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Warum ist Wollust eine der Totsünden?


Guest Claudia

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Zumindest, lieber Thomas, habe ich mehr über durch Kirchendiener mißbrauchte Kinder gelesen als durch von Wollust völlig zerfressene Menschen...:blink:

Das kommt davon, wenn man sich beim Lesen auf die Bild-Zeigung beschränkt. Ich vermutete dergleichen.

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Gaensebluemchen
Zumindest, lieber Thomas, habe ich mehr über durch Kirchendiener mißbrauchte Kinder gelesen als durch von Wollust völlig zerfressene Menschen...:blink:

Ich glaube, genau dieses Beispiel (wer die Täter sind spielt dabei jetzt mal eine untergeordnete Rolle, weil man das Beispiel auch an vielen anderen Fällen aufhängen kann) zeigt sehr gut, wann Wollust eine Todsünde sein kann: Dann, wenn sie zum Missbrauch anderer führt und so womöglich deren Leben nachhaltig schädigt und beeinträchtigt. Ich glaube, das ist zumindest ein sehr wichtiger Aspekt des Ganzen.

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Ich vertrete hier im Forum schon immer die Ansicht, daß es das Maß macht, nahezu überall.

 

Warum legst Du mir so´nen Scheiß in die Tasten?

Na super.... und schon wieder mal sind wir einig. :blink:

 

(Mach Dich locker, Claudia-Schätzle..... war doch nicht bös gemeint

*quarkbällchenrüberreich*)

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Guest Claudia
Liebe Edith,

 

Du wirst Deine Mitte nicht finden, indem Du auf etwas völlig verzichtest, weil *die Gefahr besteht*, Du könntest in ein Extrem verfallen.

sagte ich das? Wo?

Hier:

wegen der Zügellosigkeit - weils zu Unfreiheit wird. Weil man nicht mehr drüber steht, über den Leiden-schaften.

Alles, was man dauerhaft übertreibt- als Haltung , worüber man die Kontrolle völlig verliert... ist nicht gut für uns.

Indem Du es gut heißt, daß etwas TOTAL VERBOTEN wird (=zur Totsünde erklärt) und nicht zur Mäßigung aufgerufen wird. Du rechtfertigst die Haltung der Kirche, die dieses Extrem verfolgt.

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Guest Claudia
Wozu hat man einen freien Willen, wenn man ihn nicht nutzen DARF???

Das ist Dein eigentliches Problem, nicht?

 

Wozu Freiheit, wenn ich mich dann für das Gute entscheiden soll?

 

Weil es sinnvoll ist!

 

Die Freiheit, Schwachsinn zu tun, hast Du dennoch. Nutzt sie vermutlich auch (wie wir alle hin und wieder :blink: )

... aber es wäre halt "vernünftiger" sich frei für das zu entscheiden, was auch gut für einen ist.

 

Das ist aber ein eigenes Thema, finde ich.

Eigenes Thema - ja, stimmt.

 

Aber was hinter dem ganzen Glauben steckt, ist doch:

 

Verhalte Dich nach meinen Geboten, aber gefälligst freiwillig!

 

DAS isses ja auch nich...:P

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Hier:
wegen der Zügellosigkeit - weils zu Unfreiheit wird. Weil man nicht mehr drüber steht, über den Leiden-schaften.

Alles, was man dauerhaft übertreibt- als Haltung , worüber man die Kontrolle völlig verliert... ist nicht gut für uns.

äh... da steht

- zügellos

- nicht mehr drüber stehen

- bis zur Unfreiheit

- dauerhaft übertreiben

- Kontrolle verliert

- als HALTUNG

 

Ich lese nirgends: es sei in rechter Weise "verboten".... ???

Edited by Edith
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.... , wann Wollust eine Todsünde sein kann: Dann, wenn sie zum Missbrauch anderer führt und so womöglich deren Leben nachhaltig schädigt und beeinträchtigt.

Und dann geht der Täter in den Beichstuhl und "bereut" seine Todsünde und mit ein paar "Vater unser" ist die Tat vor Gott gesühnt?

Edited by pedrino
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Eigenes Thema - ja, stimmt.

 

 

Verhalte Dich nach meinen Geboten, aber gefälligst freiwillig!

 

DAS isses ja auch nich...:blink:

Mach doch ein Thema auf!

 

Naja, Gott sagt er legt mir zwei Wege offen, ich kann gehen wohin ich will, aber er zeigt mir eben, daß ein Weg zum Leben führt, und einer nicht.

 

Ich habe Freiheit, aber ich habe auch HIRN.

Hirnigerweise... wähle ich doch das Leben... oder?

Also... ich jedenfalls....

 

was eine Debatte über dieses Thema aber eigentlich verunmöglicht, ist daß Du (nehme ich an?) nicht glaubst, daß Gott das tut. Von daher, müßten wir erst mal beim ersten Ansatz zusammenkommen, bevor wir das episch ausdisskutieren könnten.

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äh... da steht

- zügellos

- nicht mehr drüber stehen

- bis zur Unfreiheit

- dauerhaft übertreiben

- Kontrolle verliert

- als HALTUNG

 

Ich lese nirgends: es sei in rechter Weise "verboten".... ???

Und für derartige "Weisheiten" benötigst du den KKK.

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äh... da steht

- zügellos

- nicht mehr drüber stehen

- bis zur Unfreiheit

- dauerhaft übertreiben

- Kontrolle verliert

- als HALTUNG

 

Ich lese nirgends: es sei in rechter Weise "verboten"....  ???

Und für derartige "Weisheiten" benötigst du den KKK.

äh... da hab ich mich nun ausnahmsweise selber zitiert. :P

Im KKK steht das auch, aber nicht wörtlich so.

Es handelt sich um eine Edith-sche Lebensweisheit :blink:

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Und dann geht der Täter in den Beichstuhl und "bereut" seine Todsünde und mit ein paar "Vater unser" ist die Tat vor Gott gesühnt?

Wenn ein "Täter" in den Beichtstuhl geht und bereut,...

verharrt er/sie nicht mehr freiwillig in der Haltung.

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Guest Juergen
.... , wann Wollust eine Todsünde sein kann: Dann, wenn sie zum Missbrauch anderer führt und so womöglich deren Leben nachhaltig schädigt und beeinträchtigt.

Und dann geht der Täter in den Beichstuhl und "bereut" seine Todsünde und mit ein paar "Vater unser" ist die Tat vor Gott gesühnt?

Natürlich nicht.

Dazu bedarf es mindestens einer Fußwallfahrt nach Santiago de Compostela und der Spende von Weihrauch in Höhe des Einkommens der letzten fünf Jahre für das daselbst befindliche Rauchfass.

SJ30.JPG

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Naja, Gott sagt er legt mir zwei Wege offen, ich kann gehen wohin ich will, aber er zeigt mir eben, daß ein Weg zum Leben führt, und einer nicht.

Wie praktizierst du dies bei dem eigenen Kind?

 

Du sagst ihm auch, dass es an der Fußgängerampel bei Rot stehen bleiben kann oder auch nicht. Wenn es nicht stehen bleibt und von einem Auto überfahren wird, hast du eben "gezeigt", dass ein Weg zum Leben, der andere zum Tode führt.

Edited by pedrino
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Genau das tue ich, Pedrino, wie alle Eltern. Erst erkläre ich meinen Kindern die Ampel, übe mit ihnen, und dann lasse ich sie alleine gehen.

Edited by ThomasBloemer
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Wie praktizierst du dies bei dem eigenen Kind?

 

Du sagst ihm auch, dass es an der Fußgängerampel bei Rot stehen bleiben kann oder auch nicht. Wenn es nicht stehen bleibt und von einem Auto überfahren wird, hast du eben "gezeigt", dass ein Weg zum Leben, der andere zum Tode führt.

krasses Beispiel... :P

aber so ähnlich. (siehe obiges Posting von Thomas) :P

 

Wobei Claudia ja ein massives Problem hätte, wenn Gott sie davon abhielte, wenn sie bei rot über die Straße gehen wollte! Sie fordert das Recht darauf- besser gesagt, die Freiheit dazu!

 

(Oder verstehe ich Dich da falsch, Claudia? :blink:

*vorsorglicheinweiteresquarkbällchenrüberschieb*)

Edited by Edith
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....., und dann lasse ich sie alleine gehen.

Also vor das Auto, wenn das Kind eigensinnig ist und die erste Möglichkeit, also stehen zu bleiben, ausschlägt?

 

Selbstverständlich bist du zugegen, wie dein Gott, der immer allgegenwärtig ist (nach christlichem Verständnis).

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Guest Claudia
Wobei Claudia ja ein massives Problem hätte, wenn Gott sie davon abhielte, wenn sie bei rot über die Straße gehen wollte! Sie fordert das Recht darauf- besser gesagt, die Freiheit dazu!

 

(Oder verstehe ich Dich da falsch, Claudia? :P

*vorsorglicheinweiteresquarkbällchenrüberschieb*)

Es sind Regeln, an die man sich halten muß... im Interesse aller.

 

Regeln, die vernünftig und von allen einsehbar sind. Von Menschen für Menschen aufgestellt und den Bedürfnissen angepaßt...:blink:

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Guest Claudia
da steht

- zügellos

- nicht mehr drüber stehen

- bis zur Unfreiheit

- dauerhaft übertreiben

- Kontrolle verliert

- als HALTUNG

 

Ich lese nirgends: es sei in rechter Weise "verboten".... ???

Wollust: ein starkes Gefühl der (sexuellen) Lust

Microsoft® Encarta® Enzyklopädie Professional 2003 © 1993-2002 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

 

 

Deine Kirche sagt dazu *Totsünde*

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Also vor das Auto, wenn das Kind eigensinnig ist und die erste Möglichkeit, also stehen zu bleiben, ausschlägt?

 

Selbstverständlich bist du zugegen, wie dein Gott, der immer allgegenwärtig ist (nach christlichem Verständnis).

Das ist ja das Kreuz... mit der Freiheit. (Das Kreuz Gottes, sozusagen)

 

Wenn ich jemanden volle Freiheit gebe,.... muß ich evtl auch zuschauen, wie er/sie ins Unglück rennt.

(Eine gängige Erfahrung von Eltern, übrigens :blink: )

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Wollust: ein starkes Gefühl der (sexuellen) Lust

Microsoft® Encarta® Enzyklopädie Professional 2003 © 1993-2002 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

 

 

Deine Kirche sagt dazu *Totsünde*

Nein, tut sie nicht.

 

Wenn Du den religiösen Begriff der Wollust verstehen willst

(also auch verstehen willst, was nun genau "verboten ist"), lies meine Beschreibung.

 

Wollust (im religiösen Sinn) ist kein "starkes Gefühl der (sexuellen) Lust"

sondern die Übertreibung... hatten wir doch oben alles schon, Mausl. :blink:

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Wenn ich jemanden volle Freiheit gebe,.... muß ich evtl auch zuschauen, wie er/sie ins Unglück rennt.

(Eine gängige Erfahrung von Eltern, übrigens :blink: )

Also ich habe meiner Tochter diese "volle" Freiheit verwehrt. Dafür lebt sie aber noch und ist gesund.

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"Wer allerdings irrtümlicherweise etwas für eine wichtige Sache u. darum für schwer sündhaft hält, obgleich es das an sich nicht ist, u. es trotzdem ganz freiwillig tut, begeht eine schwere S.[ünde]." (B. Brinkmann S.J., "Katholisches Handlexikon" ).

 

Vom selben Autor:

 

"Sünde, die bewußte, freiwillige Übertretung eines verpflichtenden göttlichen Gebotes oder Verbotes. Sie wird darum dem Sünder als Schuld angerechnet, die eine entsprechende zeitliche oder ewige Strafe verdient."

 

Vom "freiwilligen Verharren" lese ich bei Brinkmann nichts.

Ok, Leute. Ich kenne den katholischen Sündenkatalog. Ich habe gerne, bewußt und in vollster Überzeugung, daß mir "Gottes Gebote" so wurscht sind wie kaum etwas anderes auf der Welt (selbst das Leben einer Fliege auf meinem Fensterbrett ist mir wichtiger und wertvoller als die Gebote Gottes) manche dieser Gebote übertreten und gedenke dies auch weiterhin so zu halten. (Möge Gott mir noch möglichst viele Gelegenheiten dazu schenken :blink: ). Ich werde außerdem jeden, der gerade im Zweifel ist, zum Übertreten dieser gebote ermutigen und ihm dabei behilflich sein, sofern ich es für richtig halte. :P

 

Laut katholischer Lehre ist mir damit eindeutig die ewige Verdammnis gesichert, falls ich nicht in letzter Sekunde vor meinem Tod "bereue". (Was kaum anzunehmen ist). Jetzt ist es aber so, daß nur die ganz wenigen ehrlichen und konsequenten Katholiken mir das bestätigen werden (LL zum Beispiel oder der Rabe würden ehrlich zugeben, daß ich in der Hölle landen muß!) - alle anderen aber reden diese Tatsache schön. Warum? Warum wollen alle anständigen Katholiken immer Kosmetik an der einzig wahren Lehre machen und nicht zu ihren Konsequenzen stehen?

 

Natürlich nicht, weil sie mich im einzelnen mögen. (Das natürlich auch). Aber wer mich mag und kennt, wird wissen, daß es mich überhaupt nicht tangiert, ob man mir die Hölle oder ein Paradies mit gratis und nimmerversiegenden Unertl Weißbier-Quellen und lauter guten Deschner Büchern prophezeit - ich glaub an beides eh nicht.

 

Ich nehme an, daß hinter dieser mangelnden Konsequenz das Bedürfnis steckt, einen weltanschaulichen Spagat zu machen, der bei näherem Hinsehen mißlingen muß: Nämlich einerseits zu der kirchlichen Lehre zu stehen und andererseits den darin sich spiegelnden archaischen Tyrannengott mit heutigen ethischen Standards unter einen Hut zu bringen. DAS KLAPPT ABER NICHT, MEINE HERRSCHAFTEN!

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Wie bitte, Pedrino - Du lässt deine Tochter (die dochs chon erwachsen ist, oder?) nie alleine aus dem Haus? Das glaub ich nicht.

 

Es ist selbstverständlich, daß man Kinder, solange sie noch welche sind, an Dummheiten hindert (nur Claudias halten das Indoktrination und eine Verletzung von Menschenrechten). Genauso selbstverständlich ist, daß man diese Kinder, wenn sie erwachsen sind, alleine laufen lässt, wohin sie wollen. Das kann schlimmstenfalls ihr Unglück sein. Liebende Eltern werden auch bei erwachsenen Kindern warnend die Stimme erheben, wenn diese zuhören, aber verhindern können sie nichts mehr.

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Ich nehme an, daß hinter dieser mangelnden Konsequenz das Bedürfnis steckt, einen weltanschaulichen Spagat zu machen, der bei näherem Hinsehen mißlingen muß: Nämlich einerseits zu der kirchlichen Lehre zu stehen und andererseits den darin sich spiegelnden archaischen Tyrannengott mit heutigen ethischen Standards unter einen Hut zu bringen. DAS KLAPPT ABER NICHT, MEINE HERRSCHAFTEN!

Ich bestätige Dir das (wenn auch nicht gerne, weils schade ist)...

 

WENN (und nur dann!!)

 

Du Dich wirklich FREI und beWUSST so entschieden hast.

 

 

Daß Du es nicht fassen kannst, daß "wir" Dir dennoch "eine Chance erhoffen"... tja, wir haben Dich eben gern! :blink:

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Diese Deine Logik, herzallerliebste Lissie, werde ich nie verstehen. Natürlich mache ich keine Aussage, wie der liebe Gott am Ende mit Dir verfährt - einfach deswegen, weil ich Deine Haltung (die innerliche) nicht beurteilen kann (gelegentlich scheinst Du mir eine rechte Moralistin zu sein, dann kommst Du wieder a- und dann wieder un-moralisch daher) und weil ich Gottes Gnade nicht begrenzen darf. Punkt.

 

Wenn Deine Haltung wirklich so ist, wie Du sie oben skizziert hast, dann landest Du in der Hölle - sprich: da, wo Gott nicht ist, im Tod, oder meinetwegen in der ewigen Sehnsucht nach Ihm, das weiß ich nicht. Jedensfalls nicht bei Gott.

 

Aber warum, zum Kuckuck, ist das tyrannisch? Diese Argumentation ist mir so unbegreiflich: Gott respektiert Dich so sehr, daß Du kriegst, was Du willst. WAS ZUM TEUFEL IST DARAN TYRANNISCH?

 

*michjetztwiederabreg*

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