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Aus dem Vatikan für Alle


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völlig richtig das sieht man ja auch am verzweifelten Versuch dem Aquinaten wieder Leben einzuhauchen ende des 19. Jhd trotz aller päpstlicher Förderung ist die Scholastik im 20 Jhd absolut gescheitert

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vor 1 Minute schrieb Spadafora:

völlig richtig das sieht man ja auch am verzweifelten Versuch dem Aquinaten wieder Leben einzuhauchen ende des 19. Jhd trotz aller päpstlicher Förderung ist die Scholastik im 20 Jhd absolut gescheitert

 

Noch. Im deutschsprachigen Raum, doch wir sind bei Entwicklungen ja häufig spät dran. Im angelsächsichen Raum erleben Thomas von Aquin, Duns Scotus und Bonaventura gerade eine Renaissance. Wer seine Scheuklappen pflegt (und/oder alles Nichtdeutsche für vernachlässigenswert hält), der bekommt so etwas natürlich nicht mit.

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vor 2 Minuten schrieb rorro:

 

Noch. Im deutschsprachigen Raum, doch wir sind bei Entwicklungen ja häufig spät dran. Im angelsächsichen Raum erleben Thomas von Aquin, Duns Scotus und Bonaventura gerade eine Renaissance. Wer seine Scheuklappen pflegt (und/oder alles Nichtdeutsche für vernachlässigenswert hält), der bekommt so etwas natürlich nicht mit.

ich bekomme diese lächerlichen Versuche der Neo kons natürlich mit das hat keine Zukunft es sei den die Kirche schottet sich so ab wie die Zeugen Jehovas was ja der Traum vieler ist

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@SteRo

 

Ich möchte nicht respektlos erscheinen. Aber kann es sein, dass Du von dem gesamten Thema "Logik" schlichtweg keine Ahnung hast?

bearbeitet von iskander
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vor 2 Stunden schrieb rorro:

Im angelsächsichen Raum erleben Thomas von Aquin, Duns Scotus und Bonaventura gerade eine Renaissance.

Das sind ja auch kluge und wichtige Theologen.

Wie deren Theologie sinnvoll(!) in die heutige Zeit übertragen werden kann ist eine interessante Frage.

Einfach nur die antiquarischen Bücher wieder auszupacken bringt es jedenfalls nicht.

 

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das  hat uns ja die Entwicklung in der 2. Hälfte des 19. Jh. gezeigt, es funktioniert nicht.

 

Da schrieben Theologen Dogmen.
Die vom hl. Offizium verurteilt wurden, wegen Obskurantismus, Hauptsache sie waren Neo Thomisten 
raus kam dann die Unfehlbarkeit und der Jurisdiktionsprimat Pius XII führte den Thomismus in sein Reservat, wo er bis heute von Liebhabern gepflegt wird 

bearbeitet von Spadafora
ein "j" durch ein "h" ersetzt
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vor 3 Stunden schrieb iskander:

@SteRo

 

Ich möchte nicht respektlos erscheinen. Aber kann es sein, dass Du von dem gesamten Thema "Logik" schlichtweg keine Ahnung hast?

 

Schau, vor nicht langer Zeit wurde mir ein Glaube geschenkt, welcher seither mein Hauptanliegen ist. Die philosophische Logik hatte ich aber bereits längere Zeit vorher schon begraben (zusammen mit ihrem infinitem Regress, willkürlicher Hypothesen und reziproker Argumentationen). Alles läuft also auf Glauben hinaus, wie bei dir ebenso, bloß dass du es nicht einsehen willst. Es stellt sich also die Frage, welcher Glaube am nutzbringendsten ist. Wenn es bei dir dein Glaube an Logik ist, dann gut, bei mir ist es ein anderer.

bearbeitet von SteRo
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vor 8 Stunden schrieb iskander:

Du verwechselst im übrigen anscheinend inhaltliche Wahrheit und (logische) Folgerichtigkeit. Erinnere Dich bitte noch einmal an das, was ich Dir schon einmal gesagt hatte (was Du damals aber vielleicht nicht gelesen hattest, weil mein Beitrag Dir zu lange erschien):

 

"Gültigkeit steht vor allem für Richtigkeit. Die Gültigkeit im Sinne der Logik ist unabhängig von der Wahrheit der Prämissen oder der Konklusion: sie besagt lediglich, dass wenn die Prämissen wahr sind, die Konklusion zwingend wahr ist. Die Gültigkeit einer Schlussfolgerung oder eines Arguments beruht nicht auf der Wahrheit der Prämissen, sondern auf der logischen Form, auf der logischen Beziehung zwischen Prämissen und Konklusion. Auch wenn die Prämissen und/oder die Konklusion falsch sind, kann der Schluss/das Argument (formal) gültig sein. Umgekehrt können die Prämissen und die Konklusion wahr sein, das Argument/der Schluss jedoch ungültig sein."

https://de.wikipedia.org/wiki/Gültigkeit#Gültigkeit_im_Sinne_von_Richtigkeit

 

Dazu fällt mir dann ein: aber ist es denn wahr, was hier von "Gültigkeit" behauptet wird? Auf welchen Prämissen beruhen denn diese Behauptungen über "Gültigkeit"? Und wie sieht es dann mit diesen Prämissen aus?

 

vor 8 Stunden schrieb iskander:

Wenn das, was Du meinst, aus dem System von Thomas logisch ableitbar ist, dann müsste sich das konkret zeigen lassen, anstatt das Du es einfach nur behauptest;

 

Sprachliches Problem .... ich behaupte es nicht, sondern - auf Basis meines Glaubens - erschließt sich mir die "Logik" des Gedankenganges, den er zeichnet, ausgehend von Gottes Offenbarung als Basis seiner "heiligen Wissenschaft", Gottes Vorsehung, dem ewigen göttlichen Gesetz, und dem Naturgesetz, welches am ewigen Gesetz "Anteil nimmt".

 

vor 8 Stunden schrieb iskander:

 

Wer weiß, was Syllogismen sind, der weiß auch, dass die formale logische Gültigkeit eines Schlusses unabhängig von der Wahrheit der Prämissen des Syllogismus besteht oder nicht besteht; und das erlaubt es eben zu beurteilen, ob sich innerhalb eines bestimmten Denksystems bestimme Schlussfolgerungen begründen lassen oder nicht. Egal, ob das Denksystem selbst wahr ist oder nicht, egal ob es auf Glaube und Gnade beruht oder nicht, egal ob man ihm zustimmt oder nicht, egal ob man die angebliche Wahrheit seiner Ausgangsbasis inhaltlich versteht oder nicht versteht, egal, ob ich nun die "Gnade einer guten Kognition" habe oder nicht, egal ob ich mich angeblich selbst mehr liebe als Gott usw.

 

 

Egal ob {dieses oder jenes}, ... gut, aber glauben muss man dennoch, was du sagst. Ich nehm's also als dein Glaubensbekenntnis.

 

 

 

 

bearbeitet von SteRo
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vor 5 Stunden schrieb iskander:

@SteRo

 

Ich möchte nicht respektlos erscheinen. Aber kann es sein, dass Du von dem gesamten Thema "Logik" schlichtweg keine Ahnung hast?

 

Er schrieb doch kürzlich, dass seine Beiträge nur eine weitgehend unüberlegte intuitive und spontane Reflektion auf die Worte sind, die sein Gegenüber äußert. Verwunderlich, dass Du angesichts dessen überhaupt damit rechnest, etwas logisches zu lesen.

 

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vor 7 Stunden schrieb SteRo:

Die philosophische Logik hatte ich aber bereits längere Zeit vorher schon begraben (zusammen mit ihrem infinitem Regress, willkürlicher Hypothesen und reziproker Argumentationen).

 

vor 6 Stunden schrieb SteRo:

Dazu fällt mir dann ein: aber ist es denn wahr, was hier von "Gültigkeit" behauptet wird? Auf welchen Prämissen beruhen denn diese Behauptungen über "Gültigkeit"? Und wie sieht es dann mit diesen Prämissen aus?

 

Siehe dazu meinen Beitrag im anderen Tread, auch wenn das natürlich nicht in die Tiefe geht. Ich möchte hier nur anmerken, dass die Annahme, dass alles, was man wissen könne, von etwas anderem hergeleitet werden müsse und sonst kein Wissen sei, nicht nur falsch ist, sondern sich auch selbst aufhebt. So wie das ganze von Dir zitierte Trilemma. ;)

 

vor 5 Stunden schrieb Thanos:

Er schrieb doch kürzlich, dass seine Beiträge nur eine weitgehend unüberlegte intuitive und spontane Reflektion auf die Worte sind, die sein Gegenüber äußert. Verwunderlich, dass Du angesichts dessen überhaupt damit rechnest, etwas logisches zu lesen.

 

Stimmt. Der Punkt geht an Dich. Ich will zu SteRo nicht unfreundlich sein, aber es hat aus meiner Sicht so keinen Sinn.

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11 hours ago, SteRo said:

Die philosophische Logik hatte ich aber bereits längere Zeit vorher schon begraben ...

Ich hatte schon gesagt: Kant ist tot, Wittgenstein ist tot ...

Jetzt stelle ich fest, dass auch Feuerbach, Descartes, Fichte, Locke, Hegel, Sartre, Schopenhauer, Marx, Lao-Tse und Socrates tot sind. Interessanterweise sind Aquinas, Scotus, Ockham, Pascal, Erasmus und Morus es auch. Eigentlich schade.

 

Hoffentlich hatten sie zumindest alle eine "Schöne Leich", um es auf Wienerisch zu sagen.

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Genau wie Thomas von Aquin, die Kirchenväter, Ingrid Steeger oder Franz Beckenbauer.

 

Alle tot. 

bearbeitet von rince
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Kaum ist man mal 2 Wochen nicht da, läuft die Diskussion hier völlig aus dem Ruder 😄

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Am 8.1.2024 um 12:39 schrieb rorro:

Ja, das Ganze ist eine interessante Beobachtung, über die ich mir noch nie richtig Gedanken gemacht habe. Warum bevorzugt Jesus, göttliche und menschliche Natur in einer Person, hier bei der direkten Konfrontation mit dem Satan Schriftzitate, obwohl Er doch selbst mit all Seinen Worten Gottes Wort sein kann? Genau kann ich es nicht erklären (und autoritativ erst recht nichts), aber eine mögliche Begründung wäre, daß der Mensch Jesus hier einfach "auf Nummer Sicher" gehen will. Doch warum sind Schriftzitate sicherer als Jesu eigenes Wort? Sind sie es überhaupt oder dachte Jesus das nur?

 

Respekt. Denn es kommt selten vor, dass auf eine kritische Frage, die wie diese Zweifel zum Ausdruck bringt, so aufrichtig geantwortet wird.

 

Am 8.1.2024 um 12:39 schrieb rorro:

Viele Fragen... da das sicher nicht das erste Mal ist, daß das jemandem aufällt, würden mich weitere Darlegungen aus der Geschichte interessieren ... also falls jemand welche kennt ...

 

Mit "Geschichte" meinst du vermutlich katholische, lehramtliche Kirchengeschichte. Da kenne ich auch nichts, was auf diese Zusammenschau von "ganz Gott und ganz Mensch" einginge. In den Interpretationen der Evangelien wird, soweit ich weiß, von Fall zu Fall entweder die Menschlichkeit (z.B. Passionsgeschichte) oder die Göttlichkeit (z.B. Wundererzählungen) Jesu in den Vordergrund gestellt - ohne dass diese Paradoxie irgendwie in Einklang gebracht werden würde. 

 

Dass du mit dem Papst einer Meinung bist, dass Jesus nicht mit dem Teufel diskutiert hätte, weil er dem Teufel mit Schriftzitaten antwortet erschließt sich mir nicht. Wenn ich dir jetzt um eure Position stark zu machen, mit diesem Zitat aus dem Markusevangelium antworte, indem nicht die Rede davon ist, dass Jesus mit dem Teufel diskutiert hat ...

Zitat

Mk 1,12-13 EU 2016
Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste. Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.

... entziehe ich mich schließlich auch nicht der Diskussion mit dir. Jesus hat oft in Auseinandersetzungen mit anderen, Pharisäern und Schriftgelehrten, mit Zitaten aus dem AT geantwortet, und niemand würde behaupten, dass das allein deswegen schon keine Diskussionen gewesen wären - im Gegenteil: das war und ist business as usual im Juden- wie im Christentum.

 

Meine unmaßgebliche, private Meinung dazu wäre historisch-kritisch motiviert und im Sinne der synoptischen Fragestellung von Markus ausgehend, dass von Matthäus und Lukas später die Stelle bei Markus durch den Dialog Jesu mit dem Teufel "ausgeschmückt" wurde. 

 

Zitat

 

Mk 1,4-13
So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig. Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

 

In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden. Danach trieb der Geist Jesus in die Wüste. Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Versuchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.

 

 

Bei Markus, den ich wie so oft auch in diesem Fall bevorzuge (cherry picking) sind das nur drei knappe Sätze - die mir (oh je ...) allerdings wegen ihrer Offenheit viel mehr sagen als das, was bei Mt und Lk steht. 

 

Aus dem Kontext wird mir klar, dass es derselbe Geist ist, der Jesus diese wunderbare Zusage Gottes macht und ihn unmittelbar danach in die Wüste treibt. In der Nachfolge hieße es für mich, diesen Geist zu verleugnen, wenn ich meine Zweifel anderen und mir selbst gegenüber leugne. Meine Zweifel mögen meinen schwachen Glauben anklagen oder irgendetwas anderes. Es ist Markus nicht wichtig, was das Gewissen Jesu plagt, weil das ungezählte Gründe haben kann. Deswegen schreibt er nicht, womit der Satan ihn in Versuchung führt. Eigentlich schreibt er darüber gar nichts. Es steht vor allem das nicht da, was bei Mt und Lk steht. Beim markinischen Jesus gibt es keinen konkretisierten Dialog mit dem Satan.

 

Der Satan ist derjenige, der Anklagen vorträgt. Die Einsamkeit der Wüste legt nahe, dass ich es selbst bin, der sich da anklagt und dabei weiß ich, dass ich schuldig bin. Jede Anklage weist auf einen Zwiespalt hin, darauf das etwas so ist, wie es nicht sein sollte. Jeder Gewissenskonflikt ist ein Zwiespalt, der mein Herz zerreißt, so wie die wilden Tiere drohen mich zu zerreißen. Das Leid, welches ich im Zweifel erfahre, ist beklagenswert. Meine Not bringt mich an den Rand der Verzweiflung, doch in der Wüste gibt es auch die Stille der Besinnung. Wenn ich mich wieder auf die vorausgegangene Zusage Gottes besinne, kann ich meine Anklagen vor Gott bringen ohne mich selbst zu zerfleischen, damit er über mich richtet.

 

In diesem Prozess erfahre ich das Gericht Gottes am eigenen Leibe daran, wie ich gerichtet werde. Die Gerechtigkeit Gottes ist Rettung, nicht Vernichtung. Die Gerechtigkeit Gottes richtet auf und nicht zugrunde. Sein Richten macht Verkrümmtes wieder gerade und tränkt Verdorrendes, damit es lebt. Die Gerechtigkeit Gottes gründet in der Zusage des Vaters an seinen geliebten Sohn. Sie ist dem Sohn schon in die Wiege gelegt und ihm als sein Name gegeben. Jesus bedeutet: „Jahwe rettet“ und Jahwe bedeutet: “Ich bin da und werde immer für dich da sein.“ Das ist sein Name und wenn ich diese Namen höre, bin auch ich angesprochen. In diesen Namen ist diese Zusage des Vaters an seinen Sohn schon enthalten und nichts und niemand kann etwas an dieser Liebe ändern.

 

Zitat

Mk 11,24 
Darum sage ich euch: Alles, worum ihr betet und bittet - glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil.


Es ist so schwer das zu glauben, weil meine Liebe so klein ist. Es ist so schwer zu glauben, weil es meiner Vorstellung von Gerechtigkeit so fremd ist. So ist weder das griechische Recht der Straf- und Rachegöttin Dike, noch das römische Recht der Göttin Iustitia.

 

Zitat

Mk 9,24 
Da rief der Vater des Jungen: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!


Weil Gott weiß, wie schwer diese Zusage zu glauben ist, treibt mich der Geist in die Wüste, denn hier erlebe ich, was ich glauben darf. Es ist nicht in meinem Glauben gegründet, sondern in der Liebe des Vaters. Ich muss erfahren, dass meine Anklagen von diesem Geist erhört werden und es möglich ist, unter wilden Tieren zu leben, weil mir Engel dieses Geistes dienen. Die Botschaft der Engel ist die Vergebung des Vaters. Ein Engel der spricht „Fürchte dich nicht“, ist nicht genug. Viele Engel sind nötig, weil ich so viele Zweifel habe, wie die Wüste Sandkörner.

 

„Dort blieb Jesus vierzig Tage lang ...“
Vierzig Jahre Exodus durch die Wüste, siebzig Jahre Gola in Babylon nebst Wüstenwanderungen hin und zurück, die vierzig Wüstentage Jesu und in der Diaspora weitere 2000 Jahre in wüster Fremde unter wilden Tieren. Ich war dort und dort und dort. Die Exoduserfahrung ist ein Dauerthema, die Wüste allgegenwärtig. Mein bisschen Glaube war Oase inmitten wüsten Zweifelns. In meinem Leben gab es so manche Durststrecke auf meinem Weg von Wasserloch zu Wasserloch. Es war das Wasser, das meinen bangen Weg bestimmte.

 

Zitat

Mk 1,4
So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden.

 

Zitat

Mk 1,8
Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.


Die Taufe mit dem Heiligen Geist ist mit der Wüstenerfahrung untrennbar verbunden. Weniges ist eindeutig, vieles zwiespältig. Ich lernte damit zu leben, ich lernte, damit liebevoller umzugehen, jeden Zweifelsfall zu prüfen, mich immer neu zu entscheiden, indem ich mich wieder besinne, auf das, worauf es letztlich ankommt. Heute bin ich ohne Hast unterwegs ins nahe Reich Gottes. Ich gönne mir öfter eine Rast in stiller Rückbesinnung. Die Wüste ist noch da. Aber die Wüste hat ihren Schrecken verloren, seitdem ich verstanden habe, dass nicht das Wasser meinen Weg bestimmt, sondern der Geist.

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Am 9.1.2024 um 06:28 schrieb Sucuarana:

Ich hatte schon gesagt: Kant ist tot, Wittgenstein ist tot ...

Jetzt stelle ich fest, dass auch Feuerbach, Descartes, Fichte, Locke, Hegel, Sartre, Schopenhauer, Marx, Lao-Tse und Socrates tot sind. Interessanterweise sind Aquinas, Scotus, Ockham, Pascal, Erasmus und Morus es auch. Eigentlich schade.

 

Hoffentlich hatten sie zumindest alle eine "Schöne Leich", um es auf Wienerisch zu sagen.

 

Na komm, nicht so pessimistisch ... du kannst dich doch von den Gedanken dieser Menschen weiterhin inspirieren lassen, wenn auch kein einziger ihrer Gedanken [als "wahr"] behauptet werden kann. Ich für meinen Teil finde zB in der summa theol. von Thomas von Aquin viele Gedanken, dir ich mir gerne zueigen mache, weil sie zweckdienlich sind.

 

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Am 5.1.2024 um 07:47 schrieb SteRo:

Wenn sich negative ökonomische Effekte zeigen und gleichzeitig der gottlose Zeitgeist sein vermeintliches Recht einfordert, dann ist es, wenn Mammon über Moral geht, naheliegend, von der Moral etwas Abstand zu nehmen. Man darf gespannt sein auf die weiteren verbalen Eiertänze, die da noch kommen werden.

 

Ganz weit entfernt von Eiertänzen ist dagegen die Berufung von Individuen in Ämter, die maßgeblich die Moral diktieren:

Was steckt hinter den Berichten über ein Anstoß erregendes Buch von Kardinal Fernandez?

 

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vor 8 Minuten schrieb Alfons:

Alles gut.

Da nichts außerhalb der Vorsehung Gottes ist, ist in diesem Sinne alles "gut", weil Gottes Wille und nichts anderes geschieht. Da aber im Bereich der Menschen, die Hinordnung zum Willen Gottes optional ist, ist im Bereich der Menschen nicht alles "gut".

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vor 1 Minute schrieb SteRo:

Da nichts außerhalb der Vorsehung Gottes ist, ist in diesem Sinne alles "gut", weil Gottes Wille und nichts anderes geschieht. Da aber im Bereich der Menschen, die Hinordnung zum Willen Gottes optional ist, ist im Bereich der Menschen nicht alles "gut".

 

Schon gut, mein Freund. Schon gut.
Kopf streichel.

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vor 4 Minuten schrieb Alfons:

 

Schon gut, mein Freund. Schon gut.
Kopf streichel.

Was immer dir als "Allerhöchstes Gut" erscheint, wird auch entscheiden, welche Worte du wählst.

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vor 49 Minuten schrieb SteRo:

 

Ganz weit entfernt von Eiertänzen ist dagegen die Berufung von Individuen in Ämter, die maßgeblich die Moral diktieren:

Was steckt hinter den Berichten über ein Anstoß erregendes Buch von Kardinal Fernandez?

 

Es ist doch höchst erstaunlich, dass ein solch harmloses Büchlein, das gerade auf  Themen und Gedanken der Mystik zurückgreift... auch Bezüge herstellt zum Hohelied Salomos... ein so großen Wirbel in bestimmten Kreisen hervorruft....

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vor 3 Minuten schrieb Cosifantutti:

Es ist doch höchst erstaunlich, dass ein solch harmloses Büchlein, das gerade auf  Themen und Gedanken der Mystik zurückgreift... auch Bezüge herstellt zum Hohelied Salomos... ein so großen Wirbel in bestimmten Kreisen hervorruft....

Was harmlos ist oder nicht, das beurteile ein jeder auf der Basis des reinen Glaubens, sofern Gott ihm diese Gnade gewährt.

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vor 38 Minuten schrieb Alfons:

Es tut nicht weh. Versprochen.

 

Aber es hilft auch nix! Es ist einfach nur ein Wort. ;)

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