenenbeichte, in welcher eine Seelsorgerin oder ein Seelsorger nicht richtet, sondern zum neuen Start ermutigt aus dem Glauben an den gnädigen Gott.

Darum nochmals die kritische Frage zum Schluss: Hat nicht die Überkultivierung der Kinderbeichte die mündige Erwachsenenbeichte geradezu verhindert?

Die Kinderbeichte ist und war für mich immer ein rotes Tuch, weil ich bei einem Kind schlicht nicht glauben will und kann, daß es bewusst und willentlich das Leben und die Liebe Gottes zurückweisen will. Im Grunde glaube ich das noch nicht mal bei den allermeisten Erwachsenen. Die Beichtpflicht vor der Erstkommunion hat mein Verhältnis zu diesem Sakrament nicht eben gefördert.

 

Dazu kommt aber auch, daß ich die Beichte weder als Kind noch als Erwachsener als "Befreiung" oder "Reinigung" erlebt habe. Im Gegenteil.

Wenn es eine "Rauschwirkung" gab, hielt diese vielleicht 5 oder 10 Minuten an aber dann dann war der Effekt auch schnell wieder verpufft. 

 

Es hat sich jedenfalls nach keiner meiner Beichten mein Universum wieder eingerenkt oder es hat mich etwas in meiner Persönlichkeit berührt oder gar verändert.

 

Nun ist die Frage nach der "Effektivität" keine, die für andere eine solche Bedeutung hat, wie für mich. Ich habe allerding auch einen wirklichen Unterschied, zwischen "unmündiger Kinderbeichte" und "mündiger Erwachsenenbeichte" nie gehabt. Ich meine bei der Erstbeichte meiner Kinder, wäre "ernstnehmen" so ein Schlagwort gewesen, während ich mich im Beichtstuhl ohnehin immer "falsch" und "unmündig" gefühlt habe. Wird einem hier ja auch immer wieder gerne erklärt, daß die Kirche es doch sowieso besser wüsste und man ihr nur vertrauen muss...

Geschrieben (bearbeitet)
vor 44 Minuten schrieb Chrysologus:

Dann lies aufmerksamer. Du schaffst das. Alle anderen haben das auch geschafft.

 

So liebe ich Theologen. Werbung für den Berufsstand.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Chrysologus:

Lesen meines Beitrags beantwortet die Frage.

 

vor einer Stunde schrieb rorro:

 

Leider nicht. Deswegen frage ich nach.

Ich finde die Frage zu ernst für diese Spielchen.

Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb gouvernante:

Ich finde die Frage zu ernst für diese Spielchen.

 

Ich meine meine Frage auch durchaus ernst. Chrysologus meint, liturgisches Wildsauentum (als hätte ich von Farbspielen geredet!) seien zu vernachlässigen (egal was der CIC sagt) und eine unabgesprochene Kinderbeichte mit Kindern, die diese schon kennen (da wird der CIC gezückt), ein potentieller Eingriff in die seelische Unversehrtheit.

 

Wenn man irgendwo zweierlei Maß sehen will, dann ist das Anschauungsmaterial hier sehr präsent.

Geschrieben

Kannst Du für liturgisches Freistilringen bitte einen eigenen Thread aufmachen?

Das Thema liegt auf einer anderen Ebene als Machtmissbrauch im Kontext der Sakraments der Versöhnung.

Geschrieben (bearbeitet)

Beides sind klerikale Machtmißbäuche bei Sakramenten. Beides ist abscheulich - und beides kotzt mich ebenso an wie der unterschiedliche Umgang innerkirchlich damit. Eigentlich sind viele Reformer gar nicht gegen Klerikalismus - solange der Klerus da Macht mißbraucht und gegen die Regeln verstößt, die man selbst für doof hält, ist alle brause.

Es ist sogar vielmehr so (schon mehrfach erlebt, auch innerhalb Geistlicher Gemeinschaften!!): wer sich an liturgische Vorgaben hält, wird gemieden bis verhöhnt.

 

Ein wenig weniger Heuchelei und weniger Betonung des CIC, wenn man ihn andernorts für irrelevant hält - mehr will ich gar nicht.

bearbeitet von rorro
Geschrieben

Also soweit ich mich erinnern kann, bin ich - nachdem sich die katholische Folklore meiner bemächtigt hatte - als Kind folgsam zur Beichte, wenn gesagt wurde, dass ich soll. Das war so wie "Hausaufgaben machen". Ich habe mich weder vorher gut oder schlecht gefühlt, noch nachher. Also ohne Beichte hätte mir nichts gefehlt und ich war deswegen auch niemandem böse. Wenn ich damals gewußt hätte, welche Gedanken sich Erwachsene dadrüber machen können, hätte ich weder die Gedanken verstanden noch warum sie sich überhaupt solche Gedanken machen. Hausaufgaben sind halt Hausaufgaben und müssen sein und die 10 Vaterunser hat man doch schnell gebetet.

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb SteRo:

Also soweit ich mich erinnern kann, bin ich - nachdem sich die katholische Folklore meiner bemächtigt hatte - als Kind folgsam zur Beichte, wenn gesagt wurde, dass ich soll. Das war so wie "Hausaufgaben machen". Ich habe mich weder vorher gut oder schlecht gefühlt, noch nachher. Also ohne Beichte hätte mir nichts gefehlt und ich war deswegen auch niemandem böse. Wenn ich damals gewußt hätte, welche Gedanken sich Erwachsene dadrüber machen können, hätte ich weder die Gedanken verstanden noch warum sie sich überhaupt solche Gedanken machen. Hausaufgaben sind halt Hausaufgaben und müssen sein und die 10 Vaterunser hat man doch schnell gebetet.

Nicht alle Kinder sind mit dieser Form von Resilienz ausgestattet.

Geschrieben
Am 21.3.2026 um 19:23 schrieb Aleachim:

Diesmal wurde mit den Kindern nur kurz der (wirklich unterirdische) Beichtspiegel durchgegangen. 

 

Darf ich fragen, was daran denn so unterirdisch ist? (Die Frage meine ich ernst.)

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