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Synodaler Weg - schon versperrt?


Jan_Duever

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vor 44 Minuten schrieb Flo77:

Wobei für mich "Kirche" zu abstrakt und theoretisch ist. Eine Gemeinschaft der ich statt durch ein dauernd auf den Prüfstand gestelltes Bekenntnis durch die Einhaltung der gemeinsamen Regeln verbunden bin, ist für mich "begreifbarer".

 

Du darfst Dich gerne an alles halten wollen. Wird Dich aber nicht glücklicher machen.

 

vor 44 Minuten schrieb Flo77:

Im Moment schaffe ich außer dem 5. noch nicht einmal die Einhaltung der 5 Gebote der Kirche geschweigedenn der Didache und mein einziges "spirituelles Erleben" beschränkt sich auf unser mehr oder weniger tägliches Tischgebet. Alles andere hat für mich zur Zeit den Punkt der Sinnlosigkeit überschritten.

 

Immerhin Tischgebet (bei uns nicht usus). Vielleicht kannst Du ja abends vor'm Zubettgehen die Komplet einbauen.

 

vor 44 Minuten schrieb Flo77:

Oder anders: es interessiert in meinem Umfeld niemanden ob bei uns Freitags Fleisch gegessen wird oder nicht (nur als Beispiel)

 

Meine Frau interessiert das schon - sie findet es doof, daß ich derzeit kein Fleisch essen will außer sonntags. Schmeißt Essens-Pläne mit Freunden und Familie um.

 

vor 44 Minuten schrieb Flo77:

und nur für mich, der das Kreuzesopfer für extrem erklärungsbedürftig hält, wenn man nicht in seĺtsame Abwandlungen heidnischer Kulte nach landläufigem Verständnis (hierzu hat GH mal ziemlich Erhellendes geschrieben, was unsere Vourteile diesbezüglich beleuchtet) geraten will, erschließt sich aktuell die Motivation nicht. Zumal, mir das dann auch wieder zu theoretisch wird.

Zu sagen "wir machen das so im Gedenken an als Bußübung" und dann machen das auch alle, wäre für mich logischer.

 

"Alle" ist immer ein hehres Ziel. Fast nie zu erreichen, egal um was es geht.

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vor 8 Minuten schrieb rorro:

Immerhin Tischgebet (bei uns nicht usus). Vielleicht kannst Du ja abends vor'm Zubettgehen die Komplet einbauen.

 

 

Meine Frau interessiert das schon - sie findet es doof, daß ich derzeit kein Fleisch essen will außer sonntags. Schmeißt Essens-Pläne mit Freunden und Familie um.

 

 

"Alle" ist immer ein hehres Ziel. Fast nie zu erreichen, egal um was es geht.

Das Tischgebet haben meine Kinder vor Jahrzehnten aus dem Kindergarten mitgebracht und wir haben es bis heute beibehalten, wenn wir gemeinsam am Esstisch sitzen (also nicht, bei Pizza ex Karton beim Heimkino).

 

Der fleischlose Freitag war bei uns eigentlich kein Problem solange ich normal gekocht habe (da fiel das gar nicht auf) und Karfreitag und Aschermittwoch haben wir ohnehin unsere Traditionsessen. Seit dem Freitags unser Heimkinotag ist, esse ich zwar immer noch Pizza ohne Salami oder Schinken, aber bei den Kindern habe ich aufgegeben darauf zu achten.

 

"Alle" meint an dieser Stelle ja auch nicht die Nation oder die Welt sondern die Partikulargemeinschaft der man angehört.

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Studiosus

Je nachdem wie alt die Kinder sind, "dürfen" sie sogar noch - im Einklang mit dem Kirchenrecht - freitags Salami-Pizza essen.

 

Das Abstinenzgebot verpflichtet ab vollendetem 14. Lebensjahr. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

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vor 1 Minute schrieb Studiosus:

Je nachdem wie alt die Kinder sind, "dürfen" sie sogar noch - im Einklang mit dem Kirchenrecht - freitags Salami-Pizza essen.

 

Das Abstinenzgebot verpflichtet ab vollendetem 14. Lebensjahr.

Na dann passt's ja. Die Zwillinge werden erst diesen Monat 14 und der Große isst eh Margarita.

 

Wobei ich angesichts unserer heutigen Ernährungslage die Altersgrenzen für eher seltsam halte.

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vor 3 Stunden schrieb Marcellinus:

Die Reformen mögen keine neuen Gläubigen „erzeugen“, weil das „Verdunsten“ des Glaubens andere Gründe hat. Aber es könnte doch zumindest die engagierteren unter ihnen halten, solange man sie noch hat.

 

Ja so habe ich es in der EKD auch erlebt. Es gibt noch einige "Engagierte", aber die haben meistens mit dem Glauben nichts mehr am Hut. Für die ist Kirche eher einfach so eine Art Verein, wo man andere Leute trifft und sich irgendwie sozial oder wie auch immer engagiert. Sowas wie die freiwillige Ortsfeuerwehr oder der Sportverein eben. Ja mag sein, dass man solche "Engagierten" mit den angesprochenen "Reformen" in der Kirche hält, weil man denen ihr Engagement damit irgendwie attraktiver macht. Nur hat das halt mit Glauben nichts zu tun. Ich denke nicht, dass der Glaube in der Kirche gestärkt wird oder Menschen zum Glauben bekehrt werden und deshalb in die Kirche eintreten.

 

 

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vor 55 Minuten schrieb Guppy:

Ja so habe ich es in der EKD auch erlebt. Es gibt noch einige "Engagierte", aber die haben meistens mit dem Glauben nichts mehr am Hut. Für die ist Kirche eher einfach so eine Art Verein, wo man andere Leute trifft und sich irgendwie sozial oder wie auch immer engagiert. Sowas wie die freiwillige Ortsfeuerwehr oder der Sportverein eben. Ja mag sein, dass man solche "Engagierten" mit den angesprochenen "Reformen" in der Kirche hält, weil man denen ihr Engagement damit irgendwie attraktiver macht. Nur hat das halt mit Glauben nichts zu tun. Ich denke nicht, dass der Glaube in der Kirche gestärkt wird oder Menschen zum Glauben bekehrt werden und deshalb in die Kirche eintreten.

 

Im Gegensatz zu dir nehme ich den Leuten, die sich in ihren Gemeinden engagieren, schon ab, daß sie das aus ihrem Glauben heraus tun.

So wie ich dich hier erlebe frage ich mich aber, wie das mit dem Glashaus und den Steinen war... Ich habe nicht den Eindruck, daß deine Einstellungen geeignet sind, den Glauben in der Kirche zu stärken oder gar Menschen zum Glauben zu bekehren. Oder wir haben konträre Vorstellungen davon, was 'Glauben' meint.

 

Netter formuliert: Die gemeindeaktiven Evangelen, die ich kenne, stärken meinen Glauben mehr als das, was ich hier von dir lese. Das schreckt mich eher ab.

Edited by Moriz
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Studiosus

Nun ja, man darf bisweilen schon skeptisch sein, ob Engagement (keine Anführungszeichen!) im Rahmen der Kirche immer und zwingend kirchliches Engagement/Engagement für die Kirche ist. 

 

Achtung: Anekdotische Evidenz: Ich kenne ein (historisch nicht unbedeutendes, ehemaliges) Kloster, das neben seiner Funktion als Kirchort einer Pfarrgemeinde auch ein beliebter Tourismus-Punkt ist. In und um das Klostergebäude engagiert (vollkommen ohne Ironie) sich eine Frau, die weder katholisch, noch sonst christlich gebunden ist und wohl eher esoterisch interessiert ist. Diese schließt die Kirche auf und zu, arbeitet ehrenamtlich im Klosterladen usw. Ist das genuin kirchliches Engagement? 

 

Auch ist es meiner Erfahrung nach nicht unüblich, dass sich nicht selten Konfessionslose, Atheisten oder sonstige humanistisch orientierte Freigeister kirchlich-caritativen Aktionen anschließen. Einfach weil sie die Sache unterstützen wollen, sich mit der Kirche und ihren Glaubensinhalten allerdings nicht identifizieren können. Sie sehen die Kirche bzw. ihre Organe als Organisationsrahmen für soziale Dienste und Caritas. Nothing wrong with that! Und natürlich kann man hier den großen Bogen schlagen und sagen: Sie tun das Werk des Herrn. Sicher, legt man die Bergpredigt und die Gerichtsreden Jesu zugrunde, dann ist das veritables, christliches Handeln. Doch bin ich sicher, dass sich mancher dergestalt Engagierte dagegen verwahren würde, dass er gewissermaßen in kirchlichem Auftrag unterwegs ist. Das sollte man respektieren. Ich habe etwas dagegen, wenn Christen Engagierte quasi stillschweigend zu Ihresgleichen zählen, ohne dass die Betroffenen das wollen. 

 

Auch kommen Atheisten gerne in Orchestermessen und zu Orgelkonzerten, die in Kirchen stattfinden. Aber wahrscheinlich nicht, weil sie "die Kirche hören", um einmal diese Phrase zu bemühen. Sondern wohl eher, um Mozart oder Bach zu hören. 

 

Ich denke, das differenzierte Publikum, das sich in und im Windschatten von Kirche versammelt, darf man schon zur Kenntnis nehmen. Damit spricht man niemandem den guten Willen ab. Ich kenne Nichtchristen, deren Tätigkeit mich mehr beeindruckt als Vieles, was von offiziellen kirchlichen Stellen kommt. Allerdings sollte man auch nicht zu inflationär mit Begriffen wie "kirchlich" um sich werfen. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

Edited by Studiosus
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vor 15 Minuten schrieb Moriz:

Im Gegensatz zu dir nehme ich den Leuten, die sich in ihren Gemeinden engagieren, schon ab, daß sie das aus ihrem Glauben heraus tun.

 

Wie erwähnt, ich war einige Jahre EKD-Mitglied und habe hier vor Ort jedenfalls eine praktisch säkularisierte Organisation vorgefunden, in der sich bei den wenigen engagierten Mitgliedern alles nur um ihr Engagement und ihre Freizeitgestaltung drehte. Jugendfreizeit, Spendenaktionen, Posaunenchor usw. Eine Freizeitgemeinschaft wie die freiwillige Ortsfeuerwehr oder Sportverein, mit ein bischen christlicher Folklore, aber ohne Glaubensinhalt. Wenn ich über Jesus sprechen wollte oder mit der Bibel kam, wurde mir mehr oder weniger zu verstehen gegeben:"Nun lass uns bitte mit diesem Jesus in Ruhe, wir wollen uns hier einfach nur zusammen engagieren und Spass haben und mehr nicht."

 

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vor 33 Minuten schrieb Studiosus:

Achtung: Anekdotische Evidenz: Ich kenne ein (historisch nicht unbedeutendes, ehemaliges) Kloster, das neben seiner Funktion als Kirchort einer Pfarrgemeinde auch ein beliebter Tourismus-Punkt ist. In und um das Klostergebäude engagiert (vollkommen ohne Ironie) sich eine Frau, die weder katholisch, noch sonst christlich gebunden ist und wohl eher esoterisch interessiert ist. Diese schließt die Kirche auf und zu, arbeitet ehrenamtlich im Klosterladen usw. Ist das genuin kirchliches Engagement? 

Solche Leute mag es geben, aber von denen war hier nicht die Rede.

 

vor 18 Minuten schrieb Guppy:

Wie erwähnt, ich war einige Jahre EKD-Mitglied und habe hier vor Ort jedenfalls eine praktisch säkularisierte Organisation vorgefunden, in der sich bei den wenigen engagierten Mitgliedern alles nur um ihr Engagement und ihre Freizeitgestaltung drehte. Jugendfreizeit, Spendenaktionen, Posaunenchor usw. Eine Freizeitgemeinschaft wie die freiwillige Ortsfeuerwehr oder Sportverein, mit ein bischen christlicher Folklore, aber ohne Glaubensinhalt. Wenn ich über Jesus sprechen wollte oder mit der Bibel kam, wurde mir mehr oder weniger zu verstehen gegeben:"Nun lass uns bitte mit diesem Jesus in Ruhe, wir wollen uns hier einfach nur zusammen engagieren und Spass haben und mehr nicht."

So habe ich noch keine Gemeinde erlebt.

 

(Ich fürchte aber, wenn mich Leute nur penetrant genug zu 'missionieren' versuchten könnte ich mich zu noch ärgeren Äußerungen hinreißen lassen.)

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vor 2 Minuten schrieb Moriz:

(Ich fürchte aber, wenn mich Leute nur penetrant genug zu 'missionieren' versuchten könnte ich mich zu noch ärgeren Äußerungen hinreißen lassen.)

 

Inwiefern ein Gespräch über Jesus unter Mitgliedern derselben Gemeinde ein Missionsversuch sein kann, erschließt sich mir nicht.

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vor 4 Minuten schrieb rorro:
vor 8 Minuten schrieb Moriz:

(Ich fürchte aber, wenn mich Leute nur penetrant genug zu 'missionieren' versuchten könnte ich mich zu noch ärgeren Äußerungen hinreißen lassen.)

 

Inwiefern ein Gespräch über Jesus unter Mitgliedern derselben Gemeinde ein Missionsversuch sein kann, erschließt sich mir nicht.

 

Das kommt darauf an, wie über Jesus geredet wird.

Mir als gestandenem Katholiken muß niemand ungefragt sagen, wie ich meinen Glauben zu leben haben (vielleicht von sehr speziellen Ausnahmen abgesehen). 

Wenn ich gewissen Typen, die ich hier im Forum erlebe, in 'freier Wildbahn' begegnen würde, dann würde ich Reißaus nehmen. (Nein. Ehrlich gesagt: Ich bin ihnen schon begegnet, und ich habe oft und lange mit ihnen diskutiert. Aber sie konnten mich nie von ihrer dirigistischen* Glaubenseinstellung überzeugen. Die Liebe Gottes ist ein Geschenk, dem ich mich öffnen kann, das ich mir aber nicht 'verdienen' kann, mit welch großer Gesetzestreue auch immer.)

 

[* bitte nicht auf die Goldwaage legen, mir fällt gerade nur kein besseres Adjektiv ein. Vorschläge sind willkommen!]

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vor 41 Minuten schrieb Guppy:

 

Wie erwähnt, ich war einige Jahre EKD-Mitglied und habe hier vor Ort jedenfalls eine praktisch säkularisierte Organisation vorgefunden, in der sich bei den wenigen engagierten Mitgliedern alles nur um ihr Engagement und ihre Freizeitgestaltung drehte. Jugendfreizeit, Spendenaktionen, Posaunenchor usw. Eine Freizeitgemeinschaft wie die freiwillige Ortsfeuerwehr oder Sportverein, mit ein bischen christlicher Folklore, aber ohne Glaubensinhalt. Wenn ich über Jesus sprechen wollte oder mit der Bibel kam, wurde mir mehr oder weniger zu verstehen gegeben:"Nun lass uns bitte mit diesem Jesus in Ruhe, wir wollen uns hier einfach nur zusammen engagieren und Spass haben und mehr nicht."

 

Bei den Hearings und Runden, der Online-Konferenz der Vollversammlung des Synodalen Weges, die auf YouTube übertragen wurden, hatte ich schon den Eindruck das es auch um die Frage ging wie man mit den Menschen ins Gespräch über Jesus kommen kann. Nur weil in keinem Foren-Titel des Synodalen Weges das Wort "Gott" oder "Jesus" auftaucht heißt das ja nicht das Er ganz beiseite geschoben wird. Ganz im Gegenteil. Das lässt sich auch daran ablesen das jeder Tagungstag mit Gebet begann und mit Gebet endete.

 

Das ist das eine.

Das andere: Ohne sozial-caritativem Engagement und Gemeinschaft brechen dir zwei Grundvollzüge der Kirche weg. In deiner Kritik trittst du in die Tonne das Kirche ihren Job macht. Ja, dazu gehört auch Gebet und Liturgie feiern. Hoffentlich findet das auch in der EKD statt. Und ja, wenn das sprechen über den Glauben, wenn die Verkündigung vernachlässigt wird, vernachlässigt sie ihren Job. Nun haben wir katholischeerseits doch das Problem das wir momentan gar nicht sprachfähig sind, solange das Missbrauchsproblem und mache strukturbedingte die Glaubwürdigkeit der Kirche pulverisieren.

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vor einer Stunde schrieb Guppy:

 

Wie erwähnt, ich war einige Jahre EKD-Mitglied und habe hier vor Ort jedenfalls eine praktisch säkularisierte Organisation vorgefunden, in der sich bei den wenigen engagierten Mitgliedern alles nur um ihr Engagement und ihre Freizeitgestaltung drehte. Jugendfreizeit, Spendenaktionen, Posaunenchor usw. Eine Freizeitgemeinschaft wie die freiwillige Ortsfeuerwehr oder Sportverein, mit ein bischen christlicher Folklore, aber ohne Glaubensinhalt. Wenn ich über Jesus sprechen wollte oder mit der Bibel kam, wurde mir mehr oder weniger zu verstehen gegeben:"Nun lass uns bitte mit diesem Jesus in Ruhe, wir wollen uns hier einfach nur zusammen engagieren und Spass haben und mehr nicht."

 

 

Ich kannte solche Leute auch - oder glaubte sie zu kennen.

 

Und war dann sehr erstaunt, von ihnen zu hören "Wir beten für euch!", als wir in einer sehr sorgenvollen Situation waren.

 

Und noch ein Nachtrag: Tatkräftig geholfen haben sie sowieso.

Edited by Naja
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Domingo
5 hours ago, Marcellinus said:

 

Nur daß es in diesem Falle eben mehrheitlich paßt! Ich liebe nun mal unsere Sprache, und die Möglichkeiten, mit ihr zu spielen. :D

 

Ist das Singular dann "die Mitgliedin"? In meinem altmodischen Grammatikverständnis habe ich immer gedacht, es heiße "das Mitglied", egal, welches Geschlecht die betreffende Person hat - und "Person" ist auch dann weiblich, wenn es sich auf einen Mann bezieht.

 

So würde ich immer noch nur sagen "weibliche Mitglieder", aber ich bin mit bewusst, dass das länger ist und wohl bürokraisch und langwielig klingt 😉

 

Sorry für die OT Tirade 😏

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Marcellinus
vor 3 Minuten schrieb Domingo:

Sorry für die OT Tirade

 

Kein Problem. Ein Witz, dem man erklären muß, ist keiner. Ich wollte halt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, einerseits darauf hinweisen, daß die engagiertesten Mitglieder der Kirchen Frauen waren und sind, und andererseits den Genderblödsinn verulken. Ob mir das gelungen ist, muß das geneigte Publikum entscheiden. :D

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ThomasB.
vor 7 Minuten schrieb Domingo:

So würde ich immer noch nur sagen "weibliche Mitglieder"

Man könnte auch ganz einfach von Frauen sprechen.

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Domingo
2 minutes ago, ThomasB. said:

Man könnte auch ganz einfach von Frauen sprechen.

 

Naja, man erwähnt diese Frauen in ihrer Eigenschaft als Mitlglieder der Kirche, daher würde ich das Wort "Mitglied" nicht einfach weglassen.

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Chrysologus

Ein zum synodalen Weg passendes Zitat aus Gaudium et spes:

 

Zitat

Zur Erfüllung dieses ihres Auftrags obliegt der Kirche allzeit die Pflicht, nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten. So kann sie dann in einer jeweils einer Generation angemessenen Weise auf die bleibenden Fragen der Menschen nach dem Sinn des gegenwärtigen und des zukünftigen Lebens und nach dem Verhältnis beider zueinander Antwort geben. Es gilt also, die Welt, in der wir leben, ihre Erwartungen, Bestrebungen und ihren oft dramatischen Charakter zu erfassen und zu verstehen.

 

Man kann dies auch als Auftrag des SW lesen - und es zeigt, dass es eben nicht genügt, einfach das bewährte auszupacken und zu meinen, damit schon dem Auftrag der Kirche gerecht zu werden.

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iskander
Am 3.3.2021 um 10:47 schrieb Marcellinus:

 

Genauer gesagt ist sie unmöglich. Wenn die Funktionsfähigkeit unserer Person einmal erloschen ist, ist sie nicht wiederherzustellen, mögen die Atome und Moleküle unseres Körpers auch noch beieinander sein. Auferstehung „funktioniert“ ausschließlich als Wunderglaube. 

 

Wahrscheinlich meinst Du das Richtige, aber weil es bei diesem Thema oft Missverständnisse gibt, dazu nochmals ein Wort:

 

Es unmöglich, dass ein toter Körper aufgrund "von Natur aus" lebendig wird. (Genau genommen können wir nur sagen, dass es extrem unwahrscheinlich ist, weil empirische Verallgemeinerungen, die auf Grundlage der Induktion gewonnen werden, nie zu 100% gewiss sind.)

Der Punkt ist hier ja allerdings nicht, dass ein toter Körper aufgrund spontaner natürlicher Vorgänge lebendig geworden sein soll, sondern aufgrund eines göttlichen Wirkens.

 

Wie hier ausführlicher diskutiert, kann die Naturwissenschaft, wegen prinzipieller methodischer Beschränkungen wenig dazu sagen. Die Annahme einer kausale Geschlossenheit der Welt (also einer Geschlossenheit insbesondere ggü. den potentiellen Eingriffen eines potentiellen Gottes) lässt sich rein naturwissenschaftlich so wenig begründen wie die gegenteilige Annahme. (Und wie ich dargelegt habe, braucht die Naturwissenschaft, um erfolgreich zu sein, sich in diesen Fragen auch nicht mit eminent metaphyischen Annahmen zu belasten; es genügt vollauf, wenn sie jedes Phänomen, bei dem eine naturwissenschaftl. Erklärung überhaupt infrage kommt, hartnäckig natürlich zu erklären versucht.)

 

Ob es einen Gott (im Sinne des Theismus) gibt; ob er ggf. in die Natur eingreifen kann; ob dies ggf. tut; ob er dies im Fall Jesu Christi getan hat: Das sind Fragen, die teilweise allgemeinen vernünftigen bzw. philosophischen Überlegungen zugänglich sind, darüber hinaus aber eine Glaubenssache. (Und im Fall der postulierten Auferweckung Jesu könnten "theoretisch" Geschichtsforschung und Archäologie etwas zum Thema beitragen, aber realiter vermutlich aber nicht wirklich oder nur sehr beschränkt.)

Edited by iskander
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Gerhard Ingold
Am 4.3.2021 um 14:15 schrieb iskander:

 

Wahrscheinlich meinst Du das Richtige, aber weil es bei diesem Thema oft Missverständnisse gibt, dazu nochmals ein Wort:

 

Es unmöglich, dass ein toter Körper aufgrund "von Natur aus" lebendig wird. (Genau genommen können wir nur sagen, dass es extrem unwahrscheinlich ist, weil empirische Verallgemeinerungen, die auf Grundlage der Induktion gewonnen werden, nie zu 100% gewiss sind.)

Der Punkt ist hier ja allerdings nicht, dass ein toter Körper aufgrund spontaner natürlicher Vorgänge lebendig geworden sein soll, sondern aufgrund eines göttlichen Wirkens.

 

Wie hier ausführlicher diskutiert, kann die Naturwissenschaft, wegen prinzipieller methodischer Beschränkungen wenig dazu sagen. Die Annahme einer kausale Geschlossenheit der Welt (also einer Geschlossenheit insbesondere ggü. den potentiellen Eingriffen eines potentiellen Gottes) lässt sich rein naturwissenschaftlich so wenig begründen wie die gegenteilige Annahme. (Und wie ich dargelegt habe, braucht die Naturwissenschaft, um erfolgreich zu sein, sich in diesen Fragen auch nicht mit eminent metaphyischen Annahmen zu belasten; es genügt vollauf, wenn sie jedes Phänomen, bei dem eine naturwissenschaftl. Erklärung überhaupt infrage kommt, hartnäckig natürlich zu erklären versucht.)

 

Ob es einen Gott (im Sinne des Theismus) gibt; ob er ggf. in die Natur eingreifen kann; ob dies ggf. tut; ob er dies im Fall Jesu Christi getan hat: Das sind Fragen, die teilweise allgemeinen vernünftigen bzw. philosophischen Überlegungen zugänglich sind, darüber hinaus aber eine Glaubenssache. (Und im Fall der postulierten Auferweckung Jesu könnten "theoretisch" Geschichtsforschung und Archäologie etwas zum Thema beitragen, aber realiter vermutlich aber nicht wirklich oder nur sehr beschränkt.)

 

Fett von mir: Die Wahrscheinlichkeit, dass Jesus nur scheintot gewesen ist, ist grösser, als ein göttliches Hineinwirken.

 

Magier gehen über Wasser, schweben über dem Boden usw. Damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Jesus ein guter Magier gewesen war.

 

Da nie ein Glasauge zu einem sehenden Auge wurde, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass eine Gehirnerneuerung mit Wiederherstellung aller ursprünglichen Informationen nie stattgefunden hat und nie stattfinden wird. 

 

Das Leben findet mit großer Wahrscheinlichkeit nur hier in unserem Leib statt. Behaupten kann aber Paulus, Mohammed, Jesus usw. viel.

 

 

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Am 3.3.2021 um 19:40 schrieb Chrysologus:

Man kann dies auch als Auftrag des SW lesen - und es zeigt, dass es eben nicht genügt, einfach das bewährte auszupacken und zu meinen, damit schon dem Auftrag der Kirche gerecht zu werden. 

 

Was meinst du mit "das Bewährte"? Das Evangelium? Jesus? Das Glaubensbekenntnis? Die Sakramente?

 

Die Kirche gibt ja auch Antworten auf die heutige Welt.Humanae Vitae ist doch zum Beispiel eine solche Antwort auf technische und gesellschaftliche Entwicklungen, die den Menschen moralische Orientierung gibt.

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vor einer Stunde schrieb Guppy:
Am 3.3.2021 um 19:40 schrieb Chrysologus:

Man kann dies auch als Auftrag des SW lesen - und es zeigt, dass es eben nicht genügt, einfach das bewährte auszupacken und zu meinen, damit schon dem Auftrag der Kirche gerecht zu werden. 

 

Was meinst du mit "das Bewährte"? Das Evangelium? Jesus? Das Glaubensbekenntnis? Die Sakramente?

Was Chryso meint weiss ich nicht, aber ich weiss was ich will: Das von dir genannte nicht antasten.

Das Evangelium will niemand Umschreiben, ich kenne zumindest keinen der das will und ich will das auch nicht. Das Credo will niemand Umschreiben, ich kenne zumindest keinen der das will und ich will das nicht. Die Dogmen will niemand Umschreiben, ich kenne zumindest keinen der das will und ich will das nicht. Die Sakramente will auch niemand abschaffen,  ich kenne zumindest keinen der das will und ich will das nicht.

Was sich möglicherweise Wandeln muss ist das Verständnis des ganzen. Wenn im Glaubensbekenntnis steht "Ich glaube an den Heiligen Geist" klingt das in der Theorie ja ganz nett und ich sag auch mein Amen dazu - Nur was heisst das für die Praxis? Wenn im Glaubensbekenntnis steht "Ich glaube an die Auferstehung der Toten" klingt das in der Theorie ja ganz nett und ich sag auch mein Amen dazu - Nur was heisst das für die Praxis? Wenn Jesus in der Bergpredigt sagt: "Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden." klingt das in der Theorie ja ganz nett  - Nur was heisst das für die Praxis? In der Praxis für mich persönlich aber auch in der Praxis der Kirche? Diese Fragen haben sich die Menschen früher schon gestellt und stellen sich auch heute. Und wenn wirs machen wie im Gedicht von Lothar Zenetti, dann machen wir etwas falsch

 

 

Edited by Frank
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