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Ich war eine Nonne, eine Klarissin


echterschmitt

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vor 5 Minuten schrieb Marcellinus:
vor 10 Minuten schrieb Studiosus:

Prinzipiell gilt: Im Glauben darf es keinen Zwang geben.

 

Das ist zwar richtig, nur leider ist das Christentum erst auf diese Idee gekommen, als ihm die Möglichkeit zum Zwang nicht mehr zur Verfügung stand. Wo diese Möglichkeit weiter besteht, hat man übrigens bis heute mit Zwang kein Problem, zB. gegenüber unmündigen Kindern. Es ist ja alles nur zu deren Bestem.

Da gibt es noch einen anderen Trick.

 

Man kann zustimmen: Jawohl, im Glauben darf es keinen Zwang geben. Aber ...

in der Religion.

 

Das ist ganz schlau. Einige muslimische Strömungen arbeiten mit diesem Trick. Man darf auch christlich glauben, aber ... so lange man bei den Christen ist, muss man eben Dhimmi zahlen. Man ist nur gnädigerweise geduldet. Auf diese Weise können diese Moslems dann sagen:

"Wir üben keinen Druck auf den Glauben aus. Lediglich auf die Religionszugehörigkeit."

Und dann kommt der Nachsatz:

"Wenn Du aber den Islam angenommen hast, dann verpflichtest Du Dich SELBST auf den wahren Glauben. Und davon wieder abfallen steht unter Todesstrafe."

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vor 4 Minuten schrieb Studiosus:

 

So einfach ist das nicht. Im Regelfall hat ein unmündiges Kind Vater und Mutter oder einen Vormund. Willigen diese nicht in etwaige Sakramentenspendungen ein, passiert da gar nichts. Dass Kinder immer häufiger Taufe, Erstkommunion und Firmung nicht mehr empfangen ist bekannt.

 

Du stellst es hingegen so dar, als würden nachts die blutrünstigen Pfaffen die kleinen Kinder aus den Betten stehlen und zwangstaufen.

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

 

Nein, ich beziehe mich einfach auf die Verletzung des Elternrechts in Kindergärten und Schulen, in denen auch Kinder nichtreligiöser Eltern religiöser Indoktrinierung ausgesetzt werden. Selbst in Norddeutschland und in einer Stadt, die seit Menschengedenken sozialdemokratisch regiert wird, gibt es meistens keinen konfessionsfreien Kindergarten, nicht weil die Nachfrage nicht bestünde, sondern weil der politische Wille der Verantwortlichen fehlt, um es vorsichtig auszudrücken. 

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vor 4 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Nein, ich beziehe mich einfach auf die Verletzung des Elternrechts in Kindergärten und Schulen, in denen auch Kinder nichtreligiöser Eltern religiöser Indoktrinierung ausgesetzt werden. Selbst in Norddeutschland und in einer Stadt, die seit Menschengedenken sozialdemokratisch regiert wird, gibt es meistens keinen konfessionsfreien Kindergarten, nicht weil die Nachfrage nicht bestünde, sondern weil der politische Wille der Verantwortlichen fehlt, um es vorsichtig auszudrücken. 

 

Achso, dann ist das Vorlesen aus der Kinderbibel in der Krabbelgruppe inzwischen ein Akt religiöser Indoktrination?

 

Naja, nimm es mir nicht übel. Aber dann sollen Eltern mit derlei religionsneutralem Anspruch die Kinder zu hause behalten oder selbst einen konfessionsfreien Humanistenkindergarten finanzieren und betreiben. Wollen sie aber wahrscheinlich nicht. 

 

Bei den Muslimen klappt das merkwürdigerweise. Siehe die jüngste Diskussion in Österreich.

 

Saluti cordiali,

Studiosus. 

bearbeitet von Studiosus
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vor 3 Minuten schrieb Mecky:

Da gibt es noch einen anderen Trick.

 

Man kann zustimmen: Jawohl, im Glauben darf es keinen Zwang geben. Aber ...

in der Religion.

 

Das ist ganz schlau. Einige muslimische Strömungen arbeiten mit diesem Trick. Man darf auch christlich glauben, aber ... so lange man bei den Christen ist, muss man eben Dhimmi zahlen. Man ist nur gnädigerweise geduldet. Auf diese Weise können diese Moslems dann sagen:

"Wir üben keinen Druck auf den Glauben aus. Lediglich auf die Religionszugehörigkeit."

Und dann kommt der Nachsatz:

"Wenn Du aber den Islam angenommen hast, dann verpflichtest Du Dich SELBST auf den wahren Glauben. Und davon wieder abfallen steht unter Todesstrafe."

 

Ja, du hast schon Recht, die Muslime sind schlimmer. ;) Aber das betrifft zumindest in Deutschland bisher wesentlich ihre eigenen Leute. Nicht, daß ich das gut finde, aber bisher sind mit die Christen näher. Schließlich haben wir zwei Enkelkinder, die demnächst die Probleme habe werden, die wir mit unseren Kindern mittlerweile durchgestanden haben.

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vor 1 Minute schrieb Studiosus:

 

Achso, dann ist das Vorlesen aus der Kinderbibel in der Krabbelgruppe inzwischen ein Akt religiöser Indoktrination?

 

Naja, nimm es mir nicht übel. Aber dann sollen Eltern mit derlei religionsneutralem Anspruch die Kinder zu hause behalten oder selbst einen konfessionsfreien Atheistenkindergarten finanzieren und betreiben. Wollen sie aber wahrscheinlich nicht. 

 

Bei den Muslimen klappt das merkwürdigerweise. Siehe die jüngste Diskussion in Österreich.

 

Saluti cordiali,

Studiosus. 

 

Entschuldige, hast du Kinder? Ich möchte entscheiden, womit meine Kinder aufwachsen und womit nicht. Wir mußten in der Osterzeit immer unsere Kinder zuhause lassen (und ich bin froh, daß wir das auch konnten). Am Anfang wußten wir gar nicht, war unsere Kinder hatten, außer daß sie von Alpträumen berichteten, bis wir begriffen, daß es einige Kindergärtnerinnen für ihre Christenpflicht hielten, den Kindern Gruselgeschichten von Toten zu erzählen, vergraben in Kisten in der Erde. Ich weiß, woher mein Zorn kommt.

 

Ich hatte versucht, meine Kinder zwar religionslos, aber ohne schlechte Meinung über Religionen aufwachsen zu lassen. Meine Kinder haben dann im Laufe ihrer Schulzeit ihre eigenen Erfahrungen mit der "Nächstenliebe" von Christen gegenüber Nichtgläubigen gemacht. Mit Religion mußt du keinem von ihnen mehr kommen. Soviel haben die Gläubigen jedenfalls erreicht. 

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vor 8 Minuten schrieb Studiosus:

 

Achso, dann ist das Vorlesen aus der Kinderbibel in der Krabbelgruppe inzwischen ein Akt religiöser Indoktrination?

 

Natürlich ist es dass, wenn diese "Geschichten" als Tatsachenberichte dargestellt werden 

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vor 12 Minuten schrieb Xamanoth:

Natürlich ist es dass, wenn diese "Geschichten" als Tatsachenberichte dargestellt werden 

 

Und wird jemand gezwungen sein Kind in einer Institution anzumelden, wo diese "Gefahr" für den Nachwuchs besteht? Nein.

 

Historisch-kritische Methode dürfte für 5-Jährige wenig geeignet sein. Was darf man dann überhaupt noch vorlesen? Märchen? Bei den Gebrüdern Grimm kommt auch ab und an mal der Teufel oder Gott vor. Muss man der nächsten Vorleserunde dann in Zukunft ein literaturgeschichtliches Seminar voranstellen, damit ja kein Kind einen falschen Eindruck gewinnt?

 

Ich muss gerade wirklich lachen. Am Besten setzen wir uns alle mit kahl geschorenem Kopf und weissen Unisex-Gewändern auf den Boden und schauen 8 Stunden lang das Testbild im Fernsehen. Alternative für die Sportlichen und künstlerisch Begabten: Eurhytmie und Kartoffelstempeln (nur keine religiösen Motive).

😂

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

bearbeitet von Studiosus
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Gerade eben schrieb Studiosus:

 

Und wird jemand gezwungen sein Kind in einer Institution anzumelden, wo diese "Gefahr" für den Nachwuchs besteht?

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

 

Ja, weil in den Kommunen zT. bewußt die Einrichtung konfessionsfreier Kindergärten verhindert wird. Schau dir mal genau an, wieviele Kirchenmitarbeiter für die politische Arbeit in Parteien freigestellt werden, und zwar in allen Parteien, von CDU bis Linke. Ich habe das zum ersten Mal beobachtet, als ich Anfang der 80er in die SPD eintrat, wie schon gesagt, in einer Stadt, die seit Menschengedenken von der SPD regiert wird, und mich wunderte, wieviele Parteifunktionäre Kirchenmitarbeiter waren. Heute wundert mich gar nichts mehr, auch nicht das Diktum der Parteiführung in Berlin, an der Einrichtung eines Arbeitskreises von Konfessionsfreien in der SPD bestehe kein Interesse - in der SPD! Mittlerweile hat Gabriel ein bißchen zurückgerudert; man könne das ja mal prüfen. Ich verstehe manchmal selbst nicht, warum ich nicht wütender auf die christlichen Kirchen bin. Gründe gäbe es reichlich. 

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Dafür, dass die deutsche Politik laut deiner Analyse so sehr von Kirchenfunktionären unterwandert ist, machen Bund und Kommunen aber ziemlich viel Politik gegen Christen, insbesondere Katholiken.

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

bearbeitet von Studiosus
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Bei uns hat die Gemeinde alle ihre Kindergärten an die Diakonie abgegeben. Was etwas seltsam ist im katholischen Oberbayern, die Caritas wollte wohl nicht. Das bedeutet: Katholische Eltern müssen ihre Kinder in "evangelische" Kindergärten abgeben. Es gibt noch zwei katholische Kindergärten in der Ortsmitte, deren Klientel aber weitgehend muslimisch ist. Insgesamt hält sich die Indoktrination in Grenzen, allein die Fakten lassen es nicht zu: Die Diakonie könnte niemals das Personal aus rein evangelischen MitarbeiterInnen bestreiten, in den katholischen Kindergärten ist es schon lange üblich, auf das muslimische Klientel Rücksicht zu nehmen. 

 

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vor 19 Stunden schrieb Higgs Boson:

 

Wenn Jesus von Berufung spricht, dann meint er wirklich sowas? Gings da nicht irgendwie um Himmelreich oder so?

 

Themaverfehlung, setzen 6 Frau Religionslehrerin!

Konkret meint Jesus die Verkündigung des Gottesreiches als etwas, das man absolut und ausschließlich macht und er hatte da definitiv nichts Metaphorisches oder Symbolisches im Sinn.

Von daher ist eine Rekursion auf Jesus sowohl für die Verwendung des Begriffes "Berufung" durch mich als auch durch dich sehr schwierig.

Bei dir mangelt die Ausschließlichkeit, wir machen das hauptberuflich, werden dafür aber bezahlt. Passt Beides nicht.

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8 hours ago, Studiosus said:

Achso, dann ist das Vorlesen aus der Kinderbibel in der Krabbelgruppe inzwischen ein Akt religiöser Indoktrination?

Ja, ist es.

 

8 hours ago, Studiosus said:

Naja, nimm es mir nicht übel. Aber dann sollen Eltern mit derlei religionsneutralem Anspruch die Kinder zu hause behalten oder selbst einen konfessionsfreien Humanistenkindergarten finanzieren und betreiben. Wollen sie aber wahrscheinlich nicht. 

Wenn der Staat die religiösen Kindergärten betreibt, und sich weigert, einen konfessionsfreien Kindergarten anzulegen, dann ist das ganz klar ein Problem.  Aber in Deutschland ein real existierendes Problem.  Die Trennung von (christlicher) Kirche und Staat hat sich halt in Deutschland noch nicht rumgesprochen.

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vor 9 Stunden schrieb Moriz:

Allerdings muss man - ebenfalls der Wahrheit halber - auch anmerken, dass die Piusbruderschaft noch priesterliche  Berufungen hat. Auch diese sind in der Amtskirche Mangelware.

 

Naja, sooo üppig sprudeln die "priesterlichen Berufungen" bei der fsspx mittlerweile auch nicht mehr - will mir jedenfalls scheinen, wenn ich mir vor Augen halte, dass deren Kandidaten aus allen deutschen Diözesen zusammengekratzt sind. Schwund verzeichnen sie auch im Seminar.
Heuer wurden von den 8 Kandidaten, die 2011 in Zaitzkofen eingetreten sind, zwei geweiht, davon ist einer kein Deutscher, sondern kommt aus der CSSR, wohin er wohl auch wieder zurückgeschickt wird. Keine Ahnung, wo die restlichen sechs abgeblieben sind, interessiert mich auch nicht wirklich. Nur kenne ich halt zufällig das Eck recht gut, aus dem der verbliebene deutsche Kandidat kommt. Die feiern da die Feste wie die fallen. Der örtliche Musikverein hat ihm sogar zur auswärtigen Primiz im fsspx-Messzentrum aufgespielt (das gehört sich so auf dem Dorf), sogar eine Primiztorte wurde ihm von den heimischen Modernisten spendiert (die hat aber nicht ewig gehalten, sondern war rasch verputzt).

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vor 8 Stunden schrieb Marcellinus:

chau dir mal genau an, wieviele Kirchenmitarbeiter für die politische Arbeit in Parteien freigestellt werden

Für diese Behauptung hast Du sicher einen Nachweis.

Unter Beibehaltung der Bezüge?

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vor 15 Stunden schrieb tribald:

or allem haben sie noch nicht erfasst, dass immer mehr Leute keinen Wert auf ihre Dienste legen. Denen kichliche Hierarchien vollkommen wumpe sind.

 

nebenbei bemerkend...............tribald

 

du musst nicht von dir auf andere schließen.Es mag schon sein, dass man viele Christen und Katholiken nur an Feiertagen wie Ostern, Weihnachten oder bei Begräbnissen von Freunden und Bekannten "die kirchlichen Dienste" in Anspruch nehmen sieht. Aber gerade was Kinder- Taufen, Hochzeiten und Begräbnisse angeht ist es zumindest in Österreich am Land so, dass die Leute sehr wohl Wert auf die Dienste der Kirche legen. Und gerade angesichts der Aussagen, Enzykliken und Aktionen von Papst Franziskus gibt es ein ziemlich allgemeines Interesse- so dass nicht nur ein Zuckerberg oder Staatslenker zum Papst pilgern. Es dürfte sich daher bei der Einbildung, die kirchliche Hierarchie wäre den Leuten "wumpe" um eine sehr subjektive Fehleinschätzung handeln.

 

Ein Stalin soll ja spöttisch gesagt haben: "Wie viele Divisionen hat denn der Papst" - so dass dessen "Macht" in seinen Augen lächerlich war. Aber Stalin und Konsorten mit ihren Machtansprüchen sind dahin- der Papst gilt aber auch heute noch als moralische und religiöse Autoriät. Das kann  man sogar aus den Angriffigkeiten gegen ihn ablesen.

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vor 14 Stunden schrieb Higgs Boson:

Und an keiner Stelle irgendwo, dass irgendwer aufgrund dessen zu irgendwas mehr Verpflichtung zum Leben als Christ habe.

 

Und wie erklärst du dir dann, dass gerade der hl. Apostel Paulus die Ehelosigkeit um Christi willen so hoch schätzt?

 

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vor 14 Stunden schrieb Marcellinus:

Nun hat deine Kirche viel unternommen, um die Menschen vor dem ach so schädlichen Wohlstand zu bewahren. Ihre eigenen Paläste sind ja allenthalben zu bewundern.

 

Man kann natürlich mit Spott und  Hohn darauf reagieren, dass es auch ( Gott sei´s geklagt) in der Kirche Letue gibt, die Machtansprüche unbd Habgier hoch schätzen. Da kann man dann mit einem Federwisch die Bemühungen der ersten Mönche, der Wüstenväter vom Tisch wischen- und man kann auch die vielen wirklich arm, keusch und gehorsam lebenden Mönchsgemeinschaften von Benedikt bis Franziskus übersehen. Allerdings würde ich einen derart einseitigen Blick und ein derart voreingenommenes Urteil nicht als gerecht oder wahrhaftig einstufen- sondern als Bestätigung der eigenen subjektiven Einschätzungen und des Verurteilens anderer.

vor 14 Stunden schrieb Marcellinus:

Nun, es gibt sicher Leute, die ehemals religiöse Fantasievorstellungen ins Diesseits verlegen. Sie werden alle scheitern. Die simple Wahrheit ist, es gibt kein Paradies, weder in dieser noch in einer anderen Welt und die einzige Hilfe, auf die wir Menschen vertrauen können, ist die, die wir selbst und andere Menschen uns geben.

 

Wer wirklich mit Gott in Verbindung lebt, der zeigt durch sein Leben und Verhalten schon in diesem Leben, dass der Himmel für die gottliebende Seele bereits auf Erden beginnt. Ob das Gestalten wie Franz von Assisi sind - oder ein  Maximilian Kolbe: Diese Genannten wie auch die unzähligen Martyrer der Kirche zeigen sehr deutlich, dass das Himmelreich nicht erst im Jenseits beginnt- und die tiefe Freude in Gott keine "Illusion" ist, die durch armselige Menschlein zerstört werden könnte.

 

Die simple Beobachtung ist vielmehr jene, dass der Mensch, der nur auf Menschen baut auf Sand baut- einer wasserlosen Wüste gleicht und ganz sicher enttäuscht und verraten wird. Denn die Menschen sind wie ein schwankendes Schilfrohr- heute für dich und morgen gegen dich. Wer sich auf Menschen verlässt ist nach meiner Einschätzung ziemlich töricht und wird scheitern. Alle jene aber, die wirklich auf Gott gebaut haben ließen sich durch die Anfeindungen der Menschen oder Widrigkeiten des Lebens  nicht wirklich erschüttern und einschüchtern. Ich halte es daher für klug und weise, auf den Felsen "Christi" zu bauen und nicht auf die Sandburgen der Humanität, der reinen Menschlichkeit und auf schwache Menschen.

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vor 13 Stunden schrieb Higgs Boson:

Und weil Menschen sich das Christsein nicht delegieren lassen wollen, gibt es Freikirchen

 

Da könnte man auch meinen: Weil manche sich ihren eigenen Glauben basteln wollen, daher gibt es "Freikirchen".

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vor 9 Stunden schrieb Marcellinus:

Ja, weil in den Kommunen zT. bewußt die Einrichtung konfessionsfreier Kindergärten verhindert wird.

 

Für unsere Region kann ich das guten Gewissens verneinen. Zum einen gibt es in den kleinen und ländlichen Gemeinden i.d.R. schon mal gar keine kirchlichen Kindergärten, und das hat sozusagen "Tradition". Kindergärten werden da seit jeher von den bürgerlichen Gemeinden betrieben.
Zum anderen kriegen die Bürgermeister und Gemeinderäte in den Städten regelmäßig das Heulen, wenn sie mit der Bitte, doch ein paar Kindergartengruppen mehr einzurichten, bei den örtlichen Kirchengemeinden abblitzen. Dann müssen sie sich nämlich selber was einfallen lassen ... das geht dann vom provisorischen Waldkindergarten bis zum Anheuern privater Kindergartenbetreiber. Die Kirchengemeinden beider Konfessionen sind schon ziemlich lange nicht mehr darauf erpicht, sich noch ein paar Gruppen und noch nen Kindergarten ans Bein zu binden. Das bindet nämlich auch ziemlich viel Ehrenamtlichenkapazität, und die Kommunen sträuben sich dagegen, weil sie für die Arbeit, die von den Kirchengemeinden von vielen Ehrenamtlichen geschultert wird, bei der Stadtverwaltung Stellen schaffen, besetzen und bezahlen müssen.

 

vor 9 Stunden schrieb Marcellinus:

Schau dir mal genau an, wieviele Kirchenmitarbeiter für die politische Arbeit in Parteien freigestellt werden, und zwar in allen Parteien, von CDU bis Linke.

 

Ich bilde mir ein, einen relativ weiten Bereich zu übersehen, weiss aber nicht von einem einzigen kirchlichen Mitarbeiter, evangelisch oder katholisch, der von der Kirchengemeinde/Diözese/Landeskirche für die politische Arbeit in Parteien freigestellt worden wäre. Es ist nicht selten, dass kirchliche Mitarbeiter sich kommunalpolitisch engagieren - aber das tun sie dann ehrenamtlich.

Ich kenne genau einen CDU-Mitarbeiter, der ehemals hauptamtlich bei der Kirche beschäftigt war. Der hat aber ganz ordentlich bei der Kirche ab- und bei der CDU angeheuert.

bearbeitet von Julius
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vor 9 Stunden schrieb Marcellinus:

Ich hatte versucht, meine Kinder zwar religionslos, aber ohne schlechte Meinung über Religionen aufwachsen zu lassen. Meine Kinder haben dann im Laufe ihrer Schulzeit ihre eigenen Erfahrungen mit der "Nächstenliebe" von Christen gegenüber Nichtgläubigen gemacht. Mit Religion mußt du keinem von ihnen mehr kommen. Soviel haben die Gläubigen jedenfalls erreicht. 

 

Es waren allerdings nicht die Gläubigen, die das von dir Unterstellte erreichten, sondern es war deine "religionslose" Erziehung, Indoktrinierung. Erfahrungen die Kinder machen sind schon auch von dem Vorbild und Beispiel ihrer Eltern mit- -geprägt. Den bösen Christen und der mangelnden Nächstenliebe die Religions- ferne deiner Kinder zuzuschreiben halte ich daher für aberwitzig.

bearbeitet von Mariamante
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vor 13 Stunden schrieb Higgs Boson:

 

Und weil Menschen sich das Christsein nicht delegieren lassen wollen, gibt es Freikirchen

richtig so wie es zeugen jehovas gibt die Mormonen und die church of Satan
jeder tut und interpretiert wie es ihm lustig ist und das ist in unserer  Gesellschaft auch sein gutes Recht

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14 hours ago, Studiosus said:

 

Das erinnert mich doch an etwas:

"Es rettet uns kein höheres Wesen. Kein Gott, kein Kaiser, kein Tribun. Uns aus dem Elend zu erlösen können wir nur selber tun".

 

Hast Du deinen inneren Proletarier gechannelt? 😋

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

Wenn man mal drüber nachdenkt, widerspricht dieser Satz nicht mal der katholischen Glaubenslehre.

 

Werner

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vor 10 Stunden schrieb Xamanoth:

Das Leben (und Glauben) ist kein Wunschkonzert... 

Doch, Glauben ist auch ein Wunschkonzert. Das macht das Ergebnis ja mitunter so traurig.

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vor 43 Minuten schrieb Mariamante:

Den bösen Christen und der mangelnden Nächstenliebe die Religions- ferne deiner Kinder zuzuschreiben halte ich daher für aberwitzig.

 

Sorry, dass ich Dich da korrigieren muss. Ich habe regelrechtes Mobbing konfessionsloser Kinder durch von elterlichem Vorbild beflügelte christliche Rotznasen schon während meiner eigenen Schulzeit miterlebt. Damals rückte sogar der Herr Stadtpfarrer meinen fehlgeleiteten Eltern auf den Pelz, um sie zu ermahnen, dass sie mir doch um meines Seelenheils willen bitte, bitte den Umgang mit den Kindern von Freidenkern, Liberalen und dergleichen untersagen sollten. Meine Eltern dachten allerdings nicht daran und haben ihn höflich rauskomplimentiert. Der Fairness halber kann ich aber betonen, dass die protestantischen Pietisten bei uns am Ort sich diesbezüglich um Längen widerwärtiger aufgeführt haben als die Handvoll Edelkatholiken, die durch solche Feindseligkeiten hervorstachen.

bearbeitet von Julius
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8 hours ago, nannyogg57 said:

in den katholischen Kindergärten ist es schon lange üblich, auf das muslimische Klientel Rücksicht zu nehmen. 

Wozu braucht man dann katholische Kindergärten?

 

Werner

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