Jump to content

Bischofswahl in Basel-Solothurn


kurwenal56

Recommended Posts

Wenn das bei eventuellen Bischofswahlen plötzlich anders ist, dann fragt man sich, ob das nicht daran liegt, dass Pfarrgemeinderäte ja eh nicht ernst genommen werden und das ganze Wahldingsbums deswegen nicht so wichtig ist. Da würde ich mir als Wählerin allerdings ziemlich verschaukelt vorkommen.

 

Aktive Katholiken kennen sich in ihrer Gemeinde idR ganz gut aus. Trotzdem ist die Wahlbeteiligung zum PGR regelmäßig schwach. Ich habe es übrigens schon so erlebt, daß PGRs ernst genommen werden. Ich würde mir schon überfordert vorkommen, wenn ich als PGR den Pfarrer wählen müßte aus einer Schar von Bewerbern, die sich nur kurz vorstellen können. Rechte sind auch hier mit reziproken Pflichten verknüpft.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Für Bischofswahlen treten ja nur Jene ein die gerne die Entwicklung seit 1970 Fortschreiben würden mit dem ganzen Modernismus

Gegen Bischofswahlen treten ja nur jene ein, die gerne die Entwicklung seit 1970 zurückdrehen würden, mit dem ganzen Modernismus. ;)

 

 

Jetzt mal abgesehen von der inhaltlichen Position: Inwiefern ist es ein gültiges Argument für oder gegen Wahlen, ob dabei voraussichtlich das rauskommt, was einem genehm ist? Sinn von Wahlen ist doch zu akzeptieren, was die Wähler entscheiden. Wenn sowieso nur ein Ergebnis akzeptiert wird, dann sind doch Wahlen sinnlos, selbst wenn das gewünschte Ergebnis zufällig dabei rauskommen sollte.

:ninja:

Wer dürfte denn z.B. bei uns wählen? Alle Gefirmten? Alle gefirmten Kirchensteuerzahler, alle Kirchensteuerzahler, alle, die einen Eid auf das Credo abgelegt haben?

Das ist eine völlig andere Frage. Darum geht es momentan nicht.

 

Doch. Darum geht es. Denn wer die Alleinbesetzung durch Rom nicht will, muß schon sagen, was an deren Stelle treten soll.

Nein. Darüber kannst du natürlich trefflich diskutieren. Aber mein Einwand gegen Siris "Argument" war, dass es keinen Sinn ergibt, Wahlen deswegen abzulehnen, weil ja voraussichtlich nicht das "Richtige" dabei rauskommt. Denn das ist Quark. Dann soll man sagen, warum man keine Wahlen will, aber bitte unabhängig vom möglichen Ergebnis der Wahlen.

 

Im Übrigen finde ich es schon bezeichnend, dass überall in Deutschland regelmäßig Pfarrgemeinderatswahlen stattfinden, ohne dass die Kriterien für die Wahlberechtigung problematisch zu sein scheinen.

 

Wenn das bei eventuellen Bischofswahlen plötzlich anders ist, dann fragt man sich, ob das nicht daran liegt, dass Pfarrgemeinderäte ja eh nicht ernst genommen werden und das ganze Wahldingsbums deswegen nicht so wichtig ist. Da würde ich mir als Wählerin allerdings ziemlich verschaukelt vorkommen.

ich weiß ja nicht wie das bei den deutschen Pfarrgemeinderatswahlen ausschaut hier hat es was sehr DDR mäßiges es gint nur eine Liste von der kann man streichen und der Pfarrer sucht vor der Wahl meist verzweifelt Kandidaten

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

was von solchem Archiologismus zu halten ist hat schon Pius XII deutlich gesagt dem ist nichts hinzu zu fügen
Und was von Eurem Traditionsbegriff zu halten ist, hat JPII schon festgestellt...
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

eine qualifizierte mitwirkung der ortskirchen, wie das dann konkret auszugestalten ist, darüber kann man dann im detail noch reden.

 

wo ja bekanntlich der :ninja: steckt. - Zu bedenken wäre auch, daß eine Veränderung ja weltweit tauglich sein müßte. -

Womit wir wieder bei Pock und dem Interview wären, das Wolfgang verlinkt hat.

Wieso muss das system der Mitbestimmung "weltweit" gleich sein?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

eine qualifizierte mitwirkung der ortskirchen, wie das dann konkret auszugestalten ist, darüber kann man dann im detail noch reden.

 

wo ja bekanntlich der :ninja: steckt. - Zu bedenken wäre auch, daß eine Veränderung ja weltweit tauglich sein müßte. -

Womit wir wieder bei Pock und dem Interview wären, das Wolfgang verlinkt hat.

Wieso muss das system der Mitbestimmung "weltweit" gleich sein?

 

Sind katholische Neger weniger wert als katholische Weiße?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Wieso muss das system der Mitbestimmung "weltweit" gleich sein?
Westeuropäischer Zentralismus?

 

Soweit ich weiß ist die Zusammensetzung der zur Bischofswahl berechtigten Synoden nicht einmal in allen autokephalen orthodoxen Kirchen gleich.

bearbeitet von Flo77
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

eine qualifizierte mitwirkung der ortskirchen, wie das dann konkret auszugestalten ist, darüber kann man dann im detail noch reden.

 

wo ja bekanntlich der :ninja: steckt. - Zu bedenken wäre auch, daß eine Veränderung ja weltweit tauglich sein müßte. -

Womit wir wieder bei Pock und dem Interview wären, das Wolfgang verlinkt hat.

Wieso muss das system der Mitbestimmung "weltweit" gleich sein?

 

Sind katholische Neger weniger wert als katholische Weiße?

Was hat das damit zu tun?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Sind katholische Neger weniger wert als katholische Weiße?
Nö. Aber wieso müssen Katholiken in Südafrika exakt nach dem gleichen Modus wählen wie in Dänemark?

 

Es gibt noch nichtmal einen Grund, warum das System zwischen Köln und Aachen das gleiche sein soll. Es wäre sinnvoll, weil es die gleiche Metropolie ist, aber zwingend finde ich das nicht. Wir haben in Köln ja auch nicht die gleiche Pfarrverwaltung wie in Freiburg oder Rottenburg-Stuttgart.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Sind katholische Neger weniger wert als katholische Weiße?
Nö. Aber wieso müssen Katholiken in Südafrika exakt nach dem gleichen Modus wählen wie in Dänemark?

 

Es gibt noch nichtmal einen Grund, warum das System zwischen Köln und Aachen das gleiche sein soll. Es wäre sinnvoll, weil es die gleiche Metropolie ist, aber zwingend finde ich das nicht. Wir haben in Köln ja auch nicht die gleiche Pfarrverwaltung wie in Freiburg oder Rottenburg-Stuttgart.

So ist es. Aber unterschiedliche Modelle - huch - das hamma noch nie.... ähm. Doch hamma. Ist eigentlich Tradition. Was spricht also dagegen?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Was spricht also dagegen?
Außer der Tatsache, daß eine bestimmte Clique damit Gefahr liefe sich arrangieren zu müssen - NICHTS.

 

(Wobei ich ja eher bedenken hätte, daß die Konservativen aufgrund ihres latent stärkeren Engagements tatsächlich eine wirkliche "Modernisierung" verhindern könnten.)

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

was von solchem Archiologismus zu halten ist hat schon Pius XII deutlich gesagt dem ist nichts hinzu zu fügen
Und was von Eurem Traditionsbegriff zu halten ist, hat JPII schon festgestellt...

ein Papst der den Koran küßt und Heiden in katholischen Kirchen beten läßt (Assisi 1986) mag vieles sagen

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Was spricht also dagegen?
Außer der Tatsache, daß eine bestimmte Clique damit Gefahr liefe sich arrangieren zu müssen - NICHTS.

 

(Wobei ich ja eher bedenken hätte, daß die Konservativen aufgrund ihres latent stärkeren Engagements tatsächlich eine wirkliche "Modernisierung" verhindern könnten.)

In der Tat. Außerdem hätten die Modernisten keine Chance mit den Schmutzkübel-Kampagnen und boshaften Stänkereien á la Siri auch nur annähernd mitzuhalten.

Allerdings sollen sie nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Sie haben ja mich. :ninja:

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

was von solchem Archiologismus zu halten ist hat schon Pius XII deutlich gesagt dem ist nichts hinzu zu fügen
Und was von Eurem Traditionsbegriff zu halten ist, hat JPII schon festgestellt...
ein Papst der den Koran küßt und Heiden in katholischen Kirchen beten läßt (Assisi 1986) mag vieles sagen
Du unterstellst JPII den Papa Häreticus, dem kein Gehorsam zu schulden ist?

 

Waren seine Akte also nicht bindend für die Kirche?

 

Interessante These (Assisi '86, Köln '88, Limburg '02...)

bearbeitet von Flo77
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Was spricht also dagegen?
Außer der Tatsache, daß eine bestimmte Clique damit Gefahr liefe sich arrangieren zu müssen - NICHTS.

 

(Wobei ich ja eher bedenken hätte, daß die Konservativen aufgrund ihres latent stärkeren Engagements tatsächlich eine wirkliche "Modernisierung" verhindern könnten.)

In der Tat. Außerdem hätten die Modernisten keine Chance mit den Schmutzkübel-Kampagnen und boshaften Stänkereien á la Siri auch nur annähernd mitzuhalten.

Allerdings sollen sie nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Sie haben ja mich. :ninja:

es ist mir immer wieder ein Vergnügen

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

was von solchem Archiologismus zu halten ist hat schon Pius XII deutlich gesagt dem ist nichts hinzu zu fügen
Und was von Eurem Traditionsbegriff zu halten ist, hat JPII schon festgestellt...
ein Papst der den Koran küßt und Heiden in katholischen Kirchen beten läßt (Assisi 1986) mag vieles sagen
Du unterstellst JPII den Papa Häreticus, dem kein Gehorsam zu schulden ist?

 

Waren seine Akte also nicht bindend für die Kirche?

 

Interessante These (Assisi '86, Köln '88, Limburg '02...)

aber nein ich sag nur er hat viel gesagt und getan

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

das läßt sich nicht umsetzten den das ist mit dem Jurisdiktionsprimat nicht vereinbar

Aha!

Du meinst, ein Bischof weiht einfach ein paar andere, die ihm passen.

Das ist dann mit dem Jurisdiktionsprimat vereinbar.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

was von solchem Archiologismus zu halten ist hat schon Pius XII deutlich gesagt dem ist nichts hinzu zu fügen
Und was von Eurem Traditionsbegriff zu halten ist, hat JPII schon festgestellt...
ein Papst der den Koran küßt und Heiden in katholischen Kirchen beten läßt (Assisi 1986) mag vieles sagen
Du unterstellst JPII den Papa Häreticus, dem kein Gehorsam zu schulden ist?

 

Waren seine Akte also nicht bindend für die Kirche?

 

Interessante These (Assisi '86, Köln '88, Limburg '02...)

aber nein ich sag nur er hat viel gesagt und getan
Ach. Und was Dir nicht passt, gilt dann halt gerade nicht?
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

das läßt sich nicht umsetzten den das ist mit dem Jurisdiktionsprimat nicht vereinbar

Warum?

in dem Modell ist der Papst nicht eingebunden und bekanntlich erlangen die Bischöfe die Jurisdiktion durch den Papst

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

das läßt sich nicht umsetzten den das ist mit dem Jurisdiktionsprimat nicht vereinbar

Warum?

in dem Modell ist der Papst nicht eingebunden und bekanntlich erlangen die Bischöfe die Jurisdiktion durch den Papst

Sag das Deinem Klub.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

das läßt sich nicht umsetzten den das ist mit dem Jurisdiktionsprimat nicht vereinbar

Aha!

Du meinst, ein Bischof weiht einfach ein paar andere, die ihm passen.

Das ist dann mit dem Jurisdiktionsprimat vereinbar.

warum glaubst du hat Mgr Lefebvre mehr als deutlich gesagt daß die Bischöfe die er geweiht hat keine Jurisdiktion ausüben

er wollte ja auch nicht daß ein er der Bischöfe Generaloberer wird leider hat sich das Generalkapitel nicht daran gehalten

aber es übt kein Bischof bischöfliche Jurisdiktion aus

bearbeitet von Siri
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

das läßt sich nicht umsetzten den das ist mit dem Jurisdiktionsprimat nicht vereinbar
Aha!

Du meinst, ein Bischof weiht einfach ein paar andere, die ihm passen.

Das ist dann mit dem Jurisdiktionsprimat vereinbar.

Mit dem Jurisdiktionsprimat ist vieles vereinbar.

 

Pastor Aeternus sagt nur, daß der Papst ihn innehat. Pastor Aeternus sagt NICHT, wie er auszuüben ist.

 

Im Gegenteil. Wenn der Papst morgen die Anweisung erteilt: "Diözese XY - binnen 3 Monaten legt ihr mir eine Kirchenverfassung vor in der eine synodale Wahlordnung für Eure Kathedra festgelegt wird." ist die Diözese aufgrund PA sogar verpflichtet diesem päpstlichen Wunsch gehorsam zu folgen und nach erfolgter Approbation auch danach zu handeln.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

in dem Modell ist der Papst nicht eingebunden und bekanntlich erlangen die Bischöfe die Jurisdiktion durch den Papst
Pastor Aeternus:

 

Diese Gewalt des Papstes beeinträchtigt jedoch keineswegs die ordentliche und unmittelbare Regierungsgewalt der Bischöfe, kraft deren sie, die vom Heiligen Geist bestellten Nachfolger der Apostel, als wahre Hirten ihre Herde, wie sie jedem einzelnen anvertraut ist, weiden und führen. Im Gegenteil, die bischöfliche Gewalt erfährt von Seiten des über alle gesetzten Oberhirten in vermehrtem Maß Anerkennung, Nachdruck und Schutz.

 

KKK 862:

„Wie aber das Amt fortdauert, das vom Herrn in einzigartiger Weise Petrus, dem ersten der Apostel, gewährt wurde und seinen Nachfolgern übertragen werden sollte, so dauert auch das Amt der Apostel, die Kirche zu weiden, fort, das von der geheiligten Ordnung der Bischöfe immerwährend ausgeübt werden muß." Darum lehrt die Kirche, „daß die Bischöfe aufgrund göttlicher Einsetzung an die Stelle der Apostel nachgerückt sind, gleichsam als Hirten der Kirche; wer sie hört, hört Christus, und wer sie verachtet, verachtet Christus und den, der Christus gesandt hat"

 

Wo steht da was, daß die Hirtengewalt der Bischöfe vom Papst her käme?

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

×
×
  • Neu erstellen...