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Christliche Mystik


Sainty
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Hallo,

 

ich bin auf der Suche nach Austausch zum Thema Christliche Mystik.

 

Gibt es hier Experten/Fachleute zu dieser Thematik?

 

Wer hat vielleicht sogar eigene Erfahrungen damit? Ich meine mit "echter" christliche Mystik, keine Magie oder sonstigem.

 

Ich freue mich auf eure Antworten.

 

Liebe Grüsse und Gottes Segen.

 

Sainty

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@Sainty

 

Naja ist zwar ein bisserle lange her aber meine Deutsch Facharbeit und MAturathema war christliche Mystik im spezielem deutsche Mystik. Wenn du willst können wir uns austauschen?

 

LG

Fiore

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@ overkott

 

Ich bin sozusagen eine "Betroffene", falls du verstehst was ich meine.

 

 

@ Fiore

 

Ja, sehr gerne. Danke schon mal im Voraus.

 

 

Liebe Grüsse und Gottes Segen

 

Sainty

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dr-esperanto

Wenn du betroffen bist (das verstehe ich so, daß du Erscheinungen oder Auditionen hast), dann würde ich dir mit Johannes vom Kreuz raten, hartnäckigst zu versuchen, diese zu unterdrücken (man kann ja Körper, Geist und Seele schon bis zu einem gewissen Grad durch den Willen manipulieren, denke nur mal an die Lachtherapie - damit kann man künstlich Endorphine produzieren!). Nämlich, wenn sie tatsächlich von Gott sind, also Gott etwas von dir will, dann werden sie bleiben, da kannst du machen, was du willst.......aber ich kann mir vorstellen, daß dein Leben dann ziemlich ungemütlich wird. Johannes vom Kreuz ging wohl davon aus, daß die meisten mystischen Phänomene vom Teufel kommen (mit der klaren Strategie, auf diese Weise den Stolz des Empfängers zu steigern und ihn später auf Abwege zu bringen, wie viele Sekten und Abspaltungen von der Kirche sind auf diesem Wege entstanden!).

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@dr-esperanto

 

Wie kommst du darauf, dass Johannes vom Kreuz rät, mystische Erfahrungen zu unterdrücken und wie kommst du auf die Idee, dass so etwas vom Teufel kommt?

 

Auch die Tatsache, dass es Kirchenreformen gab, hat absolut nichts mit der "anderen Seite" zu tun. Vielleicht informierst du dich mal nach den Gründen, die zur Reformation geführt haben.

 

Nur kurz zu deiner Information, meine mystischen Erlebnisse kommen von Gott, auch habe ich diesbezüglich einen Seelenführer, einen Pater, mit dem ich aber nicht chatten kann, wenn es mal "brennt", daher suche ich nach Austausch auf diesem Weg. Und dass es "ziemlich ungemütlich werden kann", so deine Worte, da kann ich dir zustimmen, denn Mystik ist nicht nur was positives, sondern kann auch sehr schmerzhaft und schwierig sein. Daher braucht es ja auch geistliche Begleitung.

 

Ich hoffe ich habe etwas Licht in deine Vorstellungen bringen können.

 

Ich wünsche dir Gottes Segen und viel Erfolg und neue Erkenntnisse beim Lesen über Reformationen und beim Studieren der Literatur des Johannes vom Kreuz.

 

Sainty

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@dr-esperanto

 

Wie kommst du darauf, dass Johannes vom Kreuz rät, mystische Erfahrungen zu unterdrücken und wie kommst du auf die Idee, dass so etwas vom Teufel kommt?

 

Auch die Tatsache, dass es Kirchenreformen gab, hat absolut nichts mit der "anderen Seite" zu tun. Vielleicht informierst du dich mal nach den Gründen, die zur Reformation geführt haben.

 

Nur kurz zu deiner Information, meine mystischen Erlebnisse kommen von Gott, auch habe ich diesbezüglich einen Seelenführer, einen Pater, mit dem ich aber nicht chatten kann, wenn es mal "brennt", daher suche ich nach Austausch auf diesem Weg. Und dass es "ziemlich ungemütlich werden kann", so deine Worte, da kann ich dir zustimmen, denn Mystik ist nicht nur was positives, sondern kann auch sehr schmerzhaft und schwierig sein. Daher braucht es ja auch geistliche Begleitung.

 

Ich hoffe ich habe etwas Licht in deine Vorstellungen bringen können.

 

Ich wünsche dir Gottes Segen und viel Erfolg und neue Erkenntnisse beim Lesen über Reformationen und beim Studieren der Literatur des Johannes vom Kreuz.

 

Sainty

Hallo Sainty,

 

Vielleicht meint dr-esperanto, daß die Gefahr, die von mystischen Erlebnissen (Visionen, Engelserscheinungen, Channeling,...) ausgehen kann, darin besteht, daß man an diesen Erfahrungen haften bleibt; daß dadurch das Ego aufgebläht werden kann. Im Zen gibt es ähnliche Warnungen, an solchen Erfahrungen, die während des Fortschritts auftreten können, hängen zu bleiben, so erhaben sie auch sein mögen. Man kann solche Erfahrungen ruhig machen, nur sollte man sich nicht davon blenden lassen (Mara hat's der Legende nach auch mit zahlreichen Tricks Buddha gegenüber versucht). Finde es selbst heraus.

 

()

 

----------

Um das zu erreichen, was du nicht weißt,

Mußt du den Weg der Unwissenheit gehen.

Um das zu besitzen, was du nicht besitzest,

Mußt du den Weg der Entäußerung gehen.

Um das zu werden, was du nicht bist,

Mußt du den Weg gehen, auf dem du nicht bist.

 

(Johannes vom Kreuz)

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dr-esperanto
@dr-esperanto

 

Wie kommst du darauf, dass Johannes vom Kreuz rät, mystische Erfahrungen zu unterdrücken und wie kommst du auf die Idee, dass so etwas vom Teufel kommt?

 

Auch die Tatsache, dass es Kirchenreformen gab, hat absolut nichts mit der "anderen Seite" zu tun. Vielleicht informierst du dich mal nach den Gründen, die zur Reformation geführt haben.

 

Nur kurz zu deiner Information, meine mystischen Erlebnisse kommen von Gott, auch habe ich diesbezüglich einen Seelenführer, einen Pater, mit dem ich aber nicht chatten kann, wenn es mal "brennt", daher suche ich nach Austausch auf diesem Weg. Und dass es "ziemlich ungemütlich werden kann", so deine Worte, da kann ich dir zustimmen, denn Mystik ist nicht nur was positives, sondern kann auch sehr schmerzhaft und schwierig sein. Daher braucht es ja auch geistliche Begleitung.

 

Ich hoffe ich habe etwas Licht in deine Vorstellungen bringen können.

 

Ich wünsche dir Gottes Segen und viel Erfolg und neue Erkenntnisse beim Lesen über Reformationen und beim Studieren der Literatur des Johannes vom Kreuz.

 

Sainty

Mit Johannes vom Kreuz habe ich mich persönlich noch nicht beschäftigt, ich gebe nur wieder, was ich vor 3-4 Tagen in der polnischen Zeitung Nasz Dziennik zur Mystik gelesen habe. Die Mystik ist eben gefährlich, ich würde an deiner Stelle nicht so leichtfertig annehmen, daß die Visionen und Auditionen von Gott kommen - ein Experte bin ich natürlich auch nicht. Und an die Reformation habe ich auch nicht gedacht (Luther hatte ja auch keine Visionen), ich dachte eher an die Wiedertäufer, an viele amerikanische Sekten oder an den frz. Jansenismus, der sehr gut dokumentiert ist und wo man teilweise dieselben Phänomene feststellen kann wie sie jetzt bei den Charismatikern auftreten. Aber es ist schon mal gut, daß du einen Pater als Ansprechpartner hat, der weiß da ohnehin wohl mehr als ich! Nichts für ungut nehmen!

Edited by dr-esperanto
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Darf ich mal klärend hinzufügen, daß Mystik zunächst mal nichts mit Visionen und Erscheinungen zu tun hat.

 

*kopfschüttel*

Was die Leute immer für Vorstellungen haben.....

 

-----------------------------

 

Bruder Lorenz von der Auferstehung OCD (ca.1614-1691), Koch in einem Karmel in Paris, hat in seinen Briefen auf sehr einfache, leicht verstehbare Weise gezeigt, wie die karmelitanische Spiritualität der Gottesfreundschaft ganz praktisch den Alltag prägen und durchtränken kann. Geistliches Leben ist für ihn aus dem Stand heraus möglich - und aus dem Stand heraus nötig. Es ist ein Aufhorchen des Herzens, ein kurzes aber immer wieder neu vollzogenes Unterbrechen der um das eigene Ich kreisenden Aufmerksamkeit, ein Hinlauschen auf die Wirklichkeit des liebend anwesenden Gottes, ein Stoßseufzer Gott entgegen. Bruder Lorenz kommt es darauf an, sich mitten in aller Beschäftigung des Tages Gott zu vergegenwärtigen, darauf aufmerksam zu sein, daß Gott da ist und daß er ein „Du“ ist, das uns entgegen-wartet. Auf diese Weise gelangt der Mensch zum Bewußtsein des beständigen Vereintseins mit Gott.

(Quelle: http://www.karmelitenorden.de/karmelcms/sp...ndlagen04.html)

Edited by Edith
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Darf ich mal klärend hinzufügen, daß Mystik zunächst mal nichts mit Visionen und Erscheinungen zu tun hat.

 

*kopfschüttel*

Was die Leute immer für Vorstellungen haben.....

 

-----------------------------

 

Bruder Lorenz von der Auferstehung OCD (ca.1614-1691), Koch in einem Karmel in Paris, hat in seinen Briefen auf sehr einfache, leicht verstehbare Weise gezeigt, wie die karmelitanische Spiritualität der Gottesfreundschaft ganz praktisch den Alltag prägen und durchtränken kann. Geistliches Leben ist für ihn aus dem Stand heraus möglich - und aus dem Stand heraus nötig. Es ist ein Aufhorchen des Herzens, ein kurzes aber immer wieder neu vollzogenes Unterbrechen der um das eigene Ich kreisenden Aufmerksamkeit, ein Hinlauschen auf die Wirklichkeit des liebend anwesenden Gottes, ein Stoßseufzer Gott entgegen. Bruder Lorenz kommt es darauf an, sich mitten in aller Beschäftigung des Tages Gott zu vergegenwärtigen, darauf aufmerksam zu sein, daß Gott da ist und daß er ein „Du“ ist, das uns entgegen-wartet. Auf diese Weise gelangt der Mensch zum Bewußtsein des beständigen Vereintseins mit Gott.

(Quelle: http://www.karmelitenorden.de/karmelcms/sp...ndlagen04.html)

Kontemplationen und Meditationen und die damit verbundenen Erfahrungen bezeichnen nicht wenige Menschen als 'mystische Erfahrungen'. Das sollte man nicht 'krumm' nehmen.

 

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Hallo,

 

das was ich meine ist Christliche Mystik wie man sie von Teresa von Avila kennt.

 

Ich bezeichne mit Mystik nicht Dinge wie Kontemplation oder Meditation. Auch hat es nichts mit Charismatikern oder Sekten zu tun.

 

Leider wird das Wort Mystik heute für alles mögliche benutzt, dabei geht immer mehr die wirkliche Bedeutung dieses Begriffes verloren. Auch ist Mystik nichts was man erlernen oder selbst herbeiführen kann und das ist auch gut so, denn es hat nichts mit Euphorie oder sonstigen zu Höhenflügen verleitenden Zuständen zu tun. Mystische Erlebnisse kommen von Gott und er prüft zuvor ob man überhaupt fähig ist, diese Dinge zu er-tragen, denn es ist kein "Zuckerschlecken". Wichtig ist es, dass solche Erlebnisse zur Unterscheidung der Geister von einem Fachmann überprüft werden und man nicht mit solchen Dingen alleine bleibt.

 

Ich hoffe ich konnte nun ein ganz klein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Ansonsten fragt einfach nach.

 

Liebe Grüsse und Gottes Segen

 

Sainty

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Hallo Sainty!

 

Gib mal bei der Suchfunktion "Mystik" ein.

 

Früher hat Steffen (den ich jetzt schon einige Zeit hier nicht mehr gesehen habe) ganz fitte Sachen über Mystik, insbesondere zu Nikolaus von Kues geschrieben.

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Hallo Mecki,

 

danke für deinen lieb gemeinten Tip. Ich hatte schon erfolglos gesucht, bevor ich diesen Beitrag hier geschrieben habe. Es wurden mir auch keine Beiträge von Steffen oder über Mystiker angezeigt.

 

Ich sollte mal wieder einsehen, dass es wenig Menschen gibt, die sich mit Mystik auskennen.

 

Danke trotzdem.

 

Alles Liebe

 

Sainty

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Leider sind die besten Beiträge verschwunden - unser alter Mystikthread ist der alten Software zum Opfer gefallen.

 

Was von Steffens Mystik noch übrig ist :blink:, findest Du hier:

 

http://www.mykath.de/index.php?act=Search&...highlite=Mystik

 

Was sonst noch so alles hier über Mystik geschrieben wurde (da dürfte auch einiges andere dabei sein), steht

 

http://www.mykath.de/index.php?act=Search&...highlite=Mystik

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Hi Sainty,

Ich sollte mal wieder einsehen, dass es wenig Menschen gibt, die sich mit Mystik auskennen.

meinst du damit jemanden, der sich in der Literatur zum Thema auskennt?

Oder jemanden, der selbst schon etwas erlebt hat, was das normale Tagesbewußtsein sprengt?

 

Gruß Ecki24

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Hallo Ecki24,

 

natürlich wäre es schön, jemanden zu finden, der selbst mystische Erlebnisse hat, aber diese Suche habe ich schon lange aufgegeben. Mein erster geistlicher Begleiter, ein Fachmann in diesem Bereich (war mein Begleiter vor meinem Umzug) hat mir gesagt, dass 99,9% der Menschheit nicht diese Erlebnisse hätten und mittlerweile sehe ich ein, dass er wohl recht hat.

 

Jemand der sich intensiv mit Mystik beschäftigt, sich (theoretisch) gut damit auskennt - durch studieren der Literatur ist ebenfalls ein guter Ansprechpartner für mich.

 

Ich freue mich über weitere gute und weiterführende Tips.

 

Liebe Grüsse

 

Sainty

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@Mecki,

 

danke für die Links, ich werde sie mir morgen mal in Ruhe durchlesen.

 

Liebe Grüsse

 

Sainty

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Hi Sainty,

natürlich wäre es schön, jemanden zu finden, der selbst mystische Erlebnisse hat

Wie oft bist du denn nicht mehr ganz in dieser Welt?

Visionen? Unstillbare Sehnsucht nach Gott? Körperüberschreitendes Bewußtsein?

Hier im Forum würde ich mich allerdings nur abstrakt darüber äußern, also ohne die Erlebnisse genau zu beschreiben.

 

Gruß Ecki24

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@ overkott

 

Ich bin sozusagen eine "Betroffene", falls du verstehst was ich meine.

Nein.

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@Ecki24

 

Meine Erlebnisse würde ich tatsächlich nicht hier im Forum detailiert erzählen.

 

Zur Zeit sind es weniger Erlebnisse, sondern intensive Gefühle die mich begleiten. Allerdings hatte ich einige Visionen und Erlebnisse mit Gott und leider ist die "andere Seite" auch nicht immer fern.

 

Die Dunkle Nacht, wie sie Johannes vom Kreuz so sehr treffend beschreibt, habe ich auch schon durchlebt und es waren die reinsten Qualen.

 

Für jemanden der sich noch nie mit dieser Thematik beschäftigt hat, wird sich dieses nun sicherlich so lesen, als wenn ich nicht mehr ganz normal wäre. Na gut, ich bin ja nun schon etwas anders, aber nicht verrückt. Und zum Glück habe ich einen Seelenführer (einen Pater) mit dem ich mich einmal im Monat treffe. (Der auch meine Erlebnisse nach Echtheit und Unterscheidung der Geister geprüft hat). Und das ist gut so, denn allein bleiben kann man mit solchen mystischen Erlebnissen nicht.

 

Ja, eine unstillbare Sehnsucht nach Gott, nach seiner Nähe, seiner Göttlichen Liebe, nach seiner spürbaren Gegenwart, war der Grund warum ich mich überhaupt wagte hier zu posten, denn solche Gefühle sind ziemlich heftig und irgendwie hatte ich gehofft, mit jemanden chatten zu können, der mir diesbezüglich hätte helfen können. Es war sozusagen ein "Notfall", falls das irgendjemand versteht.

 

Im Augenblick ist es wieder soweit ok, ausser der Tatsache, dass bald Karfreitag ist.

 

 

@overkott

 

Man bezeichnet mich als Christliche Mystikerin.

 

Nein, ich möchte nicht etwas besseres sein, falls du das nun denkst. Denn nicht ich bin wichtig, sondern einzig und allein Gott. Ich bin nur sein Werkzeug.

 

 

Soviel für den jetzigen Augenblick.

 

Liebe Grüsse und Gottes Segen euch allen.

 

Sainty

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Nicht die Dunkle Nacht um den Geist macht das Mystische aus, sondern die Gottes- und Nächstenliebe.

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Hi Sainty,

war denn der Pater dort, wo du warst?

 

Mein Tipp für die Karwoche:

1.Regelmäßig essen - das hält Leib und Seele beieinander.

2.Viel in der Natur spazieren gehen, bewegen - das erdet.

3. Wenig beten, wenn es gar zu schlimm wird.

 

es mag banal klingen, aber:

Der wichtigste Ort, ist der Ort an dem wir gerade sind, nicht der Ort wo wir gerne wären.

 

Falls das zu banal ist, sag Bescheid - dann kann ich nicht helfen.

 

Etwas weniger banal von einem Mystiker des Mittelalters:

 

"Gott wird dann in uns geboren, wenn alle Kräfte unserer Seele, die vorher durch Gedanken, Bilder und was es auch sei gebunden und gefangen waren, ledig und frei werden und in uns alle Absicht zum Schweigen kommt. Dann gebiert der Vater seinen Sohn in uns."

 

 

Gruß Ecki24

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@overkott

 

Vielleicht solltest du dich erst einmal mit der Thematik Mystik auseinandersetzten, denn scheinbar verstehst du nicht recht, was sich dahinter verbirgt, aber das ist ja auch nicht schlimm, denn diese Thematik ist ja auch nicht gerade etwas alltägliches.

 

Ich werde daher mal einen Artikel beifügen, den ich vor einiger Zeit mal im Internet gefunden habe.

 

Ich hoffe, er hilft zum Verständnis weiter.

 

Gottes Segen

 

Sainty

 

 

 

DER MYSTIKER

 

Von Karl Rahner, einem der anerkanntesten Theologen des 20. Jahrhunderts, stammt der Satz: "Der Christ des 21. Jahrhunderts wird Mystiker sein - oder er wird nicht sein." Was ist ein Mystiker? Das Wort Mystik kommt vom griechischen "myein" = die Augen schließen: Der Mystiker nimmt bewusst mit den Sinnen der Seele und des Geistes wahr; er nimmt also das wahr, was dem Geist und der Seele entspricht, d. h. auch die Bereiche der Wirklichkeit, die normalerweise den Körpersinnen verborgen sind. Die Wahrnehmungen eines Mystikers betreffen den Bereich "zwischen Himmel und Erde" und gipfeln in der bewussten Wahrnehmung Gottes.

Ein Mystiker kann das Wahrnehmen mit den inneren Sinnen nicht mehr abstellen; er muss also immer mehr wahrnehmen als die meisten anderen Menschen, und das beeinträchtigt sein Leben. Scheint es doch zunächst ein Vorteil zu sein, in die Tiefe der Welt zu schauen, stellt sich diese Fähigkeit für den Mystiker als unbeschreibliche Mühe und Aufgabe dar, von der kaum jemand etwas ahnt.

Mystik: (gr. myein = schließen, verschweigen) ist primär eine andere, nicht rational begründbare Weise von Erfahrung, die die Subjekt-Objekt-Spaltung übersteigt. In der Religionsgeschichte ist Mystik ein geheimnisvolles, tief innerliches, religiöses Erleben, ein Fühlen-Erkennen des Göttlichen in der Welt. Das Ziel dieser Art von Erfahrung, die als mystische Erfahrung bezeichnet wird, ist die tief innerliche Einswerdung mit Gott bzw. mit dem Ewig-Seienden (=unio mystica). Je nach existentialen Verständnishintergrund sind mystische Erfahrungen verschieden. Daher unterscheidet man je nach religionsgeschichtlichem Hintergrund verschiedene Ausprägungen von Mystik. Die vier wesentlichen Mystiken sind die indische (buddhistisch - hinduistische), die islamische (sufistische), die jüdische und die christliche (incl. deutsche) Mystik.

Über die Jahre der Läuterung hinweg wurde sein göttliches Gegenüber in ihm ein ganz natürlicher Gott. Alles Menschliche wurde von IHM durchdrungen, alles trug und fühlte ER mit und über Jahrzehnte der Entwicklung nahm Gott ganz allmählich Wohnung nicht nur im Geist, sondern auch in der Seele und der irdischen Materie dieses Menschen. Aus der Dualität von Gott und Mensch erwuchs im göttlichen Liebesfeuer, welches alles menschlich-Eigene verzehrte, der Gottmensch. In der Nachfolge Christi, indem er sich von der Gottesliebe durchwirken, läutern und heiligen ließ, gelangte er nach einem langen Leidensweg schließlich selbst an die Quelle der Liebe. Indem Gottvater ihn in jahrzehntelanger Zubereitung SEINEM Wesen anglich, erlangte er als Mensch gleich Jesus die Gottessohnschaft. Der Mensch dieser Stufe lebt und handelt nicht mehr aus sich selbst. Der allmächtige Gott ist der Alleinwirkende im Leben dieses Menschen geworden, der Betreffende kann und will nichts mehr aus sich selbst. Diese unerhört hohe Entwicklung in einem Menschen unserer Zeit war nur möglich, weil in den rund zwei Jahrtausenden viele Menschen den oft sehr leidvollen Weg der Christus-Nachfolge gegangen sind. Jesus selbst sagte:"Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden; was wollte ich lieber, als daß es schon brennen würde" (Lk 12,49). Bei anderer Gelegenheit erklärte er: "Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue; und er wird noch größere als diese tun, denn ich gehe zum Vater" (Joh. 14,12). Das göttliche Liebesfeuer, von welchem Er spricht, wurde in den vielen Jahren von vielen Menschen innerlich aufgenommen und in die Welt hinausgetragen. Aus der Einheit mit Gottvater wirkt Christus in ihnen und durch sie hindurch bis in unsere Gegenwart, um das Erlösungswerk fortzusetzen. Schon der Apostel Paulus schrieb: "Nun freue ich mich in den Leiden, die ich für euch leide, und erstatte an meinem Fleisch, was an den Leiden Christi noch fehlt ..." (Kol. 1,24)

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Mein erster geistlicher Begleiter, ein Fachmann in diesem Bereich (war mein Begleiter vor meinem Umzug) hat mir gesagt, dass 99,9% der Menschheit nicht diese Erlebnisse hätten und mittlerweile sehe ich ein, dass er wohl recht hat.

Hallo Sainty!

Hat er 99 % der Menschheit oder 99 % der Christenheit gesagt? Aber egal, ich würde mal meinen, daß viele Christen mystische Erlebnisse haben, ohne überhaupt zu wissen, daß es mystische Erlebnisse sind und ohne groß darüber zu sprechen :blink: .... Es gehört zu ihrem Alltag, wie wir unseren Kaffee in der Früh trinken.

Gruß Verena

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