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Monika

Evangelien vom Mittwoch

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Monika

11. Juni

 

Hl. Barnabas

 

Apostel

 

 

 

Barnabas, „ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und Glauben“ (Apg 11, 23), wird in der Apostelgeschichte (14, 4) als Apostel bezeichnet, obwohl er nicht zum Kreis der Zwölf gehörte. Er war Diasporajude aus Zypern, gehörte zum Stamm Levi und hieß ursprünglich Josef. Wann und wie er Christ wurde, wissen wir nicht. In Apg 4, 36-37 wird seine Hochherzigkeit gerühmt. Er war es, der den neubekehrten Saulus bei den verängstigten und misstrauischen Jüngern in Jerusalem einführte (Apg 9, 26-27), ihn später (um 42) aus Tarsus nach Antiochia holte und als Mitarbeiter gewann. Zusammen gingen sie auf die erste Missionsreise nach Zypern und dem südlichen Kleinasien; zusammen traten sie auf dem sog. Apostelkonzil in Jerusalem dafür ein, dass man den Heiden, die Christen werden wollen, nicht das jüdische Gesetz auferlegen solle. Später kam es zwi­schen den beiden zu einer Auseinandersetzung, weil Paulus den Markus, einen Verwandten des Barnabas, nicht auf die zweite Missionsreise mitnehmen wollte. Barnabas fuhr dann mit Markus allein nach Zypern (Apg 15, 39). Nach einer späteren Überlieferung soll er in Salamis gesteinigt worden sein.

 

 

Die Lesung ist Eigentext dieses Gedenktages.

 

Zur Lesung Antiochia am Orontes war die drittgrößte Stadt des Römischen Reiches, Sitz des Legaten von Syrien, der um die Zeit Jesu auch für Palästina zuständig war. Dort entstand die erste Gemeinde, die aus Juden- und Heidenchristen zusammengesetzt war. Die jüdischen Christen hatten sich mit ihrer Botschaft zuerst an die Juden gewandt, dann aber gewannen die „Hellenisten“ (griechisch sprechende Christen) auch bei den Heiden Anhänger. Die Gemeinde von Jerusalem sah die Entwicklung nicht ohne Sorge; schon Petrus hatte dort Mühe gehabt, den „Hebräern“ klarzumachen, dass Gott auch den Heiden die Umkehr und das Leben schenken will (Apg 11, 1-18). Man sandte also Barnabas als Visitator nach Antiochia. Er war der rechte Mann am rechten Platz, „ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben“ (11, 23). Zwei weitere wichtige Nachrichten stehen in dieser Lesung: 1. Es gelingt Barnabas, Paulus in die Missionsarbeit einzuschalten; 2. in Antiochia entsteht der Name „Christen“, weil sie glauben und bezeugen, dass Jesus der Christus ist, der verheißene Messias und Retter. - Zu 11, 21-26: Apg 4, 36; 13, 43; 6, 5; 9, 30. - Zu 13, 13: Apg 11, 27; 15, 32; 9, 15; Gal 1, 15-16.

 

 

 

Lesung Apg 11, 21b-26; 13, 1-3

 

Er war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben

Lesung aus dem ersten Johannesbrief

 

21bViele wurden gläubig und bekehrten sich zum Herrn.

 

22Die Nachricht davon kam der Gemeinde von Jerusalem zu Ohren, und sie schickten Barnabas nach Antiochia.

 

23Als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, dem Herrn treu zu bleiben, wie sie es sich vorgenommen hatten.

 

24Denn er war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben. So wurde für den Herrn eine beträchtliche Zahl hinzugewonnen.

 

25Barnabas aber zog nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen.

 

26Er fand ihn und nahm ihn nach Antiochia mit. Dort wirkten sie miteinander ein volles Jahr in der Gemeinde und unterrichteten eine große Zahl von Menschen. In Antiochia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen.

1In der Gemeinde von Antiochia gab es Propheten und Lehrer: Barnabas und Simeon, genannt Niger, Luzius von Zyrene, Manaën, ein Jugendgefährte des Tetrarchen Herodes, und Saulus.

 

2Als sie zu Ehren des Herrn Gottesdienst feierten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Wählt mir Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie mir berufen habe.

 

3Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen.

 

 

 

Zum Evangelium Jesus sendet die Jünger mit seiner eigenen Voll­macht (vgl. Mt 4, 23). Sie sollen auch seine Art des Auftretens zum Vor­bild nehmen. Das Mitleid mit den Not leidenden Menschen soll ihr Tun ebenso bestimmen wie das seine (vgl. 9, 36-38). Wie er sollen sie ihren Dienst in radikaler Armut tun. Gleichzeitig werden die Gemeinden an ihre Pflicht erinnert, für den Lebensunterhalt derer zu sorgen, die im Dienst des Evangeliums stehen. - Das Evangelium ist ein Angebot Gottes. Wer die Boten Jesu aufnimmt, empfängt die Gottesgabe des Friedens; der Frie­densgruß des Missionars ist mehr als eine bloße Höflichkeit. Die Glau­bensboten abweisen ist dasselbe wie Jesus selbst abweisen (vgl. 11, 22-24). - Bei all dem wird vorausgesetzt, dass die Glaubensboten als solche erkennbar sind – wodurch? Kaum durch ihre bloße Behauptung. Zeichen ihrer Sendung sind neben der Wundergabe die Klarheit ihres Wortes und die Art ihres Auftretens. Die Verantwortung dafür, ob die Botschaft ankommt, liegt auf beiden Seiten: beim Verkündiger und beim Hörer. - Mk 6, 8-11; Lk 9, 2-5; 10, 4-12; Jes 55, 1; Apg 8, 20; 13, 51; 18, 6.

 

 

Evangelium Mt 10, 7-13

 

Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

7Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

 

8Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

 

9Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel.

 

10Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt.

 

11Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst.

 

12Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden.

 

13Wenn das Haus es wert ist, soll der Friede, den ihr ihm wünscht, bei ihm einkehren. Ist das Haus es aber nicht wert, dann soll der Friede zu euch zurückkehren.

 

(Quelle Erzabtei Beuron)

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Martin

Heilt Kranke,

weckt Tote auf,

macht Aussätzige rein,

treibt Dämonen aus!

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Gabriele

Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.

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ThomasB.

Das Himmelreich ist nahe.

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Rufino

Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden.

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Monika

Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden.

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Monika

Mittwoch der 11. Woche im Jahreskreis

 

 

 

Jahr I

 

Zur Lesung „Gerechtigkeit“ im biblischen und jüdischen Verständ­nis bedeutet auch Hilfsbereitschaft, Freigebigkeit. In diesem Sinn ist Gott selbst ewig „gerecht“ (V. 7); er gibt die Saat und die Ernte, und er gibt dem reichlicher, der bereit ist, das Empfangene weiterzugeben. Der Mensch kann tatsächlich Gott Freude machen, und er kann Gott ehren: indem er sich, empfangend und schenkend, in den Kreislauf göttlicher Güte hineinziehen lässt, Gottes Liebe den Menschen erfahrbar macht und ihnen Grund gibt, Gott zu loben und ihm zu danken. - Man muss diesen Bettelbrief des Apostels in 2 Kor 8-9 mit Ruhe lesen, um zu begreifen, dass in dem Guten, das wir tun, Gott selbst der Handelnde ist. Seit Christus für uns arm geworden ist (8, 9), können wir den Reichtum Gottes austeilen. - Spr 11, 24-25; Tob 4, 16; Ps 112, 9; Jes 55, 10; Hos 10, 12.

 

 

 

Lesung 2 Kor 9, 6-11

 

Gott liebt einen fröhlichen Geber

 

Lesung aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

 

6Denkt daran: Wer kärglich sät, wird auch kärglich ernten; wer reichlich sät, wird reichlich ernten.

 

7Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.

 

8In seiner Macht kann Gott alle Gaben über euch ausschütten, so dass euch allezeit in allem alles Nötige ausreichend zur Verfügung steht und ihr noch genug habt, um allen Gutes zu tun,

 

9wie es in der Schrift heißt: Reichlich gibt er den Armen; seine Gerechtigkeit hat Bestand für immer.

 

10Gott, der Samen gibt für die Aussaat und Brot zur Nahrung, wird auch euch das Saatgut geben und die Saat aufgehen lassen; er wird die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen.

 

11In allem werdet ihr reich genug sein, um selbstlos schenken zu können; und wenn wir diese Gabe überbringen, wird sie Dank an Gott hervorrufen.

 

 

 

Zum Evangelium Der alten Gerechtigkeit, dem, was „zu den Alten gesagt worden ist“, hat Jesus in Mt 5 die neue Gerechtigkeit gegenübergestellt: das, was Gott eigentlich meint und will. Nun ist aber die „alte Gerechtigkeit“ keineswegs eine nur alttestamentlich-jüdische Angelegenheit; sie steckt uns allen bis heute in den Knochen: wir möchten unsere Rechte und Pflichten genau abgesteckt haben, Gott und den Menschen gegenüber. Niemand soll uns etwas vorwerfen können, weder Gott noch die Menschen. Man soll uns anerkennen, man soll uns ehren, man soll uns loben. „Man“, das sind zunächst die Menschen. Vor ihnen spielen wir unsere Rolle wie der Schauspieler auf der Bühne. Die Versuchung ist groß, das Gute, das wir tun, „vor den Menschen“ zu tun, oder wenigstens den Anschein zu erwecken, als ob wir es täten. Jesus nennt das Heuchelei. Fasten, Beten, Almosengeben, darin soll sich unsere Grundhaltung vor Gott bewähren: die Demut, das Vertrauen, die Liebe: Aber alles ist verdorben, von innen her zersetzt, wenn wir nicht in reiner Absicht Gott selbst meinen und suchen. - Mt 23, 5; Lk 16, 14-15; Joh 5, 44; 12, 43; Am 4, 4-5; Ps 139, 1-3; 2 Kön 4, 33; Tob 3, 10-11; Jes 26, 20; Dan 6, 11; Jes 58, 1-8.

 

 

 

Evangelium Mt 6, 1-6.16-18

 

Dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergeben

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

1Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.

 

2Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

 

3Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut.

 

4Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

 

5Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

 

6Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

 

16Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.

 

17Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht,

 

18damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

 

 

 

 

(Quelle Erzabtei Beuron)

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Martin

In allem werdet ihr reich genug sein, um selbstlos schenken zu können

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Anna

"Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten".

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ThomasB.

Gott liebt einen fröhlichen Geber.

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Monika

Mittwoch der 12. Woche im Jahreskreis

 

 

Lesung Gen 15, 1-12.17-18

 

Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet (Röm 4, 3b). Der Herr schloss mit ihm einen Bund

 

Lesung aus dem Buch Genesis

 

1Nach diesen Ereignissen erging das Wort des Herrn in einer Vision an Abram: Fürchte dich nicht, Abram, ich bin dein Schild; dein Lohn wird sehr groß sein.

 

2Abram antwortete: Herr, mein Herr, was willst du mir schon geben? Ich gehe doch kinderlos dahin, und Erbe meines Hauses ist Eliëser aus Damaskus.

 

3Und Abram sagte: Du hast mir ja keine Nachkommen gegeben; also wird mich mein Haussklave beerben.

 

4Da erging das Wort des Herrn an ihn: Nicht er wird dich beerben, sondern dein leiblicher Sohn wird dein Erbe sein.

 

5Er führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf, und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst. Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein.

 

6Abram glaubte dem Herrn, und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.

 

7Er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zu Eigen zu geben.

 

8Da sagte Abram: Herr, mein Herr, woran soll ich erkennen, dass ich es zu Eigen bekomme?

 

9Der Herr antwortete ihm: Hol mir ein dreijähriges Rind, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine Haustaube!

 

10Abram brachte ihm alle diese Tiere, zerteilte sie und legte je eine Hälfte der andern gegenüber; die Vögel aber zerteilte er nicht.

 

11Da stießen Raubvögel auf die Fleischstücke herab, doch Abram verscheuchte sie.

 

12Bei Sonnenuntergang fiel auf Abram ein tiefer Schlaf; große, unheimliche Angst überfiel ihn.

 

17Die Sonne war untergegangen, und es war dunkel geworden. Auf einmal waren ein rauchender Ofen und eine lodernde Fackel da; sie fuhren zwischen jenen Fleischstücken hindurch.

 

18An diesem Tag schloss der Herr mit Abram folgenden Bund: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land vom Grenzbach Ägyptens bis zum großen Strom Eufrat,

 

 

 

 

 

Evangelium Mt 7, 15-20

 

An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

15Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.

 

16An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?

 

17Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte.

 

18Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten.

 

19Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.

 

20An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.

 

 

 

Vieles ist im katholischen Raum fragwürdig geworden; mancherorts besteht Unsicherheit, Unbehagen, Verwirrung. Gibt es nicht auch in der Kirche Wahres und Falsches nebeneinander? Wie können wir die richtigen von den falschen Glaubenslehren, gute von verderblichen Forderungen unterscheiden? Wir sehen ein - und das Konzil bestärkt uns darin – dass das Alte allein nicht genügt. Das Wort der Schrift gibt uns zu denken, dass der gute Hausvater Altes und Neues aus seinem Schatz hervorholen muss ... In der komplizierten Welt von heute kann das kirchliche Hirtenamt nicht für jede Situation eine Anweisung geben. Mündige Christen brauchen nicht bevormundet zu werden. Vieles muss in eigenständiger Verantwortung der Einzelne selbst beurteilen und entsprechend handeln. Das ist schwerer, als äußere Normen zu befolgen, und setzt eigene Gewissensbildung, lebendiges Glaubensleben in der Gemeinschaft der Gläubigen voraus und kompromisslose Bereitschaft, Gottes Willen zu tun und nicht eigenem Begehren, eigener Ehre und Bequemlichkeit zu folgen“ (Hans Joachim Degenhardt).

 

 

(Quelle Erzabtei Beuron)

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Gabriele

6Abram glaubte dem Herrn, und der Herr rechnete es ihm als Gerechtigkeit an.

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pmn

An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.

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Martin

2. Juli

 

Mariä Heimsuchung

 

An diesem Tag wird die Erinnerung an den Besuch Marias bei Elisabet gefeiert. Die Heiligung Johannes‘ des Täufers im Mutterschoß (Lk 1, 41-44) und der Gesang des Magnificat (Lk 1, 46-56) gehören mit zum Inhalt des Festes. Die Erinnerung an diese Ereignisse wurde in der Alten Kirche nur im Rahmen der Adventsliturgie gefeiert. Erst der hl. Bonaventura hat das heutige Fest 1263 im Franziskanerorden eingeführt und auf den 2. Juli, den Tag nach der Oktav Johannes‘ des Täufers, festgesetzt. 1389 wurde das Fest auf die ganze abendländische Kirche ausgedehnt. Außerhalb des deutschen Sprachgebietes wird es seit 1970 am 31. Mai begangen. (www.erzabtei-beuron.de)

 

 

 

 

Zur Lesung. Nachdem über Jerusalem das Gericht ergangen und das Volk zur Umkehr bereit ist, wird dem Rest Israels Mut zugesprochen. Die Lesung enthält im ersten Teil einen Aufruf zur Freude (3, 1415), im zweiten Teil ein Trostwort. Die Begründung für beides: Jahwe ist in deiner Mitte; er zürnt nicht mehr, er liebt dich, er beschützt dich: er ist dein König und dein Gott. Er ist, was sein Name sagt: „Jahwe“, der wirkliche, gegenwärtige, rettende Gott. - Die „Tochter Zion“, an die sich der Aufruf: „Freu dich!“ richtet, ist nach dem Lukasevangelium Maria, die Mutter Jesu (Lk 1, 28; gewöhnlich wird übersetzt „Sei gegrüßt!“). „Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte“: dieses Wort hat bei der Verkündigung an Maria eine ungeahnte neue Dimension erhalten. - Sach 2, 14; 9, 9; Lk 1, 28-35; Jes 12, 6; Jer 31, 3-6; Jes 62, 5; Hos 11, 1. (www.erzabtei-beuron.de)

 

 

Lesung

 

Zef 3, 14-18

 

 

14 Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! Freu dich, und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem!

15 Der Herr hat das Urteil gegen dich aufgehoben und deine Feinde zur Umkehr gezwungen. Der König Israels, der Herr, ist in deiner Mitte; du hast kein Unheil mehr zu fürchten.

16 An jenem Tag wird man zu Jerusalem sagen: Fürchte dich nicht, Zion! Lass die Hände nicht sinken!

17 Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der Rettung bringt. Er freut sich und jubelt über dich, er erneuert seine Liebe zu dir, er jubelt über dich und frohlockt, wie man frohlockt an einem Festtag.

18 Ich mache deinem Unglück ein Ende, ich nehme die Schmach von dir.

 

 

 

 

Oder:

 

Lesung

 

Röm 12, 8-16b

 

 

Einführung. Gegenüber der Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen offenbart Gott seinen Zorn (Röm 1, 18), aber auch seine „Gerechtigkeit“. Seine Gerechtigkeit ist Barmherzigkeit. Aus dem „Erbarmen“ (12, 1), das nicht nur Gottes Eigenschaft, sondern Gottes Tat ist, ergibt sich die große Mahnung von Röm 12-16. Das Wesentliche ist bereits in 12, 1-2 gesagt: Das Leben des Christen soll eine lebendige Opfergabe für Gott sein, ein Gottesdienst, der alle Schichten der menschlichen Person und alle Bereiche des Lebens einbezieht. Der Christ lebt nicht nur als Individuum; er steht in seinem Volk, in der Gemeinde, in der Kirche: „Wir, die vielen, sind ein Leib in Christus ...“ (12, 5). Jeder hat hier seine besondere Aufgabe, seinen Dienst entsprechend seinen Gaben und Möglichkeiten (12, 6-8). Die Mahnungen der Verse 12, 9-16 beginnen bei der Liebe und schließen mit der Demut. In diesen beiden ist alles andere enthalten: Achtung voreinander, Hoffnung, Gastfreundschaft, Mitleid und Mitfreude. - 1 Petr 3, 8-9; Phi1 2, 1-5; Mt 5, 44; Sir 7, 32-34. (www.erzabtei-beuron.de)

 

 

9 Eure Liebe sei ohne Heuchelei. Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten!

10 Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan, übertrefft euch in gegenseitiger Achtung!

11 Lasst nicht nach in eurem Eifer, lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn!

12 Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!

13 Helft den Heiligen, wenn sie in Not sind; gewährt jederzeit Gastfreundschaft!

14 Segnet eure Verfolger; segnet sie, verflucht sie nicht!

15 Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden!

16ab Seid untereinander eines Sinnes; strebt nicht hoch hinaus, sondern bleibt demütig!

 

 

 

 

Zum Evangelium. Nachdem Maria ihr großes Ja gesprochen hat, beeilt sie sich, Elisabet aufzusuchen; beide Frauen sind gesegnet und in besonderer Weise in den Heilsplan Gottes einbezogen. Der Vorläufer spürt die Nähe des Herrn und beginnt schon im Mutterschoß, vom Heiligen Geist erfüllt (Lk 1, 15), auf den Größeren hinzuweisen, der nach ihm kommt. Elisabet begrüßt mit Freude und Ehrfurcht ihre jüngere Verwandte; als Glaubende bezeugt sie das Geheimnis Marias und bestätigt deren Glauben. Der Lobgesang Marias, das Magnificat, ist ihre Antwort auf das, was ihr von Gott her geschehen und in diesem Augenblick neu bewusst geworden ist. Der Lobgesang aller Glaubenden Israels und der aller kommenden Generationen fügt sich in dieses Danklied ein. Niedrigkeit und Erhöhung, demütiger Glaube und das Hochgefühl der Erwählung klingen im Leben und im Lied Marias zusammen. Das Lied feiert die Größe Gottes, seine Macht, seine Barmherzigkeit und seine ewige Treue. ­- 1 Sam 2, 1-10. (www.erzabtei-beuron.de)

 

 

Evangelium

 

Lk 1, 39-56

 

 

39 Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.

40 Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet.

41 Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt

42 und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.

43 Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

44 In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.

45 Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

47 Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

48 Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

49 Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig.

50 Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten.

51 Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

52 er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.

52 Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.

54 Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen,

55 das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

56 Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.

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Gabriele

Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!

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Martin

Segnet eure Verfolger; segnet sie, verflucht sie nicht!

 

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Wie geht das?

Edited by Martin

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Martin

Mittwoch der 14. Woche im Jahreskreis

 

 

Zur Lesung. Die Josefgeschichte ist sehr viel umfangreicher als die vorausgehenden Patriarchenerzählungen; ihre jetzige Gestalt hat sie etwa in der Zeit des Königs Salomo erhalten. In dieser Zeit tritt menschliche Erfahrung und menschliche Weisheit im Sinn von Lebensklugheit in den Vordergrund des Interesses. Der ägyptische Josef hat durch die Erfahrungen seines Lebens Weisheit gewonnen, aber nicht er allein: auch seine Brüder, die ihn einst umbringen wollten und dann nach Ägypten verkauft haben, sind durch Erfahrung und Leiden klüger geworden. Im Hinter­grund steht die Gestalt des Patriarchen Jakob. Er hatte einst das Erstge­burtsrecht und den Segen erschlichen; Gott hat ihn als den Stammvater Israels bestätigt, ihn aber bis ins hohe Alter hinein den Weg des Leidens und der Läuterung geführt. Schließlich muss die Hungersnot in Kanaan ihm dazu verhelfen, zu erfahren, dass Josef lebt und dass er in Ägypten zu Macht und Würden aufgestiegen ist. - Ps 105, 16-23; Apg 7, 9-12; Gen 37, 18-27. (www.erzabtei-beuron.de)

 

 

Lesung

 

Gen 41, 55-57; 42, 5-7a.17-24a

 

 

55 Da ganz Ägypten Hunger hatte, schrie das Volk zum Pharao nach Brot. Der Pharao aber sagte zu den Ägyptern: Geht zu Josef! Tut, was er euch sagt.

56 Als die Hungersnot über das ganze Land gekommen war, öffnete Josef alle Speicher und verkaufte Getreide an die Ägypter. Aber der Hunger wurde immer drückender in Ägypten.

57 Auch alle Welt kam nach Ägypten, um bei Josef Getreide zu kaufen; denn der Hunger wurde immer drückender auf der ganzen Erde.

5 Die Söhne Israels kamen also mitten unter anderen, die auch gekommen waren, um Getreide zu kaufen; denn Hungersnot herrschte in Kanaan.

6 Josef verwaltete das Land. Er war es, der allen Leuten im Lande Getreide verkaufte. So kamen Josefs Brüder und warfen sich vor ihm mit dem Gesicht zur Erde nieder.

7a Als Josef seine Brüder sah, erkannte er sie. Aber er gab sich ihnen nicht zu erkennen, sondern fuhr sie barsch an.

17 Dann ließ er sie für drei Tage in Haft nehmen.

18 Am dritten Tag sagte Josef zu ihnen: Tut Folgendes, und ihr werdet am Leben bleiben, denn ich fürchte Gott:

19 Wenn ihr ehrliche Leute seid, soll einer von euch Brüdern in dem Gefängnis zurückgehalten werden, in dem ihr in Haft gewesen seid. Ihr anderen aber geht und bringt das gekaufte Getreide heim, um den Hunger eurer Familien zu stillen.

20 Euren jüngsten Bruder aber schafft mir herbei, damit sich eure Worte als wahr erweisen und ihr nicht sterben müsst. So machten sie es.

21 Sie sagten zueinander: Ach ja, wir sind an unserem Bruder schuldig geworden. Wir haben zugesehen, wie er sich um sein Leben ängstigte. Als er uns um Erbarmen anflehte, haben wir nicht auf ihn gehört. Darum ist nun diese Bedrängnis über uns gekommen.

22 Ruben entgegnete ihnen: Habe ich euch nicht gesagt: Versündigt euch nicht an dem Kind! Ihr aber habt nicht gehört. Nun wird für sein Blut von uns Rechenschaft gefordert.

23 Sie aber ahnten nicht, dass Josef zuhörte, denn er bediente sich im Gespräch mit ihnen eines Dolmetschers.

24 Er wandte sich von ihnen ab und weinte.

 

 

 

 

Zum Evangelium. Der Evangelist Matthäus hat die Worte und die Taten Jesu nicht nur der Reihe nach berichtet; er hat versucht, sie syste­matisch zu ordnen. Die erste große Rede war die Bergpredigt (Kap. 5-7), die zweite handelt von der Jüngerschaft (Kap. 10) und ist an die Apostel gerichtet. Durch die Sendung wird der Jünger zum Missionar. Jesus gibt den Zwölf seine eigene Vollmacht des Wortes und der Tat. Damit gibt er sein Werk in ihre Hände, er liefert sein Wort und sich selbst den Menschen aus. Auch Judas ist unter denen, die Jesus aussendet. - Die Sendung ist zunächst auf Israel begrenzt; dem alten Gottesvolk gilt das Angebot der nahe gekommenen Gottesherrschaft zuerst, nicht nur zeitlich, sondern auch im Sinn der von Gott verfügten Ordnung. Tatsächlich tritt aber be­reits zur Zeit Jesu neben die Unterscheidung von Juden und Heiden die andere: Glaubende und Nicht-Glaubende. - Mk 3, 14-19; 6, 7; Lk 9, 1; 6, 13-16; Apg 1, 13; Mt 15, 24; 24, 14; 28, 18-20. (www.erzabtei-beuron.de)

 

 

Evangelium

 

Mt 10,1-7

 

 

1 Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.

2 Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes,

3 Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus,

4 Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat.

5 Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden, und betretet keine Stadt der Samariter,

6 sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.

7 Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

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Martin

Dann rief er seine zwölf Jünger zu sich

und gab ihnen die Vollmacht,

die unreinen Geister auszutreiben

und alle Krankheiten und Leiden zu heilen.

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Gabriele

Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

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Monika

Mittwoch der 15. Woche im Jahreskreis

 

 

 

Zur Lesung „Heiliger Boden" ist da, wo Gottes Gegenwart erfahren wird (Ex 3, 5; vgl. Gen 28, 17). Die Midianiter, bei denen sich Mose aufhält, waren Kamelnomaden, die ihre Weideplätze am Golf von Akaba hat­ten. In der freien Luft der Wüste, weit fort von Ägypten, dem Land des Götzendienstes und der Unterdrückung, empfängt Mose die Gotteser­scheinung und den Auftrag, Israel aus Ägypten herauszuführen. Nicht umsonst stellt Gott sich vor als der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs (V. 6); den Vätern hat er das Land Kanaan und zahlreiche Nachkom­menschaft verheißen; die zweite Verheißung ist erfüllt, und jetzt „erinnert sich“ Gott auch an die erste, d. h., er geht daran, sie zu verwirklichen. Wenn Gott „sich erinnert“, wenn er das Elend seines Volkes sieht, ihren Notschrei hört und herabkommt, um sie zu befreien (3, 7; vgl. 6, 5), so sind das alles menschliche Ausdrucksweisen, die besagen, dass Gott nicht ein ewig einsamer und unbeteiligter Gott ist; Gott weiß um das Schicksal der Menschen; das Elend der Armen und Unterdrückten ist ihm nicht gleichgültig. - Apg 7, 30-35; Ex 19, 12; Jos 5, 15; Gen 17, 1; Mt 22, 32; Mk 12, 26; 1 Kön 19, 13; Jos 1, 5; Apg 7, 7.

 

 

 

Lesung Ex 3, 1-6.9-12

 

Der Engel des Herrn erschien im in einer Flamme, die aus einem Dornbusch emporschlug

 

Lesung aus dem Buch Exodus

 

1Mose weidete die Schafe und Ziegen seines Schwiegervaters Jitro, des Priesters von Midian. Eines Tages trieb er das Vieh über die Steppe hinaus und kam zum Gottesberg Horeb.

 

2Dort erschien ihm der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch emporschlug. Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch und verbrannte doch nicht.

 

3Mose sagte: Ich will dorthin gehen und mir die außergewöhnliche Erscheinung ansehen. Warum verbrennt denn der Dornbusch nicht?

 

4Als der Herr sah, dass Mose näher kam, um sich das anzusehen, rief Gott ihm aus dem Dornbusch zu: Mose, Mose! Er antwortete: Hier bin ich.

 

5Der Herr sagte: Komm nicht näher heran! Leg deine Schuhe ab; denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden.

 

6Dann fuhr er fort: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.

 

9Jetzt ist die laute Klage der Israeliten zu mir gedrungen, und ich habe auch gesehen, wie die Ägypter sie unterdrücken.

 

10Und jetzt geh! Ich sende dich zum Pharao. Führe mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten heraus!

 

11Mose antwortete Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten herausführen könnte?

 

12Gott aber sagte: Ich bin mit dir; ich habe dich gesandt, und als Zeichen dafür soll dir dienen: Wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt hast, werdet ihr Gott an diesem Berg verehren.

 

 

 

Zum Evangelium Unmittelbar auf das Drohwort (11, 21-24) folgt der „Jubelruf“ Jesu (V. 25-26). Er ist der Form nach ein Gebet, und zwar ein Dankgebet zum Vater, den Jesus feierlich den Herrn des Himmels und der Erde nennt. Die Weisen und Klugen, die Theologen, die Schriftge­lehrten und Pharisäer haben nichts begriffen: aber die unmündigen, die einfachen, von den Pharisäern verachteten Leute aus dem Volk verstehen die Botschaft Jesu. Gott hat es den einen verborgen, den andern offenbart. Gott öffnet das Herz der einen für den Glauben, und er verschließt (verhärtet, verstockt) das Herz der anderen im Unglauben. Damit will si­cher nicht gesagt sein, dass Gott selbst den Unglauben verursacht; wenn er sich den Weisen und Klugen verbirgt, so doch nur, weil diese im Grund ihres Herzens ihn gar nicht sehen wollen, auch nicht bereit sind, sich von ihm überraschen zu lassen. - Vers 27 ist nicht die Fortsetzung, sondern eher eine Erklärung und Begründung des Gebetes von Vers 25-26. Jesus ist der Sohn, er hat von seinem Vater die Fülle des Lebens und der Er­kenntnis; er ist es, der allein den Vater offenbaren, ihn den Menschen zei­gen kann. Er offenbart das Geheimnis Gottes denen, die es fassen: den Armen, den Unmündigen. Wer aber die Botschaft Jesu ablehnt, der kennt auch den Vater nicht. - Lk 10, 21-22; Sir 51, 1.10-11; Joh 7, 48-49; 1 Kor 1, 26-31; Weish 9, 17; Joh 1, 18; 3, 35; 10, 15; Weish 2, 13; Joh 3, 11.

 

 

 

Evangelium Mt 11, 25-27

 

All das hast du den Weisen verborgen, den Unmündigen aber hast du es offenbart

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

 

25In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.

 

26Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

 

27Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

 

 

 

(Quelle Erzabtei Beuron)

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Monika

Dann fuhr er fort: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen

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Martin

Eines Tages trieb er das Vieh über die Steppe hinaus und kam zum Gottesberg Horeb.

 

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Wann und wo ist es Zeit, (im Alltag?) über die Begrenzungen des Alltags hinauszugehen ... um Gott zu begegnen.

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Matti

Da verhüllte Mose sein Gesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen.

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