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Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Flo77:

Nur daß da der Bruder Jesu Jakob entschieden hat und nicht Petrus...

 

Hat er? Oder hat er nicht vielmehr das bestätigt, was schon Petrus zu Beginn gesagt hat: nämlich daß die Sache schon längst entscheiden sei...?

Geschrieben

Und Dein geliebter Paulus ging ja bekanntlich nicht zu Jakobus um sicherzugehen, daß er nicht Blödsinn lehrt...

Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb rorro:

glaubt ja wieder keiner, der sich nicht in die Materie eingelesen hat

Oder er merkt erst dann, wie falsch es ist, wenn er sich in die Materie eingelesen hat.

Aber eines ist zweifelsfrei richtig: es ist völlig vergebens, Sektierer von der Falschheit ihrer Sektenlehre überzeugen zu wollen, und sei sie (die Falschheit) noch so offensichtlich.

Das gilt für Mormonen, Zeugen Jehovas oder Wahabiten ebenso wie für Piusbrüder oder Papalisten wie dich.

Aber es kann ja ruhig jeder nach seiner Façon selig werden, egal ob er nun an Goldtafeln, den Wachtturm, al-Wahhab, Lefebre oder immerwährende Unfehlbarkeit glaubt.


Werner

Geschrieben (bearbeitet)
vor 57 Minuten schrieb rorro:

 

Langsam mache ich mir echt Sorgen...

 

Das ist doch nicht meine Idee!

 

Angefangen bei Nizäa I hat jahrhundertelang die Kirche ein "anathema sit" ausgesprochen, wenn bestimmte Lehren geleugnet wurden - und das "anathema sit" wurde nie zurückgenommen. 

 

Wenn es angeblich meine Privatlehre sei, daß Konzilslehren unfehlbar sind - wozu dann das ganze? Wozu ein "nihil obstat" heute, wenn es offensichtlich keine endgültigen Grenzen des katholischen Glaubens gibt?

 

Ist jemand noch katholisch, wenn er glaubt und lehrt(!), daß die beiden Naturen in Jesus eben doch "getrennt" sind, obwohl Chalcedon von "ungetrennt" sprach? Echt jetzt?

Da haben wir es! Wo ist das "anathema sit"?

 

Ich weiß ein bisserl zu viel über Dogmatik, das ist eher das Problem.

 

Was tatsächlich zentral ist und was nicht, selbst das steht nicht fest. Sonst könnte man das mal auf ein paar Seiten Zusammenfassen und gut isses.

 

Chalkedon hat etwas, das hat weder das Unfehlbarkeitsdogma noch das Denkverbote zur Frauenordination: Jahrhundertelang, weitgehend widerspruchsfreie Akzeptanz im Consensus fidei.

 

Weswegen wir nicht über die leibliche Aufnahme Mariens weltweit diskutieren.

 

Die alte Kirche hatte einen feierlichen Akt und eine Formel, wir haben heute eine Pressemitteilung der Glaubenskongregation.

bearbeitet von nannyogg57
Geschrieben
vor 37 Minuten schrieb rorro:

Und Dein geliebter Paulus ging ja bekanntlich nicht zu Jakobus um sicherzugehen, daß er nicht Blödsinn lehrt...

Weil wir uns an das Verbot halten Blut zu essen ...

 

War halt nicht unfehlbar, obwohl der "Papst" anwesend war.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 9 Minuten schrieb nannyogg57:

Weil wir uns an das Verbot halten Blut zu essen ...

 

War halt nicht unfehlbar, obwohl der "Papst" anwesend war.

Da fehlte das Wörtchen „definitiv“

 

Was ein Glück, eine gute Schwarzwurst ist eine feine Sache.

Oder Blut- und Leberwürstchen zur Schlachtplatte!

 

Werner

bearbeitet von Werner001
Geschrieben
vor 37 Minuten schrieb nannyogg57:

Chalkedon hat etwas

Chaljedon war ohne Papst....

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Chrysologus:

Chaljedon war ohne Papst....

Aber der Papst muss es ja genehmigt haben. Sonst wäre das ja alles ungültig gemäß der Lehre von V1

 

Werner

Geschrieben

Soweit ich informiert bin, beruht das Glaubensbekenntnis von Chalkedon auf der Intervention Leo des Großen, der, sinngemäß, betonte, dass bei dem Glauben an die Gottheit Jesu seine Menschwerdung als ganzer Mensch nicht auf der Strecke bleiben dürfe.

 

Dabei wurde der neue Begriff "Natur" verwendet um zu betonen, dass in Jesus zwei Naturen - Gott und Mensch - vollkommen, unvermischt, untrennbar und unverändert seien.

 

Leo war nicht dabei (oder?), aber es war klar, dass er hinter dem Bekenntnis steht und mit ihm die Byzantiner, leider war es den Altorientalen suspekt und sie lehnten Chalkedon ab.

 

Dass es sich dabei vermutlich um ein Kommunikationsproblem handelte, ist heutzutage die Grundlage für die gute Ökumene zwischen Altorientalen und Katholiken.

 

Worte verändern ihre Bedeutung, das ist der Grund, warum kirchliche Texte immer auch eine Sache der Auslegung sind.

 

Wenn ich heutzutage einer 9. Klasse das Bekenntnis von Chalkedon beibringe (wenn ich noch in der 9. unterrichten würde), dann verwende ich Begriffe, die die Schüler und Schülerinnen verstehen. Natur zum Beispiel hat in ihrem Wortschatz eine andere Bedeutung.

 

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb nannyogg57:

Soweit ich informiert bin, beruht das Glaubensbekenntnis von Chalkedon auf der Intervention Leo des Großen, der, sinngemäß, betonte, dass bei dem Glauben an die Gottheit Jesu seine Menschwerdung als ganzer Mensch nicht auf der Strecke bleiben dürfe.

 

Dabei wurde der neue Begriff "Natur" verwendet um zu betonen, dass in Jesus zwei Naturen - Gott und Mensch - vollkommen, unvermischt, untrennbar und unverändert seien.

 

Leo war nicht dabei (oder?), aber es war klar, dass er hinter dem Bekenntnis steht und mit ihm die Byzantiner, leider war es den Altorientalen suspekt und sie lehnten Chalkedon ab.

 

Dass es sich dabei vermutlich um ein Kommunikationsproblem handelte, ist heutzutage die Grundlage für die gute Ökumene zwischen Altorientalen und Katholiken.

 

Worte verändern ihre Bedeutung, das ist der Grund, warum kirchliche Texte immer auch eine Sache der Auslegung sind.

 

Wenn ich heutzutage einer 9. Klasse das Bekenntnis von Chalkedon beibringe (wenn ich noch in der 9. unterrichten würde), dann verwende ich Begriffe, die die Schüler und Schülerinnen verstehen. Natur zum Beispiel hat in ihrem Wortschatz eine andere Bedeutung.

 

Die Altorientalen lehnten es als „nestorianisch“ ab, weil da zwei Naturen vorkommen.

Ich glaube nicht, dass das damals nur Kommunikationsprobleme waren. Die Gelehrten beider Seiten kannten die Spitzfindigkeiten der Begriffsbedeutungen sehr wohl.

Dass man heute in gegenseitigen Rechtgläubigkeitserklärungen von Kommunikationsproblemen spricht, hängt wohl eher damit zusammen, dass die damaligen Begriffe heute nicht mehr so verstanden werden wie damals

 

Werner

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb nannyogg57:

Da haben wir es! Wo ist das "anathema sit"?

 

Das ist übrigens exakt das Argument der Piusse. Kein Anathema, daher keine Lehre unfehlbar. Nur macht eben nicht die Strafe die Regel.

 

(Und mit der Argumentation kann man auch den Kanon der Bibel in Frage stellen, gut protestantisch)

 

vor 8 Stunden schrieb nannyogg57:

Ich weiß ein bisserl zu viel über Dogmatik, das ist eher das Problem.

 

Dann zeig das doch mal.

 

vor 8 Stunden schrieb nannyogg57:

Was tatsächlich zentral ist und was nicht, selbst das steht nicht fest. Sonst könnte man das mal auf ein paar Seiten Zusammenfassen und gut isses.

 

„De fide“-Aussagen gibt es ziemlich genau 245 laut Ludwig Ott, aber der hatte vielleicht weniger Ahnung als Du.

 

vor 8 Stunden schrieb nannyogg57:

Chalkedon hat etwas, das hat weder das Unfehlbarkeitsdogma noch das Denkverbote zur Frauenordination: Jahrhundertelang, weitgehend widerspruchsfreie Akzeptanz im Consensus fidei.

 

Akzeptanz oder Indifferenz? Ehrlicherweise dürfen wir doch letzteres annehmen…

 

Und das rein männliche Priestertum wird jetzt auch nicht seit 1700 Jahren in Frage gestellt. Und es wird bis heute nicht überall mehrheitlich in Frage gestellt. 

 

vor 8 Stunden schrieb nannyogg57:

Weswegen wir nicht über die leibliche Aufnahme Mariens weltweit diskutieren.

 

Auch hier eher Indifferenz (und Ignoranz).

 

vor 8 Stunden schrieb nannyogg57:

Die alte Kirche hatte einen feierlichen Akt und eine Formel, wir haben heute eine Pressemitteilung der Glaubenskongregation.

 

Nun ja, wenn es richtig ist, daß der Papst darf wie er will, dann darf er eben. 

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