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Rund um den WJT


Gabriele

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Ich war mit 4 anderen Jugendlichen (im WJT-Sinne) aus meiner Gemeinde beim WJT. Am Dienstag sind wir hingefahren, mit zwei PKWs. Die haben wir in Köln bei meinen Eltern geparkt und sind in unsere Gastgebergemeinde gestiefelt. Da kam dann schon die erste Änderung im Anmeldungsablauf. Im Gegensatz zur Beschreibung in der Buchungsbestätigung sollten wir zuerst zur KoelnMesse und dann unsere Unterkunft beziehen.

 

Ab mit dem Auto zu den Messehallen und auf dem Presseparkdeck direkt über der Anmeldung geparkt. Bis zur eigentlichen Anmelduing mussten wir erst einmal 3,5 Stunden anstehen, weil drinnen nur 3 (!!!) Stände für "normale" Anmeldung (ohne Änderungen) eingerichtet waren. Den Eröffnungsgottesdienst konnten wir uns dann auch schenken, denn die KVB hat den Transport nicht hinbekommen. Also war der erste Höhepunkt schon mal dahin: Das Konzert mit den BläckFöös und den Roten Funken.

 

Die Info, dass wir heute auch kein Abendessen bekommen macht uns schon leicht nachdenklich: Irgendwo stand da doch was von Vollverpflegung, oder? Naja, wir gehen also in ein nettes Lokal in der Altstadt und essen erst einmal günstig und typisch Kölsch. Überall sind WJT-Pilger mit Fahnen: Deutsche, Bayern, Italiener, Amerikaner, Brasilianer... einfach alle erdenklichen Nationen. Selbst eine Iranische Flagge haben wir gesichtet. Nach dem Essen haben wir dann noch ein wenig gefeiert mit Kölsch und Wein.

 

Wir sind in einem Gymnasium untergebracht, in dem außer uns praktisch nur Volunteers ( = Wollen Tier's = Schafe) schlafen. Es gibt rund um die Uhr Frühstück und wir sind in unserem Musiksaal mit weiteren 5 Bewohnern sehr zufrieden.

 

Am Mittwoch haben wir dann die Domwallfahrt. Vorschlag des WJT-Büros für unsere Gruppe: 6.30 Uhr *lol*! Wir stehen also um 7:30 Uhr auf und fahren zum Ebertplatz. Es sind Himmel und Menschen unterwegs - der Pilgerweg zum Dom gleicht mehr dem Sturm auf eine Festung: Die Angreifer sind mit Fahnen und Trommeln ausgerüstet und schreien ihre Schlachtrufe. Die Stimmung ist Klasse und die Sonne scheint. Überall Musik, Gebete, Lachen, Tanzen. Am Dom angekommen gehen wir erst einmal auf den Turm. Irgendwie kommt der mir bei jedem Aufstieg höher vor. War das als Kind auch schon so anstrengend? Von Oben haben wir einen tollen Blick auf die Pilgermassen. Im Dom ist es dann eher chaotisch.

 

Wir gehen flux zum Essen zu unsrer Katechesenkirche, denn auf die Messehallen haben wir nur wenig Lust. Das war ein Fehler. An St. Paul in der Südstadt ist um 12 Uhr noch kein Essen angekommen, die Schafe (Volunteers) wissen von nix und wollen auch nicht im WJT-Büro anrufen. Also mache ich das. Der Herr (offensichtlich schon älter) ist sehr freundlich, von meiner Idee, auf WJT-Rechnung in ein Restaurant zu gehen aber nicht wirklich begeistert. Wir warten insgesamt 3,5 Stunden, bis endlich das Essen kommt.

 

Am Nachmittag ist Musikpicknick am Aachener Weiher und auf den Uniwiesen. Es ist viel zu viel Kuchen da und die lieben Omas aus den Gemeinden kümmern sich rührig um jeden potentiellen Abnehmer. Wir legen uns unter einen Baum und lassen es uns gut gehen.

 

Am Abend gehen wir zur Robbie Williams Cover Band unter die Mühlheimer Brücke. Die Stimmung ist Klasse und wir feiern mit tausenden anderen Pilgern. Am Getränkeverkauf eine Überraschung: Alkoholverbot (Kölsch) bis 22 Uhr. Wir sind froh, dass wir in diesem Punkt Selbstversorger sind. Anschließend fahren wir zum Taizé-Gebet nach St. Agnes. Die Stimmung ist sehr schön - ganz so wie in Taizé, nur viel trauriger. Am nächsten Morgen wird der Bischof bei der Katechese sagen, dass Johannes Paul II. und Frere Roger jetzt im Hand in Hand stehen und für uns beten. In St. Agnes spürt man diese Verbundenheit deutlich. Später fahren wir dann noch zum Bahnhof und beobachten das bunte Bild der Pilger.

 

Donnerstag ist unsere erste Katechese. Der Beginn verschiebt sich gleich mal um eine Stunde, obwohl der Bischof schon da ist. Wir beobachten einen Priester, der telefonierend im Beichtstuhl hängt. Irgendwann fühlt er sich offensichtlich beobachtet und ... zieht den Vorhang zu. In der Fragerunde zeigt sich der Bischof (keine Ahnung mehr, wer es war - er war aus den mittelalten Bundesländern) als wahrer Klippenumschiffer. Er antwortet auf Fragen zur Eucharistie und Interkommunion und weil am Ende die Antwort nicht ganz zur gestellten Frage passen will (oder kann!!) formuliert er kurzerhand die Frage um :). Dann beschimpft er noch schnell farbige als "Neger" und fertig ist. Wir sparen uns die anschließende Messe und sind froh, dass es heute schneller was zu beißen gibt.

 

Dann geht's auf zum Rheinufer. Wir wandern vom Ubierring zur Südbrücke. Noch sind glauben wir uns rechtzeitig vor der angekündigten Sperrung um 14 Uhr dort anzukommen: Pustekuchen. Die Brücke ist dicht. Also zurück zur Severinsbrücke. Auf die schaffen wir es noch in letzter Minute und ignorieren eine keifende Polizistin, die schon um 5 vor 2 sperren will. In Deutz ist die Drehbrücke gesperrt. Also wieder zur Südbrücke und von da aus auf die Poller Wiesen. Nach dem Fußmarsch legen wir uns erst mal entspannt auf die Wiese und nehmen ein Sonnenbad. Der Papst kommt auch, hält genau vor uns an, man sieht den weißen Punkt genau :) Die Akustik ist dafür aber grottenschlecht. Den Abend lassen wir ruhig angehen. Wir setzten uns in den Mediapark und lauschen den auftretenden Bands. Den Abschluss bildet wieder ein SitIn am Bahnhof.

 

Freitag soll unser großer Tag werden. Am Vortag habe ich bei meinem ehemaligen Pastor noch Karten für das Seminaristentreffen abgeholt. Um 11 Uhr müssen wir an St. Pantaleon sein. Am Eingang steht schon eine Schlange und jeder wird von der Polizei (auf Englisch :P) auf Waffen kontrolliert. Dann heißt es Warten. Wir unterhalten uns mit vielen Seminaristen und Ausbildern, erklären immer wieder das wir (und auch die beiden Mädels aus unserer Gruppe) keine Priesteramtskandidaten sind und erhalten mehrfach zur Antwort: No es tarde / It's never too late. :)

 

Um 15 Uhr postieren wir uns in der ersten Reihe am Weg, den der Papst nehmen will. Die Info, dass der Papst zu Fuß gehen wird, hat die Polizei offenbar nicht bekommen. Egal, wir wissen das ja schon. Also warten wir und lernen zwei Seminaristenzwillinge aus den USA kennen, die nur Blödsinn im Kopf haben. So geht die Zeit schnell rum und wir haben viel Spaß. Wenn alle Priester so wären, wie die Priester und Kandidaten, die wir an diesem Tag kennenlernen, dann hätte die Kirche weder Jugendprobleme noch Priestermangel...

 

Dann kommt endlich der Heilige Vater. Wir jubeln ihm zu, dürfen ihm die Hand geben und den Ring küssen. Die Stimmung ist mal wieder auf dem Siedepunkt. Als der Papst bei dem ersten unserer Mädels vorbeikommt, staunt er nicht schlecht. Irgendwie hatte er wohl nicht mit weiblichen Teilnehmern des Seminaristentreffens gerechnet. Für uns waren diese Minuten der absolute Höhepunkt des WJTs. Einfach unbeschreiblich.

 

Am Abend sind wir dann noch ins nahgelegene Brauhaus. Außer uns waren nur Priester da - und ein Junggesellinnenabschied :lol: Die Küsse der zukünftigen Braut haben sich SEHR schlecht verkauft.

 

Samstag war dann der Tag, an dem es zum Marienfeld ging. Wir sind also um 6:30 Uhr aufgestanden (nach 3 Stunden Schlaf) und erstmal zu den Duschen, die kalt waren. Offensichtlich gibt es eine Zeitschaltuhr, die am Wochenende das warme Wasser abdreht. Dann auf zu den Autos und (Jippieee) meine Batterie war leer. Also ADAC gerufen und in der Zwischenzeit bei meinen Eltern gefrühstückt. Dann haben wir das Auto für die Heimreise gepackt und sind mit der Bahn zum Klettenbergpark gefahren. Da kam direkt ein Shuttlebus an und hat uns zum Marienfeld gefahren. Naja, er hat uns eigentlich irgendwo zwischen Köln und dem Feld abgesetzt und wir durften die letzten 7-8 km laufen. Am Ende hat sich rausgestellt, dass er nicht wusste, wo er hin musste und er uns eigentlich in nur 1 km zum Marienfeld hätte absetzen sollen.

 

Auf dem Marienfeld war noch nicht viel los. Wir haben uns einen Platz gesichert und Essen geholt. Anstehen mussten wir garnicht. Alles war top organisiert. Vor uns war eine große Leinwand und der Sound war genial. Das Gelände hatte nur einen entscheidenden Nachteil: Es war gewölbt und so bestand von der Hälfte des Platzes aus keine Sichtverbindung zum Papsthügel. Das war nicht ganz optimal aber uns durfte der Papst ja schon am Vortag die Hand geben.

 

Von Stunde zu Stunde wurde as voller. Selbst als auf dem ganzen Feld die Pilger schon dicht an dicht lagen, kamen noch ganze Gruppen in unseren Sektor. Schon am frühen Abend konnte man das Feld bis zum nächsten Weg komplett ohne Schuhe, auf ISO-Matten laufend, durchqueren. Neben uns waren einige Pilger, die um ca. 14 eingetroffen sind, ihr Lager aufgeschlagen haben und dann bis zum nächsten Mittag mit maximal 10minütigen Unterbrechungen durchgepennt haben. Wie lohnend...

 

Im Vorprogramm wurden internationale Lieder gesungen. Die sympatische kölsche Moderatorin hat dann natürlich auch Viva Colonia angestimmt - sehr schön. "Wir lieben das Leben, die Liebe und die Lust, wir glauben an den Lieben Gott und han auch immer Doosch" - als Katholiken exakt in dieser Reihenfolge!

 

Die Vigil war dann sehr, sehr stimmungsvoll. Die musikalische Gestaltung war von einer tollen Qualität und man konnte super mitsingen. Hab ich da als Dirigenten den Michael Kokott vom Jugendchor St. Stephan erkannt? Wahrscheinlich, der Mann ist genial! Ein Problem gab's dann noch: Per Durchsage wurde zwar dauernd auf sicherheitsrelevantes Zeug hingewiesen aber keinmal erklärt, wann man denn die Kerzen anzündet und wie (weitergeben von Kerze zu Kerze ging nämlich bei den Dingern nicht) und wo man seinen Weihrauch loswird. Regieanweisungen - fehlanzeige, auch im Vorprogramm nicht. Somit haben wir ins Liturgiebuch geschaut aber als dort etwas von den Kerzen stand, hatten alle Bischöfe ihre schon seit über 20 Minuten an.

 

Die Nacht war dann sehr angenehm. Es war nicht zu kalt (ca. 10 °C) und wir haben alle durchgeschlafen. Unsere vom Nebel feuchten Schlafsäcke sind innerhalb einer Stunde wieder getrocknet. Beim Packen dann eine Überraschung. Meine "Bettnachbarin" hat mit dem Kopf die ganze nacht auf zwei toten Mäusen gepennt, nur durch die ISO-Matte getrennt. Die armen Viecher hatten sich wohl durch unsere Rettungsdecke gefressen und sind dann daran krepiert. Vielen unserer Nachbarn erging es ähnlich und wir schätzen mal so in etwa 20.000 tote Mäuse in der einen Nacht.

 

Dann begann auch schon - nach einer Italienischen Dusche (nur Deo) - die hl. Messe. Die Musik war auch gut aber am Vorabend war's eindeutig besser. Die Predigten des Papstes... naja. Inhaltlich super aber halt wenig Jugendgerecht. Ich finde das aber auch nicht so schlimm, denn es ist halt authentisch und die meisten Jugendlichen gehen auch nicht auf den WJT um dem Papst predigen zu hören. Es war also gut zu verschmerzen die Schlangen an den Toiletten haben gezeigt, dass die Predigt eine praktische Pause in der Messe war, die alle zu schätzen wussten.

 

Beim Agnus Dei sind wir dann langsam in Richtung Ausgang gegangen. Die Kommunionhelfer waren fix und so konnten wir sogar noch die Eucharistie empfangen. Der Segen und die Abschiedsworte waren noch weit zu hören und so haben wir (trotz frühzeitigem Aufbruch) nichts verpasst. Am Busbahnhof kam dann auch gleich ein leerer Bus, wir hatten sogar Sitzplätze. Vom Bus dann in die Straßenbahn und in die Innenstadt zu meinem Auto. Ab, rein und schon waren wir wieder unterwegs. Im Auto gab's dann erstmal ein Mittagessen aus unseren Lunchkisten. Den ersten kleinen Stau gab's bei Heilbronn und so waren wir schon nach 4,5 Stunden wieder in Sindelfingen.

 

Jetzt ist der WJT also schon rum, ich sitze hier und will in 6 Wochen auf den Jakobsweg gehen, die Tage der Begegnung, die auch so reich an Eindrücken waren, kommen mir vor als seien sie schon Monate her. Vielleicht helfen mir 4 Wochen zu Fuß ja, alles zu verarbeiten.

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Die um 13 Uhr aufbrachen brauchten für 3 km Fußweg neun Stunden und mussten teils im Freien übernachten.

Also ich bin (frage Pegasos.....) um eins aufgebrochen, und lief dann die rund zehn!!!! Kilometer in etwas weniger als zwei Stunden nach Frechen. Ich bin super durchgekommen, trotz der mich umwogenden singenden und tanzenden und Gitarre spielenden Masse, war dann aber so müde von der durchfeierten Nacht, dass ich dort erstmal Pause machen musste. Pegasos und ihre Mami haben mich dann abgeholt, denn nochmal sechs Kilometer hätte ich nicht rechtzeitig geschafft und wir waren doch abends mit dem Clown in der Stadt! Aber die Horrormeldungen aus den Zeitungen und aus dem Fernsehen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wer gefroren hat ist selber schuld (ich habe unzählige Leute gesehen, die keine Schlafsäcke dabei hatten, obwohl das in der Anmeldung als notwendig beschrieben wurde), ebenso wer Hunger hatte (es gab mehr als reichlich) oder Durst....

Aber es war gigantös....

habe nach frechen durch tor 8 ca. 2 1/2 stunden gebraucht, wobei ich mich sogar noch verlaufen hatte, indem ich im ort habbelrat (oder so ähnlich) ankam und mir das ein wenig spanisch vorkam... eingeborene sahen es mir an der nasenspitze an und lotsten uns beredt durch den ort auf den pilgerweg zurück zum ratsplatz g (frechen süd)

 

trotz umweg war ich mit einer der ersten und konnte mich deswegen an den imbißstand kurz vor dem rastplatz setzen, eine bratwurst essen, ein bier genehmigen...dabei kommentierte ich meine gruppenteilnehmer beim zieleinlauf....

 

nach der abfahrt riefen 4 stunden später teilnehmer von einem anderen parkplatz an, den sie noch immer nicht verlassen konnten...

 

in erinnerung wir wohl das oft ergebnislose anstehen bei essenausgaben bleiben... so wurden auf dem marienfeld die rationen von paletten heruntergerissen wie unter halbverhungerten in sehr armen gegenden..

 

die beauftragte cateringfirma hatte es nicht mal geschafft, die georderten essenschachteln im vorfeld komplett zu packen... als dann um 18.00 uhr die anlieferlkw vom feld heruntermussten, war nicht alles essen abgeladen...

 

die hälfte der essenmarken hatte mehr symbolischen charakter... einen realen gegenwert gab es nicht immer, weil das oragnsisationskommitee offensichtlich in inflationären anwandlungen mehr marken verkaufte als es essenportionen gab..

 

trotz alledem war die stimmung ausgelassen...

 

wenn ich etwas in profaner hinsicht gelernt habe, dann:

bei großereignissen kann man als teilnehmer nicht planen und für das organisationskommittee nebst teilnehmergruppen gilt: dezentralisieren, dezentralisieren....wer versucht hat, 120 teilnehemer durch 1 million anderer hindurchzumanövrieren, wird wissen, was ich meine...

 

meine nächste handyrechnung wir eine neue rekordmarke erreichen, weil es mir und anderen quasi als navigationssystem diente

 

gruß

bearbeitet von karbummke
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Nachtrag: Einen Höhepunkt hatte die Predigt bei der Vigil doch. Im Teil auf Englisch hatte der Papst einen kleinen Versprecher und hat "Gods Kondom" statt "Gods Kingdom" gesagt. :lol:

bearbeitet von OneAndOnlySon
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Es war "Kondom of God", und auch meine polnischen Begleiter konnten sich das Lachen nicht verkneifen... Ebenso lustig fanden wir Benedikts "Papa-Auto" am nächsten Morgen. Sollen wir das Papamobil jetzt so nennen?

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:lol: Kondom of God? :):):) herrlich....Danke, oneandonlyson, für Deinen schönen lustig geschriebenen Bericht, Tatsache war, daß ich während der Predigt wirklich grad in der Dixi- Schlange stand ;) .

 

Darf ich mir Deinen Bericht rausdrucken für mein WJT Album, in dem ich alles mögliche , u.a. auch Berichte von Teilnehmern, sammele?

 

"Papa Auto" ist auch so süß, mann.... :P

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Noch eine Frage: Weiß einer von Euch, wieviele km es nun genau waren vom Shuttlebus Parkplatz bis Marienfeld??

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Übrigens ist mir auch aufgefallen, wie engagiert sich die evangelischen Kirchen in Köln eingebracht haben beim Weltjugendtag.

 

So haben auch die evangelischen Kirchen einen Willkommensgruss ausrichten lassen und zahlreiche Veranstaltungen zum Weltjugendtag beigesteuert.

 

Besonders gut gefiel mir die evangelische AntoniterKirche in Köln und die HuK...wer die noch nicht kennt (www.huk.org).

 

Schön war der Weltjugendtag...

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vielen Dank für eure ganzen tollen Berichte, ich war ja vor dem Fernseher verdammt.

 

Was unseren Papst betrifft, den habe ich ja schon mehrmals ganz nah erleben dürfen aber dein Satz Dio:

 

ich habe mich so sehr wohlgefühlt, so unbefangen mit meiner Spiritualität umgehen zu dürfen, mit Jugendlichen...

 

kann ich gut nachempfinden und er macht traurig. In Berlin schütteln sie immer noch den Kopf aber auch hier im tiefsten Bayern gibt es genügend die einen belächeln. Letztens sagte jemand, man könne mir ja eine Liege in den Dom stellen ....

 

erzählt mal weiter...

 

LG Sina

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Sina, geht mir auch so. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, die Leute finden es gut, wenn man zu seiner Überzeugung steht. Hier an meinem Arbeitsplatz hängt Papa Bene neben meinen Eltern und meinem Mann auf der Fotopinnwand :):) und nun hab ich das neuste Bild von ihm von der Messe am Sonntag als Wallpaper gesetzt :lol: die meisten Kollegen grinsen aber findens irgendwie gut!

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Sieht aus wie ein UFO  :lol:  :)

ich dachte, dass der papst nach der vigil hineinsteigt und damit davon fliegt..so eine art himmelfahrt...

bearbeitet von karbummke
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Ich war ab Montag, nee, Dienstag, 1 Uhr, in Rheinbach in der Turnhalle (dort übrigens von 1-A-Wollentieren betreut!), in Bonn zum Eröffnungsgottesdienst, der mir im Gegensatz zum extrem lahmen und unpassenden Festival danach ganz gut gefallen hat. Westsidestory-Overtüre, internationalen Chor und Klaus Lage hätte man sich schenken können. Die Post ging eigentlich nur bei Kribbelköpp ab, aber die durften nur ein einiges gecovertes Stück spielen. Dafür war das erste Mal Chaos am Bahnhof. Die Bahn hatte die Züge nach Euskirchen im Stundentakt gelassen und nur eine Einheit rangehängt. Das grenzte schon an Sabotage! Aus Köln gabs ähnliche Berichte, die sich uns in den nächsten Tagen bestätigten.

 

Essenausgaben waren dezentral geplant, weil sich viele Pilger aber spontan in Köln versorgen wollten, war die Planung umsonst und in Köln war um 13 Uhr alles leergefressen. Wir sind daher zu den Katechesen, Messe und Essen in Rheinbach geblieben und erst danach nach Köln gefahren. Daher war die Versorgung bei uns okay, auch wenn die lieben Kleinen über die Dosensalate gemäkelt haben.

 

Donnerstag reibungslos auf die Poller Wiesen gekommen und dort über die miserable Beschallung geärgert. An der Bildwand links war gar nichts zu hören, direkt vor dem Papstschiff kaum etwas. Pfui Organisation! Freitag Domwallfahrt, gemeinsam mit den anderen Berliner Gruppen und vielen anderen. Kurz unsere Italiener von den Tagen der Begegnung getroffen, umarmt und weitergepilgert. Großer fröhlicher Stau auf der Domplatte mit unermüdlichen portugiesischen Musikern und dummen Journalistenfragen (Warum tragen sie diese Fahne?-damit die Gruppe einen Punkt zum Orientieren hat und zusammenbleibt.-Ach, dann ist das so eine Art Erkennungszeichen?) Im Dom dann Gedränge und Begeisterung bei einigen aus meiner Gruppe am Dreikönigsschrein ("Das hast du uns doch gezeigt, und jetzt sind wir wirklich hier" - ich hatte im Vorfeld in 4 Gruppen Vorträge über den Schrein und die Verehrungsgeschichte gehalten). Abends Rückfahrt von Deutz, nachdem Verpflegung und Messe im Messegelände gut waren. Abends in Rheinbach Kreuzweg - grottenschlecht, sowohl vom Konzept (Texte und Bilder) wie von der Durchführung. Ich habe schon verschiedene schlechte Jugendkreuzwege erlebt, aber das war einer der miesesten. Motto: wie umgehe ich die Betrachtung des Leidens Christi und den Bezug auf mein Leben beim Kreuzweg.

 

Samstag um 8 Uhr shcwach besuchter Abschiedsgottesdienst in Rheinbach, danach ab in die Busse, die zwischen Sindorf und Heppendorf geparkt wurden. Weg zum Marienfeld angeblich 12 km. Ich meine aber, es war etwas weniger, denn ich bin mit 2 Jugendlichen, die bei der Vigil in den Altarraum durften (5 m vom Papst weg), vorgelaufen und habe 1:45 h gebraucht, der Rest der Gruppe war 2:30 h unterwegs. Also eher 10 km.

In Block B7 habe ich auf das Gepäck der beide Glücklichen aufgepaßt und es weit ausgestreut, um für die Gruppe Plätze zu reservieren. B7 war allerdings ein Reinfall. freie Sicht zum Altarhügel, aber von der rechten Seite. WJT-Kreuz vom Pfeiler verdeckt, der Papst von den umstehenden Leuten verdeckt, die nächsten Bildwände 50 m hinter uns (auf der Rückseite war natürlich nix zu sehen) und fast 2 Blöcke vor uns, fast ständig von Fahnen verdeckt. Also: nix gesehen, dafür gut gehört, trotzdem kam selten intensive Stimmung auf. Unsere TdB-Italiener hatten es da besser, Block A3, direkt vor dem Hügel, unmittelbar hinter den Stühlen. Dafür war es dort total überfüllt. Die Zugangskarten zu den Blöcken hatten keine Bedeutung, außer für Leute, die sich wie wir selbst daran gehalten haben, um die Gruppen (wir hatten ab 14 Jahren mitgenommen) zusammenzuhalten.

 

Die Nacht war nett, ab Mitternacht war überall Ruhe, die Temperaturen waren im Schlafsack gut zu ertragen, mein Biwaksack hat zusätzlich geholfen. Um halb 5 bin ich eine gute Stunde spazieren gegangen und habe mich umgesehen und etwas Stimmung mit dem Photoapparat eingefangen. Ein bißchen sah es nach Müllhalde aus, mit den vielen blauen Säcken. Um 5 Uhr waren übrigens auch die Dixi-Communities noch überschaubar. Bis halb 8 nochmal gepennt, dann Frühstück und versucht, zu den Laudes die Italiener in A3 zu besuchen. Am Anfang von A2 den Versuch wegen Überfüllung abgebrochen, LAudes mitgebetet und zurück nach B7. An der Musik erkannt, daß der Papst wohl angekommen sein muß und die Messe mitgefeiert, leider zwischen schlafenden, essenden und quatschenden Leuten, die durch unsere Randlage aber etwas entschuldigt sind. Am aufmerksamsten waren die nebenan lagernden deutschen und spanischen Soldaten, über die sich vorher einige mokiert hatten...

 

Wir sind bis nach der Messe geblieben, haben nach dem Segen noch etwa eine halbe Stunde auf ein Gruppenmitglied gewartet (dabei sogar noch einen Kommunionspender gefunden, der sich bis zu uns verlaufen hatte) und dann durch Tor 8, das gleich neben uns war, das Feld verlassen. Allein Tor 8 hat über eine Stunde gekostet... Gruppe auseinandergerissen, draußen wieder gesammelt... Das Dekanatsbanner bleibt vorn, hinten bitte dran bleiben - Das haste schon zehnmal gesagt... Hat scheinbar nicht gereicht... Na ja, nach 5 Tagen waren einige nicht mehr ganz streßfest. Vor Horrem die Horrornachricht: Dorf und Bahnhof gesperrt, 10 Stunden Wartezeit oder rechts rum nach Frechen. Wir mußten links lang... Kurz mit den Polizeireitern verhandelt und Horrem links umgangen, freie bahn bis hinter Sindorf gehabt und endlich um 18 Uhr im Bus gesessen, der dann ohne Probleme um 1 Uhr nachts in Potsdam ankam. Abschiedsgesänge zu "Oh du lieber Augustin", Text: "Oh du lieber Busfahrer, wir danken dir." Mitten in der Nacht auf dem Platz in Potsdam von abholenden Eltern mit Be-nedetto-Rufen empfangen worden. ("Mama, du bist peinlich!")

 

Nach gut zwei Tagen ist der Streß, den mir meine Buhmannrolle gebracht hat (Ins Bett treiben, aufwecken, antreiben, unterwegs Gruppe zusammenhalten) und der Ärger über einige organisatorische und inhaltliche Pleiten einer Freude gewichen, dabeigewesen zu sein und besonders die großartige Atmosphäre mit so vielen jungen Christen aus aller Welt erfahren zu haben. Ich bin noch nicht dazu gekommen, mir die Videos von Vigil und Messe anzusehen. Das hole ich aber schnellstens nach, genau wie das Nachlesen der Predigt, die mir nach dem, was ich in deutsch und englisch und meinen paar Brocken italienisch und spanisch mitbekommen habe, sehr gut gewesen sein muß.

 

Und für Dienstag habe ich die ganze Bande zur monatlichen Anbetung mit Taizegesängen eingeladen. Mal sehen, ob wer kommt...

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Noch ein Nachtrag: Ich mußte mich im Dom selbst korrigieren. Den Jugendlichen hatte ich vor dem WJT auf Nachfrage mal gesagt, daß es sich bei dem Begriff "Dreikönigsschrein" nicht um die Steigerung von "Dreikönigssingen" handelt. Angesichts der zeitweisen Lautstärke im Dom wurde ich eines Besseren belehrt. :lol:

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Es war super auf dem WJT!!!! Ich bin noch ganz voll mit Eindrücken und muss jetzt erstmal wieder ein bisschen ruhig werden. Im Augenblick bin ich etwas sauer, weil ich gerade einen vollkommenen Verriss im Radio gehört habe. Wie kann dieser Mensch sagen, wir "hätten nur den Papst angebetet, und nicht Jesus. Zudem war festzustellen, dass zwischen vor, nach und zwischen den Gottesdiensten nichts los war."

Der war wohl auf einer anderen Veranstaltung. Aber ich berichte später mehr!!!!

Hi Katta, hab das ganze Spektakel auch nur am TV miterlebt und da kam es eigentlich in jedem Sender so rüber, dass es ein WeltPapstTag war und keine WeltJugendTag, leider. Man hatte das Gefühl, dass die Riesenchance für Begegnung und Austausch, die beim Zusammentreffen so vieler Jugendlicher entsteht, vertan wurde, weil jeder nur Schlange stand um den Papst zu sehen. Leider wurde in den Medien nur wenig bis gar nichts über die anderen Projekt des WJT berichtet. Hab vor allem nach einem Bericht über das "Global Village" oder ähnliches Ausschau gehalten, aber nix war's. Für die, die den WJT über den Fernseher verfolgt haben, war es ein WPT. :lol:

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Donnerstag ist unsere erste Katechese. Der Beginn verschiebt sich gleich mal um eine Stunde, obwohl der Bischof schon da ist.  In der Fragerunde zeigt sich der Bischof (keine Ahnung mehr, wer es war - er war aus den mittelalten Bundesländern) als wahrer Klippenumschiffer. Er antwortet auf Fragen zur Eucharistie und Interkommunion und weil am Ende die Antwort nicht ganz zur gestellten Frage passen will (oder kann!!) formuliert er kurzerhand die Frage um :lol:. Dann beschimpft er noch schnell farbige als "Neger" und fertig ist. Wir sparen uns die anschließende Messe und sind froh, dass es heute schneller was zu beißen gibt.

Das könnte Mixa gewesen sein, hab sowas gehört, aber noch keine Bestätigung, vielleicht morgen.

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Das könnte Mixa gewesen sein, hab sowas gehört, aber noch keine Bestätigung, vielleicht morgen.

Nein, Mixa wär mir vom Namen her bekannt vorgekommen. Ich schau grad mal im Programm nach...

 

... Joachim Reinelt, Bistum Dresden-Meissen

bearbeitet von OneAndOnlySon
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Ich stimme Asia zustimmen, dass in den Berichten eindeutig Be-ne-detto im Vordergrund stand. Die Jugendlichen, die den rythmischen Ruf anstimmten waren ständig zu sehen. Aber was es an anderen Programmpunkten gab kam eindeutig zu kurz.

 

Wer sich nicht ein bißchen auskennt hat z.B. auch nicht erfahren, dass die Pilger aus anderen Ländern vorher in Gemeinden in ganz Deutschland zu Gast waren und dort Kirche vor Ort in Deutschland kennenlernen konnten.

 

Auch der WDR als Kölner "Heimatsender" hat in den vielen Sendungen immer wieder den Papst in den Mittelpunkt gestellt. Schade eigentlich.

 

Ich fand es schon spannend Benedikt XVI. mal zu beobachten wie er nun mit diesen Menschenmassen umgeht - aber die Sissi-Szene (Papst auf dem Schiff) in aller Ausführlichkeit und so weiter und so weiter hätte ich nicht ständig gebraucht.

 

Da sind die Berichte hier viel informativer!

 

Als Kritikpunkt kann ich nur sagen, dass das Pressekomitee des WJT echt einen lausigen Job gemacht hat.

 

Und die Kommentatoren von Vigil und Abschlussmesse möchte ich erst gar nicht beurteilen..... Das würde sehr übel enden!

 

Pater Eberhard von Gemmingen z.B. dachte, der Text hiesse "Venimus adorare DEUM"..... Kein Kommentar! Auch dachte er es hiesse "Jesus you are my LIGHT"..... Ich war fassungslos!

 

Mein Highlight der Berichterstattung bleibt aber Meisners Aussage, dass Köln der Jugend der Welt einen "warmen Empfang" bietet!

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Als Kritikpunkt kann ich nur sagen, dass das Pressekomitee des WJT echt einen lausigen Job gemacht hat.

alter Quengel!!

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Übrigens, dieses Lied find ich ja sooo schön , hier kann man es sich sogar kostenlos downloaden :lol:

 

Jesus Christ, you are my life...hallelujaaaah

 

einfach auf "kostenlos" und dann speichern. AOL browser funzen allerdings nicht.

 

Hab dieses Lied gestern mind. 8x abgespielt :)

bearbeitet von Dio
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Als Kritikpunkt kann ich nur sagen, dass das Pressekomitee des WJT echt einen lausigen Job gemacht hat.

alter Quengel!!

Stimmt - ich quengle in dem Punkt.

 

Aber meiner Meinung nach zu Recht.

 

Es wäre auch den vielen Programmpunktverantwortlichen fair gegenüber gewesen wenn man ihr Engagement erwähnt hätte.

 

Und es wäre für viele Leute interessant gewesen zu erfahren, dass sich da tausende von Jugendlichne auf den Weg machen um eben nicht nur den Papst von Ferne zu sehen sondern weil sie sich in einer grossen Gemeinschaft sehen mit jungen Katholiken aus der ganzen Welt. Und weil so ein Treffen die Chance bietet dass jeder sehen kann, was in anderen Teilen der Welt ein wichtiges Thema ist.

 

Aber in der Berichterstattung ging es entweder um Be-ne-detto oder um Kondome. Echt prall!

 

Vorher gab es im WDR eine Sendereihe wie sich Köln auf den WJT vorbereitet und man konnte z.B. sehen wie der Altarhügel auf dem Marienfeld aufgeschüttet wurde. Und so ganz nebenbei kam dabei heraus, dass viele Jugendliche schon lange vorher an der Vorbereitung mitarbeiten so wie ein junger Mann der geholfen hat die Hostien zu backen.

 

Aber wie gesagt - das war eine Sendereihe VOR dem WJT und "nur" im WDR.

 

Während des WJT hat mir die Berichterstattung überhaupt nicht gefallen! Und das sage ich auch immer gerne wieder ganz öffentlich.

 

Wenn ich ein solches Event vorbereite dann sollte ich auch daran interessiert sein, dass es in den Medien so breit gefächert präsent ist wie es tatsächlich ist.

 

Ich könnte fortfahren mit den Stümperhaftigkeiten (Organisation, Sponsoren *haarerauf*)..... aber das ist eine andere Geschichte und die soll (bei Bedarf) ein anderes Mal erzählt werden.....

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Die Berichterstattung von BR und Phoenix war ok.

 

Sehr unangenehm waren m.E. nur die Tagesthemen, 5 Minuten über WJT davon 2 Minuten Interview mit Wsk.

 

Aber im Großen und Ganzen hätten die TV-Leute Schlimmeres abliefern können, z.B. nur Berichte über "Fundi-Gruppen", WsK-Initiativen und Anti-WJT-Aktionen. Wie's war, hat's schon gepasst.

bearbeitet von lara
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Mein Eindruck beim zappen durch die Medien:

 

- nie fragten die Reporter nach dem Glauben, sondern nur nach Pille, Kondom, Sex vor Ehe, schlimme Amtskirche u.ä.

Wenn dann die Jugendlichen sagten: das ist nebensächlich für den Glauben, dann waren die Reporter meist fassungslos und suchten schnell ein nächstes Opfer für ihre "kritischen" Fragen.

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Die Berichterstattung von BR und Phoenix war ok.

 

Sehr unangenehm waren m.E. nur die Tagesthemen, 5 Minuten über WJT davon 2 Minuten Interview mit Wsk.

 

Aber im Großen und Ganzen hätten die TV-Leute Schlimmeres abliefern können, z.B. nur Berichte über "Fundi-Gruppen", WsK-Initiativen und Anti-WJT-Aktionen. Wie's war, hat's schon gepasst.

Naja, das absolut schrecklichste für die Medien gab es ja gestern: Den Trauergottesdienst in Taizé mit 7 Minuten Stille.

 

7 Minuten keine Action

7 Minuten keine Musik

7 Minuten kein Wortbeitrag

7 Minuten hat der Moderator vom SWR und BR es auch nicht ausgehalten die Klappe zu halten, das wäre wohl "unzumutbar" gewesen.

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Die Berichterstattung von BR und Phoenix war ok.

 

Sehr unangenehm waren m.E. nur die Tagesthemen, 5 Minuten über WJT davon 2 Minuten Interview mit Wsk.

Stimmt.

 

Übrigens fand ich das, was ich im ZDF gesehen habe, bei weitem ausgewogener als bei der ARD. Im ZDF kamen auch viele Jugendliche aus vielen Ländern zu Wort - und nicht nur über das Thema Nummer Eins.

 

Im übrigen weise ich diejenigen, die sich an den "Überpräsenz" des Papstes stoßen, darauf hin, daß er der eigentliche Gastgeber war.

 

Man kann sicher einige Dinge in PR, Organisation etc. kritisieren. Aber dabei sollte nicht vergessen werden, daß es ein tolles Ereignis war, das unter dem Strich auch gut funktioniert hat. Daß es bei dieser Größenordnung mal irgendwo klemmt, ist kaum zu vermeiden. Schade, daß es in Deutschland so schwer ist, sich an schönen Dingen zu freuen, ohne im gleichen Atemzug in Beckmesserei zu verfallen, wie es hätte noch schöner sein können.

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Die Berichterstattung von BR und Phoenix war ok.

 

Sehr unangenehm waren m.E. nur die Tagesthemen, 5 Minuten über WJT davon 2 Minuten Interview mit Wsk.

Stimmt.

 

Übrigens fand ich das, was ich im ZDF gesehen habe, bei weitem ausgewogener als bei der ARD. Im ZDF kamen auch viele Jugendliche aus vielen Ländern zu Wort - und nicht nur über das Thema Nummer Eins.

 

Im übrigen weise ich diejenigen, die sich an den "Überpräsenz" des Papstes stoßen, darauf hin, daß er der eigentliche Gastgeber war.

 

Man kann sicher einige Dinge in PR, Organisation etc. kritisieren. Aber dabei sollte nicht vergessen werden, daß es ein tolles Ereignis war, das unter dem Strich auch gut funktioniert hat. Daß es bei dieser Größenordnung mal irgendwo klemmt, ist kaum zu vermeiden. Schade, daß es in Deutschland so schwer ist, sich an schönen Dingen zu freuen, ohne im gleichen Atemzug in Beckmesserei zu verfallen, wie es hätte noch schöner sein können.

Naja, am Montag war dann der Pressesprecher des WJT im Regionalmagazin des WDR. Der WDR hat deutlich gesagt, dass es ja spitze war, hat dann aber eben auch das Verkehrschaos bei der Abreise in einem Filmbeitrag gezeigt und kritisiert, dass die Wasserversorgung auf dem Marienfeld abgestellt wurde, bevor alle Pilger die Heimreise antreten konnten und dass die Polizei etliche Busse mit Gewalt daran hindern musste, leer an den wartenden Pilgern vorbei zu fahren.

 

Der Pressesprecher meinte dann, dass die Pilger, die sich im TV beschwert hätten genau die waren, die er erkannt hätte, als sie die Wege für das Papamobil auf dem Marienfeld blockiert hätten...

 

Antwort der Moderatorin: "Soso, die haben Sie erkannt..., vielen Dank für Ihren Besuch. Zu unserem nächsten Thema".

 

Wer in meinen Augen den miesesten Job beim WJT gemacht hat, ist wirklich dieser Pressesprecher. Da hätten sie noch besser unseren Legasteniker Stoiber nehmen können. Statt einfach zu sagen, dass es halt auch Fehler gab (wie der Generalsekretär bei der Pressekonferenz), geht der Depp zum Gegenangriff mit Scheinargumenten über *andenkopffass*

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