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Die Österreichische Pfarrerinitiative


Niklas

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Was zerreist den Leib Christi eher: Zuschauen oder Einschreiten? Ich bin mir selbst nicht schlüssig ...

Du kannst Dir auch nicht schlüssig werden. Beide Alternativen rufen großen Schaden hervor. Du kannst Dich lediglich entscheiden - aber immer nur mit mulmigem Gefühl. Mehr ist nicht drin.

 

Die österreichische Variante macht es Dir aber zumindest bezüglich des Pamphletes leicht. Auch wenn man für die Inhalte der Priesterinitiative Sympathie und Einsicht hegt, kann man den Ton und die Methode ablehnen oder zumindest für höchst kontraproduktiv halten. So geht's nicht.

 

Schwieriger ist es allerdings bei der deutschen Variante, die ja immer noch sehr druckvoll ist, aber nicht aus der Einheit aussteigt, wie die österreichischen Pfarrer es reichlich krass tun.

Und schwierig ist es auch mit dem Theologenmemorandum. Da kann man sich innerlich hin- und hergerissen fühlen.

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Schwieriger ist es allerdings bei der deutschen Variante, die ja immer noch sehr druckvoll ist, aber nicht aus der Einheit aussteigt, wie die österreichischen Pfarrer es reichlich krass tun.

Wo steigen die österreichischen Pfarrer denn aus der Einheit aus? Ich kann diese Behauptung nicht nachvollziehen. Hier wurde schon von verschiedenen Postern festgestellt, dass die Erklärung der Pfarrerinitiative nichts verbotenes enthält. Jemandem nicht die Kommunion zu verweigern ist kirchenrechtlich legitim. Sich für die Aufhebung des Zölibates und die Einführung der Frauenweihe auszusprechen ist es ebenfalls, weil hierdurch kein Dogma berührt wird.

 

Was die Pfarrerinitiative tut ist, dass sie den Bischöfen den Gehorsam im Stillstand aufkündigt. Sie drängen vorwärts. Das ist aber nur dann ein Problem für die Einheit, wenn andere ihnen die bestehende Einheit aufkündigen. Der Vorwärtsdrang selbst ist kein Ausstieg aus der Einheit. Der, der sagt dass diese Priester nicht mehr Teil der Einheit seien, der ist es der die Einheit aufkündigt.

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Schwieriger ist es allerdings bei der deutschen Variante, die ja immer noch sehr druckvoll ist, aber nicht aus der Einheit aussteigt, wie die österreichischen Pfarrer es reichlich krass tun.

 

Was tun sie den - sie kündigen Dienst nach Vorschrift an und die Absicht, von Ihrem Recht Gebrauch zu machen, ihre Meinung zu sagen.

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Sie folgen ihrem Gewissen. In diesem Fall brechen sie zwar ihr Gehorsamsversprechen, aber das Gewissen ist höher einzuordnen. Mal sehen, welches Gewissen der jeweilige Ortsbischof so aufzuweisen hat...

 

Stop! Bislang wurde ja nur geredet.

 

Erst mal Taten abwarten ...

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Sie versprechen kanonischen Gehorsam - und ich sehe nicht, wo sie gegen den verstoßen.

 

Wie ist der Wortlaut bei der Weiheliturgie? Soweit ich weiß, verspricht der Neupriester dem Bischof und seinen legitimen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam. Ich kann mich aber irren.

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Sie versprechen kanonischen Gehorsam - und ich sehe nicht, wo sie gegen den verstoßen.

 

Wie ist der Wortlaut bei der Weiheliturgie? Soweit ich weiß, verspricht der Neupriester dem Bischof und seinen legitimen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam. Ich kann mich aber irren.

 

Das ist richtig - aber er tut dies im Rahmen einer Rechtshandlung, und der geforderte Gehorsam ist ein anderer als zB der innerhalb der SJ. Und ein rechtskonformes Tun, das nicht gegen bestehende Weisungen verstößt, ist hier absolut kein Problem.

 

Wenn Kappellari nun meint, hier einen Bruch herbeireden zu müssen, dann zeigt das wohl eher, dass man auf der faktischen Ebene nichts gefunden hat und nun zum Rufmord greift.

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Das ist richtig - aber er tut dies im Rahmen einer Rechtshandlung, und der geforderte Gehorsam ist ein anderer als zB der innerhalb der SJ. Und ein rechtskonformes Tun, das nicht gegen bestehende Weisungen verstößt, ist hier absolut kein Problem.

 

Ich bin kein Kanonist und habe meine Aussage auch nicht so verstanden - der Priester bricht sein Gehorsamsversprechen. Mehr habe ich nicht geschrieben.

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Ich bin kein Kanonist und habe meine Aussage auch nicht so verstanden - der Priester bricht sein Gehorsamsversprechen. Mehr habe ich nicht geschrieben.

 

Und genau das tut er so wenig wie der Arzt sich strafbar macht, der nicht nach Kabul reist um dort Menschen zu behandeln, die der ärztlichen Hilfe bedürfen.

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Richtig. Wenn er aber nur das normale ärztliche Versprechen (oder wie immer man das nennt) abgelegt hat, dann muss er zwar dem helfen, der auf der Strasse vor ihm zusammen bricht, aber er muss keine Patienten suchen gehen.

 

Das ist beim priesterlichen Gehorsamsversprechen nicht anders: So kann der Bischof einen Pfarrer strafweise absetzen, er kann ihn pastoral begründet versetzen auf eine andere Pfarrei, er kann aber nicht unter Gehorsam verlangen, dass der Pfarrer von sich aus seinen Rücktritt anbietet, und auf diesem Wege durchaus begründete Rechtsschutzinstrumente umgehen. Auch kann man nicht einem Beschuldigten unter Gehorsam befehlen, alles zu sagen, auch dann, wenn er sich selbst belastet, und ihm bei Verschweigen wesentlicher Einzelheiten des Ungehorsams zeihen. Kanonischer Gehorsam bedeutet, dem Bischof dann zu gehorchen, wenn der Bischof zu Recht anweist. Und nichts anderes.

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Wenn der Arzt versprochen hätte nach Kabul zu gehen und es dann doch nicht tut, dann bricht auch er sein Versprechen.

Aber er bricht auch dann nicht den hippokratischen Eid.

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Was die Pfarrerinitiative tut ist, dass sie den Bischöfen den Gehorsam im Stillstand aufkündigt. Sie drängen vorwärts.

 

Was die Pfarrerinitiative tut, ist, dass sie den Bischöfen, die sich bemühen eine lebbare Variante all jener problematischen Felder zu tolerieren, die sie nur tolerieren können, mit dem Hintern ins Gesicht zu springen; offenbar in der Erwartung, dass nun die Bischöfe diese Aktion eine Stufe höher tragen und ihrerseits gleiches beim Papst tun. Das wird natürlich nicht passieren.

 

Damit setzen sie gerade die gutwilligen und eher liberalen Bischöfe einem Zusatzdruck aus. Denn egal, was die selbst wollen oder nicht wollen, die Order wird lauten: "Ordnung schaffen".

Im schlimmsten Fall "bescheren" sie uns damit eine Reihe von pastoralen Katastrophen, wie wir sie in den 80ern von JP II bekommen haben.

Immerhin stehen hier einige Ernennungen in nächster Zeit an.

 

Kontraproduktiver geht es nicht mehr. (Ich würde mich freuen, wenn ich mich irre).

 

P.S:

Wasser, das ständig einen Felsen umspült, formt ihn, eine Woge die dagegen knallt, bricht sich daran. Das wird beim "Felsen" Petrus-Nachfolger auch nicht anders funktionieren.

Oder noch einfacher: Wenn man die Bulldogge mit dem Hintern gegen die Wand drückt, dann beißt sie! (So jetzt dürfen alle braven Katholen maulen, weil so etwas darf man doch nicht über den Papst....)

 

Diese Aktionen sind nicht der Weg zur Reform, sondern zur Reformation oder gleich zur Gegenreformation ohne vorangehende Reformation.

Danke, nein!

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Richtig. Wenn er aber nur das normale ärztliche Versprechen (oder wie immer man das nennt) abgelegt hat, dann muss er zwar dem helfen, der auf der Strasse vor ihm zusammen bricht, aber er muss keine Patienten suchen gehen.

 

Das ist beim priesterlichen Gehorsamsversprechen nicht anders: So kann der Bischof einen Pfarrer strafweise absetzen, er kann ihn pastoral begründet versetzen auf eine andere Pfarrei, er kann aber nicht unter Gehorsam verlangen, dass der Pfarrer von sich aus seinen Rücktritt anbietet, und auf diesem Wege durchaus begründete Rechtsschutzinstrumente umgehen. Auch kann man nicht einem Beschuldigten unter Gehorsam befehlen, alles zu sagen, auch dann, wenn er sich selbst belastet, und ihm bei Verschweigen wesentlicher Einzelheiten des Ungehorsams zeihen. Kanonischer Gehorsam bedeutet, dem Bischof dann zu gehorchen, wenn der Bischof zu Recht anweist. Und nichts anderes.

 

Heißt das, der Bischof muß noch einmal jeden Priester auf die Liturgiekonstitution des 21. Ökumenischen Konzils verpflichten, damit ein Verstoß kein Ungehorsam ist?

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In den letzten 20 Jahren sind rund 2,8 Millionen Menschen in Deutschland aus der katholischen Kirche ausgetreten. Auch das ist eine Art des Schismas. Das ist von der Anzahl der Katholiken so, als würden die Bistümer Köln und Mainz geschlossen ihre Trennung von der RKK erklären.

 

Willst du wieder eine Zeit wie vor 20 Jahren, als die Bauern auf der Empore untereinander ihre Sauen verkauft haben? :unsure:

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In den letzten 20 Jahren sind rund 2,8 Millionen Menschen in Deutschland aus der katholischen Kirche ausgetreten. Auch das ist eine Art des Schismas. Das ist von der Anzahl der Katholiken so, als würden die Bistümer Köln und Mainz geschlossen ihre Trennung von der RKK erklären.

 

Willst du wieder eine Zeit wie vor 20 Jahren, als die Bauern auf der Empore untereinander ihre Sauen verkauft haben? :unsure:

Kann es sein, dass du "vor 20 Jahren" und "vor 50 Jahren" verwechselst?

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Oder noch einfacher: Wenn man die Bulldogge
Falsche Rasse.

 

Auf der Kathedra Petri sitzt zur Zeit der Rottweiler Gottes.

Von mir aus, ich mag Rottweiler - Bulldoggen nicht. :D

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Franciscus non papa

In den letzten 20 Jahren sind rund 2,8 Millionen Menschen in Deutschland aus der katholischen Kirche ausgetreten. Auch das ist eine Art des Schismas. Das ist von der Anzahl der Katholiken so, als würden die Bistümer Köln und Mainz geschlossen ihre Trennung von der RKK erklären.

 

Willst du wieder eine Zeit wie vor 20 Jahren, als die Bauern auf der Empore untereinander ihre Sauen verkauft haben? :unsure:

 

 

ach, und DU kennst diese zeit????

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In den letzten 20 Jahren sind rund 2,8 Millionen Menschen in Deutschland aus der katholischen Kirche ausgetreten. Auch das ist eine Art des Schismas. Das ist von der Anzahl der Katholiken so, als würden die Bistümer Köln und Mainz geschlossen ihre Trennung von der RKK erklären.

 

Willst du wieder eine Zeit wie vor 20 Jahren, als die Bauern auf der Empore untereinander ihre Sauen verkauft haben? :unsure:

 

 

ach, und DU kennst diese zeit????

da ist es gescheiter, sie gehen gar nicht in die Kirche, sondern gleich ins Wirtshaus. Sag nur, wen du in deiner Gemeinde haben willst, dass sich kein Unerwünschter in die heiligen Hallen verirrt, für die du verantwortlich sein wirst. :ninja:

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Willst du wieder eine Zeit wie vor 20 Jahren, als die Bauern auf der Empore untereinander ihre Sauen verkauft haben? :unsure:

:facepalm:

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Diese Aktionen sind nicht der Weg zur Reform, sondern zur Reformation oder gleich zur Gegenreformation ohne vorangehende Reformation.

Danke, nein!

 

Mir scheint, diesen Pfarrern ist einfach nichts anderes mehr übrig geblieben, nachdem sie jahrelang vom Apparat hingehalten werden. Du siehst die Sache politisch, aber ich sehe sie vom Glauben her.

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Was die Pfarrerinitiative tut ist, dass sie den Bischöfen den Gehorsam im Stillstand aufkündigt. Sie drängen vorwärts.

 

Was die Pfarrerinitiative tut, ist, dass sie den Bischöfen, die sich bemühen eine lebbare Variante all jener problematischen Felder zu tolerieren, die sie nur tolerieren können, mit dem Hintern ins Gesicht zu springen; offenbar in der Erwartung, dass nun die Bischöfe diese Aktion eine Stufe höher tragen und ihrerseits gleiches beim Papst tun. Das wird natürlich nicht passieren.

 

Damit setzen sie gerade die gutwilligen und eher liberalen Bischöfe einem Zusatzdruck aus. Denn egal, was die selbst wollen oder nicht wollen, die Order wird lauten: "Ordnung schaffen".

Im schlimmsten Fall "bescheren" sie uns damit eine Reihe von pastoralen Katastrophen, wie wir sie in den 80ern von JP II bekommen haben.

Immerhin stehen hier einige Ernennungen in nächster Zeit an.

 

Kontraproduktiver geht es nicht mehr. (Ich würde mich freuen, wenn ich mich irre).

 

P.S:

Wasser, das ständig einen Felsen umspült, formt ihn, eine Woge die dagegen knallt, bricht sich daran. Das wird beim "Felsen" Petrus-Nachfolger auch nicht anders funktionieren.

Oder noch einfacher: Wenn man die Bulldogge mit dem Hintern gegen die Wand drückt, dann beißt sie! (So jetzt dürfen alle braven Katholen maulen, weil so etwas darf man doch nicht über den Papst....)

 

Diese Aktionen sind nicht der Weg zur Reform, sondern zur Reformation oder gleich zur Gegenreformation ohne vorangehende Reformation.

Danke, nein!

Ich bin von der Pfarrerinitiative auch nicht begeistert, da es mir grundsätzlich nicht gefällt, innerkirchliche Kritikpunkte öffentlich auszutragen.

Ganz sicher bin ich mir aber nicht, ob dieser Weg nicht doch langfristig Erfolg hat - obwohl viel Porzellan zerschlagen wird, sodass fraglich ist, ob dies den Erfolg rechtfertigt.

Wenn der Papst immer noch Johannes Paul II. hieße, hättest du Recht: Wojtyla war der Typ Mensch, der zuschlug, wenn er sich in die Ecke getrieben fühlte, bei dem man aber einiges erreichen konnte, wenn man langen Atem hatte und ihn nicht direkt attackierte (böse gesagt: sich einschmeichelte).

Ratzinger ist eher jemand, der zu großen sichtbaren Widerstand vermeidet (siehe Wagner oder Mixa).

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Diese Aktionen sind nicht der Weg zur Reform, sondern zur Reformation oder gleich zur Gegenreformation ohne vorangehende Reformation.

Danke, nein!

 

Mir scheint, diesen Pfarrern ist einfach nichts anderes mehr übrig geblieben, nachdem sie jahrelang vom Apparat hingehalten werden. Du siehst die Sache politisch, aber ich sehe sie vom Glauben her.

Und aus völlig unpolitischen Gründen bin ich noch zusätzlich sauer.

Worin besteht denn "vom Glauben her gesehen" der Unterschied zwischen:

 

"Wir weihen keine Verheirateten und Frauen."

"Aber dann haben wir oft nur noch Wogos!"

"Tut uns leid, trotzdem!"

Und:

"Wir machen Dienst nach Vorchrift"

"Aber dann haben wir nur noch WoGos!"

"Tut uns leid, trotzdem."

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